Heather Gudenkauf Vermächtnis des Schweigens

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Inhaltsangabe zu „Vermächtnis des Schweigens“ von Heather Gudenkauf

Kindsmord! Keiner kann glauben, dass Allison Glenn dieses schändliche Verbrechen tatsächlich begangen hat. Doch als das Gericht sie zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, scheint die Schuld der Sechzehnjährigen bewiesen. Und die Einzige, die etwas dazu sagen könnte, schweigt. Fünf Jahre später wird Allison aus dem Gefängnis entlassen – in eine Welt, die sich von ihr abgewandt hat. Nur die Buchhändlerin Claire ist bereit, ihr eine zweite Chance zu geben. Gemeinsam kümmern sie und Allison sich um den kleinen Buchladen – und um Joshua, Claires fünfjährigen Adoptivsohn. Doch wie wird Claire reagieren, wenn sie die Wahrheit über Allisons Geheimnis erfährt?

Langweilig und vorhersehbar

— Cambridge

Drama mit Krimicharakter aus der Sicht von vier Protagonisten erzählt

— makama

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  • Sehr konstruierte Geschichte

    Vermächtnis des Schweigens

    Cambridge

    25. July 2016 um 21:39

    4 Frauen sind durch den kleinen Joshua miteinander verbunden. Allison, die wegen Kindsmord 5 Jahre im Gefängnis verbrachte, ihre Schwester Brynn, ihre Schulfreundin Charm und seine Adoptivmutter Claire. Sie alle verbindet etwas miteinander. Als Allison vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wird und von Claire die Chance auf einen Job bekommt, kommen diverse Geheimnisse ans Licht.Leider ist das Buch recht fad erzählt und die Geschichte sehr unglaubwürdig. Das ganze dümpelt so vor sich hin, schon bald kann man sich einiges zusammenreimen, was man nach und nach in Rückblenden erzählt bekommt. Zum Glück war dieses Buch recht kurz. Ich kann die vielen guten Rezensionen auf Amazon nicht so ganz nachvollziehen. Ich fand die Geschichte zu konstruiert und unspannend. Ich werde die Autorin von meiner Leseliste streichen, da das nun schon das zweite Buch von ihr ist, das mich nicht überzeugen konnte 

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  • Allisons Geheimnis

    Vermächtnis des Schweigens

    makama

    09. July 2016 um 14:00

    Allison ist 16 Jahre. Sie sieht gut aus, ist eine gute Schülerin, der Star an der Schule und Liebling der Eltern.Doch  dann ändert sich alles - sie wird beschuldigt ihr neugeborenes Mädchen im Fluss ertränkt zu haben.Alle wenden sich von ihr ab --- sie muss ins Gefängnis und wird nach 5 Jahren wegen guter Führung entlassen .Sie kommt in einem Resozialisierungszentrum unter und hat da auch unter Anfeindungen zu leiden.Doch die Leiterin desHeimssteht hinter ihr und die Buchhändlerin Claire ist bereit ihr eine zweite Chance zu geben.Dazu gehört auch Joshua, der 5 jährige Adoptivsohn der Familie.Allison fühlt sich zu ihm hingezogen.Was geschah wirklich in der Nacht in der das Baby starb....Allison schweigt dazu....Nur langsam kommt Licht in das Dunkel.Die Geschichte wird aus der Perspektive von vier Personen erzählt,einamal von Allison, ihrer etwas jüngeren Schwester Brynn, die so ganz anders ist als Allison und sich minderwertig fühlt.Dann kommen Adoptivmutter Claire und die Schwesternschülerin Charm ins Spiel - auch sie hat eine besondere Beziehung zu Joshua.Das Ende ist tragisch und dramatisch zugleich.Fazit:Haether Gudenkauf hat eine interessante Geschichte um die Hauptprotagonistin Allison geschrieben, die einen von Anfang an in den Bann zieht.Es dauert bis man langsam die Zusammenhänge ahnt und versteht.Die Geschichte ist kein Krimi - eher ein Drama mit Krimicharakter und das es aus der Sicht  vier verschiedenen Personen erzählt wird, macht es nur noch interessanter - von mir gibt es für dieses Buch 4,5 Sterne, die ich auf 5 Sterne aufrunde.

