Hartwig Hochstein , Hartwig Hochstein Stammtischmorde III

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Inhaltsangabe zu „Stammtischmorde III“ von Hartwig Hochstein

Was hat ein Plakat in der Red-Bull-Arena mit einem Mord in Gronau zu tun? Wie reagiert ein Mann, wenn ihn die Frau verlässt, der er aus Liebe eine Niere gespendet hat? Wozu ist ein alter Mann fähig, der seinen Enkel um jeden Preis zum Fußball-Profi machen will? Aller guten Dinge sind drei. Zum dritten Mal legen Autorinnen und Autoren vom Leipziger Krimi-Stammtisch eine Anthologie mit Mords-Geschichten vor. Mordsgeschichten – das ist einmal wörtlich zu nehmen, weil es Gewalt und Tote gibt. Mordsgeschichten – das gilt ebenso im übertragenen Sinne, weil die Fantasie des Schreibers auch einen Fall ohne Leiche zu einer spannenden und ungewöhnlichen Story macht. Dreizehn Autorinnen und Autoren haben sich diesmal zusammengetan. Und wie bei den ersten Bänden mit Erich Loest und Edgar Franzmann haben sie sich Verstärkung von außen dazugeholt, und zwar einen Mann vom Fach: Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz ist mit einer Geschichte aus turbulenten Nachwende-Zeiten dabei. Ein besonderer Coup der Stammtisch-Bande. Beiträge der Autoren: Frank Kreisler: Der Schal und der Clown | David Gray: Hügel der Stiefel | Jan Flieger: Die Todesniere | Birgitta Hennig: Keine Zugabe | Hartwig Hochstein: Max und Moritz | Bernd Merbitz: Spurlos verschwunden | Traude Engelmann: Marlene und Marion | Mandy Kämpf: Phönix deiner Asche | Christian Barz: Klassentreffen | Matthias Seydewitz: Zur Endstation | Anne Mehlhorn: Maskerade | Joachim Anlauf: Killer auf Sendung | Stefan B. Meyer: Partner | Andreas M. Sturm: Lady in Black

Ein bunter Kurzgeschichtensalat

— SchwarzerPeter
SchwarzerPeter

von „Wer andern eine Grube gräbt...“ bis „Wer zuletzt lacht, lacht am Besten“, vom Krimi mit Schwarzem Humor, bis hin zum Gänsehaut- Krimi

— Cappuccino-Mama
Cappuccino-Mama

Tolle Kurzkrimis

— milchkaffee
milchkaffee

Happen für Happen bekommt man Spannung aufgetischt und kann das Buch nicht aus der Hand legen. Wie ein gutes Essen.

— anja_bauer
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— SzenarioLicht
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Mordsmäßige Kurzgeschichten

— Kerstin_KeJasBlog
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Blieb weit hinter meinen Erwartungen zurück

— KatalinMaerz
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13 Kurzkrimi und ein realer Fall - gelungene Anthologie!

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  • Leserunde zu "Stammtischmorde III" von Hartwig Hochstein

    Stammtischmorde III
    fhl_verlag_leipzig

    fhl_verlag_leipzig

    Kurz. Tödlich. Mögt ihr Krimis? Mögt ihr Kurzgeschichten? Macht mit bei unserer Leserunde der kurzen Mords-Geschichten  ›Stammtischmorde III – 13 Krimi-Experten und Polizeipräsident Bernd Merbitz packen aus‹   Was hat ein Plakat in der Red-Bull-Arena mit einem Mord in Gronau zu tun? Wie reagiert ein Mann, wenn ihn die Frau verlässt, der er aus Liebe eine Niere gespendet hat? Wozu ist ein alter Mann fähig, der seinen Enkel um jeden Preis zum Fußball-Profi machen will? Bewerbt euch bis zum 8.Dezember um eines von 13 Exemplaren unter der Rubrik Bewerbung/ Ich möchte mitlesen und beantwortet folgende Fragen: Kennt ihr die Stammtischmorde I und/oder II?  , Was stellt ihr euch unter einem KrimiStammtisch vor? Sind wahre Geschichten für euch spannender, als fiktive?    Bewerber ohne öffentliches Profil können nicht berücksichtigt werden. Was genau erwartet euch in „Stammtischmorde III“? Aller guten Dinge sind drei. Zum dritten Mal legen Autorinnen und Autoren vom Leipziger Krimi-Stammtisch eine Anthologie mit Mords-Geschichten vor. Mordsgeschichten – das ist einmal wörtlich zu nehmen, weil es Gewalt und Tote gibt. Mordsgeschichten – das gilt ebenso im übertragenen Sinne, weil die Fantasie des Schreibers auch einen Fall ohne Leiche zu einer spannenden und ungewöhnlichen Story macht. Dreizehn Autorinnen und Autoren haben sich diesmal zusammengetan. Und wie bei den ersten Bänden mit Erich Loest und Edgar Franzmann haben sie sich Verstärkung von außen dazu geholt, und zwar einen Mann vom Fach: Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz ist mit einer Geschichte aus turbulenten Nachwende-Zeiten dabei. Ein besonderer Coup der Stammtisch-Bande. Mit dabei sind:  Andreas M. Sturm - Lady in Black Anne Mehlhorn - Maskerade Bernd Merbitz - Spurlos verschwunden Birgitta Hennig - Keine Zugabe Christian Barz - Klassentreffen David Gray - Hügel der Stiefel Frank Kreisler - Der Schal und der Clown Hartwig Hochstein (Herausgeber) - Max und Moritz Jan Flieger - Die Todesniere Joachim Anlauf - Killer auf Sendung Mandy Kämpf - Phönix deiner Asche Matthias Seydewitz - Zur Endstation Stefan B. Meyer - Partner Traude Engelmann - Marlene und Marion Hier findet ihr die Leserunde des ersten Bandes der Stammtischmorde. Und hier die Leserunde des zweiten Bandes. Wir wünschen allen Bewerbern viel Glück und eine interessante, diskussionsreiche Leserunde!

