Harriet Lane Denn nichts bleibt vergessen

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Inhaltsangabe zu „Denn nichts bleibt vergessen“ von Harriet Lane

»Du erinnerst dich nicht an sie – aber sie hat dich nicht vergessen.« Nina und Emma sind beide Anfang vierzig und leben in Nordlondon, haben darüber hinaus aber nur wenig gemeinsam: Nina, elegant, weltgewandt und unabhängig, ist eine erfolgreiche Künstlerin und führt eine harmonische Ehe, ihre Tochter ist fast erwachsen. Emma dagegen sieht sich völlig dem Chaos ihres Familienalltags ausgeliefert, mit zwei kleinen Kindern, notorischen Geldsorgen und einer strapazierten Beziehung. Aus einer scheinbar zufälligen Begegnung heraus, freunden sich die beiden an – für Emma, von Ninas Gesellschaft fasziniert und geschmeichelt, eine willkommene Abwechslung. Doch Nina verfolgt eine andere Agenda und spielt ein undurchsichtiges Spiel. Denn wovon Emma nichts ahnt: Sie und Nina sind sich vor langer Zeit schon einmal begegnet. Und Nina erinnert sich genau, was damals passiert ist ...

Leider kann die zu Beginn aufgebaute Spannung nicht aufrecht erhalten werden. Das Ende ist etwas enttäuschend.

— Irena24

Ein Roman mit psychopathischen Elementen, der spannungstechnisch nicht überzeugen konnte - Viel Lärm um Nichts, leider.

— orfe1975

Aus der Grundidee hätte man viel mehr machen können.

— Nicky_G

Eine Geschichte, die mich als Leserin leider gar nicht gepackt hat.

— BeeLu

Was bleibt nun von dem Buch? Eine große Frage, die zwar beantwortet wurde, bei der ich die Antwort aber nicht nachvollziehen kann.

— Sick

Story nicht schlecht, aber die Umsetzung schon. Spannung kaum vorhanden, zu viele Wiederholungen und es passieren kaum Wendungen.

— trollchen

Nichts ist so, wie es scheint!

— Xanaka

Schade- hatte mir viel mehr von dem Buch versprochen... 😕

— mamamal3

Ein Buch zum querlesen, da zu viele unwichtige Informationen...

— Puschel1304

Keine schlechte Idee - leider stehen Auswirkung und Anlass in absolut keiner Relation. Das Ende ist wahrlich enttäuschend.

— miro76

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  • Denn nichts bleibt vergessen von Harriet Lane

    Denn nichts bleibt vergessen

    Irena24

    24. December 2015 um 16:36

    Ich hatte mich auf dieses Buch sehr gefreut, da es von vielen bereits gelobt wurde. Der Einstieg ist sehr gelungen. Der Leser wird sofort in das Geschehen geworfen, es gibt keine große Einleitung und Vorstellung der verschiedenen Charaktere, die Story beginnt gleich: Nina trifft eines Tages zufällig auf Emma. Diese scheint sie bereits aus der Kindheit zu kennen. Mehr erfährt der Leser erst einmal nicht. Einem wird jedoch sofort bewusst, dass damals etwas vorgefallen sein muss, was Nina verletzt hat und bis heute noch beschäftigt. Kurze Zeit darauf, provoziert Nina ein Wiedersehen mit Emma, indem sie dieser beim Einkaufen die Geldtasche entwendet und diese später zu ihr nach Hause bringt. Emma scheint sich keineswegs an Nina zu erinnern, was die gesamte Geschichte noch spannender macht. Ich konnte zu Beginn das Buch nicht zur Seite legen, weil ich unbedingt erfahren wollte, was damals in der Vergangenheit vorgefallen ist, dass Nina so nachtragend zu sein scheint, Emma sich aber an nichts erinnern kann. Interessant war auch, dass die beiden Charaktere so unterschiedliche waren: Nina, die erfolgreiche, unanhängige und weltgewandte Künstlerin, Emma die Hausfrau und Mutter, welche komplett im Familienchaos zu versinken scheint und mit ihrer gesamten Lebenssituation überfordert zu sein scheint. Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptcharaktere, Nina und Emma, geschrieben. Zunächst gefiel es mir zu lesen, wie ein und diesselbe Situation von den beiden oft unterschiedlich interpretiert wird. Etwa ab Mitte des Buches jedoch empfand ich es etwas langweilig jede Szene, wenn auch leicht abgewandelt, doppelt zu erleben, da die Unterschiede zwischen den Wahrnehmungen der Charaktere sich kaum noch unterschieden. Die zu Beginn aufgebaute Spannung konnte so nicht aufrecht erhalten werden. Ich hatte auch teilweise das Gefühl, dass die Story nicht wirklich voran kam. Die beiden Charaktere treffen zwar noch öfter im Buch aufeinander, aber irgendwie passierte nie wirklich etwas. Da Nina die Freundschaft nur vorspielt und auch weitere unangenehme Situationen für Emma proviziert, malt man sich als Leser bereits die schlimmsten Dinge aus, die Nina in der Vergangenheit widerfahren sein müssen und an denen Emma Schuld war. Letztendlich ist die Auflösung jedoch enttäuschend. Ich dachte, dass es mir am Ende vielleicht leichter fallen würde, Ninas Handeln nachzuvollziehen, wenn ich den Grund erfahren würde, doch dies war nicht der Fall. Ich empfand eher Mitleid mit Emma. Das Buch endet mit einem Cliffhanger. Vielleicht gibt es noch eine Fortsetzung?

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  • Leserunde zu "Denn nichts bleibt vergessen" von Harriet Lane

    Denn nichts bleibt vergessen

    aba

    "Emma, du bist es. Ich habe dich gefunden." Seid ihr auf der Suche nach einem besonderen Buch für die dunklen Herbstabende? Wir haben das Richtige für euch: einen Psychothriller auf hohem literarischem Niveau! "Denn nichts bleibt vergessen" von der britischen Autorin Harriet Lane ist ein spannendes Freundschaftsdrama zwischen zwei sehr unterschiedlichen Frauen, das euch bis zur letzten Seite fesseln wird. Seid ihr bereit für eine packende und nervenaufreibende Geschichte um Rache und Intrigen? Dann dürft ihr diese Leserunde nicht verpassen! Zum Inhalt Nina und Emma sind beide Anfang vierzig und leben in Nordlondon, haben darüber hinaus aber nur wenig gemeinsam: Nina, elegant, weltgewandt und unabhängig, ist eine erfolgreiche Künstlerin und führt eine harmonische Ehe, ihre Tochter ist fast erwachsen. Emma dagegen sieht sich völlig dem Chaos ihres Familienalltags ausgeliefert, mit zwei kleinen Kindern, notorischen Geldsorgen und einer strapazierten Beziehung. Aus einer scheinbar zufälligen Begegnung heraus freunden die beiden sich an – für Emma, von Ninas Gesellschaft fasziniert und geschmeichelt, eine willkommene Abwechslung. Doch Nina verfolgt eine andere Agenda und spielt ein undurchsichtiges Spiel. Denn wovon Emma nichts ahnt: Sie und Nina sind sich vor langer Zeit schon einmal begegnet. Und Nina erinnert sich genau, was damals passiert ist... Leseprobe Möchtet ihr alles über Ninas wahre Absichten erfahren? Dann müsst ihr euch unbedingt für eins der 25 Exemplare von "Denn nichts bleibt vergessen" über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bewerben*, die wir zusammen mit dem Insel Verlag verlosen. Wenn ihr dabei sein möchtet, antwortet bitte bis zum 11.11. auf die folgende Frage: Woran erkennt ihr wahre Freundschaft? Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück! Zur Autorin Harriet Lane war als Redakteurin und Autorin für die Zeitungen Tatler und Observer tätig, außerdem schrieb sie als freie Autorin für den Guardian, den Telegraph und Vogue. 2012 erschien ihr viel beachteter Debütroman "Alys, Always". "Nichts ist vergessen" erschien 2014 und ist der erste Roman auf Deutsch. Lane lebt mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern in Nordlondon. Ihr könnt Harriet Lane auch auf ihrer Webseite besuchen und auf Facebook und Twitter folgen, wenn ihr noch mehr über die Entstehung von "Denn nichts bleibt vergessen" und ihre neuen Projekte erfahren möchtet. * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken können.

