Haruki Murakami Kafka am Strand

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Inhaltsangabe zu „Kafka am Strand“ von Haruki Murakami

Geschenkausgabe im kleinen Format, bedrucktes Ganzleinen mit Lesebändchen.
Der 15-jährige Kafka Tamura reißt von zu Hause aus und flüchtet vor einer düsteren Prophezeiung seines Vaters auf die Insel Shikoku. Seine abenteuerliche Reise führt ihn in eine fremde Stadt, wo er der faszinierenden Bibliotheksleiterin Saeki begegnet und ihr verfällt. Er macht die Bekanntschaft mit einem geheimnisvollen alten Mann, der mit Katzen sprechen kann, und gleitet ab in eine fremde, seltsame Welt. Was ist Traum, was ist Wirklichkeit? Wo endet diese Reise voller rätselhafter Begegnungen und labyrinthischer Wege?

Kurios, seltsam, gefühlvoll,

— Lanna

Spannend, skurril und tiefgründig. Sehr zu empfehlen!

— Tamalin

Eines meiner absoluten Lieblingsbücher von Murakami, welches alle Stärken Murakamis in diesem Roman vereint. すごい!

— EmanuelvanWeimar

Eine wunderbare Welt die Haruki Murakami hier beschreibt. Wie immer großartig

— GustavBarlock

Nicht sein Bestes, aber auch gut!

— BuchHans

Wunderschöner Schreibstil, liebenswerte Charaktere und eine spannende Story. Habe das Buch sehr ins Herz geschlossen.

— Kitosvea

Völlig fesselnd...ätherisch, tief, zerreißend. In außergewöhnlichem Stil, den man nicht in Worte fassen kann.

— JessSoul

Toller Schreibstil, verrückte Geschichte

— Dubdadda

Ich liebe Murakamis Art, dem Leser Freiraum für Interpretationen zu lassen, aber hier macht er es sich ein bisschen sehr einfach.

— NoraSherawr

Eine Welt, in der Johnny Walker Katzenherzen isst, um aus ihren Seelen eine Flöte zu bauen...

— thesmallnoble

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  • Zwischen Traum und Wirklichkeit

    Kafka am Strand

    Kitosvea

    11. June 2017 um 22:22

    Dieses Buch ist das erste, das ich von Murakami gelesen habe und es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Erzählt wird die komplexe und fantasievolle Geschichte aus mehreren Perspektiven beziehungsweise in verschiedenen Handlungssträngen. Die Charaktere - darunter beispielsweise ein 15-jähriger Ausreißer und ein älterer Herr, der die Gabe besitzt, mit Katzen zu sprechen, sind allesamt vielschichtig und mit viel Liebe zum Detail entworfen. Dass die in Japan stattfindende Handlung mit geschichtlichen sowie literarischen Fakten und Zitaten unterstrichen wird, macht alles noch authentischer. Die Geschichte ist so außergewöhnlich und spannend, dass man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann. Zusammen mit dem ausdrucksstarken und poetischen Schreibstil Murakamis ergibt sich so ein wahrer Lesegenuss.Einen Stern Abzug allerdings gibt es von mir für die zahlreichen detaillierten erotischen Darstellungen. Zwar trug manches davon zum Verlauf der Geschichte bei, für meinen Geschmack war es aber dennoch zu viel und zu ausführlich beschrieben.Insgesamt bin ich jedoch sehr begeistert von diesem Buch. Wer Fantasy und verträumte - ja, surrealistische Geschichten mag, wird auf jeden Fall Freude daran haben.

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  • Ein schöner Murakami, aber nicht sein bestes Werk

