Hasan Cobanli & Stephan Reichenberger , Stephan Reichenberger Der halbe Mond

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Inhaltsangabe zu „Der halbe Mond“ von Hasan Cobanli & Stephan Reichenberger

Frauen waren seine Leidenschaft. Inmitten zweier unterschiedlicher Kulturen wächst der junge Feridun auf. Als Sohn des Dardanellen-Helden Cevat Pascha wird er im Kadettenkorps in Berlin zum Gardejäger gedrillt und ist Gast auf den Gütern adliger Familien in Preußen. Als Diplomat, protegiert von Atatürk, Frauenheld und charmanter Exot erlebt er die bewegende Weltgeschichte zwischen 1920 und 1960. Sein Sohn Hasan, wie der Vater weder in der Türkei noch in Deutschland wirklich zu Hause, erzählt diese wechselvolle Familiengeschichte und schlägt den Bogen über hundert Jahre bis in das Jahr 2013, als er am Gezi-Park eine unerwartete und berührende Bekanntschaft mit einer jungen Demonstrantin macht …

Insgesamt eine beeindruckende und anspruchsvolle Lektüre, ein Buch, das das Lesen entschleunigt, für die Mühe des Lesens aber belohnt...

— LitteraeArtesque
LitteraeArtesque

Eine Familiengeschichte, eingebettet in 100 Jahre türkisch-deutsche Geschichte. Sprachlich anspruchsvoll, gespickt mit historischen Fakten.

— parden
parden

Eine Familiengeschichte und ein Stück Zeitgeschichte – informativ und unterhaltsam.

— buecherwurm1310
buecherwurm1310

Ein farbenfrohes, informatives, offenes und lehrreiches türkisch-deutsches Geschichtsbuch der besonderen Art.

— Edelstella
Edelstella

Ein intensiver Roman, der Geschichte anhand eines Lebens erzählt und unvergesslich werden lässt.

— Nicky_G
Nicky_G

Wundervolle, persönliche und lehrreiche Geschichte, fesselnd mit tollem Erzählstil

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

die Geschichte der Familie des Feridun Cobanli ... der Bogen über die deutsch-türkische Geschichte des 20. Jhr. sehr persönlich & emotional

— Gwenliest
Gwenliest

Das Buch schlägt eine Brücke zwischen Deutschland und der Türkei und verbindet Generationen und Völker in einem einzigen Leben.

— miro76
miro76

Ein authentisches und interessantes Buch über das Leben der Familie Cobanli. Voller Charme und historischen Ereignissen.

— CanYouSeeMe
CanYouSeeMe

Ein interessantes, sehr lesenswertes Buch über deutsch-türkische Beziehungen, privat wie politisch, Romantik, Enttäuschung, Krieg und Heimat

— Tulpe29
Tulpe29

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  • 100 Jahre Einsamkeit...