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    • 850

    Gwenliest

    24. December 2015 um 13:06
    Sick schreibt Eine Lösung zu badpenny hat auch keiner der anderen Leser gefunden. Bis auf eine Erklärung aus einem englischsprachigen Lexikon, aber das wäre Interpretation...

    ja ich glaube das ist ein sprachliches Thema... für einen Nativespeaker selbsterklärend... aber übersetzen kann man esnicht... hier hätte man eine Erklärung gebraucht, das denke ich auch.

  • ✎ Harriet Lane - Denn nichts bleibt vergessen

    Denn nichts bleibt vergessen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. December 2015 um 09:41

    Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, denn als ich es damals in den Vorschauen entdeckte, war ich direkt gefangen. Leider muss ich jetzt sagen, dass es mich eher enttäuscht hat. (sage ich jetzt, am Anfang der Rezension - mal schauen, wie es am Ende aussieht) Ok, gestern Abend war ich wirklich baff und habe mich sehr über das Buch geärgert, weil ich das Ende einfach nicht fassen konnte - ich fühlte mich ein bisschen veräppelt von der Schriftstellerin. Heute sehe ich manche Sachen etwas detaillierter und bin auch zu dem Schluss gekommen, dass es schon schwierig war, die Geschichte zu lesen, aber sie ist auch raffiniert gemacht. Anfangs hatte mich die Story in ihrem Bann, weil man hier natürlich viel erfährt und das immer aus 2 Perspektiven: die von Emma und die von Nina. Leider ist dies auch der allergrößte Kritikpunkt, den ich habe, denn dadurch hat die Autorin sooo dermaßen viele - und vor allem unnötige / uninteressante - Wiederholungen eingebaut, dass ich manchmal regelrecht genervt war. Natürlich kommen dadurch auch Details ans Licht, die man vorher noch nicht kannte, aber vielleicht hätte man das wirklich dann auch auf diese Details beschränken sollen, denn diese waren wirklich brisant. Ansonsten fand ich die Grundidee sehr gut, auch wenn manchmal nicht nachvollziehen konnte, dass Handlungen nicht hinterfragt, dass sie einfach so hingenommen wurden. Die Figuren sind in meinen Augen gut dargestellt und die Stimmung hat sich auch immer mit den Figuren verändert, sich angepasst: Emma, die alle Hände voll mit ihrem Mutterdasein zu tun hat und mit der man schon manchmal mitleidet, weil ihr Leben so unorganisiert daherkommt. Nina, bei der man sehr schnell ein beklemmendes Gefühl und auch Angst bekommt, weil sie ein so falsches und psychotisches Spiel spielt. Die anderen Figuren - also hauptsächlich die Männer - haben mir dagegen eher missfallen, da sie meiner Meinung nach beide einfach die Augen schließen und nicht wirklich an ihren Frauen / Familien interessiert sind. Auch sie hinterfragen sehr wenig bzw nichts. Mit dem Ende wurde ich, wie anfangs bereits erwähnt, regelrecht vor den Kopf gestoßen. Man erfährt zwar Ninas Motiv, aber dieses ist für mich so banal, dass ich darauf gar nicht klar komme. Auch mit dem offenen Ende konnte ich gestern Abend nichts anfangen - heute empfinde ich es als sehr gut gelungen, denn man bleibt in der Geschichte geradezu gefangen. Durch ihre Idee und ihren Schreibstil konnte mich Harriet Lane schon überzeugen, aber leider ist die Umsetzung anhand der Massenwiederholung eher nicht so gelungen. Ich glaube aber, dass, wenn man diese weglässt oder das Querlesen an diesen Stellen beherrscht, man hier einen super Psychothriller - in meinen Augen ist dies kein Roman - vorliegen hat.

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  • Buchverlosung zu "Denn nichts bleibt vergessen" von Harriet Lane

    Denn nichts bleibt vergessen

    Nadinini

    16. December 2015 um 17:19

    Hallöchen ihr Lieben :)

    Ich verlose bis zum 22.12. dieses Buch und es kommen in den folgenden Tagen noch mehr Gewinnspiele! Gewinnen könnt ihr auf meinem Blog oder auf Facebook.

    Ich freue mich wirklich über jeden Leser und hoffe ich konnte euer Interesse wecken :)

  • Denn nichts bleibt vergessen – Große Erwartungen wurden leider nicht erfüllt

    Denn nichts bleibt vergessen

    Nicky_G

    Nina entdeckt auf der Straße eine alte Bekannte wieder: Emma. Aus dem selbstbewussten Teenager ist eine überforderte Mutter geworden. Nina, eine erfolgreiche Künstlerin, die unter dem Schatten ihres Komponistenvaters leidet, sieht ihre Chance, um eine alte Schuld zu begleichen. Während Emma sich nicht an Nina erinnert, kochen in dieser alte Gefühle und Erinnerungen hoch, die sie zu einem perfiden Psychospiel vermischt. Wie weit wird Nina gehen, um sich an Emma zu rächen? Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, denn der Klappentext versprach psychologische Hochspannung und ein ausgeklügeltes Rachespiel. Leider blieb davon am Ende gar nichts übrig. Die Geschichte wird sowohl aus Ninas als auch aus Emmas Sicht in der Ich-Form erzählt, was mir zu Beginn sehr gut gefiel, denn das war ein Kniff, der mir nicht geläufig war. Aber mit der fortlaufenden Geschichte wandelte sich die Freude über diese ungewöhnliche Erzählweise in Langeweile, denn zum einen wurden nichtige Szenen aus beiden Sichten heraus beschrieben, zum anderen musste man aufpassen, dass man die Personen nicht durcheinanderbrachte. Letzteres war meiner mangelnden Aufmerksamkeit geschuldet, denn so begeistert wie ich zu Beginn war, so sehr nahm diese während des Lesens ab. Das lag an mehreren Aspekten: zum einen konnte ich für keine der Figuren Sympathie hegen, sie nervten mich nachher nur. Dies war eine Folge der stereotypen und einseitigen Darstellungsweise. Während Nina als patent, erfolgreich, wohl erzogen und gut aussehend beschrieben wurde, war Emma das genaue Gegenteil: überfordert, Karriere kaputt, unordentlich und leicht ungepflegt. Zum anderen wurde der Erzählstil zur Qual, weil er Nichtigkeiten aufbauschte, so dass man dachte: jetzt kommt noch was! Aber jetzt! Immer noch nicht… Und dieses Gefühl behielt ich das ganze Buch über. Insbesondere das Motiv für Ninas Tat blieb sehr lange im Dunkeln. Dadurch hatte man das Gefühl, einen Marathon zu laufen und nie ans Ziel zu kommen. Und als endlich die Katze aus dem Sack war, war es so ein unscheinbarer und gegenstandsloser Grund, dass ich regelrecht verärgert war.  Darauf hatte ich die ganze Zeit gewartet? Ich hatte mir Gott-weiß-was ausgemalt. Wahrscheinlich hatte ich mir einfach zu viel versprochen und war deswegen total enttäuscht. Aus der Grundidee hätte man viel mehr machen können.

