Harry Bingham Fiona - Als ich tot war

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Inhaltsangabe zu „Fiona - Als ich tot war“ von Harry Bingham

Fiona Griffiths ist eine Frau voller Probleme, aber eine gute Polizistin ist sie auch. Als Neuling im Revier muss sie natürlich oft Routinefälle übernehmen. Zum Beispiel diesen: Abrechnungsbetrug bei einem Möbelhaus. Fiona folgt der Spur des Geldes und stößt auf Leichen. Denn es geht um viel Geld. Unvorstellbar viel.

Nun hat Fiona gerade erst eine Ausbildung zur Undercover-Agentin absolviert. Als Putzfrau namens 'Fiona Gray' wird sie in ein betroffenes Unternehmen eingeschleust. Auch die Betrüger erkennen schnell ihre besondere Begabung, Fiona wird Teil ihres Plans – ein gefährliches Spiel. Denn die Grenzen zwischen ihren Persönlichkeiten verfließen zunehmend. Nur Fiona Griffiths kann das ultimative Verbrechen verhindern. Doch was will Fiona Gray?

Bis auf einige Längen zwischendurch ein guter Polizeiroman. Ich bin mit den Charakteren allerdings nicht wirklich warm geworden.

— SinDenver

Spannend und aufregend, aber zu viel Ermittlungs-Blabla und zu wenig Charakter bei der/den Protagonistin

— drmellnick

Es beginnt wie ein Thriller, und obwohl gut, hält es nicht, was es verspricht.

— Briggs

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  • Ich und sie

    Fiona - Als ich tot war

    walli007

    13. May 2018 um 19:22

    Fiona Griffiths ist eine hervorragende Polizistin, sie ist geschickt und wandelbar. Und nun absolviert sie eine Zusatzausbildung zu Undercovereinsätzen. Mit ihrem Freund Buzz, der ebenfalls Polizist ist, lebt sie glücklich. Im Moment ist sie vom Morddezernat an den Betrug ausgeliehen, keine besonders interessante Aufgabe. Ein Abrechnungsbetrug in einem Möbelhaus, doch bald finden die Ermittler die Leiche einer alten Frau, die offensichtlich verhungert ist. Nun kommt Fiona ihre Ausbildung zur verdeckten Ermittlerin zupass. Sie wird in die Ränge der Betrüger eingeschleust und als Fiona Grey soll sie herausfinden, was der eigentliche Plan der Verbrecher ist.  In ihrer Kindheit hatte Fiona eine schwere Zeit. Viele Menschen erleben in ihrer Kindheit eine schwere Zeit und überstehen diese. Doch Fiona hat dieses Glück nicht, sie entwickelt eine Persönlichkeitsstörung, die sie als Erwachsene zwar einigermaßen im Griff hat, von der es aber keine vollständige Heilung gibt. Für sie selbst erstaunlich fühlt sie sich teilweise in ihrer Rolle als Fiona Grey wohler als in ihrem wirklichen Leben. Eine Tatsache, die Fiona für sich behält, um nicht von dem Fall abgezogen zu werden. Schließlich ist mindestens ein unbeteiligter Mensch zu Tode gekommen. Ein Todesfall, der gesühnt werden soll. Zudem gilt es, einen größeren Betrug zu verhindern. Mit „Als ich tot war“ absolviert Fiona bereits ihren dritten Auftritt, für das Verständnis ist die Kenntnis der Vorbände nicht notwendig. Wenn man Fiona besser kennenlernen möchte, hat man so allerdings zwei weitere Gelegenheiten. Fiona Griffiths überzeugt mit ihrer speziellen Persönlichkeit. Sie versteht es ansprechend aus ihren Schwächen Stärken werden zu lassen. Als verdeckte Ermittlerin nutzt sie keine Gelegenheit zum Ausstieg, wieder und wieder kehrt sie in die Reihen der Betrüger zurück, um auch noch das letzte Geheimnis aufzudecken. Zwar fragt man sich als Leser manchmal, ob es immer noch ein Gewinn ist oder ob die Untersuchung nicht auch auf üblichem Wege zum Erfolg führen würde. Doch in jeder Sekunde will man wissen, ob und wie Fiona ihren Einsatz übersteht. Mit Sorge betrachtet man die Entwicklung, dass sie ihrer Legende beinahe näher ist als sich selbst, es wirkt fast so als wünschte sie sich eine Hintertür in ihrem Leben. Eine ungewöhnliche Frau, die gerade durch ihre Einschränkung zur herausragenden Ermittlerin wird. Eine Ermittlerin, von der man gerne mehr liest.