    Kafka am Strand

    NoraSherawr

    08. March 2017 um 15:30

    Murakami gehört zu meinen absoluten Lieblingsautoren und hat für Werke wie 1Q84 oder Norwegian Wood (Naokos Lächeln) eigentlich 5 Sterne bei mir gebucht.Kafka on the Shore (ich habe das Buch in der englischen Übersetzung gelesen), wird oft als bestes Buch Murakamis oder zumindest als bestes Buch für Murakami-Neulinge angepriesen. Deswegen wundert es mich besonders, dass gerade dieses Buch in meiner Wertung die 5 Sterne knapp verfehlt.Der junge Kafka Tamura reißt von zu Hause aus, warum ist nicht ganz klar. Aber hier gibt Murakami, wie nur er es kann, exakt genug Information, dass der Leser sich noch wohl fühlt in seiner Position. Dadurch, dass er Details beschreibt und Stimmungen und Gefühle so klar zeichnet ohne sie plump auszusprechen, schafft er eine tolle Atmosphäre. Wir folgen Kafka weiter in eine Kleinstadt, wo er in einer Bibliothek Miss Saeki und Oshima kennenlernt, die beide auf ihre Weise mysteriös erscheinen, aber dennoch liebevoll gezeichnete Charaktere sind, die gerade in ihrer ungewöhnlichen Art Sympathie erzeugen. Auch die inneren Konflikte, die Kafka umtreiben sind zwar geheimnisvoll, aber doch nachvollziehbar.Auch der parallel verlaufende Erzählstrang um den alten Mann Nakata folgt dieser Struktur. Murakami erklärt kaum, gibt aber genug Info und baut seine Charaktere trotz ihrer Skurilität so liebevoll auf, dass es einem niemals schwerfällt sich in die Geschichte hineinzufühlen.Nur gegen Ende hin wird es mir persönlich zu vage. All zu oft fällt der Satz, man könne etwas nicht beschreiben oder erklären. Aus dem Mund der Protagonisten, die sich immer mehr in Sphären, die mehr aus Gefühl und Erinnerung zu bestehen scheinen, wiederfinden, erscheint das natürlich und vollkommen schlüssig. Aus erzählerischer Sicht aber stört es mich doch etwas. Viele Autoren sehen gerade das als ihre Aufgabe, zu beschreiben, was andere nicht in Worte fassen können. Murakami findet unter den Autoren, die ich kenne normalerweise die eleganteste Art, dies nicht zu tun. Er beschreibt so, dass man das Gefühl hat in andere Sphären mitgenommen zu werden, so das man gar keine weitere Erklärung braucht. Dass er dies in dem vorvorletzten und vorletzten Kafka-Tamura-Kapitel und dem Kapitel über "The Boy Named Crow" bei mir nicht schafft, hat mich etwas enttäuscht. Das wieder gute letzte Kapitel konnte mich leider nur zum Teil versöhnen.Nichtsdestotrotz ein tolles Buch mit Figuren, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen und Gedanken, die noch lange nachklingen. Von mir als Haruki-Murakami-Fangirl also Jammern auf hohem Niveau.

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  • Eine Welt, in der Johnny Walker Katzenherzen isst, um aus ihren Seelen eine Flöte zu bauen...

