Hartmut Lange

 3.9 Sterne bei 95 Bewertungen
Autor von Das Haus in der Dorotheenstraße, Das Konzert und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Hartmut Lange

Hartmut Lange wurde 1937 in Berlin geboren und ist deutscher Schriftsteller. Er studierte Dramaturgie und arbeitete zunächst am Deutschen Theater in Ost-Berlin. Lange schreibt hauptsächlich Novellen und Erzählungen. Heute lebe Lange in Berlin und Italien.

Alle Bücher von Hartmut Lange

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Cover des Buches Das Haus in der Dorotheenstraße (ISBN: 9783257243611)

Das Haus in der Dorotheenstraße

 (16)
Erschienen am 24.08.2016
Cover des Buches Das Konzert (ISBN: 9783866155206)

Das Konzert

 (15)
Erschienen am 18.08.2007
Cover des Buches Eine andere Form des Glücks (ISBN: 9783257062113)

Eine andere Form des Glücks

 (9)
Erschienen am 27.08.1999
Cover des Buches Im Museum (ISBN: 9783257603125)

Im Museum

 (7)
Erschienen am 25.06.2013
Cover des Buches Der Wanderer (ISBN: 9783257235944)

Der Wanderer

 (7)
Erschienen am 18.12.2007
Cover des Buches Das Streichquartett (ISBN: 9783257235937)

Das Streichquartett

 (6)
Erschienen am 18.12.2007
Cover des Buches Die Waldsteinsonate (ISBN: 9783257069921)

Die Waldsteinsonate

 (5)
Erschienen am 22.02.2017
Cover des Buches Leptis Magna (ISBN: 9783257235920)

Leptis Magna

 (4)
Erschienen am 18.12.2007

Neue Rezensionen zu Hartmut Lange

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Rezension zu "Das Haus in der Dorotheenstraße" von Hartmut Lange

Angenehmer Schreibstil, trifft auf eine leicht abstruse und nervige Handlung
Leseratte2007vor einem Jahr

Darum geht es (Klappentext):

Fünf Novellen, die im Südwesten von Berlin spielen und durch die sich der Teltowkanal mit seinen schwarzen Krähen, versteckten Villen und unwegsamen Waldstücken wie ein roter Faden zieht. Darüber ein Himmel, der durch eine Aschewolke plötzlich verschlossen wird.

Meine Meinung:

In meinem Deutschkurs haben wir nur eine von den fünf Novellen gelesen und ich war zunächst positiv überrascht wie einfach und flüssig sich der Schreibstil lesen ließ. Er ist nicht so anspruchsvoll wie zum Beispiel "Faust" o. ä. Der Autor schmückt sehr viel aus, insbesondere Landschaftsbilder und die Umgebung an sich beschreibt er sehr gerne. Ich finde das ein wenig unnötig, aber es erzeugt natürlich eine leicht ästhetische und ländliche Gegend, die stark im Kontrast zu London steht, das sehr hektisch ist, etc.
Die Handlung mochte ich nicht so gerne. Sie hat mich zunächst einmal nicht weitergebracht und hat sich überwiegend im Kreis gedreht. Ich mochte eigentlich, dass sie Parallelen zu Othello aufwies, jedoch finde ich Klausens inneren Zwiespalt ein wenig überstrapaziert und ich mag seine von Vorurteilen geprägte Meinung nicht, weil er nicht sehr viel anders in der Realität handelt!
Insgesamt hat mir der Schreibstil gut gefallen, genauso wie die Parallelität zu "Othello", aber die restliche Handlung hat sich nur im Kreis gedreht und keinen wirklichen Höhepunkt oder eine besondere Lehre gehabt!

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Rezension zu "Das Streichquartett" von Hartmut Lange

Sprachlich wie immer virtuos...
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Hartmut Lange vermischt wieder einmal die klassische Musik mit einer mysteriös-bedrohlichen Atmosphäre. So entsteht in seiner Novelle die Geschichte eines bekannten Berliner Geigers, der eines Tages von seiner Frau und den beiden Kindern, die ohne ihn in Urlaub fahren, alleingelassen wird und der zunehmend merkwürdige Dinge erlebt. Seine Familie kehrt nicht aus dem Urlaub zurück, ihr Verbleib ist unbekannt und eines Tages liegt auf rätselhafte Weise eine teure Violine auf der Kommode in seiner Wohnung...

Langes Stil ist wie üblich bis ins letzte Detail ausgefeilt, jeder Satz ist präzise und elegant, kein Wort ist zuviel. Seine Prosa sucht in Deutschland seinesgleichen, da fällt es auch nicht weiter ins Gewicht (eigentlich paßt es sogar zum Plot), dass Lange nicht sämtliche Rätsel der Novelle auflöst, einige Handlungsfäden bleiben unerklärt, so bleibt die beklemmende Atmosphäre der Geschichte auch nach dem Lesen noch eine Weile präsent.

Fazit: Wie alles von Hartmut Lange in einer vollendeten Sprache erzählt, ein unbehaglicher, bedrohlicher Plot und eine überraschende Auflösung. Lesenswert!

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Rezension zu "Das Haus in der Dorotheenstraße" von Hartmut Lange

Wunderbar wie immer...
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Hartmut Lange gelingt es wie keinem anderen in der deutschsprachigen Literatur, in seine klugen, sprachlich ausgefeilten Texte stets etwas Unheimliches, Mysteriöses, zumindest still Dramatisches einfliessen zu lassen, wodurch sie oftmals einen beinahe kafkaesken Stil besitzen.
Die in diesem Buch versammelten fünf Novellen, die jede für sich ein kleines Meisterwerk der Erzählkunst sind, haben einen gemeinsamen Nenner, nämlich, dass sie allesamt den Südwesten von Berlin als Schauplatz besitzen; Villenviertel, Waldgebiete in der Gegend um den Teltowkanal (in dessen unmittelbarer Nähe ich auch jahrelang gewohnt habe). Alle fünf Erzählungen zeigen Menschen, denen Stück für Stück die Realität entgleitet, oftmals aus reiner Einbildung, also durch psychische Labilität, manchmal auch auf unerklärbare Weise. Mir gefällt stets (so auch bei diesem Buch), dass Hartmut Langes Prosa am Ende für den Leser meistens frei interpretierbar ist, vieldeutig und dadurch noch ein wenig unheimlicher nachhallt. Es sind stille Geschichten, begnadet erzählt, man kann Langes Schreibstil nicht genug loben. Ein Kritiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat Hartmut Langes Erzählweise in meinen Augen am treffendsten und schönsten beschrieben: "Die mürbe Eleganz seines Stils sucht in der zeitgenössischen Literatur ihresgleichen."
Dem ist nichts hinzuzufügen.

Fazit: Wie alle Bücher Hartmut Langes lesenswert für Literaturinteressierte, die sich für guterzählte, nachdenklich-geheimnisvolle Prosa und für einen wunderbaren, geschliffenen Schreibstil begeistern.

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Hartmut Lange wurde am 31. März 1937 in Berlin (Deutschland) geboren.

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