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    • 2

    Nisnis

    15. December 2015 um 14:51
  • Guter Ansatz - Ausführung zu wenig durchdacht

    Denn nichts bleibt vergessen

    orfe1975

    09. December 2015 um 22:46

    Cover: Das Cover zeigt einen Schatten einer Frauengestalt, der sich im Wasser spiegelt. Irritierenderweise steht das Bild auf dem Kopf, was einen im Buchladen unwillkürlich aufmerksam werden lässt. Die Farbgebung ist in dunklen, blau-schwarzen Tönen gehalten, wodurch eine unheilvolle Stimmung verbreitet wird. Obwohl es nur als Roman deklariert ist, erwartet man etwas im Genre Krimi bzw. Thriller. Inhalt: Es geht um die beiden Frauen Nina und Emma, beide Anfang 40. Sie sind sehr unterschiedlich: Nina erfolgreiche Künstlerin mit glücklicher Ehe und fast volljähriger Tochter, hat alles im Griff, Emma dagegen kämpft mit einer angespannten Ehe und 2 kleinen Kindern, ist ständig von Geldsorgen geplagt und mit ihrer Situation eher überfordert. Beide eint eine Begegnung in der Vergangenheit, die Nina sehr präsent ist und weswegen sie Emma verfolgt und sich immer mehr in ihr Leben drängt. Emma dagegen erinnert sich nicht, für sie ist Nina eine neue Freundin, der sie sich  anvertraut und die ihr hilfreich zur Seite steht. Mein Eindruck: Ich hatte das Buch schon vor Erscheinung auf meiner Wunschliste und konnte es kaum erwarten, dass es erscheint. Die Geschichte versprach vom Klappentext her Spannung pur. Der Auftakt ist dann auch gleich spannend, in dem beschrieben wird, wie Nina Emma zufällig in London sieht und sich überlegt, wie sie plant, an sie heranzukommen. Dabei wird gleich eindeutig, dass es ein düsteres Geheimnis aus der Vergangenheit sein muss, das Nina offenbar sehr verletzt hat, für Emma aber damals keine große Rolle spielte. Und dieses Geheimnis, die Frage, warum sich Nina im weiteren Romanverlauf so verhält, wie sie es tut, ist auch die treibende Kraft, die den Leser dazu treibt, das Buch bis zum Ende zu lesen. Leider verliert der Roman zwischenzeitlich die zuvor aufgebaute Spannung wieder. Die Geschichte wird abwechselnd aus Ninas und Emmas Sicht geschildert. Das ist einerseits interessant, die unterschiedlichen Interpretationen der gleichen Situation zu sehen, aber teilweise auch sehr langatmig, da auch die ganzen Dialoge in voller Länge doppelt zu lesen sind. Hinzu kommt, dass die Autorin stellenweise Spuren in die Vergangenheit legt, die den Leser aufhorchen lassen, seine Aufmerksamkeit wecken. Diese verpuffen jedoch recht schnell, da die Erzählung dann wieder in zu langatmigen Ausführungen über die Alltagsgeschehnisse der beiden Frauen mündet. Die Auflösung am Ende hat sehr enttäuscht. Es wurden einfach zu viele Hinweise gegeben, die am Ende keinen Sinn machten, zu viele Fragen zu Beginn aufgeworfen, die bis zum Ende keine Lösung fanden. Es wirkt, als hätte die Autorin ab der Hälfte des Romans keine Lust mehr gehabt oder gar vergessen, welche Hinweise sie vorher gestreut hat. Gegen Ende sind mir die Situationsbeschreibungen auch zu ausufernd gewesen und nicht zielführend, weswegen ich den letzten Abschnitt nur noch quergelesen habe, ich wollte einfach nur wissen, was der Grund allen Übels ist. Ich war von der Hinhaltetaktik am Ende nur noch genervt. Die beiden Hauptcharaktere Nina und Emma waren mir beide nicht sympathisch. Emma ist für meinen Teil einfach viel zu naiv, vielleicht wünscht sie sich einfach zu verzweifelt eine Freundin und betrachtet Nina daher durch die rosarote Brille, aber dennoch kann ich ihr Verhalten nicht gänzlich nachvollziehen. Nina verhält sich einfach psychopatenmäßig, oft grausam erscheint und manchmal wie das Verhalten eines trotzigen Kleinkindes wirkt. Das, was mich an dem Roman „gepackt“ hat, sofern man dies sagen kann, ist die Tatsache, dass Nina als Werkzeug Emmas kleine Kinder benutzt. Diesen Aspekt hatte ich so nicht erwartet, sonst hätte ich gleich die Finger von dem Roman gelassen. Da Nina auch Mutter ist, hätte ich dieses Verhalten erst recht nicht erwartet und hat mir ein paar schlaflose Nächte bereitet. Ansonsten hat mich der Roman nicht dauerhaft fesseln können und meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt. Schade, man hätte mehr draus machen können, aber die Ansätze waren vielversprechend. Fazit: Ein Roman mit psychopathischen Elementen, der spannungstechnisch nicht überzeugen konnte - Viel Lärm um Nichts, leider.

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  • Nachtragende Leute haben viel zu schleppen.

