Hazel Gaynor Das Mädchen aus dem Savoy

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Inhaltsangabe zu „Das Mädchen aus dem Savoy“ von Hazel Gaynor

Den größten Mut braucht man, um seinen eigenen Träumen zu folgen ...
England 1923. Dorothy Lane ist eine Träumerin, deren größtes Ziel es ist, eines Tages auf den Bühnen Londons zu tanzen. Ihr altes Leben ist während des ersten Weltkriegs zerbrochen; ihr neues beginnt als Zimmermädchen im glamourösesten Hotel der Stadt, dem Savoy. Perry, ein Komponist auf der Suche nach einer Muse, und seine Schwester Loretta May, eine gefeierte Schauspielerin, scheinen alles zu haben, wovon Dorothy träumt. Als sich ihre Wege kreuzen, hat dies für alle drei ungeahnte Konsequenzen.

Ein unterhaltsamer Roman über die Generation des 1. Weltkrieges, dessen Geschichte leider ein zuckersüßes, unrealistisches Ende findet.

— wbetty77

An sich ein guter Ansatz, aber leider zieht es sich zu sehr.

— Norwegen96

Eigentlich eine schöne Geschichte, aber leider auch sehr vorhersehbar und klischeehaft, es kommt einfach keine Spannung auf...

— page394

Ein schöner Einblick in die 1920er Jahre mit interessanten Menschen, allerdings zu gewollt und unnahbar. Hatte etwas anderes erwartet...

— LadyOfTheBooks

Sehr fesselnd und trotz 500 S. kurzweilig. Bis zum Ende überraschend und unvorhersehbar. Tolle 20er Jahre Stimmung.

— hasirasi2

Wunderbare Abenteuer erwarten jene, die den Mut haben, danach zu suchen.

— Katjuschka

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  • Ein unterhaltsamer Roman, dessen Geschichte am Ende leider schwächelt

    Das Mädchen aus dem Savoy

    wbetty77

    23. April 2018 um 13:07

    London, Herbst 1923, Dorothy Lane tritt ihre neue Stelle als Zimmermädchen im Hotel Savoy an. Dolly, wie sie lieber genannt wird, ist voller Hoffnung auf ein besseres Leben. Der erste Schritt dahin soll ihre neue Stelle im Luxushotel sein, welche sie in die Nähe der Reichen und Berühmten bringt.Auf dem Weg zu ihrem neuen Arbeitsort wird sie nicht nur vom Londoner Dauerregen durchweicht, sie stößt auch heftig mit einem Mann zusammen, dessen Notenblätter sich auf dem nassen Gehsteig verteilen. Obwohl er diese im Mülleimer entsorgt, nimmt Dolly die Blätter an sich und bewahrt sie auf. Eine spontane Entscheidung, die, wie sich später herausstellt, für beide zum Glücksfall wird.Dorothy Lane ist eine junge Frau voller Träume, deren Herzschlag im Takt eines Schmetterlingsflügels schlägt. Durch den ersten Weltkrieg hat sie schmerzhafte Verluste erlitten und sucht nun nach ihrem Weg, der sie aus der Unsichtbarkeit heraustreten lässt. Dolly strebt nach einem besseren Leben. Daher ergreift sie die Chance als Zimmermädchen im Londoner Luxushotel Savoy zu