Hazel Hutchins

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Rezension zu "Sarah und die Sache mit dem Zauberexperiment" von Hazel Hutchins

Rezension zu "Sarah und die Sache mit dem Zauberexperiment" von Hazel Hutchins
Abraxandriavor 6 Jahren

Die beiden Freunde Sarah und Ben begegnen eines Tages der geheimnisvollen Anna, mit der sie so manche zauberhaften Dinge erleben. Sarah möchte mit Annas Hilfe in ihrem Sachkundeprojekt beweisen, dass es Magie wirklich gibt. Dabei geht jedoch so einiges schief…

Meine Meinung:
Hazel Hutchins ist eine kanadische Schriftstellerin, die bereits über 30 Bilder- und Kinderbücher veröffentlicht hat.
Gerne habe ich mich von ihrer Magie in diesem Buches einfangen und berauschen lassen. Die Geschichte ist witzig, unterhaltsam und sehr fantasievoll geschrieben. Sie läßt sich zügig lesen. Allein die Zeichnungen waren nicht ganz nach meinem Geschmack.
Ich hatte einige kleine Startschwierigkeiten, bis ich in die Geschichte hineingefunden hatte. Aber dann hat mich die Entwicklung der Geschichte völlig überrascht gepackt. So viele fantastische Ereignisse hatte ich nicht erwartet. Plötzlich war ich mitten drin in einem kleinen Fantasyroman für Kinder.
Die vier Hauptfiguren sind Sarah, ihr Freund Ben, die Verkäuferin Anna und der Sachkundelehrer Mr Wyanth. Ich mochte Sarah und Anna am liebsten. Mit Ben musste ich erst warm werden. Mit Mr Wyanth hatte ich so meine Schwierigkeiten. Dennoch kann ich verraten, dass er im Laufe der Geschichte immer sympatischer wird. Die beiden Freunde sind so gegensätzlich wie die beiden Erwachsenen. Sarah ist hibbelig und heckt ständig etwas aus. Ben hingegen ist ein ruhiger, eher rationaler Junge. Die geheimnisvolle Verkäuferin Anna wirkt freundlich und auch etwas traurig und verloren. Die Kinder erleben mit ihr jede Menge verrückte Abenteuer. Sie verwandeln sich in Steine, Bäume, Vögel und Ameisen. Sie können Stimmen aus Büchern hören. Für die Kinder ist es Magie, für Anna ist es ihre Art zu leben. Mr Wyanth ist der Gegenpol zu den drein. Er lebt nach seiner strengen wissenschaftlichen Sicht auf die Dinge. Doch selbst in ihm steckt ein bißchen Fantasie.
Annas mysteriöses Haus hat mich am meisten fasziniert. Es ist so gemütlich, dass man am liebsten gleich einziehen möchte. Überall stehen kleine Zaubersachen herum. Hier verwandeln sich die Wände in Felsen und Wässerfälle, der Sofaüberwurf in eine Blumenwiese. Annas Haus ist reine Magie und lädt zum träumen ein.
Toll ist auch Annas Schachtel der verlorenen Dinge. Jeder, der in sie hineinschaut, kann etwas anderes sehen, etwas, was er ganz persönlich am meisten vermißt.
Fantasie ist das zentrale Thema dieser Geschichte. Die Autorin hebt den scheinbaren Kontrast zwischen Wissenschaft und Fantasie auf und erstellt stattdessen die These, dass beide einander bedingen.
Die Geschichte gibt einige Rätsel auf. Was hat es mit dem geheimnisvollen Schmetterling auf sich? Was hat ein Gedicht damit zu tun? Was verbindet Anna mit ihnen? Und was verbirgt Mr Wyanth?
Einen Stern Abzug gibt es wegen meiner Startschwierigkeiten und den mich nicht ansprechenden Illustrationen, inklusive Cover. Trotzdem hat mir dieses Buch sehr gefallen.

Fazit:
Eine zauberhafte und unterhaltsame Geschichte, die die Fantasie anregt.

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