Haruki Murakami Die unheimliche Bibliothek

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Inhaltsangabe zu „Die unheimliche Bibliothek“ von Haruki Murakami

Erstmals auf Deutsch! Eigentlich will der Junge nur zwei Bücher zurückgeben und noch ein wenig stöbern. Aber statt in den Lesesaal führt ihn der merkwürdig cholerische alte Bibliothekar in ein Labyrinth unter der Bücherei, wo er ihn einkerkert. Statt Wasser und Brot gibt es in diesem Verlies Tee und köstliche Donuts, serviert von einem mysteriösen Schafsmann und einem stummen Mädchen, das sprechen kann und wunderschön ist. Doch das ändert nichts daran, dass der Junge als Gefangener der Bibliothek um sein Leben fürchten muss, während die Grenzen zwischen Dingen, Menschen und Orten immer weiter verschwimmen. ›Die unheimliche Bibliothek‹ ist ein kafkaesker Alptraum und zugleich eine einfühlsame Geschichte von Verlust und Einsamkeit. Murakami schachtelt die Ebenen dieser kunstvollen Erzählung ineinander wie die Welten, die sich in der Bibliothek zu berühren scheinen, und Kat Menschiks schwindelerregend schöne Illustrationen ergänzen sie um weitere Abgründe. Ein Juwel.

Eine etwas unheimliche Geschichte von Murakami, wunderschön illustriert.

— pandora84
pandora84

Die etwas andere Bibliotheks-Geschichte! Herrlich düster und schaurig.

— littleowl
littleowl

eine düstere und verwirrende Kurzgeschichte mit wunderschönen Illustrationen.

— rainybooks
rainybooks

Eine gute und düstere Geschichte, sehr schön illustriert - schade nur, dass einige Fragen offenbleiben.

— -nicole-
-nicole-

Eine fesselnde Erzählung, die dich in seinen Bann zieht - und auch nach der letzten Seite nicht mehr loslässt.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Eine wunderbare Ausgabe des Verlags mit passenden Illustrationen, die die Ängste des Jungen greifbar machen

— Bücherwurm
Bücherwurm

Die Erzählungen Murakamis verwirren mich meist beim Lesen, also schon mal nichts Ungewöhnliches. :-) Eine wunderschöne illustrierte Ausgabe.

— Teetrinker
Teetrinker

Ich finde das schon anspruchsvoll, fantastisch, gruselig, nachdenklich machend. Mal was ganz anderes und eine Art Leseexperiment.

— Buchraettin
Buchraettin

Ein wunderbares kleines Buch. Ich empfehle die Hardcover englische Version. Die ist einfach so schön. Die Story ist mysteriös & toll!

— naninka
naninka

Ich habe eine geteilte Meinung, muss aber zugeben, dass ,,Die unheimliche Bibliothek" trotz allem eine interessante Geschichte ist!

— Sardonyx
Sardonyx

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  • Das geheime Innenleben von Bibliotheken

    Die unheimliche Bibliothek
    Nespavanje

    Nespavanje

    20. November 2016 um 11:55

    In „Die unheimliche Bibliothek“ entführt uns der Maître de littérature und den namenlosen Hauptcharakter dieser Kurzgeschichte in eine Bibliothek. Eigentlich wollte er nur zwei Bücher zurückbringen, allerdings wird er dort gefangen gehalten und bekommt Besuch eines Schafmannes. Bei solchen Schätzen der Literatur und den darin enthaltenen Zeichnungen muss man als bibliophiler Leser, dass Buch in gedruckter Form besitzen. Auch wenn man die elektronische Variante bereits besitzt. Kat Menschik hat in diesem Werk, genauso wie auch schon in - Schlaf - und in - Die Bäckereiüberfälle -, die Illustrationen gemacht und hat ein weiteres Mal ihre Kunstfertigkeit unter Beweis gestellt. An dieser Stelle möchte ich aber auch die beiden von ihr zuletzt illustrierten Werke von Kafka - Der Landarzt - und von Shakespeare - Romeo und Julia - aus dem Galiani Verlag erwähnen. Beide sind mit wunderschönen Zeichnungen versehen. Auch wenn ich meinen eReader aufgrund der vielen Vorzüge sehr schätze, Erzählungen wie - Die unheimliche Bibliothek - kommen in gedruckter Form einfach besser zur Geltung. Haruki Murakami ist ein Meister seines Fachs und ich möchte meinen, wohl einer der wenigen seiner Art. Damit meine ich jene, die das Geschichtenerzählen perfektioniert haben und uns, vornehmlich seine leidenschaftlichen Anhänger, an seinem Genie teilhaben lassen. Es gibt aber auch sehr wenige Schriftsteller, deren Kurzgeschichten ich ebenso genieße. Charles Bukowski und Truman Capote fallen mir spontan ein, aber es war Haruki Murakami, der mich auf den Geschmack gebracht hat. Aber genug der Lobhudelei über den Schriftsteller und hin zum Buch: Wie schon oben erwähnt ist es der Kunstfertigkeit Kat Menschik zu verdanken, die der Erzählung die kafkaeske Tiefe der Erzählung verleiht und interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die japanische Ausgabe eher einem illustriertem Kinderbuch gleicht. Dabei ist der Inhalt der Kurzgeschichte doch eher sehr düster. Ständig geschehen rätselhafte Dinge und die Grenze zwischen Realität und Illusion verwischt der Schriftsteller gekonnt. Angst, Einsamkeit und das Gefühl von Ausgeliefertsein stehen dabei in Zentrum der Geschichte. Wer unheimliche Kurzgeschichten mag wird seine Freude damit haben, wer sich dem Schaffen von Haruki Murakami noch nicht genähert hat, dem empfehle ich seinen Roman - Afterdark-.

