Harry Voß Gefangen in Abadonien

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Inhaltsangabe zu „Gefangen in Abadonien“ von Harry Voß

Der neue Jugendroman vom Bestseller-Autor ("13 Wochen"). Für seine jüngere Schwester Hanna ist
Alexander der große Held: Er kann Geschichten erzählen, bis Hanna ganz im Reich der Träume versinkt.
Doch plötzlich verschwindet Hanna. Verzweifelt macht sich Alex auf die Suche. Was geht hier vor
sich?
In einer völlig anderen Welt, Abadonien, macht sich Akio zusammen mit seiner Nachbarin Silva auf den
Weg, um seine von Räubern entführte Schwester zu befreien. In Abadonien weiß man nichts von
Alexanders Welt. Aber als Alexander und Silva sich plötzlich gegenüber stehen, wird klar, dass Alex
eine Reise antreten muss, die ihn und sein Leben völlig aus der Bahn wirft …

Interessanter Versuch. Gewagt. Nicht immer überzeugend, aber doch faszinierend.

— Arbutus

Hass - Liebe zu einem Buch zu empfinden, ist für mich wirklich etwas besonderes. Wenn auch langatmig, wirr an der ein oder anderen Stelle.

— Seelensplitter

Eine schöne Geschichte, die mich im Mittelteil ein wenig verloren hat

— Charlea

Ein spannendes Fantasy Jugendbuch mit einigen überraschenden Wendungen und Anleihen aus der Bibel. Hat mich positiv überrascht!

— Smilla507

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  • Leserunde zu "Gefangen in Abadonien" von Harry Voß

    Gefangen in Abadonien

    Arwen10

    Ebenfalls ganz frisch ist dieses neue Jugendbuch von Harry Voß. Ich danke dem SCM Verlag an dieser Stelle für die Unterstützung der Leserunde. Gefangen in Abadonien von Harry Voß Zum Inhalt: Der neue Jugendroman vom Bestseller-Autor ("13 Wochen"). Für seine jüngere Schwester Hanna ist Alexander der große Held: Er kann Geschichten erzählen, bis Hanna ganz im Reich der Träume versinkt. Doch plötzlich verschwindet Hanna. Verzweifelt macht sich Alex auf die Suche. Was geht hier vor sich? In einer völlig anderen Welt, Abadonien, macht sich Akio zusammen mit seiner Nachbarin Silva auf den Weg, um seine von Räubern entführte Schwester zu befreien. In Abadonien weiß man nichts von Alexanders Welt. Aber als Alexander und Silva sich plötzlich gegenüber stehen, wird klar, dass Alex eine Reise antreten muss, die ihn und sein Leben völlig aus der Bahn wirft … Zum Autor Harry Voß, geboren 1969, ist seit 1995 als Kinderreferent hauptamtlich für den Bibellesebund e.V. tätig. Neben der Kunst des Schreibens fühlt sich der Autor zum Schauspiel hingezogen und ist sowohl begeisterter Theaterbesucher als auch -schauspieler. Auf seinen Lesetouren und bei diversen Veranstaltungen wie Kinderbibelwochen, Kinderfreizeiten und Bibelactionpartys ist er als Gitarre spielender Geschichtenerzähler unterwegs. Mit seiner Frau Iris und den beiden gemeinsamen Kindern Elisa und Josia setzt Harry Voß sich aktiv für die Belange der evangelischen Kirchengemeinde in Gummersbach ein und arbeitet ehrenamtlich für den Christlichen Verein junger Menschen (CVJM). Der Autor lebt mit seiner Familie in Gummersbach / NR Falls ihr eines der 5 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 22. September 2015, 24 Uhr hier im Thread mit der Antwort auf die Frage:  Warum möchtet ihr mitlesen ? Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung: Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll. Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt. Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt, das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen und so spielen christliche Werte eine wichtige Rolle. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen. ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !!

