Heather Fawcett

 4,3 Sterne bei 418 Bewertungen

Lebenslauf

Heather Fawcett hat bereits zahlreiche Kinder- und Jugendbücher geschrieben. Mit der »Emily Wilde Serie« stand sie mehrfach auf der New-York-Times- und der Sunday-Times-Bestsellerliste. Sie hat einen Master in englischer Literatur und arbeitete als Archäologin, Fotografin, technische Redakteurin und Backstage-Assistentin für ein Shakespeare-Theaterfestival. Sie lebt auf Vancouver Island, Kanada.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Heather Fawcett

Cover des Buches Emily Wildes Enzyklopädie der Feen (ISBN: 9783596708444)

Emily Wildes Enzyklopädie der Feen

(195)
Erschienen am 24.05.2023
Cover des Buches Emily Wildes Atlas der Anderswelten (ISBN: 9783596710041)

Emily Wildes Atlas der Anderswelten

(81)
Erschienen am 26.06.2024
Cover des Buches Ember Drachentochter (ISBN: 9783751300780)

Ember Drachentochter

(21)
Erschienen am 13.07.2022
Cover des Buches Fuchs und Feuer (ISBN: 9783791500720)

Fuchs und Feuer

(22)
Erschienen am 19.03.2018
Cover des Buches Die Schule am wilden Drachenwald (ISBN: 9783751300469)

Die Schule am wilden Drachenwald

(6)
Erschienen am 12.08.2022
Cover des Buches Noa und die Sprache der Geister (ISBN: 9783751300063)

Noa und die Sprache der Geister

(2)
Erschienen am 10.07.2021

Neue Rezensionen zu Heather Fawcett

Cover des Buches Emily Wildes Enzyklopädie der Feen (ISBN: 9783596708444)
Ravendaras avatar

Rezension zu "Emily Wildes Enzyklopädie der Feen" von Heather Fawcett

Ravendara
Gefährliche Folklore statt Feenstaub und eine Heldin, die lieber forscht als fühlt

🧠 Meine Gedanken und Gefühle

Ich gebe es zu: Am Anfang hatte ich meine Schwierigkeiten mit Emily Wilde. Sie ist eigensinnig, distanziert, teilweise egozentrisch – und wirkt nicht unbedingt wie eine Person, mit der man freiwillig einen Abend verbringen möchte. Gleichzeitig hatte ich aber schnell das Gefühl, dass diese Art weniger Arroganz als vielmehr Selbstschutz oder schlicht neurodiverser Charakter ist. Emily funktioniert über Struktur, Forschung und Kontrolle – Gefühle sind da eher störendes Beiwerk.

Naja und da gerade Winter ist, passte das Buch hervorragend in die Stimmung. Also bin ich drangeblieben und wurde belohnt.


Richtig spannend wurde das Buch für mich mit Wendells Auftritt. Ab diesem Moment verschiebt sich Emilys gesamte Gedankenwelt. Nicht nur, weil Wendell ein wandelndes Rätsel ist, sondern weil er sie permanent aus ihrer Komfortzone schubst – sozial, emotional und moralisch. Seine Anwesenheit verändert auch Emilys Beziehung zu den Dorfbewohnern, und genau hier beginnt die Geschichte für mich zu wachsen.


Zum Ende hin war ich dann komplett versöhnt. Emily entwickelt sich nicht plötzlich zur Menschenfreundin, aber sie reflektiert, zweifelt, korrigiert sich. Besonders mochte ich, dass sie irgendwann erkennt, dass Wissen allein nicht reicht – ein Gedanke, der ihren wissenschaftlichen Anspruch nicht schmälert, sondern vertieft.




👩‍🔬🕴️ Die Hauptcharaktere
Emily Wilde ist eine ungewöhnliche Protagonistin: introvertiert, hochintelligent, sozial unbeholfen und völlig uninteressiert daran, anderen zu gefallen. Sie schmilzt nicht beim Anblick gut aussehender Elfenadliger dahin (was angesichts der permanenten Elfenschwemme wirklich bemerkenswert ist).

