Fiona: Den Toten verpflichtet

von Harry Bingham 
3,9 Sterne bei41 Bewertungen
Fiona: Den Toten verpflichtet
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Positiv (28):
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Mein erster Fiona Band - ich kann die Buchreihe nur empfehlen.

Kritisch (4):
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Die ganzen Namen machen einen verrückt

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Inhaltsangabe zu "Fiona: Den Toten verpflichtet"

So eine Heldin hat die Krimiwelt noch nicht erlebt: verletzlich, eigensinnig, genial

Eine ermordete Drogenhure, ermordet in ihrer schmutzigen Wohnung. Neben ihr die furchtbar zugerichtete Leiche ihrer kleinen Tochter. Wer begeht so ein Verbrechen? Bei der Toten wird eine Kreditkarte gefunden. Der Besitzer kam vor Monaten beim Absturz einer Privatmaschine ums Leben. Das Ganze: ein Rätsel.

Die junge Polizistin Fiona Griffith hat eigentlich nichts mit dem Fall zu tun, doch irgendetwas daran lässt sie nicht los und sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Ihren Chef macht sie damit rasend, dabei weiß der noch nicht einmal, wie sehr am Rande der Legalität sie sich bewegt. Denn Fiona ist nicht wie andere Polizisten, sie ist anders als die meisten Menschen. Eine geniale Ermittlerin – und immer kurz vor dem Crash …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499291357
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:26.06.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Leseratte83s avatar
    Leseratte83vor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Mein erster Fiona Band - ich kann die Buchreihe nur empfehlen.
    Ein interessanter Krimi

    So eine Heldin hat die Krimiwelt noch nicht erlebt: verletzlich, eigensinnig, genial 
    Eine ermordete Drogenhure, ermordet in ihrer schmutzigen Wohnung. Neben ihr die furchtbar zugerichtete Leiche ihrer kleinen Tochter. Wer begeht so ein Verbrechen? Bei der Toten wird eine Kreditkarte gefunden. Der Besitzer kam vor Monaten beim Absturz einer Privatmaschine ums Leben. Das Ganze: ein Rätsel. 

    Die junge Polizistin Fiona Griffith hat eigentlich nichts mit dem Fall zu tun, doch irgendetwas daran lässt sie nicht los und sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Ihren Chef macht sie damit rasend, dabei weiß der noch nicht einmal, wie sehr am Rande der Legalität sie sich bewegt. Denn Fiona ist nicht wie andere Polizisten, sie ist anders als die meisten Menschen. Eine geniale Ermittlerin – und immer kurz vor dem Crash … (Kurzbeschreibung vom Büchrücken)
    Was für ein interessantes Buch. Der Text ist flüssig geschrieben und die Charakter sind gut dargestellt. So das ich als Neueinsteige auch keine Problem mit den Personen hatte. Fiona hat mir dabei sehr gefallen und sie ist der Mittelpunkt der Geschichte. Erst hatte sie einen anderen Auftrag, aber im Laufe der Story bekommt sie den Auftrag mehr über ein bestimmte Kreditkarte heraus zu fingen. Ab diesem Zeitpunkt hat für mich dann die spannende Momente begonnen. Sie überschreitet ihre Kompetenz, wird das gut gehen? Mehr will ich nicht verraten, lest das Buch und last euch Überrasche.  Ich kann das Buch empfehlen, auch wenn es gerne noch etwas mehr Spannung haben dürfte. Ich werde sicherlich jetzt noch weitere Bänder der Reihe lesen.

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    SalanderLisbeths avatar
    SalanderLisbethvor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Der unterhaltsame Auftaktband um eine schräg Polizistin lebt von der Eigentümlichkeit der Protagonistin, leider zu Lasten der Spannungskurve
    Waliser Polizistin mit Persönlichkeitsstörung

    So richtig entspannen kann ich mich nur, wenn ich nicht im Stadtzentrum bin – wo ich leider Gottes arbeite -, sondern nach Butetown fahre. In Butetown trinkt man lieber Tee als Kaffee, und weder das eine noch das andere kostet 2,50 Pfund die Tasse. Klar, hin und wieder wird in Butetown eine Drogensüchtige ermordet, oder man findet ein kleines Mädchen, das sein Leben unter einem hochwertigen Spülbecken ausgehaucht hat. Verbrechen, die man sehen, und Opfer, die man berühren kann, sind mir trotzdem lieber. Auszug Seite 39

