New York 1999

von Harry Harrison 
3,7 Sterne bei11 Bewertungen
New York 1999
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Inhaltsangabe zu "New York 1999"

DIE WELT LÄUFT AUS DEM RUDER

New York 1999: Die Bevölkerungsbombe ist explodiert, in der Stadt kämpfen über 40 Millionen Menschen ums tägliche Überleben. Unter ihnen der Privatdetektiv Andy Rusch, den ein Mordfall in die perverse Welt der New Yorker Superreichen führt.

Das Horrorszenarium einer überbevölkerten Erde am Beispiel einer Weltmetropole - was Harry Harrison 1966 bis ins kleinste Detail schilderte, ist heute längst Wirklichkeit: In den überbordenden Städten der Dritten Welt, in Bombay, Kalkutta, Caracas oder Mexiko City....

Das packendste und eindringlichste Buch, das je zum Thema Überbevölkerung geschrieben wurde.
Diesen Roman nahm Richard Fleischer als Vorlage für seinen berühmten Film
"SOYLENT GREEN"
mit Charlton Heston und Edward G. Robinson, der in Deutschland unter dem Titel
"....JAHR 2022....DIE ÜBERLEBEN WOLLEN..."
lief.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453161702
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:285 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:01.09.1999

Rezensionen und Bewertungen

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    sabistebs avatar
    sabistebvor 6 Jahren
    Rezension zu "New York 1999" von Harry Harrison

    NY, 9. August 1999. In NY leben 35 Millionen Menschen, einer davon ist Billy Chung, ein Flüchtlingsjunge aus Formosa. Billy will aus dem Elend heraus, er will Geld verdienen. Daher verdingt er sich als Telegraphenbote. Als er bei seinem ersten Auftrag jedoch bemerkt, dass die Alarmanlage der Wohnung des reichen Empfängers gerade kaputt ist, beschließt er, diesen auszurauben und tritt damit eine Lawine los, als er das Fenster, durch das er einsteigen will, mit einem Herz markiert, denn leider wird Billy vom Bewohner der Wohnung überrascht und erschlägt diesen in Notwehr. Dieser reiche Mieter, Big Mike genannt, ein Verbrecher auf der mittleren Ebene, ist kein wirklicher Verlust, jedoch befürchten die Gangsterbosse von NY und ihre Verbündeten in hohen Stellen, dass ein gewisser Cuore (it. für Herz), ein mit LSD dealender Gangster, sein Gebiet ausweiten könnte. Sie setzten alle Hebel in Gang, dass der Mörder gefangen wird. Andy Rusch, der Polizist, der den Mord protokollierte hat nun die A-Karte und darf den Mörder in seiner ohnehin spärlichen Freizeit in einer komplett überbevölkerten Stadt suchen.

    Das Buch lieferte die Vorlage für den berühmten Sci-Fi Film „Soylent Green“. Laut Klappentext „das packendste und eindringlichste Buch, das je zum Thema Überbevölkerung geschrieben wurde.“ Das kann ich leider so nicht bestätigen. Zum einen, ist das Buch mittlerweile durch den Pillenknick in den 1970er Jahren überholt, so dass es heute kaum noch Frauen mit über zehn Kindern in den Industrieländern gibt, das Problem existiert aber in Entwicklungsländern tatsächlich weiter. Und ja, auch seitdem das Buch geschrieben wurde, beharrt die katholische Kirche immer noch starr auf dem Verhütungsverbot, aber zum Glück hört kaum einer mehr auf deren Meinung.
    Die Hoffnung mit Atomkraftwerken die Energieengpässe vermeiden zu können (S. 245), darüber kann man heute nur müde lächeln, nachdem man gesehen hat, was diese Kernkraftwerke anrichten können.
    Überhaupt. 35 Millionen Bewohner in NY? Das hat Tokyo heute auch schon, Mumbai 21 Millionen und NY derzeitig „nur“ 19 Millionen. Klar, es ist durchaus verständlich, dass die Amis mit ihrer desaströsen Desorganisation mit so vielen Bewohnern anders als die Japaner Probleme haben würden. Im Buch leben 1999 544 Millionen in den USA sind es derzeitig tatsächlich „nur“ 314 Millionen, so gesehen, ist die Dystrophie noch nicht eingetroffen.
    Warum jedoch lässt mich das Buch so kalt? Zum einen liegt es an den farblosen Protagonisten. Andy Rusch ist eine rückgradlose, brave Drohne, die auf für einen Hungerlohn brav 48 Stunden Schichten schiebt, weil es seine Pflicht ist. Shirl, die Geliebte, macht keinen sonderlich hellen Eindruck und lebt dafür hübsch zu sein, und einen Mann zu finden, der sie aushält und ernährt, je reicher, desto besser. Solomon Kahn ist der einzige mit Persönlichkeit und Grips. Der Ermordete, dem trauert keiner nach, der Mörder ist auch eher farblos. Die Massen, die angeblich so beklemmend sein sollen, sind das, was man heute als Präkariat bezeichnet. Ungebildet, gerade intelligent genug, einen Zettel für Bezugsscheine auszufüllen, machen sie nichts weiter, als sich zu vermehren und ihre Essensrationen abzuholen. Keiner versucht zu arbeiten, oder seine Situation zu ändern, die Kinder können kaum lesen oder schreiben, ganz ehrlich, diesen Menschen wird es immer dreckig gehen, auch wenn die Welt nicht überbevölkert ist, da leide ich nicht mit. Kein Wort über die normalen Menschen aus dem Mittelstand, hier geht es nur um den Bodensatz der Gesellschaft, der einem schon im normalen Leben (leider) eher egal ist, von Beklemmung also keine Spur. Vielleicht aber, sind wir heutzutage auch einfach tatsächlich schon so zynisch und abgeklärt, wie das Vorwort andeutet, so dass das Buch daher einfach nicht mehr wirkt.

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    Jeamis avatar
    Jeamivor 8 Jahren
    Rezension zu "New York 1999" von Harry Harrison

    Düstere Geschichte über/um den Polizisten Harry Rush der verzweifelt versucht seine Arbeit gewissenhaft zu erledigen und auf ein bischen privates Glück hofft.
    Die Geschichte ist trotz ihres Alters (1969) erstaunlich aktuell. Kriminalität, Rücksichtslosigkeit, Verfall der Werte, ungleiche Verteilung der Resurcen.

    Kommentare: 1
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    enygmas avatar
    enygmavor 12 Tagen
    mistellors avatar
    mistellorvor 4 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    C
    C_Wagnervor 6 Jahren
    BineMs avatar
    BineMvor 7 Jahren
    Ralas avatar
    Ralavor 7 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    D
    Drizzt Do Urdenvor 9 Jahren

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