Hartwig Hochstein , Romy Fölck Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus

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Inhaltsangabe zu „Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus“ von Hartwig Hochstein

Ist der Pizza-Bote der Mörder? Kann eine Kaffee-Bohne tödlich sein? Stört ein Rollator beim Raubüberfall? Was haben Knochen im Garten mit der Sprengung der Pauliner-Kirche zu tun? Neun Leipziger Autorinnen und Autoren, acht von ihnen am Krimi-Stammtisch der Messestadt vereint, Altmeister Erich Loest als Gast dabei, lassen ihrer Fantasie freien Lauf. Das Ergebnis: Geschichten von Mord und Totschlag, von Liebe und Eifersucht, von Gier und Rache, von Erpressung und Betrug. Mal mit zynischem Zungenschlag, mal sozialkritisch, mal mit einem Schuss schwarzen Humors, ist ihnen eines gemeinsam: Sie fesseln den Leser von der ersten bis zur letzten Zeile. Und die finalen Antworten auf die Fragen, die sie aufwerfen, lösen die Spannung auf verblüffende Weise auf.

Sehr unterschiedliche Geschichten mit lustigen bis sehr traurigen Aspekten sind in dieser Sammlung enthalten. Je nach Autor haben sie mir zwischen "nicht mein Fall" und " sehr gut" gefallen. Auf jeden Fall kann man so ein paar Autoren entdecken und sich dann weiterinformieren :)

— Hikari
Hikari

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  • Leserunde zu "Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus" von Hartwig Hochstein

    Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus
    fhl_verlag_leipzig

    fhl_verlag_leipzig

    Mögt ihr Krimis? Mögt ihr Kurzgeschichten? Dann macht mit bei unserer Leserunde zu „Stammtischmorde -- 9 Leipziger packen aus“, einer Anthologie von 13 Krimikurzgeschichten. Was genau erwartet euch in „Stammtischmorde“? Ist der Pizza-Bote der Mörder? Kann eine Kaffee-Bohne tödlich sein? Stört ein Rollator beim Raubüberfall? Was haben Knochen im Garten mit der Sprengung der Pauliner-Kirche zu tun? Neun Leipziger Autorinnen und Autoren, acht von ihnen am Krimi-Stammtisch der Messestadt vereint, Altmeister Erich Loest als Gast dabei, lassen ihrer Fantasie freien Lauf. Das Ergebnis: Geschichten von Mord und Totschlag, von Liebe und Eifersucht, von Gier und Rache, von Erpressung und Betrug. Mal mit zynischem Zungenschlag, mal sozialkritisch, mal mit einem Schuss schwarzen Humors, ist ihnen eines gemeinsam: Sie fesseln den Leser von der ersten bis zur letzten Zeile. Und die finalen Antworten auf die Fragen, die sie aufwerfen, lösen die Spannung auf verblüffende Weise auf. Herausgeber der Stammtischmorde ist kein geringerer als Hartwig Hochstein, früherer Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung. Die Anthologie vereinigt bekannte Leipziger Krimi-Autoren/innen wie Andreas Stammkötter und Sophie Sumburane, und auch der renommierte deutsche Schriftsteller Erich Loest hat einen Krimi beigesteuert. Inhaltsangabe Andreas Stammkötter: ›Der Fremde‹ Jan Flieger: ›Die Stimme‹ und ›Tote sterben nur einmal‹ Erich Loest: ›Alles oder nichts‹ Mandy Kämpf: ›Ich weiß, wer es getan hat‹ Matthias Seydewitz: ›Dezember-Abend‹ Sophie Sumburane: ›Ein ehrenwertes Haus‹ und ›Vom roten Sand ins Licht‹ Stefan B. Meyer: ›Kinder der Stadt‹ Traude Engelmann: ›Das graublaue Kuvert‹ Romy Fölck: ›Der letzte Kopi Luwak‹ und ›Pauliner-Pakt‹ Nähere Infos zu den Autoren findet ihr hier.   Rezension Ein Pizzabote lügt folgenschwer, ein Vater plant späte Vergeltung, ein Krimiautor den perfekten Mord - er glaubt zu wissen, wie es geht. In den "Stammtischmorden" wird erschlagen, erstochen, erschossen, allerdings nicht in der Kneipe. Vielmehr kommen die Autoren dieser Anthologie regelmäßig am Leipziger Krimi-Stammtisch zusammen, und das vor allem, um zu lachen, sich zuzuprosten und zu diskutieren, wie Herausgeber Hartwig Hochstein im Vorwort beschreibt. Autoren wie Andreas Stammkötter, Sophie Sumburane, und Stefan B. Meyer haben schon Krimis veröffentlicht und sind - wie Traude Engelmann oder Romy Fölck - Mitglieder der Autoren-Vereinigung Syndikat. Jan Flieger brachte bereits zu DDR-Zeiten Bestseller auf den Markt, Mandy Kämpf und Matthias Seydewitz veröffentlichen zum ersten Mal Kriminelles und lassen gleich aufhorchen. Als Neunter im Bunde ist als Gastautor Erich Loest vertreten, der, als er in der DDR aus politischen Gründen nicht publizieren durfte, unter dem Pseudonym Hans Walldorf Krimis veröffentlichte. Loest lässt seine Geschichte in Mailand spielen, wo ein Student, bekannt und reich geworden durch ein Fernseh-Quiz, in einer Trattoria tot zusammensackt. Niemand hat einen Schuss gehört, nur so ein Zischen. Das rückt einen Messerwerfer in den engeren Kreis der Verdächtigen. Dies ist eine ältere Geschichte, wie man an Details bemerkt, was aber keinesfalls schadet. Loest und auch Jan Flieger spielen souverän auf der Klaviatur der Verunsicherung, rücken Tat-Motive ins Zentrum, ihre Geschichten könnten auch ohne Verbrechen bestehen. Menschliche Abgründe tragen Mandy Kämpfs Geschichte. In einer Jugendstilvilla im Herzen Leipzigs wird der 41-jährige Michael Gerber tot aufgefunden, auf seiner Brust liegt ein Zettel: "Ich weiß, wer es getan hat." Die meisten der Stories spielen in Leipzig, Straßennamen oder die Pauliner-Kirche verweisen darauf - Regional-Krimis sind Trend. Hinter wiedererkennbaren Fassen aber schwelen Beziehungs- und Psycho-Dramen, auch nicht alle unbekannt. Für eine Spannung, die daraus erwächst, kann Matthias Seydewitz zum Beispiel - von ihm ist im fhl-Verlag bereits der Lyrik-Band "Verdrängungsspiel" erschienen - sich mit der Leiche Zeit lassen. Und Traude Engelmann kommt sogar ganz ohne aus. (Janina Fleischer, Leipziger Volkszeitung (17.10.2012)) Bewerbt euch bis zum 30.10. um 20 Leseexemplare! >>> Hier geht’s zur Leseprobe<<< Der fhl Verlag wünscht allen Bewerbern viel Glück und eine interessante, diskussionsreiche Leserunde!

