Hartmut von Hentig

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Hartmut von HentigWarum muss ich zur Schule gehen?
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Warum muss ich zur Schule gehen?
Warum muss ich zur Schule gehen?
 (5)
Erschienen am 21.05.2008
Hartmut von HentigDer technischen Zivilisation gewachsen bleiben
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Der technischen Zivilisation gewachsen bleiben
Hartmut von HentigPaff, der Kater oder Wenn wir lieben
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Paff, der Kater oder Wenn wir lieben
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 (1)
Erschienen am 01.01.1978
Hartmut von HentigJoschi - eine Hundegeschichte
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Joschi - eine Hundegeschichte
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 (1)
Erschienen am 28.02.2005
Hartmut von HentigMein Leben - bedacht und bejaht
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Mein Leben - bedacht und bejaht
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 (1)
Erschienen am 03.02.2007
Hartmut von HentigBildung
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Bildung
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 (1)
Erschienen am 14.09.2009
Hartmut von HentigDie Menschen stärken, die Sachen klären
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Hartmut von HentigNoch immer Mein Leben
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Noch immer Mein Leben
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Erschienen am 31.05.2016

Neue Rezensionen zu Hartmut von Hentig

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Joachim_Tieles avatar

Rezension zu "Paff, der Kater oder Wenn wir lieben" von Hartmut von Hentig

Was wir aus der Liebe zu einem Tier über uns selbst lernen können...
Joachim_Tielevor 3 Jahren

Vordergründig handelt es sich bei "Paff, der Kater" um eine Katzengeschichte. Ein deutscher Student, der an der Universität Chicago promoviert, übernimmt bei seinen Zimmervermietern während deren einjährigen Europaaufenthalts die Plege des Hauskaters. Völlig unerfahren mit Katzen und als jemand, der Katzen gar nicht mag, entsteht zwischen ihm und dem Kater das eigenartige Verhältnis, dass beide einander "erziehen", wie es so gut wie jeder erlebt, der zum ersten Mal "Besitzer" einer Katze wird, Missverständnisse und "Verwicklungen" eingeschlossen.

Aber tatsächlich geht es in diesem Buch vom ersten Absatz an um Liebe und um dieses Buch selbst als das Bekenntnis zu dieser Liebe, die den Verfasser, "wie alle Liebe, reicher und weiser gemacht hat" (S. 7). Sich um Paff zu kümmern, ist dem menschlichen Protagonisten zunächst eine Pflicht, die Selbstüberwindung kostet. Noch bevor es dazu kommt, entsteht bei ihm eine zutiefst menschliche Empfindung, ein schlechtes Gewissen, weil er im Gesichtsausdruck des Katers beim Abschied von seinen "Besitzern" eine "wehmütige Ergebenheit im Blick" erkennt, "den er niemandem recht mitteilte" (S. 9). Er hat etwas beobachtet, das nicht für ihn bestimmt ist und das bei ihm eine Vorstufe von Scham auslöst.

Der Beginn der Liebe des menschlichen Protagonisten entsteht mit der gefühlten Übernahme von Verantwortung, darauf zu achten, Dinge in Bezug auf den anderen "richtig" zu machen - "Ich meinte, ich müsse nachsehen, ob ich die Tür zur Küche auch zugemacht habe" (S. 16) - , und mit der Aufnahme des anderen in den eigenen inneren Monolog - "...das geschah ihm ganz recht, dem arroganten Kater. Da sollte er nur sehen, wo er blieb" -, als dieser sich einmal in der Perspektive des Menschen "ausgeschlossen"(ebd.), also keinen nächtlichen Zugang ins Haus hatte. Und dann zu entdecken, dass dies eine Einsamkeit durch das Fehlen des anderen entstehen lässt, der doch nichts anderes tut, als seine Freiheit wahrzunehmen. Die Folge ist ein bewusstes Erleben eigener Persönlichkeitsbildung.

Gleichzeitig wachsen auch das Lernen und Erkennen des Menschsen über sich selbst: "So hat mich Paff gelehrt, das prekäre Verhältnis von Freiheit und Liebe zu erkennen und die größere Freundschaft, geläutert von jenen verkrampften Unterscheidungen der 'selbstsüchtigen' und der 'selbstlosen' Liebe." (S. 27) Und diese Liebe wächst, als sie gefordert wird, im Falle Paffs ganz konkret dadurch, dass er von einer seiner nächlichen Touren völlig ramponiert zurückkehrt und das Budget des Studenten einen Tierarztbesuch nicht zulässt. Das Englische hat neben "to love" ein weiteres und noch stärkeres Wort für lieben, "to care", das die Sorge und das Umsorgen eines anderen einschließt. "When we care" (S. 44) ist die Bezeichnung, die dem Protagonisten in dieser Situation in den Sinn kommt, und in der Übersetzung als "Wenn wir lieben" - "wenn es uns ernst ist" (ebd.) - wird sie zum Bestandteil des Titels.