arbeiten. Dort, wo berühmte Persönlichkeiten der Zeit ein- und ausgehen, hofft sie auf Begegnungen, welche sie ihrem Ziel von einer Bühnenkarriere näher bringen.Auf dem Weg ins Savoy stößt sie unglücklich mit einem Komponisten zusammen, dessen Notenblätter sich auf dem regennassen Gehsteig verteilen. Er wirft die aufgesammelten Blätter in den Mülleimer. Einem Impuls folgend nimmt Dolly die Blätter an sich. Eine schicksalshafte Entscheidung für beide Beteiligten. Doch erst einmal muss Dolly den Alltag im Hotel meistern, denn als Zimmermädchen hat sie sich nicht nur allerlei zu merken, sondern muss für die Gäste unsichtbar sein. Nach vielen Enttäuschungen und Verlusten während und nach den Kriegsjahren, ist Dolly entschlossen sich nicht unterkriegen zu lassen. Doch immer wieder wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt, die Dolly selbst auch noch nicht loslassen kann. Dolly trifft im Hotel auf den Broadway Agenten Snyder. Er ist ihr zwar unsympathisch, dennoch bittet sie um eine Gelegenheit zum Vortanzen. Wird er ihr die Chance geben, auf die sie hofft? Auch die Wege vom Komponisten Perry, dessen Notenblätter Dolly vor der Vernichtung bewahrt hat, und Dolly kreuzen sich abermals. Was Dolly nicht weiß, Perry ist der Bruder der berühmten Schauspielerin Loretta May. Dolly kommt ihren Träume vom Leben im Rampenlicht sehr nah, doch kann sie die Vergangenheit hinter sich lassen und zu neuen Ufern aufbrechen?Dolly ist eine Träumerin und ein wenig chaotisch, allerdings vom ersten Moment an liebenswert. Deshalb leidet man als Leser direkt mit, wenn ihr Unrecht widerfährt oder sie zum wiederholten Male scheitert. Dolly ist eine mutige junge Frau, die einfach nicht aufgibt und ihre Kraft aus der Vergangenheit schöpft. Der Roman erzählt nicht nur von der lebenshungrigen Dolly, sondern auch von kriegsversehrten Soldaten, die das Trauma des ersten Weltkrieges nicht verarbeitet haben und von einer Generation, die versucht die Kriegsjahre abzuschütteln, um vorwärts gehen zu können. Mit viel Feingefühl wird der Leser an die Figuren herangeführt. Jedes Kapitel enthüllt Neues aus dem Leben der Protagonisten.Wie es für Dolly, und auch die anderen, beruflich und privat endet, bleibt fast bis zum Ende undurchschaubar. Doch auch, wenn das Ende unvorhersehbar ist, fällt es für meinen Geschmack etwas zu zuckersüß aus. Auf den letzten 50 Seiten häufen sich die Zufälle und erscheinen mir, wie Dollys Werdegang zum Schluss, realitätsfremd. Damit verliert das Buch zum Ende hin leider an Nachdenklichkeit und auch an Tiefe, was schade ist. „Das Mädchen aus dem Savoy“ ist ein unterhaltsamer Roman, der von einer Generation erzählt, die durch den ersten Weltkrieg verwundet wurde und von deren Träumen und Hoffnungen.

