Hartmut Gagelmann Kai lacht wieder! Ein autistisches Kind durchbricht seine Zwänge!

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Inhaltsangabe zu „Kai lacht wieder! Ein autistisches Kind durchbricht seine Zwänge!“ von Hartmut Gagelmann

Ein Erlebnisbericht von seltener Spannung und Dynamik. Der Autor hat als Zivildienstleistender einen total in sich abgekapselten, autistischen Jungen zu betreuen, der zudem äusserst aggressiv ist. Dabei geschieht das völlig Unwahrscheinliche. Der zehnjährige Kai mit dem Aussehen eines Siebenjährigen spricht nicht, lacht nicht, isst nicht, spuckt alles aus, reisst alles nieder, beschmiert alles mit Kot, benimmt sich wie ein Tier. Keiner wird mit ihm fertig. Hartmut reibt sich auf bis zum Letzten. Alles umsonst. Schliesslich resigniert er und erlaubt Kai sein Treiben. Von diesem Moment an wandelt sich das Kind und versucht, ein normaler Mensch zu werden, sogar zu sprechen. Kai kann zum ersten Mal fröhlich sein. Als sein Betreuer gehen muss, erfolgt aber ein totaler Rückfall. Während eines äusserst turbulenten Spanienaufenthalts gelingt es Hartmut schliesslich, Kai aus seiner Isolation herauszuführen. Kai lacht wieder. Der Fall ist auch pädagogisch und psychologisch von hohem Interesse.
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    Kai lacht wieder! Ein autistisches Kind durchbricht seine Zwänge!

    Minje

    29. August 2015 um 12:30

    "Kai lacht wieder" von H. Gagelmann erschien 1983 im Walter Verlag für Bertelsmann. Inhalt Der 19 jährige Hartmut muss seinen Zivildienst absolvieren, noch vor seinem angestrebten Musikstudium. Von Berlin geht es nun los nach Brachenreuthe am Bodensee. Mit einem Mal hat er fünf Kinder mit Handicap in einem Kinderheim. Essen anreichen, Vorlagen wechseln, waschen, das ist von nun an sein Lebensinhalt. Nach einigen Wochen werden die Gruppen neu zusammengestellt. Hartmut bekommt eine Gruppe mit drei Jungs. Einer davon heisst Kai. Er ist ein autistischer Jungen mit Down Syndrom. Wird Hartmut damit fertig?  Wie wird er mit Kai ungehen? Meinung Hartmut ist jemand, der sehr mutig ist. Dass er Kai mit nach Hause nimmt, mit ihm in Urlaub fährt, rechne ich ihm hoch an. Wie man dem Buch entnehmen kann, hat Kai ein herausforderndes Verhalten, so dass man als Betreuer immer wieder an seine Grenzen stieß. Hartmut der glaubt an ihn. Nimmt ihm nicht alles ab. Sondern glaubt an Kai, glaubt, dass er es schaffen kann. Bringt ihm in sehr kleinen Schritten  alles bei, was für eine größere Selbstständigkeit wichtig ist. Das alles schafft er ohne jegliche pädagogische oder heilerzieherische Ausbildung vorher gehabt zu haben. Ich finde es auch schön, dass Kai sich mit der Zeit immer mehr verändert zum Positiven, dass er immer selbstständiger wird. Am Beginn des Buches dachte ich wirklich "Oh, wie langweilig." Trotzdem habe ich weitergelesen und gelohnt hat es sich. Es ist ein Buch, das emotional berührt. Einige Male flossen dann doch die Tränen. Trotzdem ist es so, dass ich wirklich bessere Bücher über Autismus gelesen habe. Daher kann das Buch keine fünf Sterne von mir erhalten. Fazit: Für jemanden, der einen ersten Einblick in den Alltag mit Kindern mit Behinderungen gewinnen will, mag das Buch gut sein. Hat man sich jedoch schon mit dem Thema Autismus auseinandergesetzt, bietet das Buch nichts Neues, nichts Besonderes. Dann muss man das Buch nicht lesen.

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