Wenn der Wind singt / Pinball 1973

von Haruki Murakami 
3,8 Sterne bei69 Bewertungen
Wenn der Wind singt / Pinball 1973
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Positiv (43):
luna_LBBs avatar

Zwei sehr spezielle und interessante Kurzgeschichten. Ein einzigartiger Schreibstil, der einen verstehen lässt, warum er so berühmt ist.

Kritisch (5):
RoryBookss avatar

Verwirrend. Sehr guter Schreibstil, dennoch bin ich verwirrt zurückgelassen. Was war das?

Alle 69 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Wenn der Wind singt / Pinball 1973"

Nach langem Zögern hat Haruki Murakami die Bitten seiner Leser erhört und der Veröffentlichung dieser außerhalb Japans nie erschienenen Frühwerke zugestimmt, die zusammen mit »Wilde Schafsjagd« die Trilogie der Ratte bilden. Nach 35 Jahren liegt diese nun erstmals vollständig auf Deutsch vor. Eine kleine Sensation, nicht nur für eingefleischte Murakami-Fans. »Wenn der Wind singt«, folgt einem 21-jährigen Studenten, der den Sommer 1970 in seinem kleinen Heimatort verbringt. Die Zeit vertreibt er sich mit seinem besten Freund Ratte, einem Mädchen mit vier Fingern an der linken Hand und einem Barkeeper. In »Pinball 1973« lebt der junge Mann drei Jahre später in Tokio, während Ratte in J.’s Bar immer noch darauf wartet, dass das Leben losgeht. Ein melancholischer, atmosphärisch dichter Roman, der zudem die wohl besten Flipperszenen der Literaturgeschichte enthält.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442715930
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:268 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:09.01.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor 17 Tagen
    ‘Was machen Sie gerade?‘ - ‚Ich lese ein Buch.‘

    >>‘Was machen Sie gerade?‘
    ‚Ich lese ein Buch.‘
    ‚Was soll das denn? Warum hören Sie nicht Radio? Lesen macht einsam. Oder nicht?‘<< (Seite 57)

    ‚Wenn der Wind singt‘ spielt im August 1970. Der namenlose, 21-jährige Ich-Erzähler und sein Freund ‚Ratte‘ verbringen den ganzen Sommer in Jays Bar, trinken Bier, essen Erdnüsse.

    Als der Ich-Erzähler eine Frau mit vier Fingern an der linken Hand kennenlernt, wird die Langeweile, die er in seiner Heimatstadt empfindet, kurzfristig durchbrochen.

    Drei Jahre später setzt die Handlung von ‚Pinball 1973‘ ein, in der der Ich-Erzähler wieder auf Ratte trifft und diesmal eine besondere Begeisterung fürs Flippern entwickelt.

    Haruki Murakami zählt zu meinen Lieblingsautoren, und ich liebe sowohl ältere Romane des japanischen Schriftstellers, z.B. ‚Mister Aufziehvogel‘, als auch die beiden ‚Die Ermordung des Commendatore‘-Bände, die 2018 bei DuMont erschienen. Umso gespannter war ich auf die ersten beiden Romane des Autors, von denen Murakami selbst lange nicht wollte, dass sie außerhalb Japans erscheinen.

    Um es ganz kurz zu machen: Mir haben die beiden Romane nicht gefallen, wobei ich ‚Wenn der Wind singt‘ etwas besser fand als ‚Pinball 1973‘, dem ich wirklich gar nichts abgewinnen konnte.

    Dabei fing das Buch so vielversprechend an, denn Murakami selbst erklärt in einem Vorwort, wie er zum Schreiben kam, was ich als sehr erhellend, faszinierend und sympathisch empfunden habe.

    Auf mich wirkten die beiden Romane sehr zerfahren und wenig stringent. Man merkt beim Lesen deutlich, dass Murakami seinen Stil noch verfeinern konnte und musste, dass er nach seinem Frühwerk noch viel dazugelernt hat.