    Der halbe Mond
    parden

    parden

    100 JAHRE EINSAMKEIT... Ein stolzes Herrenhaus in Mecklenburg, ein Pascha-Palais am Bosporus, das Kaiserliche Kadettenkorps in Berlin: In diesen unterschiedlichen Welten wird Feridun, Sohn des Dardanellen-Helden Cevat Paşa, erwachsen. Gedrillt zur Gardejäger und perfekt in Auftritt und Manieren, ist er gern gesehener Gast auf den Gütern adliger Familien in Preußen. Als Diplomat, protegiert vom Revolutionär und Staatsgründer Atatürk, als Frauenheld und charmanter Exot erlebt er zwischen 1920 und 1960 Weltgeschichte aus ungewöhnlichen Perspektiven, unter anderem mit Hitlers Helfer Franz von Papen und dem späteren Papst Giuseppe Roncalli. Zweimal verheiratet, zunächst mit der Tochter eines türkischen Botschafters, dann mit einer deutschen Aristokratin, macht Feridun dennoch ständig die Bekanntschaft anderer Frauen - unbekannten wie spätereren Berühmtheiten, so beispielsweise Zsa Zsa Gabor. Hasan, Feriduns Sohn aus zweiter Ehe und wie der Vater weder in der Türkei noch in Deutschland wirklich zu Hause, erzählt diese wechselvolle Familiengeschichte im Kontext der Entwicklung zweier Länder und schlägt den Bogen über hundert Jahre bis in das Jahr 2013, als er am Gezi-Park eine unerwartete und berührende Bekanntschaft mit einer jungen Demonstrantin macht... Mir ist die Lektüre dieses Buches nicht leicht gefallen. Dies erst einmal vorweg. Das lag nicht daran, dass mich die Thematik nicht interessierte oder daran, dass mich die Geschichte gelangweilt hätte. Es lag eher an der Vielschichtigkeit der Erzählung, in der eine hundertjährige Familiengeschichte eng verwoben mit der Historie eines Landes präsentiert wird und dabei auch die Entwicklung anderer Länder und Kulturen mit einbezieht. Es lag an der Vielzahl historischer Fakten, die größtenteils für mich neu oder aber aus ungewohnter Perspektive dargestellt waren. Es lag auch an der Präsentation unzähliger Begegnungen Feriduns mit historischen und berühmten Personen, was gerade im Mittelteil des Buches zu einer gewissen Weitschweifigkeit führte. Und es lag auch an dem doch sehr anspruchsvollen Sprachstil, sehr gepflegt und dergestalt, dass ich oftmals tatsächlich das Gefühl hatte, ein Buch aus vergangenen Tagen zu lesen. Die Sätze oft sehr verschachtelt, nicht selten viele Zeilen lang, und die Sprache sehr bildhaft - was einerseits sehr schön ist, mir andererseits aber meist nach einigen Seiten signalisierte, dass erst einmal eine Pause nötig war, um das Gelesene sich setzen zu lassen. Für mich kein Buch, das sich einfach so runterlesen lässt, sondern eines, das seine Zeit beansprucht. Aber auch eines, das unbedingt lohnt, diese Zeit zu investieren. Bei einem derart komplexen Roman fällt auch die Rezension nicht leicht. Feridun Cobanli steht im Mittelpunkt des Geschehens, doch es gibt auch Rückblenden auf seinen Vater Cevat Paşa und dessen legendäre Rolle bei der Dardanellen-Schlacht im ersten Weltkrieg, und später verwebt sich zunehmend die Geschichte des Journalisten Hasan Cobanli mit dem Geschehen, Feriduns Sohn aus zweiter Ehe und Mitautor dieses Buches. Eine Erzählung über drei Generationen, jedoch eng verwoben mit der Landesgeschichte: der Entstehung der Türkei aus dem ehemaligen Osmanischen Reich im Jahr 1923 und die Entwicklung des Landes bis in die heutige Zeit. Gerade auf den letzten Seiten des Buches wird deutlich, dass die Entwicklung sicher noch nicht abgeschlossen ist, dass die Position immer wieder wankt und wackelt und bereits erreicht Geglaubtes jederzeit wieder zerschlagen werden kann, je nachdem, welcher Kerl sich da gerade an die Spitze setzt. Macht um jeden Preis, und das birgt Gefahren. Aber ich schweife ab. Und diese Einsamkeit spüre ich schon lange, nicht erst jetzt. Ich habe mich immer einsam gefühlt, weil mich niemand hier verstanden hat und verstehen will. (S. 302) Alle Jungen vermissen ihre Väter. Das ist sicher eine Thematik, die sich durch die gesamte Erzählung zieht. Feridun, der gerade mal zehnjährig vom Bosporus zum Kaiserlichen Kadettenkorps in Berlin kommt, gedrillt zum Gardejäger und ab da wurzellos. Sein Vater, militärisch immer beschäftigt, war in seiner Kindheit kaum je zu Hause, und als Feridun nach zehn Jahren ins Haus seiner Eltern zurückkehrt, fällt kaum einmal ein persönliches Wort zwischen den beiden. Feridun, der die Hälfte seines bisherigen Lebens in Deutschland verbracht hat, fühlt sich hin und her gerissen zwischen den Kulturen und entscheidet sich gegen eine weitere militärische Laufbahn. Er tritt in den Diplomatendienst ein, was ihn im Laufe seiner Amtszeit in viele Länder führt. Viele Länder, viele Begegnungen, viele Frauen. Durch eine vom Vater arrangierte und durch Atatürk gutgeheißene Ehe zwar verheiratet, lässt Feridun doch keinen Rockzipfel aus. Auch die Geburt des ersten Sohnes verhindert nicht, dass Feridun ständig seinen Vergnügungen nachgeht. Nach dem Scheitern der Ehe wirbt Feridun nachhaltig um Benita, die jüngste Tochter der adeligen Familie Roon, die ihm zu Zeiten des Kaiserlichen Kadettenkorps am Wochenende wie eine zweite Familie war. Doch auch als Benita dem Werben nachgibt und ihm als seine Frau in die Türkei folgt, nimmt Feridun sein gewohntes Leben wieder auf - die Katze lässt das Mausen nicht. Hasan, der Sohn aus Feriduns zweiter Ehe, erlebt wiederum die Einsamkeit einer Kindheit... Der immer ferne, ihm eigentlich fremde und doch vergötterte Papi (...) Hasan hatte sich daran gewöhnt, sich gewöhnen müssen, mehr oder weniger als Halbwaise aufzuwachsen. Aber die wenigen Tage und Stunden, die der Vater tatsächlich für ihn da war, hatte der Sohn umso mehr genossen, an jede Minute, an jedes kleine Gespräch konnte er sich erinnern... (S. 386) Dieses Buch ist in meinen Augen auch der Versuch eines Mannes, sich mit seiner Vergangenheit auszusöhnen. Zusammenhänge zu erfassen und darzustellen, auch in einem größeren und für den Leser sicherlich interessanten Rahmen. Erklärungen zu suchen für ein Verhalten, das Kinder verletzt, Muster zu erkennen, die sich wiederholen, die Ursachen zu erforschen für eine Beziehungsunfähigkeit, die sich durch die Generationen zieht. Aber all das spielt leise im Hintergrund mit, im Vordergrund steht die schillernde Persönlichkeit Feridun Cobanli und dessen Verflechtung in dem geschilderten historischen Kontext. Dabei empfand ich das Buch vor der Liebe zwischen Feridun und Benita eher als sachlich und unpersönlich, oftmals fehlte mir da als Leser der Bezug zu den Charakteren. Interessante Schilderungen historischer Ereignisse und Begegnungen mit zahlreichen Persönlichkeiten schmückten die Geschehnissen, aber ein wirklicher Zugang zu den Personen fehlte mir bis dahin. Das änderte sich mit den zahlreichen Briefen, die zwischen Benita und Feridun hin und her geschickt wurden und die hier in dem Roman Eingang gefunden haben. Bei Deinem Abschied aus Königsbrück hast Du auf die Mondsichel gedeutet und gesagt: Liebling, ich schenke Dir jetzt den halben Mond - und die andere Hälfte bring ich Dir mit, wenn ich wiederkomme. Du sollst hinaufschauen und wissen, ich bin immer bei Dir. (S. 292) Ab diesem Abschnitt bekommt der Leser mehr Zugang zu den Gedanken und Gefühlen der Charaktere, was es mir sehr erleichtert hat, dem Geschehen auch innerlich zu folgen. Was für ein schwieriges Unterfangen, die Geschichte der Türkei mit einer 100jährigen Familiengeschichte zu verknüpfen, Hut ab. Vieles ist mir deutlich geworden, gerade auch bezüglich der historischen Komponenten. Zwischen den Zeilen wird die Wehmut und Zerrissenheit des Autors Hasan Cobanli deutlich, aber sie dominiert nicht die Geschichte und versucht nicht, den Leser auf seine Seite zu ziehen. Eine gut erträgliche Form, mit der Vergangenheit abzurechnen und vielleicht auch abszuschließen. Es ist ihm zu wünschen. Insgesamt eine beeindruckende und anspruchsvolle Lektüre, ein Buch, das das Lesen entschleunigt, für die Mühe des Lesens aber belohnt mit einer interessanten Familiengeschichte, gespickt mit zahlreichen historischen Gegebenheiten. © Parden

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    • 10
  • Die Familie Cobanli - türkisch deutsche Geschichte des 20. Jhr

