Haruki Murakami Wilde Schafsjagd

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Inhaltsangabe zu „Wilde Schafsjagd“ von Haruki Murakami

Was als wilde, sich überschlagende Jagd endet, beginnt ganz einfach: mit einem Brief, in dem das Foto eines Schafes steckt. Er ist adressiert an einen müden Endzwanziger, der als Mitinhaber einer Tokyoter Werbeagentur in einem Nebel aus Zigaretten und Alkohol lebt: Nur ein Abenteuer kann einen Ausweg aus seiner Langeweile bieten - die "Wilde Schafsjagd" beginnt. Haruki Murakamis meisterhafter Bestseller um ein Schaf mit übernatürlichen Kräften, ein Teilzeit-Callgirl mit den schönsten Ohren der Welt und einen Kriegsverbrecher mit Gehirntumor ist ein fantastischer Detektivroman, inspiriert von den düsteren Werken Raymond Chandlers - nur dass dieser Fall unlösbar ist. Der Geschichtenzauberer Murakami entführt in eine Welt voll bizarrer Geheimnisse, in der Realität und Fantasie zu einem virtuosen Abenteuer verschmelzen. Der 1991 im Insel Verlag erschienene Roman: Jetzt in einer Neuausgabe.

Für Murakamis Verhältnisse eher ein schwächerer & arg konstruierter Roman, der aber trotzdem nicht langweilt

— schmives
schmives

Für mich ein typischer Murakami - am Anfang ein bisschen zäh und merkwürdig, aber dann fesselnd, bezaubernd, mystisch und sehr besonders!

— Code-between-lines
Code-between-lines

Mein Start in die Murakami-Welt, einige Jahre und sehr viele Murakami-Werke her <3

— Catchfuji
Catchfuji

Mit seinem ungewöhnlichem schreibstil hat Haruki Murakami eine interessante Geschichte erschaffen

— GinaFelisha87
GinaFelisha87

Beim Lesen musste ich immer an die Autoren John Ivring und Tom Sharp denken. Die Geschichte hat eine skurrile Handlung, flüssig geschrieben.

— Caastorb
Caastorb

Sehr spezielle Charaktere, eine mitreißende Story, ordentlich Tempo und eine abgefahrene Idee. Für mich einer von Murakamis besten Romanen.

— letusreadsomebooks
letusreadsomebooks

Ich habe es von Anfang bis zum Ende genossen. Ich mag einfach diese wirren Geschichten Murakamis

— jaay
jaay

Von einem Fb-Kommentar: "Just finished this. Loved it. Have no idea what it was about, but I loved it." - E.MP

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Such das Schaf

    Wilde Schafsjagd
    Bibliomania

    Bibliomania

    Haruki Murakamis erster Roman, der direkt einen Bezug zu "Wenn der Wind singt/Pinball 1973". Wieder abgedreht, voller "Zufälle" und einem offenen Ende - wie ich Murakami kenne und liebe. Der Ich-Erzähler hat eine kleine Werbeagentur, die er mit einem Freund betreibt. Eines Tages flattert ein Bild herein, auf dem eine Weide, ein Berg und viele Schafe zu sehen sind. Doch ein Schaf ist anders und genau dieses muss der Ich-Erzähler finden. Seine Suche führt ihn ziemlich weit in den Norden Japans und völlig ab vom Schuss und von seiner Freundin... Herrlich skurril, wie ich es von ihm kenne. Besonders gefallen hat mir auch der Bezug zu Murakamis ersten Schreibwerken. Tolle Sprache wie eh und je, einfach toll.

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    • 3
    Bibliomania

    Bibliomania

    21. January 2016 um 12:02
    BrittaRoeder schreibt Das klingt bereits von der Beschreibung her typisch Murakami-schräg. Ich lese seine Texte immer wieder gerne. Er zaubert so eine besondere Atmosphäre.