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  • Tolle Illustrationen, eine außergewöhnliche Geschichte.

    Die unheimliche Bibliothek
    -nicole-

    -nicole-

    17. April 2016 um 18:14

    Eine Bibliothek mit dunklen Geheimnissen... Als der Junge am späten Nachmittag die örtliche Bibliothek betritt, ahnt er noch nicht, welcher Albtraum ihn erwartet. Eigentlich wollte er nur seine zwei ausgeliehenen Bücher zurückgeben und noch etwas stöbern - hat er doch gerade erst ein sehr spezielles Thema entdeckt, was ihn interessiert. Sein Weg führt ihn schließlich in den dunklen Keller der Bibliothek, wo ein mysteriöser Bibliothekar auf ihn wartet. Doch anstatt ihn in den Lesesaal zu bringen, führt der alte Mann den Jungen durch ein Labyrinth dunkler Gänge und sperrt ihn in einem kleinen Raum ein. Dort begegnet er zwei Figuren, die sich freundlich um ihn kümmern - doch dass er weiter in Lebensgefahr schwebt, kann er nicht vergessen. Nach und nach ist der Junge sich nicht mehr sicher, was Traum oder Wirklichkeit ist... "Bald endete das Labyrinth, und wir standen vor einer großen Eisentür, an der ein Schild mit der Aufschrift LESESAAL hing. Es war still, wie ein Friedhof um Mitternacht." - Seite 15 eBook In dieser Kurzgeschichte geht es in den düsteren Keller einer unscheinbaren Stadtbibliothek, der ungeahnte, dunkle Geheimnisse birgt. Hauptfigur ist ein Junge, der eigentlich nur etwas stöbern wollte - und sich plötzlich in einer Art Kerker wiederfindet, wo er entsetzt erfährt, was der alte Bibliothekar wirklich mit ihm vorhat. Die gewählte Ich-Perspektive aus Sicht des Jungen ist sehr gut gewählt. Auch das Cover ist sehr passend, insgesamt ein unheimlich schön gestaltetes Buch. Mein Fazit: Eine etwas unheimliche Erzählung mit einem guten Gruselfaktor. Unterstrichen werden diese dunklen Abschnitte noch durch schöne, düsteren Illustrationen. Sie ist gut geschrieben, dennoch hätte ich mir irgendwie mehr erhofft, gerade weil der Klappentext so vielversprechend klang. Sie lässt mich etwas ratlos zurück, einige Stellen sind etwas undurchsichtig, wodurch einige Fragen offen bleiben. Mir hat das gewisse Etwas gefehlt. Auch wenn sie mich letztendlich nur teilweise überzeugt hat, die düstere Atmosphäre ist Haruki Murakami hier gut gelungen. Ich vergebe 3,5 Sterne herfür.

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  • Mein Schatz

    Die unheimliche Bibliothek
    Milagro

    Milagro

    Der Junge, der seine Bücher zur Stadtbücherei zurückbringt und dann drei dicke, alte Bücher über ein seltsames Thema ausborgen möchte.... sogleich steht man mit ihm an der Ausleihe.....  Ich möchte dieses kleine Büchlein überallhin mitnehmen. Es nicht mehr loslassen. Die Ausgabe ist unglaublich schön gestaltet. Die Geschichte ist kurz, phantastisch, ich musste mich zwingen, jeden einzelnen Satz genussvoll zu lesen. Ich schätze Murakami wegen seiner Phantasie und der dichten Erzählweise. Hier wird beides durch die wundervollen Zeichnungen Menschiks  nicht nur ergänzt, sondern zu einem Kunstwerk gemacht. Wir brauchen mehr solcher Bücher.

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    • 7
  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
    Buchraettin

    Buchraettin

    08. January 2016 um 15:45
  • Fesselnde Bücher?

    Die unheimliche Bibliothek
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    15. August 2015 um 15:24

    "Die unheimliche Bibliothek" von Haruki Murakami hat mich sehr zum Lachen gebracht. Waren Sie schon einmal vollkommen gefesselt vom Inhalt eines Buches und hatten Schwierigkeiten zurück ins reale Leben zu finden? Werden Sie auch von Bibliotheken und Buchgeschäften magisch angezogen und finden nur schwer den Ausgang? Ich hatte den Eindruck, ich lese hier eine ad absurdum gezogene Variante, denn der Junge, der die Bibliothek besucht, wird tatsächlich inhaftiert und im Keller eingekerkert. Wunderbar phantasievoll und spannend, nur wenige Seiten umfassend, allerdings mit der Erkenntnis, dass der Junge niemals wieder eine Bibliothek betreten wird, eine Auffassung, die mich schwer ins Grübeln brachte. Allerdings zum Zweiten, das muss ich leider zugeben, wären unzählige Menschen in meinem Leben weniger genervt, wenn ich das Lesen und Schreiben endlich unterlassen würde. Vielen Dank dem Verlag Dumont für die wunderbare, phantasievolle Gestaltung!

