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Poesiesoso

vor 4 Jahren

Wer liest mit?

Leserunde mit dem Lovelybooks-Team zu Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki von Haruki Murakami


Haruki Murakamis neuer Roman Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki startete in Japan mit der höchsten Erstauflage aller Zeiten und wurde zum Rekord-Bestseller. Diesem Phänomen wollen wir, das Lovelybooks-Team, in einer internen Leserunde nachgehen und gemeinsam in die Welt von Tsukuru Tazaki eintauchen. Auch wenn Murakamis Protagonisten oft als Einzelgänger charakterisiert werden und sich lieber außerhalb der japanischen Gesellschaft an den Rändern der Existenz oder gar einem Paralleluniversum bewegen, wollen wir unsere Leseeindrücke untereinander austauschen und alles diskutieren, was unsere Gedanken verwirrt, belustigt oder unverstanden bleibt.

Inhaltsangabe:
Der junge Tsukuru Tazaki ist Teil einer Clique von fünf Freunden, deren Mitglieder alle eine Farbe im Namen tragen. Nur Tsukuru fällt aus dem Rahmen und empfindet sich – auch im übertragenen Sinne – als farblos, denn anders als seine Freunde hat er keine besonderen Eigenheiten oder Vorlieben, ausgenommen vielleicht ein vages Interesse für Bahnhöfe. Als er nach der Oberschule die gemeinsame Heimatstadt Nagoya verlässt, um in Tokio zu studieren, tut dies der Freundschaft keinen Abbruch. Zumindest nicht bis zu jenem Sommertag, an dem Tsukuru voller Vorfreude auf die Ferien nach Nagoya zurückkehrt – und herausfindet, dass seine Freunde ihn plötzlich und unerklärlicherweise schneiden. Erfolglos versucht er wieder und wieder, sie zu erreichen, bis er schließlich einen Anruf erhält: Tsukuru solle sich in Zukunft von ihnen fernhalten, lautet die Botschaft, er wisse schon, warum. Verzweifelt kehrt Tsukuru nach Tokio zurück, wo er ein halbes Jahr am Rande des Selbstmords verbringt.
Viele Jahre später offenbart sich der inzwischen 36-jährige Tsukuru seiner neuen Freundin Sara, die nicht glauben kann, dass er nie versucht hat, der Geschichte auf den Grund zu gehen. Von ihr ermutigt, macht Tsukuru sich auf, um sich den Dämonen seiner Vergangenheit zu stellen.


Ab Freitagabend, den 7. Februar, wollen wir Murakamis Melancholie und den Weltschmerz, den er mit seinen Charakteren suggeriert, in uns aufnehmen und unser Zeit- und Raumempfinden für einige Lesestunden in das gegenwärtige Japan verschieben. Dabei könnt ihr alle selbstverständlich gern mitdiskutieren. Es gibt jedoch KEINE BÜCHER ZU GEWINNEN!


Autor: Haruki Murakami
Buch: Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

DieBuchkolumnistin

vor 4 Jahren

Wer liest mit?

Ich bin mit dabei und freue mich schon sehr! Mein erster Murakami - die Erwartungen sind hoch!

sarah_elise

vor 4 Jahren

Wer liest mit?

Ich lese mit.

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SABO

vor 4 Jahren

Teil 4: 156 - 215
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@muchobooklove

Das mit dem Stück von Liszt, muß irgendwie wegweisend sein, da keiner meint es zu kennen..
Warum Aka sich vor Tsukuru geoutet hat, war auch seltsam, was könnte das wohl für die Geschichte bedeuten?

SABO

vor 4 Jahren

Teil 4: 156 - 215
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Eine Spannungsgemeinheit konnte sich Murakami wohl nicht verkneifen, wie Tsukuru mit Ao zusammensitzt und Ao erwähnt, das eventuell das Handy klingeln könnte - das behält man im Hinterkopf, natürlich ertönt "Viva Las Vegas" genau im richtigen/falschen Moment, aber wenigstens ist man wenig später mit seiner Antwort erlöst worden.

