Harriet Köhler Ostersonntag

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Inhaltsangabe zu „Ostersonntag“ von Harriet Köhler

Lügen, Gier und Selbstbetrug – ein bewegendes Selbstporträt

Der Vater verliert langsam sein Gedächtnis, die Mutter ihre Schönheit. Die Kinder der beiden wissen nicht recht, wer sie eigentlich sind und was sie anfangen sollen in ihrem Leben. Über dieser Familie, die alle nur fliehen wollen, die Mutter hat Affären, der Vater hebt kaum den Blick, die Kinder kommen nur heim, wenn es nötig ist, lastet ein Fluch: Friederike ist tot. Die jüngste Tochter Friederike, die ohnehin viel zu offen und zu offensichtlich schwierig war, hat sich vielleicht das Leben genommen.

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  • Rezension zu "Ostersonntag" von Harriet Köhler

    Ostersonntag

    laurana

    25. January 2011 um 11:41

    kein buch vor der lebensmitte :-)
    der blick in eine ganz alltägliche familie in deutschland ist erschreckend, vertraut, aufrüttelnd- man fragt sich und beginnt- hoffentlich- auch anderen fragen zu stellen- dann hat das buch etwas gutes bewirkt
    harte kost, weil so nah, so real!

  • Rezension zu "Ostersonntag" von Harriet Köhler

    Ostersonntag

    coco_0815

    24. May 2010 um 13:58

    Es ist wieder eines dieser Bücher, die völlig unscheinbar daher kommen und einen dann völlig unerwartet überrumpelt. Es ist ein Buch, dass vielleicht nicht gut tut, das aber verdammt gut ist. Harriet Köhler schreibt über das Leben einer Familie, die nach außen hin den Anschein hat, perfekt zu sein, in der es aber nach innen extrem kriselt. Sie schreibt in einer verblüffend bildreichen Sprache über die einzelnen Familienmitglieder, die sich versuchen in ihrem Leben einzurichten bzw. die versuchen daraus auszubrechen. Es klappt aber irgendwie beides nicht. Mit Schweigen und Verdrängen stehen sich alle selbst und gegenseitig im Weg.

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  • Rezension zu "Ostersonntag" von Harriet Köhler

    Ostersonntag

    Hasewue

    22. April 2010 um 15:22

    Vier verschiedene Menschen. Eine Familie. Heiner, ein pensionierter Professor für Insektenkunde, vegetiert vor seinem Discovery Chanel vor sich hin. Seine Ehefrau Ulla, von Beruf Gattin, versüßt sich währenddessen ihr Leben auswärts. Linda, eine erfolgreiche Kolumnistin, will von ihrer Familie nicht wirklich viel wissen und Ferdinand verkörpert eher den Verlierertyp: von seiner Freundin verlassen und ohne Job irrt er nachts durch Berlin. Nur ein Tag im Jahr vereint die vier – und das ist der Ostersonntag. Harriet Köhler schildert in „Ostersonntag“ einen Ausschnitt aus dem Leben einer Familie, die sich selbst fremd geworden ist. Dabei spricht der Erzähler die Protagonisten immer direkt an. Teilweise mit Spott, teilweise mit Mitgefühl. Köhler schafft es mit facettenreichen Schilderungen und einem ironischen Ton den Leser neugierig zu machen und ihn an die Geschichte zu fesseln. „Ostersonntag“ ist eine faszinierende Geschichte mit distanzierten Charakteren. Mit einem außergewöhnlichem Schreibstil und einem Hauch Melancholie erschafft Harriet Köhler eine unterhaltsame und alltägliche Geschichte über die Sprachlosigkeit in der Familie mit einer tollen Atmosphäre und dem Hauch nach etwas besonderem. 4 von 5 Sternen!

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  • Rezension zu "Ostersonntag" von Harriet Köhler