    Absolut, ich liebe ihn einfach! Wie gut, dass ich "Naokos Lächeln" noch hier habe ;)

  • Verrückt, spannend und unterhaltsam

    Wilde Schafsjagd
    letusreadsomebooks

    letusreadsomebooks

    12. November 2015 um 14:51

    In Wilde Schafsjagd geht der Protagonist stark auf die 30 zu, als ihn seine Frau verlässt und er plötzlich allein mit seinem alten Kater in der ehemals gemeinsamen Wohnung zurechtkommen muss. Glücklicherweise lernt er schnell eine neue Frau kennen, deren Ohren eine magische Anziehungskraft auf ihn besitzen. Doch inmitten seines neu gefundenen Glücks ruft ihn sein Kollege aus der Agentur an: Ein mysteriöser Mann in schwarz war dort und stellte seltsame Forderungen.Der Protagonist macht sich auf den Weg – und ist nun, ob er es will oder nicht, Teil der durchgeknallten Jagd nach einem ganz besonderen Schaf. Wilde Schafsjagd ist der Folgeroman zu Murakamis zuletzt erschienenem Werk Wenn der Wind singt/Pinball 1973 und der Vorgänger von Tanz mit dem Schafsmann. In allen 3 Romanen haben wir denselben Hauptcharakter, der namenlose Murakami-Mann, in verschiedenen Phasen seines Lebens. Auch hier überzeugt der japanische Kultautor wieder einmal mit übernatürlichen Elementen und surrealen, ziemlich abgedrehten Charakteren. Insgesamt geht das Tempo deutlich rasanter voran als in Tanz mit dem Schafsmann, welches ich zuerst gelesen hatte. Das Mädchen mit den außergewöhnlichen Ohren taucht auf, ein vor vier Jahren verschwundener Freund meldet sich per Brief und bittet den Protagonisten um Hilfe. Und dann ist da natürlich noch der seltsame Mann, der darum bittet, ein ganz bestimmtes Schaf aufzuspüren. Schnell spinnt man Verbindungen, äußert Vermutungen und wird dennoch nicht ansatzweise darauf kommen, was Murakami mit dem Schaf geplant hat. Es ist eine völlig verrückte Geschichte und in sich sehr stimmig. Am Ende blieben zwar eins, zwei Frage offen, aber das muss ja so sein, ist man als Murakami-Fan schließlich gewohnt. Mit Wilde Schafsjagd ist Haruki Murakami erneut ein mitreißender Roman gelungen, der mit einer wirklich ausgefallenen Story und speziellen Charakteren punktet. Wer sich irgendwo zwischen Realität und Surrealismus Zuhause fühlt, kann mit diesem Buch definitiv nichts falsch machen. Meiner Meinung nach ist dies einer von Murakamis besten Romanen.

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  • Murakami ist Soulfood

    Wilde Schafsjagd
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. May 2014 um 22:08

    Nachdem ich schon so einiges von Haruki Murakami gelesen und mich total in die Werke verliebt habe, war es sehr naheliegend eines seiner ersten Bücher zu lesen. Ein Facebook-Kommentar zu diesem Buch finde ich absolut passend: "Just finished this. Loved it. Have no idea what it was about, but I loved it." Für alle, die sich seinem Schreibstil so hingezogen fühlen, wie ich, ist dieses Buch einfach Nahrung für die Seele. Es ist wahrhaftig nicht ganz so brilliant wie andere seiner Werke (Z.B. Naokos Lächeln, Kafka am Strand oder 1Q84), aber dennoch lässt es sich auch in diesem Buch kurzzeitig in die melancholische Stimmung, die Murakamis Bücher immer erzeugen, rein versetzen. Und wenn man nicht ganz penibel ist, wenn es um die Story geht, kann man dieses Buch auch sehr genießen. Die Geschichte, so langweilig sie auch klingen mag (und ich habe vor dem Lesen nicht gewusst worüber sie handelt), war sehr interessant und spornte zum Nachdenken an. Ich meine, wer will schon über eine Person lesen, die ein Schaf sucht? Für Murakami-Fans mit hohen Erwartungen ist es abzuraten und wahrscheinlich auch für die, die zum ersten Mal etwas von ihm lesen. Wer sich nach mehr Geschichten mit dem typischen Murakami-Characker-Typus sehnt, wird hierbei jedoch nicht enttäuscht.