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  • Sie sind wieder da, die Stammtischmörder...

    Stammtischmorde III
    Cappuccino-Mama

    Cappuccino-Mama

    28. January 2015 um 13:54

    ...und unterhalten die Leser mit neuen Krimis. Zum dritten Mal schlagen sie zu – die Ersttäter, Wiederholungstäter und als Gastautor ein waschechter Polizeipräsident. Sie haben sich vermehrt, die Autoren, welche am Buch beteiligt waren – waren es im ersten Band lediglich insgesamt neun Autoren, im zweiten Band 13 Autoren, so sind es diesmal dreizehn Autoren, sowie der Gastautor. Cover, Gestaltung und Buchaufbau: Dieses Buchcover ist matt gestaltet und besitzt einen Wiedererkennungswert, was ich bei Buchserien sehr vorteilhaft finde, weil man sich meist schon beim Betrachten an die Vorgängerbücher erinnert. Auch beim dritten Band der STAMMTISCHMORDE wirkt das Cover durch die Farbgebung recht düster, daher aber auch sehr passend zum Genre Krimi. Der Hintergrund ist in Grau gehalten, mit einem Stich ins Grünliche. Auf einer Tischplatte oder etwas Ähnlichem sieht man unter anderem einen angebissenen Apfel liegen, bei dem ich sofort an den vergifteten Apfel bei Schneewittchen denken musste. Der rote Schrift auf dem Cover wirkt geradezu so, als wäre sie mit Blut geschrieben. Aufgefallen ist mir, dass sich ein Detail des Textes auf dem Cover des 3. Bandes geändert hat. Aus den „Leipzigern“ wurden nun „Krimi-Experten“. Offensichtlich stoßen auch Nicht-Leipziger zum erlauchten Kreis der Stammtischmörder hinzu. Schön finde ich, dass auf der Buchrückseite wieder die einzelnen Autoren mit ihren Krimis aufgelistet sind, so hat man sozusagen ein zusätzliches Inhaltsverzeichnis, ohne dass man im Buch blättern muss. Sehr gut finde ich, dass sich das Inhaltsverzeichnis vorne im Buch befindet, denn nicht jeder sieht am Ende des Buches nach. Gut gefallen hat mir die Einleitung durch den Herausgeber Hartwig Hochstein. Hier erfährt man etwas über die vorherigen Bände, beispielsweise die bisherigen Gastautoren, aber auch über die Erinnerungen des aktuellen Gastautors an einen spektakulären Fall aus der Wendezeit. Aber auch über die regelmäßigen Treffen des Krimi-Stammtisches im Leipziger Café Waldi wird etwas erzählt. Nach dem Buchteil mit den Kurzkrimis wird der Gastautor Bernd Merbitz vorgestellt – und das recht umfassend, samt einem Porträtfoto. Es folgt ein Schwarz-Weiß-Foto, auf dem die Mitglieder sich an einem Tisch versammelt haben, auf dem ein weibliches Mordopfer (natürlich lebendig) platziert ist. Übrigens ist auf dem Foto auch Andreas Mannchen vertreten – ich hoffe, dass man im nächsten Band auch einen Krimi von ihm zu lesen bekommt. Es folgen Autorenporträts der im Buch vertretenen Autoren – schade, dass diese Porträts ohne die entsprechenden Fotos sind, dafür aber mit der Adresse der Internetseiten, falls diese vorhanden sind. Gewünscht hätte ich mir, dass hier nochmals kurz der Titel der Geschichte vermerkt ist, so muss man eventuell eben kurz nachsehen. Eine Alternative wäre übrigens gewesen, das Autorenporträt direkt im Anschluss an den jeweiligen Krimi zu setzen – aber das ist letztendlich reine Geschmacksache. Eigentlich ein Muss: Die beiden Vorgängerbücher werden im Anhang kurz vorgestellt, ebenso einige Bücher der beteiligten Autoren, so dass man, sollte man nun auf den Geschmack gekommen sein, gleich das nächste Buch vormerken kann. Die 14 Krimis – Inhalt und Kommentare: DER SCHAL UND DER CLOWN (Frank Kreisler): Ein Mann vermutet, seine Frau hätte ihn mit einem Maler betrogen... Mir gefiel diese Geschichte recht gut, es gab für mich einige Überraschungen, wie es in einem Krimi idealerweise der Fall sein sollte. HÜGEL DER STIEFEL (David Gray): Eine Frau, die sich gegen einen Mann zur Wehr gesetzt hat, endet am Galgen. Doch das Unrecht darf nicht siegen... Der Titel klingt schon nach einem Western, und es ist auch eine Geschichte aus dem Wilden Westen. Nein, ich bin absolut keine Leserin dieses Genres, aber mich schreckt das nicht ab. Dieser Krimi konnte mich überzeugen und ich hatte