    Denn nichts bleibt vergessen

    Sick

    Nina ist Mutter einer siebzehnjährigen Tochter, lebt nach der Scheidung von deren Vater mit einem älteren Mann zusammen und arbeitet erfolgreich als Malerin. Einige ihrer Abnehmer sind zwar Bekannte ihres Vaters, einem bekannten Filmkomponisten, aber trotzdem ist Nina im Großen und Ganzen zufrieden mit ihrem Leben. Doch irgendetwas löst die zufällige Begegnung mit Emma in ihr aus, denn Nina beginnt damit, sich in deren Leben einzuschleichen. Emma, etwa im gleichen Alter, verheiratet und Mutter eines kleinen Jungen, lebt ein völlig anderes Leben als Nina. Ihre Arbeit beim Fernsehen musste sie mit der ersten Schwangerschaft aufgeben und das zweite Kind ist schon unterwegs. Ihr Mann Ben hat zwar einen guten Job, hilft ihr aber kaum und das Geld ist auch knapp. Neuerliche Zusammentreffen, als Zufall getarnt, verschaffen Nina Eintritt in den Alltag der überforderten Emma. Diese merkt nicht, dass ihre neue Bekanntschaft eine alte Rechnung begleichen will...   "Denn nichts bleibt vergessen" - nach diesem Motto handelt Nina fortan, wenn es um Emma geht. Der Leser weiß allerdings nicht, was ihr Motiv ist. Und diese Frage beschäftigt einen bis zum Schluss, denn leider gibt es zwischenzeitlich keine neuen Erkenntnisse. Man weiß lediglich, dass der Vorfall, der Nina so beschäftigt, noch in ihrer Jugendzeit passiert sein muss. So bleibt der Spannungsbogen eher flach, von ein paar kleinen Hügelchen mal abgesehen, die dann auftreten, wenn Nina mal wieder etwas ausheckt. Nur ohne Motiv bleiben ihre Beweggründe rätselhaft, was es dem Leser extrem erschwert, Ninas Handlungen nachzuvollziehen. Sie scheint zwei Gesichter zu haben, ein sympathisches, das sie wie eine normale Frau wirken lässt, und eine dunkle Seite. Nur ist das, was Nina macht, gerechtfertigt? Steigert sie sich in etwas hinein? Oder ist sie vielleicht sogar psychisch krank? Auf Antworten wartet man bis fast zum Schluss und so viel möchte ich verraten: Ich war nicht zufrieden. Ninas falsches Spiel hat nichtige Gründe, die noch dazu nicht richtig beleuchtet werden. Eine kurze Rückblende aus ihrer Sicht und das war's. Keine richtigen Gefühle oder Erklärungen, warum es sie nach all der Zeit noch so beschäftigt. Auch das Ende ist absolut offen und das, wo gerade dort die höchste Spannung im ganzen Buch auftritt. Tausend Fragen stürmen auf den Leser ein, genau das, worauf man so viele Seiten lang gewartet hat, und dann ist alles aus. Das war für mich höchst unbefriedigend und hat mich einfach nur enttäuscht. Denn zu Beginn war alles ziemlich interessant, die Neugier wurde gekonnt geweckt und ich konnte mich gut in Nina und Emma hineinversetzen. Deren Perspektiven wechseln sich mit jedem Kapitel ab und man erfährt alles aus der jeweiligen personalen Sichtweise. Dabei treten manche Szenen auch doppelt auf, beispielsweise das erste Zusammentreffen, die folgenden Verabredungen usw. Was am Anfang eher befremdlich war, weil sich unter anderem die Dialoge wiederholt haben, wurde mit der Zeit immer ausgefeilter und es war richtig interessant zu erfahren, was die jeweilige Frau über die andere und ihrer beider Leben denkt. Nina ist für Emma dabei einer Fremde, während Nina Vergleiche mit der Vergangenheit anstrebt. So gesehen steht sie als Gewinnerin da, denn Emma ist als Mutter und Hausfrau komplett überfordert, zumal sie alles nur in sich reinfrisst, anstatt mit jemandem darüber zu reden. Zwischenzeitlich wird die Jammerei ziemlich anstrengend, aber mit der Zeit bessert sich das zum Glück. Ninas und Emma Gedanken waren jedenfalls gut beschrieben, man konnte sie verstehen, auch wenn man als Leser vielleicht anders gehandelt hätte. Der Schreibstil ist definitiv etwas Besonderes. Am besten liest man das Buch ohne Ablenkung, denn es hat einen gewissen Anspruch. Leider waren mir einige Beschreibungen zu ausführlich, besonders solche, die für das Vorankommen der Handlung nicht entscheidend waren. Mehrmals habe ich mich dabei ertappt, wie ich eine Seite zwar gelesen, aber eigentlich kein Wort davon behalten habe. Doch etwas wirklich Wichtiges habe ich nicht verpasst, denn eingestreute Hinweise fehlen fast gänzlich. Schlimmer noch, fallen häufiger Namen, die der Leser nicht einordnen kann, weil nirgendwo erklärt wird, in welcher Relation sie zu den Protagonistinnen stehen. Es ist, als würde man in das Leben der beiden Frauen geworfen und keiner erklärt einem, wer sie sind und wie sie leben. Man muss sich alles selbst erschließen und sogar der Handlungsort kristallisiert sich nur langsam heraus. Alles in allem hat das leider für mehr Verwirrung als Neugier gesorgt und zum Schluss habe ich mich richtig geärgert, dass mir mindestens die Hälfte der Namen einfach nur vor die Füße geschmissen wurde, die dazugehörigen Personen aber gar nicht auftauchen.   Was bleibt nun von dem Buch? Eine große Frage, die zwar beantwortet wurde, bei der ich die Antwort aber nicht nachvollziehen kann. Und viele neue Fragen, die sich auf den letzten zwei Seiten drängen. Wer offene Enden nicht ausstehen kann, sollte unbedingt die Finger hiervon lassen!

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    • 5
  • Ein treibender Schreibstil, der trotzdem keine spannende Handlung zustande bekommt.

    Denn nichts bleibt vergessen

    Nisnis

    Nina und Emma begegneten sich vor sehr langer Zeit schon einmal. Während Nina einen perfiden Plan verfolgt, fühlt sich Emma durch die neue Freundschaft sehr geschmeichelt. Die beiden in London lebenden Frauen, Anfang vierzig, könnten unterschiedlicher nicht sein und doch verbindet sie ein Band der Vergangenheit. Meine Meinung: Der Schreibstil ist detailreich und treibend, so feingliedrig sind Gedanken der Protagonisten und Geschehnisse gezeichnet, doch schon nach ein paar gelesenen Seiten fragte ich mich ernsthaft, wohin mich dieses Gelesene führen würde. Ich erkannte keinen Sinn in den detailliert beschriebenen Handlungen und Gedankenwegen der Protagonisten. Nichtssagenden Figuren, durchwehten die ersten Kapitel wie ein Windhauch, ohne eine Chance sich in der Geschichte zu verfestigen. Ich hatte wirklich Langeweile. Erst nach einigen Kapiteln konnte ich einen Sinn erahnen, aber dieser war so unspektakulär und so unspannend. Talentiert geschrieben empfand ich die beiden harmonisch abgestimmten Erzählstränge der beiden Hauptfiguren, Nina und Emma. Das Wechselspiel der Erzählungen war aufschlussreich und interessant, denn so wurden die Sichtweisen, Emotionen und Lebensweisen der beiden Frauen sehr deutlich. Nina, die taffe, schicke und erfolgreiche Frau die plötzlich den Kontakt zu Emma, der allgegenwärtig gestressten, im täglichen Chaos versinkenden Mutter von zwei kleinen Kindern sucht. Nina verfolgte damit einen Plan, während Emma sich von dieser neuen Freundschaft geschmeichelt fühlte. Die Charaktere waren sehr facettenreich und ausführlich dargestellt. Jede Mutter erkennt authentische Situationen aus Emmas Leben wieder, doch es war einfach too much und zu wenig Handlung, die die Geschehnisse steuerten. Der Roman besitzt einen psychologischen Touch, doch er ist weit entfernt von einem Psychothriller. Er ist eher ein Katz und Maus Spiel, bei dem am Ende alle verlieren. Das Ende hat mich enttäuscht und ich kann keine der lobenden Pressestimmen nachvollziehen. Die Geschichte war unvorhersehbar und ich erwartete eine gekonnte Auflösung, doch sie verpuffte auf den letzten Seiten, denn das Motiv der Story war so unglaublich laff. Mein Fazit: Ein unglaublich rasanter Schreibstil der durch die Seiten treibt, der jedoch im nächsten Moment die Handlung in sich zusammen sacken lässt. Ich möchte diesen Roman nicht empfehlen, doch ich bewundere die filigrane Sprache und die harmonischen Erzählstränge.

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    • 5
  • Übertriebene Rachegelüste...