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  • Rezension zu "Wilde Schafsjagd" von Haruki Murakami

    Wilde Schafsjagd
    LindyBooks

    LindyBooks

    30. September 2013 um 04:22

    Was als wilde, sich überschlagende Jagd endet, beginnt ganz einfach: mit einem Brief und einem Foto, das ein Schaf zeigt. Der Adressat ist Mitinhaber einer Tokyoter Werbeagentur und wurde gerade von seiner Frau verlassen. Genau in dieser Phase tritt ein dubioser Mann an den namenlosen Ich-Erzähler heran und fordert ihn geradezu auf, nach jenem Schaf, das übersinnliche Kräfte zu besitzen scheint, zu suchen. Das Leben seines Bosses - ein mächtiger, undurchsichtiger, politisch einflussreicher Geschäftsmann - würde davon abhängen. So macht sich der junge Held gemeinsam mit seiner neuen Freundin, die die ungewöhnlichsten und im wahrsten Sinn des Wortes bezauberndsten Ohren auf der Welt hat, auf die Suche nach dem verlorenen Schaf ... Da ich zuvor (unbewusst) die Fortsetzung "Tanz mit dem Schafsmann", welches ich sehr gut fand, gelesen habe, hat mir dieses Buch nicht so gut gefallen. Zumindest denke ich, dass es vor allem daran liegt, dass ich schon weiß, wie es weiterging und deshalb nicht richtig in die Handlung herein kam und es eher langweilig fand. Kann aber auch sein, dass ich es ganz genauso empfunden hätte, wenn ich die Fortsetzung noch nicht gekannt hätte. In diesem Fall bin ich froh, denn sonst würde ich "Tanz mit dem Schafsmann" sehr wahrscheinlich nicht lesen wollen und nicht wissen, dass ich es gut finde. Auf jeden Fall ist "Wilde Schafsjagd" für mich das bisher schlechteste Buch aus der Feder von Haruki Murakami!

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  • Rezension zu "Wilde Schafsjagd" von Haruki Murakami

    Wilde Schafsjagd
    NiklasPeinecke

    NiklasPeinecke

    04. March 2013 um 08:08

    "Wilde Schafsjagd" ist ein älteres Werk von Haruki Murakami. Ob das damit zu tun hat, dass ich mit dem Buch nicht so ganz warm wurde, kann ich nicht sagen, jedenfalls gefiel es mir nicht ganz so gut wie "Hardboiled Wonderland und das Ende der Welt" oder "Kafka am Strand". Ansonsten sind wieder alle Zutaten dabei, die wir bei dem Autor so lieben oder fürchten: Seltsame Charaktere, Begebenheiten, die man nicht einordnen kann und Metaphern, die sich vielleicht nur Japanern erschließen.

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  • Rezension zu "Wilde Schafsjagd" von Haruki Murakami