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  • Kann man lesen, kann man aber auch genauso gut sein lassen

    Die unheimliche Bibliothek
    Rebel_Heart

    Rebel_Heart

    09. August 2015 um 20:08

    Ich denke, ich muss nicht erst noch den Inhalt wiedergeben an dieser Stelle, denn mit der Beschreibung oben ist schon alles gesagt. Ich muss ehrlich sagen, dass mich der Preis des Buches doch etwas.. überrascht hat. Ich lege diese Preise nicht fest, aber ich muss ehrlich gestehen - und das tut mir wirklich sehr leid, es hier schreiben zu müssen - angesichts dieser nur 64 vorhandenen Seiten, welche nicht mal wirklich alle mit Sätzen, sondern auch noch mit etlichen Illustrationen gefüllt sind - hätte ich mir diese Paperbackausgabe zu einem Preis von 9,99€ nicht gekauft. Der Inhalt selbst war für mich - dafür, dass es eben Haruki Murakami war - und ich auch schon einige und vor allem bessere Romane von ihm kenne - schon etwas.. naja enttäuschend. Die Charaktere blieben für mich oftmals sehr blass und ich konnte mich einzig und allein damit identifizieren, dass der Hauptcharakter, dessen Name übrigens nicht einmal erwähnt wird, ein echter Büchernarr ist. Oftmals kam er mir von seinen Handlungen, den Gedankengängen und dergleichen einfach total .. naja, naiv. Es ist wie es ist, warum soll dann etwas daran geändert werden. Weitere Charaktere, wie der Schafsmann oder das stumme Mädchen, waren mir einfach zu undurchsichtig, als das man sich hätte richtig auf sie einlassen können. Im Gegensatz zu anderen Büchern des Autors konnte ich hier einfach nicht erkennen, was er dem Leser damit sagen will? Vertraut keinem Bibliothekar? Lasst euch in Büchereien von niemandem anquatschen oder in den Keller bringen, den ihr unheimlich findet? Tut nichts gegen das, was euch widerfährt und nehmt es einfach so hin? Ich habe keine Ahnung, ehrlich. Was mir wirklich gut gefallen hat hingegen, waren die erwähnten Illustrationen. Sie haben dem Buch den düsteren Charakter gegeben, welcher mir beim Schreibstil ein wenig gefehlt hat. Insgesamt denke ich, dass "Die unheimliche Bibliothek" ein Buch ist, aus dem man mehr hätte machen können und welches es zumindest bei mir unter dem Motto läuft: Kann man lesen, muss man aber nicht.

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  • Unter der Schwelle der Realität wird eine Bibliothek zum (Alp)Traum