    Trotz aller Kritik hält man mit den beiden frühen Romanen ganz klar Murakami-Bücher mit Wiedererkennungswert in den Händen, denn man findet hier bereits Ansätze von magisch-realistischen Elementen, die Sprache ist gewohnt eingängig und dennoch gewählt, und es gibt schon die typischen Murakami-‘Accessoires‘ wie Brunnen, Spaghetti, mysteriöse Anrufe von Frauen, Schallplatten und die Beatles.

    Nur eine wirkliche Handlung, die geradlinig erzählt wird und fesselt, die gibt es - ganz im Gegensatz zu seinen späteren Werken - in ‚Wenn der Wind singt‘ und ‚Pinball 1973‘ nicht.

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    sala83s avatar
    sala83vor 3 Monaten
    Halb halb

    Die erste Geschichte fand ich sehr gut. Sie war erfrischend anders und hat mich mitgerissen. Leider empfand ich die zweite Geschichte sehr unduchdacht. Sie plätscherte so dahin und langweilte mich. Vielleicht habe ich sie auch nicht verstanden...

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    Blacksallys avatar
    Blacksallyvor 3 Monaten
    Großartige Lektüre

    Dieses Buch war mein erster Murakami und hätte ich gewusst, wie gut dieser Mann bereits in seinen Anfängen geschrieben hat, hätte ich bestimmt schon alle seine Werke gelesen.


    In diesem Buch sind die zwei ersten Kurzgeschichten enthalten, die der Autor geschrieben hat. Diese waren lange Zeit nur in Japan zugänglich und wurden nun endlich auch übersetzt und auch hier in Deutschland veröffentlicht. 


    In beiden Geschichten geht es um einen Jungen Mann der nur „Ratte“ genannt wird und einem Erzähler, von dem wir leider nicht erfahren um wen es sich handelt. Ich fand das aber nicht schlimm, vor allem da man trotzdem einen guten Blick für alles bekommt.


    Ganz besonders ist hier der Schreibstil des Autors. Ich war von der ersten Seite an fasziniert und hatte das Gefühl das ich während des Lesens unglaublich viele Ideen eingepflanzt bekomme. So etwas habe ich bisher noch nie erlebt. Die Geschichte war eher unzusammenhängend geschrieben, dennoch hat man am Ende das Gefühl eine ganz normale Geschichte gelesen zu haben und keine Einzelheiten verpasst zu haben. 

    Hätte ich bei diesem Buch zu meinen Klebezetteln für schöne Zitate gegriffen, wäre wohl auf jeder Seite einer gelandet, darum gab ich es bereits nach ein paar Seiten auf.
    Das Buch ist voller wunderbarer Sätze, die einem sowohl zum nachdenken bringen, als auch klar machen, wie klein die Welt und unsere Probleme manchmal sind. 


    Interessant fand ich auch das sich „der große Erzähler“ und die direkte „ich-Form“ im Buch abwechseln. Auch so etwas ist mir neu und hat gut zu der Geschichte gepasst, die ich schon als surreal bezeichnen würde. 


    Ich kann nur sagen: Dieses Buch war zwar mein erster Murakami, aber ganz sicher nicht sein letzter. Die anderen Bücher von ihm sind direkt auf meinen Wunschzettel gewandert und ich freue mich sehr, das es viele Bücher von ihm gibt. 


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    Flidras avatar
    Flidravor 3 Monaten
    Jeder fängt mal klein an.

    Erster Eindruck: 

    Murakamis Erstlingswerk verspricht doch recht interessant zu werden.

    Fazit: 

    Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal von Randomhouse bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

    Das Cover ist, wie alle neueren Auflagen, bunt gestaltet mit weißem Hintergrund. Das Buch, ohne den Inhalt vorweg zu nehmen, ist ein Buch, welches eher durch den Inhalt geschätzt werden sollte. Die Schlichtheit der Cover unterstreicht diesen Umstand. Rundum mag ich das Cover, gerade weil es zum Buch passt.