    Wilde Schafsjagd
    thelexxx

    thelexxx

    03. July 2012 um 18:37

    Das Gefühl, das ich nach dem Auslesen dieses Romans hatte, kommt dem einer Ausnüchterung bei lebendigem Leibe ziemlich nahe. Nun meine ich dies bei Weitem nicht so negativ, wie man es durchaus auffassen könnte - was ich vielmehr ausdrücken wollte, ist, dass einen die furiose und verwirrende Geschichte wie eine erschöpfte und leere Hülle zurücklässt, die sich eben noch im Rausch einer wilden Nacht befunden hat. --- Den Plot dieser völlig abstrusen und namenlosen Odyssee auf weniger als 320 Seiten wiederzugeben, ist wohl das, was man ein Ding der Unmöglichkeit nennt. Und genau darum geht es in dieser Geschichte; um Unmöglichkeiten. Nur so viel sei gesagt: Murakamis namenloser Protagonist, der 29-jährige Chef einer Werbeagentur im Tokyo der späten 70'er Jahre, bekommt die Pistole auf die Brust gesetzt; eine ominöse Organisation beauftragt ihn damit, ein bestimmtes und außergewöhnliches Schaf zu finden, das auf einem Bild zusehen ist, welches er - unwissenderweise - in einem Werbeprospekt veröffentlich hat - andernfalls droht die Organisation, die Agentur und seine ganze Existenz zu zerschlagen. --- Nun handelt es sich nicht einfach nur um eine besondere oder seltene Gattung des Tiers, sondern vielmehr um ein völlig einzigartiges und magisches Schaf, das nicht nur von einem Menschen Besitz ergreifen kann, sondern wahrscheinlich sogar ein Interesse daran zu haben scheint, die Geschicke Japans und möglicherweise der ganzen Welt zu beeinflussen und ins Chaos zu stürzen. Das Foto, welches den Protagonisten überhaupt erst in diese augenscheinlich ausweglose Situation gebracht hat, wurde ihm von einem Jugendfreund zugesandt - das ist die einzige Spur. --- Und so bleibt dem Helden und seiner Freundin, einem Ohrenmodel und Callgirl mit übersinnlichen Fähigkeiten, nichts anderes übrig, als aufzubrechen. Einziges Indiz ist und bleibt der Poststempel auf dem Brief des Freundes, der die Tragödie erst verursachte. Ihre Schnitzeljagd führt sie in die verlassene und kühle Einöde Japans, eine andere Welt, voller skurriler Charaktere und unglaublicher Ereignisse. --- Murakamis metaphorische und erwartungsgemäß gutgeschriebene Geschichte beschäftigt sich, wie wohl beim japanischen Bestsellerautor üblich, mit den Themen: Verlust, Ordnung und Zeit. Und auch wenn sie mir zeitweise wirklich den Boden unter den Füßen weggerissen hat, so überzeugte mich dieser Steppenwolf im Schafspelz niemals so ganz. Alles ist verhältnismäßig stringent und im Stile eines Detektivromans gehalten (selbst der Protagonist liest immer und immer wieder in den "Abenteuern des Sherlock Holmes"), doch der Funke will einfach niemals so richtig überspringen. Was mir gefehlt hat, waren echte und wilde Emotionen, schließlich ist die Lage prekär und die Ereignisse mehr als außergewöhnlich - Murakamis Protagonist jedoch, fügt sich voller Trübsal und fast teilnahmslos in sein Schicksal, was dann eher den Eindruck eines Wochenendausflugs, als den, eines wirklichen Abenteuers erweckt. --- Auch nachzulesen auf: http://buchpiraten.blogspot.de

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  • Rezension zu "Wilde Schafsjagd" von Haruki Murakami

    Wilde Schafsjagd
    Ay73

    Ay73

    30. January 2012 um 17:14

    Wilde Schafsjagd von Murakami zählt zu seinen Frühwerken. Das Buch beginnt eigentlich am Anfang ziemlich harmlos und real. Der 29 Jährige Ich-Erzähler (der hier namenslos bleibt) betreibt mit einem Freund zusammen eine kleine Werbeagentur. Gerade geschieden, kurz vor seinem 30. Geburtstag. Nach seiner Scheidung hat er eine lockere Beziehung mit einem Teilzeit-Callgirl die die faszinierendsten Ohren der Welt hat. Von einem Freund hier genannt Ratte, der nicht mitteilen möchte wo er ist, bekommt der Ich-Erzähler ein Bild von einer Schafsweide mit Bergen im Hintergrund. Der Ich-Erzähler nimmt dieses Bild als Werbekampagne für eine Margarine. Da kommt dann die „Wilde Schafsjagd“ ins Rollen, denn ein Sekretär macht sie auf das Bild aufmerksam, auf dem ein Schaf abgebildet ist, der einen Stern auf dem Rücken hat. Der Chef der Organisation übt Druck aus und so muss der Ich-Erzähler die Weide, die Schafe und die Berge finden. Er macht sich mit seiner Freundin auf die Suche und fährt nach Hokkaido, erstens um den Freund Ratte zu finden und das besagte Schaf. Sie steigen im Hotel Delphin ab, lernen den Schafsprofessor kennen und machen sich auf dem Weg zur Schafsweide. Er findet die Weide, auch das Schaf, aber das Schaf ist nicht jenes was auf dem Bild abgebildet ist. Wie wird die Geschichte ausgehen… lest es…

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  • Rezension zu "Wilde Schafsjagd" von Haruki Murakami