    In einem kleinen Kaff in der Nähe von Cardiff wird die junge, drogensüchtige Prostituierte Janet Mancini in einer Wohnung, die einem vermüllten Dreckloch gleicht, tot aufgefunden. Eine Todesursache lässt sich nicht sofort feststellen. Neben ihr liegt ihre sechsjährige Tochter April, die auf grausamste Weise mit einem Spülbecken erschlagen wurde. Mancinis traurige Biografie führt über verschiedene Heime und Pflegefamilien in die Drogenabhängigkeit und Schwangerschaft. Neben ihrer Leiche wird eine Kreditkarte gefunden. Diese gehört einem millionenschweren Transportunternehmer, der vor einigen Monaten bei einem Flugzeugabsturz mit seiner Privatmaschine ums Leben kam.



    Operation Lohan

    Die Ermittlung des brutalen Doppelmordes wird intern nach der Schauspielerin Lindsay Lohan benannt, die genau wie das Opfer rothaarig ist und Probleme mit Alkohol und Drogen hat. Die junge Polizistin Detective Constable Fiona Griffiths, die grade mit langweiligen Routinearbeiten beschäftigt ist, soll mit zum Ermittlungsteam gehören. Die ehrgeizige Fiona ist froh und verbeißt sich in den Fall. Immer wieder handelt sie auf eigene Verantwortung, schießt dabei oft übers Ziel hinaus und nervt mit ihren Alleingängen ihren Chef.

    Die hochintelligente Fiona wirkt auf ihre Mitmenschen manchmal etwas verschroben und hat große Probleme mit dem sozialen Miteinander. Schon im Prolog wird angedeutet, dass sie als Teenager sehr krank war. Welche Krankheit das war, bleibt bis zum Schluss geheim und sorgt für zusätzliche Spannung. Man ahnt, dass es sich um eine psychische Erkrankung handeln und ein traumatisches Ereignis in ihrer Vergangenheit sie nachhaltig geprägt haben muss. Sie kann nicht gut mit menschlichen Gefühlen umgehen und emotionale Reaktionen sind ihr sogar ganz fremd. Um sich angemessen zu verhalten, imitiert sie meistens ihre Mitmenschen.

    Erzählt wird aus der Ich-Perspektive Fionas und so erhält der Leser Einblick in ihre teilweise sehr schrägen Gedanken. Das ist gottseidank sehr unterhaltsam, da ihr Ton oft beißend sarkastisch ist, besonders in Bezug auf ihre eigenen Diskrepanzen.



    Die Superheldin Fiona

    Auch wenn sehr viel Polizeiarbeit geschildert wird, nehmen die unkonventionelle Ermittlerin und ihre Psyche viel mehr Raum ein als die eigentliche Aufklärung des undurchsichtigen Kriminalfalles. DC Griffiths überschreitet ein ums anderer Mal ihr Kompetenzen, hält sich nicht an Regeln, übergeht Anweisungen und operiert am Rande der Legalität. Dabei beweist sie aber auch oft einen untrüglichen Instinkt für die richtige Spuren und bringt die Ermittlungen nach vorne.

    Harry Bingham hat mit Fiona und ihren Beobachtungen auf die Welt einen interessanten und sympathischen Charakter geschaffen, der das Zeug für weitere Bände hat. Während ich den Anfang noch hochspannend fand, verliert die Story leider an Fahrt, bevor Superheldin Fiona im Finale über sich hinauswächst und fast im Alleingang die Verbrecher zur Strecke bringt. Fesselnder als die Aufklärung des brutalen Doppelmordes, präsentiert sich für mich Fionas Persönlichkeitsstörung.

    Binghams Schreibstil ist flüssig und humorvoll, einfallsreich und intelligent mit viel Waliser Lokalkolorit. Der Kriminalroman lebt von der Eigentümlichkeit der Polizistin Fiona und das geht leider zu Lasten des Spannungsbogens.

    Im letzten Jahr erschien der 3. Fall der Reihe als Hardcover und nach großem Erfolg hat der Verlag dieses Jahr mit der Taschenausgabe auch die ersten beiden Bände des britischen Autors veröffentlicht. Band vier und fünf sollen 2019 folgen.




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    Neuneuneugierigs avatar
    Neuneuneugierigvor 17 Tagen
    Man mag geteilter Meinung sein, ich finde es GUT

    DAS ist der erste Teil einer recht "merkwürdigen", gerade deswegen anderen, sehr heimatverbundenen, Polizistin mit kriminellem Vater.