    Kafka am Strand

    thesmallnoble

    10. January 2017 um 14:51

    Wenn es plötzlich anfängt, Fische zu regnen; Wenn ein Mann mit dem Namen Johnny Walker Katzen aufschlitzt, ihre noch pulsierenden Herzen isst, um aus ihren Seelen eine Flöte zu bauen; wenn auf einmal Colonel Sanders, die Kentucky-Fried-Chicken-Figur, zum Leben erwacht und hübsche Mädchen vermittelt;wenn eine Frau von zwei übereifrigen Feministinnen als chauvinistischer Prototyp einer patriarchalen Gesellschaft beschimpft wird. In all diesen Fällen kann es sich eigentlich nur um einen Roman Haruki Murakamis handeln, der als ein Hauptvertreter postmoderner japanischer Literatur gilt.Der 2002 veröffentlichte Roman "Kafka am Strand" besteht aus zwei Erzählsträngen. Der hochintelligente Kafka Tamura reißt mit 15 Jahren von zu Hause aus. Sein Vater ist ein Workaholic, der sich nicht um ihn kümmert und seine Mutter hat die Familie zusammen mit seiner Schwester verlassen, als Kafka vier Jahre alt war. Auf seltsamen Wegen lernt er Oshima kennen, der in einer Bibliothek arbeitet. Schon bald fühlt sich Kafka zu der introvertierten, aber höchst attraktiven Bibliotheksleiterin Saeki hingezogen, die mehr als dreißig Jahre älter ist als er.Nakata kann weder lesen noch schreiben, hat noch nie seine Heimatstadt verlassen oder mit einer Frau geschlafen und spricht von sich selbst nur in der dritten Person. Dafür kann er mit Katzen sprechen und verdient sich ein Zubrot als Detektiv für verlorengegangene Katzen. So macht er die unerfreuliche Bekanntschaft mit dem Katzenmörder Johnny Walker, in Folge dessen er sich auf den Weg in eine andere Stadt macht, ohne zu wissen, was er da überhaupt will. Auf seinem Weg trifft er den lebenslustigen Fernfahrer Hoshimo, der sich kurzentschlossen entschließt, den seltsamen alten Kauz auf seiner Reise ohne Ziel zu begleiten."Kafka am Strand" zieht den Leser unweigerlich in seinen Bann. Der Vorwurf, dass Murakamis Bücher ob ihrer höchst obskuren Begebenheiten nicht oder nur schwer verständlich seien, ist schlicht nicht zutreffend. Genau das Gegenteil ist der Fall. Hat man sich einmal auf die Geschichte eingelassen, bietet der Roman eine optimale Projektionsfläche, die keinen Leser mehr loslässt, da sich jeder auf irgendeine Art und Weise in den teils absurden, übernatürlichen Ereignissen wiederfinden kann. Dies ist ja auch das besondere an den Romanen Franz Kafkas, die gerade wegen ihrer auf den ersten Blick verwirrend erscheinenden Struktur die gesamte kognitive Vorstellungskraft des Lesers erfordern. Und ein Leser erkennt nun einmal nur das, was ihn selbst beschäftigt.Was zeitweilig etwas störend wirkt, sind die sporadischen Ausflüge ins Reich der Kalenderblättchenphilosophie. Sätze wie: "Die Konturen meines Ichs schieben sich übereinander und rasten mit einem leisen Klicken ein" (78) oder "Nicht der Mensch bestimmt sein Schicksal, sondern sein Schicksal bestimmt ihn" (274) glänzen nicht gerade vor philosophischer Tiefenschärfe. Aber das kann auch an der Übersetzung vom Japanischen ins Deutsche liegen. Dafür bietet der Roman meiner Ansicht nach auch eine Vielzahl von sehr gelungenen rhetorischen Bonmots, die essentielle Fragestellungen des Menschen knapp, präzise und höchst verständlich auf den Punkt bringen: "In Wahrheit ist jede Wahrnehmung schon Gedächtnis: Die reine Gegenwart ist das unfassbare Fortschreiten der Vergangenheit, die an der Zukunft nagt" (372).Fazit: Toller Roman, der zum Nachdenken anregt und dabei bestens unterhält. Und das ist es doch schließlich, was gute Literatur ausmachen sollte.

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  • Entführung in eine andere Welt

    Kafka am Strand

    Mogwei

    30. July 2016 um 10:56

    Lange bin ich um Murakamis Werke herumgeschlichen und konnte mich nicht sorecht entscheiden, mit welchem Roman ich anfangen sollte. Heute bin ich froh, dass ich mir das 636 Seiten starke Werk "Kafka am Strand" zu Gemüte geführt habe und muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Es erzählt die Geschichte eines jugendlichen Ausreißers auf der Flucht vor einem ödipalen Fluch und auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens. Parallel zu diesem Handlungsstrang verfolgt der Leser die abenteuerliche Reise um einen wunderlichen älteren Herren Nakata, der Analphabet ist, aber die Sprache der Katzen spricht und Blutegel und Fische vom Himmel fallen lässt. Ich wurde regelrecht in die Geschichte hineingezogen und auch wenn mir nicht immer ganz klar war, was real oder Traum war, konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen und musste unbedingt wissen, wie die Erzählstränge zusammenlaufen und sich die Charaktere weiterentwickeln. Murakamis Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet. Die Freundschaft, die sich zwischen Nakata und Hoshino dem Truckfahrer entwickelt, hat mich sehr berührt. Ich denke, dieses Buch wird eines dieser sein, das ich nach geraumer Zeit noch einmal lesen muss, da es sehr vielschichtig ist und mir bei dem einmaligen Lesen bestimmt noch einiges entgangen ist. Vielleicht klärt sich dann auch noch die eine oder andere Frage, die sich mir gestellt hat. Auf jeden Fall regt das Buch auch noch lange nachdem man es ausgelesen hat, zum Nachdenken an. Eine klare Leseempfehlung für Menschen, die auch gerne Filme schauen, in denen die Grenzen zwischen Realität und Traum nicht immer ganz klar sind. Phantastisch!