beim Lesen die Handlung regelrecht vor Augen. DIE TODESNIERE (Jan Flieger): Ein Mann verliebt sich in eine todkranke Frau. Um ihr Leben zu retten, spendet er ihr eine seiner Nieren. Doch dann verlässt ihn seine große Liebe... Eine große Überraschung war dieser Krimi für mich zwar nicht, dennoch fühlte ich mich gut unterhalten – und das zählt letztendlich. KEINE ZUGABE (Birgitta Hennig): Das Spiel mit dem Feuer kostet einer Frau das Leben. Doch wer hat die Frau ermordet, die sich für Liebesdienste stets großzügig bezahlen ließ?... Auch wenn mir dieser recht umfangreiche Kurzkrimi ziemlich gut gefiel, hatte er meiner Meinung nach doch an der ein oder anderen Stelle etwas gekürzt werden dürfen, doch dies ist sicherlich eine Sache des persönlichen Geschmacks. Aber mein Mitleid mit dem Opfer hielt sich doch sehr in Grenzen – Geldgier zahlt sich eben nicht immer aus. MAX UND MORITZ (Hartwig Hochstein): Zwei Freunde, die die Chance erhalten, als Fußballspieler Karriere zu machen. Doch nur einer kann als Sieger hervorgehen. Da will man als Opa nicht untätig sein und den eigenen Enkel fördern... Die Geschichte von Hartwig Hochstein (übrigens der Herausgeber dieser Anthologie) konnte mich voll und ganz überzeugen. Hier stimmte einfach alles – angefangen vom Schreibstil, über die unterhaltsame, kurzweilige Handlung, bis hin zu den kleinen Andeutungen, indem die Namen aus Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ verwendet wurden. Außer Max und Moritz wirkten auch noch ein Fritze mit, sowie ein Herr Müller. Ein Schmunzeln konnte ich mir an der ein oder anderen Stelle jedenfalls nicht verkneifen. SPURLOS VERSCHWUNDEN (Bernd Merbitz): Juni 2014 – Ein Ermittler besucht ein Konzert von Udo Lindenberg. Beim Anblick eines Banners werden alte Erinnerungen wach. Vor 23 Jahren verschwand ein junger Mann spurlos, nachdem er sich im Westen ein neues Leben aufgebaut hatte... Bernd Merbitz, der Gastautor in diesem Band, ist der Polizeipräsident von Leipzig. Seine Geschichte beruht auf einen echten Fall – vielleicht gerade deshalb liest sich die Handlung teilweise wie ein Protokoll, aber dadurch wirkt dieser Krimi auch besonders authentisch. Schriftstellerisch ist dieser Krimi nicht ganz ausgereift, was ich aber vollkommen in Ordnung finde, schließlich ist der Verfasser kein Autor im herkömmlichen Sinne. Interessant fand ich hier den Einblick in den Alltag eines Kommissars. Und es wird deutlich - so mancher Fall lässt einen Ermittler auch nach langer Zeit nicht ganz los. MARLENE UND MARION (Traude Engelmann): Eine Frau wird des Mordes an ihrer Zwillingsschwester verdächtigt. Zuvor hatten ihre Schwester und ihr Schwager durch ihre Schuld viel Geld verloren... Eine sehr unterhaltsame Handlung, die mir gut gefiel, denn alles kam ganz anders, als ich es vermutet hatte. Lediglich an einigen Stellen erschien mir die Handlung etwas unglaubwürdig, aber meiner Lesefreude tat das dennoch keinen Abbruch. PHÖNIX DEINER ASCHE (Mandy Kämpf): Zwei Frauen, die während der Schulzeit Freundinnen waren (mehr oder weniger), führen zwei sehr unterschiedliche Leben. Während die eine als Tattoo-Modell arbeitet, verdient die andere sich ihr Geld als Verkäuferin. Doch nun möchte auch die „ewige Verliererin“ endlich mal Erfolg haben und schmiedet einen verhängnisvollen Plan... Dieser Krimi ist in diesem Buch einer meiner Lieblinge, obwohl mich der Verlauf der Handlung nicht besonders überrascht hat. Die erfolgreiche Frau, die ein echtes Glückskind ist, und die Loserin, die die ewige Zweite ist – da kommt natürlich Neid auf. Und man würde ihr durchaus auch mal etwas Glück im Leben gönnen. KLASSENTREFFEN (Christian Barz): Zwanzig Jahre nach Ende der Schulzeit treffen die ehemaligen Mitschüler bei einem Klassentreffen aufeinander. Doch leider können nicht mehr alle Klassenkameraden anwesend sein, dafür aber zwei Lehrer. Alte Erinnerungen werden wach... Ja, bei diesem Krimi gab es für mich einige Überraschungen. Gekonnt führte der Autor mich an der Nase herum. Die Handlung war mitunter recht gruselig, da musste man beim ein oder