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  • überraschend, spannend und tragisch

    Vermächtnis des Schweigens

    dorothea84

    29. June 2015 um 06:28

    Allison Glenn wird als Kindsmörderin verurteilt. Fünf Jahre später wird sie aus dem Gefängnis entlassen und ihre Welt ist nicht mehr die gleiche. Eine zweite Chance bekommt sie in einem Buchladen, die Buchhändlerin Claire gibt ihr eine Stelle. Als Allison dort anfängt ist sie voller Hoffnung und kümmert sich um den Laden auch gelegentlich um Joshua, den Adoptivsohn von Claire. Der Anfang ist eigentlich recht harmlos, die verschiedenen Figuren werden vorgestellt und man bekommt langsam ein Bild von der Geschichte und der Welt. Doch je weiter man liest um so fesselt wird die Geschichte. Auch das Allison, Claire, Charm und Byrnn jeweils einen Teil der Geschichte erzählten macht alles sehr spannend. Die Geschichte ist wie ein Puzzle, jeder der Figuren hat ein paar Teile davon und jeder gibt immer wieder nur ein Teil Preis und man wartet und setzt die tragische Geschichte Teil für Teil zusammen. Die erschreckende an der Geschichte ist das man bis zum Schluss nur immer wieder kleine Häppchen bekommt und nicht weiß was wirklich passiert ist. Der Schluss ist sehr überraschend, erschreckend und voller Gefühle. 

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  • Rezension zu "Vermächtnis des Schweigens" von Heather Gudenkauf

    Vermächtnis des Schweigens

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    31. January 2013 um 13:57

    Inhalt Die 16 jährige Allison Glenn ist der Star der Schule. Überall beliebt, top Noten, ein Sportfreak und der Liebling der Eltern. Aber der Schein trügt. Sie wird beschuldigt, ihr neugeborenen Kind ertränkt zu haben. Das Gericht verurteilt sie zu 10 Jahren Haft, aus der sie aber wegen guter Führung nach 5 Jahren wieder entlassen wird. Nun hat sich alles verändert. Keiner will mehr etwas mit ihr zu tun haben. Besonders verzweifelt sie daran, das ihre Schwester und ihre Eltern sie nicht sehen und mit ihr reden wollen. Aber Allison gibt nicht auf. Durch ein Resoziallisierungsprogramm findet Allison bei Claire im Buchladen eine Arbeitsstelle und trifft auf dessen 5 jährigen Sohn Joshua. Was hat es mit Joshua auf sich? Und wird sich alles wieder zum Guten wenden? Meinung Meines Erachtens sind solche Dramas nicht immer einfach zu lesen und zu verstehen. Nichts desto trotz war ich gespannt auf dieses Buch und machte mich frohen Herzens daran. Am Anfang kam ich nicht so ganz in die Geschichte hinein, für mich war es nicht einfach, alles auf Anhieb zu verstehen. Mit der Zeit wurde es aber besser und es gefiel mir ganz gut. Der Schreibstil ist ziemlich einfach, die Kapitel recht kurz gehalten und somit brauchte ich nicht lange, das Buch durch zu haben. Frau Gudenkauf hat es schickt angestellt, die Spannung und den Verlauf der Geschichte immer nur in Bröckchen zu offenbaren. Es klärt sich alles aber auf, man wird in eine Welt versetzt, die der Realität souverän entsprechen könnte, so als wäre Allison das Mädchen von Nebenan. Es wird einem aber auch deutlich, das nicht immer alles Friede-Freude-Eierkuchen ist und auch die angeblichen Vorzeigefamilien ihre ganz normalen Probleme zu Hause haben, dies aber nicht in die Öffentlichkeit vordringen lassen. Und solche Familien gibt es heutzutage bestimmt ganz viele. „Vermächtnis des Schweigens“ wird aus Sicht der vier Hauptprotagonisten Allsion, Brynn, Charm und Claire geschrieben. Diese alle werden super real und liebevoll dargestellt und ihre Schicksale sind miteinander verwoben, was am Ende zu einer ziemlichen Katastrophe führt. Ihre Gefühle und Gedanken springen sofort über, man wird mitfühlend und trauert mit ihnen. Mich hat dieses Buch total gefesselt, und das Ende konnte ich nicht voraussehen. Die Geschichte ist von Anfang an sehr gut durchdacht und ich habe wirklich großen Respekt, das man solch ein herzzerreißendes, mitfühlendes Buch schreiben kann. Daumen hoch dafür!! Cover Das Cover und auch der Titel passen perfekt zum Buch. Die Aufmachung wurde wunderbar ausgewählt und die etwas doch düsteren Farben schließen auf ein herzzerreißendes Drama. Fazit „Vermächtnis des Schweigens“ war für mich absolut stimmig und fesselnd. Es regt sehr zum Nachdenken an, und ich kann es nur weiterempfehlen. Allersdings nicht als kleine Lektüre für Zwischendurch, sondern man sollte sich wirklich Zeit dafür nehmen. Es erhält von mir 4 von 5 Sternen.