    Der halbe Mond
    Gwenliest

    Gwenliest

    „Der halbe Mond erzählt eine große, authentische Familiengeschichte aus der Welt türkischer und deutscher Aristokraten. Hasan Cobanli und Stephan Reichenberger schlagen den Bogen über drei Generationen hinweg von der Dardanellenschlacht 1915 bis zu den Gezi-Park-Demonstrationen 2013“ besagt der kurze Text auf dem Buchrücken. Erzählt wird uns die Geschichte der Familie des Feridun Cobanli, der mit 10 Jahren nach Deutschland kam um „an der berühmtesten Kriegsschule der Welt zum Offizier geschliffen“ zu werden, während sein Vater Cevat Pasa (Weggefährte Atatürks) dabei war zum Dardanellen-Helden zu werden. Feridun hat kein sehr enges Verhältnis zu seinem Vater, was sich auch im Laufe seines Lebens nicht ändern wird. Er schlägt auch nicht den Weg zum Soldaten ein, sondern wird nach seinen ersten Erfahrungen aus der Schlacht lieber Diplomat. Charme hat er, er sieht gut aus und kann gut mit Menschen, am besten mit Frauen, so zumindest zeigen es die vielen angedeuteten Affären. Feridun heiratet zweimal, einmal wird die Ehe mit Selma, Tochter des türkischen Botschafters, arrangiert, das zweite mal aus Liebe Benita, die Tochter seiner deutschen „Zieh-Eltern“ den von Roons. Zu Basri seinem Sohn aus erster Ehe hat er gar keinen Kontakt und auch zu Hasan aus seiner Ehe mit Benita hat er keine wirkliche Beziehung. Der Familiensitz in Istanbul ist zwar Feriduns Heim, aber wirklich zuhause ist er überall und nirgends. Ich habe das Buch Der halbe Mond sehr gern gelesen, von Seite eins an habe ich mich gefragt wie schwierig es sein muss ein Buch über die eigene Familie zu schreiben, in dem man auch selbst vorkommt, auch wenn es ein Roman ist und man selbst "nur" Co-Autor ist. Mir ist bis zum Ende nicht klar, wie viel von der Geschichte wirklich so passiert ist, auch wenn das ein Produkt meiner eigenen Neugier ist. Es wird für Hasan Cobanli, Feriduns Sohn, sehr spannend gewesen sein, mit seinem Freund Stephan Reichenberger, die Geschichte seiner Familie aufzuarbeiten. Man merkt das, weil sie mit viel Liebe zum Detail, sehr humorvoll, aber auch schmerzlich, mit vielen persönlichen Anekdoten erzählt wird. Begegnungen mit „berühmten“ und historischen Persönlichkeiten, werden immer wieder eingeflochten. Sprachlich ist der Roman anspruchsvoll, lange verschachtelte Sätze, sehr bildhaft, fast schon ein wenig opulent. Mir war es bei Briefen oder wenn es romantisch wurde etwas zu kitschig und blumig. Aber das ist Geschmackssache. Was für mich interessant war, ab der Beziehung zu Benita, hat sich aus meiner Sicht die Erzählweise etwas verändert… der Schwerpunkt ist von Feridun weg zu Benita und Hasan übergeschwenkt. Es wurde um einiges persönlicher, emotionaler, was mich nicht gestört hat, mir aber aufgefallen ist. Die Geschichte wird chronologisch erzählt, aber es gibt ein paar wenige Einschübe aus den 90er Jahren als Hasan nach Istanbul reist. Die hätte es aus meiner Sicht nicht gebraucht, bzw hätte man sie intensiver nutzen können um rückblickend mehr erzählen zu können. Ich persönlich fand es sehr schade, dass man nicht mehr über Feriduns Beruf als Diplomaten erfahren hat. Auch das Thema Geschichte, das gerade am Anfang mit der Dardanellenschlacht sehr ausführlich behandelt wird, ebbt später fast völlig ab. Der armenische Genozid wird nur kurz angeschnitten, der Zweite Weltkrieg wird kaum erwähnt und nur im letzten Kapitel wird noch einmal kurz Bezug genommen auf die türkische Geschichte und Politik der Gegenwart. Aber vielleicht hätte es den Rahmen gesprengt. Was für mich noch ein wichtiger Aspekt ist, man kann zwar zwischen den Zeilen einiges ablesen, aber man wird nicht Teil einer Abrechnung mit der Familiengeschichte. Was mich sehr beeindruckt hat. Alles in Allem habe ich das Buch sehr gern gelesen und kann es jedem empfehlen, der eine sprachlich anspruchsvolle aber doch sehr persönliche emotionale Familiengeschichte mit Hintergrund der deutsch-türkischen Geschichte lesen möchte.

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    • 3
  • Zwischen Mecklenburg und Bosporus

    Der halbe Mond
    czytelniczka73

    czytelniczka73

    06. October 2015 um 14:43

    "In Hasans Augen beschrieb die Chronik der Heldentaten seiner Familie eine steile Kurve nach unten.Der Großvater hatte den Roten Adlerorden des Kaisers für die Abwehr einer feindlichen Armada erhalten.Der Vater war für Tapferkeit (...) mit zwei Eisernen Kreuzen dekoriert worden.Der Enkel besas nun die Urkunde für eine zivile Lebensrettung,an die er sich noch nicht einmal erinnern konnte"(Seite 412)   Inhalt: "Frauen waren seine Leidenschaft. Inmitten zweier unterschiedlicher Kulturen wächst der junge Feridun auf. Als Sohn des Dardanellen-Helden Cevat Pascha wird er im Kadettenkorps in Berlin zum Gardejäger gedrillt und ist Gast auf den Gütern adliger Familien in Preußen. Als Diplomat, protegiert von Atatürk, Frauenheld und charmanter Exot erlebt er die bewegende Weltgeschichte zwischen 1920 und 1960. Sein Sohn Hasan, wie der Vater weder in der Türkei noch in Deutschland wirklich zu Hause, erzählt diese wechselvolle Familiengeschichte und schlägt den Bogen über hundert Jahre bis in das Jahr 2013, als er am Gezi-Park eine unerwartete und berührende Bekanntschaft mit einer jungen Demonstrantin macht …"   Meinung: Eine faszinierende,intensive und leicht exotische Familiengeschichte...Der Hauptprotagonist Feridun kam als 10 jähriger Junge in die berühmte Kadettenschule in Deutschland,was dem Wunsch seines Vaters,Cevat Pascha,entsprach.Für den General Sohn war die Militärkariere Pflicht.Als 1915 Cevat Pascha während der Dardanellen Schlacht zum Nationalhelden wurde,verändern sich auch Feriduns Pläne.Als ihm bewusst wird,dass er (egal was er tun wird) immer "nur" der Sohn von Cevat Pascha sein wird,kehrt Feridun dem Militär den Rücken zu und versucht sich als Diplomat.Jahre später sammelt Hasan Cobanli (der Sohn von Feridun)Dokumente,Briefe und Informationen über seiner Familie und schreibt die Geschichte auf.So ist ein Roman entstanden der mich total überrascht hat.Ich hab intuitiv "schwere Kost" erwartet,aber die Geschichte hat mich schon nach paar Seiten gefesselt und fasziniert.Sehr geschickt verbinden die Autoren 100 Jahre deutsch-türkische Geschichte mit einer komplizierten und bewegenden Familiensaga.Wunderbar geschrieben,klare,verständliche Sprache,informativ,aber nicht trocken,sehr flüssig zum lesen.Das Herzstück des Romans ist natürlich Feridun,der zwa nicht gerade sympathische,aber doch sehr interessante Persönlichkeit war.In Verbindung mit den politischen und historischen Ereignissen ist aus Feriduns Lebensgeschichte ein charmanter,beeindruckender Roman geworden,der ein Stück Geschichte lebendig macht.   Fazit: Eine lesenswerte "Geschichtstunde"  

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  • Leserunde zu "Der halbe Mond" von Hasan Cobanli & Stephan Reichenberger