    Leider hat man in Deutschland  warum auch immer, mit der Veröffentlichung des dritten Teils begonnen. Lest es (lieber) in der richtigen Reihenfolge, dann "versteht" man die gute besser.

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    Judikovor einem Monat
    Kurzmeinung: Die ganzen Namen machen einen verrückt
    Namen über Namen...

    Ich bin ein großer Fan von Thriller, bzw. Krimiserien, wo die Fälle in sich abgeschlossen sind und der Ermittler mitwächst.

    Da ich lange keine Reihe mehr verfolge, habe ich mich sehr gefreut, als gleich der erste, sowie der zweite Teil dieser neuen Reihe bei mir eingezogen sind.

    In dieser Geschichte geht es um eine Drogenhure, die in einer heruntergekommenen Wohnung tot aufgefunden wird. Neben ihr die Leiche ihrer kleinen Tochter, aufs Übelste zugrichtet.

    Bei den beiden Toten findet die Polizei zudem noch eine Kreditkarte, dessen Besitzer allerdings schon vor Monaten bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.

    Die junge Polizistin Fiona stößt mehr zufällig zu diesem Fall und von Anfang an lässt sie diese Geschichte nicht mehr los. Bereit den Fall zu lösen, auf Biegen und Brechen, ohne Rücksicht auf Verluste, am Rande der Legalität, denn Fiona ist anders. Anders als die anderen Polizisten, anders als die meisten Menschen, denn auch sie hat ihr Päckchen zu tragen.

     

    Wenn man sich den Inhalt betrachtet, klingt es nach einer spannenden Geschichte, doch meine Erwartung hat sich leider nicht erfüllt.

    Der Autor hat in seiner Geschichte so viele Personen mitwirken lassen, deren Namen nicht nur ähnlich waren (Braydon, Brian, Bryony), sodass es meinen Lesefluss erheblich gestört hat, sondern teilweise auch unwichtig. Da hat auch die Sekretärin von irgendwelchen Geschäftsleuten einen vollständigen Namen erhalten, um nur mal einen Fall zu nennen. Besonders verwirrt war ich dann, als die Partnerin von Fiona, eine sogenannte Jane Alexander, mal mit ganzen Namen erwähnt wurde, mal nur mit Vornamen und einmal auch nur mit dem Nachnamen, dass ich dann überlegen musste, wer war jetzt nochmal Alexander?

    Der Einstieg der Geschichte lag für mich im mittelmäßigen Bereich, ebenso das Ende, aber dazwischen hatte ich meine Schwierigkeiten mich voll und ganz auf die Geschichte zu konzentrieren. Die ganzen Namen trugen ihren Teil dazu bei. Aber auch Fiona hat mich als Charakter nicht wirklich angesprochen. Konnte ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen, auch mit dem Wissen, dass in ihrer Vergangenheit etwas passiert sein musste.

    Nun überlege ich,  wann ich zum zweiten Teil der Fiona Reihe greife, obwohl er besser sein soll als dieser hier, so wie ich gehört habe, aber eins steht fest, … ich brauche davon jetzt erstmal eine Auszeit.

     


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    Simi159s avatar
    Simi159vor einem Monat
    Schalfmittel in Buchform

    Eine Prostituierte wird tot aufgefunden, neben ihre Tochter, ebenfalls tot und extrem zugerichtet. Warum mussten die beiden sterben? Und warum waren sie in einem heruntergekommen Haus, das nicht ihr eigenes zu Hause ist? Das sind die ersten Fragen, die die Polizistin Fiona Griffiths im Kopf hat. Gerne würde sie sich mit den Morden und deren Aufklärung befassen, doch ihr Chef möchte, dass sie den Unterschlagungsfall  um den  ehemaliger Kollegen Penry löst.

    Doch Fiona lässt nicht locker, heimlich, startet sie ihre eigenen Ermittlungen, auch wenn sie dafür die Job-Regeln etwas biegen muss….