    Zuvor muss ich sagen: Dieses Werk bzw. diese Werke, da es ja zwei Romane in einem sind, sind vom Erzählstil anders, als man es von Murakami kennt. Diese beiden Werke sind die ersten, die Murakami je geschrieben hat. In einem etwas längerem Vorwort erklärt uns Murakami wie er auf diese Romane gekommen ist, was diese für ihn auszeichnen und was er sich dabei gedacht hat. Für Fans von Murakami ist dieses Buch alleine schon durch das Vorwort ein „Must have“.
    Kommen wir aber zu dem Erzählstil als solchen.
    Der Erzählstil in diesem Buch zeichnet sich besonders durch schlichte und einfache Sätze aus. Schwere Vokabeln gibt es auch nicht. Daher kann man das Buch recht einfach runter lesen. Es gibt kurze und längere Kapitel und auch der Erzähler wechselt. Einmal ist der Erzähler unsere Namenlose Hauptperson und erzählt aus der Ich-Perspektive und dann ist er mal der Er-/Sie-Erzähler, der von Ratte oder anderen Personen berichtet. Daran muss man sich während des Lesens erstmal gewöhnen.
    Darüber hinaus gibt es keine weiteren sprachlichen Auffälligkeiten.

    Nun, die Charaktere sind meiner Ansicht nach schwierig in Worte zu fassen.
    Man hat eine Hauptperson dessen Namen man nicht kennt. Diese handelt in meinem Augen recht wirr. Er erzählt erstmal von der Gegenwart, springt aber häufig zurück zu Ereignissen in der Vergangenheit, wie z.B. welche Freundinnen er gehabt hat.
    Wahrscheinlich liegt es daran, dass dies das Erstlingswerk von Murakami ist, wodurch seine sprachliche Kompetenz gar nicht zur Geltung kommt. Murakami ist ein Meister darin Dinge durch seine Charaktere zu beschreiben, die man selbst einfach nicht ausdrücken kann. Man erkennt diese Ansätze auch in dem Hauptcharakter wieder. In Pinball 1973 ist der Charakter auch wesentlich besser beschrieben und die Handlungen nachvollziehbarer.
    Ratte empfinde ich im ersten Werk eher als Nebencharakter, da er meist mit dem Hauptcharakter in der Jay's Bar hockt und ansonsten nicht viel her gibt. Im zweiten Werk wird viel mehr über ihn erzählt und er wird als doch sehr nachdenkliche Person beschrieben.
    Des Weiteren gibt es noch Jay und Zwillinge, die eine aktive Rolle in den Werken spielen, aber im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass ich aus keinem der Charaktere wirklich schlau geworden bin.

    Die Story ist ebenso konfus wie die Charaktere selbst. Es gab keinen wirklichen Anfang und letztlich auch kein wirkliches Ende. Im Grunde wurde von einem kleinen Lebensabschnitt dieser Personen erzählt und Ereignisse der Vergangenheit damit verknüpft. Ich könnte auch nicht ohne weiteres feststellen, ob Wenn der Wind singt vor oder nach Pinball 1973 spielt, wenn eingangs nicht erwähnt werden würde, dass der erste Teil im Sommer 1970 spielt.
    Thematiken sind unter anderem Lebenswegproblematiken, Fragestellungen die das Leben im allgemeinen betreffen und das „Alleinsein“.
    Der Hauptcharakter wacht eines Tages bei einer fremden Frau auf und weiß nicht wie sie heißt. Mit Ratte trinkt er öfter ein Bierchen in Jay's Bar. Der erste Ausschnitt zeigt einen Sommer 1970. In Teil zwei sind seit dem zwei Jahre vergangen und der Hauptcharakter wohnt mittlerweile in Tokyo. Irgendwann hat Ratte auch mal eine Frau, die ihn verändert und wegen der er sich alleine fühlt. Er denkt über sein Leben nach und weiß, dass er auf der Stelle tritt. Während der Hauptcharakter plötzlich Zwillinge bei sich hat, deren Namen er nicht kennt und total in ein Flipperspiel vernarrt ist. Dabei werden allerhand an kuriosen Situationen ausgelöst.