anderen Mal schwer schlucken. ZUR ENDSTATION (Matthias Seydewitz): Der Ex-Mann, der seiner geschiedenen Frau noch immer hinterhertrauert, beobachtet eine Auseinandersetzung zwischen ihr und ihrem neuen Freund – am Ende ist einer von ihnen tot... Auch wenn diese Geschichte nicht unbedingt zu meinen Lieblingen zählt, so fand ich sie dennoch nicht schlecht. MASKERADE (Anne Mehlhorn): Ein Enkel, das schwarze Schaf der Familie, soll sich um die pflegebedürftige Oma kümmern, als die aus der Psychiatrie entlassen wird. Doch das Verhältnis zwischen der Großmutter und dem jungen Mann ist alles andere als herzlich. Aber dafür verfügt die Oma über ein beträchtliches Vermögen... Bei diesem Krimi konnte mich das Gesamtpaket überzeugen – die kurzweilige Handlung, die Charaktere, sowie der flüssige Schreibstil der Autorin. Ich fühlte mich auf alle Fälle wunderbar unterhalten. KILLER AUF SENDUNG (Joachim Anlauf): Eine sächsische Version von „Big Brother“ läuft im Fernsehen. Im Haus befindet sich auch ein Bewohner, der den Aufenthalt hinter „schwedischen Gardinen“ gegen das Leben im Container eingetauscht hat. Und ein Ermittler, getarnt mit Perücke, hat sich ebenfalls unter die Bewohner gemischt, denn es gilt einen alten Kriminalfall aufzuklären... Prominente Besetzung in einem Krimi: Die sächsische Dschungelkönigin, Sachsen-Paule und Daniela Katzenberger wurden in die Handlung eingebaut, wenn auch größtenteils nur namentlich erwähnt. Polizeihauptkommissar Peter „Pfeffi“ Richter wird von seinem Vorgesetzten Kriminalhauptkommissar Carlo „Kater“ Hoffmann zum Leben im Container verdonnert, weil er mal wieder einen Auftrag vermasselt hat. Ich war gespannt, ob alles glatt laufen würde, hätte mir jedoch gewünscht, dass der Schluss etwas besser ausgearbeitet gewesen wäre. PARTNER (Stefan B. Meyer): Die Vertreter verschiedener Gemeinden treffen sich – vom Bio-Bauern bis hin zum Lehrer ist alles vertreten. Abends fließt dann auf einer Kneipentour reichlich Alkohol, und es gibt ein böses Erwachen... Schade, obwohl ich normalerweise Geschichten mit einem solchen Aufbau mag, fand ich diesmal leider dennoch keinen Zugang zur Handlung. LADY IN BLACK (Andreas M. Sturm): Reiseleiterin Christine ist der Verzweiflung nahe, denn ein Reisender ist nicht zur verabredeten Abfahrtszeit am Treffpunkt. Schließlich fährt der Bus ohne den jungen Mann ab. Doch die Reiseleiterin findet keine Ruhe und will herausfinden, was sich während des Aufenthalts zugetragen hat, und so fragt sie bei den Mitreisenden nach... Meine Geduld wurde hier auf eine harte Probe gestellt. Auf den Kurzkrimi von Andreas M. Sturm hatte ich mich (mal wieder) ganz besonders gefreut. Doch das Warten hat sich gelohnt. Mit seiner LADY IN BLACK setzte er als Dessert dem Krimi-Menü des Stammtisches das Sahnehäubchen auf. Wieder einmal konnte mich der flüssige Schreibstil und die lebendige Handlung voll und ganz überzeugen. Ein angemessener Abschluss des Buches. Fazit: Es ist sicherlich immer ein großes Risiko, ein Buch mit Anthologien zu veröffentlichen. Unwahrscheinlich, dass der Leser jede einzelne Geschichte toll findet. Leider ergeht es auch mir in den meisten Fällen so. Aber ich habe unter den Stammtischmördern (ich nenne die Autoren mal so) meine absoluten Lieblingsautoren, auf die ich mich bislang verlassen konnte. Es ist eine bunte Mischung verschiedener Schreibstile, der unterschiedlichsten Handlungen, verschiedener Zeitepochen – kurzum, für jeden Leser werden „seine“ Geschichten vorhanden sein, und bekanntlich sind Geschmäcker ja verschieden. Von „Wer andern eine Grube gräbt...“ bis „Wer zuletzt lacht, lacht am Besten“, vom Krimi mit einem Schuss Schwarzem Humor, bis hin zum Krimi mit Gänsehauteffekt, ist hier alles vertreten. Es tut mir immer leid, wenn ein Krimi mir nicht, oder weniger zusagt, aber dafür finden vielleicht gerade die anderen Leser gerade diesen Krimi besonders toll. Wer also gerne mal zwischendurch einen (oder auch mehrere) Kurzkrimis liest, dem möchte ich diese Krimi-Anthologie ans Herz legen. Von mir erhält dieses Buch 4 Sterne.