    Der halbe Mond
    Herbig_Verlag

    Herbig_Verlag

    Liebe LeserInnen! Zum heutigen Erscheinen von „Der Halbe Mond“  von Hasan Cobanli und Stephan Reichenberger laden wir euch herzlich zu unserer neuen Leserunde ein! Wir verlosen 20 Print-Exemplare des spannenden und einfühlsam erzählten  Familienromans, rund um den jungen Cevat Cobanli, dessen Vater und vor allem seiner großen Leidenschaft: die Frauen.   Zum Inhalts des Buches: Inmitten zweier unterschiedlicher Kulturen wächst der junge Feridun auf: Sein Vater ist der Dardanellen-Held Cevat Pascha, der 1915 für das osmanische Reich an der Seite des späteren türkischen Staatsgründers Atatürk kämpfte. Er selbst wird im Kadettenkorps in Berlin vor dem 1. Weltkrieg zum Gardejäger gedrillt und ist Gast auf den Gütern adliger Familien in Preußen. Als Diplomat, Frauenheld und charmanter Exot erlebt er später die bewegte Weltgeschichte zwischen 1920 und 1960. Sein Sohn Hasan Cobanli, wie der Vater weder in der Türkei noch in Deutschland wirklich zu Hause, macht sich viele Jahre später auf die Suche nach den Spuren seines Vaters zwischen Istanbul, Berlin und Budapest. Zusammen mit Stephan Reichenberger erzählt er in „Der halbe Mond“ die wechselvolle Geschichte seiner Familie über drei Generationen zwischen dem Mecklenburger Herrenhaus und dem Palais am Bosporus. Die turbulente Familiensaga, in der sich alle prägenden historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts spiegeln, schlägt den Bogen über hundert Jahre bis in das Jahr 2013, als Hasan Cobanli am Gezi-Park in Istanbul eine unerwartete Begegnung mit einer jungen Demonstrantin hat. Die Autoren Hasan Cevat Cobanli, geboren 1952 in Istanbul, wo er seine Kindheit verbringt. Studium der Amerikanistik und Romanistik, Absolvent der Deutschen Journalistenschule, München. Schrieb u. a. für Stern, Wirtschaftswoche und Capital. Als TV-Reporter, Moderator und Produzent drehte er zum Teil preisgekrönte Reisedokumentationen. Hasan Cobanli lebt in München. Stephan Reichenberger, geboren 1957 in Bayreuth. Drehbuchautor und Ghostwriter. Er entwickelte TV-Sendungen wie Leo’s Magazin, Frontal, Leute heute, drehte zahlreiche TV-Dokumentationen für ARD und ZDF und schrieb Drehbücher für TV-Komödien. Für seine Arbeit erhielt er den Adolf-Grimme-Preis. Stephan Reichenberger lebt in München. LangenMüller verlost 20 Exemplare von „Der Halbe Mond“. “. Schreibt dazu einfach in die Kommentare, warum Ihr gerne an der Leserunde teilnehmen möchtet. Bewerben könnt Ihr euch bis einschließlich zum 30. Juni 2015. Am 1. Juli 2015 werden die Gewinner dann benachrichtigt. Und so macht ihr mit: Schreibt einfach in die Kommentare eure Antowrten: 1) Wie gefällt euch das Cover? Spricht es euch an? Wenn ja, wieso? 2) Was versprecht ihr euch von der Lektüre? Hasan Cobanli und Stephan Reichenberger werden sich ab dem 15. Juli 2015, also dem Start der Leserunde,  an der Leserunde beteiligen und fleißig mit Euch diskutieren. Jeder Leseabschnitt dauert eine Woche.  Abschnitt 1: Seite 12 bis Seite 75. Abschnitt 2: Seite 78 bis Seite 176 Abschnitt 3: Seite 176 bis Seite 290 Abschnitt 4: Seite 290 bis Seite 441 Fazit und Rezension.  Viel Spaß beim Mitmachen!

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    • 228
  • Bewegende Familiengeschichte zwischen Abend- und Morgenland

    Der halbe Mond
    Gela_HK

    Gela_HK

    Feridun Cobanlis Leben gleicht einem Kinofilm. 1915 wird er fern der türkischen Heimat im Berliner Kadettenkorp ausgebildet und findet Aufnahme bei der preußischen Adelsfamilie Roon. Obwohl sein Vater ein Kriegsheld ist, wendet sich Feridun lieber der Diplomatie zu. Als Protegé Atatürks genießt er sein Leben und die Frauen. Erzählt wird diese beeindruckende Familiengeschichte bis zum Jahr 2013 von Feriduns Sohn Hasan Cobanli. Das Autorenduo Hasan Cobanli und Stephan Reichenberger hat eine wundervolle authentische Familiengeschichte zu Papier gebracht. Der Schreibstil ist fesselnd und humorvoll, man vergisst, dass es sich tatsächlich um eine wahre Familiengeschichte handelt. Hasan Cobanli ist es gelungen, seine Familie über ein Jahrhundert hinweg wieder lebendig werden zu lassen und den Leser in eine andere Zeit zu entführen. Im Mittelpunkt steht das Leben des charmanten und leidenschaftlichen Feridun Cobanli. Als "Prinz aus dem Morgenland" wird er während seiner zehnjährigen Ausbildung in Deutschland als Exot von den Frauen geliebt und ist ein gern gesehener Gast bei preußischen Adelsfamilien. Sein Vater, der Dardanellen-Helden Cevat Pascha, beendet das lockere Junggesellenleben mit einer arrangierten Ehe. Doch auch an der Seite seiner Frau wird der inzwischen als Diplomat tätige Feridun nicht ruhiger. Es gibt noch so viele Herzen zu erobern und Abenteuer zu erleben. Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung kreuzen seine Wege. So u.a. auch die 17-jährige ZsaZsa Gabor, die aber mehr Interesse an einem Pass hat. Nicht nur die persönliche und sehr emotionale Geschichte hat mich begeistert, sondern auch die facettenreiche und beeindruckende Schilderung der Örtlichkeiten. Der Konvak, der Familiensitz der Cobanlis in Istanbul, der Landsitz der Familie Roon in Preußen oder ein Jagdabenteuer in den albanischen Bergen. Fast so, als würde man einen Film anschauen. Die Dardanellen-Schlacht und der geschichtsträchtige 18. März werden intensiv beschrieben und man bekommt eine sehr persönliche Schilderung der Geschehnisse. Als Leser erlebt man praktisch aus erster Hand die Entstehung der Türkei. Die Begegnung mit Kemal Atatürk in jungen Jahren und die anschließenden Jahre unter seiner Regierung vermitteln Details, die man in Geschichtsbüchern so nicht findet. Interessant die deutsch-türkische Beziehung vom 1. Weltkrieg bis zur heutigen Zeit. Gefehlt haben mir Informationen rund um den 2. Weltkrieg. Als Diplomat hätte Feridun in irgendeiner Weise dazu doch Stellung nehmen müssen. Lediglich die Flüchtlingsströme jüdischer Emigranten finden Erwähnung. Hasan Cobanli agiert nicht nur als Erzähler sondern auch als Teil der Geschichte. Seine Spurensuche führt ihn nach Istanbul und endet im Jahr 2013 in einer Begegnung während der Unruhen im Gezi-Park mit einer bis dahin unbekannten Verwandten. Diese Familiengeschichte musste einfach erzählt werden. Vielen Dank Herr Cobanli.