    Fazit:

    Dies ist der erste Fall aus der Reihe Fiona von Harry Bingham. Hier in „ Den Toten verpflichtet“ tritt der Fall, sprich der Doppelmord und dessen Aufklärung tritt immer wieder in den Hintergrund, denn oft und lang geht es um Fiona Griffiths. Ihre Einstellung zum Job, ihr Leben, Männerbekanntschaften und ihre Eigenarten. Das nimmt dem Krimi Tempo und lässt einen beim Lesen oft an Nebenschauplätzen verweilen. Das ist schade, denn der Plot macht auf den ersten 150 Seiten Spass, läßt einen rätseln, warum die Morde geschehen sind, und ob die Unterschlagungen etwas damit zu tun haben. Doch es dauert und dauert und dauert, bis der Fall gelöst ist…


    Die Charaktere, allen voran Fiona, sind interessant, wenn auch für mich an vielen Stellen wenig authentisch. Selbst, wenn ich die besondere Krankheit von ihr berücksichtige, verhält sie sich oft sehr Klischeehaft, sprich ein Mann schriebt, wie er sich vorstellt, dass eine Frau das so macht. Auch die anderen Charaktere, wenn man sie mit ihren viel zu ähnlich klingenden Namen auseinander halten kann, nicht immer authentisch und lebensnah. Sympathisch müssen sie in diesem Genre nicht unbedingt sein. Fiona mag man , oder mag sie halt nicht.


    Ich bin mit ihr nicht warm geworden, und werde es bei den nächsten Fällen auch nicht mehr, denn es waren meine ersten und letzten Ermittlungen mir ihr. Für mich war „Den Toten verpflichtet“ das beste Schlafmittel, was mit in Buchform 2018 bisher untergekommen ist. 


    2 STERNE.

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    dieschmitts avatar
    dieschmittvor einem Monat
    Kurzmeinung: Außergewöhnlicher Krimi mit einer ordentlichen Prise schwarzem Humor.
    Außergewöhnlicher Krimi mit einer ordentlichen Prise schwarzem Humor.

    Zum Inhalt:

    Eine ermordete Prosituierte, die Drogen genommen hat ist tot. Fiona Griffith ermittelt auf eigene Faust, das passt zu ihr, denn sie ist eigenwillig und ungewöhnlich... und so ermittelt sie auch.

     

    Meine Meinung:

    Dieses ungewöhnliche Buch hat mich gefesselt. Nicht zuletzt durch die ungewöhnliche Ermittlerin, die wirklich sehr, sehr eigen ist. Ich glaube man mag sie sehr oder eben gar nicht. Ich mochte sie sehr.

     

    Jetzt aber der Reihe nach. Ich war von Beginn an direkt in dem Buch gefangen, der Schreibstil ist sehr anschaulich und sehr gut lesbar. Die Wortwahl ist treffend und präzise. Die Geschichte ist spannend und für mich nicht direkt durchschaubar. Das Buch lebt aber von und mit seiner ungewöhlichen Protagonistin, die mir persönlich im Laufe der Geschichte sehr ans Herz gewachsen ist. Fiona ist nicht nur sehr eigen, sondern eigentlich auch ziemlich durchgeknallt und mit den Maßstäben des gesunden Menschenverstandes nicht wirklich zu fassen. Das passt für mich hier aber besonders gut, da die Taten welche die Geschichte bilden, ausgesprochen grausam sind.

     

    Ob Fiona ihr Tempo und ihren Einsatz durchhalten kann wird sich zeigen, denn sie verbeißt sich mit Haut und Haar in ihre Arbeit und gönnt sich keine Pause. Auf Dauer kann das nicht gut gehen.  

     

    Ich mag die außergewöhnliche Ermittlerin und den Schreibstil, der immer wieder mit einer ordentlichen Prise schwarzen Humors gespickt ist. So kann man sich gruseln und herrlich amüsieren in einem.

     

    Fazit:

    Außergewöhnlicher Krimi mit einer ordentlichen Prise schwarzem Humor.

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    brenda_wolfs avatar
    brenda_wolfvor 2 Monaten
    Eine außergewöhnliche Ermittlerin

    Inhalt:

     

    So eine Heldin hat die Krimiwelt noch nicht erlebt: verletzlich, eigensinnig, genial

    Eine ermordete Drogenhure, ermordet in ihrer schmutzigen Wohnung. Neben ihr die furchtbar zugerichtete Leiche ihrer kleinen Tochter. Wer begeht so ein Verbrechen? Bei der Toten wird eine Kreditkarte gefunden. Der Besitzer kam vor Monaten beim Absturz einer Privatmaschine ums Leben. Das Ganze: ein Rätsel.