    Ostersonntag

    HeikeG

    10. September 2008 um 21:52

    Eine schrecklich nette Familie . Hinter dem eher harmlos wirkenden Titel "Ostersonntag" verbirgt sich eine geschickt formulierte, emotional schlagkräftige Erzählung, aus der Sichtweisen von vier ziemlich unglücklichen Familienmitgliedern, die sich zu der jährlichen Familienzusammenkunft an Ostern um einen Tisch versammeln, um in Sprachlosigkeit zu erstarren. . Da ist zum einen Linda (36), eine erfolgreiche Kolumnistin bei einer Tageszeitung, die den Frust ihres nicht vorhandenen Beziehungslebens unter einem Make-up aus zu vielen Gläsern Rotwein und Zigaretten und eines von innen gepudertem Näschen übertüncht. Ihr jüngerer Bruder Ferdinand (28), ein ebenfalls beziehungsunfähiger Sozialautist, hat keinen festen Wohnsitz, dafür aber viele Freundinnen und zieht meist im Alkoholrausch ziellos durch die Nachtklubs von Berlin. Heiner (70), der Vater der beiden und emeritierter Professor für Insektenkunde, flüchtet sich täglich in die TV-Tierwelt des Discovery Channel und hat mit ersten Anzeichen von beginnender Demenz zu kämpfen. Und schließlich die frustrierte Ulla, seine Frau. Mit schäbigen Affären, einem exzessiven Schlankheitswahn und schweißtreibenden Fitnessübungen will sie das Älterwerden bekämpfen. Trotz perfekt inszenierter, aufwändiger Kochrezepte, ist sie im tiefsten Inneren immer die "Tresenschlampe" geblieben, aus der sie der damals aufstrebende Akademiker gezogen hat. . Diese Familie flieht vor ihrem Trauma, Ulla und Heiners drittem Kind und Lindas und Ferdies Schwester: Friede. Sie ist bereits seit sieben Jahren tot - ein Unfall, sagt man. Am Ostersonntag soll es zum großen Befreiungsschlag kommen. Im Gepäck hat der Sohn einen Brief seiner toten Schwester. Mit Schuldvorwürfen will er die Familie endlich zum Reden bringen. Doch es wird ein Osterfest ohne die ersehnte Erlösung. Harriet Köhler verweigert eine schablonenhafte Lösung. . Die Geschichte ist hart und tut zuweilen richtig weh, ein emotionaler Schmerz, den man fast körperlich spüren kann. Doch Harriet Köhler erzählt sie mit solcher Zärtlichkeit für ihre Figuren und solch tiefen Einblicken in deren Gefühlsleben, mit so viel Verständnis und so viel Hoffnung, dass man sich ihrem Sog nicht entziehen kann. Hinzu kommt eine große sprachliche Virtuosität. Das ganze Buch überrascht und belohnt mit wunderbaren Sätzen. . In einer Ansammlung von inneren, beinahe selbstzerfleischenden Monologen innerhalb eines kleinen Zeitraumes sprechen die Vier mit sich, zu sich selbst. Großartig passt die Wahl der 2. Person. Das "DU" vertieft die erschreckende Realität und bringt einem die Protagonisten um einiges näher, als es jede andere Erzählform schaffen könnte. Einzeln zerrt Köhler das Quartett vor einen Spiegel und erreicht dadurch, dass das imaginäre Gegenüber wie ein verstärkendes Echo auftaucht. . Fazit: Ein ungewöhnliches Werk, das uns in die Gedankenwelt einer zerrütteten Familie eintauchen lässt. Vier Sichtweisen von vier Erzählern spannend und erschütternd dargeboten. . Ein gleichermaßen beeindruckendes wie beklemmendes Debüt.

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  • Rezension zu "Ostersonntag" von Harriet Köhler

    Ostersonntag

    Babscha

    07. September 2008 um 17:33

    Als eine Mixtur aus Franzens "Korrekturen" und "Wer hat Angst vor Virginia Wolf" erzählt die Autorin in durchgängig derb-drastischer, aber im inhaltlichen Zusammenhang nahezu immer treffender und teils auch sehr angebrachter Ausdrucksweise ein kurzes Schlaglicht aus den Leben der Eltern und der beiden erwachsenen Kinder einer Münchner Akademikerfamilie. Weder die Geschwister untereinander haben sich noch irgendetwas zu sagen noch ist die Ehe der Eltern in fortgeschrittenem Alter mehr als eine Farce und basiert nur noch auf der Grundlage von Hass und Selbstzweifeln. Jeder der Beteiligten ist letztlich völlig "fertig" und perspektivenlos. Nichtsdestotrotz hat man sich in einem selbstgeschaffenen Lebens-Lügengespinst schön häuslich eingerichtet, was irgendeine Verantwortung oder Schuld z. B. für den frühen Tod einer weiteren Schwester/Tochter gar nicht erst aufkommen lässt... Ein insgesamt gelungenes Buch, insbesondere den durchgängigen reizvollen Schreibstil in der 2. Person Singular. Ein ganz andere Lesart. Inhaltlich an einigen Stellen vielleicht etwas überzogen in der Schilderung und damit stellenweise auch leicht ermüdend. Auch für mich blieb zuletzt irgendetwas unvollständig, möglicherweise auch bedingt durch die im Buch konsequente Hinführung zu einem mit Spannung erwarteten, aber dann nicht statt findenden showdown. Aufgrund der ganz eigentümlichen Schreibweise und der originellen Wortkreationen durchaus lesenswert.

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  • Rezension zu "Ostersonntag" von Harriet Köhler

    Ostersonntag

    MonaMayfair

    15. August 2008 um 15:30

    na ja.. soooo "neu" und weltbewegend finde ich das jetzt nicht.. ab und an denkt man sich "aha! so ist das oder jenes" - aber irgendwie hat mir etwas gefehlt.. klar, es ist einfach nur eine momentaufnahme, aber dennoch fand ich es irgendwie unvollständig, ohne zu wissen, was denn fehlt..

  • Rezension zu "Ostersonntag" von Harriet Köhler

    Ostersonntag

    Pony

    25. July 2007 um 10:11

    Mich hat dieses Buch total fasziniert und ich habe es mehr oder weniger in einem Rutsch durchgelesen. Eigentlich geht es um ein Familiengeheimnis - aber die Geschichte über die Familie selbst ist schon spannend genug. Am Anfang musste ich mich erst "einlesen", weil immer aus der Sicht der handelnden Personen erzählt wird und kaum Dialoge stattfinden, aber wenn man sich darauf einlässt, ist es total faszinierend.

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  • Rezension zu "Ostersonntag" von Harriet Köhler

    Ostersonntag

    Berit

    24. July 2007 um 23:25

    Kein Buch zum einfach Herunterlesen, aber wenn man erstmal angefangen hat, kann man gar nicht mehr aufhören. Eine sehr bewegende Geschichte spannend erzählt! Mehr davon!

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