Hayley Barker

 4.2 Sterne bei 297 Bewertungen

Lebenslauf von Hayley Barker

Britische YA-Autorin: Achtzehn Jahre lang war Barker als Englischlehrerin tätig, bevor sie sich dazu entschied, ihre Leidenschaft für das Schreiben zum Vollzeitberuf zu machen. Mit der Veröffentlichung ihres Debütromans "Die Arena" hat sie sich einen Lebenstraum erfüllt. Die Geschichte wurde durch die Angst vor der zunehmenden Gewalt gegen Minderheiten in England inspiriert und richtet sich an Young Adults, zugleich das Lieblingsgenre der Autorin. Wenn sie nicht gerade schreibt oder Lesungen hält, feuert sie ihre beiden Kinder auf dem Fußballplatz an oder spielt mit ihrem hyperaktiven Hund. Sie lebt mit ihrer Familie in Essex.

Alle Bücher von Hayley Barker

Cover des Buches Die Arena - Grausame Spiele (ISBN: 9783805200486)

Die Arena - Grausame Spiele

 (203)
Erschienen am 17.09.2019
Cover des Buches Die Arena - Letzte Entscheidung (ISBN: 9783805200493)

Die Arena - Letzte Entscheidung

 (77)
Erschienen am 19.11.2019
Cover des Buches Die Arena. Grausame Spiele: Cirque 1 (ISBN: B07YFYVXHC)

Die Arena. Grausame Spiele: Cirque 1

 (11)
Erschienen am 14.10.2019
Cover des Buches Die Arena. Letzte Entscheidung: Cirque 2 (ISBN: B08255MHB2)

Die Arena. Letzte Entscheidung: Cirque 2

 (5)
Erschienen am 13.12.2019
Cover des Buches Show Stopper (ISBN: 9781407179674)

Show Stopper

 (1)
Erschienen am 01.06.2017

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Neue Rezensionen zu Hayley Barker

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Rezension zu "Die Arena - Grausame Spiele" von Hayley Barker

"We Shall Overcome"
Rosecarievor 3 Tagen

Das England der Zukunft ist in zwei Klassen eingeteilt. Die Pures auf der schillernden Seites Lebens und die Dregs auf der Schattenseite. Die Dregs sind der Abschaum der Menschheit und werden auch wie solcher behandelt. Es wird darüber gesprochen, sie "in den Griff zu kriegen", sie zu "regulieren" und vor allem die Zahl möglichst gering zu halten. Einige Dregs werden von dem berühmten Zirkus ausgewählt und zu Artisten und Artistinnen ausgebildet. Was zunächst wie ihre Rettung erscheint, entpuppt sich als pure Folter. Für die Dregs geht es nur um's nackte Überleben, denn leben tun sie schon lange nicht mehr. Ben, ein Pure, sieht sich zum ersten Mal den Zirkus an und spürt, dass das nicht richtig ist. Wird er seine Ansichten über die Dregs ändern? Kann er ihre Rettung sein?

Nach und nach wird man in die Gegenwart dieser Welt eingeführt, in die Missstände, die die meisten Menschen einfach so hinnehmen und unter welchen große Teile der Bevölkerung leiden. Die erschreckenden Details und deren Ausmaße werden von Seite zu Seite deutlicher und ließen mich wütend werden. Es ist einfach ungerecht.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive des Dreg-Mädchens Hoshiko und dem Pure-Jungen Ben erzählt. Ben wirkt ganz unschuldig und unbedarft und man nimmt ihm garnicht übel, dass er von den desaströsen Gegebenheiten, dem Leid der anderen, profitiert. Er lebt abgeschirmt von der Welt und vor allem von den Dregs und kriegt nichts von dem Unglück draußen mit. Für ihn ist es besonders leicht, wegzuschauen. Seine Dienerin Priya ist ein kleiner Berührungspunkt mit den Dregs und sie legt mit ihren Gesprächen mit Ben den Grundstein für berechtigte Zweifel am System, an der Meinung über Menschen, denen eine ausländische Herkunft zugeschrieben wird, den Dregs.

"Der Zirkus ist kein traumhaftes Wunderland, Ben. Sondern ein Straflager." S. 36

Die ganze Zeit über war mir das Alter von Ben nicht klar. Es gab Widersprüche. Er verhielt sich sehr kindlich, ist recht eigenständig, aber irgendwie auch sehr behütet. Als es hieß, er sei 15 oder 16 war ich überrascht. Das hat irgendwie nicht so richtig gepasst. Aber vielleicht kann man das auf sein behütetes Leben schieben.