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  • Absolut empfehlenswert

    Stammtischmorde III
    milchkaffee

    milchkaffee

    21. January 2015 um 21:31

    Diese Kurzkrimis von verschiedenen Autoren sind sehr unterschiedlich. Nicht alle haben mir gleichermaßen gut gefallen. die meisten jedoch waren einfach sensationell und regten auch zum Nachdenken an. Schade, dass das Buch so schnell ausgelesen war.

  • kurze Spannung für unterhaltsame Stunden

    Stammtischmorde III
    anja_bauer

    anja_bauer

    21. January 2015 um 18:46

    3 Schriftsteller mit Rang und Namen haben eine Krimianthologie herausgebracht. 13 kurze spannende Geschichten. Hier wird gemordet, gemeuchelt und getötet. Die Motive sind unterschiedlich: entweder aus Eifersucht, wo ein Clown der Täter ist, dann weil eine Frau unbedingt eine Niere braucht oder bis hin zum tödlichen Klassentreffen. . Aber auch die Lady in Black von Andreas M. Sturm hat am Schluss des Buches was zu verbergen. Neben dem Krimiautor Sturm sind u. a. auch Traude Engelmann, Bernd Merbitz, Hartwig Hochstein und viele andere hier vertreten.  Und als Krönung hat sogar Leipzigs Polizeipräsidien Bernd Merbitz mit einer reellen Story die Anthologie bereichert. FAZIT: eine gute Mischung aus spannenden und turbulenten kleinen Geschichten mit oftmals überraschendem Ende. Mir haben eigentlich bis auf zwei Storys alle auf ihre Art gut gefallen. Ich finde die Schreibstile alle recht flüssig und gut zu lesen. Bei der Geschichte von Herrn Merbitz viel es mir zwar am Anfang ein wenig schwer hinein zu kommen, weil diese teilweise in der Gegenwart und teilweise in der Vergangenheit spielt und das alles so ein wenig verschwimmt. Aber wenn man dann weiterliest, dann kommt man gut rein. Ein für mich offenes Ende hatte die Geschichte Phönix deiner Asche. Das Cover ist schlicht gehalten. Grautöne herrschen hier vor und es gibt nicht viel an Bild nur ein Apfel und ein Efeuzweig. Dagegen ist der Titel und der Herausgeber in blutrot gehalten und fließend wie tropfendes Blut. Auch die einzelnen Kapiteltitel sind fließend, allerdings in schwarz gehalten. Also ich kann die Stammtischmorde nur wärmstens empfehlen, denn sie lesen sich leicht und man hat trotzdem die Spannung bei den Kurzgeschichten. Und die beiden Vorgängerbücher sind auf meine Wunschliste gelandet.

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  • Der dritte Streich

    Stammtischmorde III
    sofie

    sofie

    17. January 2015 um 17:14

    Der dritte Band der Leipziger Stammtischmorde und die dritte Rezension von mir dazu. Da wird es Zeit für ein Fazit, denn die Stärken und Schwächen der Anthologien gleichen sich eigentlich in allen drei Bänden. Positiv hervorzuheben in allen Bänden ist die gute Mischung aus verschiedenen Krimigenres. Mal sind sie witzig, mal schon fast ein Thriller, mal klassische Ermittlungsarbeit. Einige der Autoren wagen sich auch an außergewöhnliche Themen. So hat mir auch in diesem Teil wieder der Krimi von Mandy Kämpf ganz besonders gefallen, der einen ganz besonders perfiden Mordplan verfolgt. Traude Engelmann ist bereits zum dritten Mal dabei und auch sie überzeugt wieder mit einer tollen Geschichte mit überraschendem Ende. Wie auch schon bei den beiden Vorgängerbänden gibt es natürlich auch immer wieder Krimis, die einem nicht gefallen. Gefühlt waren es diesmal für mich ein paar mehr die mich entweder nicht angesprochen haben. Gar nicht passend fand ich z.B. leider den Beitrag des Polizeipräsidenten Bernd Merbitz. Da hätte ein Lektor oder ein Autorenkollege sprachlich noch mal kräftig nachbessern müssen. Überhaupt hätte ich mir diesmal ein etwas sorgfältigeres Lektorat gewünscht. Immer wieder fehlen Satzzeichen und ähnliche Fehler. Trotzdem gibt es von mir wieder 4 von 5 Sternen und ich warte weiter geduldig auf ein ganzes Buch von Mandy Kämpf.