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    • 3
    Gela_HK

    Gela_HK

    07. September 2015 um 15:43
  • Der Halbe Mond

    Der halbe Mond
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    01. September 2015 um 18:09

    Feridun wird bereits im Alter von 10 Jahren nach Berlin ins Kadettenkorps geschickt. Sein Vater ist der berühmte Cevat Pascha, der auch an der Seite von Kemal Atatürk kämpfte. Feridun ist gern gesehener Gast bei den adligen Familien in Preußen. So lernt er die Familie Roon kenne, auf die er immer wieder in seinem Leben trifft. Schon früh erkennt er seine Leidenschaft für Frauen. In Deutschland ist er ein Exot, aber auch in der Türkei fühlt er sich fremd. Viele Jahre ist er als Diplomat in verschiedenen Ländern tätig. Im Laufe seines Lebens lernt er viele prominente Persönlichkeiten kennen. Aber weder Selma noch seine zweite Frau Benita von Roon können in sein unstetes Leben Ruhe bringen. Wir lernen diese Geschichte durch Hasan Cobanli kennen, der die Geschichte seiner Familie in diesem Buch erzählt. Feridun kann einem schon leidtun, als er als kleiner Junge nach Deutschland geschickt wird. Als er nach 10 Jahren zu seiner Familie zurückkehrt, gibt es kein herzliches Verhältnis zu seinem Vater. Cevat ist ein Mensch der sehr kompromisslos seine Meinung vertritt und nicht mit sich reden lässt. Das bekommt auch seine Frau dramatisch zu spüren. Feridun ist interessant, er ist charmant, er findet immer die richtigen Worte, so dass die Frauen ihn lieben. Auch er fühlt sich zu den Frauen hingezogen, aber sie können ihn auch nicht glücklich machen. Obwohl er Benita umwirbt, ändert sich sein Verhalten auch nach der Hochzeit nicht. Dennoch bleibt Benita bei ihm. Hasan erzählt uns diese Geschichte auf eine recht distanzierte Art. Der Schreibstil ist trotz des manchmal komplizierten Satzbaus gut zu lesen und der jeweiligen Zeit angepasst. Obwohl die Geschichte wirklich interessant ist, gibt es auch schon mal Längen. Die geschichtlichen Aspekte sind informativ und haben mich angeregt, die Themen noch zu vertiefen. Viele Anekdoten machen die Geschichte interessant und unterhaltsam. Die Charaktere sind authentisch dargestellt, so dass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte. Eine Familiengeschichte und ein Stück Zeitgeschichte – informativ und unterhaltsam.

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  • Zeitzeugen eines ganzen Jahrhunderts!

    Der halbe Mond
    Edelstella

    Edelstella

    30. August 2015 um 15:06

    Ein Cover wie aus „Tausend-und-einer-Nacht“,so wunderschön und es ummantelt einen beeindruckenden Inhalt. Die Autoren Hasan Cobanli und Stephan Reichenberger haben ein Geschichtsbuch der besonderen Art geschrieben: „Sie sind gekommen, sie sind nicht durchgekommen, sie werden nicht durchkommen“. Dieser Satz vom Dardanellen-Verteidiger und Helden Cevat Pasa ist berühmt und hat Geschichte geschrieben. Er wurde im Jahre 1915 von ihm gesagt und er sollte auch in diesem Jahrhundert wieder auftauchen, bei der Gezi-Park-Demonstration 2013. Dieser Satz umspannt ein Jahrhundert türkisch-deutscher Geschichte. Schicksale der Familie Cobanli und der Familie Roon und die politischen Entwicklungen und Verstrickungen. Sie berichtet über Kriege und Friedenszeiten, über die Liebe und über die Sehnsucht nach ihr. Der Roman erzählt von einem großen Mann Cevat Pasa und seinen Sohn Feridun, der mit 10 Jahren die Heimat am Bosporus verließ um im kaiserlichen Kadettenkorps in Berlin ausgebildet zu werden. Er wird Gardejäger, dann Diplomat und er gefällt besonders den Frauen. Es ist weiterhin die Geschichte von Atatürk, dem Revolutionär und Staatsgründer. Wir erleben authentisch, in spannende Lebensgeschichten eingewoben, die Geschichte beider Länder aus mehreren Blickwinkeln und auch der Humor, das Herz und die Kultur kommen in diesem interessanten Buch nicht zu kurz. Besonders ist auch, dass Hasan Cobanli, der Sohn von Feridun, hier die Geschichte seiner Familie aufgearbeitet hat, vor allem weil er beide Länder liebt. Ein farbenfrohes, informatives, offenes und lehrreiches Buch, das mir neue Erkenntnisse vermittelt hat und mich einlädt, weitere Quellen zu diesem spannenden Jahrhundertwerk zu suchen und noch tiefer in die Geschichte einzutauchen. Ich habe einiges noch nicht gewußt und aus mehreren Blickwinkeln läßt sich Geschichte viel besser verstehen. Es gibt immer mehrere Seiten, die gehört werden wollen. Die zwei Autoren kommen da wie Weltenbürger daher, die die Grenzen in unseren Köpfen zu öffnen lehren. Danke dafür! Ich werde dieses Buch gerne weiterempfehlen und ich werde noch oft in ihm nachschlagen!

