Heather Young

 3 Sterne bei 8 Bewertungen

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Das verlorene Mädchen

Das verlorene Mädchen

 (8)
Erschienen am 21.08.2017

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Silkchen2909s avatar

Rezension zu "Das verlorene Mädchen" von Heather Young

Leider fehlte mir jegliche Spannung...
Silkchen2909vor 10 Monaten

Hin und wieder gibt es Bücher, da gefällt einem das Cover und der Klappentext und dann fragt man sich beim Lesen des Buchs, was beides mit der eigentlich erzählten Geschichte zu tun hat.

So leider geschehen bei „Das verlorene Mädchen“. Ich habe mich nach dem Klappentext auf einen spannenden Roman gefreut. Vorgefunden habe ich zwei im Prinzip unabhängige Geschichten, die über Tagebucheinträge aus der Vergangenheit miteinander verwoben sind. Leider kam für mich keinerlei Spannung auf und die Auflösung war dann letztendlich auch eher holterdipolter, als wolle man es nun loswerden. Vielleicht einfach nicht das, was ich erwartet habe, aber vielleicht lag der Fokus der Autorin nicht auf dem Thema Spannung.

480 Seiten waren für die eigentliche Handlung wirklich sehr großzügig bemessen. Gefallen hat mir der psychologische Ansatz und die Moral, dass das Gras auf der anderen Seite des Zauns doch vielleicht nicht grüner ist.

Den Erzählstil der Autorin fand ich teilweise sperrig, dann aber auch wieder flüssig zu lesen, mir fehlte die Einheitlichkeit. Für mich war das Buch leider eine Enttäuschung. Schade.

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CoffeeToGos avatar

Rezension zu "Das verlorene Mädchen" von Heather Young

tolles Familiendrama über mehrere Generationen
CoffeeToGovor einem Jahr

Inhalt
Als Justine das Haus ihrer Tante Lucy erbt, flieht sie Hals über Kopf vor ihrem Freund und dem bisherigen Leben, um mit ihren beiden Töchtern neu anzufangen. Doch dort angekommen überschlagen sich die Ereignisse und plötzlich ist sie sich nicht mehr sicher, ob es eine gute Idee war ausgerechnet zu den Wurzeln ihrer Vergangenheit zurückzukehren.

Eigene Meinung
Das Buch ist aufgeteilt in die Gegenwart, erzählt von Justine und die Vergangenheit, aufgeschrieben von Lucy. Diese hat ihr das letzte Buch, an dem sie schrieb und dessen Inhalt wir zu lesen bekommen, vermacht.
Wie man schon ahnen kann, steckt hinter der traurigen Familiengeschichte (Lucys Schwester ist im Alter von sechs Jahren spurlos verschwunden) ein schreckliches Drama.
Manchmal hatte ich eine leise Ahnung, was denn damals vorgefallen sein könnte, doch mit diesem Ende habe ich nicht gerechnet. Lucy erzählt so normal und nüchtern von früher, dass der Hammer am Schluss um so schlimmer ist.

Justines Leben steht Lucys in keinster Weise nach. So muss sie sich zum Beispiel mit den Problemen einer alleinerziehenden Mutter herumschlagen. Ihre große Tochter hat Schwierigkeiten in der Schule und gibt ihr sowieso für alles die Schuld. Und dann wäre da noch ihr Exfreund Patrick, der sie nicht in Ruhe lässt.
Warum sie sich von ihm getrennt hat wird auch erst nach und nach klar und am Ende wurde ich ebenfalls wieder überrascht.

Die Figuren haben mir allesamt richtig gut gefallen, wobei ich ihre Handlungen in der Vergangenheit oftmals nicht richtig nachvollziehen konnte. Und ich hätte mir gewünscht, dass Justine öfter mal selbstsicherer aufgetreten wäre.

Fazit
Das Buch hat mir ein paar echt schöne und spannende Lesestunden bereitet. Wer ein gutes Familiendrama über mehrere Generationen sucht, ist hier genau richtig.