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  • Rezension zu "Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus" von Hartwig Hochstein

    Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus
    PMelittaM

    PMelittaM

    15. December 2012 um 15:48

    Es handelt sich hier um eine Kurzgeschichtensammlung, neun Leipziger Krimiautoren, acht davon vom Krimi-Stammtisch-Leipzig (daher auch der Name) haben sich dafür zusammengetan, als Gastautor konnte der bekannte Leipziger Autor Erich Loest gewonnen werden. Insgesamt sind es zwölf Geschichten, die größtenteils in Leipzig spielen und – wie bei einer Anthologie üblich – sind diese ganz unterschiedlich gestaltet, humorvoll, dramatisch, tragisch, es ist alles dabei, so dass jeder Leser/jede Leserin darin Geschichten finden kann, die ihm/ihr gefallen werden. Einige Geschichten haben mir so gut gefallen, dass ich auf jeden Fall mehr vom jeweiligen Autor bzw. von der jeweiligen Autorin lesen möchte. Es gab auch ein oder zwei, die ich nicht mochte, aber das ist bei einer solchen Sammlung normal – und es sind vielleicht gerade die, die jemandem anderen besonders gut gefallen. Insgesamt kann ich diesen Krimiband auf jeden Fall empfehlen.

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  • Rezension zu "Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus" von Hartwig Hochstein

    Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus
    Cappuccino-Mama

    Cappuccino-Mama

    11. December 2012 um 13:18

    Neun Leipziger Autoren findet man mit ihren Kurzkrimis in diesem Buch. Acht von ihnen versammeln sich am Krimi-Stammtisch der Messestadt Leipzig, um dort ihren Mordfantasien freien Lauf zu lassen. Dabei entstehen Krimis, die den Mord in verschiedenen Facetten widerspiegeln – mal bedrückend, dann wieder mit jeder Menge schwarzem Humor. Als Gast dabei ist Erich Loest, der im Buch ebenfalls mit einer Geschichte vertreten ist. Das Cover: Ein etwas düsterer, grün-grau-verräucherte Hintergrund ziert das Cover. Hell sticht die Flasche mit dem Bügelverschluss dem Betrachter ins Auge. Auf der Flasche befindet sich ein vergilbtes Etikett mit einem Totenkopf und den gekreuzten Knochen darauf, was ja Gift symbolisiert. Das Etikett hat sich schon teilweise vom Glas gelöst. Die blutrote Schrift auf dem Cover wirkt, als wäre sie mit Blut geschrieben. Erwähnenswert finde ich die Buchrückseite. Der Text, der sich dort befindet, macht richtig Lust aufs Lesen der Kurzkrimis. Es wird die Unterschiedlichkeit der einzelnen Krimis erwähnt – von zynisch, bis zu schwarzem Humor oder Sozialkritik ist hier alles vertreten. Was mir allerdings sofort auffiel, ist die schmale Spalte, auf der die Autoren mit den einzelnen Titeln ihrer Krimis übersichtlich aufgelistet sind. Die Idee, das Inhaltsverzeichnis auch auf der Buchrückseite unterzubringen, finde ich richtig gut. Noch mehr Informationen auf so begrenztem Platz unterzubringen wird kaum möglich sein. Die zwölf Krimis – Handlung und mein persönlicher Eindruck: Andreas Stammkötter - Der Fremde: Ein dunkel gekleideter Mann mit Kapuze hat hier in einer Kneipe seinen großen Auftritt. Wer ist der Fremde? Kommissar Klaunfisch (was für ein Name!) ermittelt... . Ein etwas anderer Krimi, der mir aber sehr gut gefallen hat – eben durch die etwas ungewöhnliche Handlung und einen geheimnisvollen Protagonisten. Jan Flieger – Die Stimme: Ein wirklich sehr kurzer Krimi, wobei hier gilt: In der Kürze liegt die Würze. Und die Frage bleibt, ob man jemanden noch nach Jahrzehnten zweifelsfrei an seiner Stimme erkennen kann. Jan Flieger – Tote sterben nur einmal: Gibt es den perfekten Mord? Diese Geschichte bietet Einblicke in das Handeln eines Täters. Doch hat er auch wirklich an alles gedacht, das ihn verraten könnte? Erich Loest – Alles oder nichts: Ein Gewinner und der Quizmaster einer Show. Was verbindet die beiden miteinander? Am Ende gibt es einen Toten. Leider konnte mich dieser doch relativ umfangreiche Krimi nicht so ganz überzeugen, für mich war er etwas verwirrend und etwas zu lang. Schade, dass gerade der Krimi des Gastautors und Altmeisters unter den Autoren, nicht so ganz meinem Geschmack entsprach. Aber als schlecht würde ich diesen Krimi auf gar keinen Fall bezeichnen, denn hier hat der Autor die Details richtig gut ausgetüftelt. Mandy Kämpf – Ich weiß, wer es getan hat: ...und leider weiß hier auch der Leser wer es getan hat. Eine nette Geschichte, aber für einen Krimi leider etwas zu vorhersehbar, wenn es darum geht, den Täter zu identifizieren. Matthias Seydewitz – Dezemberabend: Eine Frau, ein Mann und eine unglückliche Beziehung. Dieser Krimi ist sehr unterhaltsam, leider mitunter etwas ausschweifend, und bietet einen tollen Einblick in das Seelenleben einer unglücklichen Geliebten. Sophie Sumburane – Ein ehrenwertes Haus: Ein Haus, in dem Recht und Ordnung herrschen sollen. Mitunter musste ich hier beim Lesen lachen. Eine Handlung gewürzt mit Ironie, Verblendung und Ignoranz. Ich mochte die Geschichte sehr gerne – mal ein etwas anderer Kurzkrimi, auch wenn jeder der Protagonisten auf seine eigene Art unsympathisch war. Sophie Sumburane – Vom roten Sand ins Licht: Eine äußerst traurige Geschichte, der ein sehr beklemmendes Gefühl in mir hinterlassen hat, zumal sie sich genau so hätte ereignen können! Die Geschichte spielt in Mosambik (ein Land, für das die Autorin ein Faible hat). Mitunter ist die Handlung schwer zu ertragen für den Leser, denn man wird mit unsagbaren Dingen konfrontiert, die dort leider an der Tagesordnung sind – sei es die Rolle der Frauen, die Armut oder die Korruption, die dort herrschen. Ein Krimi, an dem man noch lange zu knabbern hat – absolut nichts für schwache Nerven. Und vollkommen anders als der vorhergehende Krimi, der von der gleichen Autorin ist. Stefan B. Meyer – Kinder der Stadt: Hier wird deutlich aufgezeigt, wohin es führen kann, wenn es Jugendlichen langweilig ist. Was mit Schule schwänzen begann, endet oft mit Straftaten, wie Diebstahl und Überfällen. Aber dennoch – eine kleine Überraschung bietet sich dem Leser zum Schluss doch noch... Traude Engelmann – Das graublaue Kuvert: Ein Mann, der erpresst wird, eine Ehefrau, die von nichts wissen darf – ich musste mitunter doch schmunzeln, wie sich die Geschichte entwickelt hat – auch wenn vieles voraussehbar war. Und manchmal ist man als Leser doch auch etwas schadenfroh... Romy Fölck – Der letzte Kopi Luwak: Was ein Kopi Luwak sein sollte, wusste ich anfangs nicht, aber als dann das Stichwort „teuerster Kaffee“ fiel, musste ich gleich an die Besonderheit des erwähnten Kaffees denken und an die entscheidende Rolle einer Schleichkatze hierbei. Aber kann ein solcher Kaffee auch dazu führen, dass man wegen ihm einen Mord begeht? Diese Geschichte fand ich spannend geschrieben, mit einigen Wendungen, was ja bei einem Krimi sehr zur Spannung beiträgt. Und um auf eine solche Handlung zu kommen, bedarf es einer regen Fantasie der Autorin. Eine meiner Lieblingsgeschichten in diesem Buch. Romy Fölck – Pauliner-Pakt: Eine sehr fesselnde Geschichte um einen Pakt, der von vier Studenten zu DDR-Zeiten geschlossen wurde, doch dann läuft etwas schief... . Eine Handlung mit geschichtlichem Hintergrund und Bezug zur Stadt Leipzig und der Leipziger Universitätskirche, der Pauliner-Kirche. Es war für mich ein Genuss, diese Geschichte zu lesen. Auch wenn mich die Handlung nicht immer sonderlich überrascht hat. Aber der Stil hat mich auch hier überzeugt – ohne Längen, fesselnd und durchdacht. Und vor allem so, wie es wirklich hätte geschehen können. Durchaus hätte aus diesem Kurzkrimi, samt der erwähnten Vorgeschichte, ein eigenständiger Krimi werden können. Aber vielleicht holt die Autorin Romy Fölck dies ja noch nach...?! Meine Meinung: Eine bunte Mischung, die sich in diesem Buch versammelt hat – sowohl in Hinsicht auf die Autoren, als auch auf die unterschiedlichsten Geschichten. Manche fand ich hervorragend, andere entsprachen nicht so ganz meinem Geschmack, was ich aber nicht weiter schlimm finde, sondern ganz normal. So ist das nun mal, wenn verschiedene Schreibstile aufeinander treffen. Besonders die Geschichten von Romy Fölck blieben mir im Gedächtnis, da mir sowohl der Schreibstil, als auch die Handlung sehr gut gefielen. Sie war auch eine der wenigen Autoren, die mir vom Namen her bereits bekannt waren. Sehr schön fand ich die Gestaltung des Buches. Zu den Krimis im Buch gab es zahlreiche Schwarz-Weiß-Fotos, die sehr gut zur Handlung passten. Aber auch ebenfalls sehr gelungen fand ich, dass die Autoren am Ende des Buches einzeln vorgestellt wurden – samt Gruppenfoto der acht „Stammtisch-Autoren“. Von mir erhält diese unterhaltsame Kurzkrimi-Sammlung 4 Sterne.