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  • Undercover realistisch

    Fiona - Als ich tot war

    Gwhynwhyfar

    19. January 2018 um 17:10

    Der Anfang: »Ich mag den Polizeidienst. Die Regeln, die Strukturen. Und dass wir – jedenfalls meistens – auf der Seite des kleinen Mannes stehen.«Fiona Griffiths ist Polizistin aus Leidenschaft und sie ist intelligent, macht ihren Job außergewöhnlich gut. Darum wird sie in einer Spezialausbildung als Undercoveragentin ausgebildet. Sie muss isoliert leben, in der Nacht aufstehen, als Putzfrau ihren Dienst schieben, lernen, sich zu verwandeln, anzupassen, und tagsüber geht es ab in die Seminare. Eine harte Ausbildung. Allerdings ist Fiona etwas anders als andere Menschen, sie ist krank, hat das Cotard-Syndrom, das wahrscheinlich durch ein traumatisches Erlebnis in frühster Kindheit entsteht. Leichte Depressionen und reizunabhängige Sinneswahrnehmungen gehören zu den Auswirkungen, die Betroffenen halten sich manchmal für tot. Nachteilig für Fiona sind Depressionsschübe, dagegen nimmt sie Medikamente, Vorteil, sie kann sich mental mit der Person identifizieren, die sie spielen muss.»Der Kurs ist vorbei. Am Anfang waren wir zwanzig. Zwölf haben die Gruppe vorzeitig verlassen – vermutlich, weil sie halb durchgedreht sind und zu Hause angerufen haben, nur um eie bekannte Stimme zu hören. Und damit war der Kurs beendet. Von den acht, die am Ende noch übrig sind, bestehen nur drei die Prüfung. Eine davon bin ich.«Eine Gruppe von Unbekannten manipuliert ein Lohnabrechnungsprogramm, das in gesamt Großbritannien bei großen Unternehmen eingesetzt wird, zockt fette Beträge ab. Wer steckt dahinter und wie arbeiten sie? Fiona ermittelt undercover. Das ist im Prinzip die Handlung. Diesen Krimi fand ich unter diversen Aspekten absolut interessant. Punkt eins: Die Spannung, die den Leser am Stoff hält, aber das setzt man eigentlich voraus. Zweitens das Thema, es ist neu. Früher machte man die Buchhaltung mit der Hand, oft kannte man jeden einzelnen Mitarbeiter, jeden Vorgang. Heute sitzt jemand in Indien und regelt die Buchhaltung für sämtliche Mitarbeiter und Vorgänge, die weltweit verteilt sind, alles online. Wenn man sich mit den Algorithmen und Prüfverfahren auskennt, ist es sicherlich möglich, ein millionenschweres digitales Verbrechen zu begehen.»›Sind also beispielsweise mehrere Angestellte‹, erklärt Kevin, ›einer einzigen Adresse oder Bankverbindung zugeordnet, werden wir sofort misstrauisch. Dasselbe gilt für Abrechnungen ohne Steuerabzug oder ungewöhnlich hohe Zahlungen für Überstunden. Womit es sich also durchaus um ein sehr genaues Datenaudit handelt.‹«Und wenn nun reale Personen, die allerdings gar nicht mehr arbeiten, Gehalt auf ihr Konto beziehen, dann fällt das nicht auf. Erst, wenn diese Personen tot sind, ermordet. Fiona muss ihre Rolle spielen, sich bei einer Firma bewerben, an die Hintermänner herankommen. Aus Fiona Griffith wird Fiona Grey. Grey braucht ein anderes Outfit, Fiona schneidet nun ihre Haare selbst.»Also drückte Brattenbury mir hundertsechzig Pfund in die Hand und schickte mich zu Primark. … Alles, was sich waschen ließ, wanderte zusammen mit einer kräftigen Dosis Bleichmittel mindestens fünfmal in die Maschine. Ich kaufte Schuhe im Secondhandshop und bei eBay, beide Paare zusammen für unter drei Pfund.«Fiona ist nun in Cardiff, jeglicher Kontakt zu ihrer Außenwelt ist abgeschnitten: Lebenspartner, Familie, Freunde. Ihre neue Wohnung wird von der Polizei abgehört, Kameras sind installiert. Und gleich, als sie Kontakt mit den Betrügern findet, überwachen auch diese Fionas Apartment, stellen die Kollegen fest. Doppelte Überwachung, ihr bleibt nur das WC und eine kleine Ecke im Schlafzimmer, die sie für sich allein hat. Eine harte psychische Belastung. Niemand weiß, wie lange der Job dauern wird. »Das Schwierigste an einer verdeckten Ermittlung ist der Stress. Die Isolation, die ständige Angst und das Risiko aufzufliegen. In meiner Welt ist das aber immer so. Ich habe Schlafprobleme. Isolation bin ich gewohnt. Für mich ist das der Normalzustand, den ich nur mit Mühe vermeiden kann.«Mit der Verwandlung von Fiona Griffith in Fiona Grey erfahren wir immer mehr über Fiona, ihre inneren Konflikte, der dritte Punkt für den Roman: Ich erfahre etwas über Undercovertätigkeit. Der vierte Pluspunkt: Ich lerne etwas über mir eine bis dato unbekannte Krankheit. Insgesamt ein Krimi mit völlig neuen Aspekten. Die Icherzählerin fokussiert einmal sehr breit über Ereignisse und Fachinformation und in der Innenansicht tief in die Figur. Wales, triste Städte, schlechtes Wetter, schlecht bezahlte Jobs. Fiona nimmt sich auch hier zusätzlich eine Putzstelle zu ihrem Lohnbuchhalterjob, um überleben zu können, glaubwürdig zu sein. Ein ungewöhnlicher Krimi, atmosphärisch dicht.»Harry Bingham stammt aus Wales. Er hat in Oxford Politik und Wirtschaft studiert, sich danach bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung mit dem ökonomischen Wiederaufbau Osteuropas beschäftigt und schließlich eine Karriere bei J.P. Morgan in der Abteilung für Mergers & Acquisitions abgebrochen, um Bücher zu schreiben.« Ein Autor, der sich mit seinem Thema auskennt, was auch glaubwürdig, technikaffin transportiert wird. Ich würde gern mehr über Fiona Griffith lesen! Absolute Empfehlung meinerseits. 