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  • Die 1920er Jahre voller Glamour, Dramatik und tiefer Leidenschaft

    Das Mädchen aus dem Savoy

    aly53

    21. February 2018 um 06:33

    Als ich den Klappentext von diesem wundervollen historischen Roman gelesen habe, hatte ich so meine ganz eigenen Vorstellungen davon. Ich dachte, ich erlebe die Lebensgeschichte von Dorothy Lane. Eine Geschichte die von viel Tränen, Verlusten, Dramatik und Leidenschaft begleitet wird.Doch bekommen habe ich etwas völlig anderes .Etwas, das mich bis in die Fingerspitzen berührt hat.Etwas, das man kaum in Worte fassen kann, weil man es einfach erleben und ganz tief drinnen spüren muss.Unterstützend ist natürlich wenn man ein Faible für Tanz, Musik und die 1920er Jahre hegt.Denn insbesondere das, macht diesen Roman aus.Der Autorin gelingt es auf wunderbare und faszinierende Art und Weise, den Zauber dieser Zeit einzufangen und lebendig werden zu lassen.Man spürt Glamour , man spürt wahre Begeisterung und Leidenschaft die tief im Herzen beginnt.Dorothy oder Dolly wie sie sich selbst nennt, ist voll von Hoffnungen, Träume und Sehnsüchten erfüllt.Sie ist ein Mensch , den man sofort ins Herz schließt und einfach weiß , auf sie wartet ein unaussprechliches Abenteuer.Dolly ist ganz unten und auf atemberaubende Art und Weise erfährt man , welchen Weg sie in ihrem Leben einschlägt. Dieser erfolgt nicht immer ganz freiwillig und man erfährt auf diese Art immer mehr von ihr.Man spürt den Schmerz, die Trauer und die innere Zerrissenheit.Aber man spürt auch die Leidenschaft, die Liebe, den Kampfgeist und was es alles mit sich bringt.Liebe was für ein großes Wort. Aber genau das beschreibt diese Geschichte.Liebe in all ihren Facetten. Liebe die nicht immer einem Menschen allein gehört. Die viel weiter und weiter geht, als man es sich je vorstellen könnte.Oft ist unser Leben mit Begegnungen verknüpft.Begegnungen die Veränderungen herbeiführen.Die zum gewinnen oder zum scheitern führen können.Oftmals sogar zu beidem. Eine Medaille hat immer zwei Seiten, was hier sehr toll hervorgebracht wird.Ich wusste, dieser Roman wird mich mitnehmen. Aber wie sehr , wusste ich nicht.Neben Dolly haben mich auch Loretta, Teddy und Perry in den Bann gezogen. Charaktere die wunderbar ausgearbeitet sind und über reichlich Ecken und Kanten verfügen. Das macht sie authentischer und lebendiger.Verschiedene Schicksale, die unheimlich bewegend sind. Ganz besonders war es bei Dolly und Loretta der Fall.Sie gehören unterschiedlichen Gesellschaftsschichten an und eben diese Kombination macht es auch gewagter und außergewöhnlich. Sie ziehen komplett in den Bann, lassen nicht los und faszinieren ungemein.Jeder auf seine Weise.Dabei sind selbst die Nebencharaktere sehr ausdrucksstark und haben es verstanden, mich komplett mitzureißen.Die Entwicklung die sich über die Jahre herauskristallisiert ist sehr deutlich zu spüren und hat bei mir für die unterschiedlichsten Emotionen und Gedankengänge gesorgt. Man konnte sich immer mehr in alles hineinversetzen und es auch nachvollziehen.Teilweise hat es mir wirklich das Herz zerrissen,bei dem was man durchstehen und erleben musste. Die Charaktere sind nicht nur mit der Handlung gewachsen, auch mir wuchsen sie immer mehr ans Herz. Es fiel schwer Abschied zu nehmen und doch war es ein rundum gelungener Abschluss. Der treffender und besser nicht hätte ausfallen können.Hierbei erfahren wir verschiedene Perspektiven, welche möchte ich nicht verraten, denn das soll der Leser selbst herausfinden. Denn auf diese Art erlebt und verinnerlicht man verschiedene Lebensgeschichten, dessen einzelne Stränge schlussendlich auf gekonnte Weise zusammenfinden.Es ist eine Geschichte über das Leben, die Liebe und Träume.Sie bietet Herausforderungen, Prüfungen und ganz großes Glück.Am Anfang hatte sie mich noch nicht. Doch der Schreibstil der Autorin ist so wunderbar fließend, leicht und gefühlvoll, dass man gar nicht merkt , wie schnell die Zeit verrinnt.Tragisch, packend und sehr dramatisch.Gerade zum Ende hin habe ich unheimlich viele Tränen vergossen. Und nicht immer sind diese vor Traurigkeit geflossen.Es verändert, alles.Doch daneben erfährt man auch einiges aus der Kriegszeit, was es mir den Menschen macht. Wie es sie verändert und was es letztendlich mit sich zieht.Aus gutem Grund wurde dieses Buch in drei Akte untergliedert. Denn jedes Mal geht es ein Stückchen weiter.Die Autorin hat hier auf wundervolle Art und Weise die Atmosphäre der damaligen Zeit eingefangen und daraus eine vielschichtige und wahnsinnig emotionale Geschichte gewoben, die einfach anders ist , als man erwarten würde.Herzzerreißend, wunderschön und voller Wendungen.Eine Geschichte, die zum nachdenken anregt und auch etwas mit auf den Weg gibt.Fazit:Dorothy Lane , Loretta May und so viele mehr , machen diesen historischen Roman zu etwas Einzigartigem.Die 1920er Jahre voller Glamour, Dramatik und tiefer Leidenschaft.Ein Roman voller Sehnsüchte, Hoffnungen und Träume.Man liebt es , spürt es ganz tief drinnen und schließt es am Ende mit Tränen in den Augen.Für mich ein absolutes Highlight, denn dieser Roman, zeigt viel auf und verändert dabei auch viel.Berührend, wendungsreich und einfach lebendig.