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  • Der halbe Mond

    Der halbe Mond
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Frauen waren seine Leidenschaft. Inmitten zweier unterschiedlicher Kulturen wächst der junge Feridun auf. Als Sohn des Dardanellen-Helden Cevat Pascha wird er im Kadettenkorps in Berlin zum Gardejäger gedrillt und ist Gast auf den Gütern adliger Familien in Preußen. Als Diplomat, protegiert von Atatürk, Frauenheld und charmanter Exot erlebt er die bewegende Weltgeschichte zwischen 1920 und 1960. Sein Sohn Hasan, wie der Vater weder in der Türkei noch in Deutschland wirklich zu Hause, erzählt diese wechselvolle Familiengeschichte und schlägt den Bogen über hundert Jahre bis in das Jahr 2013, als er am Gezi-Park eine unerwartete und berührende Bekanntschaft mit einer jungen Demonstrantin macht … Hasan Cobanli gewährt tolle Einblicke in seine Familiengeschichte, angefangen bei seinem Großvater Cevat Pascha, der als Held der Dardanellenschlacht gefeiert wird. Feridun, sein Sohn wird bereits mit 10 Jahren nach Deutschland in eine Kadettenschule geschickt, um zu lernen. Dort findet er eine Ersatzfamilie, die Roon’s. Nach 10 Jahren kehrt er nach Hause zurück. Leider ist das Verhältnis von Feridun zu seinem Vater Cevat nicht herzlich, dafür musste er zu früh das Heim verlassen, um solch eine enge Beziehung aufbauen zu können. Feridun sucht seine Liebe bei den Frauen. In eine Ehe mit Selma gedrängt, wird er nicht glücklich, sie reicht ihm nicht aus, um glücklich zu sein. Auch in seiner zweiten Ehe mit Benita, der Mutter von Hasan, scheint er nicht „angekommen" zu sein. Seine Leidenschaft ist das Jagen und die Frauen. Doch Benita bleibt bei ihm. Hasan Cobanli hat wahrscheinlich eine ähnliche Beziehung zu seinem Vater Feridun gehabt, wie dieser zu seinem Vater. Da Feridun auch nicht wirklich viel Zeit zu Hause mit seinem Sohn verbrachte, wird auch Hasan sicher keine so enge Beziehung zu seinem Vater aufgebaut haben können. Er berichtet hierüber eher distanziert, was ich gut nachvollziehen kann, denn negativ geäußert wird sich hier persönlich auf keinen Fall über Feridun. Sehr interessant und lehrreich fand ich die politischen Geschehnisse, angefangen bei der Dardanellenschlacht und vielen weiteren informativen Aktionen, die mich zu angeleitet haben, weiter zu recherchieren, da es so viele Dinge gab, die mir nicht bekannt und bewusst waren. Hasan Cobanli und Stephan Reichenberger haben mit „Der halbe Mond" ein äußerst interessantes wie lehrreiches Buch erstellt, mit der Familiengeschichte des Hasan Cobanli mit vielen tollen Ereignissen, Erlebnissen sowie informativem politischen Geschehen. Eine sehr persönliche Offenlegung dieser Familiengeschichte und dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, macht dieses Buch für mich zu etwas ganz Besonderem. Mir hat es mehr als nur schöne Lesestunden bereitet, ich war oft mit Feridun unterwegs und konnte mir Dank des sehr schönen, klaren und flüssigen Schreibstils vieles bildlich vorstellen und miterleben. Ein Buch, welches man unbedingt gelesen haben sollte.

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    • 2
  • ein Leben zwischen den Stühlen, zuhause heimatlos, gefangen in der Zeit und immer auf der Suche...

    Der halbe Mond
    miro76

    miro76

    Es war wohl kein leichtes Unterfangen, dem sich Hasan Cobanli stellte, als er gemeinsam mit Stephan Reichenberger begann seine Familiengeschichte niederzuschreiben und uns so einen tiefen Einblick in hundert Jahre deutsch-türkische Geschichte zu gewähren. Schon seinen  Großvater Cevat Pascha verband eine Menge mit dem deutschen Volk, kämpfte er doch an dessen Seite im ersten Weltkrieg.  Sein Sohn Feridun, Hasans Vater, weilte zu dieser Zeit bereits in Deutschland und besuchte ab seinem zehnten Lebensjahr die Kadettenschule. Zehn Jahre verbrachte Feridun in Deutschland, wo er in der Familie des Rittmeisters von Roon eine Ersatzfamilie fand. Auch dies Bande, die ihn nie mehr loslassen sollten. Cevat Pascha und Feridun verband kein herzliches Vater-Sohn Verhältnis. Zu früh wurde er in die weite Welt geschickt, um Kriegsstrategie und Heldenmut zu erlernen. Ihm fehlte die Liebe der Eltern, die jede Kindheit prägen sollte. Die Suche nach Liebe wird für immer sein Antrieb werden, denn es gibt nicht die EINE, die ihm genug Halt bieten kann. „Ja, ich liebe sie alle! Die eine, weil sie wie aus einem Roman ist, eine, weil sie devot ist, eine andere, weil sie frech und unabhängig ist, und wieder eine andere, weil sie klug, warmherzig und treu ist. Die vielleicht, weil sie eines fernen Tages meine Witwe sein könnte, wenn ich sie heiraten würde.“ (S. 175) Diese Zeilen schreibt Feridun an einen Freund, als er bereits mit Selma verheiratet ist. Eine Ehe in die er von seinem Vater und von Mustafa Kemal Atatürk gedrängt wurde. Während Feridun alle Vorzüge eines freien Lebens in Deutschland als Diplomat genoss, baute sein Vater gemeinsam mit Atatürk die neue Türkei auf. Cevat Paschas Tod könnte für Feridun eine Erleichterung sein. „Von nun an musste Feridun im nicht mehr gehorchen. Auch wenn das Anwesen, das er erbte, für immer den Namen des Vaters tragen würde, fühlte der Sohn eine Last von seinen Schultern genommen. Es war nicht leicht gewesen, der Stammhalter einer lebenden Legende zu sein. Jetzt war die Zeit gekommen, aus dem Schatten des Denkmals zu treten.“              (S. 218) Aber irgendwie scheint ihm das nicht so recht zu gelingen. Zu sehr treibt ihn seine Sucht nach Spaß und Befriedigung. Er liebt die Jagd und die Frauen. Er ist ein echter Hedonist, der schließlich als Fünfzigjähriger  einsam in einem viel zu großen Haus sitzt. Da erinnert er sich seiner Ersatzfamilie, die den 2. Weltkrieg nicht ohne Folgen überstanden hat. Verarmt findet er sie bei einem entfernten Verwandten und es entwickelt sie ein reizendes Verhältnis zur jüngsten Tochter der Roons. Fast scheint es, als könnte Feridun zur Ruhe kommen. Zwei Jahre lang macht er ihr den Hof und nachdem alle Bedenken der Eltern zerstreut wurden heiraten Feridun und Benita, Hasans Eltern. Leider kann auch Benita Feridun nicht halten. Schon wenige Tage nach der Hochzeit verliert Feridun jegliches Interesse an seiner jungen Frau und widmet sich wieder seinen Freunden und Freuden in ganz Europa. Doch Benita begleitet ihn bis zum Ende, um schließlich doch noch in den Genuss von trauter Zweisamkeit zu kommen. Sehr versöhnlich scheint Benita mit ihrem Schicksal zurechtgekommen zu sein und ich habe das Gefühl, das konnte sie auch an ihren Sohn, den Autor weitergeben. Ich hatte bei der Lektüre nicht das Gefühl, dass hier mit dem Vater abgerechnet wurde. Obwohl es allen Grund dazu gäbe, glänzte er doch auch in Hasans Kindheit vor allem mit Abwesenheit. Obwohl im Buch der Bezug zur heutigen Zeit und auch zur heutigen Politik hergestellt wird, fehlt für mich die persönliche Ebene. Ich konnte nicht wirklich herauslesen, wie Hasan Cobanli zu dem umtriebigen Leben seines Vaters steht. Er scheint seine Neigung geerbt zu haben, oder ist auch er stets auf der Suche, weil ihm die Vaterliebe so selten gewährt wurde. Ich hätte mir hier ein paar deutlichere Worte gewünscht. Ist es doch das persönlichste Buch überhaupt. Dennoch empfand ich die Lektüre als bereichernd und vor allem auch lehrreich, wusste ich doch so wenig über die Rolle der Türkei in den beiden großen Kriegen. Spannend fand ich auch, dass mir die Figur Atatürk näher gebracht wurde, als Mensch und als Politiker mit Visionen die seiner Zeit weit voraus waren. Für mich spannt dieses Buch einen schönen Bogen zwischen Deutschland und der Türkei und verbindet dabei Völker und Generationen in einem einzigen Leben.

