Harry Kemelman Die Woche des Rabbi

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Inhaltsangabe zu „Die Woche des Rabbi“ von Harry Kemelman

Rabbi David Small ist Kult! Er ist unsportlich, kurzsichtig und linkisch. Eigentlich hat er gar keine kriminalistischen Ambitionen. Doch immer muss er seinen Schäfchen aus der Patsche helfen - oder gerät selbst in Verdacht. Doch er ist Spezialist für „Pilpul“, eine uralte talmudische Methode der Thora-Auslegung, mit der sich feinste Unterschiede entdecken lassen. Mit ihrer Hilfe kommt Small immer wieder der Wahrheit auf die Spur. Doch schlimmer als die Verbrecher setzen dem Rabbiner mitunter seine Gemeindemitglieder zu. Mit seiner schmuddeligen Erscheinung und dem fehlenden Bewusstsein für gesellschaftliche Veranstaltungen hatte er sich nicht nur Freunde erworben. Immer wieder wollen sie ihren erfolgreichen Detektiv-Rabbiner abwählen. Kemelman-Leser erfahren sehr viel über die menschliche Natur und sehr viel über die Konflikte zwischen den jüdischen Glaubensgruppen. „Wenn Miss Marple und Hercule Poirot einen Sohn gehabt hätten, wäre er unter dem Namen Rabbi David Small berühmt geworden“ (Vogue). Dieser nette, scharfsinnige Hobby-Detektiv „David Small ist der Größte“ (WAZ), „man muss ihn einfach lieben!“ (Taz). Am Freitag schlief der Rabbi lang. Die Tote ist Anfang Zwanzig, blond und hübsch und schwanger. Sie war Kindermädchen im Haus eines italienischen Nachtclubbesitzers und wurde mit ihrer eigenen Halskette erdrosselt. Ausgerechnet auf dem Parkplatz hinter der Synagoge wurde ihre Leiche gefunden. Rabbi Small war an diesem Abend alleine in der Synagoge, und die Polizei findet im Auto des Rabbi die Handtasche des Opfers ... Am Samstag aß der Rabbi nichts. In Rabbi Smalls Garage liegt ein Toter. Erstickt an Autoabgasen. Die Polizei geht von einem Unfall aus. Die Versicherungsgesellschaft von Selbstmord. Rabbi Small glaubt an Mord. Und gerät selbst in Gefahr! „Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite - ein ganz besonderer Thriller“, verspricht die Frankfurter Allgemeine höchsten Krimigenuss. Am Sonntag blieb der Rabbi weg. Tod durch Ersticken, stellt der Arzt fest, als die Polizei den jungen Arbeitslosen Moose findet. Er wurde in eine Plastikplane gewickelt. Tatverdächtige gibt es mehr als genug, doch die Polizei tritt auf der Stelle. Da wird eine zweite Leiche gefunden: ein Drogenhändler. Rabbi Small erkennt: Zwischen den beiden Morden besteht ein Zusammenhang. Am Montag flog der Rabbi ab. Mörderischer Sabbat: Der nette Gebrauchtwagenhändler, bei dem Rabbi David Small ein Auto kaufen will, stirbt bei einer mysteriösen Bombenexplosion. Ein Unfall? Der Rabbi beginnt zu ermitteln. Und gerät schnell selbst ins Kreuzfeuer der Polizei. Und des israelischen Geheimdienstes: Ein Rabbi, der am Sabbat Geschäfte macht? Am Dienstag sah der Rabbi rot. Professor John Hendrix ist tot. Offensichtlich erschlagen mit seiner eigenen Homer-Büste, die über seinem Schreibtisch stand. Im Gebäude war eine Bombe explodiert, deren Luftdruck die Büste ins Rutschen gebracht hatte und so den armen Hendrix zu Tode. Glaubt die Polizei. Und meint, sie müsse jetzt nur noch die Bombenleger erwischen. Rabbi David Small sieht das alles ganz anders. Und findet heraus, dass der Professor schon tot war, als die Büste ihm den Schädel gespalten hat! Am Mittwoch wird der Rabbi nass. Der alte Jacob Kestler, herrsch- und streitsüchtig, ist tot. Todesursache war nicht Altersschwäche, sondern ein allergischer Schock nach einem Arztbesuch! Hat Dr. Cohen ein falsches Medikament verschrieben? Die Polizei möchte das glauben. Rabbi Small findet raus, dass es mindestens fünf Menschen gibt, die über den Tod des Alten nicht allzu unglücklich sind … „Etwaige Störenfriede beim Lesen schweben in höchster Lebensgefahr“ (Yopi). Der Rabbi schoss am Donnerstag. Der alte Jordon ist reich und extrem unbeliebt. Es ist ausgerechnet Rabbi David Small, der ein gutes Wort für den schrulligen Alten findet - obgleich Jordon zumindest indirekt an den Schwierigkeiten schuld ist, die sich wieder einmal zwischen dem Rabbi und seiner Gemeinde anbahnen. Und dann wird der Alte tot aufgefunden. Erschossen; jemand muss rasend vor Zorn im Zimmer herumgeballert haben. Und Polizeichef Hugh Lanigan merkt bald, dass Alibis Mangelware sind in der kleinen Stadt.

Die Person des Rabbis hat mir gleich im ersten Buch gefallen: weise, witzig und leicht. Tolle Krimis!

— LolitaBuettner

Die Bücher von Kemelmann sind großartig.

— rimon

Ein Vorläufer der länderbezogenen Krimis

— berka

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    Die Woche des Rabbi

    LolitaBuettner

    22. April 2015 um 18:43

    Die Person des Rabbis hat mir gleich im ersten Buch gefallen: weise, witzig und leicht. Tolle kleine Krimigeschichten zum Enträtseln und man erfährt hier und da auch ein paar Einblicke in die Welt der jüdischen Traditionen oder Gedanken.

  • Rezension zu "Die Woche des Rabbi" von Harry Kemelman

    Die Woche des Rabbi

    berka

    15. July 2008 um 15:44

    Harry Kemelman - ehemals Professor für englische Literatur in Boston - veröffentlichte ab 1964 Kriminalromane um den Rabbiner einer jüdischen Gemeinde in einem kleinen Küstenort Neuenglands. Die ersten 7 Titel enthielten die Namen der Wochentage (Am Freitag schlief der Rabbi lang, Am Samstag...). 1978 hatte er die Woche durch, veröffentlichte aber bis zu seinem Tod 1996 5 weitere Krimis um Rabbi Small sowie einen leider vergriffenen Band mit Krimi-Rätseln ('Quiz mit Kemelman'). David Small ist konservativ, aber nicht orthodox. Sein Vertrag als Rabbiner, der von Jahr zu Jahr verlängert wird, ist in jeder Folge gefährdet, wird aber stets verlängert. Auch weil der Rabbi sich immer wieder als Hobby-Kriminalist betätigt und knifflige Morde lösen hilft. Dabei verwendet er durchaus auch mal den Talmud als Hilfsmittel. So erhält man unterhaltsame und interessante Einblicke in Besonderheiten des jüdischen Glaubens und in das Alltagsleben einer jüdischen Gemeinde in den USA. Die Romane sind sehr dialogbetont geschrieben. Sie wurden in Deutschland als rororo-Thriller veröffentlicht. 2001 hat die 7 Wochentagskrimis nun in einem günstigen Sammelband neu veröffentlicht. Eine gute Gelegenheit die Welt des Rabbi kennenzulernen: für alle die ruhige Handlungsstränge mögen.

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