1Q84 (Buch 1, 2)

von Haruki Murakami 
4,4 Sterne bei628 Bewertungen
1Q84 (Buch 1, 2)
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Positiv (542):
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Wenn ich für ein einziges Buch 6 Sterne vergeben dürfte dann für dieses, inkl. Teil 3

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Ophiuchuss avatar

Am Anfang bis zur Mitte zieht es sich in die Länge. Ein paar Seiten weniger hätte es nicht geschadet.

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Inhaltsangabe zu "1Q84 (Buch 1, 2)"

1984. Aomame hat zwei verschieden große Ohren. Beim Rendezvous mit einem reichen Ölhändler zückt sie eine Nadel und ersticht ihn – ein Auftragsmord, um altes Unrecht zu sühnen. Tengo ist Hobby-Schriftsteller. Er soll einen Roman der exzentrischen 17-jährigen Fukaeri überarbeiten, damit sie einen Literaturpreis bekommt. Der Text ist äußerst originell, aber schlecht geschrieben – ein riskanter Auftrag. Aomame wundert sich, warum die Nachrichten ihren Mord nicht melden. Ist sie in eine Parallelwelt geraten? Um diese Sphäre vom gewöhnlichen Leben im Jahr 1984 zu unterscheiden, gibt Aomame der neuen, unheimlichen Welt den Namen 1Q84.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442743629
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:1021 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:10.09.2012

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Rezensionen und Bewertungen

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    Tengovor 22 Tagen
    Kurzmeinung: Wenn ich für ein einziges Buch 6 Sterne vergeben dürfte dann für dieses, inkl. Teil 3
    DER Murakami

    Diese Trilogie hat mein Leserleben verändert. Seither habe ich alles von H.M. gelesen und kann zum ersten Mal sagen, dass ich „Fan“ von irgendwas bin.

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    ninchenpinchens avatar
    ninchenpinchenvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Achtung, Suchtfaktor: Denn dieses Buch ist unheimlich und unheimlich gut. Fünf Sterne – denn mehr gibt es ja leider nicht.
    So bizarr wie ein Tausendfüßler in der Zuckerdose

    1Q84, Buch 1&2 von Haruki Murakami – Erstellungsdatum 15.02.2018

    Die Welt ist im Ungleichgewicht und wir müssen das Gleichgewicht wieder herstellen. Yin und Yang. Gut und Böse. Schwarz und Weiß. Glück und Unglück. Hart und Weich. Kalt und Warm.

    Und wenn es hundert Sterne gäbe, dieser Roman bekäme sie von mir. Ich glaube, ich hab noch nie in meinem Leben einen 1020 Seiten starken Roman in so kurzer Zeit verschlungen. Ein ganz dickes, dickes Kompliment (noch ein zu schwaches Wort) gebührt auch der Übersetzerin Ursula Gräfe, die fantastische Arbeit geleistet hat. Ich würd echt gern wissen, wie lange das gedauert hat, dieses Mammutwerk zu übersetzen und dabei eine so feine Sprache zu finden. Eine Sprache, die alles Überflüssige weglässt und doch so einfach ist und so leicht zu verstehen, dass es einen „sprachlos“ macht und einem erst irgendwann – viel später – aufgeht, was für eine große Kunst das hier ist.

    Zum Inhalt: In Buch 1 & 2 wechseln sich alle Kapitel immer gleichmäßig ab, zwischen Tengo, so heißt der männliche 30-jährige Protagonist, und Aomame, dem weiblichen Gegenstück, auch 30-jährig. Aber die beiden haben sich seit ihrer Schulzeit nicht mehr gesehen und da waren sie zehn Jahre alt. Dennoch waren dieser Eindruck von damals und ihre Verbundenheit zueinander so stark, dass sie zwanzig Jahre überdauerten. So denken beide sehr, sehr oft aneinander, kommen aber in diesem Band nicht zusammen. Höchstens indirekt über das Buch im Buch, nämlich über die Geschichte von der „Puppe aus Luft“. Diese Puppe aus Luft existiert in einer Parallelwelt vom Jahr 1984 und diese Welt heißt „1Q84“. Die Unterschiede zwischen beiden Welten scheinen gar nicht so gravierend zu sein. In 1Q84 gibt es zwei Monde und die Little People, die Fäden aus der Luft verarbeiten und Puppen weben, die irgendwann aufbrechen und Inhalte offenbaren, die man manchmal sehen möchte und manchmal auch lieber nicht. Nur: einmal in 1Q84 angekommen, gibt es kein Zurück.