SABO

vor 4 Jahren

Teil 5: 216 - 268
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Ich bin gerade noch bei Eri, ihr Mann kauft mit den Kindern ein..
Mir ist aufgefallen, das der Mann, der Tsukuru den Weg gezeigt hatte, nicht sehr gut auf die Familie zu sprechen ist, kann das sein?
Die sehr detaillierte Beschreibung seiner Spucke..ab und zu gibt es doch einen rauen Ton, der aufhorchen lässt.
Ich habe als Kind wahrscheinlich zu viele japanische/chinesische Filme gesehen, da habe ich mich längst an ihr verschachteltes Denken gewöhnt.
zB: Es wäre Eigenlob, wenn man die eigene Frau vor jemandem lobt - die Szene mit den Tassen..
Oder, das Shiro eifersüchtig auf ihre Freundin Kuro war, weil diese in ihn verliebt war und ihn deshalb auswählte..
Darüber nachzudenken, wie ich handeln würde - bei asiatischer Literatur - habe ich mir daher schon längst abgewöhnt,

SABO

vor 4 Jahren

Wie fühlt ihr euch nachdem ihr den letzten Satz gelesen habt?
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@BeaMilana

Ganz simpel ausgedrückt würde ich sagen, eine Pilgerreise hat ja immer ein Ziel, deswegen sind die Pilgerjahre schon passender, Tsukuru/seine Seele pilgerte so lange, bis er alles aufgearbeitet hatte.
Erst zum Schluß fand sein Geist seine Ruhe, das mit der "Bewegung" ist durchaus richtig.

SABO

vor 4 Jahren

Wie fühlt ihr euch nachdem ihr den letzten Satz gelesen habt?
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Nach dem letzten Abschnitt, empfand ich eine große Dankbarkeit.
Tsukurus Geschichte - wie Murakami sie erzählte, hat auch meiner Seele viel Ruhe gebracht, Dieses Buch zu lesen, war für mich die reinste Meditation.
Es ist auch gut ausgegangen, das wusste ich schon als Sara bei seinem nächtlichen Anruf sagte, er könne beruhigt schlafen gehen, das galt als Zusicherung.
Als er sie dann am Dienstag abend noch einmal anrief und wieder auflegte, zählte er bei ihrem Rückanruf 12 x das Telefon klingeln, beim 2. Rückanruf klingelte es auch sehr lange, das bedeutet, das sie sich für Tsukuru entschieden hat, niemand, der eine "schlechte" Nachricht zu vergeben hat, lässt es so lange klingeln..

SABO

vor 4 Jahren

Fazit und Rezension
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Dieses Buch war ein wahrer Quell an Meditation für mich, es strömte in mich hinein, wie ein Fluss, ich bin wirklich begeistert, was dieses Buch für eine Wirkung auf mich hatte.
Eine tolle Leserunde zu einem wunderbarem Buch!
http://www.lovelybooks.de/autor/Haruki-Murakami/Die-Pilgerjahre-des-farblosen-Herrn-Tazaki-1078869007-w/rezension/1083529648/1083534841/
Leider hatte ich mein Exemplar nur geliehen, falls jemand seines auf eine "Pilgerreise" schicken möchte, einfach bei mir melden.
LiebeGrüße, SABO

Ginevra

vor 4 Jahren

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@SABO

Das finde ich auch - ich denke, es geht nicht um eine richtige Reise, dazu reichen die Zeit und die wenigen Reiseziele im Buch nicht aus. Tsukuru wird von seiner Bezugsgruppe verstossen und benötigt Jahre, um darüber hinweg zu kommen. Jede Begegnung ist ein "Reiseziel", und jede Geschichte, von der er hört und die seine Seele erreicht. Ob er nun mit Sara zusammenkommt oder nicht, ist fast egal - er hat seine innere Ruhe wiedergefunden. Zumindest hatte ich das Gefühl nach dieser - für mich - spannenden und kurzweiligen Lektüre.
Mich hat das Buch nicht enttäuscht, kann es aber verstehen, wenn man von 1Q84 bzgl. Action und Fantasie "verwöhnt" ist. Ich persönlich mag diesen ruhigeren Murakami aber genauso.

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