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    • 86
  • Das goldene Blut

    Gefangen in Abadonien

    Maddinliest

    Interessanter Versuch eine Jugendfantasygeschichte mit christlichen Aspekten wiederzugeben. Silva und Akio müssen mit ansehen wir ihre jeweils jüngeren Geschwister von den Bluträubern entführt werden. Das Land wird überschattet von dem Dasein des  Molochs, der mit Menschenblut besänftigt werden muss. Gerade das seltene goldene Blut einiger weniger Menschen lässt den Blutdurst des Drachens für kurze Zeit verebben. Die beiden Entführten sind solche Goldblüter und somit besonders interessant für die Bluträuber. Akio und Silva machen sich auf die Geschwister zu befreien, ungeachtet der Tatsache, dass sie keine Idee haben, wie sie das wohl anstellen sollen. Sie begeben sich auf eine abenteuerliche Reise, die einige Überraschungen für die Beiden beinhaltet. Harry Voß erzählt die spannende Fantasystory in einem gut zu lesenden und spannend gestalteten Schreibstil. Er versucht auf dieser abenteuerlichen Reise christliche Gedanken und Werte in den Vordergrund zu stellen. Er vergleicht den Autor der Geschichte mit Gott, der die Entwicklung des Ganzen in seinen Händen hält. Die Hauptprotagonisten vertrauen auf die Hilfe ihres "Schöpfers" und gehen mit diesem Glauben in das Abenteuer. Immer wieder können Parallelen zu Bibelstellen gefunden werden, die sehr geschickt in die Geschichte mit eingewebt werden. Aus meiner Sicht wurde die Idee mit der Schöpferrolle des Autors auf Dauer ein wenig überstrapaziert, so dass das Buch zur Mitte einige Durchhänger hatte und die gute Fantasygeschichte ein wenig in den Hintergrund gedrängt wurde. Im Finale wird der Spannungsbogen aber wieder aufgenommen. Insgesamt fand ich die Idee der Geschichte und das Einbinden christlicher und religiöser Momente sehr gut, aber die Abstimmung dieser Elemente hätte ich anders gewichtet. Für mich standen die religiösen Bezüge zu sehr im Vordergrund. Dadurch hat mich die Geschichte leider zwischendurch etwas verloren. Dies ist aber eine rein subjektive Betrachtung, so dass ich gerne anregen möchte, sich mit dem Buch auseinanderzusetzen, da die Wahrnehmung ja unterschiedlich sein kann.

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    • 2
  • Am Anfang war das Wort. Und dann kamen die Worte...