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  • Rezension zu "Vermächtnis des Schweigens" von Heather Gudenkauf

    Vermächtnis des Schweigens

    Lisbeth76

    03. October 2012 um 14:55

    Ein perfekter Thriller wenn man Lust auf etwas Unkompliziertes hat. Anspruchsvoll sind Buch und Idee eher nicht, aber es läßt sich flüssig lesen und spätestens ab der Hälfte des Buches wird man mitgerissen und kann kaum aufhören zu lesen. Ich habe zwar halbwegs das Ende und somit die Auflösung erahnen können, dennoch hielt die Geschicht noch ein paar Wendungen bereit. Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht der Hauptprotagonisten erzählt. Da ist zum Einen Allison, die mit 16 Jahren wegen Mord an ihrem neugeborenen Kind verurteilt wird, ihre etwas jüngere Schwester Brynn, die bei der Geburt dabei war und bis zu jener verhängnisvollen Nacht ein gutes Verhältnis zu Allsion hatte, Charm, eine Krankenschwesterschülerin, die bei einem der verflossenen Liebhaber ihrer Mutter geblieben ist, da sie Gus wie einen Vater liebt und sich um den an Krebs im Endstadium leidenen Mann aufopferungsvoll kümmert und Claire, Buchladenbesitzerin, glücklich verheiratet und Mutter eines fünfjährigen Adoptivsohnes. Claire ist es, die der 21jährigen Allison nach deren vorzeitiger Entlassung aus dem Gefängnis eine Chance und einen Job in ihrem Laden gibt, wo sich die junge Frau schnell sehr wohl fühlt. Im Laufe der Geschichte nähern sich die Schicksale der einzelnen Protagonisten an und somit steuert alles unaufhaltsam in eine Katastrophe. Doch vieles ist nicht so, wie es noch zu Beginn scheint und so löst sich die Geschichte um Allison und der Kindstötung etwas anders als erwartet auf. Ich habe mitgezittert und hab mich trotz der einen oder anderen Ahnung mitreißen und überraschen lassen. Bücher wie dieses kann man zwischendurch sehr gut lesen und ich bin mir sicher, dass ich von der Autorin Heather Gudenkauf weitere Bücher lesen werde, um mich ein weiteres Mal von ihrem lockeren und gut zu verfolgenden Schreibstil unterhalten zu lassen.

