Harry G. Frankfurt Bullshit

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Inhaltsangabe zu „Bullshit“ von Harry G. Frankfurt

"Zu den auffälligsten Merkmalen unserer Kultur gehört die Tatsache, daß es so viel Bullshit gibt. Jeder kennt Bullshit. Und jeder trägt sein Scherflein dazu bei." Mit diesen Worten beginnt der philosophische Bestseller dieser Tage: Harry G. Frankfurts konzises, polemisches und provokatives Buch Bullshit. In den Vereinigten Staaten war es der Überraschungserfolg eines philosophischen Buchs der letzten Jahrzehnte. Binnen weniger Monate wurden 400.000 Exemplare verkauft und seine Thesen nicht zuletzt an den Orten breit diskutiert, die er fest im Visier hat: im Fernsehen und in der Presse. Frankfurt erläuterte selbst in populären Fernsehsendungen mit dem Scharfsinn eines Philosophen und der Pointiertheit eines großen Essayisten, daß Bullshit die große Gefahr unserer Zeit darstellt. Harry G. Frankfurt hat eine scharfsinnige Analyse vorgelegt, wie es kommt, daß das "Blödsinnquatschen, das Rumpalavern, das Heiße-Luft-Produzieren oder schlicht das "bullshitting"", so Daniel Schreiber in der taz, so um sich greifen, daß wir ihnen überall begegnen: in den Medien, in der Politik, in der Kneipe und in der Bahn. Bullshit ist omnipräsent und schlimmer noch: Bullshit steckt an und droht zur Epidemie zu werden, bei der die Wirklichkeit Gefahr läuft zu verschwinden. Wer wissen will, ob und wie wir uns dagegen impfen können, dem sei geraten: Bullshit lesen!

Keine Unterhaltung, sondern Sachbuch für insbesondere Linguistikinteressierte.

— Xirxe

Alles andere als Bullshit!

— Buchmacherin

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  • Informativ, aber nicht unterhaltend

    Bullshit

    Xirxe

    03. September 2016 um 21:47

    42 großzügig bedruckte Taschenbuchseiten zur Definition von Bullshit - irgendwie war ich mir sicher, dass hierbei noch genügend Raum bliebe für amüsante und/oder satirische Betrachtungen darüber, wann und wo überall Sprüche abgelassen würden, die als Bullshit zu betrachten wären.Doch weit gefehlt. Dieses Büchlein ist eine durch und durch ernsthafte linguistische und philosophische Abhandlung über den Begriff Bullshit, wobei alleine die ersten 12 Seiten dazu dienen, die Abgrenzung zu Humbug festzulegen.Weiterhin wird die Herkunft wie auch die Verwandtschaft ähnlich klingender Worte analysiert, was ihn von der Lüge unterscheidet und so weiter und so weiter.Für Linguisten mag dies durchaus geeignet sein ihren Wissensdurst zu stillen, für Anna und Otto Normalo (zu denen ich mich auch zähle) findet sich jedoch nur recht wenig wirklich Interessantes. So bin ich nun ein bisschen schlauer geworden, unterhalten habe ich mich dabei aber nicht.

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  • The Godfather of "Empört Euch!"

