Harry Kemelman

 3.8 Sterne bei 85 Bewertungen

Lebenslauf von Harry Kemelman

Harry Kemelman, geboren 1908 in Boston, wuchs als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer in den USA auf. Er lehrte englische Literatur am Boston State College. Großen Erfolg feierte er mit seinen Romanen um den Rabbi und Amateurdetektiv David Small und erhielt unter anderem den Edgar Allan Poe Award. Er starb 1996 in Marblehead, Massachussets.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Harry Kemelman

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Cover des Buches Am Freitag schlief der Rabbi lang (ISBN:9783499420900)

Am Freitag schlief der Rabbi lang

 (16)
Erschienen am 01.04.2001
Cover des Buches Die Woche des Rabbi (ISBN:9783861507871)

Die Woche des Rabbi

 (6)
Erschienen am 15.06.2007
Cover des Buches Der Rabbi schoß am Donnerstag (ISBN:B002NQ01FS)

Der Rabbi schoß am Donnerstag

 (7)
Erschienen am 01.01.1979
Cover des Buches Am Dienstag sah der Rabbi rot (ISBN:B002NQ1TZE)

Am Dienstag sah der Rabbi rot

 (6)
Erschienen am 01.01.1975
Cover des Buches Am Mittwoch wird der Rabbi nass (ISBN:9783293207141)

Am Mittwoch wird der Rabbi nass

 (5)
Erschienen am 23.09.2015

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Rezension zu "Am Freitag schlief der Rabbi lang" von Harry Kemelman

Am Freitag schlief der Rabbi lang
Nelingvor 3 Monaten

Der Held von Harry Kemelmann ist Rabbi in einer amerikanischen Kleinstadt: Unsportlich, kurzsichtig und ein wenig linkisch, aber im Denken am Talmud geschult. Mit kluger Beharrlichkeit , sanfter Skepsis und Unbefangenheit löst David Small seine Fälle. Dies ist nur ein Band aus der 8 teiligen Reihe. 

Da dieser Krimi schon aus den 60ern ist erübrigt sich eine ausführliche Rezension. 
Ein Krimi aus den Sechzigern mit einem ermittelnden Rabbi , nicht besonders spannend, aber die Figur des Rabbis war nett. Auch bot der Krimi manch wissenswerten Einblick in den jüdischen Alltag und den Talmud.  Auch wenn ich nicht recht nachvollziehen kann, warum dieser Krimi den Edgar Alan Poe Preis erhielt, war die Lektüre doch recht nett. Allerdings eher zahm und die Leiche tauchte auch erst nach dem ersten Drittel auf. Der Mörder war allerdings für mich nicht vorhersehbar, aber der Plot war schlüssig. Dafür gibt es von mir 3 Sterne. Wer einen reißerischen Krimi erwartet , sollte ein anderes Buch wählen, wer es aber behaglich mag, ist mit dem Buch vielleicht nicht ganz falsch beraten. Es ist auf jeden Fall ein Krimi den man abends lesen kann ohne Albträume zu kriegen.  

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Rezension zu "Am Samstag aß der Rabbi nichts" von Harry Kemelman

"Am Samstag aß der Rabbi nichts" von Harry Kemelman
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Autor: Harry Kemelman
Titel: Am Samstag aß der Rabbi nichts
Gattung: Roman, Krimi
Erschienen: 1967
Gelesene Ausgabe: Unionsverlag, 2015
ISBN: 978-329-320-710-3
Gelesen auf: Deutsch (Englisch)
Gelesen im: April 2016

 

Zum Buch:
Nachdem mir der erste Band so unwahrscheinlich gut gefallen hat, habe ich mir gleich den zweiten besorgt und war nicht enttäuscht, auch wenn mir persönlich der erste Band noch ein wenig besser gefallen hat.

Die Rabbi-Small-Krimi-Reihe, zählt zu den Klassikern der amerikanischen Kriminalromane. Die Handlung spielt in dem New England der 1950er und 60er Jahre. Hauptfigur ist der liebenswerte David Small, Rabbiner und mit Leib und Seele Gelehrter. Ich bin tatsächlich in großer Liebe zu diesem herrlichen gar kindlich trotzigen aber unwahrscheinlich klugen Rabbi entbrannt.

Im Agatha-Christie-Stil wird auch hier der Kriminalfall aufgerollt, dieser ist jedoch auch in diesem Band eher nebensächlich, denn primär vermitteln die Krimis das Gemeindeleben, das Leben in der USA zur Mitte des 20.Jahrhunderts und Elemente des Judentums. Der Mordfall, es geht um Betrügereien und einen angeblichen Selbstmord, werden mit Hilfe des Talmuds gelöst.
Nebenbei liegt in diesem Band der Fokus auch in der Bürgerrechtsbewegung.
Viele altbekannte bereits liebgewonnene Figuren tauchen auf, allerdings auch ein paar Neue und Rabbi Small gewinnt nicht nur neue Freunde sondern natürlich auch neue Feinde dazu.