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  • Rezension zu "Vermächtnis des Schweigens" von Heather Gudenkauf

    Vermächtnis des Schweigens

    BeckyHH

    30. September 2012 um 19:40

    Bei den meisten meiner Rezensionen schreibe ich selber einen Text zum Inhalt des Buches. Doch dieses Mal möchte ich darauf verzichten, denn der Klappentext enthält schon sehr viel Informationen und alles weitere würde nur zu viel verraten. In der Geschichte geht es um vier Frauen, die durch den kleinen 5-jährigen Jungen Joshua miteinander verbunden sind. Die Vergangenheit jeder einzelnen ist sehr hart und die vielen Emotionen haben mich überwältigt. Häufig geht es darum mit Hoffnung in die Zukunft zu blicken und die Vergangenheit zu verarbeiten. Doch die Frauen merken, dass dieser Weg steiniger ist, als sie es sich vorgestellt haben. In dem Buch erfährt man ziemlich am Ende auch wer die leibliche Mutter von Joshua ist und diese Szene war für mich mit am schlimmsten von allen. Ich war erschüttert und geschockt und dachte erst ich habe falsch gelesen. Doch nach und nach konnte ich es nachempfinden, weshalb die Entscheidung den Jungen abzugeben, getroffen wurde. Die Autorin hat das Buch nicht in Kapitel aufgeteilt, sondern immer aus der Sicht einer der 4 Hauptprotagonisten geschrieben. Es kommt auch vor, dass sich die Sichtweise mitten in einer Diskussion ändert, doch das ist für mich nicht weiter schlimm gewesen. Durch den Schreibstil und die tolle Wortwahl hat Heather Gudenkauf es geschafft, mich in den Bann des Buches zu ziehen. Wenn man sich dafür entscheidet dieses Buch zu lesen, sollte jede/r sich im klaren sein, dass hier ein schnelles bzw. oberflächliches Lesen unangebracht ist. Dadurch würde man dem Buch und dessen wundervollen Inhalt nicht gerecht werden und es wäre auch nicht möglich, der Erzählung ganz zu folgen und alles nachzuvollziehen was geschieht. Ich habe keine Kritikpunkte, denn ich finde das Buch ist gut so wie es ist und ich würde rein gar nichts daran ändern wollen. Eine Verfilmung wäre da allerdings schon interessant ;-) Copyright © 2012 by Rebecca Humpert

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  • Rezension zu "Vermächtnis des Schweigens" von Heather Gudenkauf

    Vermächtnis des Schweigens

    Natalie77

    30. August 2012 um 18:48

    Inhalt: Allison Glenn wird aus dem Gefängnis entlassen in eine Einrichtung die auf Resozialisierung spezialisiert ist. Sie wurde zu einer Haftstrafe verurteilt weil sie ihre gerade geborene Tochter in den Nahen Fluss geworfen und ertränkt hat. Da war sie gerade 16, die einzige Zeugin ist ihre Schwester Brynn zu der sie seitdem keinen Kontakt mehr hat, sie möchte nicht mit Allison sprechen.... Meine Meinung: Vermächtnis des Schweigens ist ein Drama und dramatisch ist es wirklich. Die Geschichte wird aus den verschiedenen Sichten von Allison, Charm, Claire und Brynn erzählt und nach und nach kommt man dem Geheimnis auf die Spur. Zeitweise wunderte ich mich wo denn das Problem liegt, denn eigentlich schaute alles so aus als ob es ja klar ist und es glich einer Erzählung. Aber dann kamen Details raus und man merkte da steckt doch mehr dahinter. Heather Gudenkauf schaffte es nach und nach all die Geheimnisse zu lüften und das ganze zu einem sinnvollen und schlüssigen Ende zu bringen. Das dann so ganz anders aussah als es am Anfang den Anschein nahm. Die Protagonisten wurden gut und anschaulich beschrieben. Man hatte das Gefühl man wohnt in diesem Ort und kennt diese Leute sehr gut. Allison, die verurteile Babymörderin die ich fast von Beginn an mochte, auch wenn sie dieses grausame Verbrechen beging. Dagegen fand ich Brynn recht unsympathisch und egoistisch. Sicher kann ich verstehen das sie in etwas reingezogen wurde was sie nicht verkraftete, aber Allison ist doch ihre Schwester und sie dann noch nichtmal anzuhören verstand ich nicht. Erstmal unklar war mir die Rolle von Charm, aber mit der Zeit wurde klar was sie in diesem Drama zu tun hatte. Die Rolle von Claire fand ich toll. Die Bibliothekarin die ohne zu zögern Allison als Arbeiterin aufnahm ohne das sie wusste was geschehen ist. Allgemein sei zu sagen das alle Figuren wirklich ausgereift waren. Der Plot von Anfang bis zum Ende stimmig war und ich das Buch wirklich uneingeschränkt empfehlen kann, wenn man Dramen mag

