Hartmut Lange Schnitzlers Würgeengel

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Inhaltsangabe zu „Schnitzlers Würgeengel“ von Hartmut Lange

In der Titelnovelle ist der Icherzähler zu Gast bei Arthur Schnitzler, man schreibt den Herbst 1931, es sind Schnitzlers letzte Tage … ›Als Schnitzler die Villa in der Sternwartestraße betrat, meinte er, im Hintergrund des Korridors, dort, wo es beinahe dunkel war, einen Schatten zu sehen. Eigentlich etwas Helles, Hochaufragendes, als stünde dort jemand, aber es war eine Anwandlung, die sofort wieder verschwand.‹ Ein Reisender kommt mit dem Flugzeug nach Tel Aviv, ist einige Stunden später in Jerusalem, kurz danach steht er auf der Anhöhe von Golgatha und schaut durch die offene Kuppel der dortigen Kirche, er sieht nur einen diesigen Lichtschein. Kurz danach findet sich ›Hans-Peter Ludwig, wie er es wünschte, im Freien wieder. Er hing am Kreuz, und das erste, was er hörte, war jene Stimme der Mimi aus der Oper des Puccini, die er so liebte… und nun sah er über sich jenes flirrende, nahezu unbegrenzte Blau.‹ Vier neue Novellen von Hartmut Lange: ›Herr Semmering · Schnitzlers Würgeengel · Die Mauer im Hof · Der Himmel über Golgatha.‹ Verbunden sind diese Novellen durch das ihnen voranstehende Motto: »In der Unheimlichkeit steht das Dasein ursprünglich mit sich selbst zusammen.« ›Heidegger‹

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    Schnitzlers Würgeengel
    Creed

    Creed

    08. July 2017 um 23:29

    Vier Novellen von einem Schriftsteller, der sich im Rahmen seiner literarischen Arbeit fast ausschließlich der Novellen- und Kurzgeschichtenform bedient. Die Plots in diesem Buch besitzen allesamt einen etwas rätselhaft Touch, sie sind vielfältig interpretierbar und nicht auf den ersten Blick vollkommen verständlich. Dadurch hat der Leser die Möglichkeit, die Geschichten für sich selbst zu entschlüsseln und zu deuten. Die Titelnovelle "Schnitzlers Würgeengel" zeigt sogar einen leicht übersinnlichen Charakter, eine kafkaartige Atmosphäre. Über allem jedoch thront der klare, präzise und doch im positiven Sinne karge Sprachstil Hartmut Langes, der einfach wunderbar zu lesen ist, nie langweilig wird und mit zur anspruchsvollen Erscheinung der Geschichten beiträgt. Fazit: Keine leichte Kost, frei interpretierbar und einfach wunderbar formulierte Prosa. Literatur, die den Leser auch nach Beenden des Buches beschäftigt.

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    Schnitzlers Würgeengel
    Duffy

    Duffy

    10. December 2013 um 12:52

    Vier Novellen vom vielleicht besten deutschsprachigen Novellisten. Gerade die erste und längste Novelle dieser Sammlung, "Herr Semmering", hat alles, was die Kunst des Hartmut Lange ausmacht. Er arbeitet neben seiner genauen Wortwahl und der scharfen beobachtenden Prosa immer auch mit der Begründung einer unterschwelligen Spannung, die im geheimnisvollen Handeln der Figuren entsteht. Das führt beim Leser dazu, immer weiterlesen, wissen zu wollen, wohin die Geschichte führt. Doch dass sie dann immer anders endet, als man das vielleicht im Kopf oder Gefühl hat, ist die große Leistung des Autors und das ist auch große Literatur. Keine der hier versammelten Novellen geht unter ein Niveau, sie sind nie gleich, aber doch zieht sich immer irgendwie ein kaum fassbarer roter Faden durch die Erzählungen. Große Kunst. Denn Kunst kommt von Können.

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