    Bullshit

    Buchmacherin

    07. May 2014 um 19:49

    Der mittlerweile emeritierte Harry G. Frankfurt, geboren 1929 in Langhorne, Pennsylvania, ist ein amerikanischer Philosoph mit Forschungsschwerpunkten in Ethik und der Philosophie des Geistes. Er lehrte unter anderem in Yale, Oxford und Cornell. 2005 gelangte er durch sein Werk On Bullshit zu weltweitem Erfolg; auch unter normalerweise nicht so philoversierten Bevölkerungsschichten, der geringe Umfang des Werkes und der lockere Stil dürften ihr Übriges dazu beigetragen haben. Es wurde bereits in über 20 Sprachen übersetzt und gilt zudem als Ursprung der “Empört Euch!”-Werke. Bullshit, erschienen in deutscher Übersetzung im Suhrkamp Verlag, kommt in einem satten rot daher und kreischt förmlich nach Aufmerksamkeit. Ohne Umschweife kommt Frankfurt zur Sache: “Zu den auffälligsten Merkmalen unserer Kultur gehört die Tatsache, daß es so viel Bullshit gibt.” (S. 7) Und richtig: Meinen wir nicht alle, dass die Öffentlichkeit erfüllt ist mit Akteuren, die über dieses und jenes ihren Teil zu sagen haben? Und haben wir nicht auch das Gefühl, dass besagte Personen, nicht den Hauch einer Ahnung haben, von dem, was sie da reden? Kommt sich der gemeine Bürger nicht oft überrumpelt vor, von kompliziert klingenden Phrasen, die er zu schlucken hat, ob sie nun einen Bezug zur Realität haben oder nicht? Das alles muss natürlich nicht auf dieser hochpolitischen Ebene betrachtet werden, diesem Phänomen begegnet man auch morgens beim Bäcker oder wenn man in den Spiegel schaut. Und so ist es von essentiellem Wert sich dieser Erscheinung einmal zuzuwenden, sie zu zerlegen und dadurch ihr Wesen zu erkennen: Bullshit happens! Was ist das nun eigentlich? Es liegt nahe, sich zunächst einmal das Wörterbuch zur Hand zu nehmen, von diesem Untersuchungspunkt aus entfaltet sich die folgende Betrachtungsweise. “Bullshit” wird hinsichtlich seiner Verwandtschaft zu “Humbug” untersucht: “HUMBUG: insbesondere durch hochtrabendes Gehabe in Wort und Tat irreführende und verfälschende, an Lüge grenzende Darstellung eigener Gedanken, Gefühle oder Einstellungen.” (S. 10) Besonders interessant ist in Zuge dessen die Abgrenzung zur Lüge: beiden gemein ist eine Absicht, zu täuschen, was aber fehlt (und das wird anhand einer Anekdote über Wittgenstein verdeutlicht) ist der Bezug zu Wahrheitsanforderungen. Wer vor sich hin bullshittet, tut das nicht, weil er, unter Kenntnis der Wahrheit, bewusst etwas Unwahres aussagt. Er tut es schlicht und ergreifend, um ein von ihm gestecktes Ziel zu erreichen. Der Mensch, der Humbug redet, kann in unterschiedlichen Ausprägungen mal mehr und mal weniger zur Wahrheit neigen, entscheidend ist, dass es ihm nicht wichtig ist, ob das, was er sagt wahr oder falsch ist. Bullshit ignoriert die Wahrheit, auf sie kommt es nicht an. Gewissermaßen wird eine neue Realität konstruiert, in der nur zählt, was für meine Anliegen gerade von Vorteil wäre. Auf diese Weise läuft man Gefahr, den Bezug zur Realität zu verlieren. Frankfurt gibt uns ein Werk zur Hand mit dem es möglich ist, bestimmte Kommunikationsstrukturen zu durchblicken. Der Titel wirkt natürlich zunächst provokativ, vielleicht auch ein wenig unseriös. Im Prinzip spiegelt es aber ein Phänomen wider, das sich innerhalb der Menschheitsgeschichte oft hat beobachten lassen. Er weist den Leser auf Umstände hin, die er nur allzu leicht missverstehen könnte, weil ein reflektionsloser Umgang mit Begriffen ähnlich dazu angetan ist, in bullshitting zu branden. Dabei lässt er immer wieder einige Referenzen einfließen, die dazu dienen sollen, seine Begriffsexplikation voranzutreiben. Es erscheint ihm wichtig, sich mit dem, was geschieht auseinanderzusetzen, dabei aber keinen Druck aufzubauen und vom Individuum Dinge zu verlangen, die es nicht leisten kann, weil es sich sonst seine Realität je nach Gusto umgestaltet. Wichtig ist auch, das, was einem erzählt wird, nicht einfach hinzunehmen. Vor allem aber wird es oft, im Vergleich zur Lüge, toleriert, wenn jemand mal Unsinn erzählt hat. Im gesellschaftlichen Gestus scheint es weniger schlimm, einfach drauf los zu quatschen, und damit die Wahrheitsanforderungen zu ignorieren, als diese anzuerkennen, aber durch Aussagen zu negieren. Ist es wirklich weniger schlimm, wenn ich über Dinge spreche, von denen ich keine Ahnung habe? Hat nicht sowohl die Lüge, als auch das “Bullshit”-Reden seine harmlosen und schwerwiegenden Fälle, die es dementsprechend zu beurteilen gilt? Der Autor trägt dem Leser auf, sich darüber Gedanken zu machen: Hinterfragt es, lasst euch nicht für dumm verkaufen! Und am Ende sollte sich auch der Leser dieses Werkes fragen, ob das, was Frankfurt einem da serviert hat, der Wahrheit entspricht, sie negiert oder gar ignoriert.

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  • Rezension zu "Bullshit" von Harry G. Frankfurt

    Bullshit

    damaged

    18. January 2008 um 23:29

    Eine sehr ausfuehrliche Definition von Bullshit, und Abgrenzung zur Luege oder Humbug.
    Regt zum Nachdenken an, Lesenswert

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