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  • Rezension zu "Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus" von Hartwig Hochstein

    Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus
    Akiragirl

    Akiragirl

    02. December 2012 um 19:12

    Das Buch „Stammtischmorde“ enthält kurze und längere Krimi-Geschichten von insgesamt 9 Leipziger Autoren. Die Stadt Leipzig spielt in manchen davon eine Rolle, in manchen aber auch nicht; es handelt sich also nicht um ein reines „Leipzig“-Buch. Ich habe die Geschichten in diesem Buch sehr gerne gelesen; sie sind allesamt kurzweilig und unterhaltsam; Längen gab es keine. Mir hat gut gefallen, dass es einige sehr kurze und auch eine recht lange Geschichte gab – dadurch bleibt die Lektüre immer abwechslungsreich. Besonders gut in Erinnerung habe ich die Geschichten von Sophie Sumburane (toller schwarzer Humor) sowie Romy Fölck (schöner Bezug zur Leipziger Stadtgeschichte); aber auch „Kinder der Stadt“ von Stefan B. Meyer hat mir trotz (oder gerade wegen) des eher offenen Endes sehr gut gefallen. Die beigefügten Fotos zu jeder Geschichte sind ein netter Einfall, gebraucht hätte es sie nicht unbedingt. Jeder der Autoren hat seinen eigenen Stil und setzt eigene Schwerpunkte bei der Themenauswahl; wenn man schonmal ein Buch von dem einen oder anderen gelesen hat, wird man bestimmte „Motive“ wiedererkennen. Gerade das machte für mich den besonderen Reiz dieser Anthologie aus!

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  • Rezension zu "Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus" von Hartwig Hochstein

    Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus
    dorli

    dorli

    02. December 2012 um 13:31

    Herausgeber Hartwig Hochstein präsentiert den Mordsplan von 9 Leipziger Autoren. In diesem Buch wird aus den unterschiedlichsten Motiven leidenschaftlich gemordet und geraubt. Die Krimis sind bissig, dramatisch oder humorvoll und mancher lässt den Leser auch nachdenklich werden. Eine abwechslungsreiche Mischung - alle Autoren tragen mit interessanten Ideen dazu bei, dass aus dieser kriminellen Sammlung fesselnde, spannende Unterhaltung wird. Am besten gefallen hat mir „Alles oder nichts“ von Erich Loest. Die mit 50 Seiten längste Geschichte in dieser Anthologie ist klasse aufgebaut – hier kann man prima miträtseln, wird ein ums andere Mal auf eine falsche Fährte gelockt und am Ende mit der Identität des Täters überrascht – ein Krimi rundum so, wie ich ihn mir wünsche. Auch Romy Fölck und Sophie Sumburane konnten mich mit ihren Beiträgen begeistern. Es gibt aber auch Geschichten, die zwar gut erzählt werden, die mich aber durch ihr offenes Ende („Dezemberabend“; „Kinder der Stadt“) oder durch das frühe Wissen um den Täter („Ich weiß, wer es getan hat“) nicht restlos überzeugt haben. Insgesamt eine spannende und kurzweilige Lektüre – bitte mehr davon.