    Gefangen in Abadonien

    Arbutus

    23. November 2015 um 21:13

    Alex lebt in Deutschland, Akio in Abadonien. Beide schreiben Geschichten. Abadonien ist ein karges Fantasieland, in dem ein blutdurstiger Drache sein Unwesen treibt und in dem grausame Blutjäger unschuldige Menschen verfolgen und töten. Die Menschen mit goldenem Blut sind selten und besonders gefährdet, da ihr Blut den Drachen für längere Zeit satt macht. Diese arglosesten und gutherzigsten Einwohner Abadoniens werden von ihren Angehörigen versteckt, um den Bluthäschern zu entgehen. Und dann passiert es doch: Akios kleine Schwester wird von Blutjägern entführt. Gemeinsam mit Silva, deren Bruder ebenfalls gefangen wurde, macht er sich auf den Weg, um seine Schwester zu befreien. In dem Thema (Blutopfer...) liegt natürlich die Gefahr, dass es irgendwann extrem unappetitlich, sprich blutrünstig, wird. Könnte man vermeiden. Scheint aber nicht beabsichtigt zu sein. Aber genau dort, wo die Handlung zum ersten Mal so richtig zu entgleisen scheint, realisiert man, dass sich hier nicht der wahre Autor verrannt hat, sondern der fiktive Autor der Geschichte in der Geschichte. Und das mit Methode. Und dann nimmt die Geschichte so eine atemberaubende Wendung, dass - naja, irgend so etwas Ähnliches hatte man ja schon erwartet, aber so dann auch wieder nicht... Insgesamt eine sehr schöne, wenn auch gewagte Idee. Irgendwann wird es dann aber ganz schön abgedreht. Die sehr spannende Fragestellung "Wer erschafft eigentlich wen" wird, nachdem sie geschickt eingeführt wurde, etwas zu langatmig ausgewalzt. Kurz darauf befinden wir uns in einem handfesten theologischen Anschauungsunterricht. Auch wenn die Idee sehr faszinierend ist: mir ist das ein bisschen zu doll. Manchmal macht der Autor einfach zu viele Worte. Der Leser sitzt die ganze Zeit im "Freeze"-Zustand dabei und wartet darauf, dass die Handlung weiter geht. Und weiß eigentlich schon, wie. Oder nicht? Ja, und dann geht die Handlung weiter. Und dem Leser geht es ein bisschen wie dem unfreiwillig aufgeklärten Protagonisten; er ist skeptisch geworden, ob er wirklich noch so viel Lust auf die Geschichte hat wie am Anfang. Wobei die Fragestellung ja schon spannend ist. Was ist wirklich an der Wirklichkeit? Und was ist nur ein Roman, in dem man als hilflose Spielfigur eines Autors hin- und hergeschoben wird? Oder ist das die Wirklichkeit? Aber das Problem dieser Fragestellung liegt in ihrer Konsequenz für die Kunstform Roman. Was bleibt von einem Roman, der sich selbst seziert, noch übrig? - Zunächst einmal Bibelzitate. Die Art und Weise, in der von Zeit zu Zeit Bibelstellen absolut unkonventionell in die Handlung eingeflochten werden, ist teilweise aufsehenerregend, teilweise anrührend, aber manchmal auch sehr grenzwertig. Und auf Dauer, ehrlich gesagt, verliert diese Methode an Faszination und an Schlagkraft. Erst bei der Stillung des Sturmes wird die Sache für mich wieder glaubwürdiger, gibt es wieder diesen Funken mitreißender Spannung. Aber dann kommt schon wieder so ein zum Orakel degradiertes Paulus-Zitat; das finde ich dann schon etwas kühn und beginne leicht mit den Augen zu rollen. Viele Dialoge wirken leider arg konstruiert. Aber nicht alle. Das Gespräch zwischen Mortum und Alexander zum Beispiel, das seine Parallele in den drei biblischen Versuchungen hat, fand ich außergewöhnlich gut. Am Schluss hatte mich dann die Geschichte wieder. Obwohl genau das eintrat, was ich vermutet hatte, las ich mit gespannter Neugier und konnte das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen. Ich glaube, man muss das biblische Vorbild kennen, um sich an diesem Ende zu freuen. Und wer hätte das gedacht, dass einen nach einer so durchwachsenen Geschichte ein paar Bratwürstchen zu Tränen rühren können? Eine wirklich originelle Idee. Aber ganz so viele Kübel Blut und an die Wände klatschende Fleischbrocken hätte ich dann auch nicht gebraucht. Und - müssen diese Dracolepide wirklich jedesmal so unappetitlich aufplatzen? Mann. Mir scheint, der Autor wollte mich persönlich für die schlechte Angewohnheit bestrafen, beim Abendbrot zu lesen. Insgesamt empfinde ich die literarische Qualität als sehr schwankend. Daher nur drei Sterne. Aber diese drei leuchten besonders hell... und, merkwürdig, trotz einer für mich hin und wieder ermüdenden Schreibweise, trotz entsetzlich plakativer Blutlachen und meiner gelegentlichen Genervtheit fühlt es sich gut an, das Buch gelesen zu haben, irgendwie wie ein Segen. Vielleicht liegt es an Stellen wie dieser: "Ich kenne es, den Glauben an das Gute zu verlieren, weil das Böse nach einem greift. Und ich kenne es, die Hoffnung auf das Gute wiederzufinden, wenn ein anderer einem Vertrauen schenkt, wo es nichts zu vertrauen gibt. Und ich weiß, dass das Zweite sich besser anfühlt." Also - wenn Euch ein wenig Augenrollen und ein paar Blutlachen nicht zu sehr abschrecken - dann empfehle ich Euch, das Buch zu lesen. Außergewöhnlich ist es allemal.

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  • Bibel in Fantasygeschichte verwoben.