Insgesamt finde ich die Charaktere und die Entwicklung ihrer Beziehungen nicht sehr gelungen. Manches ist nicht nachvollziehbar oder entwickelt sich viel zu schnell. Sie sind eher eindimensional und es fehlt ihnen etwas an Farbe und Tiefe. Ich konnte keine Connection zu den beiden Hauptfiguren aufbauen, habe ihre Geschichte emotional distanziert verfolgt.

Vom Schreibstil und der Gestaltung der Charaktere her, hätte ich das Buch ab 12 empfohlen. Von der Story und der Brutalität her, lieber so ab 16. Es ist einfach nicht ganz stimmig... Die Dialoge sind mal mehr und mal weniger authentisch. Insgesamt liest sich der Schreibstil aber recht angenehm und vor allem schnell.

Hoshiko ist eine der Artistinnen des Zirkus' und ihre Geschichte ist nur schwer zu ertragen finde ich... so viel Hass und Demütigung. Die brutale Gewalt fand ich noch am harmlosesten. Auch wenn es sich hier um eine überspitzte Darstellung der Realität handelt, ist es trotzdem wahr und allgegenwärtig. Sie lebt schon lange im Zirkus und hat dort ihre neue Familie gefunden. Der Zusammenhalt der Dregs im Zirkus war wirklich schön. Sehr viel Menschlichkeit war da zu finden.

"Denke selbst. Urteile selbst. Triff deine eigenen Entscheidungen." S. 106

Ben beginnt selbst zu denken, mit dem Herzen und dem Verstand, wie Prya ihm geraten hat, und erkennt das Unrecht. Mit seiner Veränderung beginnt die Geschichte richtig an Fahrt aufzunehmen und wird fast unerträglich aufregend :D ich habe mitgefiebert und mitgezittert.

Was mir nicht so ganz klar war, waren die Umstände, wo diese Dreg-Regelung überall gilt. Ist das ein Ding in England, dann stellt sich die Frage, warum die sogenannten Dregs das Land nicht verlassen. Ist es eine weltweite Regelung, stellt sich mir die Frage, wann ein Mensch als Dreg gilt. Also wenn ein Dreg jemand ist, dem ausländische Wurzeln zugeschrieben werden, dann gäbe es ja mindestens ein Land für sie, in denen sie keine Dregs wären. Und sind Engländer in beispielsweise Tokyo auch Dregs? Das war mir nicht so richtig klar und somit war für mich die gesamte Prämisse nicht ganz schlüssig.

Leider flachte meine anfängliche Begeisterung zum Ende hin immer weiter ab. Die Autorin machte es sich mit Bens Einfluss viel zu leicht. Die Geschehnisse wurden immer unglaubwürdiger und die Charaktere entwickelten sich nicht, sie änderten einfach ihr Verhalten. Genauso verhält es sich auch mit den Gefühlen der Figuren. Sie sind nicht entstanden, sie waren plötzlich da. Das mag manchmal auch in der Realität so sein, hier in dem Fall war es nicht stimmig.

Die Story an sich fand ich aber super und auch wie sie sich entwickelt und wo sie hinführt, hat mir gut gefallen. Der Spannungsbogen war hoch, die Message war wichtig und der Realitätsbezug schmerzhaft. Das Buch trifft genau den richtigen Ton. Bei der Ausarbeitung der Figuren wäre für mich noch Luft nach oben. Auf die Fortsetzung bin ich trotzdem neugierig, auch wenn meine Erwartungen nicht allzu hoch sind.

Kommentare: 13
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B

Rezension zu "Die Arena - Letzte Entscheidung" von Hayley Barker

fulminanter Abschluss
buch_ueber_kopfvor 13 Tagen

Inhalt:

Nachdem Hoshiko und Ben den Zirkus in Brand gesetzt haben, sind sie nun auf der Flucht. Doch Bens Mutter wird alles daran setzen, um ihn zu finden und Rache zu nehmen; ihn in die Enge zu treiben und dazu zu zwingen, sich für Hoshiko zu opfern. Denn die tödlichste Show der Welt ist wieder zurück. Und wenn Ben dachte, er würde ihre dunkelsten Geheimnisse schon kennen, dann muss er nun feststellen, dass er das wahre Ausmaß des Schreckens unter dem Kuppeldach erst jetzt kennenlernen wird - als die neue Attraktion des Zirkus.