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  • Buchverlosung zu "Fiona" von Harry Bingham

    Fiona - Als ich tot war

    Marina_Nordbreze

    Wer ist Fiona? Darf ich vorstellen – Fiona! Sie ist Polizistin und muss sich direkt bei ihrem neusten Fall im Polizeirevier beweisen. Fiona ist aber auch undercover unterwegs. Als Putzfrau soll sie in einem verdächtigen Unternehmen Beweise für Geldwäscherei ausfindig machen. Doch die Grenzen zwischen Polizistin und Mitarbeiterin der Betrüger verwischen immer weiter, bis unklar ist ... auf welcher Seite steht Fiona?Lasst euch dieses Spiel mit den Identitäten nicht entgehen und macht mit bei unserer Buchverlosung zu "Fiona" von Harry Bingham!Mehr zum BuchFiona Griffiths ist eine Frau voller Probleme, aber auch eine sehr gute Polizistin. Als Neuling im Revier hat sie natürlich auch Routinefälle zu bearbeiten. Zum Beispiel diesen: Abrechnungsbetrug bei einem Möbelhaus. Fiona folgt der Spur des Geldes und stößt auf Leichen. Denn es geht um viel Geld. Unglaublich viel. Nun hat Fiona gerade erst eine Ausbildung zur Undercover-Agentin absolviert. Als Putzfrau namens „Fiona Grey“ wird sie in ein betroffenes Unternehmen eingeschleust. Auch die Betrüger erkennen schnell ihre besondere Begabung, Fiona wird Teil ihres Plans – ein gefährliches Spiel. Denn die Grenzen zwischen ihren Persönlichkeiten verfließen zunehmend. Nur Fiona Griffiths kann das ultimative Verbrechen verhindern. Doch was will Fiona Grey?>> Neugierig geworden? Hier geht es zur LeseprobeGemeinsam mit Rowohlt Wunderlich verlosen wir in dieser Buchverlosung Exemplare von "Fiona".  Wie viele? Das hängt von euch ab! Je mehr interessierte User sich für die Buchverlosung bewerben, umso mehr Bücher gibt es zu gewinnen!Folgende Stufen gilt es zu erklimmen:    100 Bewerbungen --> 10 Bücher 200 Bewerbungen --> 25 Bücher 300 Bewerbungen --> 50 Bücher Was ihr für eure Bewerbung tun müsst? Bewerbt euch bis einschließlich 13.09. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:   Welche Identität würdet ihr gerne einmal für einen Tag annehmen? Ich bin schon sehr gespannt auf eure Antworten und drücke euch allen ganz fest die Daumen!  Achtung aufgepasst!Unter allen, die bis zum 30.09. ihre Rezension bei LovelyBooks und einem weiteren Online-Shop posten, verlosen wir eines von 3 Spannungs-Buchpaketen für den dunklen Leseherbst. Mehr Infos dazu findet ihr im entsprechenden Unterthema! Bitte beachte vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen!

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    • 281
  • Als Fiona G zu Fiona G wurde

    Fiona - Als ich tot war

    Briggs

    04. January 2018 um 01:43

    Das Buch beginnt stark, Fiona scheint sympathisch, ihr Erzählton erlaubt, sich in ihre Gedankenwelt zu versetzen. Der erste Todesfall verspricht einen echten Thriller, das geht an die Nerven.Fiona überzeugt als Hauptfigur; sie spricht undramatisch, man folgt ihr leicht; ihr Profil wird durch ihr eigenes Erleben geschärft. Dann wird sie allmählich zu ihrem Alter Ego, sie wird Spitzel und gleichzeitig wird sie die Person, die sie spielt.Ab hier wird es schwerer zu folgen. So viele Namen, so viele Vorgesetzte und Kollegen bei der Polizei, ebenso bei der Putzstelle und nochmal ebenso bei der Stelle, in der sie undercover arbeitet... das ist alles ein bisschen viel. Der Hauptstrang bleibt fesselnd.Ein weiterer Strang wird aufgemacht – der Vater spielt auch eine Rolle. Dann plötzlich wieder ein Mord und ein Thrillergefühl.Die Lage spitzt sich zu. Die Gefahr für beide Fionas wächst. Ein weiterer Strang wird aufgemacht: Erotik.Allmählich wird mir das zu viel.Und das ist nicht die letzte Erweiterung, es mäandert, man wird als Leser hin- und hergeschmissen.Ein furioses Ende!Dieses lässt mich allerdings etwas ratlos zurück. Ist es noch glaubwürdig, eine solche Ermittlerin – wie talentiert und gut sie auch im Job ist – als verdeckte Ermittlerin auszubilden?Ich hab es gern gelesen, aber ich weiß nicht, ob ich noch mehr Bücher aus der Reihe brauche.Verfilmt es, ich werde es gucken. Aber beim Lesen möchte ich mehr Schmackes.

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  • Zwei Seelen.