    Insgesamt muss ich sagen, dass ich diesen Murakami echt nicht so toll fand, wie die neueren Werke. Man merkt, es handelt sich um ein Erstlingswerk. Enttäuscht bin ich nicht gerade, ich hatte mir sowas schon gedacht. Es ist nicht mein Lieblingswerk von ihm, aber ich bin froh die Gelegenheit bekommen zu haben, den jungen Murakami zu lesen.

    Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

    Jeder der Murakami liebt, wird auch dieses Buch zu schätzen wissen. Auch wenn es erstmal abschreckend wirkt, kann man dem ganzen dennoch das eine oder andere abgewinnen.
    Jeder, der hier mit Murakami anfangen will, dem würde ich stark von abraten. Wenn man ihn noch nicht kennt, wird man ihn durchweg für verwirrend und öde einstufen.

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    RoryBookss avatar
    RoryBooksvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Verwirrend. Sehr guter Schreibstil, dennoch bin ich verwirrt zurückgelassen. Was war das?
    Was war das?

    Liebe Mitlesenden,


    Hat sich auch jemand so im Dunkeln gelassen gefühlt wie ich, als ich dieses Buch, bzw. Bücher gelesen habe?
    Ich habe während meines Lese Erlebnisses an der Garderobe eines Etablissements gearbeitet und jedes mal wenn ein Menschlein seine Jacke abgeben wollte, musste ich ihm erzählen, wie verwirrt ich doch war.
    Zuerst ist ein Intro vom Autoren selbst veröffentlicht worden. Eine Erklärung wie die Geschichten zustande gekommen sind. Die persönliche Geschichte des Autors.
    Ich war hin und weg. Klasse geschrieben, super sympatisch und ich dachte...oh ja. Deswegen ist er so beliebt.
    Aber im ersten Roman, so gut auch Ausdruck und Schreibweise waren. Aber für so wenig Handlung war es auch zu wenig Charakter. Und mir gefiel langsam nicht wie Frauen dargestellt wurden und wie der Hauptcharakter agierte.
    Aber das zweite war die Höhe. Bin ich zu doof dafür? Mal ehrlich fehlt es mir an Grips oder war das ein Irrer auf einem Drogentrip, der die zweite Geschichte verfasst hat? Noch ekligeres Frauenbild und dieser...oh...dieser...was war das? Wahrscheinlich ist es brillant und ich verstehe es einfach nur nicht, Aber ich möchte auf einem positiven Fuß verbleiben, oder wie auch immer man das sagt.
    Der Mann schreibt gut und literarisch, besonders in der ersten Geschichte. Manchmal denkt man sich "Wow...", der kann wirklich was und Japan zu der Zeit finde ich sehr spannend.
    So das wars. Und deswegen können es auch nicht mehr als zwei Sterne werden. Ich will mehr geben, aber es geht nicht. 
    Ich werde den Autorin dennoch nicht aufgeben.

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    Rodrik-Andersens avatar
    Rodrik-Andersenvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Kurzromane ohne erkennbare Handlung - Hype um Autor für mich nicht nachvollziehbar.
    Kurzromane ohne erkennbare Handlung - Hype um Autor für mich nicht nachvollziehbar

    Ich weiß auch nicht mehr genau, was mich eigentlich dazu gebracht hat, zu diesem Buch zu greifen. In einer Buchhandlung ist es mir aufgrund des außergewöhnlichen Autorennamens ins Auge gesprungen, der mir aus Medienberichten bekannt vorkam. Also schnupperte ich rein und war vom Vorwort des Autors positiv angetan. Leider beging ich den Fehler, nicht auch in einen der beiden Kurzromane reinzuschnuppern ...

    Dabei gab es Anzeichen, die mich hätten warnen müssen: Der Klappentext fehlte; das Vorwort ging lediglich auf die Vorgeschichte des Autors ein und wie es dazu kam, dass er mit dem Schreiben begonnen hatte. Nicht die beiden ersten Kurzromane standen im Vordergrund, sondern der Autor und dessen unglaublicher Erfolg.