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  • Aschenputtel im Savoy

    Das Mädchen aus dem Savoy

    Giselle74

    03. February 2018 um 15:08

    Savoy, the home of sweet romanceSavoy, it wins you at a glanceSavoy, give happy feet a chanceTo dance(...)Dieser berühmte Songtext von Irving Caesar und Vincent Youmans aus den Dreißigern könnte gut als Motto dieses Romans gelten, auch wenn der gut ein Jahrzehnt früher spielt.Die junge Dorothy ist aus der englischen Provinz nach London gekommen, um dort die Bühnen des West Ends zu erobern. Ihr größter Traum ist es, Revuetänzerin zu werden. Eine Anstellung im glamourösesten Hotel seiner Zeit, dem Savoy, soll ihr weiter helfen. Dort steigen die Stars und Sternchen ab und die Geldgeber, die die Fäden im Hintergrund ziehen. Durch einen Zufall lernt sie den gutaussehenden Komponisten Perry Clements kennen, dessen Schwester Loretta eine der ganz großen West End-Diven ist. Die Steine kommen für Dorothy ins Rollen. Doch zuvor muss sie lernen, dass man die Vergangenheit nicht abstreifen kann wie ein zu alt gewordenes Kleid..."Das Mädchen aus dem Savoy" ist ein klassischer Aschenputtelroman, vermischt mit dem "Anna geht zum Ballett"-Thema und einem Hauch von "My fair Lady". Ein junges Mädchen auf dem steinigen Weg zum Varietestern, Fee in Form von alterndem Showstar inclusive. Kein Klischee wird ausgelassen, von der Besetzungscouch über die "Sei eins mit der Musik"-Nummer bis zu der Tatsache, dass man angeblich Tanzen lernen kann, in dem man bei guten Tänzern abguckt. Ernsthaftes Training wird bei so viel überbordendem Talent scheinbar gar nicht benötigt.Aber Märchen sind nun einmal nicht logisch oder auch nur wahrscheinlich aufgebaut - und der Roman ist genau das, ein Großstadtmärchen. Zudem ist er auch noch charmant geschrieben, mit wirklich liebenswürdigen Charakteren und trotz der immerhin 511 Seiten keineswegs langweilig. Ideal also um für einige Zeit das winterliche Grau und das Nieselwetter zu vergessen und mit Dorothy den Traum vom Rampenlicht zu träumen, die staubige Theaterluft zu atmen und den Fünf-Uhr-Tee im Savoy zu zelebrieren.Ein Unterhaltungsroman im besten Sinne, mit der richtigen Mischung aus Glamour und Spannung. How my heart is singin'While the band is swingin'Never tired of rompin'An' Stompin' with you at the Savoy(...) Ich danke dem Blanvalet Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar.Die im Text verwendeten Liedzeilen entstammen dem Song "Stompin' at the Savoy" von Irving Caesar und Vincent Youmans.