    Fiona - Als ich tot war

    Gulan

    31. December 2017 um 15:03

    Als ich nach dem Treffen wieder vor dem Hotel stehe, komme ich mir seltsam vor. Als baumelte ich über dem Abgrund zwischen zwei Persönlichkeiten, von denen ich nicht weiß, welche meine ist. Ich fühle mich farb- und schwerelos. Eine Luftblase in fremder Kleidung. „Mein Name ist Fiona Grey. Ich bin Putzfrau“, sage ich laut. „Ja, aber Sie sind auch Fiona Griffiths, eine sehr begabte Polizistin“, erwidert ein Mann, der aussieht wie Adrian Brattenbury. (S.225) Fiona Griffiths ist Polizeibeamtin in Cardiff und arbeitet an einem scheinbar totlangweiligen Fall von Lohnabrechnungsbetrug. Doch als in diesem Zusammenhang zwei Leichen auftauchen, wird langsam klar, dass der Fall größere Ausmaße hat als bislang angenommen. Fiona lässt sich als Undercover-Agentin ausbilden und wird als Fiona Grey in die Organisation eingeschleust. Sie erzielt erste Teilerfolge, kann wichtige Beweismittel sichern, aber sie will mehr, sie will auch die Drahtzieher hochnehmen und ist dafür bereit, große Risiken einzugehen. Das Besondere an diesem Roman ist sicherlich die Hauptfigur Fiona. Die junge Frau lebt scheinbar ein halbwegs normales Leben. Sie ist mit einem Kollegin liiert, leistet gute Arbeit in ihrem Job. Doch schon ihre Familie ist ungewöhnlich: Sie wurde als Zweijährige adoptiert – von einem der größten Gangster in Südwales. Ihr Vater scheint sich inzwischen vollständig auf legalen Pfaden zu bewegen, doch so ganz sicher ist sie sich nicht. Sie wühlt immer mal in der Vergangenheit, vor allem will sie mehr über ihre Herkunft erfahren. Das wird sich vermutlich noch weiter über die Reihe hinziehen. Aber das Besondere an Fiona ist, dass sie am Cotard-Syndrom leidet, einer seltenen Personlichkeitsstörung. Dadurch hat sie auch Schwierigkeiten mit Emotionen, hat aber dadurch, dass sie sich immer in der Normalität bewegt, gelernt, das Verhalten ihrer Mitmenschen gut einzuschätzen und auch zu ahnen, was von ihr erwartet wird. Dadurch wird sie zu einer exzellenten Undercover-Agentin. Allerdings geht sie auch extrem in ihrer Rolle auf, so dass sich die Personen Fiona Griffiths und Fiona Grey zunehmend vermischen. Autor Harry Bingham arbeitete zunächst in einer Bank, bevor er eine schriftstellerische Karriere startete. Seine Reihe um Fiona Griffiths umfasst im Original inzwischen schon sechs Bände. Auf Deutsch sind die ersten beiden Bände bereits vor einigen Jahren erschienen, ohne ganz großen Erfolg. Nun erfolgt beim Rowohlt Verlag mit dem neu übersetzten vorliegenden dritten Band ein Neustart. „Fiona. Als ich tot war“ ist ein Roman, der auf seine komplexe Ich-Erzählerin zugeschnitten ist, eine junge Frau, die nicht so recht weiß, wer sie ist, was sie fühlen soll, aber trotz aller Krankheit und auch Depression eine Zähigkeit und Kraft ausstrahlt, die beeindruckt. Bingham scheut sich aber nicht, auch den Fall relativ komplex zu erzählen, mit einem ungewöhnlichen Verbrechen als Thema und einem authentisch erscheinenden Blick auf die Polizeiarbeit. Das gelingt trotz mancher Längen zumeist ordentlich, die Spannungsmomente sind wohldosiert. Insgesamt ein guter Kriminalroman, bei dem vor allem die Hauptfigur herausragt.

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    • 5
  • Interessante Protagonistin

    Fiona - Als ich tot war

    Rilana

    07. December 2017 um 15:50

    Handlung Fioana Griffiths ist eine junge Polizistin und wird mit einem scheinbar langweiligen Routinefall betraut. Es geht um Abrechnungsbetrug bei einem Möbelhaus. Doch die Spur der Betrüger führt Fiona zu der Leiche einer Frau. Während Fiona eine Ausbildung zur Undercoer-Agentin macht, geht ihr der Fall nicht aus dem Kopf, auch wenn ihre Vorgesetzten eher kleine Fische hinter der Sache vermuten. Da es aber um einen fremdverursachten Tod zu gehen scheint, wird Fiona als Undercover-Agentin eingeschleust, um die Betrüger zu infiltrieren. Während Fiona immer weiter in ihre falsche Identität eintaucht und sich selbst dabei zu verlieren droht, kommt sie den Betrügern immer näher.   Mein Eindruck Fiona ist eine wahnsinnig interessante Persönlichkeit. Sie neigt zur Depersonalisierung aufgrund einer Krankheit, die im Anhang des Buches auch erklärt wird. Durch diese Krankheit hat sie auch nur schweren Zugang zu ihren Gefühlen. Da das Buch aus Fionas Sicht geschrieben ist, wirken ihre Beschreibungen teils recht nüchtern und sind meist kurz und bündig gehalten. Es war sehr interessant zu lesen, wie Fiona zwischen ihrer eigentlichen Identität und ihrer Undercoveridentität, als die Putzfrau Fiona Grey, hin und her wechselt - und zwar überhaupt nicht problemlos. Als nachteilig empfand ich den sehr langsam aufgebauten Spannungsbogen. Es dauerte wirklich eine ganze Zeit, bis ich mich in die Geschichte eingefunden hatte. Nach etwa einem Drittel wurde es dann aber echt spannend. Der Kriminalfall, in dem Fiona ermittelt, ist sehr interessant und komplex aufgebaut.   Fazit Ich hatte mit dem Buch meine Startschwierigkeiten, doch insgesamt hat es mir gut gefallen, denn es wurde langsam aber sicher immer spannender. Mein Nachteil war wahrscheinlich, dass ich das Buch gelesen habe, ohne zu wissen, dass es sich um den dritten Band einer Reihe handelt. Aber man kann das Buch definitiv auch ohne Vorwissen lesen. Man sollte dann wohl nur zuerst auf Seite 511 die Anmerkungen zum Cotard-Syndrom lesen, damit man einen besseren Start mit der Protagonistin hat.