    Aber lesen Sie selbst, es lohnt sich. Ich würde fast sagen, wenn Sie in Ihrem Leben nur noch zehn Bücher lesen wollen, dann sollte dieses unbedingt, unbedingt dabei sein!

    In Buch 3 (571 Seiten) kommt dann noch jeweils zu Tengos und Aomames Kapiteln ein drittes dazu, das vom Herrn Ushikawa. Aber da sind wir noch nicht.

    Allerdings spielt Herr Ushikawa schon auch in Buch 1&2 eine Rolle, sehr schön beschrieben auf Seite 583. Da behauptet Herr Ushikawa bereits als Zuhörer in Tengos Mathematikvorlesung gewesen zu sein, als Gasthörer, und Tengo glaubt ihm das nicht. Denn eine bizarre Gestalt wie Ushikawa hätte er gewiss unter den Studenten nicht übersehen. Er wäre ihm aufgefallen, wie ein Tausendfüßler in einer Zuckerdose. Ja, auch dieser Vergleich saß auf den Punkt.

    Mein Eindruck: Dieser Inhalt ist so vielschichtig und so beeindruckend, dass es schwierig scheint, die richtigen Worte zu finden. Die Protagonisten und ihre Erlebnisse, ihre Vergangenheiten und Beweggründe werden so kreativ, nachvollziehbar und dennoch ungewöhnlich beschrieben, dass ich selbst als Vielleserin noch nie Vergleichbares lesen durfte.

    Fazit: Achtung, Suchtfaktor. Wenn Sie sich Buch 1Q84, Buch 1&2 besorgen, dann sollte Buch 3 am besten gleich dazu bereitliegen, denn Sie werden keine Lesepause haben wollen! Ja, wir sollten mehr von den Asiaten lesen. Denn dieses Buch ist unheimlich und unheimlich gut. Fünf Sterne – denn mehr gibt es ja leider nicht.

    Kommentare: 4
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    ThorSs avatar
    ThorSvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Abseits vom Alltagsbrei erfrischt Haruki Murakami durch eine neue Idee. Zwischendurch hängt die Spannung etwas durch, daher ein Stern Abzug.
    Lesenswert, mal etwas anderes!

    Auf der Suche nach "etwas anderem" bin ich mehr oder weniger zufällig auf  den Autor Haruki Murakami gestoßen und entschied mich wegen des außergewöhnlichen Titels für 1Q84 als Einsteigerbuch. Es zeigt sich hier deutlich, wie unterschiedlich Leser einen Text bewerten; Während viele Leser die etwas blumige und weitschweifende Art des Erzählens bemängeln, hat mich genau dieser außergewöhnliche Stil gefesselt. Irgendwie gehört diese Erzählweise für mich auch zur asiatischen Lebensart.
    Die Geschichte an sich finde ich spannend und unterhaltsam und immer wieder eingabaute Cliffhanger am Ende eines Kapitels animieren zum Weiterlesen. Man kann sich durch die ausführliche Schilderung der Gefühlswelt der Protagonisten gut in diese hinein versetzen. Leider nimmt der Spannungsbogen zum Ende hin ab, was einen Stern Abzug zur Folge hat.
    Interessant finde ich, dass ich nun (kurz vor Ende von Buch 3) noch immer nicht genau weiß, wie ich das Buch charakterisieren soll - Krimi/Thriller? Ein wenig. Romantik? Ja, vielleicht. Drama? Sicher, zum Teil.
    Wer also einmal etwas Außergewöhnliches lesen will, dass sich von den sich fortwährend wiederholenden Kriminalromanen (Kommissar sucht Mörder, findet ihn zum Schluss) abhebt, sollte diesem Buch auf jeden Fall mal eine Chance geben.