 

Meinung:

Dies ist der Abschlussband der zweiteiligen Arena Reihe. Er sollte nicht alleinstehend gelesen werden, weil einem sonst wichtige Infos aus Teil 1 fehlen.

 

Auch hier wird die Geschichte wieder in der Ich-Perspektive aus Sicht von Ben und Hoshiko, den beiden Hauptprotagonisten, erzählt. Wer den fesselnden Schreibstil von Hayley Barker, der Autorin, kennt, weiß, dass man sofort gepackt wird und mitten drin ist im Geschehen, obwohl es ein Jahr nach Band 1 ansetzt.

Man fiebert mit den Beiden mit und auch dieser Band lässt keine Langeweile aufkommen, denn die Spannung ist vom ersten Moment greifbar da und steigert sich konstant. Wie im ersten Band fehlt es nicht an grausamen Handlungen oder Unterdrückung, die vor allem gepaart mit dem Zirkus eine Faszination darstellen. Dagegen sind die Freundschaft beziehungsweise Gefühle von Hoshiko und Ben eine gelungene Kombination.

Auch diesmal gibt es wieder vielschichtige Charaktere und manch einer ist nicht so selbstlos wie es scheint. Genauer mag ich hier gar nicht auf die einzelnen Leute eingehen, um nichts zu spoilern.

Aber die Autorin bringt es gut rüber, dass, wenn erstmal ein Körnchen Misstrauen in die Oberen erwacht ist und ein klein wenig Widerstand wächst, langsam aber sicher ein Umdenken in der Bevölkerung heranreift. Und auch wenn zwei Jugendliche nicht die Welt verändern werden, sie doch der Stein des Anstoßes sein können.

So hat die Autorin diese Dystopie auch wieder zwischen den Zeilen sozialkritisch ausgestattet. Da die Gefühle unserer Hauptprotagonisten auch nicht zu kurz kamen, war es für mich ein wirklich gelungener Abschluss dieses Zweiteilers.

 

Fazit:

Ein grandioser Dystopieabschluss, der mich mit seinem Zirkusthema, der Welt und wundervollen Charakteren wieder voll überzeugen konnte.

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Rezension zu "Die Arena. Letzte Entscheidung: Cirque 2" von Hayley Barker

Hayley Barker - Die Arena (2)
Desiree_Miao_Miaovor 24 Tagen

Darum geht’s: Es handelt sich um den zweiten und letzten Teil der Dilogie rund um die Arena. Der Klappentext spoilert, deshalb werde ich ihn nicht zeigen. Grundidee der Reihe ist eine Welt, in der die perfekten Pures in Saus und Braus leben, während in den Slums die Dregs ums überleben kämpfen. Die Arena ist ein Zirkus, in dem sich sie Pures anschauen, wie Dregs gequält und getötet werden.


Meine Meinung:

Teil 1 hat mir richtig gut gefallen. Er strotzte nur so vor Gewalt und ich war mit meinen Nerven am Ende. Teil 2 knüpft direkt an das Ende von Teil 1 an und es geht auch schon wieder sehr spannend weiter, aber nur kurz. Die ersten 5 Stunden waren etwas langatmig. Dieser Band ist sehr stark durch Politik geprägt und ich fand die Debatten wirklich sehr gut gelungen und sehr gut umgesetzt. Auch hier zieht man sofort wieder Parallelen zum 2. Weltkrieg und auch zu aktuellen Geschehnissen. Die Welt hat mich sehr fasziniert und auch das Ende hat mir sehr gut gefallen. Hier steht Freundschaft und Vertrauen thematisch ganz weit oben. Ich habe mich sehr in die Charaktere verliebt und man kann einfach so toll mitfiebern. In diesem Buch werden die Grausamkeiten des Zirkus nicht so stark unter die Lupe genommen. Einige Attraktionen konnte ich mir auch nicht so gut vorstellen. Es geht eher um Rebellion und Politik.

Ich fand das Finale nicht so gut wie Band 1, aber trotzdem unterhaltsam.

4 von 5 Sternen

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