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  • Im Gedächtnis verankert

    Kafka am Strand

    Sterndiebin

    17. September 2015 um 21:43

    Zwei Handlungsstränge laufen in diesem Buch unvermeidbar aufeinander zu. Anfangs ist die Verbindung der beiden Geschichten nicht deutlich, aber je mehr passiert, desto unausweichlicher ist das Zusammentreffen der Welten. Realität und Fantasie sind verwoben. Als Leser war ich mir bis zum Schluss nie ganz sicher, was Wahrheit und was Traum ist. Was ich als real erkannte, war mir oft fremd. Was ich als unwirklich erkannte, war noch fremder. Es fiel mir schwer, in den Figuren und Handlungen Bezugspunkte zu finden. Zum einen wollte ich wissen, was dahinter steckt. Ob ich irgendwann einen tieferen Sinn erkennen würde. Aber ich glaube, so ist das Buch nicht gedacht. Auch wenn es mir nicht so gut gefallen hat, erinnere ich mich hervorragend daran. Und dass ein Buch im Gedächtnis bleibt, ist manchmal mehr wert, als ein Buch, das einfach nur schön war.

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  • Ein Buch wie ein Waldsee. Klar und undurchdringlich tief zugleich.

    Kafka am Strand

    Kultakivi

    09. March 2015 um 10:37

    637 Seiten in einer Woche gelesen. Das Buch hat mich kompromisslos in seinen Sog gerissen und durch die Seiten gezogen. Hervorragender Schriftsteller. Die Handlung ist eine Mixtur aus Realität und Surrealität. Der Junge Kafka Takamura verlässt in der Gegenwart an seinem 15. Geburtstag das Haus, in dem er mit seinem Vater lebt. Er wird verfolgt von dem Schatten einer düsteren Prophezeiung seines -ungeliebten Vaters- eines berühmten Bildhauers, wonach Kafka sich mit seiner Mutter und seiner Schwester, welche er nie kennen gelernt hat, vereinigen wird. Der Junge reist nach Shikoku, wo er in einer Privatbibliothek Freunde und Unterkunft findet. Ein zweiter Erzählstrang des Buches handelt von dem Jungen Nakata, der im Frühjahr 1945 aufgrund einer mysteriösen Erscheinung während eines Schulausfluges für mehrere Wochen zunächst das Bewusstsein und danach nahezu sämtliche intellektuelle Fähigkeiten verliert. Er vermag weder zu lesen, noch zu schreiben, erlangt jedoch die Fähigkeit, die Sprache der Katzen zu verstehen. Dieser Nakata begibt sich als alter Mann gleichfalls auf die Reise nach Shikoku, nachdem er zuvor, stellvertretend für den Jungen Kafka, ohne dessen Wissen, den Vater Kafkas getötet hat. Die entscheidenden Szenen des Buches fokussieren sich auf den Eingangsstein zu einem Paralleluniversum, auf dessen Suche sich Nakata zusammen mit einem jungen Fernfahrer begibt, während Kafkas Schicksal sich im Umkreis einer zweiten Unterkunft inmitten eines tiefen, gleichnishaften Waldes in dem Moment zu entfalten beginnt, in welchem er das durch das Verrücken des symbolischen Steines geöffnete Eingangstor einer Parallelwelt durchschreitet. Ein Buch wie ein Waldsee. Klar und erfrischend an der Oberfläche, dunkel und geheimnisvoll in der Tiefe. Haruki Murakami ist ein wahrer Könner. Ein Festival der Phantasie und der Symbolik, verfasst von einem hervorragenden Stilisten.