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  • Rezension zu "Vermächtnis des Schweigens" von Heather Gudenkauf

    Vermächtnis des Schweigens

    Sky

    22. August 2012 um 19:51

    Das ertrunkene Baby eines Monsters Sie war eine perfekte Tochter: Sechzehn Jahre alt, Bestnoten in der Schule, sozial engagiert, in Sportvereinen die Trophäensammlerin. Ihre glorreiche Zukunft war gewiss, bis ein Moment ihr ganzes Leben verändert. Denn das perfekte Mädchen beging einen einzigen Fehler in ihren Leben: Sie ließ sich mit einen Jungen ein und wurde schwanger. Und dieses Baby ertrank im Fluss, starb und brachte Allison die Inhaftierung, die Missgunst ihrer Eltern und ihrer Schwester. Ihre Schwester Brynn hatte alles mit angesehen, war Zeuge vom Kindsmord, wurde zur Außenseiterin seit diesem Vorfall und kämpft mit sich selbst und der Gesellschaft, die sie verabscheut. Fünf Jahre später sieht die Welt anders aus: Allison wird frühzeitig entlassen, landet in einem Heim für Frauen, die wieder zurück ins Leben finden zu versuchen und bekommt eine Anstellung in einem Buchladen. Claire mit ihren fünf Jahre alten Adoptivsohn Joshua nimmt sie freudestrahlend auf und zum ersten Mal ist sie nicht mehr das Monster, nicht mehr die Kindsmörderin, auch wenn ihre Vergangenheit sie einzuholen droht. Einer ihrer Kunden ist Charm, ein Mädchen ins Allisons Alter, die ihre Ausbildung zur Krankenschwester macht. Ihr Vater leidet an Krebs und liegt in Sterben. All diese Menschen verbindet die Wahrheit… die Wahrheit über die Nacht, als Allison ihr Baby zur Welt brachte und es im Fluss ertrank. Wenn ein Roman, eine solche Last beim Lesen hervorruft, dass einem das Herz schwer wird, weiß man, man hat es mit schwierigen Themen zu tun, mit bedrückenden Gefühlen und gleichzeitig mit einer Geschichte, die das Tiefste in einem berührt. „Vermächtnis des Schweigens“ gelingt dies ohne Probleme und hinterlässt einen tiefsitzenden Eindruck gesellschaftlicher wie emotionaler Natur, der einen auch nach dem Ende noch bewegt. Denn die Handlung ist so real, als könnte sie überall passieren. Dabei steht nicht wie üblich, die Spannung im Vordergrund, sondern vielmehr das große Ganze, was sich aus Fragmenten langsam aus den Seiten erhebt. Seite um Seite wird mehr über die Nacht geschildert und die einzelnen Versatzstücke aus Gegenwart und Vergangenheit werden zu einem Kunstwerk, welches einem auf allen Ebenen trifft und wie ein Stein auf den Herzen liegt. Die Autorin nimmt sich die Zeit ihre Charaktere zu entwickeln, sie einzeln vorzustellen und einzuführen und nutzt dabei wechselnde Perspektiven, die in unterschiedlichen Erzählstilen geschrieben sind. Allison und Brynn sind personale Ich-Erzähler, die oft den Leser fast ansprechen, als wäre man mit ihnen in einen Gespräch. Monologe reihen sich an Gedanken und bringen die Beziehung der beiden deutlich hervor, wie sie einst war und wie sie nach der Nacht