    Denn nichts bleibt vergessen

    BeeLu

    07. December 2015 um 11:07

    „Denn nichts bleibt vergessen“ erzählt die Geschichte von Nina und Emma. Nina ist eine erfolgreiche Künstlerin, Mutter einer 17-jährigen Tochter und in einer glücklichen Beziehung. Eine Frau die mitten im Leben zu stehen scheint. Emma ist eine überforderte Mutter eines kleinen Sohnes und Baby Nummer 2 ist auch schon unterwegs. Sie wirkt unglücklich und überfordert, sehnt sich nach ihrer Karriere und mehr Unterstützung ihres Ehemannes, sieht sich aber im Familienchaos und Geldsorgen versinken. Scheinbar zufällig treffen die beiden aufeinander und es entwickelt sich – zumindest für die eine – eine langersehnte Freundschaft. Emma fühlt sich von Ninas Bemühungen ihr und ihrer kleinen Familie zu helfen geschmeichelt. Nina hingegen verfolgt einen ganz anderen Plan. Der Schein der Freundschaft trügt. Denn Nina kennt Emma aus früheren Tagen und sie hat nicht vergessen, was damals passiert ist… Soweit so vielversprechend! Der Leser begegnet Nina und Emma abwechselnd und erfährt die Geschehnisse aus beiden Perspektiven. Das ist einerseits wirklich interessant zu verfolgen, denn es tun sich wahre Kluften in der Wahrnehmung beider Frauen für ein und die selbe Situation auf. Andererseits entstehen so viele Wiederholungen, die irgendwann leider doch langweilen und die Handlung ins Stocken geraten lassen. Emma jammert viel und ich frage mich, ob das Leben mit kleinen Kindern wirklich durchweg so furchtbar ist. Nina hat zwei völlig unterschiedliche Gesichter und kann sich wahnsinnig gut verstellen, diesen Aspekt fand ich sehr gut herausgearbeitet und es ließ mich doch manchmal erschauern zu lesen, was sie wieder ausheckt, um Emma eins auszuwischen und im selben Moment als ihre Retterin in der Not zu erscheinen. Dennoch entsteht nur sehr geringe Spannung. Zwar fragt man sich als Leser die ganze Zeit über, was denn nun damals zwischen den beiden Frauen passiert sein mag, man bekommt aber nur so kleine Häppchen zugeworfen, dass ich persönlich mich irgendwann sehr gelangweilt und das Interesse so gut wie verloren habe. Einzig der angenehme Schreibstil und die Hoffnung auf ein entschädigendes „Aha-Erlebnis“ haben mich zum Weiterlesen bewogen. Die Auflösung ließ mich dann völlig kalt, denn für meine Begriffe handelte es sich um eine absolute Nichtigkeit und es muss in Nina als Person doch so einiges mehr an „Störung“ vorliegen, um das als Anlass zu nehmen, eine solche Racheaktion zu starten. Auf der letzen (!!) Seite entsteht dann endlich Spannung und plötzlich ist das Buch vorbei und man bleibt als Leser mit gefühlten 100 unbeantworteten Fragen im Regen stehen. An sich, wenn es gut gemacht ist, ist ja auch gegen ein offenes Ende nichts einzuwenden. In diesem Fall hat es die Enttäuschung nur noch größer gemacht und für mich das Ganze zum totalen Flopp werden lassen. Fazit: Leider keine Leseempfehlung. Schade, es schien sehr vielversprechend

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  • Das Buch konnte mich nicht erreichen

    Denn nichts bleibt vergessen

    trollchen

    01. December 2015 um 09:10

    Denn nichts bleibt vergessen Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen du danke dem Insel Verlag für das Leseexemplar. Herausgeber ist Insel Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (7. November 2015) und hat 276 Seiten. Kurzinhalt: »Du erinnerst dich nicht an sie – aber sie hat dich nicht vergessen.« Nina und Emma sind beide Anfang vierzig und leben in Nordlondon, haben darüber hinaus aber nur wenig gemeinsam: Nina, elegant, weltgewandt und unabhängig, ist eine erfolgreiche Künstlerin und führt eine harmonische Ehe, ihre Tochter ist fast erwachsen. Emma dagegen sieht sich völlig dem Chaos ihres Familienalltags ausgeliefert, mit zwei kleinen Kindern, notorischen Geldsorgen und einer strapazierten Beziehung. Aus einer scheinbar zufälligen Begegnung heraus, freunden sich die beiden an – für Emma, von Ninas Gesellschaft fasziniert und geschmeichelt, eine willkommene Abwechslung. Doch Nina verfolgt eine andere Agenda und spielt ein undurchsichtiges Spiel. Denn wovon Emma nichts ahnt: Sie und Nina sind sich vor langer Zeit schon einmal begegnet. Und Nina erinnert sich genau, was damals passiert ist ... Meine Meinung: Leider hat ich das Buch nicht so erreicht, ich musste mich regelrecht bis zum Ende hin durch kämpfen. Am Schreibstil gibt es nicht zu meckern, er ist flüssig und leicht verständlich. Die bildhafte Sprache gefiel mir sehr gut, obwohl sie manchmal ein wenig ausuferte. Die Handlung an sich war nicht schlecht, aber die Umsetzung gefiel mir nicht so gut. Manches wirkte einfach überzogen und willkürlich an die Stelle gesetzt, dass es passt. Die Protagonistin Nina war mir suspekt, denn von ihr persönlich las man nur selten etwas, was mich ein wenig weiter gebracht hätte, bei ihr blieb es bis zum Schluss so beim Unvollständigem und Ungreifbaren, ich wußte einfach nicht, welches Ziel sie verfolgt. Emma war mir dagegen ein wenig sympathischer, vielleicht, weil sie auch Kinder hat. Die Ehemänner bleiben so ziemlich weit weg, obwohl sie für mich zu der Geschichte gepasst hätten. Was mich auch sehr gestört hat, waren die Wechsel von den zwei Frauen, zwischen denen man immer hin und her gesprungen ist. Denn es kommen viele Wiederholungen, weil Emma halt das anders erlebt hat als Nina, aber man erfährt nicht viel Neues. Dadurch dümpelt die Geschichte so vor sich hin und die Spannung kann sich nicht richtig entfalten. Mein Fazit: Ich weiß nicht, wie ich das Buch richtig einordnen soll, es hat mich nicht überzeugt Ich schwanke zwischen 2 und 3 Sternen. Leider!

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  • Nichts ist so, wie es scheint!

    Denn nichts bleibt vergessen

    Xanaka

    30. November 2015 um 14:39

    Nina sieht Emma mit ihren Kindern auf der Straße und erkennt diese sofort wieder. Im ersten Moment ist sie erschrocken darüber, sie hatte mir ihr an dieser Stelle nicht gerechnet. Wochen später trifft sie diese erneut wieder, gibt sich aber auch hier nicht als alte Bekannte zu erkennen. Sie provoziert ein erstes Zusammentreffen mit Emma, wird aber von ihr nicht erkannt. Tage später findet sie den kleinen Sohn von Emma und bringt diesen wieder zu ihr nach Hause. So gelingt es ihr immer mehr sich in das Vertrauen von Emma einzuschleichen. Diese hat sie von damals nicht erkannt. Was das Ziel von Nina ist, warum sie sich derart in das Vertrauen von Emma einschleicht und ihr dabei unentwegt versucht zu schaden, bleibt mir als Leser lange Zeit unerschlossen. Das Buch ist ganz geschickt geschrieben. Einzelne Episoden erfahren wir jeweils aus der Sicht von Emma und aus der von Nina. So kann der Leser schnell erkennen, dass Nina es auf keinen Fall gut mit Emma meint. Nur diese merkt leider nichts davon. Auf der anderen Seite ziehen sich diese einzelnen Abschnitte dann doch ganz schön in die Länge. Irgendwann fragt man sich als Leser, wann kommt es denn nun endlich zur Auflösung des Ganzen. Irgendetwas muss doch damals passiert sein, dass Nina so handeln lässt. Ich kann für dieses Buch nur zwei Sterne vergeben. Das was ich mir erhofft hatte, ist nicht eingetreten. Die große Spannung ist ausgeblieben und am Ende war ich einfach nur enttäuscht. Zwei Sterne dafür, dass es einige Episoden gab, die mir dennoch gut gefallen haben. Trotzdem sollte sich letztlich jeder selbst sein Urteil zu diesem Buch bilden!