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  • Surrealismus mag, wird das Buch lieben

    Kafka am Strand

    bird-su

    30. November 2014 um 19:44

    Der Einstieg war sehr gut. Ich war neugierig auf Kafka, vor allem wieso er als Japaner Kafka heißt.  Mir gefielen auch die Berichte vom Militär und von den Kindern die Ohnmächtig wurden. Ich habe dadurch eine vollkommen andere Geschichte erwartet und war überrascht wie alles sich entwickelt hat.  Surrealismus muss man mögen, um das Buch zu genießen. Vieles war sehr surreal. Einiges einfach nur eklig und pervers Bsp. Jonny Walker wie er die Katzen tötet und die Herzen isst.  Prophezeiung mit der eigenen Mutter und Schwester zu schlafen fand ich auch etwas krank.  Bei solchen Erzählungen gefiel das Buch mir weniger, aber Haruki Murakami hat eine Art zu schreiben die einem auch neugierig macht. Ich wollte das Buch weiter lesen, um zu erfahren wo führt das alles hin?  Außerdem waren einige Charaktere die mir sehr gefielen, wie komisch sie auch sein mögen. Nakata mochte ich sehr, seine Art und Weise wie einfach er verstrickt war, war für mich entspannend beim Lesen. Die Freundschaft zwischen ihm und Hoshino fand ich irgendwie goldig.  Oshima sollte ich auch erwähnen, auch ihn fand ich sehr interessant.  Kafka Tamura dagegen verwirrte mich. Ich weiß gar nicht ob ich es überlesen habe, aber was ist eigentlich mit der Schwester passiert ? Sie ist doch mit der Mutter weg gewesen. Das Mädchen, das er im Bus kennenlernte war ja nicht seine Schwester, auch wenn sie geschwisterliche Gefühle für ihn empfand. Was wurde denn nun aus ihr ?  Die Parallelwelt verwirrte mich sehr. Was ist real, was ist Phantasie ? Was hat Kafka nun durch die Reise gelernt?  Zum Schluss dachte ich okay, so ist es also. Überzeugt bin ich nicht 100 %, aber schlecht war das Buch auch nicht. Ganz im Gegenteil, wenn manchmal auch verwirrend gefiel mir die Art und Weise, wie Murakami schrieb. Dazu muss ich sagen, das ist das erste Buch von dem Autor das ich lese wahrscheinlich auch nicht das letzte noch ein Buch um den Stil zu vergleichen werde ich bestimmt lesen

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  • Wundersame Reise durch eine surreale Welt

    Kafka am Strand

    Becks_x

    19. September 2014 um 13:56

    Kafka am Strand ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Als ich vor gut einem Jahr mit dem Lesen des Buches begann, konnte ich es nicht für allzu lange Zeit aus der Hand legen. Warum? Kafka am Strand hat mich gefesselt mit seiner Atmosphäre und den Fragen, die den jungen Kafka Tamura auf seinem Weg vorantrieben. Der Erzählstil Haruki Murakamis kann gerade für Einsteiger in das "Murakami-Universum" zunächst befremdlich erscheinen. Dies liegt sowohl am Satzbau als auch an der Sprache, die zum erzählen verwendet wird. So erging es mir selbst, da ich (leider) mit "Kafka am Strand" viel zu spät das erste Buch aus seiner Feder las. Manches erschien mir persönlich anfangs zu abgehackt, der Großteil wiederum auffällig einfach formuliert. Dennoch besitzt der Schreib- und Erzählstil Murakamis etwas fesselndes, von dem ich selbst nicht wirklich zu sagen vermag, was genau es ist. Ein angenehmer Hauch Surrealität zieht sich wie ein Band durch den gesamten Verlauf der Geschichte. Viele Momente laden so zu einem verträumten Innehalten ein, eine Eigenschaft, die ich besonders liebe. Zugegeben: Die Bücher eines Haruki Murakami sind nicht für jedermann gemacht. Wer aber für diese Art Surrealismus, bei dem sogar Sardinen und Blutegel vom Himmel regnen empfänglich ist, könnte in "Kafka am Strand" eine Geschichte finden, die ihn zum Innehalten und träumen einlädt.