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    Christine_Puetzs avatar
    Christine_Puetzvor einem Jahr
    Enttäuschend

    Ich tue mich sehr schwer damit, ein solches Werk negativ zu bewerten oder zu kritisieren, aber leider hat sich 1Q84 unheimlich in die Länge gezogen. Die Geschichte hat es nie geschafft mich wirklich zu packen und war im Allgemeinen leider unheimlich langatmig und, leider, stellenweise sogar langweilig. Nach dem Lesen eines Werkes wie "Der Schwarm" von Frank Schätzing, in dem die Spannung trotz der Länge immer aufrecht gehalten wird, liegt die Messlatte einfach sehr hoch. 1Q84 hat es nicht einmal ansatzweise geschafft, mich ähnlich zu packen, wie "Der Schwarm" oder andere Werke dieser Länge. Ein sprachlich sicherlich tolles Werk, sehr feinsinnig, aber leider nicht das Ausnahmewerk, das ich erwartet hatte.

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    Buchperlenblogs avatar
    Buchperlenblogvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gute Story, die sich im Mittelteil ein wenig zu sehr in die Länge zieht. Ein paar Seiten weniger wären besser gewesen.
    Gute Story, aber etwas zu langatmig

    „In diesem Jahr 1Q84 kann man offenbar nicht euch beiden helfen“, sagte der Mann. „Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Bei der einen stirbst wahrscheinlich du, und Tengo bleibt am Leben. Bei der anderen stirbt wahrscheinlich er, und du überlebst. Entweder oder. “ (S. 816)

    Inhalt

    Aomame ist 30 Jahre alt und arbeitet in einem Sportstudio. Außerdem hat sie eine besondere Gabe: Sie kann den wunden Punkt eines Menschen in seinem Nacken ertasten und ihn schnell und lautlos töten. Im Auftrag einer mysteriösen alten Dame setzt sie diese Gabe ein, um Menschen aus der Gesellschaft zu tilgen, die sich an Frauen und Kindern vergangen haben.

    Tengo ist ebenfalls 30 Jahre alt, arbeitet als Lehrer für Mathematik und versucht sich nebenher als Schriftsteller. Von einem befreundeten Redakteur erhält er die Aufgabe, den Roman Die Puppe aus Luft der 17jährigen Fukaeri zu überarbeiten, damit dieser den Debütpreis seiner Literaturzeitschrift erhält. Tengo ist fasziniert von dieser Geschichte und willigt schließlich ein, wohlwissend, dass er sich damit nicht mehr auf legalem Boden befindet.

    Doch mit dieser Geschichte stimmt etwas eindeutig nicht. Sie ist reeller, als Tengo anfangs glauben mag und langsam wird er in diese neue Realität hineingezogen. Auch Aomame landet in dieser Parallelwelt, der sie den Namen 1Q84 gibt.

    Tengo findet heraus, dass Fukaeri als Kind in einer Sekte in dem Bergen gelebt hat, die „die Vorreiter“ genannt werden. Doch seit ihrer Flucht ist der Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen und Professor Ebisuno, bei dem Fukaeri seitdem wohnt, möchte ihren Roman und die damit verbundene Publicity nutzen, um Licht ins Dunkel ihrer Vergangenheit zu bringen.

    Wer sind die „Little People“, von denen Fukaeris Roman handelt? Was ist die Puppe aus Luft? Und wird es ein gutes Ende für Aomame und Tengo geben, in dem sie endlich beieinander sein können?

