Hartmut Gagelmann

 4.4 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Kai lacht wieder, Annas Tod, Briefe an das Leben und weiteren Büchern.

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"Kai lacht wieder" von H. Gagelmann erschien 1983 im Walter Verlag für Bertelsmann.

Inhalt

Der 19 jährige Hartmut muss seinen Zivildienst absolvieren, noch vor seinem angestrebten Musikstudium. Von Berlin geht es nun los nach Brachenreuthe am Bodensee. Mit einem Mal hat er fünf Kinder mit Handicap in einem Kinderheim. Essen anreichen, Vorlagen wechseln, waschen, das ist von nun an sein Lebensinhalt. Nach einigen Wochen werden die Gruppen neu zusammengestellt. Hartmut bekommt eine Gruppe mit drei Jungs. Einer davon heisst Kai. Er ist ein autistischer Jungen mit Down Syndrom. Wird Hartmut damit fertig?  Wie wird er mit Kai ungehen?

Meinung

Hartmut ist jemand, der sehr mutig ist. Dass er Kai mit nach Hause nimmt, mit ihm in Urlaub fährt, rechne ich ihm hoch an. Wie man dem Buch entnehmen kann, hat Kai ein herausforderndes Verhalten, so dass man als Betreuer immer wieder an seine Grenzen stieß. Hartmut der glaubt an ihn. Nimmt ihm nicht alles ab. Sondern glaubt an Kai, glaubt, dass er es schaffen kann. Bringt ihm in sehr kleinen Schritten  alles bei, was für eine größere Selbstständigkeit wichtig ist.
Das alles schafft er ohne jegliche pädagogische oder heilerzieherische Ausbildung vorher gehabt zu haben.
Ich finde es auch schön, dass Kai sich mit der Zeit immer mehr verändert zum Positiven, dass er immer selbstständiger wird.

Am Beginn des Buches dachte ich wirklich "Oh, wie langweilig." Trotzdem habe ich weitergelesen und gelohnt hat es sich. Es ist ein Buch, das emotional berührt. Einige Male flossen dann doch die Tränen.
Trotzdem ist es so, dass ich wirklich bessere Bücher über Autismus gelesen habe. Daher kann das Buch keine fünf Sterne von mir erhalten.

Fazit: Für jemanden, der einen ersten Einblick in den Alltag mit Kindern mit Behinderungen gewinnen will, mag das Buch gut sein. Hat man sich jedoch schon mit dem Thema Autismus auseinandergesetzt, bietet das Buch nichts Neues, nichts Besonderes. Dann muss man das Buch nicht lesen.

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Rezension zu "Kai lacht wieder" von Hartmut Gagelmann

Rezension zu "Kai lacht wieder" von Hartmut Gagelmann
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Ein Buch, was ergreift, was aber auch irgendwie jeder mal gelesen haben sollte..
Der Autor beschreibt seine Erfahrungen mit dem autistischem Kai - welches Leid beide zu durchleben haben, aber auch welche Freude sie einander machen.

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Rezension zu "Kai lacht wieder" von Hartmut Gagelmann

Rezension zu "Kai lacht wieder" von Hartmut Gagelmann
Mireavor 9 Jahren

Hartmut tritt seinen 18-monatigen Zivildienst in einem Heim für Kinder mit Behinderungen an. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten in dieser "neuen Welt" (wie z.B. Ekel), gewöhnt er sich sehr an diese Arbeit und lernt, sie zu schätzen. Eines Tages bekommt er eine neue Gruppe von drei Kindern in seine Obhut, unter ihnen ist Kai. Kai (Autist + Down-Syndrom) gilt als eins der schwierigsten Kinder und hat schwere seelische Schwächen. In seinen 10 Jahren hat er nicht gesprochen, muss unter Zwang ernährt werden, ist äußerst aggressiv, macht sich in die Hose und isst anschließend den Kot. Harmut droht an der Betreuung Kais zu verzweifeln, er fängt an, auf das Ende des Tages zu hoffen, bis er eines Tages lernt, Kai zu lieben und ihn zu akzeptieren. Kai macht viele Fortschritte, erleidet aber auch Rückschläge.

Dieses Buch ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, der Schreibstil ist des Autors ist gut verständlich (es werden kaum Fachbegriffe genannt, nein, das Buch ist für uns "Normalsterbliche" geschrieben) und spannend. Ich habe das Buch an 2 Tagen durchgelesen (und das auch nur, weil der Tag einfach zu kurz war).
Man wird in eine "andere Welt" geschickt, eine Welt, die man nicht unbedingt kennt, man wird zum Mitfühlen verleitet und freut sich riesig über jeden Fortschritt der Kinder, denn nicht nur Kai, nein, auch andere Kinder bekommen ihren Platz in diesem Buch.
Ich habe es geliebt, dieses Buch zu lesen und kann es nur jedem ans Herz legen, es auch zu lesen.

Ich bin ganz der Meinung von Wim Thoelke, der ein Vorwort zu diesem Buch verfasst hat:
"[...] "Kai lacht wieder" ist für Leute geschrieben, die ein spannendes, heiteres, - ja, heiteres, - ergreifendes und zutiefst menschliches Buch lesen wollen. Es erschließt dem Leser eine neue, faszinierende Welt [...], ist ein ungewöhnlicher Blick hinter die Kulissen. Wenn es in unserer Zeit noch so etwas wie ein Lese-Erlebnis geben sollte - hier haben Sie eines."

Dem gibt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Lest es, mir hat es sehr gefallen!

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