    Die unheimliche Bibliothek
    Sardonyx

    Sardonyx

    Dieses relativ schnell gelesene Buch (es ist wirklich kurz) vom Japaner Haruki Murakami namens ,,Die unheimliche Bibliothek“ war die Entführung in eine seltsame, trotzdem faszinierende Geschichte. Es muss gesagt werden, dass man beinahe aus dem Staunen nicht herauskommt. Zum Inhalt fasse ich mich kurz: Eigentlich wollte ein Junge nur ein paar Bücher über Steuern im Osmanischen Reich ausleihen, die er in seiner Stadtbibliothek durch die Hilfe eines sonderbaren Alten findet – aber er darf sie nicht ausleihen, er muss sie in der Bibliothek lesen! Der Junge versteht die Sache nicht, als er in einen vermeinlichen Lesesaal geführt wird und jener sich als Kerker ausweist. Unfreiwillig, voller Verwunderung wird er zu einem Gefangenen des Alten und des gutwilligen ,,Schafmanns“. Fassungslos blickt der junge Schüler der Aussicht entgegen, dass er hier anscheinend nie rauskommen wird, da der Alte auf sein Wissen im Gehirn aus ist. Rätselhaft verworren nimmt die weitere Handlung ihren Lauf, bis sie damit endet: der dem Verrückten entflohene Junge weiß nicht, ob er wirklich alles erlebt hat, aber allemal verändert sich sein Leben. Diese sonderbare Geschichte mit den intensiven, markanten, unheimlichen Illustrationen von Kat Menschik ist irgendwie schwer zu loben, schwer zu kritisieren, schwer zu beschreiben, schwer zu intepretieren Zum einen hat ,,Die unheimliche Bibliothek“ etwas, das man eher dem unrealistischen Surrealismus zuschreibt. Die Stimmung ist makaber, unheimlich und es ist schnell nach einigem Stirnesrunzeln festzustellen, dass es ein kleines Leck an logischen Zusammenhängen gibt. Aber nach anderer Ansicht ist jedes Buch in dem unendlichen Raum der vielgesichtigen Belletristik eine pure Fiktion, die nie und nimmer gänzlich realistisch ist. Zurück zur ,,unheimlichen Bibliothek“. Der Schreibstil wirkt schlicht, als erzähle der namenlose und leicht einzuschüchternde Junge alles persönlich von seinem (alp)traumhaften Erlebnis, wo scheinbar nichts einer kleinlichen Erklärung bedarf. Trotz der Einfachheit zeugt die Wortwahl von einer kaschierten ,,Sprachmeisterschaft“, die die düstere Atmosphäre gut trifft. Somit wird jede wörtliche Langweile in die Flucht geschlagen. Die besonderen Höhepunkte an Murakamis Buch sind ohne Widerspruch die Bilder der talentierten Dame Kat Menschik, deren Zeichnungen zur ,,Bibliothek“ man einfach höchstpersönlich mit eigenen Augen erblicken muss! Denn um diese stimmungsvollen Zeichnungen zu beschreiben fehlt es mir leider an Worten; jeder ander Leser von ,,Die unheimliche Bibliothek“ würde mir wahrscheinlich in stiller Übereinkunft zustimmen. Nach ausführlichen Phrasen eine letzte, lakonische Marginalie meinerseits. Also, beim Beurteilen von ,,Die unheimliche Bibliothek” schlage ich zwischen zwei eigenen Meinungsfronten hin und her, her und hin. Zum Trotz ringe ich mich zwischen diesen geteilten Meinungen tapfer durch. Letztenendes vergebe ich 4 Sterne, obwohl 3, 75 passender wäre … Damit beginne ich jedoch wieder mit genauigkeitsfanatischer Kleinkrämerei.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Surreale Kurzgeschichte und Buchgestaltungskunst erster Klasse

    Die unheimliche Bibliothek
    blauerklaus

    blauerklaus

    31. January 2015 um 21:00

    Klappentext: "Eigentlich will der Junge nur zwei Bücher zurückgeben und noch ein wenig stöbern. Aber statt in den Lesesaal führt ihn der merkwürdig cholerische alte Bibliothekar in ein Labyrinth unter der Bücherei, wo er ihn einkerkert. Statt Wasser und Brot gibt es in diesem Verlies Tee und köstliche Donuts, serviert von einem mysteriösen Schafsmann und einem stummen Mädchen, das sprechen kann und wunderschön ist. Doch das ändert nichts daran, dass der Junge als Gefangener der Bibliothek um sein Leben fürchten muss, während die Grenzen zwischen Dingen, Menschen und Orten immer weiter verschwimmen." Eine surreale Kurzgeschichte, erzählt wie ein Traum. Definitiv ein Stoff, der einen auch nach der Lektüre noch länger beschäftigt. Was dieses Buch aber so besonders macht sind meiner Meinung nach die kunstvollen Illustrationen von Kat Menschik, die die Stimmung der Geschichte perfekt umsetzen. Ein liebevoll gestaltetes kleines Kunstwerk. Wer ein solches Buch in Händen hält wird verstehen, dass die gedruckten Bücher nie wirklich ganz durch ebooks ersetzt werden können. .

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  • Anspruchsvoll, fantastisch, gruselig, nachdenklich machend

    Die unheimliche Bibliothek
    Buchraettin

    Buchraettin

    Eine Bibliothek, ein Labyrinth, ein junger Leser. Eine Geschichte über Bücher in einer schon skurrilen Umgebung mit merkwürdigen Figuren, die einen Leser in seinen Bann zieht.Ich liebe Bücher über Bücher. Dieses Buch ist eher ein Büchlein. Aber schon beim ersten Aufblättern fielen mir die tollen Zeichnungen ins Auge. Anfangs sind sie sehr dunkel, keine Farben, ein wenig alptraumartig, ein wenig comicartig, anders aber wirklich gut. Die Geschichte war irgendwie genauso. Anders, ein wenig wie ein Alptraum. Wer Kafka gelesen hat, fühlt sich als Leser ein wenig in diese fast alptraumartige Welt hineinversetzt. Ein wenig skurril, aber irgendwo mit einem logischen Strang in der Erzählweise. Ich fand das Buch auch ein wenig gruselig. Das ist so ein Buch, das auf jeden Fall nachwirkt. Da denke ich nach dem Lesen immer noch drüber nach. Was will mir die Geschichte sagen? Will sie mir etwas vermitteln? Freundschaft? Hilfsbereitschaft? Hoffnung? Nicht zu früh freuen? Ängste? Alpträume? Das Buch hatte auf jeden Fall etwas. Die Zeichnungen fand ich perfekt auf den Text abgestimmt. Das war schon eine ein wenig gruselige Stimmung, die auch durch die Zeichnungen noch einmal untermalt wurde. Ich finde das schon anspruchsvoll, fantastisch, gruselig, nachdenklich machend. Mal was ganz anderes und eine Art Leseexperiment.