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  • ein perfides Spiel

    Denn nichts bleibt vergessen

    miro76

    30. November 2015 um 10:23

    Nina sieht eine Frau in ihrem Alter auf der gegenüberliegenden Straßenseite und weiß sofort, dass sie sie jetzt gefunden hat. Die andere ist Emma. Die Mutter eines zweijährigen Sohnes und wieder schwanger. Emma ist mit der späten Mutterschaft überfordert. Sie leidet unter dem Verlust ihrer Arbeit und ihrer Sozialkontakte. Sie ist nur mehr Hausfrau und Mutter. Ihr Mann ist ihr wenig Unterstützung. Emma erkennt Nina nicht und Nina nutzt diese Tatsache, um sich langsam in das Leben der Hausfrau zu schleichen. Mit diversen Tricks führt sie immer wieder Situationen herbei, die Nina als strahlende Heldin und Retterin hervorheben. Emma sieht nicht das perfide Spiel, das Nina mit ihr treibt und glaubt in Nina eine neue Freundin gefunden zu haben. Nina ist das, was Emma sein möchte. Sie ist unabhängig, elegant und weltgewandt. Nina ist Malerin und hat ihr eigenes Atelier. Ihre Bilder verkaufen sich recht gut. Ihre Spielchen treffen also auf fruchtbaren Boden, denn Emma ist unglücklich. Während der Lektüre fragt man sich natürlich die ganze Zeit, was diese beiden Frauen verbunden hat, dass die eine noch immer Rachegelüste verspürt, die andere aber scheinbar keine Erinnerung hat. Das eröffnet natürlich die Möglichkeit eines riesigen Spannungsbogens. Der flacht aber immer mehr ab, weil bei Emma nur gar zu unbedeutende Funken von Wiedererkennnen aufflammen. Warum das so ist, erschließt sich erst ganz am Ende und als Leser versteht man dieses Fehlen von Erinnerung. War doch die Begegnung in jungen Jahren gar sehr kurz und für Emma wirklich unbedeutend. Nina allerdings setzt die Begegnung an den Anfang einer Kette von Ereignissen, die ihr Leben massiv veränderten und gibt deshalb Emma die ganze Schuld. Das erscheint auch noch irgendwie logisch. Zumindest kann man sich das vorstellen. Was für mich aber gar nicht stimmig war, ist dieses normale und glückliche Leben von Nina als Erwachsene. Sie hat sich entwickelt, hat Selbstbewusstsein privat und beruflich aufgebaut. Sie ist relativ glücklich verheiratet und hat eine fast erwachsene Tochter. Sie ist erfolgreich. Meiner Meinung nach konnte sie das nur schaffen, indem sie ihre Vergangenheit hinter sich gelassen hat. Da sie aber massiv darin verhaftet scheint, weil sie einen derartig großen Hass auf Emma empfindet, der sie die Grenzen ihrer Spielchen nicht mehr erkennen lässt. Es scheint ihr auch nicht wichtig, Emma auf die Sprünge zu helfen, um etwas aufzuklären. Es scheint, ihr einziges Ziel ist Emma leiden zu sehen. Wenn sich jemand so in etwas verbeißt, dann muss sich das doch auch im restlichen Leben irgendwie bemerkbar machen. Deshalb waren für mich Auslöser und Ereignis in keiner Relation. Der Schluss war einfach nur enttäuschend. Das Buch hat mich unzufrieden zurückgelassen.

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  • Wenn eine ungesühnte Schuld zum Mittel der Zerstörung wird. Eindringlich und scharf!