    Gefangen in Abadonien

    Seelensplitter

    21. November 2015 um 09:28

    Meine Meinung zum Buch: Gefangen in Abadonien Erwartungen und auch wie ich auf das Buch aufmerksam wurde: Diesen Punkt beantworte ich wie immer auf meinem Blog :-). ACHTUNG aufgrund meiner Hass-Liebe zu diesem Buch, stecken Spoiler im Text! Inhalt in meinen Worten: Es geht um Zwischenwelten. Sei es der Autor selbst Harry Voß der sich in das Buch schreibt, oder dann um Alex, der die Geschichte in Abadonien erfindet. Doch Alex, wie kann er etwas erfinden, wenn er doch selbst nur ein Geschöpf der Fantasy des Autors ist?  Genau dieser Geschichte begegnen wir im Buch. Es geht um Goldkinder, deren Blut golden und rein ist.  Es geht um ein Monster. Es geht um die Biblische Geschichte in einer Fantasyform.  Wie empfand ich das Buch? Ich bin ehrlich, ich kam mit dieser Geschichte die ersten beiden Drittel absolut nicht zurecht. Ich wusste nicht, dass der Autor sich selbst eingeschrieben hat, und auch wusste ich nicht, wohin das ganze führen wird. Als ich also das lesen begonnen habe, merkte ich das ich nicht so schnell und nicht wirklich tief in die Geschichte komme. Kaum hatte ich mich also daran gewöhnt, dass Alex sein Wesen, dass er erfunden hat, trifft, musste ich schon damit zurecht kommen, dass Alex selbst in der Badewanne des Autors aufwacht und ein Gespräch wie in Sophies Welt beginnt.  Kurze Zeit später gerät Alex dann in die Welt Abadonien, dort hat er eine wichtige Rolle. Er muss retten was zu retten ist.  Diese ganze Geschichte ist aber sehr tief von Philosophischen und auch biblischen Grundgedanken geprägt. So findet man einerseits die Parallele zur Kreuzigung, aber auch das Liebeslied aus dem 1.Korinther 13 in minimaler anderer Form. Jedoch ist es klar erkennbar. Auch ist in diesem Buch sehr viel zum nachgrübeln, dass man als Leser zwischen den Zeilen entdecken kann.  Sei es eben die Biblische Welt und wie sie heute auf uns einstürmt. Sei es aber auch dadurch, dass der Autor sehr extrem Philosophisch vor geht.  Hin und wieder war ich auch echt so weit dieses Buch in die Ecke zu pfeffern, es abzubrechen und einfach Buch sein zu lassen. Doch genau das ging nicht, irgendwas hat mich an die Geschichte an das Buch gezogen.  Und genau das fand ich dann wiederum sehr positiv. Charaktere: Harry schafft wenige doch klare Protagonisten in seiner Geschichte. Man geht mit jeder Figur mit, und es gibt kaum Ungereimtheiten.  Spannung: Anfangs nicht vorhanden, ich dachte mir nur, wo will das hin? Die Mitte war dann echt anstrengend und ich war auch wirklich enttäuscht, und fragte mich, warum der Autor denn jetzt unbedingt drei Zeitachsen bzw Schichten benötigt um mir seine Geschichte zu erzählen.  Der letzte Abschnitt war dann wirklich spannend, wenn dann auch zu viel auf den Autor der ja eigentlich das Buch schreibt herum geritten wurde.  Also wirkliche Spannung hatte der letzte Leseabschnitt. Gefühle: Dieses Buch ist ein Buch das bei mir sämtliche Emotionen weckt. Wut - Entsetzen - Mitfiebern - Ärger - Genervt sein - Hoffnung - Neugierde und noch so einiges mehr. Für wen könnte das Buch geeignet sein? Wer Sophies Welt gelesen hat und es toll gefunden hat. , Es hat auch irgendwie durch seine Art etwas von der Tintenblut Trilogie. (Wegen dem Vorleser und Schreiber von Geschichten - Alex), Bibel Liebhaber und Kenner oder auch einfach Menschen die Fantasy lieben und sich nicht stören, dass manches im ersten Moment etwas leicht irritierend ist. Fazit: Ein Buch zu dem ich eine klare Hass - Liebe entwickeln konnte. Und genau das macht das Buch so faszinierend, wenn es sich leider auch in die Länge gezogen hat. Sterne: Ich vergebe 3.