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  • Rezension zu "Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus" von Hartwig Hochstein

    Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus
    Blaustern

    Blaustern

    27. November 2012 um 19:54

    „Die Stammtischmorde“ sind 12 Krimi-Kurzgeschichten von 9 Leipziger Autoren. Als Schauplatz ist hier aber nicht nur Leipzig gewählt, sondern auch Hamburg, Italien und sogar Afrika. Die Geschichten sind ganz unterschiedlich, so wie auch deren Autor. Einige sind sehr kurz gehalten, andere umfassen fast fünfzig Seiten. Die Themen sind breit gefächert, wobei doch auffällt, dass das interessante Thema Selbstjustiz hier sehr häufig vorkommt. Weiterhin geht es um den perfekten Mord, Ausländerhass, Betrug, Erpressung, den Mord eines Kindes, Unterdrückung, Bestechung, Ladendiebstahl, aber auch um die Leipziger Geschichte während der Zeit der DDR. Die Geschichten sind spannend, interessant, oft überraschend, manchmal auch sehr brutal und immer nachvollziehbar. Das Ende kam manchmal etwas abrupt, aber mir haben alle Geschichten gut gefallen. Meine absoluten Favoriten waren allerdings „Pauliner Pakt“ sowie „Das graublaue Kuvert“. Hier wird sicher jeder seine Lieblingsgeschichte finden. Sehr schön ist auch das jeweilige Schwarz-Weiß-Foto zu jeder Geschichte.

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  • Rezension zu "Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus" von Hartwig Hochstein

    Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus
    Linny

    Linny

    26. November 2012 um 10:44

    Stammtischmorde 9 Leipziger packen aus Neun Leipziger Autorinnen und Autoren lassen in 12 noch so unterschiedlichen Erzählungen ihren Mörderischen Fantasie frei lauf. Und nehmen die Leser mit, auf eine Reise mit Gänsehaut Garantie. Mal ist das Ende offen einer Erzählung und man kann sich selber seine Gedanken machen. Wie sie weiter gehen könnte. Oder der Täter steht schon fest und man ist doch immer wieder überrascht, über die Tiefen der Menschlichen Abgründe. Diese gute ausgesuchte Mischung von Erzählungen ist ein Lesevergnügen der besonderen Art. Es ist nur schade das nach 12 Geschichten schon Schluß ist.

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  • Rezension zu "Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus" von Hartwig Hochstein

    Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus
    sofie

    sofie

    21. November 2012 um 12:22

    Es muss nicht immer Mord sein „Stammtischmorde“ ist eine Krimianthologie mit 12 Kurzkrimis von 9 Autoren. Das besondere dieser Sammlung ist, dass sich die Autoren kennen und bei einem Krimistammtisch in Leipzig über ihre „Fälle“ diskutieren. Als Gastautor hat zudem Erich Loest einen Krimi beigesteuert. Die Kriminalfälle spielen zum Teil in Leipzig, teilweise aber auch an anderen Orten und in anderen Ländern. Auch die Themen sind sehr unterschiedlich, es geht um Mord, Selbstjustiz, Betrug oder auch einfach mal nur um Diebstahl. Mal ist der Ton locker und ironisch, mal klassisch und mal auch sehr bewegend. Es wird auf jeden Fall nicht langweilig. Sehr gut gefallen hat mir persönlich zum Beispiel die Geschichte „Das graublaue Kuvert“ von T. Engelmann, in der es um eine betrogene Ehefrau geht, die sich auf fantasievolle Art und Weise an ihrem untreuen Ehemann rächt. Eine weitere spannende Geschichte ist der „Pauliner-Pakt“ von Romy Fölck, die ein Stück Leipziger Geschichte verarbeitet. Dieser Kurzkrimi überzeugt außerdem durch eine schöne Sprache und eine überraschende Wendung. Insgesamt hat mir das kleine Buch sehr gut gefallen, auch wenn nicht alle Geschichten vollständig überzeugen können. Daher gibt es vier von fünf Sternen.