    Die junge Polizistin Fiona Griffith hat eigentlich nichts mit dem Fall zu tun, doch irgendetwas daran lässt sie nicht los und sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Ihren Chef macht sie damit rasend, dabei weiß der noch nicht einmal, wie sehr am Rande der Legalität sie sich bewegt. Denn Fiona ist nicht wie andere Polizisten, sie ist anders als die meisten Menschen. Eine geniale Ermittlerin – und immer kurz vor dem Crash …

     

    Meine Meinung:

    Mit Fiona, hat der Autor Harry Bingham eine wirklich außergewöhnliche Ermittlerin geschaffen. Fiona ist anders. Sie ist direkt, eigenwillig, engagiert, mutig und lässt kein Fettnäpfchen aus. Sie war mir auf Anhieb sympathisch. Nur mit den Emotionen hat sie es nicht.

    Der Schreibstil ist flüssig und teilweise sehr witzig. Ich musste oft schmunzeln. Und dass bei einem stellenweise sehr brutalen Krimi. Die Szenen zwischen Fiona und ihrem Chef sind immer ein Highlight. Herrlich, z.B. folgende Szene: Ihr Chef nimmt sich Fiona zur Brust und fragt sie: "Ja, wie in 'Ich habe Sie gehört, aber ich werde trotzdem tun, was ich will' oder einfach nur 'Ja'? Sie wissen schon, das altmodische Ja."

    Oder Sätze wie diese:

    -          So ist das Leben. Es geht immer vorwärts.

    -          Die Leute gehen an mir vorbei. Diejenigen, die mich kennen und trotzdem mögen ...

    -          Ich habe keinen Plan, was ich als positives Zeichen auffasse. Ohne Plan kann auch nichts schiefgehen.

    Schade, fand ich, dass der Krimi über weite Strecken an Fahrt verlor. Am Schluss war auch einiges überzogen. Trotzdem hat mir das Buch gefallen und ich werde sicherlich auch die anderen Bände um Fiona lesen, allein schon der Hauptprotagonistin wegen.

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    FrauSchafskis avatar
    FrauSchafskivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Krimi, bei dem der Kriminalfall gar nicht so sehr im Mittelpunkte steht, das gefällt nicht jedem. Wer sich dennoch einlässt, hat Spaß.
    Weniger Kriminalfall, mehr psychologisches Porträt

    Im vergangenen Jahr hatte ich bereits das Vergnügen, den dritten Band der Reihe zu lesen (obwohl ich erst zum Ende des Buches gerafft habe, dass es davor schon zwei Bände gibt). Umso schöner, dass ich nun auch den ersten Band im Rahmen einer Leserunde bekommen habe und mich auf die Spur von Fionas Ursprüngen begeben durfte. Denn die haben es in sich.

     

    Schon auf den ersten Seiten wird klar, dass mit dieser Protagonistin etwas nicht stimmt. Sie scheint sozial abgeschottet, trägt gefühlt eine Million merkwürdige Marotten mit sich herum und hat irgendwie ein Problem, Gefühle zu erkenne und richtig einzuordnen - sowohl bei sich als auch bei anderen. Ach ja, einen Mord und den dazugehörigen Kriminalfall gibt es natürlich auch noch, doch der steht gar nicht so sehr im Mittelpunkt. Harry Bingham ist wirklich gut darin, den Leser in einen ähnlichen Zwiespalt wie seine Figur zu versetzen. Auf der einen Seite empfindet er Sympathie für Fiona, auf der anderen Seite wird man immer wieder von ihrem Verhalten abgestoßen. Ständig schwankt man zwischen Nähe und Distanz, genauso wie Fiona in Kontakt mit anderen Menschen auch. Überbrückt wird das Ganze von beißend sarkastischen Bemerkungen, mit denen Fiona ihr eigenes vermeintliches soziales Unvermögen kommentiert. Und das zu lesen, lässt einen mehr als einmal in sich hineinschmunzeln. Dabei lässt Fionas verzweifeltes Streben nach „Normalität“ die Frage aufkommen, was das denn überhaupt heißt und wer denn die „Norm“ vorgibt.

     

    Dennoch werden einige Leser mit dieser Protagonistin kämpfen, denn das Rätsel um ihr seltsames Verhalten steht genauso im Mittelpunkt, wie es der Kriminalfall tut. Meist hält sich das in der Waage, droht allerdings jederzeit zugunsten Fionas Psyche zu kippen. Für alle, die atemlose Spannung erwarten, sind die Abenteuer von Harry Binghams Heldin wahrscheinlich nichts.

