Hartmut Hein Zwischen den Fahnen

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Inhaltsangabe zu „Zwischen den Fahnen“ von Hartmut Hein

Im Schleswig des Vormärz werfen große politische Ereignisse ihre Schatten voraus: Die Konfrontation zwischen den königstreuen Anhängern Dänemarks und den deutsch Gesinnten zeichnet sich ab, die schließlich zum Schleswig-Holsteinischen Krieg führt. Das Geschehen auf der politischen Bühne bestimmt auch das Leben der Menschen im Herzogtum – der Riss zwischen den gegnerischen Gruppen verläuft quer durch die Bevölkerung, durch Familien und zwischen Freunden. Die Bürger der Stadt Schleswig – einige dänisch gesinnt, andere vom Wunsch nach einem geeinten Schleswig-Holstein beseelt – ergreifen Partei. Zwischen den Fronten steht der Arzt Dr. Finck, der sich mit seiner demokratischen Haltung und seinem ungeordneten Privatleben sowohl politisch als auch menschlich zwischen alle Stühle setzt. Doch auch die einfache Landbevölkerung bleibt von den politischen Fragen nicht unberührt. Auf dem Hof des Bauern Johannsen in dem (fiktiven) Dorf Struxby in Angeln verläuft die politische Front zwischen den Eheleuten. Hartmut Hein lässt in seinem breit angelegten Tatsachenroman die Zeit zwischen 1835 und 1851 im Herzogtum Schleswig wieder aufleben, indem er auf der Ebene der betroffenen Bevölkerung die Ereignisse nachvollzieht, die den Krieg 1848 vorbereiteten. Dabei hält er sich akribisch an die historischen Fakten. Die Schilderung der Einzelschicksale enthält eine Fülle an kulturgeschichtlichen Details, sodass der Leser einen intimen Einblick in die bäuerlichen und bürgerlichen Lebensweisen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bekommt. Dem Autor gelingt es überzeugend, den großen Konflikt mit seinen unlösbar scheinenden politischen und sozialen Fragen anschaulich zu machen und in einem packenden Roman eine ganze Epoche lebendig werden zu lassen

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  • Rezension zu "Zwischen den Fahnen" von Hartmut Hein

    Zwischen den Fahnen
    smutcop

    smutcop

    17. June 2011 um 17:15

    Fast ein wissenschftliches Werk. Wer sich nebenbei für Geschichte begeistern kann, der liegt hier genau richtig. Der Autor beleuchtet das Leben, die Umstände und die politischen Entwicklungen in Schleswig und Holstein in den Jahren 1835 bis 1851 aus verschiedenen Winkeln. Da sind einmal die Bewohner des Johannsenhofs in Struxby und einmal der fortschrittliche Schleswiger Arzt Dr. Finck. Toll ist es zu lesen, wie sich das Leben auf einem Hof Mitte des 19.Jh im Norden abgespielt hat. Die ganz normalen Alltagssorgen, das Arbeiten, die Liebe, Kinder und der Fortschritt, der von den Einen verdammt und den Anderen sehnlichst erwartet wird. Für Fortschritt ist auch Dr. Finck, nur rennt er mit seinen neumodischen Methoden, wie z.B. "Hygiene" auch noch oft gegen Wände. Wie ein roter Faden zieht sich durchs Buch die brodelnde, politischen Lage im Norden des Reichs. Parteien werden gebildet und Freunde werden zu Feinden. Auf der Stadt wie auf dem Land. Selbst der Bauer muß erdulden, dass sich seine Frau zu den "Dänischen" hingezogen fühlt. Schließlich kommt es zum Krieg. Der ...für mich... einzige Wermuttropfen des Buches sind die bisweilen sehr langen politischen Debatten und Monolge, die historisch vermutlich völlig korrekt, zum Kurzweil aber eher ungeeignet sind. Auf jeden Fall ist man nach der Lektüre völlig aufgeklärt über das Zustandekommen des nördlichsten Bundeslandes.

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