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  • Rezension zu "Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus" von Hartwig Hochstein

    Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. November 2012 um 09:23

    „Stammtischmorde – 9 Leipziger packen aus“ ist eine Sammlung von zwölf Krimi-Kurzgeschichten von neun Autoren, die sich in Stil, Länge und Thema teilweise sehr unterscheiden und so sicher für jeden Geschmack etwas dabei ist, vieles mit großer Spannung, aber auch Humor und Witz, sowie Drama bleiben bei dieser Sammlung nicht aus. Durchweg schreiben die Autoren leicht verständlich und gut lesbar, ohne Längen. Zu jeder Geschichte gibt es eine tolle schwarz-weiß Fotographie zum jeweiligen Thema der Geschichte. Andreas Stammkötter: Der Fremde -kommt einem klassischen Krimi mit Täter, Opfer, Zeugen etc. recht nah Jan Flieger: Die Stimme -kurz und knackig, wie eine perfekte Kurzgeschichte nach meinem Geschmack sein soll Jan Flieger: Tote sterben nur einmal -Gibt es das perfekte Verbrechen? Erich Loest: Alles oder nichts -die mit Abstand längste Geschichte, die fast keine Kurzgeschichte mehr ist, was der Story an sich keinen Abbruch tut Mandy Kämpf: Ich weiß, wer es getan hat -Eine Art Mini-Psychokrimi Matthias Seydewitz: Dezember-Abend -eine offene Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Eine meiner favorisierten Geschichten! Sophie Sumburane: Ein ehrenwertes Haus -Witz und Humor gepaart mit Gesellschaftkritik und Verbrechen…für mich die beste Geschichte der Sammlung! Sophie Sumburane :Vom roten Sand ins Licht -Eine harte Geschichte, die die Augen für das Schicksal vieler unterdrückter Menschen auf brutale Art öffnet. Traurig, aber gut geschrieben! Stefan B. Meyer: Kinder der Stadt -So ganz entschieden wie mir die Geschichte gefällt hab ich noch nicht. Hier fehlt mir einfach das Ende der Geschichte Traude Engelmann: Das graublaue Kuvert -Toll geschrieben, wenn auch der Kern der Geschichte bzw. die Auflösung am Ende nicht recht in mein Weltbild passt. Romy Fölck: Der letzte Kopi Luwak -Das war ein echter Knaller! Wer den Profit auf dem Rücken anderer machen will kann schnell mal den Kürzeren ziehen…sehr schön! Romy Fölck: Pauliner-Pakt -Eine tolle Geschichte, die ein Verbrechen zu DDR Zeiten zum Thema hat. Wunderbarer Einblick in die Geschichte Leipzigs auch für einen Wessi. Eine sehr gelungene Abwechslung zum „normalen“ 300 + Seiten Krimi. Ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen!

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  • Rezension zu "Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus" von Hartwig Hochstein

    Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus
    thenight

    thenight

    9 Leipzigerkrimiautoren haben sich in diesem Band zusammegefunden und ich muss sagen, die Mischung ist als Ganzes betrachtet durchaus gelungen und hat mir einige kurzweilige Lesestunden beschert. Der Fremde (A. Stammkötter) Der Autor erzählt einen klassischen Krimi, eine Leiche, ein Verdächtiger, Zeugen, ein Kommisar, dabei aber ein etwas überraschendes Ende und ein Hauch von Mystik, den ich allerdings etwas störend fand bzw. für die Handlung überflüssig, dennoch gut zu lesen. Es ist schwierig etwas über die einzelnen Geschichten zu schreiben ohne zu viel vom Inhalt zu verraten. Die Stimme (J. Flieger) Perfekt, genauso muss eine Kurzgeschichte sein, kurz und knackig und dennoch alles beinhaltend was man braucht um die Geschichte und ihren Hintergrund zu verstehen. Tote sterben nur einmal (J. Flieger) Gibt es das perfekte Verbrechen? In dieser Story scheint es so zu sein, andererseits ist das Ende auf zwei Arten auslegbar und so kann der Leser in diesem Fall selbst entscheiden und seine Fantasie spielen lassen welchen Ausgang sie nun nehmen kann, meiner Ansicht nach ist das Ende nämlich offen, in meinen Augen ein Pluspunkt. Alles oder nichts (E. Loest) Diese Geschichte hat mir am wenigsten gefallen, für eine Kurzgeschichte war sie mir einfach zu lang, gut der Autor hatte so Gelegenheit die handelnden Personen vorzustellen und auch die Örtlichkeiten zu beschreiben, aber gleichzeitig blähte sie sich dadurch auch etwas au. Ich weiß, wer es getan hat (M. Kämpf) Der Versuch einer Psychokrimikurzgeschichte, der meiner Meinung nach leider nicht funktioniert hat, zu offensichtlich offenbarte sich der Täter gleich zu Beginn der Geschichte. Hier wäre mehr, auch besser gewesen. Dezemberabend (M. Seydewitz) In dieser Story geschieht keine offensichtliche Tat, das Ende bleibt für den Leser rätselhaft, da man die Hinweise auf zwei Arten deuten kann und gerade das macht den besonderen Reiz aus. Ein Krimi der nicht unbedingt ein Krimi ist, je nachdem wie man das Ende interpretiert. sehr schön und wirklich gut geschrieben. Ein ehrenwertes Haus (S. Sumburane) Eine meiner Lieblingsgeschichten in diesem Buch, voll bissigem Humor und Gesellschaftskritik die nicht nur subtil sondern mit dem Holzhammer ausgedrückt wird. Vom roten Sand ins Licht (S. Sumburane) Diese Geschichte spielt nicht in Deutschland, sondern in einem Land in dem Gerechtigkeit nur für wohlhabende, einflußreiche Leute zu erreichen ist und in dem eine Mutter Selbstjustiz üben muss um Gerechtigkeit zu bekommen, besonders erschütternd weil man weiß das so etwas in manchen Ländern zum Alltag gehört. Kinder der Stadt (S.B. Meyer) Gefiel mir nicht, eine Geschichte nach dem Motto wenn zwei das gleiche tun ist es noch lange nicht dasselbe. Das graublaue Kuvert (T. Engelmann) Wenn die betrogene Ehefrau zur Betrügerin wird und auf Rache sinnt kann das für den Ehemann schon teuer werden, schade das die Frau ihren Mann nicht nur um sein Geld erleichtert, was er meiner Meinung nach verdient hat, sondern auch selber betrügt. Gut geschrieben auch wenn mir das Ende nicht so gefiel. Der lietzte Kopi Luwak (R. Fölck) Diese Geschichte gefiel mir wieder richtig gut, der Böse bekam seine gerechte Strafe, wer sich an wehrlosen Kreaturen vergeht um Profit zu machen, hat es nicht besser verdient. Pauliner-Pakt (R. Fölck) Diese Story führt den Leser ins Leipzig der vergangenen Tage und zu einem Verbrechen das lange Zeit zurück liegt, die Auflösung war schlüssig. Schön für mich als Wessi etwas über die Ostdeutsche Geschichte zu erfahren.