    Rezension

    Bei diesem Buch scheiden sich die Geister, habe ich gehört. Bei mir scheiden sich diese Geister bereits in mir selbst. Auf der einen Seite ist die Geschichte wirklich faszinierend aufgebaut. Man lernt die beiden Protagonisten Tengo und Aomame kennen, erfährt von ihren Eigenheiten und Lebensweisen, erfährt wie sie aussehen und was sie beruflich tun. Die ersten rund 100 Seiten war ich sehr begeistert davon, man hatte so viele Details, die man sich vorstellen konnte!

    Doch irgendwann blieb ich stecken und fragte mich: Wo bleibt denn die Handlung? So richtig vorwärts geht es nicht in diesem Buch. Klar, Murakami hat 1000 Seiten Platz, um sich vollends der charakterlichen Entwicklung zu widmen, aber nach einiger Zeit gab es mir zu häufig Wiederholungen. Ja, ich wusste nun, dass Tengo groß und sportlich war und ein Mathegenie zu sein schien. Ja, ich wusste auch, dass Aomame ihre Brüste zu klein findet, dass sich ihr Gesicht zur unmenschlichen Fratze verwandeln kann, wenn sie es verzieht. Aber ich wollte mehr Handlung.

    Die Dialoge, in einigen anderen Rezensionen hochgelobt, waren mitunter ziemlich merkwürdig. Da wurde ein Sachverhalt erklärt, dann wurde dieser Sachverhalt als Frage umformuliert nochmals aufgeworfen und dann wurde derselbe Sachverhalt erneut erklärt. Dieser Stil scheint vielen zu gefallen, mich persönlich hat es etwas genervt. Ich bin durchaus fähig, mir Dinge über zehn Zeilen zu merken.

    Die Geschichte geht eher langsam voran, lange Zeiten passiert gar nichts, weder auf den Seiten, noch in der Zeit von Tengo und Aomame, was es mir sichtlich schwer gemacht hat, den zeitlichen Rahmen festzuhalten. Der mittlere Teil liest sich etwas zäh, doch dann bekommt man endlich neue Hinweise, denen man auf die Spur kommen will.

    Was mir auch etwas unpassend erschien, waren die vielen sexuellen Aspekte. Wenn sie zu der Story beigetragen hätten, okay, aber immer wieder erfährt man von den One Night Stands von Aomame, die zwar nur Tengo liebt, aber hin und wieder auch einen richtigen Mann braucht. Bei einem ihrer Ausflüge lernt sie die Polizistin Ayumi kennen, mit der sie hin und wieder auf die Pirsch geht. So richtig reingepasst hat das ganze nicht und ich hätte auch gut und gern darauf verzichten können.

    Nichtsdestotrotz ist die Geschichte an sich doch recht spannend und zieht einen in seinen Bann. Natürlich will man wissen, wie die beiden in diese Parallelwelt gelangt sind, ob sie sich endlich wiederfinden werden (denn seit sie beide 10 Jahre alt waren, haben sie sich nie wieder gesehen, auch wenn sie immer wieder aneinander denken), und vor allem was diese Little People eigentlich genau vorhaben. Der dicke Schmöker endet mit vielen Fragen, die vermutlich in Buch 3 aufgeklärt werden.

    Fazit

    Ein Buch, bei dem man Geduld braucht. Dass Murakami schreiben kann, steht völlig außer Frage. Der Aufbau der Geschichte ist nachvollziehbar, der Mittelteil etwas zäh. 300 Seiten weniger hätten diesem Werk bis dahin sicherlich nicht geschadet. Wer es aber gern entspannt angeht und in die Welt von 1Q84 reisen möchte, dem sei dieses Buch trotzdem ans Herz gelegt.


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    Napallys avatar
    Napallyvor 2 Jahren
    "Nicht ich bin verrückt, die Welt ist es"

    Sekten, Sex und häusliche Gewalt – in Haruki Murakamis Roman wird kein Blatt vor den Mund genommen. Er trägt den Titel „1Q84“, angelehnt an George Orwells berühmte, dystopische Zukunftsvision „1984“. Die Geschichte erstreckt sich insgesamt über drei Bücher, von denen die ersten beiden in der deutschen Version 2010 zusammengefasst erschienen sind.

