Hartmut F Eisenmann Die zwei Sigillen

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Inhaltsangabe zu „Die zwei Sigillen“ von Hartmut F Eisenmann

Dieses Buch erzählt vom König und von Päpsten, die um Macht und die Einheit der Kirche kämpfen, vom Leben reicher Bürger und armer Bauern, vom Glück, von der Not und dem Elend der Menschen im späten Mittelalter. Unerfüllte Liebe, Intrigen, Hass und Rache führen zur Flucht und gipfeln schließlich in Mord. Durch Denunziation wird eine schöne junge Frau als Hexe verdächtigt, vor das Blutgericht gezerrt und im Inquisitionsprozess gefoltert … Das Buch ist ein Dokument bedeutsamer historischer Ereignisse und des Lebens im finsteren Mittelalter.

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  • Rezension zu "Die zwei Sigillen" von Hartmut F Eisenmann

    Die zwei Sigillen
    Piepenbrink

    Piepenbrink

    25. August 2010 um 10:28

    Das Buch enthält eine Mischung aus Historie und Phantasie und zieht damit den Leser in den Bann. Vergleiche könnte ich zu Ecos "Im Namen der Rose" ziehen. Im Buch wird die Geschichte über den "Verfall einer Familie", über deren Untergang erzählt. Ein Buch, das in die Dreifach-Schublade des Historien-, Schauer- und Professorenromans gehört. Hier wird eine Familiensaga im mittelalterlichen Konstanz voller Kriminalenergie erzählt. Das alte Konstanz mit seinen Straßen, Plätzen, Rats- und Zunfthäusern samt seinem Schützen- und Scheiterhaufenplatz ist immer präsent und damit auch für die Leser sehr gut geeignet, die in Konstanz leben oder diese Stadt von Urlaubsaufenthalten kennen. Hauptpersonen sind die Kaufmannsfamilie Zwingenstein, die Charaktere sind überwiegend "problematische Figuren". Der Großvater Lienhart, erfolgreicher Handelsherr, ist herrschend und abergläubisch. Neben einem Pergament-Amulett hat er auch zwei Ringe mit eingeätzten Schutzzeichen - die titelgebenden "Zwei Sigillen". Sein Sohn ist von Räubern erschlagen worden, sein Enkel Jacob erbt die Ringe. Dieser nimmt sie mit in die Tiefe des Bodensees, als er bei einem Gewitter samt seiner ungeliebten Frau von seiner Tochter ersäuft wird. Die Tochter ist nicht mal die eigene, sondern nur untergeschoben. Jacobs Mutter muss nach Ulm fliehen, als die erzböse Intriganten-Tante Agnes das Gerücht streut, diese habe mit dem Schwiegervater mehr als nur das Haus geteilt. Die falsche Tochter wird als Hexe gerichtet. Als bekennender Konstanz-Fan haben mir die Erzählungen mit profunden geschichtlichen Hintergründen sehr gut gefallen. Der Autor ist emeritierter Rechtsprofessor mit einer Vorliebe für die das Mittelalter. Diese Eigenschaften spiegeln sich im Buch wieder, man merkt, dass da ein profundes Hintergrundwissen dahinter steht, das in einem spannenden Roman verwebt wurde. Die Eigenheiten der Zeit von den Tafel-"Trachten" über die Feste, vom Geldwert bis zu den Sozialhierarchien, vom Damenputz bis zur Planwagenfuhre werden anschaulich beschrieben. Wer historische Romane mag, findet in dem Buch erschreckendes Mittelalter mit Schauereffekt, genießt einen orts- und zeitkundigen Historienroman, erfährt in Text und erläuterndem Anhang Fakten zu alten Rechts-, Denk- und Lebensformen, inklusive Sex and Crime. Ich kann diese Buch nur empfehlen

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