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  • Leider so gar nicht mein Geschmack

    Fiona - Als ich tot war

    leaslesezauber

    26. October 2017 um 08:16

    Das Cover des Buches fand ich ganz gelungen, es wirkt düster und unheilvoll, es lenkt den Schwerpunkt sofort auf Fiona. Mich hat es sofort dazu animiert das Buch in die Hand zu nehmen und den Klappentext zu lesen. Der Klappentext hat dann die Neugier noch gesteigert, denn er verspricht eigentlich ein sehr interessantes Buch mit einer ordentlichen Spannung und einer interessanten Protagonistin.Der Schreibstil ist auf jeden Fall durchgängig solide in der Story, die Spannung kam bei mir nicht wirklich gut rüber auch wenn Ansätze da waren. Der Start in die Story ist mir sehr schwer gefallen und normalerweise wird das durch die kurzen Kapitel verbessert aber hier fand ich die kurzen Kapitel eher schlecht gewählt. Ich habe zeitweise einfach den Überblick verloren und konnte Fiona kaum noch folgen. Auch so sympathische Charaktere wie zum Beispiel Buzz, der in einer Beziehung mit Fiona ist, konnte das nicht verbessern. Besonders im ersten Drittel fand ich Fiona noch recht interessant auch wenn sie kalt und gefühllos ist, so hat sie mich irgendwie neugierig gemacht. Allerdings wird das im Laufe der Geschichte immer weniger.Leider ist Fiona eine Protagonistin mit der ich wenig anfangen konnte, durch ihre psychische Störung scheint sie wie geschaffen für ihren Job aber es wirkt doch alles recht unrealistisch. Natürlich handelt es sich um eine fiktive Geschichte und man kann das nicht mit der Realität vergleichen aber ich persönlich, mag es lieber wenn Charaktere realitätsnah beschrieben werden. Sympathie kam nur zum Ende der Geschichte nochmal kurz für sie durch aber das konnte meinen Gesamteindruck nicht verbessern. Die Story ist sehr auf die Protagonistin bezogen, dadurch kommt der eigentliche "Fall" etwas zu kurz!Wer sich einen verrückten Psychothriller wünscht und gerne beim Lesen auch mal den Überblick verliert, sollte sich dieses Buch zulegen und lesen. Für mich war das einfach zu viel Verrücktheit und zu viele psychische Abgründe! Fazit:Leider so gar nicht nach meinem Geschmack, ich hatte mir nach dem Lesen des Klappentext einfach etwas völlig anderes vorgestellt und war dementsprechend enttäuscht. Die Idee, die hinter der Story steht finde ich grundsätzlich interessant allerdings konnte die Umsetzung so gar nicht bei mir punkten. Ich persönlich würde das Buch auch nicht weiter empfehlen aber wer offen für so ein Maß an Verrücktheit ist muss sich selbst eine Meinung bilden!

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  • Die zwei Leben der Fiona G.

    Fiona - Als ich tot war

    AnneMF

    22. October 2017 um 18:31

    Ein großer Abrechnungsbetrug in einem Möbelhaus beschäftigt die Polizei in Cardiff. Als es dann die ersten beiden Leichen gibt muss man handeln. Die junge Polizistin Fiona Griffiths wird als verdeckte Ermittlerin als Buchhalterin in die Firma eingeschleust. Am Anfang noch in 2 Identitäten wird sie später durch eine 3. Identität ersetzt. Fiona die seit ihrer Kindheit eine psychische Störung hat leidet an dem Cotard Syndrom. Ihre Gefühlswelt leidet. Ihre Klamotten kauft sie noch immer in Kindergrößen.  In der verdeckten Ermittlung durchlebt sie Situationen, wo sie den Verbrecher Henderson fragt ob sie tot ist oder lebt. Sie raucht Joints und bekommt einen so fest zu gegurteten Sack über den Kopf, da erstickt man normalerweise.  Fiona Grey, die Putzfrau und Buchhalterin erlebt in gefährlichen Situationen, wie es ist in zwei Leben zu agieren. Sie kämpft nicht nur gegen das Verbrechen sondern auch gegen ihre inneren Dämonen.  Sie spielt ihre Rolle hervorragend, wenn auch einige Passagen in der Geschichte sehr unglaubwürdig sind. Das ist eben Fiktion. Der Autor erzählt die Geschichte in der Ich Form, der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er lässt die Spannung langsam ansteigen. Hier die ständige Angst die Fiona Grey durchlebt, dann wieder ein Highlight mit dem Feuer auf dem Hof. Die kurzen Artikel und die knappen Dialoge besonders mit Fiona und dem Verbrecher Henderson machen die Geschichte wirklich lesenswert.  Das Ende hab ich mir so nicht gewünscht, aber das schreit nach Fortsetzung. Die ausgeflippte Gras rauchende Protagonistin war mir sympathisch. In manchen Szenen hab sogar ich einen Pfefferminztee getrunken beim lesen. Ich werde ganz sicher auch eine der nächsten Geschichten um Fiona lesen, wenn es Fortsetzungen in deutsch gibt. Ich bedanke mich bei - Was liest du-  und dem Wunderlich Verlag für das Leseexemplar.

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  • Für mich fehlte die Spannung