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  • Eine schöne Geschichte, die mich im Mittelteil ein wenig verloren hat

    Gefangen in Abadonien

    Charlea

    13. November 2015 um 14:59

    Umschlaggestaltung / Cover / Klappentext Das Cover gefällt mir eigentlich ganz gut, wobei ich glaube ich keinen weißen Einband gewählt hätte. Ich denke, in der Buchhandlung wäre mir der Kontrast zwischen Schwarz und Weiß zu groß erschienen, das ist aber nur mein ganz persönliches Laster, da ich Bücher leider oft nach Umschlagsgestaltung kaufe. Das Bild selbst auf dem Cover ist gut gelungen, da es einen Menschen zeigt, der auf der Suche in der Dunkelheit ist, was man sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne verstehen kann. Der Klappentext lädt ein, das Buch zu lesen und verspricht einen spannenden Jugendroman.   Inhalt Das Buch besteht aus zwei Rahmengeschichten. Zum einen haben wir Alex, einen Schüler aus der Mittelschule, der es liebt, sich Geschichten auszudenken, sie aufzuschreiben und sie dann seiner kleinen Schwester vorzulesen. Seine Schwester, die ihren Bruder vergöttert, ist in ihrer geistigen Entwicklung ein wenig zurückgeblieben. Auf einem Ausflug auf dem Spielplatz passiert das Schlimmste, was Alex sich vorstellen kann : er verliert seine Schwester. Zum anderen ist da Akio, der ebenso wie Alex gerne schreibt und auch eine kleine Schwester hat, allerdings lebt er in der fantastischen Welt Abadonien, in der finstere Bluträuber auf der Suche nach dem goldenen Blut sind, um es dem einzig überlebenden Drachen, dem Moloch, zu opfern. Auch seine kleine Schwester und der Bruder einer anderen Dorfbewohnerin werden von den Bluträubern mitgenommen, so dass auch Akio sich auf die Suche nach der verschwundenen Schwester macht. Beide Rahmengeschichten werden geschickt mit einander verwoben und es kommt zum spannenden Show down.   Wertung Die Idee hinter der Geschichte hat mich schon sehr fasziniert, daher bin ich hoch motiviert ins Buch gestartet und fand die Charaktere auch sehr interessant. Die Ambition, christliche Sichtweisen in das Buch zu bringen fand ich auch von vorne herein interessant, vor allem da ich das aus der fantastischen Literatur nicht wirklich kenne. Ungefähr auf der Hälfte des Buches wird der Handlungsstrang unterbrochen und das Geschehen durch eine Sequenz angereichert, in der eine Art Über-Ich auftritt. Der Autor selbst greift ins Geschehen ein, als Alex an sich zweifelt und sich fragt, warum gerade er sich dem stellen muss was ungewisses vor ihm liegt. Letzen Endes ist es eine Aufgabe, die Gott ihm zugedacht hat, ebenso wie es dem Autor obliegt, die Geschichte von Alex zu erzählen. Diese Lösung vom Geschehen finde ich einerseits spannend, doch irgendwie habe ich durch diese Sequenz den Fluss der Geschichte ein wenig verloren, da der Spannungsbogen in meinen Augen unterbrochen wurde. Das Buch teilt sich für mich in drei Teile: während der erste und der letzte Teil eine fantastische Geschichte erzählen, stellt der Mittelteil im Grunde eine philosophische Diskussion dar. Beides losgelöst von einander ist spannend, doch zusammen konnte ich mich nicht ganz darauf einlassen. Das Buch ist bestimmt lesens- und empfehlenswert und ich hoffe, dass da draußen ein paar weniger grüblerisch veranlagte Leseratten finden, die das Buch mit anderen Augen lesen können.

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  • Rezension zu "Gefangen in Abadonien" von Harry Voß