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  • Das Galeriemädchen

    Das Mädchen aus dem Savoy

    hasirasi2

    26. January 2018 um 18:15

    Lancashire 1916: Als ihr Verlobter Teddy in den Krieg ziehen muss, bricht es Dolly das Herz. Sie hoffen, dass die Kämpfe nur wenige Monate dauern und sie danach heiraten können. Doch aus den Monaten werden Jahre und als Teddy 1919 zurückkommt, hat er ein schweres Kriegstrauma und kann sich nicht an Dolly erinnern. Der Krieg hat ihre Zukunft zerstört: „Ohne jemals ein Schlachtfeld gesehen zu haben, hatte auch ich Verwundungen davongetragen.“ (S. 158)   London 1923: Dolly träumt wie alle „Galeriemädchen“ (Arbeiterinnen, die sich nur die billigsten Stehplätze der Theater auf der Galerie leisten können) davon, selber einmal in einem Varieté-Theater zu tanzen. Noch hat sie es nicht geschafft, aber zumindest arbeitet sie jetzt als Zimmermädchen im Savoy für die berühmten Gäste. Vielleicht ist das ja ihr Sprungbrett? „Man kann nie wissen, was im Savoy alles passiert.“ (S. 61) Doch schnell wird ihr klar gemacht, dass sie als „Reinigungskraft“ unsichtbar zu sein hat. Man darf ihre Anwesenheit vielleicht spüren, sie aber um Gotteswillen nie sehen. Eines Tages entdeckt sie die Anzeige des Komponisten Perry Clements in der Zeitung – Muse gesucht! – und meldet sich. Was kann ihr schon passieren? „Ich wünsche mir mehr von Leben ... und als ich die Anzeige sah, erschien sie mir als Wink des Schicksals. Schließlich muss man selbst die kleinste Chance wahrnehmen, wenn man ein großes Ziel erreichen will.“ (S. 289) Durch ihn lernt sie ihr Idol, seine Schwester, die Schauspielerin Loretta May kennen und die drei treffen eine Vereinbarung ...   Der Autorin Hazel Gaynor ist mit „Das Mädchen aus dem Savoy“ eine sehr außergewöhnliche Geschichte gelungen. Dolly, Teddy, Perry und Loretta sind Überlebende des 1. WK und verkörpern verschiedene Gesellschaftsschichten. Jeder will diese schlimme Zeit auf seine Art so schnell wie möglich vergessen und sein Geheimnis weiter verbergen. Teddy hat sämtliche Erinnerungen unterdrückt. Dolly ging 1919 nicht freiwillig nach London, aber jetzt will sie ihre Chance nutzen und träumt vom großen Durchbruch. Loretta macht zwar Karriere, aber sie kann nur betäubt durch Medikamente, Alkohol und Drogen auf der Bühne stehen. Perry versucht sich als Komponist, aber die Kriegserlebnisse lassen ihn nicht los. Ständig plagen ihn Schuldgefühle, die ihn bei seiner Arbeit behindern. Lorettas und Perrys Leben haben sich durch den Krieg aber auch positiv verändert. Die Adeligen lehnen sich gegen die althergebrachte Lebensweise ihrer Eltern auf. Im Krieg arbeitet Loretta wie viele Frauen als Krankenschwester und Dolly in einer Munitionsfabrik. Endlich gingen sie einer sinnvollen Tätigkeit nach, wurden gebraucht und haben etwas geschaffen. Leider verloren sie dabei ihre Unbeschwertheit. „Wir alle haben eine Vergangenheit ... Hinter einem Menschen steckt immer mehr, als was er nach außen hin zeigt.“ (S. 365)   Obwohl das Buch über 500 Seiten hat, ist es durchweg fesseln und kurzweilig. Die Geschichte blieb bis zum Ende überraschend und war nie vorhersehbar. Zudem transportiert Hazel Gaynor die 20-er-Jahre-Stimmung perfekt durch die Beschreibung der Musik, Theaterkostüme, Frisuren und Designerkleider der Stars. Ich kann Dolly verstehen – einmal im Leben möchte ich auch Chanel tragen ...

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  • Dicke Leseempfehlung

    Das Mädchen aus dem Savoy

    gagamaus

    14. January 2018 um 20:21

    „Das Mädchen aus dem Savoy“ von Hazel Gaynor hatte alle Kriterien, um perfekt in mein Beuteschema zu passen. Das Buch spielt in England nach dem ersten Weltkrieg. Dorothy Lane hat ihre große Liebe verloren und macht sich auf nach London, um dort zu versuchen, sich ihren größten Wunsch zu erfüllen. Sie möchte Tänzerin werden. Über den Komponisten Perry lernt sie dessen bereist berühmte Schwester Loretta May kennen, die ihr hilft und den Weg ebnet. Zuerst muss sie noch als Zimmermädchen im Savoy arbeiten aber irgendwann erfüllen sich ihre Pläne und sie fasst Fuß in der Tanzszene. Aber das Leben hat noch eine große Überraschung für Dorothy bereit. Hazel Gaynor hat es verstanden, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Das lag vor allem an der wunderschönen Sprache, mit der sie eine faszinierende Geschichte erzählt. Gebannt folgt man der jungen Hauptdarstellerin in eine Welt von Musik und Tanz, spaziert mit ihr durch die Räume des großen Savoy-Hotels, spürt das Flair der damaligen Zeit und das Vibrieren einer Epoche, in der die Menschen versuchen Atem zu holen nach einem schrecklichen Krieg. Nicht nur Dorothy ist ein glaubwürdiger Charakter. Bis zu kleinsten Nebendarstellern wimmelt es von liebenswerten Charakteren. Mit viel Liebe zum Detail erzählt die Autorin von Dorothy und ihren Freunden, flicht reale Personen in eine fiktive Geschichte in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Ich habe das Buch mit großer Freude gelesen und kann es nur wärmstens empfehlen.   