    Zu Beginn gleich eine Warnung vorweg: „1Q84“ ist mit seiner komplexen Handlung und der Thematik von Einsamkeit und Verlust sicherlich keine locker-leichte Lektüre. Wenn man dem Roman allerdings eine Chance gibt, wird man schnell in seinen Bann gezogen.

    Die kühle Serienmörderin Aomame tötet in Selbstjustiz Männer, die ihre Ehefrauen misshandeln. Dieser Nebenbeschäftigung geht sie gewissenhaft nach, doch eines Tages bemerkt sie, dass sich die Welt um sie herum verändert hat. Sie befindet sich nicht mehr in der normalen Welt im Jahre 1984 und somit tauft sie diese neue Welt, in der zwei Monde existieren, auf den Namen 1Q84.  

    Zeitgleich wird der Schriftsteller Tengo damit beauftragt, das Manuskript einer sonderbaren 17-jährigen Autorin zu verbessern, damit diese einen berühmten Debütpreis gewinnt. Das Manuskript schildert die Erfahrungen, die sie in ihrer Kindheit bei einer Sekte machte. Durch die Veröffentlichung des Romans gerät auch Tengo in das Visier der Sekte, die sich über die Existenz von 1Q84 bewusst ist.

    Murakami wurde bereits mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet und beim Lesen von „1Q84“ wird auch schnell klar, wie hoch die Qualität seines charakteristischen Erzählstils ist. Mit simplem Wortschatz und ohne hochtrabende Formulierungen erschafft er anschaulich eine authentische Welt, in der der Übergang von Realismus zu fantastischen Erlebnissen fließend ist. Die von ihm gezeichneten Bilder lassen den Leser kontinuierlich zwischen Befremdlichkeit und Faszination schwanken.

    Die Erzählperspektive wechselt in jedem Kapitel zwischen den beiden Protagonisten. Somit eröffnen sich mehrere Handlungsstränge, die jedoch schlussendlich ein kompaktes, wenn auch verworrenes Gesamtbild ergeben. Schlussendlich bleiben viele offene Fragen zurück, mit denen sich erst in der Fortsetzung näher auseinandergesetzt wird.

    Ich hatte sehr viel Spaß mit dem Buch, das bis zum Schluss spannend blieb und mich somit auch sofort animiert hat die Fortsetzung zu lesen. Insbesondere Fans von Murakami werden mit diesem Roman sicherlich auf ihre Kosten kommen.

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    Sikals avatar
    Sikalvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Hätte meiner Meinung nach auch mehr Sterne verdient.
    Für mich ein Meisterwerk

    Obwohl ich bereits einige Bücher von Murakami gelesen hatte, musste ich mich doch überwinden diesen 1000-Seiten-Schmöker zur Hand zu nehmen. Es ist schon eine Herausforderung und setzt Ausdauer und Durchhaltevermögen voraus.

    Bereits die ersten Seiten dieses Romans sind dermaßen spannend, dass man es nicht mehr zur Seite legen möchte.

    1984/1Q84: Aomame steckt mitten im Stau in einem Taxi, doch eigentlich ist sie auf dem Weg zu einem wichtigen Termin. Der eigenartige Taxifahrer gibt ihr den Rat die Wendeltreppe zu nutzen und so diesem Chaos zu entkommen. Doch das eigentliche Chaos beginnt erst, als sie in einem Paralleluniversum landet. Aomame hat einen besonderen Beruf - sie ersticht mit einer speziellen Technik immer wieder mal Menschen, die es ihrer Ansicht nach nicht verdienen auf dieser Welt zu leben.
    Tengo, Mathematiklehrer und Schriftsteller hilft einem 17-jährigen Mädchen einen Bestseller zu verfassen. In dieser Geschichte spielen eine fanatische Sekte sowie die „Little People“ eine große Rolle.
    Diese beiden Erzählstränge werden völlig unabhängig voneinander geschildert. Als Leser ist man in ständiger Erwartungshaltung – welche Verbindung haben die beiden zueinander und wird es ihnen gelingen ihre Verfolger fernzuhalten? Dass plötzlich zwei Monde am Himmel stehen und seltsame Dinge geschehen, vereinfacht die Sache nicht unbedingt.