     

    Fazit: Kleine Schwächen hat der Krimi für mich vor allem in der Logik bestimmter Umstände und das Ende ist mir zu sehr mit der heißen Nadel gestrickt und baut maßgeblich auf Zufall sowie Glück auf. Aber insgesamt bin ich ein Fan dieser verschrobenen Heldin und werde sicher auch noch die weiteren Teile lesen. Daher gibt es souveräne vier Sterne.

     

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    Lindenblomstervor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Für harte Krimifans eher nicht geeignet. Schwarzer Humor zieht sich durch das Buch.
    Eigenwillige Fiona

    Den toten verpflichtet ist der erste Fall mit Fiona. 

    Fiona ist eine ungewöhnliche Frau und Polizistin. Nach einer uberstandenen Krankheit (die näheren Umstände erfährt der Leser erst am Schluss) ist sie bei der Polizei. Als Teamplayer ist sie aber überhaupt nicht geeignet. Sie unternimmt viele Alleingänge, die überraschend immer gut ausgehen. Ihre Arbeit nimmt sie sehr ernst. Sie will um jeden Preis die Täter finden. Dabei umgeht sie geschickt Anweisungen des Chefs. 
    Die Geschichte ist stellenweise sehr ruhig. Man erfährt viel über die Ermittlungen und welche Rückschläge die Ermittlungen immer wieder erfahren. Fiona wird dem Leser aber in allen Besonderheiten näher gebracht. Am Ende versteht man auch ihre Beweggründe. Im Buch sind viele Stellen mit schwarzem Humor. Es gab trotz der Tragik Situationskomik.

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    nellsches avatar
    nellschevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Fiona ist faszinierend.....ich will mehr von ihr lesen!
    Fiona - eine besondere Heldin

    In einer heruntergekommenen Wohnung werden zwei Leichen entdeckt: eine Drogenhure und ihre kleine Tochter, beide grausam ermordet. Die Polizei entdeckt eine Kreditkarte, die einem vermögenden Mann gehört, der jedoch vor einige Monaten bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Obwohl die junge Polizistin Fiona Griffith nichts mit dem Fall zu tun hat, lässt er ihr keine Ruhe. Sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln - auf ihre ganz eigene Art, denn sie ist anders als die meisten Menschen.

    Dieser Krimi hat mir sehr gut gefallen, insbesondere Fiona Griffith, die einfach ganz anders ist, als andere Polizisten.
    Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen, so dass die Seiten regelrecht dahin flogen. Erzählt wird in der Ich-Form aus Fionas Sicht und in der Gegenwartsform. Mir gefiel das sehr gut, denn ich habe ganz hervorragende Einblicke in Fiona und ihre teils schrägen Gedanken erhalten und fühlte mich einfach mittendrin.
    Fiona war anfangs nicht durchschaubar. Sie wirkte sonderbar und manchmal auch ein wenig durchgeknallt auf mich. Im Laufe des Buches gab es dann immer mehr Einblicke, weshalb sie so ist, wie sie ist. Am Ende wird dann alles klar, so dass ich ihr teils merkwürdiges Verhalten nachvollziehen konnte. Fiona ist für mich ein ganz besonderer Charakter, sie bleibt mir im Gedächtnis und ich möchte unbedingt mehr von ihr lesen.
    Der Kriminalfall war sehr undurchsichtig. Ich konnte somit viel überlegen und rätseln, wie alles zusammenhängt und welche Hintergründe es geben mag. Bis zum Ende konnte ich mir allerdings keinen klaren Reim darauf machen und es gab somit eine Überraschung. Das Ende war spannungsgeladen und ein wahrer Showdown, der wie ein Film in meinem Kopf ablief.
    Die Spannung empfand ich insgesamt als angenehm und passend für einen Krimi. Ich war konstant neugierig, wie der Fall ausgeht und was es mit Fiona auf sich hat.
    Was mir sehr gut gefiel, waren die vielen Einblicke in Fiona, ihre verletzliche Seele und ihr Privatleben. Das finde ich insbesondere im Hinblick, dass es mehrere Bände um Fiona gibt, sehr wichtig. Und es brachte sie mir als Person unwahrscheinlich nahe, gerade weil sie so anders ist.

