Hartmut Lange Der Blick aus dem Fenster

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Inhaltsangabe zu „Der Blick aus dem Fenster“ von Hartmut Lange

Ein Berliner Ministerialbeamter bekennt sich in seiner Einsamkeit zu einer Frau, die es nicht gibt. – Eine junge Frau sucht in ihren Liebesbeziehungen ständig den Neuanfang und bleibt dabei unerlöst. – Einer Statue ist mit ihrem Lächeln das Glücksversprechen ins Gesicht gemeißelt. Leider steht sie am falschen Ort. – Warum wird ein Taxifahrer im Nordwesten Englands zum Amokläufer? – Warum heiratet eine Frau einen Mann, der als die Inkarnation des Bösen gilt? – Eine unerwartete Begegnung mit Rahel Varnhagen. – In der Liebe gibt es kein Ausruhen, und im Liebeskummer verweigert sich die Sprache – die schmerzliche Erfahrung eines Dichters. – Versagen oder Triumph: der Auftritt einer Sängerin im Cuvilliés-Theater.

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    Der Blick aus dem Fenster
    Creed

    Creed

    29. July 2017 um 21:34

    Ein weiterer Beweis dafür, dass Hartmut Lange stilistisch einer der besten zeitgenössischen deutschen Schriftsteller ist. Acht Erzählungen umfasst dieses aktuellste Werk Langes, und jede einzelne Geschichte ist für sich genommen ein kleines Meisterwerk. Sprachlich brillant, atmosphärisch und stilsicher. Die Erzählungen streifen allesamt das Phantastische, das Unheimliche in unserer Realität, unserer Gesellschaft. Oft geht es um geisterhafte Erscheinungen, teils offenbar wirklich übernatürlichen Ursprungs, teils eingebildet. Die Schauplätze sind vielfältig...oftmals ist es Berlin, Hartmut Langes Heimatstadt, dann wird der Leser in eine Kleinstadt in der Nähe von Hamburg, in den Nordwesten Englands sowie nach München versetzt. Im Zentrum der Erzählungen stehen Menschen, die einsam sind, die versuchen, ihr Glück zu finden, die versuchen, Vergangenes zu erklären und zu rechtfertigen. Ich hoffe, dies ist nicht das letzte Buch Langes, der in diesem Jahr bereits seinen achtzigsten Geburtstag feiert; falls doch, stellen diese Erzählungen auf jeden Fall einen würdigen Abschluß dar. Meine drei Favoriten dieses Buches: 1. Der Blick aus dem Fenster 2. Nochmals: Das Böse 3. Die Begegnung Fazit: Kunstvolle Geschichten, die das weite Feld der Phantastik streifen, eine poetische, klare Prosa. Hervorragend.

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  • Ein großer deutscher Schriftsteller

    Der Blick aus dem Fenster
    Duffy

    Duffy

    03. September 2016 um 17:22

    Das Werk des Hartmut Lange ist umfangreich und er hat auch verdientermaßen zahlreiche Auszeichnungen dafür bekommen. Es gibt nicht viele deutsche Autoren, die es zu so einer Meisterschaft in der Kurzform, also der Erzählung, Novelle und Kurzgeschichte gebracht haben. Natürlich ist es ein Klischee, würde man Lange jetzt mit einem guten Wein vergleichen, der im Alter immer besser wird, aber trotzdem hat man den Eindruck, dass er sich von Buch zu Buch einer noch größeren Qualität verpflichtet fühlt. Es ist schon seit langem schwierig, von Lange eine misslungene Geschichte zu finden und noch schwieriger ist es, ihn beim Verfassen überflüssiger Sätze zu ertappen. Er beherrscht das Handwerk nicht nur, sondern was viel wichtiger ist, er weiß es kompetent einzusetzen. So braucht er nur 100 Seiten, um acht Geschichten in Szene zu setzen, ohne dass man als Leser einmal das Gefühl hat, dass eine dieser Geschichten nicht richtig beendet oder ausgeschrieben wurde. Die Erzählungen enden eben da, wo der Autor sie enden lässt, ohne dass sich Fragen stellen. Denn Lange erzählt von den "unmöglichen" Dingen, von Sehnsüchten, von Begegnungen mit dem Bösen, von Seelenbefindlichkeiten, die so schwierig in Worte zu kleiden sind.Dieses Mal führen ihn seine Episoden nach München, Hamburg, an die Ostsee und nach England, allerdings auch immer wieder nach Berlin, das sein Lebensmittelpunkt ist. Und immer hat man die Szenerien, die Orte und die Stimmungen vor dem geistigen Auge, in denen sich Langes Figuren bewegen, scheitern, verlaufen oder in einsamer Ratlosigkeit dem Schicksal ergeben.Dieser Autor ist ein Ausnahmetalent, sein Gefühl für die Geschichte, seine Wortwahl und sein Stil, fast ein wenig konservativ, können immer wieder begeistern. Lieber eine seiner Geschichten als drei 800-Seiten Monster von sogenannten Jungliteraten, die außer ihrer manchmal rätselhaften Motivation zum Schreiben nichts Substantielles in die Waagschale werfen können.Wer also bereit ist, sich auf die Welt des Hartmut Lange einzulassen und sich beim Lesen die Zeit nimmt, die er auch auf ein gutes Glas Wein verwenden würde, dem steht ein großartiges Lesevergnügen bevor.

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