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    • 2
  • Gewinnt die Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2014!

    Wurfschatten
    Daniliesing

    Daniliesing

    In diesem Jahr hat das LovelyBooks-Team wieder fleißig gelesen und dabei tolle Bücher entdeckt. Natürlich möchten wir euch auch 2014 nicht vorenthalten, welche Bücher uns am meisten begeistert, berührt und gefesselt haben. Deshalb findet ihr hier nun jeweils das Lieblingsbuch von allen Teammitgliedern aus diesem Jahr. Ein glücklicher Gewinner darf sich später über ein Buchpaket mit allen 12 Büchern freuen und damit eine wunderbare Lesezeit verbringen. Unsere Buchtipps: 1. Jules1988 empfiehlt: "Miss Blackpool" von Nick Hornby Mein Lieblingsbuch 2014 ist Nick Hornbys neuer Roman „Miss Blackpool“. Obwohl es kein typischer Hornby ist, liebe ich das Buch als Fan trotzdem. Hornbys feinsinniger Humor und seine liebevolle und einfühlsame Art, seine Figuren zu beschreiben - sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen - machen diesen Roman so besonders. Man verliert sich in der Geschichte des Teams rund um Barbara, ihre Höhen und Tiefen, Freundschaft und Liebe und hat dabei das Gefühl, diese Menschen wirklich zu kennen. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan und Peter Sis Für mich war "Der Träumer" eine ganz zufällige Entdeckung beim Büchershopping. Nur selten finde ich noch Bücher, die ich nicht zuvor schon irgendwo gesehen habe, doch hier wurde ich überrascht. Einmal aufgeschlagen und die ersten Sätze gelesen, hatte mich dieses wunderbare Buch aus dem Aladin Verlag sofort verzaubert. Als ich dann die großartigen Illustrationen von Peter Sis entdeckte, war es um mich geschehen: dieses Buch musste mir gehören! Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meiner Entscheidung absolut richtig lag. Im Urlaub nahm ich das Buch zur Hand und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgezeichnet, doch mit seinen 380 Seiten und einer wunderbar poetischen Sprache ist es für jeden erwachsenen Buchliebhaber ein wahrer Genuss. Pam Muñoz Ryan erzählt tiefgründig und bewegend die Geschichte des kleinen Neftali, dem der Leser beim Erwachsenwerden zuschauen darf. Der Junge hat keine leichte Kindheit - sein Vater macht es ihm mit hohen Erwartungen schwer, er ist häufig krank und lebt lieber in seiner eigenen Phantasie, statt draußen rumzutollen. Neftali ist ein Träumer! Wie der Junge sich trotz aller Schwierigkeiten durchschlägt und die Lebensgeschichte welches bekannten Dichters sich dahinter verbrigt, das solltet ihr am besten selbst herausfinden. Dieses Buch geht zu Herzen und ist mein persönliches Jahreshighlight! 3. TinaLiest empfiehlt: "Wurfschatten" von Simone Lappert Mich hat dieses Jahr besonders der Debütroman von Simone Lappert begeistern können: „Wurfschatten“ ist nicht nur äußerlich ein wunderschönes Buch, sondern es besticht auch durch die beeindruckende Schreibkunst, die die Autorin an den Tag legt. Sie schafft es, die Ängste, die die Protagonistin Ada beherrschen, beklemmend und dunkel zu beschreiben und die Geschichte doch zart wirken zu lassen, einfühlsam und authentisch. Mit dem kleinen, wenn auch vorhersehbaren Hauch Liebe, der Adas Ängste zurückzudrängen versucht, und der Prise Drama am Ende hat "Wurfschatten" mich dann endgültig abgeholt und den Roman für mich zu etwas Besonderem gemacht. Ich hoffe sehr, dass bald ein zweites Buch von Frau Lappert folgen wird und kann in der Zwischenzeit nur jedem ihr Erstlingswerk empfehlen! 4. JohannaE1988 empfiehlt: "Die hellen Tage" von Zsuzsa Bánk In "Die hellen Tage" erzählt Zsuzsa Bánk auf eine besonders schöne und ruhige Art eine Geschichte über Freundschaft, Familie und die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens. Beim Lesen begleitet man die drei Freunde Aja, Seri und Karl von der glückvollen und teils auch tragischen Kindheit bis zum Erwachsenenalter und wünscht sich bei einem der so unbeschwerten Tage im zauberhaften Garten, die die drei so oft erlebten, dabei gewesen zu sein. Alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, teilen das Schicksal, mehr oder weniger ohne Vater aufzuwachsen. Neben der Geschichte über eine besondere Freundschaft und der innigen Beziehung zwischen den Kindern und ihren Müttern, hat mich vor allem die unaufgeregte Erzählweise Bánks und ihre einfühlsame und warme Sprache beeindruckt und mich richtig entspannen lassen. Auch bei den Zerreißproben und Schwierigkeiten, die die drei im Laufe der Geschichte durchleben müssen, bangt und hofft man mit und fühlte ich mich oft an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert. 5. aba empfiehlt: "Unterholz" von Jörg Maurer Ich habe sehr gute Bücher gelesen in diesem Jahr. Manche Bücher haben mich tief berührt, andere haben mich nachdenklich gemacht - aber mit Jörg Maurer habe ich auf hohem Niveau gelacht! Für mich kam dieses Buch im richtigen Moment. Es hat mich amüsiert und abgelenkt. "Unterholz" ist der fünfte Band um den oberbayrischen Kommissar Jennerwein, einer meiner literarischen Lieblingsfiguren überhaupt. Krimis gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber nachdem ich den ersten Band dieser Serie gelesen habe, konnte ich nicht anders, als ein Fan von Jörg Maurer und vom ganzen Team um Kommissar Jennerwein zu werden! 