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  • StammtischmordeIII

    Stammtischmorde III
    thenight

    thenight

    12. January 2015 um 08:04

    Einmal mehr durfte ich der Einladung des FHL Verlags folgen und 13 Krimiautoren sowie einem Gastautor beim Morden begleiten und wie gewohnt wurde ich von den Kurzgeschichten nicht enttäuscht. Anthologien sind wie Tüten mit gemischten Süßigkeiten, nie weiß man so ganz genau was einen erwartet, manches ist köstlich und zergeht auf der Zunge anderes möchte man am Liebsten gleich wieder ausspucken und wieder anderes mutet seltsam an. Genauso ging es mir mit den einzelnen Geschichten, nicht immer liessen sie sich gefällig lesen und erschlossen sich auf Anhieb, sorgsames und manchmal wiederholtes Lesen war nötig und vielleicht war es gerade dann das etwas sperrige, was diese Geschichten so interessant machte. Einige der Geschichten, bzw. der Motive zogen mich unausweichlich auf die Seite des Mörders, dessen Motive für mich so nachvollziehbar und verständlich waren das ich ihn nicht verurteilen konnte. z.B. in meinem Top Favoriten: Hügel der Stiefel von David Gray, der uns in den wilden Westen nach Hope führt einer kleinen, von tiefgläubigen Menschen bewohnten, Stadt in der nicht alles so friedlich und heimelig ist wie es auf den ersten Blick scheint. Oder die Story macht betroffen und traurig, wie in Klassentreffen von Christian Barz, in der sich über Jahre angestaute Wut und Verzweiflung in einer grausamen Tat entladen für die ich wieder, obwohl ich im realen Leben ein rigoroser Gegner von Selbstjustiz bin, vollstes Verständnis hatte. Häufig ist man vom Täter überrascht, hat man doch jemand ganz anderen im Visier,der Motiv und Gelegenheit hätte jemanden zu ermorden, wie in Lady in Black von Andreas M. Sturm. Kurz zum Gastautor Bernd Merbitz, ich gebe zu, es hat etwas gedauert bis ich mich an die Art und Weise gewöhnt hatte in der der Autor schreibt, sein Schreibstil gehört zu denen die etwas seltsam anmuteten hat man sich allerdings erst einmal daran gewöhnt und sich darauf eingelassen, ist er durchaus interessant, aus diesem Blickwinkel zu erfahren wie es zu der Tat kam. Zum Schluss sei noch gesagt, in der Wundertüte gab es keine Süßigkeit die ich wieder ausspucken wollte,jede Geschichte war auf ihre Art spannend, manchmal traurig manchmal etwas makaber. Ich freue mich schon auf die nächsten Stammtischmorde.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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    • 2148
    kubine

    kubine

    09. January 2015 um 21:13
  • Wieder eine gelungene Anthologie

    Stammtischmorde III
    PMelittaM

    PMelittaM

    07. January 2015 um 21:01

    Die Autoren des Leipziger Krimi-Autoren-Stammtisches (zuzüglich eines Gastautoren) haben sich erneut zusammengetan um eine Anthologie voller ganz unterschiedlicher Krimikurzgeschichten zu schreiben. Vierzehn Kurzkrimis sind es dieses Mal. Mit dieser Sammlung tat ich mir zunächst etwas schwer, da gerade am Anfang ein paar Geschichten nicht meinem Geschmack entsprachen, doch am Ende schlug die Waage eindeutig in Richtung „gefällt mir“ aus. Es sind wieder Geschichten für jeden Geschmack dabei, skurril, tragisch, humorvoll ... Besonders gefallen haben mir eine Geschichte im Westernsetting, die ganz anders endete als zunächst erwartet, zwei, ganz unterschiedliche, Geschichten, die zeigen, dass, wer anderen eine Grube gräbt, gerne mal selbst hineinfällt, eine Rachegeschichte aus unerwarteter Perspektive und eine Geschichte im Umfeld einer Fernsehshow. Die Anthologien des Leipziger Krimistammtisches haben jetzt Tradition, ich hoffe, es werden noch weitere folgen. Wer Kurzkrimis mag und dabei gerne neue Autoren für sich entdeckt, ist hier richtig.

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  • Ein Krimicocktail der trotz Kürze mehr als ein bloses Appetithäppchen ist.

    Stammtischmorde III
    SzenarioLicht

    SzenarioLicht

    05. January 2015 um 17:13

    Zum Inhalt: 14 Kurzkrimis versüßen uns mit spannenden Handlungen, hinter den Unterschiedlichsten Hintergründen in diesem Buch vereint die Zeit. Mord und Totschlag sind an der Tagesordnung mit den unterschiedlichsten Motiven und Beweggründen. Ob historisch oder modern, nah an der Realität oder fiktiv, eine Ausgewogene Mischung bei der auch Leipzigs Polizeipräsident eine kurze Geschichte zum Besten gibt. Mein Leseeindruck: Die 14 Krimis sorgen für ausreichend Abwechslung. Jeder Fall für sich ist abschließend und sorgt so dafür, das die wenigen Seiten auch von Lesern genossen werden können, die nicht viel Zeit haben um sich tief in ein Buch einzufinden. Hier ist für jeden etwas dabei. Die Handlungen sind schlüssig, und neben klassischen Ermittlungen gibt es auch andere kriminalistische Erzählungen die aus der Sicht des Täters geschildert werden. In vielen der Krimis gibt es eine Pointe und manche regen zum schmunzeln aber auch zum nachdenken an. Ob historischer Hintergrund, Mord aus Eifersucht und Liebe oder einfach nur ungeahnte Zufälle die durch eine boshafte Handlung ins rollen geraten und sich dadurch brachial am Verursacher rächen, hier findet wohl jeder etwas für das er sich begeistern kann. Mein Fazit: Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen für gute Unterhaltung und einen gelungen Mix. Dieses Buch ist für alle empfehlenswert die Krimis lieben und/oder einfach nur ein wirklich gutes Buch lesen wollen ohne langwierig in Handlungen eingebunden zu werden.

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  • Wenn sich Krimiautoren zum Austausch treffen ...