 

Lieblingsstelle: Diskussion zwischen seiner Frau und ihm über adäquate Kleidung im Gottesdienst
Zitat:
"Und auf dem Weg zum Tempel? Und nachher, wenn Du mit den Leuten sprichsT? Deine Schuhe sind auch ganz schmutzig." Er begann den Schuh am Hosenbein abzureiben. "David." "Sie werden doch wieder staubig, wenn wir zur Synagoge gehen.", rechtfertigte er sich."[1]

 

Stil und Sprache: kurze, prägnante Sätze; Jüdisches Vokabular und Einfluss
Zitat: "Rabbi Small kehrte lachend zum Tisch zurück. "Diese Kantoren sind wie kleine Kinder. Vielleicht brauchen sie deshalb ihre Namen immer in der Verkleinerungsform - Jossele, Mottele, Itzikel!""[2]

Schlüssigkeit der Handlung: klarer Mordfall, der bis zu seiner Aufklärung spannend und nicht vorhersehbar bleibt. 

Das hat mir gefallen: Eindeutig die Personen, den Humor und das soziokulturelle Umfeld, über das man so viel erfährt.
Das hat mir nicht gefallen: Der Mordfall bleibt ein wenig hinter dem fulminanten ersten Band zurück.

In One Sentence: Ein weiterer, herrlich amüsanter Band der Rabbi-Small-Reihe.

Sterne: 4


[1] S.8
[2]
S.15

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Rezension zu "Am Freitag schlief der Rabbi lang" von Harry Kemelman

"Am Freitag schlief der Rabbi lang” von Harry Kemelman
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Autor: Harry Kemelman
Titel:
Am Freitag schlief der Rabbi lang
Gattung:
Roman
Erschienen:
2015
Gelesene Ausgabe:
Unionsverlag
ISBN:
978-329-320-709-7
Gelesen auf:
Deutsch
Gelesen im:
März 2016

Zum Buch:
Endlich mal wieder ein Krimi, den ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Der spannend, humorvoll und fesselnd war.
Die Rabbi-Small-Krimi-Reihe, zählt zu den Klassikern der amerikanischen Kriminalromane. Die Handlung spielt in dem New England der 1950er und 60er Jahre. Hauptfigur ist der liebenswerte David Small, Rabbiner und mit Leib und Seele Gelehrter. In der jungen, aufstrebenden, jüdischen Gemeinde aneckend, beginnt der Anti-Held auch noch sich in die Ermittlungen der Polizei einzumischen, als ein junges Dienstmädchen vor seiner Synagoge ermordet aufgefunden wird.
Im Agatha-Christie-Stil wird auch hier der Kriminalfall aufgerollt, dieses jedoch erscheint eher nebensächlich, denn primär vermitteln die Krimis das Gemeindeleben, das Leben in der USA zur Mitte des 20.Jahrhunderts und Elemente des Judentums. Aus historischer und religiöser Perspektive hochinteressant!
Es hat mir unglaublich Spaß gemacht, zu sehen wie sich Rabbi Small unter Menschen bewegt, mit seiner Liebenswürdigkeit ein paar Gemeindemitglieder und den Polizeichef um den Finger wickelt und mit der Hilfe des Talmuds den Mordfall löst.
Die Figuren sind gut durchdacht, vielschichtig und laden zum mit fiebern ein. Die Welt von Rabbi Small ist definitiv eine, die ich gerne noch einmal betreten werde.

Lieblingsstelle: Diskussion zwischen dem Gemeinderat ob man die Anstellung des Rabbis verlängert.
Zitat: “Es liegt doch schon ein Antrag vor.” “Dabei geht es ja um das Gleiche. Na gut, dann stelle ich eben einen Zusatzantrag.” “Irgendwelche Bemerkungen zu dem Zusatzantrag?”, fragte Wasserman. “Einen Augenblick bitte”, rief Meyer Goldfarb. “Der Zusatzantrag betrifft meinen Antrag.”[1]

Stil und Sprache: jüdische Kulturbegriffe, ansonsten sehr knapp gehalten
Zitat: “”Ein doller Busche”, meinte Schwarz. “Ein charif, Ben, ein regelrechter charif”.“[2]

Schlüssigkeit der Handlung: wunderbar zu folgen, klar strukturiert und relativ knapp

Das hat mir gefallen: Die gelungene Mischung zwischen Roman und Krimi.
Das hat mir nicht gefallen: Etwas schmallbrüstig auf der Kriminalroman-Seite

Kaufempfehlung: Humorvolle, etwas andere Krimis ohne viel Blut. Interessierte am jüdischen Glauben und des Judentums.

Sterne: 5

[1] S.36
[2] S.25

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