    Ein toller erster Band um die ganz besondere Ermittlerin Fiona Griffith. Die Folgebände muss ich unbedingt lesen. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar

    "Wir Polizisten sind nicht gerade die Dümmsten, aber Sie haben mehr Köpfchen als irgendjemand sonst hier."

    Seid ihr der Meinung, ihr kennt schon alle Ermittler, die es gibt? Denkt ihr, die Zeit ist reif für einen Kriminalroman mit einer Hauptfigur der anderen Art?
    Dann haben wir etwas ganz Besonderes für euch: Fiona, die wandelbare und eigensinnige Polizistin aus dem malerischen Cardiff. Sie ist die Heldin der Krimireihe, deren Autor der englische Bestsellerautor Harry Bingham ist.
    In "Fiona - Den Toten verpflichtet" bringt sich die außergewöhnliche Polizistin in Gefahr, indem sie mit fragwürdigen Methoden ermittelt.
    Hört sich das spannend an? Dann dürft ihr diese Leserunde nicht verpassen!

    Zum Inhalt
    Eine ermordete Drogenhure, ermordet in ihrer schmutzigen Wohnung. Neben ihr die furchtbar zugerichtete Leiche ihrer kleinen Tochter. Wer begeht so ein Verbrechen? Bei der Toten wird eine Kreditkarte gefunden. Der Besitzer kam vor Monaten beim Absturz einer Privatmaschine ums Leben. Das Ganze: ein Rätsel.
    Die junge Polizistin Fiona Griffith hat eigentlich nichts mit dem Fall zu tun, doch irgendetwas daran lässt sie nicht los und sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Ihren Chef macht sie damit rasend, dabei weiß der noch nicht einmal, wie sehr am Rande der Legalität sie sich bewegt. Denn Fiona ist nicht wie andere Polizisten, sie ist anders als die meisten Menschen. Eine geniale Ermittlerin – und immer kurz vor dem Crash…


    Zum Autor
    Harry Bingham, Jahrgang 1967, ist gebürtiger Londoner. Er hat in Oxford Politik und Wirtschaft studiert, sich danach mit dem ökonomischen Wiederaufbau Osteuropas beschäftigt und schließlich seine Karriere bei der Bank J.P. Morgan abgebrochen, um Bücher zu schreiben. Seine Thriller um die einzigartige Fiona Griffiths aus Cardiff erregten international Begeisterung und wurden in Großbritannien Vorlage einer Fernsehserie.

    Zusammen mit Rowohlt verlosen wir 25 Exemplare von  "Fiona - Den Toten verpflichtet" unter allen, die über Fionas Abenteuer im Rahmen einer Leserunde lesen, sich darüber austauschen und abschließend eine Rezension schreiben möchten.
    Wer erfahren möchte, ob es ihr dabei gelingt, diesen schwierigen Fall zu lösen, soll sich unbedingt über den "Jetzt bewerben-Button" bewerben * und auf diese Frage bis zum 10.06. antworten:

    "Der Zweck heiligt die Mittel"
    In ihren Ermittlungen bewegt sich Fiona am Rande der Legalität.
    Ist bei der Polizeiarbeit alles erlaubt? Wie denkt ihr darüber?

    Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück

    * Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
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    Pressestimmen

    Fiona Griffiths ist Klasse! Und eine aufregende Lesegefährtin.

    Die Serie mit Fiona Griffith gehört zur absoluten internationalen Spitzenklasse und zu den besten Kriminalgeschichten der Gegenwart.

    Einmalig wird der Roman durch seine Heldin, eine der faszinierendsten Frauenfiguren in der Literatur der letzten Jahre … Dieses Buch ist so gut, dass man sich fragt, wer in der Verfilmung die Fiona spielen wird.

    Suchen Sie eine harte, überzeugende Geschichte über eine Ermittlerin, die Lisbeth Salander in Sachen Mut und Entschlossenheit gleichkommt? Sie haben sie gefunden … ein Krimi, wie Sie dieses Jahr wohl keinen anderen lesen werden.

    Habe ich erwähnt, dass das Buch irre gut geschrieben ist? So literarisch, dass es einem den Atem verschlägt, aber nicht so demonstrativ, dass es von der Geschichte ablenkt.

    Die Krimilandschaft ist so dicht bevölkert, dass kaum Platz bleibt für neue Ermittlergenies. Aber da kommt dieser Kriminalroman, und plötzlich tut sich unerwartet eine Öffnung auf. Das Schönste dabei ist die Gewissheit, dass weitere Bände folgen werden.

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