    Fiona - Als ich tot war

    LadyIceTea

    22. October 2017 um 12:11

    Fiona Griffiths ist eine Frau voller Probleme, aber auch eine sehr gute Polizistin. Als Neuling im Revier hat sie natürlich auch Routinefälle zu bearbeiten. Zum Beispiel diesen: Abrechnungsbetrug bei einem Möbelhaus. Fiona folgt der Spur des Geldes und stößt auf Leichen. Denn es geht um viel Geld. Unglaublich viel. Nun hat Fiona gerade erst eine Ausbildung zur Undercover-Agentin absolviert. Als Putzfrau namens "Fiona Grey" wird sie in ein betroffenes Unternehmen eingeschleust. Auch die Betrüger erkennen schnell ihre besondere Begabung, Fiona wird Teil ihres Plans - ein gefährliches Spiel. Denn die Grenzen zwischen ihren Persönlichkeiten verfließen zunehmend. Nur Fiona Griffiths kann das ultimative Verbrechen verhindern. Doch was will Fiona Grey?Nach dem dieses Buch auf vielen Seiten angepriesen wurde, war ich doch neugierig und froh, als ich es lesen durfte.Ich mag Bücher mit außergewöhnlichen Figuren und zu spannendes Krimis und Thrillern sage ich nicht nein. Doch leider hat mich dieses Buch ziemlich enttäuscht.Fiona Griffiths ist zwar ungewöhnlich und nicht ganz normal, denn sie hat das Cothard-Syndrom aber ich bin nicht mit ihr warm geworden und aus ihr schlau auch nicht. Ich habe durch ihre merkwürdige Persönlichkeit bis zum Schluss nicht verstanden, wer sie eigentlich ist. Ich habe eher das Gefühl, dass man die Folgebände lesen soll, um das herauszufinden.Dazu hat der Fall zwar einiges Interesse geweckt aber durch Fionas Art und Weise und die Schilderungen ihres Lebens hat er sich ziemlich zäh hingezogen. Ich hätte mir mehr Spannung und Action gewünscht. Den Beginn des Buchs fand ich noch sehr interessant, eben weil ich mehr über Fiona herausfinden wollte. Es hat mich interessiert, wie sich dieses Syndrom ausdrückt und wie sie drauf ist aber leider gab es dazu nicht wirklich viele Infos. Oft war mir ihr Denken und ihr Handeln ein Rätsel. Die Mitte der Story befasst sich mehr mit dem Fall aber leider wird auch hier kein richtiger Spannungsbogen aufgebaut. Wir erleben Fionas Schritte und die Zusammenarbeit mit Polizei und den Bösen aber irgendwie alles ziemlich nüchtern und wenig spannend. Im letzten Teil der Geschichte wird es dann etwas spannender, wenn Fiona beginnt aufzuräumen. Da waren dann auch mal einige Stellen, die ich gerne gelesen habe, weil sie mich mitgerissen haben. Doch leider wurden diese wenigen Stellen durch zähe Geschehnisse abgewechselt.Für mich alles sehr schade, denn der Autor hat einen guten Schreibstil und eine sehr gute Idee, doch hat dieses Potenzial nicht ausreichend genutzt. Für mich ist dieses Buch ein Fehlgriff gewesen.(Eigentlich 2 1/2 Sterne aber ich runde auf)

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  • Absolut lesenswert (Achtung Teil 3)

    Fiona - Als ich tot war

    Neuneuneugierig

    19. October 2017 um 10:29

    Fiona, eine sehr intelligente Frau mit vielen Identitäten und Problemen mit dem realen Leben.Gerade das macht sie zu einer genialen Polizistin. Schmerzen blendet sie einfach aus, sie verbeißt sich bis zum bitteren Ende in einen Fall und mit einem Teilerfolg kann sie nur sehr schlecht leben. Viele Facetten ihres "Charakters" dürfen wir miterleben, aber vieles bleibt weiterhin unbekannt und macht Lust auf weitere Fälle.Der Schreib-Stil ist flott, wobei der Fall selber sich über einen realistischer Zeitraum zieht als in manchen anderen Krimis, daher vielleicht nicht für jedermann, da Fiona und ihre unberechenbare Art auf jeden Fall im Vordergrund stehen. Ob man sie nun mag oder nicht, das Lesen löst eine Menge Gefühle aus. Ich war frustriert, wütend, entsetzt und geschockt. Eins zwei mal vielleicht auch belustigt und "ergriffen", dennoch behaupte ich "Absolut lesenswert".

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  • Rezension zu Fiona: als ich tot war

    Fiona - Als ich tot war

    KruemelGizmo

    17. October 2017 um 17:34

    Als Neue auf ihrem Revier bekommt Fiona Griffiths natürlich erstmal nur Routinefälle, und so bekommt sie es mit einem Abrechnungsbetrug in einem Möbelhaus zu tun. Fiona ist eine gute Polizistin, die ihre Fälle akribisch verfolgt und so geht sie der Spur des Geldes hinterher und stößt dabei auf Leichen. Bald stellt sich heraus, das es um einen groß angelegten Betrug geht und damit um unheimlich viel Geld. Fiona, die gerade ihre Ausbildung zur Undercover-Agentin absolviert hat, wird unter dem Namen „Fiona Grey“ erstmal als Putzfrau eingeschleust. Bald werden auch die Betrüger auf Fiona aufmerksam und nutzen ihre Fähigkeiten. Für Fiona ist dies ein gefährliches Spiel, denn die Grenzen ihrer Persönlichkeiten zerfließen immer mehr und nur Fiona Griffiths kann das Verbrechen verhindern, aber was will Fiona Grey?   „Fiona: als ich tot war“ stammt aus der Feder von Harry Bingham.   Fiona ist ein wirklich außergewöhnlicher und besonderer Charakter, der wirklich aus dieser Geschichte heraussticht. Sie ist oftmals schwer zu fassen und ihr Verhalten und ihre Gedanken sind nicht immer für den Leser einfach nachzuvollziehen, aber das machte hier den besonderen Reiz dieser Figur aus. Es war wirklich interessant ihre Entwicklung zu verfolgen.   Der Fall selbst konnte mich leider nicht so begeistern, für mich baute sich leider keine bis wenig wirkliche Spannung auf. Der Fall steht auch immer ein wenig im Hintergrund und hätte für mich kompakter erzählt werden können um die Geschichte voranzutreiben und somit auch ein Spannungsgefühl zu erzeugen. So hatte sie leider deutliche Längen für mich.   Auch finde ich es schade, dass die Reihe mittendrin anfängt, so erzählt Fiona zwischendurch von vergangenen Fällen, die leider nicht in Deutschland veröffentlicht wurden, und ihre Entwicklung und ihr Verhalten vielleicht noch ein bisschen verständlicher gemacht hätten.   Mein Fazit: Ein Kriminalroman, dem für mich oftmals die Spannung fehlte, aber mit einer besonderen Protagonistin, die wirklich heraussticht.