    Denn nichts bleibt vergessen

    Floh

    Mit diesem als Psychothriller beschriebenen Roman erschafft die englische Autorin Harriet Lane ein Buch, welches durch die Hintergrundthematik wirklich sehr intensiv erscheint und trotz der Schwere der Aktionen und Rachespielchen enormes Potential auslebt und sehr zum Nachdenken und Sinnieren anregt. In „Nichts bleibt vergessen“ taucht die Autorin in eine ganz verfahrene Konstellation aus Vergangenheit, Geheimnis, Verrat, Neid und Rache ein und eröffnet den Lesern bittere Psychogramme zweier Frauen und betreibt verblüffende Charakterstudien, die den Leser Rätsel bis zur letzten gelesenen Seite aufgeben. Erschienen im Suhrkamp/Insel Verlag (http://www.suhrkamp.de/) Inhalt: "“Du erinnerst dich nicht an sie – aber sie hat dich nicht vergessen.“ Nina und Emma sind beide Anfang vierzig und leben in Nordlondon, haben darüber hinaus aber nur wenig gemeinsam: Nina, elegant, weltgewandt und unabhängig, ist eine erfolgreiche Künstlerin und führt eine harmonische Ehe, ihre Tochter ist fast erwachsen. Emma dagegen sieht sich völlig dem Chaos ihres Familienalltags ausgeliefert, mit zwei kleinen Kindern, notorischen Geldsorgen und einer strapazierten Beziehung. Aus einer scheinbar zufälligen Begegnung heraus, freunden sich die beiden an – für Emma, von Ninas Gesellschaft fasziniert und geschmeichelt, eine willkommene Abwechslung. Doch Nina verfolgt eine andere Agenda und spielt ein undurchsichtiges Spiel. Denn wovon Emma nichts ahnt: Sie und Nina sind sich vor langer Zeit schon einmal begegnet. Und Nina erinnert sich genau, was damals passiert ist ..." Handlung: Emma und Nina; Nina und Emma. Ein brennendes und undurchsichtiges Band verbindet die beiden Frauen. Was Emma jedoch nicht ahnt ist, dass ihre neue Freundin Nina eine ganz andere Absicht hat als durch schmeichelnde und wohlwollende Worte eine neue Freundin zu gewinnen und zu halten. Nina bezweckt etwas ganz anderes, etwas was aus ihrem Inneren heraus wächst und einer unglaublichen Vergangenheit geschuldet ist. Beide Frauen leben ein unabhängiges Leben. Nina wirkt bodenständig, erfolgreich und in ihrer Ehe mit einem festen Platz versehen. Emma hingegen ist völlig unzufrieden, vom faulen Mann genervt und mit den beiden quirligen Kindern alleingelassen und überfordert. Für Nina das Signal für ihr Vorhaben einzugreifen… Eine unterschwellige Hetzjagd und Zerstörung beginnt. Am Ende werden wir den Hintergrund beider Vergangenheiten erfahren und erleben, was diese beiden Frauen vereint…. Die Situationen der beiden Ehen eskalieren und die Beziehungen nehmen eine ungeahnte Wendung an und werfen ein ganz unerwartetes Licht auf die Charaktere und durchleuchten die Situationen, Handlungen und später die Offenbarung allen Übels. Gesellschaftskritisch werden Probleme der heutigen Zeit und einer ungleichen Ehe und einer unvergessenen Vergangenheit aufgegriffen. Es geht um Neid, Rache, Vergeltung, Unterdrückung, Courage und einer Flucht vor sich selbst und einer auferlegten Schuld. Eine Reise nach einem neuen Anker und neuem Halt und die Frage, wie weit würde Nina wirklich für ihr krankes Spielchen gehen? Wichtige und schwerwiegende Themen werden in diesem Roman mit Psychologie und Zügen eines Thrillers aufgegriffen und in den Gedanken und Zeichnungen von Ninas und Emmas Seelenleben reflektiert. Thriller? Roman? Gesellschaftsroman? Psychodrama? Schreibstil: Irgendwie ist dieses Buch alles von allem, leider aber auch sehr zäh und erst sehr spät in Hinsicht mit einer klaren Richtung wohin uns diese Story leiten wird. Meines Erachtens nach ist die Geschichte vor allem eines: Potentialgeladen und thematisch interessant, aber langwierig in der Umsetzung und im Kern des Geschehens. Mit der Autorin Harriet Lane erlebt man schriftstellerisches Geschick und eine ganz eigene Note mit Wiedererkennungswert. Diese Story wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. So erleben wir die Handlung aus Sicht von Nina erlebt und gedacht und aber auch von Emma durchlebt und gefühlt. Diese beiden Standpunkte bringen enormes Potential und erschreckende Psychogramme zu Tage. Hier leidet man als Leser anfangs unweigerlich mit und möchte vor allem Emmas Leben gerne ändern. Ihr unverkennbarer Stil und die doch recht kurzen Sätze besitzen eine ganz einzigartige Note, an die man sich erst gewöhnen muss. Autorin H. Lane zeigt ihren Lesern ein verschlossenes Bild gesellschaftlicher und psychischer Gedanken und die Auswirkungen des impulsiven und auch planerischen und kalkulierten Handelns und Tuns. Neben der Schwarzweißmalerei, der Protagonistin Emma, zeigt die Autorin wie leicht es für Außenstehende ist an einer solchen gebrochenen Seele anzusetzen und eine schwelende Zerstörung vorzunehmen. Dennoch auf eindringlicher Weise sehr tiefgründig, melancholisch gewürzt und mit einer Emotionsgewalt, die die Haut und Sinnesorgane benetzen würde, wenn es mehr Tempo und Tiefe in den ersten Drittel des Buches gegeben hätte. Auf den letzten Seiten gibt die Autorin Gas und bietet den Lesern die lang ersehnten Antworten auf die vielen Fragen die sich stellen. Richtig rund bringt sie diese Konstellationen dennoch nicht zum Abschluss. Harriet Lane hat eine Art, die sicherlich nicht jedem direkt und auch indirekt zugänglich ist, man sollte es als neugieriger Leser ruhig versuchen und wird vielleicht mit einem unvergesslich polarisierenden Roman belohnt. Meinen Geschmack traf die Autorin mit ihrer erst sehr späten Offenbarung und ihren erst zum Schluss gebotenen Antworten nicht. Die zuvor schier unendlichen Mutmaßungen und Fragestellungen die sich beim Lesen ergeben und zu nichts führen haben mich nach etlichen Wiederholungen dann sehr gestört. Hier hätte die Autorin trotz Geschick in ihrer Sprache und Wortgewandtheit eine wohl dosiertere Mischung wählen sollen. Autorin hat Talent und Wiedererkennungswert, und offenbart ein ganz intensives Seelenleben und eine ganz schwierige Beziehungskonstellation mit erschreckendem Ausgang und Wendung. Jedoch bietet sie uns diesen Lesegenuss erst auf den letzten knapp 80 Seiten. Schade. Charaktere: Die Hauptprotagonisten in diesem Spannungsroman / Psychodrama sind natürlich Nina und Emma. Nina und Emma und ihrer beider Ehen. Auf dem ersten Blick erscheint uns Emma als Opferlämmchen in ihrer unerfüllenden Ehe mit ihrem trägen Mann Benn und den zwei quirligen Kindern. Emma fühlt sich überfordert und nicht anerkannt als Hausfrau und Mutter. Sie lässt sich von Ben kommandieren, unterdrücken und ausnutzen. Stets gibt sich Emma die Schuld an ihrer verkorksten Lage. Dann trifft sie auf Nina, die ihr offen und als Freundin begegnet. Nina scheint Erfolg als Künstlerin zu haben, die hat eine ältere Tochter und einen charmanten Mann. Nina hat all das, was Emma sich so gern wünscht. Nina begreift sofort und nutzt diesen Schwachpunkt für einen lang geschmiedeten Racheplan. An Freundschaft ist von Ninas Seite nicht zu denken, denn Nina weiß, wer Emma wirklich ist und was in der Vergangenheit ohne Schuld geblieben ist… Bis die Dinge eskalieren und wir Leser am Schluss des Buches nur langsam erkennen, dass in Emma nicht das übliche Frauenopfer steckt. Diese Offenbarung regt zum Nachdenken an. Stets versucht der Leser die Handlungen und Taten und vor allem die Zerstörungswut von Nina zu verstehen. Doch ich muss sagen, dass ich ihre Denkweisen und ihren Stand kaum nachvollziehen kann. Was treibt diese Frau an? Wie sieht es in ihr aus? Warum braucht sie dieses Leben? Fragen über Fragen… Die Autorin hat wirklich eindringliche Psychogramme erschaffen, wir wird jeder Leser zum Hobbypsychologe und wird sich fragen: Warum? Leider jedoch konnten mich diese Konstellationen nicht mitreißen, die Charaktere blieben mir trotz intensiver Skizzierung fern und ich hatte keine Freude an dem stetigen Selbstmitleid und den vielen Wiederholungen. Diese Spirale wurde zu zäh und zu monoton. Schauplätze: Die einzelnen Schauplätze im Familien und Berufsleben von Nina und Emma in London sind auf wenige Kulissen beschränkt. Im Fokus stehen hier das Leben und die kreisenden Gedanken von Nina und Emma und beider Art sich mitzuteilen und das Leben zu reflektieren. Auch der Leser begibt sich, dank der detaillierten und sehr nah differenzierten Formulierungen der Autorin Harriet Lane zusammen in das Leben der beiden Hauptprotagonistinnen. Hier werden die typischen und klischeehaften Kulissen einer belebten Familie, einer Ehe, einer Künstlerin, einer Mami, einer Hausfrau und Freundin gezeigt. Aus Spielplatz, Kinderstube, Küche, Wohnhaus, Park, Schlafzimmer und Seelenleben. Von humorig, sarkastisch, ironisch, faszinierend, bis traurig, melancholisch, poetisch und gefühlvoll zu dramatisch, befangen und befreit. Harriet Lane hat ein Händchen für bildhafte Darstellung. Der Autorin gelingt es in seinem Psycho-Beziehungs-Roman den Faden nie zu verlieren und gekonnt Nebenschauplätze aus Damals und Heute einzuweben und doch wieder am eigentlichen Geschehen weiterzuerzählen. Meinung: Entweder-oder, Für oder wider, schwarz oder weiß… so wird es den meisten Lesern auch mit den Empfindungen und Meinungen zum Roman ergehen. ...reicht von absolut fasziniert, völlig begeistert, total angetan bis unzufrieden und zwiespältig. Die Autorin Harriet Lane hat eine intensive und potentialgeladene Thematik gewählt, keine Frage. Dieses Buch ist thematisch ein schwieriges Werk. Man wird es dennoch bewundern und sehr darüber nachdenken. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und die Charaktere einfach versuchen zu verstehen. Doch diese anfängliche Fesselung zum Geschehen und zu der Gedankenwelt von Nina und Emma verblassten dann auch rasch, als der Plot ins Stocken gerät und die Handlung auf der Stelle tritt. Fragen stellen sich, aber Antworten gibt es leider lange keine. Dafür viel Selbstmitleid, Wiederholung und Unverständnis. Das zieht sich zu sehr und hätte besser auf die Seiten aufgeteilt werden müssen. Auf den letzten knapp 80 Seiten zieht die Spannung dann wieder an und es werden Antworten geliefert und ein Bild aus Hintergründen und Motivationen entsteht, welches im ersten Moment für Schock und Verblüffung sorgt. Die recht kurzen und eindringlichen Sätze gehen sehr nahe und lassen sich sehr schnell und unkompliziert lesen. Die knapp 276 Seiten sind viel zu schnell ausgelesen, da man stets der Aufklärung entgegenfiebert. Man möchte einfach wissen, was damals geschehen ist. So liest man sich als Leser dann auch zwangsläufig durch etliche Längen und Spiralen ehe man dann seine Antworten erhält. An dem Buch hatte ich aufgrund der interessanten Leseprobe und des Klapptextes sehr hohe Erwartungen. Umso mehr wurde ich enttäuscht und habe hier leider nicht die Umsetzung im Buch erlebt, die ich mir erhofft hätte. Ich kann dieses Buch wirklich sehr empfehlen, wenn man sich nicht an späteren Antworten und Hintergründen zum WARUM stört und mit weniger Erwartungen an das Buch herangeht, wie ich es getan habe. Pressestimme: (Quelle: Amazon; The New York Times Book Review 02.06.2015) „Messerscharf ... Dieses psychologische Katz-und-Maus-Spiel gehört im Regal direkt neben Patricia Highsmith und Georges Simenon.“ Cover / Buch: Das Cover ist für dieses Buch äußerst gelungen, eindringliches Blau, das Spiegelbild in einer Regenpfütze, ein Gang, ein Bild von sich selbst. Schleierhaft und melancholisch… Dieses Bild und diese Assoziation werden sich im Roman wiederfinden. Das Buch ist absolut hochwertig und sehr schön verarbeitet. Das Schriftbild ist angenehm, die Kapitel nicht allzu lang. Das Cover ist stimmig zum besonderen Inhalt des Romans. Die Autorin: "Harriet Lane war als Redakteurin und Autorin für die Zeitungen Tatler und Observer tätig, außerdem schrieb sie als freie Autorin für den Guardian, den Telegraph und Vogue. 2012 erschien ihr viel beachteter Debütroman Alys, Always. Nichts ist vergessen erschien 2014 und ist der erste Roman auf Deutsch. Lane lebt mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern in Nordlondon." Fazit: Es ist sicherlich kein Werk einfaches Werk mit einer erschütternden Thematik und viel Stoff zum Nachdenken und Verstehen. Leider erschließt sich für mich der Kern für meinen Geschmack zu spät und der Weg zu den Antworten war mir zu lang und zu ausweglos. Das Ende ist super, aber ein spannendes Ende konzipiert noch kein grandioses Gesamtwerk, auch wenn es viel entschuldigt. Mein Fall war es leider nicht. Mancher Leser wird aber genau diesen Punkt besonders loben und genießen.