    Gefangen in Abadonien

    dorli

    12. November 2015 um 12:53

    Die 6-jährige Hanna kann stundenlang den Geschichten ihres 15-jährigen Bruders Alex lauschen. Eines Nachmittags verschwindet Hanna plötzlich von einem Spielplatz, während Alex ganz vertieft eine Geschichte in sein Notizbuch schreibt. Verzweifelt macht Alex sich auf die Suche nach seiner Schwester, nicht ahnend, dass dieser Tag, der schon so merkwürdig begonnen hatte, für ihn noch einige aufregende und unvergessliche Momente bereithält… Zur gleichen Zeit in Abadonien. Akio und Silva wollen ihre jüngeren Geschwister aus den Fängen von Bluträubern befreien. Die beiden Kinder wurden entführt, weil sie goldenes Blut haben, das zur Fütterung des bösen Molochs gebraucht wird. In der Moloch-Höhle angekommen, trennen Silva und Akio sich auf der Suche nach dem Ungeheuer und Silva verirrt sich in den zahlreichen Gängen. Als sie durch einen Höhlenausgang an Tageslicht gelangt, steht sie plötzlich vor Alex… Ich mag Geschichten, in denen der ganz normale Alltag plötzlich durch etwas Unerklärliches aus den Fugen gerät. Und genau das passiert Alex in „Gefangen in Abadonien“ – er landet in einer Welt, die er sich selbst ausgedacht hat. Für Alex beginnt eine abenteuerliche Reise. Es gilt, gefahrenvollen Situationen zu meistern und einige Hindernisse zu überwinden. Alex wächst an den Aufgaben und stellt sich schließlich mutig der Herausforderung, den Moloch zu besiegen und Abadonien zu retten. Immer an Alex Seite: Silva. Silva hat mir mit ihrer draufgängerischen Art außerordentlich gut gefallen. Sie ist mutig, hat eine Menge Kampfgeist und einen starken Willen. Sie hat das Ziel, ihren Bruder zu befreien, fest im Blick und lässt sich durch nichts und niemanden davon abbringen. Außerdem findet sie immer einen Weg, um Alex anzuspornen. Im Verlauf des Geschehens gibt es immer wieder Ereignisse, die sich an die Geschichten der Bibel anlehnen – mir hat diese Verbindung von Fantasy-Handlung und christlichem Glauben sehr gut gefallen. Die Verknüpfungen ermuntern den Leser, über das Erzählte nachzudenken. Außerdem hat Harry Voß seine Geschichte mit einigen Überraschungen und Wendungen gespickt, so dass das Abenteuer immer wieder neuen Schwung bekommt und bis zum Ende spannend bleibt. Der Ausflug nach Abadonien hat mir großen Spaß gemacht. Eine fesselnde Geschichte, die sich angenehm flott lesen lässt und auch erwachsene Leser zu begeistern vermag.

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  • Ein spannender, christlicher Jugend-Fantasyroman mit tollem Hintergrundgedanken

    Gefangen in Abadonien

    Smilla507

    04. November 2015 um 12:48

    „Du wirst einen unvergesslichen Tag haben.“ Alex’ sechsjährige Schwester Hanna liebt Geschichten. Sie ist geistig etwas zurück geblieben, aber Alex liebt sie so innig, wie man eine Schwester nur lieben kann. Deswegen beginnt er eines Tages eine Geschichte aufzuschreiben. Seltsamerweise geschehen an dem Tag lauter komische Dinge. Und plötzlich ist seine Schwester spurlos verschwunden. Auf der Suche nach ihr landet Alex an einem Ort, den er bereits kennt – an dem er aber noch nie gewesen ist. Gleichzeitig machen sich Akio und das Nachbarsmädchen Silva in Abadonien auf die Suche nach seiner kleinen Schwester und ihrem Bruder. Beide wurden von Bluträubern entführt. Denn Akios Blut und das seiner Schwester hat einen hohen Goldgehalt. Dieses Blut ist sehr begehrt, weil nur dieses Blut den Moloch zufrieden stellen kann. Können Akio und Silva ihre Geschwister rechtzeitig retten? Bei Harry Voß’ zweitem Jugendroman handelt es sich um eine vielschichtige Fantasygeschichte mit vielen überraschenden Wendungen und einer großen Portion Spannung. Er lässt sich sehr gut und flüssig lesen und aufmerksame Leser werden einige Szenen oder Texte aus der Bibel wiedererkennen, die in die Handlung eingewoben wurden. Dieses Buch hat mich begeistert! Die Art und Weise, wie ein Autor mit Gott verglichen wird hat mir ausnehmend gut gefallen. Dies regt zum Nachdenken an und bietet dem (jungen) Leser neue Perspektiven auf den Schöpfer. Die Charaktere wurden alle sehr gut herausgearbeitet. Im Fokus steht hauptsächlich Alex, mit seinen Stärken und Schwächen, der lernt über seinen Schatten zu springen. Sehr gut gefiel mir auch Silva, ein überaus mutiges, toughes Mädchen. Die Spannung steigert sich bis zum Ende immer weiter. Das Eine oder Andere ließ sich zwar erahnen, aber nicht alles war vorhersehbar. Über dieses Buch ließe sich noch viel mehr schreiben, doch dann würde ich zu viel verraten. Ich kann nur empfehlen es zu lesen – egal ob 12 oder wesentlich älter ;) – und sich von Harry Voß’ Ideen überraschen zu lassen. 

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