    Murakami gibt auch hier seinen Charakteren viel Raum, während die Geschichte manches Mal vor sich hin plätschert, bekommen die Figuren Tiefe. Immer wird der Spannungsbogen hoch gehalten und man will Seite um Seite nun wissen wann es endlich eine Verbindungen zwischen den beiden Protagonisten gibt und welche Rolle denn den „Little People“ in 1Q84  zugedacht wird.

    Während die Geschichte an sich beinahe harmlos wirkt, schafft es Murakami seine komplexen Charaktere derart in diese zu verflechten, dass diese eine ganz eigene Faszination ausübt. Man hat das Gefühl, als Schatten den Figuren zu folgen und sämtliche Handlungen so aus nächster Nähe miterleben zu dürfen. Murakamis Detailreichtum, sein Ausflug in die Parallelwelt und dieser besondere Mix zwischen Surrealem und Realem machen dieses Buch für mich zu einem Meisterwerk.

    Dass am Ende einige Fragen offen bleiben, finde ich hier nicht störend, sondern verstärkt die Spannung auf Buch 3

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    cfreyers avatar
    cfreyervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Best Murakami ever.
    Ein literarischer Liebesroman-Thriller

    1Q84 ist eine wunderbar zarte Liebesgeschichte, erzählt in Murakamis magisch-realistischem Stil, eingebunden in eine spannende, komplexe Thrillerhandlung und durchsetzt mit fantastischen Elementen der Extraklasse. Ganz großes Kopfkino und der beste Murakami, den ich je gelesen habe.

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    KymLucas avatar
    KymLucavor 2 Jahren
    1Q84 Buch 1 und 2

    Der Schreibstil dieses Buches ist einfach einzigartig und wundervoll und auch die Geschichte ist sehr überzeugend. Viele kleine Andeutungen die erst unwichtig erscheinen sind dann im laufe der Geschichte entscheidend.
    Sehr zu empfehlen!

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    letusreadsomebookss avatar
    letusreadsomebooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Enorm gedrosseltes Tempo, mMn allerdings erneut ein großartiger Murakami - surreal, spannend und völlig abgedreht. Weiter geht's mit Buch 3!
    Mit 60 km/h in den Surrealismus

    Lange habe ich gezögert, ob ich mich wirklich an 1Q84 heranwagen soll oder nicht. Viele Rezensionen haben mich abgeschreckt, weil sie sagen, dass es total zäh und langatmig sei; andere beklagen, dass sie es irgendwie nicht so richtig verstanden hätten. Ungefähr die Hälfte der Murakami-Leser im Internet ist begeistert oder glücklich, die andere Hälfte ist der Meinung, dass dies eins seiner schwächsten Bücher sei. Dazu gesellt sich die Tatsache, dass allein Buch 1 und 2 tausend Seiten haben – also nicht mal eben ein Büchlein für zwischendurch. Trotzdem hat es mich irgendwann so sehr in den Fingern gejuckt, dass ich unbedingt versuchen wollte, 1Q84 zu bewältigen.

    Aomame ist eine eiskalte Auftragskillerin, die ihre Opfer so zur Strecke bringt, dass es wie ein natürlicher Tod aussieht. Tengo, seines Zeichens erfolgloser Schriftsteller, soll dabei helfen, das geniale Buch einer siebzehnjährigen Schülerin zu überarbeiten, damit es ein Bestseller werden und den Literaturpreis abräumen kann. Die Schicksale der beiden sind miteinander verwoben – in einer Welt, welche nicht die unsere ist und auf den Namen 1Q84 hört – und ihre Bedeutung für die Welt ist ungeheuer groß.

