Wissensformen

von Hartmut Böhme 
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Wissensformen
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Inhaltsangabe zu "Wissensformen"

Seit zwei Jahrzehnten bewegen sich Wissenschaftsgeschichte und Kunstwissenschaft aufeinander zu. Die Wissenschaften haben die Bilder und bildgebenden Verfahren entdeckt, ohne welche die Darstellung von Wissen aussichtslos wäre. Die Kunstgeschichte hat nicht nur ihre bildanalytische Kompetenz in oft weit entlegene Wissenschaftsfelder ausgedehnt, sondern auch innerhalb ihrer angestammten Bildtypen die enge Verzahnung von Kunst und Wissenschaft entdeckt. Bilder sind Wissensmedien. Die intensive Interaktion von Artes und Scientiae war in der Frühen Neuzeit selbstverständlich. Bilder illustrierten niemals nur das Wissen, sondern generierten es stets auch. Hartmut Böhme untersucht an Beispielen des 15. bis 17. Jahrhunderts, welch elementaren Beitrag die Bilder der Kunst für die Entwicklung der New Sciences spielten und umgekehrt wie eminent wichtig diese Wissenschaften für die Künste waren. So entsteht ein komplexes Bild eines ikonisch operierenden Naturwissens, in dem sich zugleich eine neue epistemische Professionalität, kühne Innovationen des Bildvermögens wie auch metaphysisch, naturphilosophisch und theologisch reflektierte Rahmenkonzepte bilden. Neue Formen der Kooperation von empirischem Studium und Schrift, ungeheure Entdeckungen niemals zuvor gesehener Welten im Großen wie im Kleinen, eine stupende, unerreichte Präzision veristischer Darstellung in allen Reichen der Natur, aber auch die Entdeckung des Ephemeren und Undarstellbaren, der Täuschungen und Irrtümer werden untersucht. Sichtbar wird dabei ein neuer Typ bildimmanenter Reflexivität, der als Parallele zu den kontrollierten Wissensregimes der Naturwissenschaften gelten kann. Vielleicht zum letzten Mal wird die Einheit von Natur, Kunst und Wissenschaft zur Signatur der Epoche.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783865725837
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:360 Seiten
Verlag:Philo Fine Arts
Erscheinungsdatum:01.07.2012

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