6. doceten empfiehlt: "Beginners" von Raymond Carver Raymond Carver gilt neben Hemingway als einer der ganz großen Autoren der American Short Story: mit geschliffener und schnörkelloser Sprache auf den Punkt gebracht sind seine Themen Verlust, Einsamkeit und das Scheitern der amerikanischen Mittelschicht. Seine Geschichten deprimieren, erschüttern mit jeder Zeile. Mit Beginners erscheint seine Buch "Wovon wir reden, wenn wir über Liebe sprechen" erstmalig in der Urfassung, ohne die stark kürzenden Eingriffe seines Lektors Gordon Lish. Nicht ganz so lakonisch und brachial, dadurch aber viel berührender. Ein Buch, um dunkle Wintertage noch dunkler zu machen - manchmal braucht man das ja. 7. clickclackboom empfiehlt: "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich Auch wenn Lieblingsbücher zu bestimmen mir schwer fällt, da es immer so viele gute Bücher gibt, kann ich sagen, dass „Das Haus des Windes“ eines meiner liebsten Bücher 2014 ist. Es erzählt die Geschichte vom 13-jährigen Joe, der das unaufgeklärte Verbrechen an seiner Mutter rächen möchte und dabei erwachsen werden muss. Die Protagonisten des Romans sind Nachfahren der nordamerikanischen Indianer und so bekommt man interessante Einblicke in das Leben im Reservat, die Stammesgeschichten und die Gesellschaftsverhältnisse in den USA. Obwohl es um ein ernstes, trauriges Thema geht, ist „Das Haus des Windes“ ebenso ein lustiges Buch über das Leben als Teenager und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Louise Erdrich hat Charakter geschaffen, die vielschichtig sind und die einem beim Lesen ans Herz wachsen. 8. kultfigur empfiehlt: "Die Hyperion-Gesänge Band 1-2" von Dan Simmons Dan Simmons erzählt fantastisch, die Bücher entwickeln einen Sog, den ich bisher sehr selten erlebt habe. Jeder, der gerne Science Fiction liest und philosophisch angehauchte Bücher liebt, wird die insgesamt rund 3.000 Seiten nur so verschlingen. Die beiden Bücher sind nicht nur mein persönliches Highlight 2014, sondern ganz weit oben auf der Liste meiner Herzensbücher. Ich wünschte, ich könnte noch einmal von vorne beginnen! 9. Katha_Luko empfiehlt: "Pfaueninsel" von Thomas Hettche Hettches Buch öffnet die Türen zu einer Welt voller Exotik, Groteske und Kuriositäten aber auch zu der komplexen und zerbrechlichen Architektur der menschlichen Seele. Die Hauptfigur ist Marie, die als Kleinwüchsige auf die preußische Lustinsel verfrachtet wird, um dort zum Vergnügen des Königs als Schlossfräulein ihr Dasein zu verbringen. Neben einem Mohr, einem Riesen, wilden Tieren und geheimnisvollen Pflanzen gilt sie als eine von vielen verqueren Launen der Natur. Damit steht sie im krassen Kontrast zu einer damals weit verbreiteten naturphilosophischen Auffassung, die nur das Wohlgeformte und Regelmäßige für schön und wertvoll erklärt – eine Auffassung, die mit ihren Jahren auf der Insel Maries Menschenwürde und Lebensmut beständig abträgt. Hettches „Pfaueninsel“ fängt Atmosphären ein als wäre er selbst Zeuge des merkwürdigen Lebens auf der Insel gewesen, seine Charakterzeichnungen und Schilderungen seelischer Zustände und schließlich seine authentische Zeichnung der historischen Gegebenheiten ziehen den Leser in ihren Bann: Ich war selten so berührt von einem Buch und seiner Hauptfigur! 10. peckomingo empfiehlt: "Cobra" von Deon Meyer Viel Zeit zu lesen hatte ich leider nicht in diesem Jahr, doch bei meiner Südafrika-Reise wurde natürlich ein Deon Meyer-Buch gelesen. Cobra ist nicht nur ein Thriller, sondern gleichzeitig auch eine Mischung aus Politik und psychologischen Betrachtungen. Das Tempo und die Spannung werden durchgehen hoch gehalten. Schauplätze, Eigenheiten und Sitten des Landes werden authentisch vermittelt. 11. Sophia29 empfiehlt: "Rosen, Tulpen, Nelken" von Heike Wanner Zu meinen Lieblingsbüchern 2014 gehört definitiv „Rosen, Tulpen, Nelken“ von Heike Wanner. Ich habe von der Autorin schon mehrere Bücher gelesen, aber dieses hat mir ganz besonders gut gefallen. Es geht darin um Sophie, die ihre Mutter schon in frühen Jahren verloren hat. Zufällig fällt ihr eines Tages das Poesiealbum ihrer Mutter in die Hände und als sie es durchblättert, stellt sie fest, dass sie keinen der darin enthaltenen Namen kennt. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und somit auch mehr über sich selbst zu erfahren, macht sie sich mit ihren zwei besten Freundinnen in einem Wohnmobil auf den Weg und versucht die Personen zu finden, die im Leben ihrer Mutter eine Rolle gespielt haben … Heike Wanner ist es in diesem Buch gelungen, zwei Geschichten – die Geschichte von Sophie und die ihrer Mutter – auf spannende Weise miteinander zu verbinden und gleichzeitig zu verdeutlichen, wie unverzichtbar wirklich gute Freunde in unserem Leben sind. Seid ihr neugierig auf unsere 12 Lieblingsbücher 2014 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 7. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 12 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir immer gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 755
  • Über die Gefährdungen des Lesens

