Heathcote Williams Die Windsors - Eine schrecklich nette Familie

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Inhaltsangabe zu „Die Windsors - Eine schrecklich nette Familie“ von Heathcote Williams

Die dunkle Seite der englischen Königsfamilie
Wussten Sie eigentlich, dass Queen Elizabeth II. die größte Landbesitzerin der Welt ist? Sie besitzt mehr als das zehnfache an Land als der kürzlich verstorbene König Abdullah von Saudi-Arabien. Die Geschichte der Windsors (vormals Sachsen-Coburg und Gotha) ist ebenso bizarr wie erschreckend: Rüstungsgeschäfte, mörderische Fehden, Fremdenhass und unverhohlene Sympathien für den Nationalsozialismus. Das nach wie vor positive Image der Königsfamilie ist wohl nur durch ein gehobenes Maß an Ignoranz und Selbstbetrug der Öffentlichkeit zu erklären. Im Geiste der Aufklärung und in Form eines Gedichts zeigt Heathcote Williams die dunkle Seite der Königsfamilie und die schreckliche Wahrheit hinter dem schönen Schein der Royals.

„Diesen royalen Import aus Hannover hätte sich England sparen können.“ Heathcote Williams

Was ne fiese Mischpoke sich da immer noch auf Volkes Kosten durchfüttern lässt kann man hier erfahren. Keine Abgründe, THE ABYSS...

— thursdaynext

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  • Craggy old bat is not harmless, indeed, she really isn't

    Die Windsors - Eine schrecklich nette Familie

    thursdaynext

    Letztes Jahr hatte, ich anlässlich des Referats meines Ältesten im Fach Englisch, das Vergnügen Großbritanniens Wahlsystem unter die Lupe nehmen zu dürfen. Schlauer als zuvor, aber auch erheblich schockierter war ich danach. Nix Robin Hood Romantik und Magna Charta. Der klerikale und adlige Klüngel dominiert das britische System noch immer. Demokratie geht anders. Heathcote Williams stellt das skandalöse Treiben der England repräsentierenden Familie vor und überraschte auch mich, die ich die Bande zwar für verknöchert, anachronistisch und überteuert  hielt, sonst aber für relativ harmlos befand. Was für ein VAMPIRROMAN. Superreiche, royalistisch, sadistische Blutsauger des Volkes. Da denkt man glatt wehmütig an Frankreich in der guten alten Zeit der kopflosen König/innen...   Auch wenn stilistisch, zumindest in der dt. Übersetzung, keine Perle informativ und SHOCKING ist es allemal, lässt es einen doch die pflichtbewusste alte Fregatte aus der Nobelhütte mit gänzlich neuem Blick sehen.

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  • Liesl Lector und ihre psychphatische Baggage