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  • „Wunderbare Abenteuer erwarten jene, die danach suchen…“

    Das Mädchen aus dem Savoy

    Dreamworx

    14. January 2018 um 14:38

    England 1916. Dorothy „Dolly“ Lane und Teddy waren seit Kindheit die engsten Freunde und bis der Krieg ausbrach, haben sie sich ewige Liebe geschworen. Doch dann bricht der Krieg aus in all seiner Härte und lässt Dolly allein zurück. Um wenigstens einen ihrer Träume zu verwirklichen, nämlich irgendwann als Tänzerin an einem Theater Karriere zu machen, geht sie nach London und fängt als Zimmermädchen im berühmten Savoy-Hotel an. Dort ist sie ihrem Traum schon etwas näher, denn im Savoy geben sich die berühmtesten Regisseure, Theaterschauspielerinnen und Musiker die Klinke in die Hand. An ihrem ersten Tag stößt sie in strömendem Regen mit Perry Clements zusammen und die beiden kommen ins Gespräch, haben sofort eine Wellenlänge. Aber sie verlieren sich aus den Augen. Erst als Dolly auf die Anzeige eines „Komponisten mit Anfangsschwierigkeiten“ antwortet und sich als Muse bewirbt, trifft sie Perry wieder und erfährt erst später, dass eine der bekanntesten Bühnendarstellerinnen Londons seine Schwester Loretta May ist. Mit Hilfe von Perry und Loretta wird Dolly zu einer Tänzerin und Theaterschauspielerin geschliffen, bis sie endlich die Chance bekommt, auf die Bretter, die die Welt bedeuten, zu schweben und zu brillieren. Aber aller Ruhm ist nichts, wenn die Vergangenheit immer wieder präsent wird und einen nicht loslässt…Hazel Gaynor hat mit ihrem Buch „Das Mädchen aus dem Savoy“ einen wunderbaren historischen Roman vorgelegt, der das alte „Swinging London“ der 20er Jahre wieder auferstehen lässt. Der Schreibstil ist flüssig, leicht melancholisch, tiefgründig und gefühlvoll. Die Autorin wartet mit einer bildhaften Sprache auf, die voll von herrlichen Zitaten und Weisheiten ist, die den Leser bei der Lektüre berühren und immer wieder neu gelesen werden wollen. Die Handlung wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt und gibt dem Leser so einen gelungenen Rundumblick über die verschiedenen Gesellschaftsschichten, die Theaterwelt und das Leben der sogenannten Galeriemädchen. Durch die ständigen Sichtwechsel wird auch die Spannung der Geschichte gesteigert und lässt den Leser immer wieder Mutmaßungen anstellen, was wohl als nächstes passieren wird. Der erste Handlungsstrang spiegelt Dollys Werdegang wieder, in dem auch kleine Rückblenden in die Vergangenheit inkludiert sind. Ein zweiter lässt den Leser am Leben von Loretta May teilnehmen und erfährt einiges über die Theaterszene, die Galeriemädchen und die Bohemian Young People, die zur damaligen Zeit in aller Munde waren. In der dritten Perspektive kommt Terry zu Wort, der sich ins Leben zurückkämpft, nachdem er im Krieg schwer verwundet wurde. Der historische Hintergrund wurde von der Autorin sehr gut recherchiert, geschichtlich belegte Personen mit fiktiven Lebensgeschichten auf herrliche Weise miteinander verwoben. Ebenso geschickt lässt sie das berühmte Hotel Savoy vor den Augen des Lesers entstehen, in dem so viele Menschen täglich ein und ausgehen. Wer das Hotel nicht kennt, sollte es unbedingt einmal zur Teestunde besuchen.Die Charaktere sind sehr detailliert und ausgesprochen liebevoll gestaltet, sie besitzen viel Individualität und wirken gerade deshalb wunderbar authentisch und sehr real. Dolly ist eine sympathische junge Frau, die in ihrem Leben schon so manchen Schicksalsschlag einstecken musste und sich dennoch nie die Hoffnung hat nehmen lassen, dass sich Träume doch noch erfüllen. Sie hat ein gutes Herz, ist hilfsbereit und mit Empathie gesegnet. Sie zehrt von den Erinnerungen und nimmt sich Weisheiten zu Herzen, um damit auch andere zu unterstützen. Perry ist ein talentierter Komponist, der in einer Schaffenskrise steckt, da die Kriegserfahrungen ihn zu ersticken drohen. Er denkt ständig an Noten und Töne, wirkt oftmals linkisch und ungeschickt, dabei ist er nur zerstreut und versucht, sein Leben wieder in Einklang zu bringen. Er fühlt sich hilflos und schuldig ob der Dinge, die ihm im Krieg aufgezwungen wurden, und kann diese einfach nicht vergessen, was seinem eigenen Glück im Wege steht. Loretta ist wie ein bunter Schmetterling, als Schauspielerin ist sie berühmt und begehrt, dabei hat sie selbst ein Geheimnis, von dem niemand ahnt und das sie sehr gut zu verbergen weiß, selbst vor ihren engsten Vertrauten. Sie ist sehr offen und ehrlich, liebt die Verwandlung und gibt auch als Mäzenin den Ton an, um zu helfen und zu unterstützen. Protagonisten wie Hettie, Clover, Sissy und auch O’Hara tragen dazu bei, dass der Leser das Gefühl für eine große Familie bekommt, in der sich jeder um jeden kümmert und die mit ihren eigenen Schicksalen und Lebenserfahrungen der Geschichte noch mehr Glaubwürdigkeit verleihen.„Das Mädchen aus dem Savoy“ ist ein rundum gelungener historischer Gesellschaftsroman, der sowohl die damaligen Lebensumstände unter die Lupe nimmt als auch die Musik- und Theaterszene wieder lebendig werden lässt. Bittersüße Liebesgeschichten und Einzelschicksale gehen nah und die vereinzelt eingestreuten Briefe öffnen das Herz. Ein traumhaft-schöner Roman, der nicht nur einmal gelesen werden will, zu viel Weisheit verbirgt sich in den Seiten. Absolute Leseempfehlung für ein ganz besonderes Buch, ein Highlight nicht nur für ein Jahr!