Gleichzeitig war sie mir manchmal zu tollpatschig im sozialen Umgang. Dass sie trotz klarer Hinweise der Dorfbewohner regelmäßig ignoriert, wie wichtig Traditionen und Höflichkeit sind, widerspricht ein wenig ihrer analytischen, beobachtenden Art. Hier hatte ich öfter das Gefühl: Du müsstest es eigentlich besser wissen.
Wendell Bambleby ist ihr perfektes Gegenstück. Charmant, eitel, sozial brillant – und mit einer Art, bei der man sich sofort vorstellen kann, wie er prüfend in den Spiegel schaut, ob sein Haar auch wirklich sitzt. Seine zwischenmenschliche Kompetenz gleicht Emilys Defizite wunderbar aus. Ihre Wortgefechte, Sticheleien und gegenseitigen Irritationen sind eines der größten Highlights des Buches.


Die Romance bleibt dabei angenehm im Hintergrund ♥️. Keine großen Gefühlsausbrüche, kein Drama – eher ein langsames, fast widerwilliges Annähern. Und genau das passt perfekt zu beiden Figuren.




🧚‍♂️❄️ Worldbuilding & Feen


Das Worldbuilding ist für mich einer der stärksten Aspekte des Buches. Das verschneite Dorf Hrafnsvík wirkt lebendig, kalt, misstrauisch – ein Ort, an dem man sich nicht leichtfertig über Traditionen hinwegsetzen sollte. Die Landschaft, das Klima und die soziale Struktur greifen wunderbar ineinander.

Besonders gelungen fand ich den Umgang mit den Feen. Hier gibt es keine niedlichen Pastellwesen mit Glitzerflügeln. Die Feen entstammen klar der europäischen Folklore: launisch, herrschsüchtig, grausam und gefährlich. Menschen werden entführt, Kinder ausgetauscht, Leben aus purer Laune zerstört – und Emily beschreibt all das in einem nüchternen, wissenschaftlichen Ton.

Gerade dieser Kontrast macht die Feen noch unheimlicher. Sie werden nicht verklärt, sondern wirken real, fremd und unberechenbar.

Ein Highlight war für mich die vielen unterschiedlichen Feenarten, deren Geschichten Emily akribisch sammelt. Die Fußnoten und Einschübe haben dem Ganzen eine fast akademische Glaubwürdigkeit verliehen und das Worldbuilding enorm vertieft.




 Stärken
✨ Das wissenschaftliche Tagebuchformat mit Fußnoten ist originell und charmant

✨ Atmosphärisch dichtes Winter-Setting ❄️

✨ Feen als gefährliche, fremde Wesen – nah an alten Volkssagen

✨ Großartige Dynamik zwischen Emily und Wendell

✨ Leiser Humor, der oft erst im Nachhinein richtig zündet




Schwächen
⚠️ Emilys soziale Blindheit wirkt stellenweise überzeichnet

⚠️ Einige entscheidende Momente werden ausgespart oder nur angerissen (besonders zwischen den Protas)

⚠️ Emily muss auffällig oft gerettet werden, obwohl sie kompetent und mutig ist

⚠️ Das Erzähltempo ist ruhig bis sehr ruhig – nichts für Action-Fans




🌨️📚 Fazit & Empfehlung


„Emily Wildes Enzyklopädie der Feen“ ist eine kluge, atmosphärische Mischung aus Cosy Fantasy, Folklore und leiser Romantik. Nicht immer gemütlich, manchmal sogar unheimlich – aber stets faszinierend.

Ein perfektes Buch für den Winter, für Leser:innen, die Charakterentwicklung, Wortwitz und gefährliche Magie mögen. Wer Geduld mitbringt, wird reich belohnt.