    Die unheimliche Bibliothek
    tinderness

    tinderness

    Eigentlich hatte ich mich für dieses schmale, aber doch relativ teure Buch wegen der sehr schönen Aufmachung entschieden. Der Text des bekannten Schriftstellers Haruki Murakami wird mit wunderschönen Illustrationen von Kat Menschik begleitet. Ein prächtig gestaltetes, unheimlich anmutendes Buch also, das es einem schwer macht, es aus der Hand zu legen und in der Buchhandlung zurück zu lassen. Die Handlung selbst ist rasch erzählt. Ein Jugendlicher wird mit Vorsatz von einem merkwürdigen Alten im Verlies einer Bibliothek eingeschlossen und begegnet dort neben der Geschichte eines osmanischen Steuereintreibers einem geheimnisvollen Mädchen und einem Schafmann. Gemeinsam beschließen sie die Flucht durch ein dunkles Labyrinth. Eine typische Murakami Geschichte also, die viele Elemente seiner Werke wieder aufnimmt und eigentlich keine Überraschung für all jene Leser darstellt, welche mit einem der früheren Werke des Autors vertraut sind. Was mich allerdings an diesem Buch besonders interessiert hat, ist der formale Aspekt der Buchgestaltung. Es klingt paradox, aber gerade aufgrund der beeindruckenden Gestaltung verliert das Buch an Substanz. Aus der Erzählung wurde ein (wunderschönes) Bilderbuch, wo sich Text und Illustration nicht ergänzen, indem sie unterschiedliche Seiten unserer Phantasie ansprachen, sondern sich leider ihrer Wirkung gegenseitig berauben. Sie kennen das doch: ein Buch lesen bedeutet auch, sich von seiner Atmosphäre fesseln lassen und Bilder im Kopf zu entwickeln, die ganz intim mit der eigenen Vorstellungskraft und der eigenen Befindlichkeit zu tun haben. Das macht das Geheimnis der Literatur aus und das gilt umso mehr für Literatur, die uns in ein geheimnisvolles und unheimliches Universum entführen will. Das aber kann bei diesem Buch nur sehr schwer gelingen, denn die begleitenden Illustrationen kappen und beschränken die Entfaltung der eigenen Phantasie. Sie sind exzellent gezeichnet, aber sie drängen sich der Phantasie auf; sie entfalten ihre eigene Atmosphäre und dominieren damit den Gesamteindruck. Anders als bei der Graphic Novel sind Text und Bild keine geschlossene Einheit, die einander ergänzen, sondern konkurrierende Elemente. Brutal gesagt: die Bilder erschlagen die Worte und berauben die Erzählung ihrer Kraft. Schade, denke ich, dass ich das bemängeln muss, denn eigentlich gefällt mir das Buch sehr gut. Vielleicht spricht die Gestaltung auch Jugendliche mehr an und kann sie so auf die Welten Murakamis neugierig machen. Wie heißt es so schön in dieser Erzählung über die unheimlichen Geheimnisse eines Verlieses tief unter einer Bibliothek, wo sich die verschiedenen Welten treffen: "Deine Welt, meine Welt und die vom Schafmann. Es gibt Orte, an denen sie sich überschneiden. So ist es doch, oder?" (S. 37) Und genau darum geht es vordergründig in diesem Buch: um das Ineinander und Nebeneinander der verschiedenen (Phantasie-) Welten eines jungen Menschen, der sich so gerne unterordnen möchte und letztendlich doch alleine bleibt. Schade, dass die Hintergründigkeit des Buches durch die Faktizität der Illustrationen auf der Strecke bleiben muss. Pracht muss nicht Qualität bedeuten, denke ich. Einfach zu viel des Guten, werter Dumont Verlag! Aber die Verkaufsstrategie hat gewirkt, bei mir zumindest.