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    • 3
  • Schade, hatte mir viel mehr vom Buch versprochen... :-(

    Denn nichts bleibt vergessen

    mamamal3

    29. November 2015 um 18:13

    Nina und Emma verbindet eine gemeinsame Vergangenheit. Doch nur Nina kann sich erinnern, als sie eines Tages die junge Mutter Emma auf der Straße sieht. Wird es die beiden einholen, was damals passierte? Ein spannender Hindernislauf beginnt. ---------------------------------------------- Es fällt mir ein wenig schwer, etwas zur Geschichte zu schreiben, ohne irgendwas zu verraten. Aber ich hatte mir schlicht und ergreifend mehr von dieser Vorgeschichte erwartet. Die Auflösung um dieses "Geheimnis", aber auch der Weg dorthin waren für mich zu langatmig erzählt, zu sehr gewollt, aber dann doch wieder mit zu vielen Wiederholungen und letztlich am Ende dann beinah enttäuschend kurz abgehandelt auf wenigen Seiten. Zu viele Fragen bleiben (für mich) unbeantwortet, der Ausgang der Geschichte zu vage- da hätte ich gerne mehr Gespräche gehabt, klarere Aussprachen. Es ist schlecht zu beschreiben, aber m. M. n. hätte die doch sehr spannende Idee eine andere Umsetzung gebraucht. Ich als Leser wartete immer auf den lauten Knall in Form von Aufklärung o.ä., der aber zu unspektakulär und schnell war. Nicht schlecht erzählt, auch einige Ideen gefielen mir, dennoch bin ich irgendwie unzufrieden. :-I

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  • Leider bringt dieses Buch dem Leser zum langweilen...

    Denn nichts bleibt vergessen

    Puschel1304

    28. November 2015 um 14:52

    " Denn nichts bleibt vergessen" von Harriet Lane Titel: Der Titel von diesem Buch ist gut gewählt, denn letzten Endes handelt dieses Buch davon, dass eine Frau etwas Vergangenes, das viele Jahre zurück liegt, nicht vergessen kann und beginnt sich zu rächen. Cover: Das Cover ist in einem blau gewählt. Zu sehen ist eine Frau mit einem Mantel, von der man lediglich die Beine sieht. Der Rest ihres Körpers spiegelt sich in einer Pfütze. Der Titel ist in einem schwarz in das Bild eingebaut, sodass er dem Betrachter nicht sofort ins Auge springt. Ganz im Gegenteil zu dem Namen der Autorin, der in weiß gut leserlich ist. Mit dem Cover ist nicht viel anzufangen, es lädt nicht unbedingt zum Lesen ein und steht auch in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit der Handlung. Schreibstil: Harriet Lane gestaltet ihr Buch in unterschiedliche Kapitel auf 276 Seiten. Hierbei schreibt sie in der Ich-Perspektive und wechselt zwischen den Protagonisten Emma und Nina. Die Geschichte ist einfach zu lesen und groß geschrieben. Sehr viele Wiederholungen entstehen durch den unterschiedlichen Perspektivenwechsel. Klappentext: Das Buch hat keinen Klappentext. Viel mehr sind dort zwei Kommentare zu lesen vom People Magazine und der New York Times. Beide Kommentare animieren den Leser, in eine psychologische, messerscharfe Geschichte einzutauchen, mit einer Mischung aus Freundschaft, Neid und Liebe. Leider wird dieses innerhalb der Handlung nicht bestätigt. Inhalt: Der Inhalt beschreibt eine Geschichte zweier Frauen, Emma und Nina, die sich auf den ersten Blick nicht zu kennen scheinen. Zumindest ist dieses für Emma der Fall und so bleibt es bei ihr auch bis zum Ende der Handlung. Nina hingegen weiß genau, wer Emma ist und fängt an, ein Katz- und Mausspiel mit ihr zu treiben oder besser gesagt, nach Zuckerbrot und Peitsche zu handeln. Wobei dieses für Emma nicht erkennbar ist, denn für sie scheint alles Zufall zu sein. Emma ist als Protagonistin in gewisser Weise nachvollziehbar. Sie wird als eine gestresste und hektische Mutter beschrieben, die dennoch, wenn auch nicht immer, ihr Leben zu lieben scheint. Die Protagonistin Nina hingegen ist in keinster Weise verständlich, denn sie scheint sich an der Vergangenheit rächen zu wollen, wobei sie dieses aber nicht offiziell macht, sondern eher ihren eigenen Frieden finden zu wollen. Die Handlung beinhaltet durch die unterschiedlichen Perspektiven lediglich fünf Fakten, die geschehen. Der Rest wird leider immer wieder erzählt und wird daher sehr schnell langweilig. Das Ende dieser Geschichte ist offen gelassen und frustriert den Leser dadurch noch mehr. Ich gehe davon aus, dass es keinen zweiten Teil geben wird, daher ist es nicht ganz klar, was die Autorin damit bezwecken möchte. Fazit: Die Handlung an sich hätte möglicherweise nett verpackt werden können. Auf diese Art ist sie jedoch sehr träge und langweilig. Der Grund für das Handeln von Nina ist nicht wirklich klar. Sicherlich gibt es Ansatzpunkte, die jedoch psychologisch nicht komplett nachvollziehbar sind. Auch hätte Emma weiter ausgebaut werden müssen. An vielen Stellen hätte sie zumindestens stolpern müssen über die Geschehnisse, doch das macht sie leider nicht. Daher ist auch sie psychologisch nicht ganz nachvollziehbar. Das offene Ende trägt den Frust über dieses Buch zum Höhepunkt, denn so bekommt der Leser das Gefühl 276 Seiten damit verbracht zu haben, auf das Ende und möglicherweise einen spannenden Abschluss zu warten und keinen zu bekommen. Sehr schade.

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