    Wilde Schafsjagd
    The iron butterfly

    The iron butterfly

    Meet me at the Murakami Zone! Wieder einmal ein typisches Leseerlebnis à la Murakami. Eine phantastische Reise aus dem Durchschnittskosmos mit gesichertem Dasein, unbefriedigendem Job, endenden Beziehungen und leerem Kühlschrank hin zu einem bodenlosen und skurrilen Paralleluniversum. Transportmittel sind Mysterien, Musik wird Atmosphäre, abstruse Begegnungen und viel Spielraum für Mitgefühl. Murakami ist ein Meister der Klarsicht. Er öffnet Augen mit wohl pointierten Sätzen, die man sich nicht erträumen mag. Er schafft emotionale Situationen, welche weit über Seite 1-312 hinweg ihre Wirkung zeigen. ..."Es war einsam ohne meine Freundin, aber die Tatsache, dass ich es als Einsamkeit empfinden konnte, half mir schon ein bißchen darüber hinweg. Einsamkeit ist nicht das schlechteste Gefühl. Ein Gefühl wie der Baum draußen ohne Vögel."...wieder einmal die Frage, was liest man im Anschluß an ein derartig bindendes Buch?

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  • Rezension zu "Wilde Schafsjagd" von Haruki Murakami

    Wilde Schafsjagd
    barioni

    barioni

    16. July 2011 um 09:04

    Es ist ein eigenartiges Spannungsfeld, das mich beim Lesen Murakamis Bücher erfasst, ich werde in das Gesehen hinein gesogen und spüre diese unendliche Einsamkeit und Kälte. Es ist auf jeder Seite spürbar. Ob in Jays’ Bar beim Wisky trinken, im Hotel Delfin, im Zug und besonders in der Hütte an der Schafweide. Es gelingt selten so eindringlich die Gefühle, für die es eigentlich keine Worte gibt, in einem Roman auszudrücken. – Real und unwirklich, eintönig und spannend, humorvoll und bedrückend, alles ist da - wie im wirklichen Leben...

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  • Frage zu "Wilde Schafsjagd" von Haruki Murakami

    Wilde Schafsjagd
    Johann

    Johann

    Ein Zitat aus »Wilde Schafsjagd« von Murakami lautet »Ich habe eben von Mittelmäßigkeit gesprochen‹, sagte der Mann. ›Nicht, um Ihre Mittelmäßigkeit anzugreifen. Die Welt an sich ist mittelmäßig, mithin auch Sie. Verstehen Sie, was ich meine?« – Was meint ihr, kann man dieser Aussage mal ganz realistisch gesprochen auch für unsere Gesellschaft zustimmen? Woran liegt das?

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  • Rezension zu "Wilde Schafsjagd" von Haruki Murakami