    Stammtischmorde III
    gst

    gst

    Nicht jedem liegen Kurzgeschichten. Doch diejenigen, die kaum Zeit zum Lesen haben, sind oft dankbar dafür. Denn die Zeit, die man sich konzentrieren muss, ist kurz. Und anschließend kann man darüber sinnieren, ob ein Mord so stattfinden konnte oder nicht … 13 unterschiedliche Autoren schreiben natürlich unterschiedliche Stories. Die Ideen und die Ausführungen zeigen auf, wie die Autoren ticken. Gerade wegen dieser Unterschiede liebe ich Anthologien. Der Nachteil ist vielleicht, dass sich auch die eine oder andere Geschichte einschleicht, mit der ich gar nichts anfangen kann. So zeigte sich in diesem Sammelband, dass Polizeipräsidenten sicher einiges drauf haben, sonst kämen sie in ihrem Beruf nicht so weit. Sie sind bestimmt auch gut im Protokollschreiben – aber leider sind Protokolle selten literarisch wertvoll. Als erfahrener Kriminalist ist ein Polizeipräsident sicher ein gewiefter Berater für diejenigen, die sich nur in Gedanken mit Morden beschäftigen. Aber das Schreiben sollte er doch lieber denjenigen überlassen, die sich nicht nur protokollarisch damit befassen. Dabei ist sein real stattgefundener Fall äußerst interessant! Ebenso, wie die anderen zwölf in diesem Buch behandelten Fälle – egal, ob sie im Wilden Westen oder im tiefen Osten beheimatet sind. Da wird aus Eifersucht gemordet und aus Konkurrenz gemeuchelt. Gesundheitliche Befunde spielen ebenso eine Rolle wie Berufe und Berufungen. Den Autoren gelingt es, dem Leser hier und da ein Schmunzeln aufs Gesicht zu zaubern oder – ganz im Gegenteil – ihm eine Gänsehaut zu verpassen. Was mir in diesem Buch ganz deutlich auffiel: nicht unbedingt diejenigen, die sich bereits einen Namen erschrieben haben, hinterlassen die besten Geschichten. Ebenso wie in der Natur blühen die wahren Talente oft in den verborgenen Ecken! Summa summarum kommen als Mittelwert über alle Geschichten nach meinem Dafürhalten drei Sterne zusammen.

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  • Es darf wieder gemordet werden

    Stammtischmorde III
    ChrischiD

    ChrischiD

    29. December 2014 um 21:21

    Mit „Stammtischmorde III“ legt Hartwig Hochstein die dritte Krimi-Anthologie der Stammtischmorde aus dem fhl-Verlag vor. Hier darf gemordet werden was das Zeug hält, einzige Bedingung: Die Autoren müssen sich kurz fassen. Neben 13 Krimi-Experten, wie bspw. Stefan B. Meyer, Andreas M. Sturm, Jan Flieger oder Frank Kreisler, gibt auch Polizeipräsident Bernd Merbitz eine Story zum Besten, die alles andere als fiktiv ist. Wie bei einer Anthologie erwartet wird, unterscheiden sich gemeinhin die Stile und der Sprachgebrauch jeder einzelnen Geschichte. Macht doch gerade dies den Reiz aus, schließlich soll und will jeder Autor etwas von seiner Persönlichkeit in den Text einfließen lassen. Hätte man einen einheitlichen Stil, bräuchte man nicht vierzehn gänzlich verschiedene Geschichten. Auch inhaltlich gibt es natürlich große Unterschiede, egal ob es um den Spielort, die -zeit oder gar um die Mordmethode geht. Dass es so viele verschiedene Tötungsarten gibt, ist zwar hinlänglich bekannt, doch es ist noch einmal etwas anderes diese so geballt zu erleben. Zudem kommen die sonderbarsten Motiven ans Tageslicht, die man sich teilweise nicht einmal hätte vorstellen können. Den Reiz einer Anthologie macht aus, dass man innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne viele Autoren kennen lernen kann. Doch die Gefahr liegt auch immer darin, dass nicht unbedingt alle Geschichten auf dem gleichen Niveau angesiedelt sind und somit nicht in gleichem Maße gefallen. Auch wenn es sich um vollkommen verschiedene Situationen handelt, ist man schnell versucht Vergleiche herzustellen. Schwer ist es außerdem, auf einer sehr begrenzten Seitenanzahl Spannung zu erzeugen sowie zu halten, die Vorhersehbarkeit darf nicht zu groß sein. Zum Teil gelingt dies in der vorliegenden Anthologie gut, teilweise allerdings auch gar nicht. Da stehen sich manches Mal Welten gegenüber. Häufig kann man gar nicht richtig benennen, woran es gelegen hat, aber möglicherweise gibt es Themen, die nicht unbedingt für eine Kurzgeschichte geeignet sind, die sich eher auf mehreren hundert Seiten entfalten sollten. Kurzum: „Stammtischmorde III“ bietet abwechslungsreiche Geschichten, hier ist sicherlich für jeden Krimileser etwas dabei. Im Allgemeinen betrachtet und auf das große Ganze gesehen bewegt sich die Anthologie allerdings eher im Mittelfeld.