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    • 2
    justitia

    justitia

    20. November 2012 um 15:17
  • Rezension zu "Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus" von Hartwig Hochstein

    Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. November 2012 um 11:18

    Eine schöne Sammlung von Kurz-Krimis von Leipziger Autoren, die mal mehr und mal weniger spannend und überraschend sind. Die Geschichten sind durchweg nachvollziehbar, mal brutal, mal feinsinnig, mal ironisch, manchmal auch mit lustigen Momenten geschrieben. Gerade das macht die Faszination dieser Werke aus. Das Problem bei den meisten Geschichten ist, dass das Ende zu abrupt kommt und einem zwischendrin etwas Kontext fehlt. Ansonsten hat mir das Buch gut gefallen, da es genau das Richtige ist um abends noch eine Kleinigkeit zu lesen.

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  • Rezension zu "Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus" von Hartwig Hochstein

    Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    17. November 2012 um 16:18

    Die Stammtischmorde sind eine Krimi-Kurzgeschichtensammlung. Eine Rezension dazu zu verfassen, fällt schwer, denn so unterschiedlich wie die Autoren sind auch die Geschichten. Nicht nur in der Länge (von drei Seiten bis fünfzig ist alles dabei), sondern auch in der Gestaltung der Geschichten ist die Spannbreite enorm. Der kurze knackige Krimi ist darunter, genauso das eher psychlogisch angelegt Stück - bei manchen fehlt gar der Mord. Gemeinsam bleibt der Bezugsort Leipzig, der bei den meisten Geschichten auch Schauplatz ist und sich als roter Faden hindurchzieht. Ich habe drei Favoriten unter den Kurzkrimis: Mandy Kämpf "Ich weiß, wer es getan hat" besticht durch die enorme Spannung unter der die Hauptfigur steht. Sophie Sumburanes "Ein ehrenwertes Haus" wartet mit viel Witz und Humor in einer bissigen Mordgeschichte auf und Romy Fölcks "Pauliner-Pakt" überzeugt mich durch die historisch-geographische Verankerung mit der Stadt Leipzig. Warum mich gerade die Frauen in der Sammlung am meisten ansprechen, weiß ich nun nicht genau, die männlichen Kollegen bieten nämlich auch gute Unterhaltung. Eine gelungene Abwechlung zum Langkrimi. Auch wenn große Schwankungen zwischen den Geschichten sind, kann die Anthologie überzeugen und gerade die Variation in Ton, Stil und Plot ist sehr gelungen. Dass ein verbindendes Moment gegeben ist, lässt die Zusammenstellung in sich stimmig werden.

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  • Rezension zu "Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus" von Hartwig Hochstein

    Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus
    mabuerele

    mabuerele

    17. November 2012 um 15:24

    Die Anthologie enthält 12 Kurzkrimis von 9 Leipziger Autoren. Die erste Geschichte besticht durch ihren logischen Ablauf und den sympathischen Ermitttler. Auch Gevatter Tod bekommt eine Rolle. Jan Flieger ist mit zwei unterschiedlichen Erzählungen vertreten. Im ersten könnte es um einen kurzen und prägnanten Fall von Selbstjustiz gehen. Im zweiten gelingt ein perfekter Mord. Beides ist gut erzählt. Vor allem die erste Geschichte lässt Platz für die Phantasie des Lesers. Erich Loest hat einige Seiten mehr zur Verfügung wie die anderen. Der gut konstruierte Krimi zeichnet sich durch exakte Ortsbeschreibungen aus. Außerdem gelingt es dem Autor, mich als Leser geschickt in die Irre zu führen, mehrere Verdächtige zu präsentieren und ein überraschendes Ende zu konstruieren. „Alles oder nichts“ hat mir nicht so gefallen. Hier ergibt sich aus der Charakteristik der Personen sofort der Verdacht auf den Täter. Von der Thematik her wäre mehr aus der Geschichte zu machen gewesen. Auch in der folgenden Erzählung lässt sich FRAU von MANN manipulieren. Hier bleibt am Ende genug Platz für die Phantasie des Lesers. Sophie Sumburane zeigt in ihrer ersten Erzählung, wohin Ausländerhass und Vorurteile führen. Eine gewisse unterschwellige Ironie liegt über der Geschichte. Ihr zweiter Krimi spielt in Mosambik. Er ist emotional stark berührend. Die Machtlosigkeit einer Mutter in einer Gesellschaft voll Korruption wird thematisiert. Die Erzählung ist sehr gut ausgearbeitet. Die nächste Erzählung „Kinder der Stadt“ hat mir anfangs gut gefallen. Die Handlung ist logisch aufgebaut, der Ablauf könnte durchaus so geschehen sein und es ist sofort der Bezug zu aktuellen Ereignissen da. Allerdings wird meine Einschätzung durch den Schluss relativiert. Traude Engelmanns Krimi gehört zu den Besten in der Anthologie. Geschickt aufgebaut und gut konstruiert führt er mich am Ende zu der Erkenntnis, dass FRAU nur raffinierter war. Trotzdem bleibt sie mir sympathisch. Auf gleichem Niveau bewegt sich die letzte Erzählung des Buches. Ein Blick in die Vergangenheit, ein Stück Lokalkolorit und ein Detail der DDR-Geschichte werden zu einer spannenden Handlung verknüpft. Hier passt jede Kleinigkeit. Die vorhergehende Erzählung der gleichen Autorin zeichnet sich durch genaue Kenntnisse des behandelten Themas aus. Die Szene in der Wohnung fand ich überzeichnet. Allerdings haben mich die überraschende Wendung und der positive Einfluss des Katers wieder versöhnt. Insgesamt ist es eine gelungene Sammmlung unterschiedliche Krimihandschriften. Jeder Leser wird seine Lieblingserzählung finden. Gefallen hat mir auch, dass jede Geschichte durch eine einseitige Zeichnung charakterisiert wurde. Das Buch werde ich gern weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus" von Hartwig Hochstein

    Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus
    cole88

    cole88

    16. November 2012 um 18:14

    Das Buch hat ein passendes und originelles Cover zur Thematik. Neun Autoren aus Leipzig haben sich zusammengeschlossen um gemeinsam Kurz-Krimis zu veröffentlichen. Die unterschiedlichen Autoren sind haben ein tolles Gesamtwerk erschaffen. Das Buch beinhaltet von H. Hochstein – Ein Mordsplan A. Stammkötter – Der Fremde J. Flieger – Die Stimme und Tote sterben nur eimal E. Loest – Alles oder nichts M. Kämpf – Ich weiß, wer es getan hat M. Seydewitz – Dezemberabend S. Sumburane – Ein ehrenwertes Haus und Vom roten Sand ins Licht S. B. Meyer – Kinder der Stadt T. Engelmann – Das graublaue Kuvert R. Fölck – Der letzte Kopi Luwak und Pauliner-Pakt Am beste gefallen haben mir die Krimis von J. Flieger und M. Kämpf. Bei den Krimis geibt es von Selbstjustiz, Explosionen, abgetrennente Körperteile und Kriminalität vermischt mit Spannung, Drammatik und großartiges schwarzen Humor. Manche Geschichten sind nicht so toll wie andere, aber genau das richtige wenn man abends zum Erholen einen kleinen Krimis lesen möchte.

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  • Rezension zu "Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus" von Hartwig Hochstein

    Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus
    tigerbea

    tigerbea

    15. November 2012 um 20:47

    Das Buch "Stammtischmorde - 9 Leipziger packen aus" ist eine solida Sammlung von 12 Kurzgeschichten, geschrieben von Andreas Stammkötter, Jan Flieger, Erich Loest, Mandy Kämpf, Matthias Seydewitz, Sophie Sumburane, Stefan B. Meyer, Traude Engelmann und Romy Fölck. Alles Leipziger Autoren, die ihre Geschichten nicht alle in Leipzig ansiedeln. Wer also eine Sammlung regionaler Kurzgeschichten sucht, ist hier falsch. Nichtsdestotrotz ist dies ein gelungenes Buch. Es bietet für jeden Geschmack die passende Geschichte. Die Autoren schreiben durchweg gut lesbar, verständlich und fließend. Angereichert ist das Buch mit schwarz-weiß Fotos, die jeweils einen Bezug zur aktuellen Geschichte haben. Dadurch wird alles schön aufgelockert. Ein Buch, daß ich durchaus empfehlen kann!

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