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  • Wunder-voll

    Kafka am Strand

    juni_mond

    28. August 2014 um 20:43

    "Eine reziproke Metapher. Das was außerhalb von dir ist, projiziert sich auf dein Inneres und umgekehrt, Durch das Betreten eines äußeren Labyrinths gelangt man häufig auch in das innere Labyrinth. Und das ist gefährlich." Genau dieses Labyrinth im äußeren sowie im Innern betritt der junge Kafka Tamura - diesen Namen hat er sich selbst gegeben - zu Anfang der Geschichte, als er von Zuhause abhaut und von seinem Vater flieht, der einen ödipalen Fluch über ihn verhängt hat und in seinem ganzen Leben nie wie ein Vater für ihn da war. Mutter und Schwester haben die Familie in Kafkas früher Kindheit verlassen. Wer ist seine Mutter, wer seine Schwester, wird der Fluch vollzogen werden, all dies sind Fragen die den gerade 15-jährigen Kafka zutiefst belasten. Auf seiner Reise durch sein Labyrinth sollen ihm diese Fragen nach und nach beantwortet werden. Und nicht nur diese. Neben dem einen Erzählstrom, in dem Kafka der Protagonist ist gibt es noch einen weiteren, in dem der alte Analphabet Nakata, der mit Katzen sprechen kann die Hauptrolle spielt. Vom "professionellen Katzenaufspürer" wird Nakata zu einem wichtigen Element des Ganzen und wirkt ausschlaggebend an dessen Entwicklung mit. Murakamis Schreibstil ist mal wieder ein genialer Wirbel durch Realität, Fantastisches und verschiedene Schauplätze, die wie so oft alle miteinander in Verbindung stehen. Bücher von Murakami sind generell schwer in einer Rezension zu beschreiben, geschweige denn, dass man sie kurz nacherzählen könnte. Ich empfehle das Buch, das mir unglaublich gut gefallen hat und mich in einen nachhaltigen Gedankenstrom über Traum und Wirklichkeit, den Zusammenhang zwischen Leben und Tod an jeden, der es liebt nicht ganz einfach durchschaubares, mit Verrücktheiten ausgestattete Werke zu verschlingen.

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  • „Das Leben ist nur interessant, wenn wir unseren Willen nicht kriegen.“

    Kafka am Strand

    Alira

    17. July 2014 um 20:18

    Es gibt wahrscheinlich nicht viele Geschichten, die so schwierig nachzuerzählen sind wie dieses Buch, das sich wie eine Reise durch die japanische Kultur liest. Hauptthema ist ein ödipaler Fluch, aber es geht auch um Liebe, Verdauung und nicht zuletzt um Philosophisches: „Alle Gegenstände sind Wandlungen unterworfen. Die Erde, die Zeit, die Begriffe, die Liebe, das Leben, die Überzeugungen, die Gerechtigkeit, auch das Schlechte, alles fließt und ist vergänglich. Es gibt nichts, das für die Ewigkeit an einem Ort und in einer Gestalt verharrt. Das ganze Universum ist im Grunde genommen ein gigantischer Paketservice.“ Kapitelweise absurd oder – je nach Blickwinkel – märchenhaft (es regnet Fische und ein Analphabet versteht die Katzensprache): Der Wechsel vom Realen ins Fantastische hat mich manchmal verwirrt. Fazit: Wer Fantasy, Märchen und Murakami mag, muss dieses Buch gelesen haben!

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  • Seltsam, kurios, witzig, philosophisch....

    Kafka am Strand

    Moonwishes

    "Der 15-jährige Kafka Tamura reißt von zu Hause aus und flüchtet vor einer düsteren Prophezeiung seines Vaters auf die Insel Shikoku. Seine abenteuerliche Reise führt ihn in eine fremde Stadt, wo er der faszinierenden Bibliotheksleiterin Saeki begegnet und ihr verfällt. Er macht die Bekanntschaft mit einem geheimnisvollen alten Mann, der mit Katzen sprechen kann, und gleitet ab in eine fremde, seltsame Welt. Was ist Traum, was ist Wirklichkeit? Wo endet diese Reise voller rätselhafter Begegnungen und labyrinthischer Wege?" (Beschreibung bei LB) Kafka ist ein Junge der sich für sehr erwachsen hält und so handeln möchte, dem Leser selbst wird aber klar, dass er es nicht ganz so sehr ist, wie er es sich wünscht. Die ganze Geschichte ist voller Weisheiten, die in einzelnen Dialogen und jeglichen Sätzen zu finden sind. Jeder, der versucht dieses Buch zu lesen sollte sich vertiefen können in eine magisch-realistische Welt, wo bald die Grenzen verschwimmen und nicht jede Frage geklärt werden kann. Aber es gibt auch einen sehr schönen Humor, der mir oft durch seine unscheinbarkeit die Tränen in die Augen trieb. Ich persönlich werde mich wahrscheinlich irgendwann noch einmal an einen Murakami versuchen. Mal sehen wie mir das Buch gefallen könnte!