    Jede/r Schriftsteller/in muss sich, während ein Buch entsteht, mit der alles entscheidenden Frage auseinandersetzen, ob die Geschichte das Leben der eigenen Leserschaft in irgendeiner Form bereichert, also einen Mehrwert schafft.
    - Ist die Geschichte unterhaltsam, witzig, lehrreich, spannend oder berührend?
    - Erlaubt sie den Lesern, in eine andere Welt ab- oder einzutauchen?
    - Stehen spannende Charaktere im Mittelpunkt des Geschehens?

    Auf alle diese Fragen muss ich im Fall von "Wenn der Wind singt" und "Pinball 1973" mit einem klaren Nein! antworten. Eine Handlung, ein roter Faden, war für mich in beiden Kurzromanen nicht erkennbar (vielleicht gibt es aber Botschaften, die auf einer metaphysischen Ebene eingeflochten wurden und mir entgangen sind). Wenn nicht an der ein oder anderen Stelle "Tokio" als Stadt genannt worden wäre, hätte ich nicht einmal zuordnen können, wo sich die Geschichten zutragen. Sämtliche Charaktere sind farblos und agieren distanziert, so dass es schwerfällt, sich in ihre Köpfe hineinzuversetzen. Wie könnte es auch anders sein, wenn sämtliche Hauptfiguren Namen wie "Ratte", "208", "209", "das Mädchen" tragen - der Protagonist besitzt nicht einmal einen. Einzige Ausnahme: Der Barkeeper Jay, dessen Bar als Dreh- und Angelpunkt fungiert.

    Fazit: Für mich ist das Vorwort der einzige Höhepunkt dieser Lektüre. Würde der Autor in diesem Schreibstil von seinem Leben berichten, so könnte ich mir vorstellen, dass dabei ein wirklich lesenswerter Roman herauskommt. Doch so bleibt bei mir nur die Verwunderung zurück, warum um seine Person ein solcher Hype gemacht wird. Ich werde wohl zu keinen weiteren Büchern von Haruki Murakami greifen.

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    jasimaus123s avatar
    jasimaus123vor 8 Monaten
    2 Kurzgeschichte

    In diesem Buch sind zwei Kurzgeschichten von Haruki Murakami gesammelt. "Wenn der Wind singt" ist sein Debüt und gleichzeitig mit "Pinball 1973) der erste und zweite Teil seiner Reihe 'Die Ratte'. Kurz gesagt, geht es in den beiden Geschichte um einen Studenten der über die Semesterferien in seinen Heimatort zurückkehrt und seinen Freund/Bekannten, der "Ratte" genannt wird und die meiste Zeit seines Lebens hinter einem Bier in einer Bar sitzt.

    Ich bin ein großer Fan von Murakami und bis jetzt konnte mich noch jede seiner Kurzgeschichte überzeugen. Somit war ich auch sehr gespannt darauf, sein Debütwerk zu lesen, auch wenn Murakami im Vorwort selbst meint, dass er der Veröffentlichung lange nicht zustimmen wollte, da er nicht der Meinung war, die Geschichten seien gut genug. Ich muss sagen, dass ich sie, verglichen mit seinen anderen Geschichten die ich gelesen habe, etwas schwächer fand. Aber gleichzeitig konnten er mich mit beiden Kurzgeschichten in den Bann ziehen und aufgeregt weiterblättern.

    Auch wenn dies seine Erstlingswerke sind, merkt man, dass Murakami sie geschrieben hat. Ich finde seine Art und Weise zu Erzählen faszinierend und ich liebe die Unberechenbarkeit seiner Geschichten. Man weiß nie, was auf der nächsten Seite auf einen wartet und in welche Richtung sich die Geschichte weiterentwickeln wird. Das war auch bei "Wenn der Wind singt" und "Pinball 1973" der Fall.