    Es ist sehr schwierig, dieses Buch zusammenzufassen, ohne zu viel vom Inhalt preiszugeben. Auf den über 1000 Seiten passiert einiges, aber im Vergleich zu anderen Romanen (auch Murakamis) eher wenig. Ich kann gut nachvollziehen, wenn es sich für so manchen Leser zu sehr zieht und er gelangweilt die Seiten überfliegt, sich weiter durchquält oder gar abbricht. In HBW oder den Schafsbüchern geht es ab Seite 250 richtig rund; hier, in 1Q84, fehlt es zwar nicht an Action, allerdings geht es in einem ganz anderen Tempo voran, als man es sonst von dem Autor kennt. Ich persönlich finde, dass es zwar ein langsameres Buch ist, aber keinesfalls ein langweiliges. Ein Geheimnis nach dem anderen lüftet sich in Murakamis gewohnt surrealer und interessanter Welt. Dadurch blieb für mich die Spannung konstant erhalten, es gab immer einen neuen Punkt, den ich aufgeklärt wissen wollte. Wer bis zum Ende von Buch 2 durchhält, wird feststellen, dass es genauso verrückt ist wie Kafka am Strand und Co.

    Sprachlich ist es wieder ein typischer Murakami. Und auch die Charaktere sind wie immer liebevolle Durchschnittsmenschen, die ein besonderes Talent besitzen und, vom Schicksal gebeutelt, ihre große Aufgabe erfüllen müssen. Auch die Nebencharaktere sind schräg wie eh und je, von der kaum sprechenden exzentrischen Schriftstellerin Fukaeri, über den homosexuellen aber knallharten Leibwächter, bis zu der alten Damen mit den dunklen Geheimnissen. Wer andere Bücher des Autors gelesen hat, weiß, was ihn hier erwartet und kann zumindest in dieser Hinsicht nicht enttäuscht werden.

    Meines Erachtens ist das Einzige, was in 1Q84 nachgelassen hat, das Tempo. Ob sich meine Begeisterung hält, werde ich endgültig erst nach Buch 3 sagen können. Fakt ist allerdings, dass ich mich jetzt schon wahnsinnig darauf freue, weiterzulesen, da Buch 2 richtig spannend endet und ich endlich noch mehr in die Geschichte hineingezogen werden und all die verrückten Dinge aufdecken möchte.

    Für Murakami-Neulinge ist 1Q84 vermutlich kein guter Einstieg. Eingefleischten Fans allerdings öffnet sich hier ein neues spannendes und gewohnt abgedrehtes Universum, dass jedoch mit deutlich gedrosseltem Tempo wohl nicht jeden Leser begeistern dürfte.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    cherubinas avatar
    Ich habe 1Q84. Buch 1&2 gerade angefangen. Wer hat Lust, eine Leserunde aufzumachen?
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    L
    Ihr könnt mir bestimmt helfen: mir wurde Haruki Murakami empfohlen und da ist ja gerade ein neues Buch - 1Q84 - von ihm erschienen. Allerdings blicke ich nicht so ganz durch - sind das jetzt zwei Bände in einem und was ist mit dem dritten Teil, wie ist das mit der Reihenfolge? Lohnt es sich überhaupt das erste vor dem 3. Band zu lesen? Vielen Dank schon mal für eure Antworten!!! :-) Greetz Lina
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    docetens avatar
    Hey, heute erscheint ja das neue Buch von Murakami und ich bin sehr unschlüssig, ob das Buch was für mich ist. Thematisch sicherlich, aber ich tue mich mit dem Stil vieler asiatischer Autoren sehr schwer. Was sagt ihr zu Murakami? Könnt ich vielleicht ein anderes Buch von ihm als Einstieg empfehlen?
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