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    • 6
  • Fiona - als ich tot war

    Fiona - Als ich tot war

    Happines

    14. October 2017 um 22:33

    Fiona - als ich tot war ist ein Kriminalroman von Harry Bingham welcher im Oktober 2017 im Rowohlt Verlag erschienen ist.Inhalt: Fiona Griffiths ist eine Frau voller Probleme, aber auch eine sehr gute Polizistin. Als Neuling im Revier hat sie natürlich auch Routinefälle zu bearbeiten. Zum Beispiel diesen: Abrechnungsbetrug bei einem Möbelhaus. Fiona folgt der Spur des Geldes und stößt auf Leichen. Denn es geht um viel Geld. Unglaublich viel. Nun hat Fiona gerade erst eine Ausbildung zur Undercover-Agentin absolviert. Als Putzfrau namens „Fiona Grey“ wird sie in ein betroffenes Unternehmen eingeschleust. Auch die Betrüger erkennen schnell ihre besondere Begabung, Fiona wird Teil ihres Plans – ein gefährliches Spiel. Denn die Grenzen zwischen ihren Persönlichkeiten verfließen zunehmend. Nur Fiona Griffiths kann das ultimative Verbrechen verhindern. Doch was will Fiona Grey?Harry BIngham nimmt den Leser mit auf eine Reise. Er erzählt von Fiona Griffiths, einer Polizistin die eine Undercoverausbildung macht und dann von ihrem ersten Einsatz - einem Betrugsfall mit immensem Ausmaß. Der Autor erzählt wie es sie anfühlt Monate lang aus seinem eigenen Leben ausgeschlossen zu werden - auch von Weihnachten, Geburtstagen, Jahrestagen,... Und wie sehr verdeckte Ermittler tagtäglich um ihr Leben zittern müssen.Das gelingt ihm sehr gut, man fühlt während des Lesens richtig den Druck den verdeckte Ermittler haben.Was jedoch erst nach und nach ans Tageslicht kommt ist Fionas Persönlichkeitsstörung. Sie hat das Cotard Syndrom, weswegen sie sogar schon einmal in der Psychatrischen Klinik war. Die Krankheit wird am Ende des Buches kurz beschrieben. Während des Lesens bekommt man als Leser einen sehr guten Eindruck wie sich die Menschen mit dieser Krankheit fühlen müssen. Der anfangs gewöhnungsbedürftige Schreibstil (aus der Ich Perspektive von Fiona) spiegelt die Krankheit in Form von Fionas Gedanken auch wieder.Der Kampf zwischen den beiden Fionas wird hervorragend dargestellt und man fiebert richtig mit wie sie sich konkurrieren. Auch für den Leser ist es streckenweise schwer die beiden Fionas auseinander zu halten.Mein einziger Kritikpunkt ist das Ende, da hätte ich mir für Fiona einfach sehr viel mehr gewunschen!Fazit:Der Kriminalroman grenzt meiner Meinung nach schon an einen Thriller. Allerdings kann ich dieses Buch sehr empfehlen (vor allem an Menschen, die Psychisch einiges aushalten). Ich finde es sehr gut von dem Autor, über eine sehr seltenen Krankheit zu schreiben!

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  • Wir haben uns schwer getan miteinander

    Fiona - Als ich tot war

    Nirena

    14. October 2017 um 18:53

    Das lag zum einen an Fiona als Person: Sie ist beileibe kein einfacher Charakter und das nicht nur für ihr Umfeld, sondern auch für den Leser. So richtig weiß Fiona nämlich gar nicht, wer sie ist, nur, dass sie nicht so ist wie andere. Deshalb bekommt sie im Laufe der Handlung auch Probleme sich selbst von ihrer Undercover-Identität abzugrenzen bzw. fühlt sich im Leben der Fiona Grey am Ende wohler, als in ihrem eigenen.Fionas Problem rühren vom Cotard-Syndrom her, einer sehr seltenen aber dennoch real existierenden Krankheit, bei der sich der Patient im Extremfall selbst für tot hält. Auch Fiona hat in ihrer Vergangenheit eine Zeit in der Psychiatrie verbracht. Sie weiß - meistens zumindest - dass sie lebt, aber was sie wie, wo und warum fühlt und warum Menschen so agieren, wie sie es tun - das ist oft genug ein Rätsel für sie. Dass macht ihren sowieso eigenwilligen Charakter auch mitunter so anstrengend, dass man das Buch zwischendurch beiseite legen muss.Das andere, weshalb ich mit "Fiona - Als ich tot war" so meine Schwierigkeiten hatte, war die Handlung. Im Grunde geht es um einen Fall, der ungeahnte Dimensionen annimmt und so das ganz Buch einnimmt. Das ist nicht schlimm. Aber streckenweise wird die Handlung dann sehr langatmig. An anderen Stellen wiederum ist es mitreißend und spannend. Möglicherweise hätte eine Straffung der Ermittlungen oder etwas weniger Detailverliebtheit die Langatmigkeit nehmen können.Dennoch kann ich nicht sagen, dass mir das Buch nicht gefallen hätte: Fiona ist schon etwas Besonderes und auch die anderen Charaktere und die Handlung sind gar nicht übel, aber an der Langatmigkeit, die zwischendurch aufkommt, hätte man etwas ändern sollen.

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  • Wer bin ich und wenn ja wie viele?