sich verändert hat. Die Perspektiven Charm und Claire sind in dritter Person und bringen eine gewisse Distanz zu den beiden hervor, obwohl die beiden Charaktere den Leser genauso intensiv berühren. Dabei schafft es die Autorin speziell auch die Zeitsprünge so einzubinden, dass sich Gegenwartsmomente mit denen aus Vergangenheit verschmelzen und passt den Schreibstil auch dem Alter ihrer Charaktere an. Zu dem Zeitpunkt, wo sie noch Kinder oder Jugendliche sind, agieren sie auch als solche und auch der Sohn Joshua strahlt authentische Kleinkindhaftigikeit aus, die es oft bei anderen Romanen fehlt. Durch den emotionalen Schreibstil entstehen so realistische Figuren wie aus dem Leben gegriffen, die aber die Handlung für den Leser umso schwerer machen. Nicht nur durch die Vielfältigkeit, sondern auch, durch die Konstellation zueinander. Im Vordergrund steht nämlich nicht der Kindsmord, sondern vielmehr das Problem der Vernachlässigung. Die perfekte Tochter wird nur gelobt und geliebt für ihre erbrachten Leistungen, nicht aber für ihre eigene Person. Die Schwester muss im Schatten stehen, weil sie nicht so erfolgreich ist und bekommt keine Anerkennung. Eine andere Tocher bekommt keine Beachtung, weil der Mutter ihre Männerbekanntschaften mehr bedeuten. Durch eine solche Vernachlässigung, einem Fehlen von familärer oder auch allgemeiner Geborgenheit, entstehen Beziehungsproblem und ein fehlendes Gefühl von Zugehörigkeit. Speziell die Sehnsucht nach Liebe und Zuwendung, ist ein ewiges Thema für vernachlässigte Kinder oder auch später Erwachsene, die nur schwerlich diese Gefühle wieder erlernen. Im Gegensatz dazu hat man die liebevollen Eltern, die Kinder wollen, aber nicht kriegen konnten und sich die größte Mühe bei ihrem Adoptivsohn geben. Es ist dieses verschobene Bild, was man immer wieder antrifft. Eltern, die keine sein wollen und ihre Kinder vernachlässigen und Paare, die so gerne Elternschaft erleben wollen, aber es nicht können. Ein Gesellschaftsphänomen, dessen Opfer oft die Kinder sind. Diese Problematik steht im Zentrum und macht die Handlung umso authentischer, weil sie greifbar, fühlbar und lebendig ist. Genau so wie sie geschrieben ist, könnte sie überall in der Welt sein. Schlussendlich findet die Vernachlässigung auch einen Höhepunkt, der einen den Mund offen stehen lässt, mit gewaltiger Kraft kommt und den Leser fassungslos stehen lässt. Man rechnet mit allen möglichen Szenarien, wenn alle Wahrheiten enthüllt werden und findet sich doch in einem Schluss, der einen Kampf mit den Tränen auslöst. Fazit Heather Gudenkauf hat mit „Vermächtnis des Schweigens“ einen Roman vorgelegt, der einen langsam stetig steigenden Sog entwickelt und durch seinen Realismus einen endgültig in die bitterkalte Wirklichkeit hineinwirft. Glaubwürdig, herzergreifend, schmerzlich real und furchterregend greifbar. Absolut lesenswert.

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