Harriet Salbach-Andrae Anorexia und Bulimia nervosa im Jugendalter

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Inhaltsangabe zu „Anorexia und Bulimia nervosa im Jugendalter“ von Harriet Salbach-Andrae

Magersucht und Bulimie sind weit verbreitete psychische Störungen – sie werden vor allem im Jugendalter diagnostiziert. Dieses Behandlungsmanual zeigt die Besonderheiten bei der Kognitiven Verhaltenstherapie von Jugendlichen, insbesondere die Einbindung der Eltern. Die Behandlungsempfehlungen sind für das Einzel- wie für das Gruppensetting geeignet, ambulant wie stationär. Ein klar strukturiertes Manual und viele Arbeitsmaterialien vereinfachen die Arbeit mit diesem Therapiemanual. Aus dem Inhalt • Psychoedukation und Erarbeitung eines individuellen Störungsmodells • Normalisierung des Essverhaltens und Gewichts • Behandlung der Körperbildstörung • Verbesserung der Selbstwerts • Soziales Kompetenztraining • Förderung der Autonomieentwicklung • Bearbeitung der familiären Konflikte • Stabilisierung und Rückfallprophylaxe

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  • Rezension zu "Anorexia und Bulimia nervosa im Jugendalter" von Harriet Salbach-Andrae

    Anorexia und Bulimia nervosa im Jugendalter
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    17. December 2010 um 12:13

    Kognitiv-Verhaltenstherpaeutisches Behandlungskonzept Gerade das Jugendalter ist eine hoch anfällige Zeit für Magersucht und Bulimi. Dies trifft, beileibe nicht nur, aber in einem Hohen Maße auf weibliche Jugendliche zu. Eine Vielzahl von Faktoren spielt in die Entstehung dieses Krankheitsbildes mit hinein, eine profunde Möglichkeit der effektiven Behandlung legen die Autoren in diesem, für ein Fachbuch eher schmalen Band, vor. Beruhend auf dem bewährten und weitgehend empirisch belegtem kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansatz bieten die Charité Ärztin Saalbach-Andrea, die klinische Psychologin Jacobi und die Diplom Psychologin Jaite aus ihrer weitreichenden praktischen und wissenschaftlichen Erfahrung des therapeutischen Arbeitens mit Kindern und Jugendlichen ein überschaubares, nichtsdestotrotz aber profundes Behandlungskonzept in klar strukturierten Schritten an. Beruhend auf der Erkenntnis, dass die genannten Störungen keine Mode Erscheinung darstellen und in keiner Form verniedlicht werden dürfen, sondern als ernsthafte und durchaus lebensbedrohende Erkrankung zu verstehen sind, besteht ein hoher Bedarf nach wirksamen Interventionen. Sauber herausgearbeitet stellen die Autorinnen in einem theoretischen Teil zunächst das Krankheitsbild vor und versäumen es nicht, sowohl einen Blick auf die Erklärungsansätze zu werfen (hier vor allem von Bedeutung die Einlassungen zu den Aufrechtherhaltenden Faktoren, denn dort gilt es später praktisch anzusetzen), als auch den aktuellen Stand der Therapieforschung übersichtlich und verständlich darzustellen. Im folgenden, zweiten Teil, des Buches findet sich eine strukturierte „Schritt für Schritt“ Darstellung zum Therapieaufbau und Therapieverlauf. Für die einzelnen Problembereiche (Essverhalten, Information, Körperbildstörung u.a.) werden aufeinander aufbauende und einander ergänzende Elemente vorgestellt, die durch die Einbeziehung der Familie und praktisch umsetzbare Formen der Rückfallprophylaxe ergänzt werden. Flankiert werden die therapeutischen Elemente durch einen knappen, aber durchaus ausreichenden Blick auf die notwendigen, begleitenden, medizinischen Maßnahmen. Besonders hilfreich ist das eingefügte, standardisierte Manual des ambulanten Behandlungsprogramms, hier ist in übersichtlicher Form jederzeit ersichtlich, in welchen Phasen welche Formen der Interventionen mit welchen Elementen hilfreich zur Anwendung gelangen, grafisch vermerkt sind die jeweils zur Nutzung kommenden Arbeitsmaterialien )welche Online zur Verfügung gestellt werden). Diese Kapitel erleichtert das Arbeiten mit dem Programm ungemein und verschafft eine rasche Orientierung im Therapieverlauf. Abgerundet werden die Darstellungen der Autorinnen durch Fallbeispiele, die den Therapieaufbau und –verlauf greifbar vor Augen stellen. Das Buch bietet auf knapp 200 Seiten eine durchaus fundierte Darstellung des Krankheitsbildes und seiner Ursachen und Folgen. Ebenso geben die Autorinnen ein erprobtes und erwiesen effektives Therapiemodell an die Hand, das in seiner Aufbereitung im Buch verständlich umsetzbar und einsetzbar vorliegt. Im Rahmen der Fülle der Literatur zum Thema hebt sich dieses Buch durch den hohen Praxisbezug und die spürbar vorhandene Erfahrung der Autorinnen mit der Behandlung der Krankheit positiv ab. In erster Linie sind natürlich Personen der therapeutischen Versorgung Adressaten des Buches, durchaus aber beinhalten gerade die grundlegenden Einlassungen auch eine Vielfalt an Informationen für betroffene Familien und interessierte Laien.

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