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    • 8
  • Skurril, düster, heiter - und zu kurz!

    Die unheimliche Bibliothek
    Zen-Cola

    Zen-Cola

    09. October 2014 um 03:22

    Mit »Die unheimliche Bibliothek« (2005) liegt erneut eine Kurzgeschichte Murakamis vor, die mit Illustrationen von Kat Menschik passend untermalt wurde - und es so insgesamt, wie die Vorgänger, auf 64 (tatsächlich: 39 Seiten Text) nicht übermäßig beschriebene Seiten schafft. Der Preis ist dafür natürlich nicht gerade gering; und Murakami ist der einzige Autor, für den ich selbst für eine Kurzgeschichte einen derartigen Preis zahle. Wenn man das verständlicherweise nicht möchte, so dient diese Veröffentlichung zumindest wunderbar als Geschenk. Nun aber zur eigentlichen Geschichte ... Eigentlich wollte er nur ein Buch zurückbringen, wird vom Empfang aber in den Keller verwiesen - wo er gefangen und dazu gezwungen wird, drei Bücher auswendig zu lernen; schon bald trifft er auf einen alten Bekannten: den Schafsmann, der Essen serviert. Aber auch auf ein stummes Mädchen, dessen Stimmbänder vor langer Zeit zerstört wurden, sodass sie nicht in direkter Rede, sondern eben in Kursivschrift spricht. Spätestens, wenn man als Leser bemerkt, dass man sich darüber gar nicht wirklich wundert, sondern es als vollkommen normal hinnimmt, ist klar, dass man erneut auf einem Kurztrip ins wundersame Murakami-Universum ist. Die Stimmung der Geschichte ist dabei sehr ambivalent. Einerseits düster, morbid, kafkaesk. Andererseits musste ich das eine oder andere Mal über den Protagonisten grinsen, der gefügig alles mit einer solch stoischen Gelassenheit hinnimmt, dass es einfach nur skurril und fast schon heiter ist. Die Illustrationen - größtenteils in blau, grau und weiß gehalten - passen durchgängig sehr gut zum Gelesenen. Anders als bei den vorangehenden illustrierten Veröffentlichungen ist bei »Die unheimliche Bibliothek« jedoch keine Postkarte dabei - ein schickes Lesebändchen gibt es aber. Letztendlich wage ich nicht mal im Ansatz, die Geschichte zu deuten oder zu interpretieren - was mich aber nicht stört. Ich habe die bizarr-düstere Atmosphäre wirklich genossen, und war froh, mit dem (oder einem?) Schafsmann auf einen alten Bekannten zu stoßen. Für absolute Anhänger des Autors oder als Geschenk zu empfehlen ...

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  • Magisch

    Die unheimliche Bibliothek
    CitizenWeasel

    CitizenWeasel

    Ein Junge kommt in eine Bibliothek, um sich ein Buch über das Steuerwesen des osmanischen Reichs zu leihen - und gerät in die Fänge eines unheimlichen Bibliothekars, der seine Opfer mit Wissen mästet, um ihnen dann das Gehirn auszusaugen. So weit und einfach die Story. Murakami traut seinen Lesern eine dunkle Geschichte zu, sparsam erzählt, aber mit schönen, starken Wortbildern. Die Figuren bleiben rätselhaft: der Schafmann, der Star, das Mädchen, und auch die Geschichte endet ohne Auflösung. Kat Menschik hat unter die Haut gehende Illustrationen dazu kombiniert. Am Ende ist man um keinen Deut schlauer, aber es läuft einem ein wohlig-schöner Schauer über den Rücken. Dieses Buch muss man um seiner selbst Willen lieben.

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    • 7
    CitizenWeasel

    CitizenWeasel

    29. September 2014 um 08:01
  • Die unheimliche Bibliothek

    Die unheimliche Bibliothek
    Schnutsche

    Schnutsche

    11. May 2014 um 22:04

    ~Erster Satz~ Wie immer war es sehr still in der Bibliothek. ~Meine Meinung~ Ohh ha! Alsooo, erstmal habe ich schon viel von Murakamis seltsamer Schreibweise gehört, weswegen ich sehr gespannt war, was mich hier erwartet. Ich habe das Buch also aufgeklappt, um vorm Schlafengehen noch einen kurzen Blick reinzuwerfen und musste mich zwingen es wieder zuzuklappen, um es am nächsten Tag erst weiterzulesen. Natürlich war ich am nächsten Tag ruck zuck damit durch, da von den 64 angegebenen Seiten jede zweite bis dritte Seite eine zu der Story passende Zeichnung zeigt. Die Illustrationen sind sehr schön, wenn auch ziemlich düster. Von der Story bin ich deswegen geflasht, weil sie ein riesiges Fragezeichen über meinem Kopf kreisen lässt. Ich hab die Hälfte nicht kapiert und es wird auch nichts aufgelöst. Aber das ist ok, mit sowas hatte ich irgendwie gerechnet. :D Ich probier auf jeden Fall bei der nächsten Gelegenheit einen weiteren Murakami aus.

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