Cover des Buches Agnes Auberts zauberhafte Katzenzuflucht (ISBN: 9783596712243)
C

Rezension zu "Agnes Auberts zauberhafte Katzenzuflucht" von Heather Fawcett

Cinnamon-Pine
Eine gemütliche, katzenreiche Fantasy voller Charme und Wohlfühlfaktor

Agnes, eine 35-jährige Witwe mit einem Talent für Ordnung und Checklisten, versucht, ihre Katzenzuflucht über Wasser zu halten – selbst wenn das bedeutet, eine dubiose Unterkunft zu mieten, die möglicherweise (oder auch nicht) als Tarnung für den bösen „Hexenkönig“ dient, der vor drei Jahren die Apokalypse ausgelöst hat. Auftritt Havelock Renard, der unorganisierte, nach Magie duftende Magier, der im Keller vor sich hin tüftelt. Natürlich treibt er sie in den Wahnsinn. Und natürlich kann sie trotzdem nicht aufhören, ihn wahrzunehmen.




Die Geschichte trifft alle Cozy-Noten: Katzen überall, sanfte Magie und rivalisierende Magier, die gerade genug Kreise ziehen, um ein wenig Spannung zu erzeugen. Agnes’ und Havelocks Bündnis (und ihre Slow-Burn-Zuneigung) entwickelt sich auf zurückhaltende Weise – mehr ein wachsendes gegenseitiges Wohlwollen als herzzerreißende Sehnsucht. Persönlich hätte ich mir etwas mehr aus Havelocks Perspektive gewünscht; seine Stimme und seine Gefühle bleiben zu sehr im Hintergrund.




Trotzdem war es eine warme, unterhaltsame Lektüre. Das Magiesystem war interessant, die Atmosphäre sanft und schrullig, und die Liebesgeschichte – wenn auch subtil – fühlte sich verdient an.



Cover des Buches Emily Wildes Atlas der Anderswelten (ISBN: 9783596710041)
MsChilis avatar

Rezension zu "Emily Wildes Atlas der Anderswelten" von Heather Fawcett

MsChili
Super Fortsetzung

Nachdem mir der erste Band rund um Emily Wilde und die Feenwelt schon sehr gefallen hat, war ich doch sehr an der Fortsetzung interessiert. 

Man wird direkt ins Geschehen katapultiert. Emily hat durch ihr Veröffentlichung großes Ansehen gewonnen und sitzt schon an ihrem nächsten Projekt: ein Atlas der Feenwelt. Das kann sie perfekt mit der Suche nach Wendells Tür verknüpfen. Doch ganz so einfach, wie sie es sich vorgestellt hat, läuft es nicht. Wendell hat die Schergen seiner Stiefmutter auf den Fersen, die ihn ja vom Thron vertrieben und damit seinen Platz eingenommen hat. 

Der Großteil der Geschichte spielt im kleinen österreichischen Dorf St. Lisl, einzelne Sequenzen auch in der Feenwelt.

Der Stil in Tagebuchform von Emily mag ich total gerne, auch wenn man sich erst einlesen muss. Sobald man aber angekommen ist, verfliegen die Seiten wie im Flug. Mir hat es gefallen, dass man auch eine Verbindung zu Charakteren aus dem ersten Band herstellt und diese auch in dieser Geschichte Zeit und Platz finden. Gerade Poe ist einer dieser Charaktere, der einfach zuckersüß ist. Muss man einfach mögen, wie auch die Verknüpfung zum ersten Band. Im Nachhinein passiert zwar gar nicht so viel um Verlauf, doch vielen Feinheiten machen die Story so besonders. Das Wissen zur Feenwelt, die Eigenarten und ganz besonders Wendells Reich haben es mir angetan. Ich freue mich auf Band drei, den ich zeitnah lesen muss.


Eine etwas andere Art mit dem Tagebuchstil. Ist vielleicht nicht jedermanns Sache, ich mag es schon sehr gerne.

Gespräche aus der Community

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175 BeiträgeVerlosung beendet
B
Letzter Beitrag von  Bianca_Arends

Danke für diese wunderschöne, kreative Geschichte ! Es war wirklich eine Freude dieses Buch lesen zu dürfen.

https://www.amazon.de/review/create-review/thankyou?asin=3791501658&channel=glance-detail-thankyou

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