Haruki Murakami Gefährliche Geliebte

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Inhaltsangabe zu „Gefährliche Geliebte“ von Haruki Murakami

Hajime ist nach Jahren der Ziellosigkeit erfolgreicher Jazz-Bar-Besitzer und Vater. Wie eine Halluzination taucht nach 25 Jahren Shimamoto, eine Freundin aus der Kinderzeit, bei ihm auf. Hajime ist fasziniert von dieser unfassbaren und geheimnisumwobenen Frau, die in ihm längst verloren geglaubte Saiten anrührt. Er ist sogar bereit, sein bisheriges Leben aufzugeben...§Ein Roman voller magischer Kraft, der auf fesselnde Weise vom Einbruch dämonischer Leidenschaft ins Leben erzählt.§ Hajime lebt so wie Millionen Japaner: in geordneten Verhältnissen, geschäftlich erfolgreich. Er betreibt einen Jazzclub in einem schicken Viertel von Tokio, ist verheirat und hat zwei Töchter. Da tritt eines Abends Shimamoto an die Bar, seine Jugendliebe, mit der er einst ganz in die Welt der Musik versunken ist. Wie eine Halluzination erscheint sie immer ganz geheimnisumwoben an regnerischen Abenden und rührt mit ihrem bezaubernden Lächeln verloren geglaubte Saiten in Hajime an. Langsam zieht sie ihn aus seiner so perfekt erscheinenden Welt, bis er schließlich bereit ist, alles für sie zu opfern.

Wunderschön geschrieben und vorgelesen

— Charlea

Ein schönes Hörbuch, gut gelesen. Von der Geschichte jedoch hatte ich mir mehr erwartet; mehr Zauber und ein anderes Ende.

— monerl

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  • Wunderschön geschrieben und vorgelesen - Achtung, alte Übersetzung

    Gefährliche Geliebte

    Charlea

    27. February 2017 um 16:50

    Cover / Artwork / Aufbau des Romans Das Cover finde ich persönlich jetzt nicht so ansprechend, hier hat mich dann schon eher der Autor zum Lesen bewogen, als das Cover, wobei ich im Nachhinein zugeben muss, dass ich das Cover erst nach Lesen des Buches verstanden habe und es daher auch jetzt besser finde. Joachim Krol liest das Buch und hier muss ich sagen, dass seine Stimme ganz wunderbar zur Geschichte passt, man hat das Gefühl, er erzählt seine eigene Geschichte. Inhalt Hajime ist ein in den 50er Jahren geborener Tokioer Mann, der in Kindertagen nur wenige Freunde hat, was er unter anderem darauf zurückführt, dass er ein Einzelkind ist. Eines Tages zieht Shimamoto in sein Viertel und beide freunden sich an. Obwohl die Harmonie zwischen beiden gegeben ist, kommen sie als Teenager nicht zusammen, was Hajime auch Jahre danach noch beschäftigt. Er lernt Mädchen kennen und kurz nach seinem 30. Geburtstag heiratet er und erfährt mit Unterstützung seines Schwiegervaters einen gewissen Reichtum, der es ihm ermöglicht, selbstständig zu arbeiten. Eines Tages taucht Shimamoto wieder auf und stellt seine kleine Welt auf den Kopf. Fazit Es war mein erster Murakami und wenn ich mir die Rezensionen auf verschiedenen Portalen durchlese, nicht unbedingt sein beliebtestes Werk unter den Lesern. Für mich war es eine wirklich schöne Erfahrung, das Hörbuch zu hören, da mir sowohl die Art des Vorlesers gefallen hat, als auch die Geschichte an sich. Das Buch ist eher ein Buch der leisen Stimmen. Wir erleben Hajime in seinem alltäglichen Leben, in seinem Job, als Vater und als Ehemann und doch spürt man als Leser stets den Schleier der Melancholie, der über dem Protagonisten schwebt und es auch kein Geheimnis, daher auch kein Spoiler, dass es seine Vergangenheit ist, die ihn daran hindert, glücklich zu sein. Sprachlich gefällt mir die Übersetzung wirklich sehr gut, das Hörbuch ist von 2006. Im Internet habe ich gelesen, dass es inzwischen eine relativ neue Übersetzung gibt, die sogar unter einem neuen Titel „Südlich der Grenze, westlich der Sonne“ erschienen ist. Ob die Diskussion, die zum Ausstieg von S.Löffler beim Literarischen Quartett geführt hat an der Neu-Übersetzung schuld ist, kann ich natürlich nicht sagen, aber vielleicht lohnt es sich hier sogar einmal, eine zweite Übersetzung zu lesen. Dennoch kann ich mir an dieser Stelle eine Anmerkung nicht verkneifen – mir persönlich haben nicht wirklich die Ohren geklingelt beim Zuhören und ich habe das Gefühl, dass es tatsächlich Momente gib, in denen ich mit M. Reich-Ranicki einer Meinung sein konnte, was interessant ist und mich sogar zum Schmunzeln bringt.

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  • Re: Gefährliche Geliebte

    Gefährliche Geliebte

    kirara

    15. September 2015 um 12:19

    Inhalt: Der Hörer begleitet Hajime auf seinem Lebensweg von der Kindheit bis in die Vierziger und seiner Suche nach einem Lebenssinn und nach Liebe. Schreibstil: Wer beim Wort "Gefährlich" Spannung und Gefahr erwartet, ist bei Haruki Murakami falsch. Der japanische Schriftsteller punktet in seinen Büchern nicht mit Spannung und Unmöglichkeiten sondern genau mit dem Gegenteil. Er erzählt den einfachen Alltag, das einfache und realischtische Leben seiner Protagonisten und das auf eine poetische Art und Weise. Wie eine Melodie, die ihre Höhen und Tiefen hat, mal schneller und mal unendlich langsam ist. Hörbuchfassung: Eigentlich fand ich Joachim Kröls Stimme ganz passend. Bei neuen Kapiteln hatte ich aber manchmal den Eindruck als klinge die Stimme nach einem anderen, als würde ein anderer seine Kapitellesungen beginnen, bis er irgendwann einsteigt. Das hat mich etwas verwirrt. Aber das ist vielleicht nur Einbildung, deshalb bleibe ich dabei, dass die Stimme und die Lesegeschwindigkeit sehr gut gepasst hat. Eigene Meinung: Hajime ist eigentlich eine interessante Persönlichkeit und es macht Spaß ihn zu begleiten. Dabei taucht man in die Welt des Jazz und ins tokioter Nachtleben ab. Aber das ganze Buch über hat mich doch etwas an ihm gestört. Was es ist möchte ich nicht verraten, denn genau das ist der Inhalt, genau das ist das Thema der ganzen Geschichte. Ich habe mir während des Buches immer gedacht: Super, darüber drehen deine Gedanken ihre Pirouette, aber sieh dich doch einmal selbst an. Ich wäre nie darauf gekommen, dass der Autor die Geschichte genau so auflöst, indem er genau das anprangert, was mich an Hajime gestört hat. Auch wenn das Ende dadurch vielleicht nicht so superspannend und tragisch gewesen ist, wie es mit einem anderen Ende hätte sein können, so fand ich es doch genau richtg. Fazit: Wieder ein poetisches Buch aus Murakamis Feder. Es begleitet den Protagonisten fast sein Leben lang, was schön war, aber dennoch haben mich die Gespräche und die Atmosphäre nicht ganz so mitgerissen wie in After Dark. Dennoch lesenswert, wenn man sich auf ruhige und eher poetische Geschichten einlassen kann.

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