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    • 3
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. August 2015 um 16:23
  • Der halbe Mond – Lehrreiche, intensive Geschichtsstunde

    Der halbe Mond
    Nicky_G

    Nicky_G

    Feridun Cobanli kommt als Junge in die Kadettenschule in Preußen. Hier lernt der Türke und Sohn eines bedeutenden Kriegshelden nicht nur militärische Fertigkeiten, sondern auch die Familie von Roon kennen, die ihn durch sein weiteres Leben immer wieder begleiten wird, auch wenn er als späterer Diplomat in verschiedenen Ländern Europas tätig ist. Nicht nur zwei Weltkriege erlebt Feridun, auch den Aufschwung seines Heimatlandes unter Atatürk. Immer wieder kreuzen berühmte Persönlichkeiten seinen Weg, wie zum Beispiel Zsa Zsa Gabor oder Franz von Papen. Aber auch nicht seine vehement umworbene 2. Frau Benita von Roon kann ihn zur Sesshaftigkeit bewegen. Der Roman schildert die politischen Ereignisse der vergangen 100 Jahre sehr interessant und anschaulich. Es ist erstaunlich, wie wenig man doch über die geschichtlichen Zusammenhänge, insbesondere zwischen Deutschland und der Türkei, weiß, obwohl man denkt, schon viel – gerade über die Weltkriege – gelesen zu haben. Es lohnt sich, der Geschichte hier nachzuspüren, gerade weil es bis in unsere heutige Zeit hineinreicht. Allerdings ist das zuweilen auch etwas schwer zu lesen, weil der Roman mit fremden Namen und komplizierten Satzkonstruktionen ziemlich anspruchsvoll aufgebaut ist. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, erfährt jede Menge Geschichten aus mehr als aus Tausendundeiner Nacht. Hilfreich ist auch das Personenverzeichnis zu Beginn des Buches. Dank kleiner Anekdoten wird hier die Vergangenheit lebendig. Feridun ist die perfekte Besetzung des türkisch-europäischen Lebemanns, der nicht nur interessante männliche Persönlichkeiten kennenlernt, sondern auch starke Frauen, die modern und selbstbewusst sind. Ein sehr facettenreiches Leben, das aus der Sicht des jüngeren Sohnes erzählt wird, der sich auch selbst in Episoden einbringt. Dies wäre meines Erachtens nicht nötig gewesen, ist aber eine nette Ergänzung, insbesondere im letzten Teil. Ein intensiver Roman, der Geschichte anhand eines Lebens erzählt und unvergesslich werden lässt.

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    • 2
    Gwenliest

    Gwenliest

    17. August 2015 um 15:07
    Nicky_G schreibt Ein sehr facettenreiches Leben, das aus der Sicht des jüngeren Sohnes erzählt wird, der sich auch selbst in Episoden einbringt. Dies wäre meines Erachtens nicht nötig gewesen, ist aber eine nette ...

    gute Rezension! hier stimme ich dir auch zu... 2013 das fand ich wiederum auch sehr interessant... die Passagen aus den 90ern hätte man für mein Gefühl besser nutzen können für Gespräche über ...

  • Der halbe Mond

    Der halbe Mond
    CanYouSeeMe

    CanYouSeeMe

    11. August 2015 um 22:01

    Frauen waren seine Leidenschaft. Inmitten zweier unterschiedlicher Kulturen wächst der junge Feridun auf. Als Sohn des Dardanellen-Helden Cevat Pascha wird er im Kadettenkorps in Berlin zum Gardejäger gedrillt und ist Gast auf den Gütern adliger Familien in Preußen. Als Diplomat, protegiert von Atatürk, Frauenheld und charmanter Exot erlebt er die bewegende Weltgeschichte zwischen 1920 und 1960. Sein Sohn Hasan, wie der Vater weder in der Türkei noch in Deutschland wirklich zu Hause, erzählt diese wechselvolle Familiengeschichte und schlägt den Bogen über hundert Jahre bis in das Jahr 2013, als er am Gezi-Park eine unerwartete und berührende Bekanntschaft mit einer jungen Demonstrantin macht … ‚Der halbe Mond‘ von Hasan Cobanli und Stephan Reichenberger erzählt die Geschichte der Familie Cobanli über drei Generationen und platzt dabei fast vor lehrreichen Anekdoten, Charme und historischen Geschehnissen. Die Charaktere sind allesamt sehr lebensnah dargestellt, sie sind vielschichtig und wirken authentisch. Ihre Handlungsweisen sind nachvollziehbar dargestellt. Interessant ist, dass der Autor Hasan Cobanli in der dritten Person von sich spricht, in wie weit hier die Objektivität gewahrt werden konnte ist ungewiss. Gerade die schier unendlichen persönlichen Beziehungen der Familie Cobanli zu bekannten Persönlichkeiten haben mich erstaunt. Der Schreibstil an sich ist sehr angenehm zu lesen, nicht zu trocken und dennoch sehr gesetzt, der Zeit, in der die Handlung spielt, angemessen. Dennoch waren einige Lesepausen auf Grund der ausladenden Handlung nötig. Vieles muss man erst einmal sacken lassen. Obwohl ich mich nicht so recht für die geschichtlichen Fakten (z.B. die Schlacht von Gallipoli) interessieren konnte, sind diese sehr spannend und lebhaft dargestellt. Das Gefühl einer langweiligen Geschichtsstunde kam nie auf. Die deutsch-türkischen Beziehungen sind in diesem Buch besonders gut zur Geltung gekommen. Ich persönlich wusste nicht, dass die Beziehung schon seit so langer Zeit besteht. Insgesamt betrachtet ist ‚Der halbe Mond‘ ein außergewöhnliches Buch über eine außergewöhnliche Familie. Trotz der historischen Bewandtnis ist das Buch auch für Geschichtsmuffel geeignet, die Handlung ist gut recherchiert, oft hat man Lust sich selbst noch einmal näher mit angeschnittenen Themen zu beschäftigen.