Diese "Liebesgeschichte" zwischen Mensch und Tier geht übrigens nicht gut aus. Es ist eine Trennung auf Raten, der Kater verschwindet über Monate, kehrt zurück, verschwindet wieder, kehrt erneut zurück, als der Erzähler schon eine andere Wohnung hat und er ihm bei einem Besuch bei seinen früheren Vermietern wiederbegegnet.: "Noch später, im Weiterbestehen der Liebe zu einem Abwesenden, schließt sich die Geschichte. In einer Buchhandlung sieht der Erzähler auf einem Auslagentisch für verbilligte Bücher einen Kater über den Büchern liegen, den er zunächst für Paff hält. Er ist es nicht. Der Verkäufer fragt, ob der Erzähler etwas Bestimmtes suche. "Das dort" (S. 48), antwortet dieser und zeigt innerlich abwesend in eine unbestimmte Richtung. Der Verkäufer schiebt den Kater etwas beiseite und hebt ein Buch auf. "Meinen sie dies?" (S. 48), fragt er, und der Erzähler sagt "Ja" (ebd.). Das Buch ist Sherwood Andersons "When We Care".

Der Inhalt des Buches ist also nicht so sehr die Liebe zu Tieren, sondern die Entwicklung erwachsener menschlicher Liebesfähigkeit in ihrer ganzen Bandbreite, vom ersten zufälligen Blick bis zur Trauer über den Verlust einer Liebe. In einem Punkt ist es aber doch ein Buch über Tiere und unser Verhältnis zu ihnen. Die Frage, ob Tiere eine Seele haben, wird nicht gestellt. In dieser Erzählung haben sie eine Seele, und das nicht nur in dem Sinne, dass sie uns die eigene - menschliche - Seele besser und reifer erkennen lassen. In diesem Buch hat das Tier als solches - dargestellt am Beispiel von Paff, dem Kater - eine eigenständige Persönlichkeit, eine "voll entwickelte Seele", im Sinne unverstellter tiefer Empfindungsfähigkeit, eingeschlossen.

Joachim Tiele

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sandra.loves.bookss avatar

Rezension zu "Warum muss ich zur Schule gehen?" von Hartmut von Hentig

Rezension zu "Warum muss ich zur Schule gehen?" von Hartmut von Hentig
sandra.loves.booksvor 9 Jahren

Ich würde dieses Buch allen angehenden, interessierten und alteingesessenen Pädagogen, Lehrern, Erziehern und vielleicht auch Eltern empfehlen!
Hartmut von Hentig greift in diesem Brief-Band an seinen Neffen nicht nur die klassichen Aspekte einer 'guten Schule' von Hilbert auf, sondern erklärt Kindergerecht - aber nicht lächerlich oder 'Babysprachen-ähnlich' - was von einer guter Schule zu erwarten ist und warum es sich lohnt jeden Morgen früh aufzustehen.
Ich denke wenn ein paar Schulleiter dieses Buch lesen würde gäbe es mehr gute Schulen auf dieser Welt und viele Kinder würden auf die Frage, wie die Schule war nicht mit: 'Doof, wie immer!' antworten.

Mein Fazit: Für alle die sich mit dem Thema Schule auseinandersetzten oder die ihren Kindern klarmachen wollen, warum Schule so wichtig ist, ist es ein perfektes Buch! Lest es selbst und denkt nochmal über die Schulzeit nach, vielleicht wird euch ja dann Einiges klar.

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Lesemäuslas avatar

Rezension zu "Warum muss ich zur Schule gehen?" von Hartmut von Hentig

Rezension zu "Warum muss ich zur Schule gehen?" von Hartmut von Hentig
Lesemäuslavor 9 Jahren

Am Bahnsteig fragt der kleine Tobias:"Onkel Hartmut, warum muss ich zur Schule gehen?" - Da fährt schon der Zug an und die Antwort bleibt aus, wären da nicht
die vielen liebevollen Briefe vom Onkel Hartmut in denen er diese Frage rundherum beantwortet.
Ein klasse Buch! Ich habe es schon öfters meinen Töchtern vorgelesen. Die ersten zehn Briefe sind auch für Kinder verständlich, dann be-
darf es der Erklärungshilfe von Erwachsenen. Dieses Buch veranlasste mich
und meine Kids schon zu vielen "heißen" Diskussionen. Resultat: Onkel Hartmut
hat Recht, mit dem was er schreibt!
Sehr empfehlenswert für "schulgestresste" Mamas und Papas!

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