    Auch wenn mich Murakami mit seinen beiden Geschichten gut unterhalten konnte, fiel es mir bei den beiden Geschichten schwer zu erkennen, welchen Zusammenhang einzelne Szenen zueinander haben und besonders bei Ratte fiel es mir schwer ihn zu verstehen. Mir fehlt ein wenig das Gerüst, dass seine Geschichte zusammenhält. Mir kam es eher so vor als würde ich nur Facetten seines Charakters sehen. Was ist sehr schade fand. Denn gerade diese Komplexität trotz der Kürze ist es, die mich an Murakami eigentlich am meisten fasziniert.

    FAZIT:

    Zwei sehr interessante, unterhaltsame Kurzgeschichte, die Murakami-Fans bestimmt mit Begeisterung lesen. Jedoch würde ich, wenn ich, wenn mich jemand nach einem Buchtipp fragt, auf jeden Fall andere Werke von Murakami nennen. 

     

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    Petra54s avatar
    Petra54vor einem Jahr
    Kurzmeinung: diese Murakami-Tiel waren für mich eine große Enttäuschung
    diese Murakami-Titel waren für mich eine große Enttäuschung

    „Wenn der Wind singt“ - sein Erstling, was man meiner Meinung nach auch merkt, denn es wirkt, als hätte es ein unbekümmerter Student in einer Kneipe niedergekritzelt, während er hauptsächlich Unmengen Bier trank, Zigaretten rauchte, in einem Buch las und hin und wieder seltsame Bemerkungen machte.

    Der Folgeroman „Pinball“ sollte eine Fortsetzung des ersten sein und setzt im gleichen Band an. Immerhin „erzählt“ der Autor nicht ausschließlich von der Bar, in der er Bier trinkt und raucht, sondern auch von Zwillingen, mit denen er zusammen lebt. Sicher entspringt dieser Gedanke einem typischen Männertraum. Witzig fand ich eine Suche nach einem Flipper-Automaten, die dem Erzähler plötzlich wichtig war.

    Ansonsten gab es keine Handlung, keine Struktur. Genervt hat mich in beiden Titeln der ständige Hinweis auf irgendwelche Lieder und ihre Interpreten und Kleidermarken, die mir sämtlich mehr oder weniger unbekannt waren. Auch sein Hang zu Bomberfliegern im zweiten Weltkrieg, den er gar nicht erlebte, kam mir äußerst seltsam vor.

    Das Buch endet mit dem Auszug der Zwillinge und ich frage mich, wie es der Autor geschafft hat, dass ich bis zur letzten Seite durchgehalten habe. Wahrscheinlich lag das an den kurzen Sätzen, die im Gegensatz zur Geschichte eine klare Struktur hatten und mir wohl deshalb gut gefielen.

    Außerdem war ich von „Gefährliche Geliebte“ so begeistert, dass ich mir zwei weitere Titel dieses Autors kaufte. Dieses Buch werde ich eine Bücherei schenken, weil ich es nicht in meinem Regal haben möchte.

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    Lilith79s avatar
    Lilith79vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Melancholisch nachdenkliches Frühwerk
    Melancholisch nachdenkliches Frühwerk

    "Wenn der Wind singt" und "Pinball 1973" sind zwei Kurzromane beziehungsweise Novellen, die Haruki Murakami ganz am Anfang seiner Schriftsteller-Karriere veröffentlicht hatte (soweit ich die Einleitung richtig verstanden habe, waren es sogar seine ersten Romane überhaupt), die aber erst später auf Deutsch veröffentlicht wurden. Beide Kurzromane gehören insofern zusammen, da sie beide einige Monate aus dem Leben eines jungen nicht näher benannten Ich-Erzählers und seines Freundes "Ratte" in den 1970er Jahren erzählen..."Wenn der Wind singt" spielt hierbei etwas früher und schildert ein paar Wochen aus der Studentenzeit des Erzählers, der in den Semesterferien in seine Heimatstadt zurückgekommen ist und einige heiße Sommerwochen mit seinem Freund Ratte totschlägt, immer auf der Suche nach einem Sinn und durchaus auch nach der Liebe. In "Pinball 1973" ist der Erzähler ein paar Jahre älter und gerade ins Berufsleben gestartet, ansonsten hat sich aber gar nicht so viel verändert. Ansonsten ist es schwierig über die Handlung der Romane der zu schreiben, denn im Prinzip sind beide Romane Momentaufnahmen aus dem Leben zweier Menschen, Fragmente, die auch durchaus eher zusammenhanglos geschildert sind. Vieles bleibt offen, man bekommt das Gefühl genauso wie der Erzähler etwas orientierungs- und planlos durch diese Monate zu gleiten, die poetische Spraches schafft es dabei ganz hervorragend das Gefühl dieser Monate rüberzubringen. Eine großartige Handlung oder Hochspannung darf man sich von diesen beiden Romanen sicherlich nicht erwarten und auch keinen abgeschlossenen Roman mit einer klaren definierten Handlung. Trotzdem haben mir die beiden Kurzromane ganz hervorragend gefallen, wobei ich "Wenn der Wind singt" ein kleines bisschen besser gelungen fand als den zweiten Teil.