    Die Windsors - Eine schrecklich nette Familie

    awogfli

    Im Sinne der legendären Sex Pistols wird in diesem Buch die royale Familie auf den Prüfstand gestellt und gnadenlos ehrlich demontiert. Wer von den Windsors frei nach Martin Rütter die allgemein von der Presse lancierte Meinung hat: „Die tun ja nix, die wollen nur repräsentieren“, wird in diesem Buch überrascht, erschüttert und eines besseren belehrt. Bis ins letzte Glied ist diese Familie degeneriert, raffgierig, naziverherrlichend, menschenverachtend und korrupt bis zu ihren neuesten Sprösslingen (man glaubt es kaum) William und Harry. Auch der Thronfolger der Zukunft und sein Bruder wurden von Kindheit an, wie es bei Windsors üblich ist, dazu angehalten, sich als etwas Besseres zu fühlen und massenweise Tiere in Vorbereitung auf die Tötung von Menschen hinzumetzeln. Die auch bei uns hinlänglich bekannte Tampon Affäre vom peinlichen, dummen Charlsy ist nur die harmlose sexuell anrüchige, witzige Spitze eines Eisberges voller menschenverachtender Einstellungen gegenüber normalsterblichen Untertanen, Negern, Pakis, Lappenköpfe=Araber (ich will gar nicht weiter ausholen so rassistisch sind die Aussagen von allen). Ein paar Beispiele gefällig? Gerne: Obwohl die Todesstrafe in Großbritannien abgeschafft wurde, hat Queen Elizabeth 1999 an vier Tagen neun Exekutionsurteile eigenhändig unterzeichnet – Wo? In den Kronkolonien Trinidad und Tobago – dort kann man sich ja auch noch heutzutage an den dort lebenden Untermenschen und Untertanen leidlich austoben. Die Familie ist an Firmen beteiligt, die ganz dick im Waffen- und Urangeschäft operieren. Während der zahlreichen Staatsbesuche wird diesem Business von allen Mitgliedern der Windsors auch fleißig nachgegangen. Am Höhepunkt der Maul- und Klauenseuche hat Prinz „Nachhaltig“ Charles die maximale Pacht aus seinen Landeignern herausgepresst, obwohl er diese komplett ruiniert hat, die Seuche hat ihn nicht gekümmert, das Pfund muss rollen. Die Tötungsfantasien von Prinz Harry und sogar William an Untermenschen in Afghanistan sind legendär und in den Londoner Clubs, die sie beide frequentier(t)en, hinlänglich bekannt. Als reichste Familie der Welt und weltweit größte Grundbesitzer kriegen sie ihren Hals noch immer nicht voll, verweigern die Offenlegung des Vermögens, Steuerzahlungen und lassen sich dann auch noch permanent irgendwelche Sonderleistungen unter dem Deckmantel “Beihilfe für den Souverän” vom britischen Bürger erstatten. Dies sind nur ein paar ausgewählte Beispiele aus der Gegenwart, das grandiose Werk von Heathcote Williams kratzt den Schorf weg und bohrt noch tiefer und sehr treffend in royalen britischen Wunden. „Das Konzentrationslager war eine britische Erfindung unter Königin Viktoria im Burenkrieg….. Die Offiziere ihrer Majestät wollten sehen, mit wie wenigen Kalorien indische Arbeiter bei gleichzeitiger Schwerstarbeit auskämen. Ihre Lagerrationen waren geringer als die in Buchenwald. Etwas, das Apologeten des Imperiums vergessen“ „Nie wundert mich die Schlechtigkeit dieser Menschen“, schrieb Jonathan Swift, „aber oft erstaunt es mich, dass sie sich nicht schämen. Doch Dank des hannoveranischen Hochmuts verirrt sich das Wörtchen „sorry“ auf seinem Weg noch bevor es über die Lippen kommt.“ Wie aus diesen zwei Absätzen ersichtlich, ist dieses Buch relativ einzigartig. Es ist einerseits inhaltlich ganz bodenständig als Sachbuch konzipiert mit jeder nachvollziehbaren Quellenangabe in den Fußnoten dokumentiert, aber andererseits vom Schreibstil quasi als Poetry Slam angelegt. Der Verlag präsentiert dem Leser zudem sowohl die deutsche Übersetzung als auch das englische Original völlig gleichwertig nebeneinander, was eine großartige Idee ist. Dennoch möchte ich zwei kleine Kritikpunkte anmerken: Da dieses Werk als Poetry Slam konzipiert ist, finde ich die Buchform nicht als die am besten geeignete Präsentationsmöglichkeit – ein Hörbuch mit guter Stimme rhythmisch vorgetragen, wäre noch besser gewesen. Für ein Buch, obwohl in zwei Sprachen ausgeführt, ist es außerdem viel zu kurz! Ich will noch mehr fiese Details wissen! :D Fazit: Ein herrliches subversives Lesevergnügen bösartig, sachlich fundiert und wundervoll poetisch präsentiert, sowohl für anglophile Leseratten als auch für alle anderen. 4,5 Sterne aufgerundet :-)

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    • 6
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