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  • Feriduns lange Reise

    Der halbe Mond
    Tulpe29

    Tulpe29

    02. August 2015 um 19:10

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich kann es empfehlen. Schon das Cover fand ich sehr ansprechend, aber so romantisch wie es anmutet, war die Geschichte nicht. Es geht auch um ernste Themen.  Ich fand sie sehr einfühlsam und packend erzählt, sehr genau recherchiert und spannend. Man erfährt viel Wissenswertes über die deutsche und die türkische Geschichte über einen Zeitraum von einhundert Jahren. Das abwechslungsreiche Leben des Protagonisten Feridun, seiner Vorfahren und Nachkommen ist wirklich lesenswert.

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  • Debütautoren 2015 - neue Bücher entdecken, lesen & empfehlen!

    elane_eodain

    elane_eodain

    Auf in ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken! ________________________________________________________________  Da Dani vom lovelybooks-Team zeitlich die Betreuung dieser Aktion nicht mehr schafft, übernehme ich das in diesem Jahr und hoffe, dass ich dem gerecht werden kann. Denn diese schöne Aktion soll fortgeführt werden, damit wir wieder gemeinsam Debüts entdecken, zusammen lesen und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen können. Bei den tausenden Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachigen Debütautoren schwer sich zwischen den Bestsellerautoren und vielen Übersetzungen durchzusetzen. Wir möchten das gemeinsam ändern. Bestimmt werden wir wieder besondere Buchperlen entdecken können! ________________________________________________________________  Ablauf der Debütautorenaktion: Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2015 bis Ende 2015 ein Buch/einen Roman in einem Verlag veröffentlichen und gerne selbst aktiv bei der Aktion mitmachen möchten. Von Seiten des lovelybooks-Teams selbst werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien für die Debütautorenaktion erfüllen, und auch passende Aktionen, die von Verlagen & Autoren gestartet werden, zählen mit. Außerdem dürft Ihr auch selbst gerne Autoren vorschlagen - am besten schickt Ihr dazu eine Nachricht an mich mit dem Namen der Autorin/des Autors und einem direkten Kontakt, dann werde ich sehen, was sich da machen lässt. Wenn Ihr diesem Thema folgt, könnt ihr eigentlich nichts verpassen. Ziel ist es 15 Debüts bis spätestens 29. Januar 2016 zu lesen und zu rezensieren. 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch in einem Verlag veröffentlicht hat und im Jahr 2015 nun das erste Buch bzw. die ersten Bücher in einem Verlag erscheint/erscheinen. Eine Ausnahme bilden Romandebüts sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym. Diese zählen ebenfalls. Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen und zu denen es Aktionen mit Autorenbeteiligung gibt, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur der Debütroman. Wichtig: Es werden keine Ausnahmen gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2015 lag oder das Buch nicht in einem Verlag erscheint. Außerdem muss die Autorin/der Autor in irgendeiner Form selbst an der Aktion teilnehmen, wie beispielsweise die Leserunde begleiten, an einem Tag Fragen beantworten o. ä. Wie kann man mitmachen? Schreibt hier im Thread einen Beitrag, dass ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann diesen Beitrag unter eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt euren Anmeldebeitrag auch, um euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten - ihr müsst nicht jede Rezension extra posten, sondern es reicht diesen Sammelbeitrag aktuell zu halten. Der Einstieg in die Aktion ist jederzeit möglich. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werden aber nur alle paar Wochen, in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich in einem neuen Beitrag darauf hin. Weitere Informationen Ihr könnt euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist möglich. Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen man Bücher gewinnen kann, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Es ist nicht schlimm, sollte man sich für die Aktion anmelden und später keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen. Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls. Unter allen, die es schaffen 15 deutschsprachige Debüts (aus den angehängten Büchern) im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks. Und wie bei Überraschungen üblich, bleibt der Inhalt bis zum Auspacken geheim. ;-) Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den unten angehängten Büchern auf. Wenn ihr ein Buch entdeckt, von dem ihr denkt, dass es zählen müsste, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das (wenn nötig in Rücksprache mit dem lovelybooks-Team). Diese Bücher dann bitte auch erst in Euren Rezensionslinks auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. das Buch im Startbeitrag angehängt ist. Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen! Und sollte ich Leserunden/Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte auch da Nachsicht und schreibt mir eine PN. Wenn der Titel tatsächlich passt, werde ich diesen dann an den Starbeitrag anhängen. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen! Ich wünsche uns allen viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim Plaudern! :-) ________________________________________________________________  Für Autoren: Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr Dein erstes Buch in einem Verlag? Du möchtest Dich an der Debütautorenaktion beteiligen? Dann schreib eine Mail an Marina.Mueller@aboutbooks.de für weitere Informationen! ________________________________________________________________  PS: Natürlich darf hier im Thread auch munter geplaudert werden - ob über Erfahrungen, Lesewünsche oder Lieblingsautoren usw. - dazu sind alle Leser und (Debüt-)AutorInnen herzlich eingeladen, egal wann ihre Bücher erschienen sind. Ebenso dürft ihr gern Freunde und Autorenkollegen zu dieser Aktion einladen.  ________________________________________________________________  Aktuelle Leserunden und Buchverlosungen: (HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.) Teilnehmer: (insgesamt 156 Teilnehmer und bisher 893 gelesene Debüts) Auswertung: 01.02.2016, aktualisiert am 02.02.2016 - 73california 0 von 15 Debüts - Alchemilla 0 von 15 Debüts - Allegra2014 0 von 15 Debüts - Anja_Seb 22 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT! - annabchzk 0 von 15 Debüts - Annabel 0 von 15 Debüts - annlu 17 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT! - Areti 15 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT! - Arizona 3 von 15 Debüts - Bambi-Nini 4 von 15 Debüts - BeaSurbeck 9 von 15 Debüts - Bellis-Perennis 20 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT! - Biest 10 von 15 Debüts - birdsong 0 von 15 Debüts - BookfantasyXY 7 von 15 Debüts - Bookflower 1 von 15 Debüts - Brilli 11 von 15 Debüts - Buchblume 3 von 15 Debüts - Bücherwurm 0 von 15 Debüts - Buchraettin 17 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT! - BUECHERLESERjw 0 von 15 Debüts - CaptainSwan 0 von 15 Debüts - Caroas 3 von 15 Debüts - Cellissima 2 von 15 Debüts - ChAoT89 0 von 15 Debüts - chatty68 7 von 15 Debüts - Chiara-Suki 0 von 15 Debüts - Chirise 1 von 15 Debüts - ChrischiD 15 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT! 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Aktiv: Wander- und Tauschthread zur Debütautorenaktion 2015  Aktiv: Votingliste "Beste/r deutschsprachige/r Debütautor/in 2015" 

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