    Fiona - Als ich tot war

    FrauSchafski

    13. October 2017 um 08:15

    Wie fühlt es sich an, undercover zu leben, wochen-, monatelang völlig vom eigenen Leben abgeschnitten zu sein, eine andere Identität anzunehmen? Als Fiona Griffith die Leiche einer alten Frau findet, ahnt sie nicht, dass dies die erste Spur zu einem Betrugsdelikt mit immensem Ausmaß ist. Schnell wird klar, dass die Hintermänner zu gut getarnt sind und die Beweise nicht aussagekräftig genug, um die ganze Bande auffliegen zu lassen. So wird aus Fiona Griffith, der Polizeibeamtin, Fiona Grey, die Putzfrau und Kleinkrimminelle, die nach und nach in die Kreise der Betrüger eintaucht. Authentisch und spannend folgen wir Fiona in ihr „neues“ Leben. Fiebern und leiden mit, wenn sie zwar einerseits den Drahtziehern des Betruges immer mehr auf die Spur kommt, aber gleichzeitig droht, ihre eigene Identität zu verlieren. Zunehmend wird sie zu Fiona Grey und verkörpert sie dabei so überzeugend, dass es ihr immer schwerer fällt, sich daran zu erinnern, wer die eigentliche Fiona überhaupt ist und was sie ausmacht. Völlig von ihrem eigenen Leben isoliert, verbeißt sich Fiona Grey in den Fall, geht große Risiken ein, um letztlich das Vertrauen der Betrüger zu gewinnen. Dabei kommt es mehr als einmal vor, dass sie ein solch merkwürdiges Verhalten an den Tag legt, dass der Leser innerlich nur den Kopf schütteln kann, nur um ein paar Seiten eines besseren belehrt zu werden und über Fionas Cleverness staunt.  Fazit: Fionas Kampf mit sich selbst und der „anderen Fiona“ ist wirklich hervorragend dargestellt. Als Leser droht man selbst, nicht mehr zu wissen, welche der beiden denn nun gerade spricht. Ein paar Längen stören den Spannungsverlauf etwas. Außerdem waren mir manche Alleingänge Fionas etwas zu provokant. Insgesamt ist dieser Thriller jedoch vier Sterne wert.

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  • Spannender Krimi mit noch spannenderen Ermittlerin

    Fiona - Als ich tot war

    xxAnonymousxxx

    08. October 2017 um 11:58

    (Rezension) Fiona – Als ich tot war Autor: Harry Bingham Verlag: Wunderlich Seiten: 504 Preis: 19, 95€ Genre: Kriminalroman Inhalt: FIONA GRIFFITHS ZWISCHEN LEBEN UND TOD Sie ist wirklich eine Spitzenpolizistin. Die Ausbildung zur Undercover-Agentin hat sie als Beste absolviert. Natürlich. Doch keiner weiß, warum sie so mühelos in andere Rollen schlüpfen kann. Keiner weiß, womit ihr Vater sein Geld verdient. Keiner weiß, was für ein Mensch Fiona Griffiths ist. „Die aufsehenerregendste Krimiheldin unserer Zeit.“ - Sunday Times Fiona Griffiths ist eine Frau voller Probleme. Eine gute Polizistin ist sie auch. Als Neuling auf dem Revier muss sie natürlich oft langweilige Routinefälle übernehmen. Jetzt zum Beispiel gerade einen Abrechnungsbetrug bei einem Möbelhaus in Cardiff, dabei arbeitet sie doch eigentlich im Dezernat für Schwerverbrechen. Fiona folgt den verdächtigen Kontobewegungen und stößt auf eine Leiche. Die alte Frau ist in ihrer Wohnung verhungert. Die zweite Leiche sieht noch schlimmer aus. Denn es geht offenbar um viel Geld. Um unvorstellbar viel Geld. Nun hat Fiona gerade erst mit Bravour einer Ausbildung zur Undercover-Agentin absolviert. Als Putzfrau namens „Fiona Grey“ wird sie bei einer betroffenen Firma eingeschleust. Auch die Betrüger erkennen schnell die besondere Begabung der stillen jungen Frau. Fiona wird Teil ihres Plans. Ein brandgefährliches Spiel. Denn die Grenze zwischen ihren beiden Persönlichkeiten verfließen zunehmend. Nur Fiona Griffiths kann das ultimative Verbrechen verhindern. Doch was will Fiona Grey? Meine Meinung: Ich habe dem Buch fünf von fünf Sternchen gegeben, weil es – kurz gesagt – einfach total mein Fall gewesen ist; die Story, die ungewöhnliche Protagonistin, der eher trockene Schreibstil. Alles total zufriedenstellend. Fiona ist wirklich interessant; ihre Unfähigkeit, sich mit Menschen zu identifizieren und die Tatsache, dass sie im Laufe ihres Undercover-Einsatzes nicht mehr wirklich zwischen ihren beiden Persönlichkeiten (der echten und der erschaffenen) unterscheiden kann. Ich habe selten so dermaßen mit einer Buchprotagonistin mitgefiebert und sympathisiert. Also – Hut ab! Zur Story – wie der Autor selbst in einem Nachwort erklärt, ist sie natürlich Fiktion, aber eben doch ziemlich realistisch. Betrüger, die Firmen um Millionen erleichtern wollen, existieren natürlich auch in der wahren Welt und ein Buch zu dieser Thematik, den perfiden Spielereien dieser Menschen, hat meinen Geschmack ziemlich gut getroffen. Jetzt habe ich das Gefühl, wieder einmal mehr über Polizeiarbeit in Erfahrung gebracht zu haben und bewundere alle Undercover-Agenten, die sich auf derart gefährliche Missionen wagen, um die Bevölkerung zu schützen. Wahnsinn! Mehr kann ich nicht sagen, ohne potenzielle Leser zu spoilern, also möchte ich hiermit abschließen: Es ist ein absolut lesenswertes Buch, geht nicht daran vorbei, sondern lest es. Wirklich.  Fazit:  Ein genialer Krimi mit einer ungewöhnlichen Heldin. 

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