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    The iron butterflys avatar
    The iron butterflyvor 3 Jahren
    Literatur am Küchentisch oder wie alles begann

    Die deutschsprachige Murakami Gefolgschaft wartete lange auf die Freigabe der Übersetzung seiner beiden Debütromane, die Murakami selbst als seine „Küchentisch-Romane“ bezeichnet. Nun hat das Warten ein Ende gefunden. Mit dem wundervoll in eine Pusteblume eingekleideten Doppelroman, der „Wenn der Wind singt“ und „Pinball 1973“ so einträchtig vereint, geht es quasi back to the roots, zu den Anfängen Murakamis Schriftstellerkarriere. Zuvor stimmt der Meister selbst mit einem offenherzigen Vorwort über die Anfänge seiner Schreibkunst ein und bereits auf diesen wenigen einleitenden Seiten ist mir wieder einmal klar, dieser Mann könnte mir von allem und nichts erzählen, ich würde ihm zuhören wollen. Seine grundehrliche Bescheidenheit, seine vornehme Zurückhaltung und diese tiefe emotionale Intelligenz machen diesen Herrn Haruki Murakami für mich zu einem wahrhaft Großen. Ich habe größten Respekt vor seinem Mut einfach Haruki Murakami zu sein.

    Wie auch in seinen späteren Romanen und Kurzgeschichten geht es in „Wenn der Wind singt“ und „Pinball 1973“ um Sehnsüchte und Leidenschaften, es geht um den Ort, wo wir uns geborgen fühlen und die Suche nach ihm. Es geht um Begegnungen, die uns prägen und etwas in uns zurücklassen. Menschen, die uns Erinnerungen bescheren, die schmerzhaft, wehmütig oder wohlig warm und glückselig sein können; manchmal alles auf einmal. Es geht um Endstationen, Brunnen und Sackgassen, um Hoffnungen, Horizonte und Perspektiven, aber auch um Verständnis. Verständnis und Vergebung, Empathie und Ehrlichkeit, Freundschaft, Musik, Essen…das Leben.

    Dann bis irgendwo, Herr Murakami!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2015?

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    Jedes Jahr, wenn der Leserpreis näher rückt, dann kommt bei uns eine ganz besondere Stimmung auf. Es ist ein bisschen, als würde Weihnachten einfach mal 2 Monate nach vorn gezogen und würde ganz lange dauern :-) Deshalb möchten wir euch neben den tollen Buchempfehlungen und der Möglichkeit selbst mitzuentscheiden, auch eine ganz besondere Verlosung bieten. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und mal ehrlich - davon kann man doch nie genug haben, oder?

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    Grafikmaterial findet ihr hier!

    2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + und ähnlichen auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit jeweils 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der Link zum Leserpreis und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein.
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    3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben.

    Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 29. November möglich!

    Wir wünschen euch ganz viel Spaß & schaut doch mal rein, welche Bücher in diesem Jahr das Rennen gemacht haben!

    PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!
    Tatsus avatar
    Letzter Beitrag von  Tatsuvor 3 Jahren
    Oh, wie schön, danke für den Link! Ich werde dabei sein :)
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