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    • 2
  • Ein neues Leben

    Das Mädchen aus dem Savoy

    Katjuschka

    09. January 2018 um 19:02

    Dorothy hat ihre große Liebe Teddy im Krieg verloren. Aber nicht ihren Lebensmut oder ihre Hoffnung auf eine Karriere als Tänzerin auf den Theaterbühnen des Londoner West End. Dolly, wie sie sich nennt, tritt daher 1923 eine Stelle als Zimmermädchen im glamourösen Hotel Savoy an. Da, wo all die Stars und Sternchen regelmäßig logieren. Und dort wartet sie auf ihre große Chance. Sie antwortet aus einer Laune heraus auf eine Anzeige, in der ein Komponist eine Muse sucht. So lernt sie Perry kennen, einen desillusionierten Musiker, der scheinbar nicht mehr in der Lage ist Hits für die großen Shows des West Ends zu schreiben. Über Perry lernt Dolly auch dessen Schwester Loretta May kennen. Sie ist eine der bekanntesten Schauspielerinnen Londons und ihr großes Idol. Sie scheint alles zu haben, wovon Dolly träumt! Als Loretta die junge Dolly unter ihre Fittiche nimmt, um sie als ihre Nachfolgerin auszubilden, scheint das Glück zum greifen nah. Und tatsächlich wird ihr Traum dann wahr, und sie schreitet über einen roten Teppich durch den Vordereingang des Savoy,  und nicht durch den Hintereingang. Doch irgendwann merkt sie, dass man vorher nie genau sagen kann, was sich hinter der glitzernden Fassade alles verbergen kann.Und als Teddy plötzlich wieder vor ihr steht, muss Dolly sich entscheiden.Wie soll ihr Leben aussehen.... "Das Mädchen aus dem Savoy" ist die Geschichte einer jungen Frau, die sich, auf sich allein gestellt, nicht von ihren Weg und ihrem Traum abbringen lässt.Aber es ist auch ein Stück Zeit- und Milieustudie einer aufregenden Zeit der großen Musik-Theater.Immer wieder tauchen Namen von real existierenden Personen auf, die damals tatsächlich den Zeitgeist geprägt haben.Die im Anhang genannten Seiten im Internet von historischen Musikaufnahmen bilden ein wunderbaren akustischen Background!Und bei den detaillierten Beschreibungen des Hotels, der Theater, vom historischen London, fühlt man sich ein bisschen in diese Zeit versetzt. Buch und Schreibstil haben mir gefallen. Auch wenn ich irgendwie eine andere Geschichte erwartet hatte.Auch wenn Dolly die Hauptperson war, hat mir besonders Loretta gefallen ;-)

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