    Wilde Schafsjagd
    Lax

    Lax

    Der freie Wille und das Schaf. In dem Roman „Wilde Schafjagd“ beschäftigt sich Murakami mit der Vorstellung vom mittelmäßigen Leben in einer mittelmäßigen Welt. Es ist ein Buch voller magischer Momente und philosophischer Rätsel, das den Leser zum Schmunzeln und Nachdenken anregt. Es ist ein Foto von Schafen auf einer gewöhnlichen Weide in den japanischen Bergen, die den neunundzwanzig Jahre alten Protagonisten in die Schafwelt entführt. Ein mysteriöser Fremder erteilt ihm den Auftrag eines der Schafe auf dem Bild zu finden. Das Schaf hat eine sternförmige Zeichnung in der Wolle. Nicht nur die Zeichnung macht das Schaf besonders. Es kann auch in Menschen schlüpfen, um sie zu lenken und seinen Plan auszuführen. Sollte der Auftrag misslingen, könnte auch das Leben des Protagonisten vorbei sein. „Wir stecken doch schon mitten in realen Schwierigkeiten!...Spürst du nicht das Wasser am Hals?....Im Gegenteil, ich liebe so was!...Das hier, das ist Leben!“ Das ist das Grundgerüst des Romanes „Wilde Schafsjagd“ von Haruki Murakami. Wie in allen seinen Büchern verschmilzt die Realität mit Traum- und Jenseitswelt. Walpenisse, Ohren, Unterröcke und das Bandwurmuniversum tauchen auf, ebenso wie gescheiterte Liebe, Freundschaft und Mentholzigaretten. „Die Welt ist mittelmäßig. Daran besteht kein Zweifel.“ Auch der Protagonist fühlt, dass sein Spiegelbild realer ist, als sein wahres Bild oder war es umgekehrt? Er versteht nicht nur die Frauen und Freunde nicht, manchmal versteht er auch die Welt nicht mehr. Er ist Beobachter der Welt und Vorwärtsgetriebener der Ereignisse. „Alles, was ich unternahm, lief an der Sache vorbei.“ Was sich nach einer verworrenen Geschichte anhört, ist in Wahrheit eine spannende Reise in die Welt des Zufalls und des freien Willens, auf die sich jeder Leser begeben sollte, der spannende, bewegende und alles andere als mittelmäßige und langweilige Erzählungen liebt. Murakamis Sprache ist klar und voller Wärme und Witz, dabei aber niemals Trivial. „Wir kehrten zurück und hatten Geschlechtsverkehr. Ich mag das Wort ´Geschlechtsverkehr´ sehr. Es lässt nur ganz bestimmte Assoziationen zu.“ Obwohl Murakamis Romane hauptsächlich in Japan spielen, sind die Handlungen und Orte Europäern und anderen westlich von Japan lebende Lesern fast genauso vertraut und genauso erfolgreich. Das liegt vermutlich daran, dass Murakami etliche Jahre in Italien, Griechenland und den USA lebte. Zudem übersetzte er die Bücher von Raymond Chandler, Raymond Carver, Truman Capote und John Irving ins Japanische. Murakami lebt ein normales mittelmäßiges Leben. Er wurde 1949 in Kyoto geboren und lebt seit 2001 mit seiner Frau Yoko in Oiso in der Präfektur Kanagawa. Er liebt Jazz und das Laufen. Erst 1974 bei der Betrachtung eines Baseballspiels beschloss er zu Schreiben. 1979 wurde seine erstes Buch „Hear the wind sing“ veröffentlicht, dem folgte 1980 „Pinball 1973“. Der Autor erlaubte es nicht, die Bücher außerhalb von Japan zu veröffentlichen und er distanzierte sich sogar von ihnen. Diese beiden Bücher zusammen mit „Wilde Schafsjagd“ bilden die „Trilogie der Ratte“. Später kam noch „Tanz mit dem Schafsmann“ hinzu. Insgesamt wurden bisher zwanzig Bücher von Murakami ins Deutsche übersetzt. Die Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

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  • Rezension zu "Wilde Schafsjagd" von Haruki Murakami

    Wilde Schafsjagd
    rawatta

    rawatta

    25. April 2010 um 22:56

    Mann macht sich mit seiner Freundin auf die Suche nach einem bestimmten Schaf, wovon seine ganze zukünftige Existenz abhängt. Endlich wieder ein Buch von Haruki Murakami nach meinem Geschmack. Sehr kurzweilig erzählt.

  • Rezension zu "Wilde Schafsjagd" von Haruki Murakami

    Wilde Schafsjagd
    Anja_Lev

    Anja_Lev

    21. March 2010 um 19:47

    Ein verschollener Freund, ein scheinbar harmloses Foto von einer Schafherde auf Hokkaido, ein Ohrmodell und eine Hauptperson die ebenso namenlos scheint wie sein Kater. Das sind die Zutaten, die Haruki Murakami gewählt hat, um eine absurde, phantastische und sehr spannende Geschichte um die Suche nach einem besonderen Schaf zu konstruieren. Die Absurdität und das große Geheimnis der Erzählung ziehen den Leser schon nach wenigen Seiten in den Bann und auch wenn die Geschichte zunächst ganz simpel erscheint (Mann sucht Schaf mithilfe von Foto) baut Murakami eine so wundervolle und phantastische Welt, dass man am Ende des Buchs noch viel mehr davon lesen will.

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  • Rezension zu "Wilde Schafsjagd" von Haruki Murakami

    Wilde Schafsjagd
    Bambusimbiss

    Bambusimbiss

    03. March 2010 um 11:38

    Tolle Alltagsszenen und nebenbei unglaublich gut recherchierter komplizierter Roman

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