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    • 3

    Moonwishes

    04. May 2014 um 14:06
  • warum nicht schon früher?!

    Kafka am Strand

    liyah40

    lange stand dieses buch auf meiner wunschliste und doch habe ich es immer "vertagt". nun habe ich mich endlich durchgerungen und es gelesen und ich frage mich: "warum habe ich so lange gezögert?!" ein buch, dass uns sofort mitreißt, ein buch voller schöner, weiser sätze! ein buch, dass mich zum lachen, und zum weinen brachte, mich aber auch zum nachdenken anregte. was ist traum? was ist wirklichkeit? ein buch, dass mich noch lange beschäftigen wird und das ich nur wärmstens empfehlen kann!

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    • 2
  • Must read!

    Kafka am Strand

    NinaFischer

    05. November 2013 um 01:26

    Ich weiss nicht wie oft ich dieses Buch gelsen habe. Es ist einfach der Wahnsinn! Haruki Murakami uebertrifft sich selbst. Meiner Meinung nach eines der besten Buecher ueberhaupt.

  • Schreibstil

    Kafka am Strand

    Morella

    Das einzige Buch welches ich bisher von Murakami gelesen haben war "gefährliche Geliebte". Dieses Buch hier erinnert mich irgendwie an "Die geschenkte Nacht" von Rana Dasgupta. Eigentlich mag ich solch verrückte Erzählungen, aber ich denke, dass ich grad nicht dafür offen bin.

    • 2
  • Wehmütig blättere ich wieder mal eine letzte Seite um...

    Kafka am Strand

    The iron butterfly

    30. June 2013 um 17:52

    Kafka Tamura, fünfzehnjähriger Ausreißer, begibt sich auf den Weg. Im ersten Moment geht es ihm nur darum dem Vater zu entkommen, ein Zuhause gibt es für ihn dort nicht. Von Mutter und Schwester verlassen, sehnt er sich nach einem Herzen, darin zu wohnen, nach Armen, die ihn halten und Wärme schenken. Der alte Herr Nakata, der weder lesen noch schreiben kann, da er als KInd einem Phänomen zum Opfer fiel, lebt von der Zuwendung des Staates sowie den Erträgen seiner Suchaufträge. Der Katzensprache mächtig ist es ihm möglich verschwundene Katzen aufzuspüren und ihren Besitzern zurückzubringen. Und da ist Oshima, Saeki, Sakura, Hoshino, jeder für sich eine Persönlichkeit, die es lohnt kennengelernt zu werden. Wie Kafkas und Nakatas Schicksale sich verknüpfen, obwohl sie sich nie treffen werden, beschreibt sich nicht einfach, aber es erlebt sich. Daher nicht darüber nachdenken, lesen! Kafka erscheint nie wie ein Fünfzehnjähriger, Nakata nie wie ein alter Herr. Ins Herz schließt man beide vom ersten Wort an und will sie nicht mehr gehen lassen. Und wie immer bei Murakami schlage ich irgendwann wehmütig die letzte Seite um und will es nicht glauben, dass das Buch ein Ende finden muss. Diese Geschichten sind keine Geschichten, sie sind Herzblut und Seelenfutter. Die Sympathie, die man für die Protagonisten entwickelt ist aufrichtig und so real, selten leidet und liebt man so hautnah bei einer Lektüre. Und passt dein Leben auch in einen Rucksack, findest du nicht wenigstens in einem treuen Herzen dein Zuhause, so kannst du bis an den Rand der Welt gehen, die Zeit wird dich erdrücken.

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