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  • Von Mördern, Tätern und Opfern

    Stammtischmorde III
    Kerstin_KeJasBlog

    Kerstin_KeJasBlog

    22. December 2014 um 23:00

    14 kriminell gute Kurzgeschichten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, von 14 AutorInnen = Stammtischmorde III. Im fhl-Verlag-Leipzig erschienen durfte ich im Zuge einer Leserunde diese Geschichten lesen. Die kurzweiligen Storys sind allesamt flüssig zu lesen und ein perfektes Lesevergnügen, auch mal für Zwischendurch. Es wird gemordet was das Zeug hält und dass aus den unterschiedlichsten Beweggründen : Gier, Neid, Eifersucht und Rache sind ein Teil davon. Aber nicht immer sind die "Opfer" zu bemittleiden, wird doch in der ein oder anderen Geschichte der Spieß auch mal umgedreht.  Mal spannend, mal lustig, mal nachdenklich stimmend und so manche der Kurzgeschichten waren oder sind sehr nah an der Realität.  Die unterschiedlichsten Protagonisten öffnen dem Leser aber auch die Türe zur eigene Fantasie und mit so manchem konnte ich mitfühlen. Meine 3 persönlichen Favoriten unter den Kurzgeschichten sind: - Hügel der Stiefel von David Gray - Phönix deiner Asche von Mandy Kampf - Klassentreffen von Christian Barz Empfehlen kann ich aber alle 14 Kurzgeschichten, daher 5 von 5 Sternen. c)K.B.

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  • Die Stammtisch-Bande hat zugeschlagen

    Stammtischmorde III
    KatalinMaerz

    KatalinMaerz

    21. December 2014 um 19:56

    Zwölf Autoren und der Polizeipräsident von Leipzig präsentieren ihre Krimigeschichten. Sie mögen in Leipzig bzw. Sachsen bekannt sein, mir als bayerische Krimiliebhaberin haben ihre Namen nichts gesagt. Das muss aber nichts heißen. Auch unbekannte Autoren können spannende Geschichten schreiben. Daran hapert es allerdings bei dieser Anthologie. Die Ideen sind oft gut, allerdings fehlt es bei vielen Autoren am schriftstellerischen Können. Manchmal musste ich ob der gewählten Adjektive (die zahlreich vergeben wurden) oder der wahrscheinlich ungewollten Komik einer beschriebenen Situation lachen. Auf der anderen Seite ärgerte ich mich über mehrzeilige Schachtelsätze, fehlende Struktur im Aufbau, unüberlegte Perspektivenwechsel oder schlicht über das Fehlen eines spannenden Twists am Ende. In vielen Geschichten krankt es arg an der Interpunktion. Je weiter man sich jedoch durch das Buch arbeitet, desto besser werden die Stories. Mein Favorit ist „Phönix deiner Asche“ von Mandy Kämpf.

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  • Stammtischmorde - die dritte Anthologie

    Stammtischmorde III
    mabuerele

    mabuerele

    Es ist die dritte Anthologie des Verlags, die Kurzkrimis unterschiedlicher Autoren vereint. Dieses Mal haben dreizehn Schriftsteller und ein Polizeipräsident Proben ihres Könnens hinterlassen. Verschiedene Autoren heißt natürlich auch, dass Inhalt, Stil und Sprache sich von Geschichte zu Geschichte ändern. Im Gegensatz zu den 13 Kurzkrimis ist die Erzählung des Polizeipräsidenten nach einem realen Fall gestaltet. Er thematisiert nicht nur die konkrete Ermittlungsarbeit, sondern auch das Zusammenwirken von Ost und West. Als besonderes Stilelement wurde die Rückblende gewählt, da  ein aktuelles Ereignis die Erinnerungen wachrief. Die Geschichten spiegeln einige Facetten des Genres Krimi wider.  Allen gemeinsam sind eine spannende Handlung und mehr oder weniger Effekte, um mich als Leser auf falsche Wege zu führen. Während in einigen Erzählungen der schwarze Humor dominiert, geht es in anderen um Rache, Selbstjustiz oder konkrete Ermittlungsarbeit. Treffende Metapher und bildhafte Sprache wechseln mit sachlicher Darstellung. Monolog und Ich-Erzähler sorgen für weitere Vielfalt im Sprachstil. Zu meinen Favoriten gehört die Geschichte von Stefan B. Meyer. Sie fällt inhaltlich aus dem Rahmen, ist aber stilistisch sehr gut gemacht. Durch die Erzählung auf zwei Ebenen, wobei eine kursiv hervorgehoben wird und von mir lange nicht einzuordnen war, steigt die Spannung stetig. Auch der Krimi von Andreas M. Sturm lässt sich gut lesen und zeigt einen feinen Humor, vor allem bei manchen Gedankenspielen der Reiseleiterin.     Bei den beiden konkreten Beispielen möchte ich es belassen. Es gab keinen Kurzkrimi, der mir nicht zugesagt hätte. Jeder hat mich auf seine besondere Art angesprochen. Das Cover in verschiedenen Grautönen mit roter Schrift hat hohen Wiedererkennungswert. Die Anthologie hat mir sehr gut gefallen. Sie bietet viel Abwechslung und lässt sich zügig lesen.

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