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nessisbookchoices avatar

Rezension zu "Das verlorene Mädchen" von Heather Young

Pure Langeweile auf 480 Seiten mit einem ebenso drögen Ende
nessisbookchoicevor einem Jahr

Titel: „Das verlorene Mädchen“
Autorin: Heather Young
Erscheinungsdatum: 21. August 2017
Seitenanzahl: 480 Seiten
Genre: Roman
Preis: Taschenbuch 9,99€
Verlag: Goldmann Verlag
ISBN: 978-3-442-48580-2
Klappentext:
Minnesota 1935: Die Familie Evans verbringt ihren Sommerurlaub mit ihren drei kleinen Töchtern Emily, Lucy und Lilith in einem Haus am See. Was paradiesisch beginnt, endet in einer Katastrophe: Die sechsjährige Emily verschwindet eines Tages spurlos. 64 Jahre später: Ihr ganzes Leben hat Lucy das Geheimnis um Emily mit sich herumgetragen. Doch als sie stirbt, hinterlässt sie ihrer Großnichte Justine ein Notizbuch mit Hinweisen, was damals geschah. Justines älteste Tochter Melanie ist von der Geschichte geradezu besessen. Um jeden Preis will sie die ganze Wahrheit erfahren. Aber manchmal ist es besser, die Toten ruhen zu lassen …

 

Zu Beginn möchte ich mal wieder ein großes Dankeschön an den Goldmann Verlag und die Verlagsgruppe Randomhouse richten, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

 

Cover und Klappentext

Das Cover ist relativ schlicht und hat mich ziemlich schnell angesprochen.
Darauf zu sehen ist ein kleines Mädchen umring von Bäumen, die etwas ausgeblichen sind, sodass das Mädchen im Vordergrund und Mittelpunkt steht.

Der Klappentext lässt darauf schließen, dass das abgebildete Mädchen Emily ist, die vor 64 Jahren verschwand.
Ich hoffte auf eine geheimnisvolle und intrigenhafte Familietragödie, auf die der Inhalt schließen ließ.

Leider wurde ich extrem enttäuscht. Aber dazu später mehr.

 

Figuren

Das Buch beginnt, nach einem Zitat von Sophokles, mit der Perspektive von Lucy, der Großtante, die nun verstorben ist.

Über Lucy erfahren wird hauptsächlich Dinge, die in ihrer Vergangenheit als Kind spielen und dort wichtig sind.
Über ihre gegenwärtige Situation bzw. jene vor ihrem Tod wird lediglich ausgesagt, dass sie ein Haus am See besitzt, in dem sie mit ihrer Schwester Lilith gewohnt hat, welches nun ihre Großnichte Justine mit ihren Töchtern Melanie und Angela bewohnt, da sie es geerbt hat.

Über Justine erfahren wir noch einiges mehr. Auf mich wirkte sie zunächst wie eine durchschnittliche, alleinerziehende Mutter, die ihre Probleme hat.
Zunehmend wurde aber klar, dass sie ziemlich mittellos ist und ihre Töchter nicht unbedingt das innigste Verhältnis zu ihr haben, was sich mit der Zeit aber etwas ändert.

Melanie ist der typische zickige und unzufriedene Teenager und Angela die klischeehafte kleine Schwester, für die die Welt noch in Ordnung zu sein scheint.

Keine der Figuren konnte mich großartig überzeugen, mitreißen oder mich mit ausgefuchsten und tiefsinnigen Charakterzügen umhauen.

 

Schreibstil und Inhalt

Wie bereits erwähnt startet das Buch mit einem Zitat. Allerdings ist mir bisher unklar, was genau es zu bedeuten hat.
Da ich Lyrik aber generell nicht viel abverlangen kann, kann es auch an meinem fehlenden Interpretationsvermögen bezüglich dieses Genres liegen.

Das Buch ist in 2 Perspektiven aufgeteilt – die von Lucy und die von Justine.
Lucys Perspektive beschreibt die Vergangenheit, die sie selbst als Geschichte oder Brief an Justine verfasst hat.
Langsam beschreibt sie ihre Kindheit, ihre Sorgen und Ängste und das Leben mit Lilith, Emily und ihren Eltern.
Leider sagte mir der Schreibstil hier nicht ganz zu, weshalb sich diese Abschnitte wirklich schwermütig lesen ließen.

Justines Perspektive spielt in der Gegenwart und, wie bereits erwähnt, erfahren wir einiges über ihr Leben und ihre Absichten.
Diese Abschnitte ließen sich flüssiger lesen, aber trotzdem gab es immer noch ein Problem:

Alle Kapitel, egal aus welcher Perspektive, strotzen einfach vor purer Langeweile.

Nach 250 fängt langsam erstmal das ‚Ermitteln‘ der Tochter Melanie an, wenn man es denn so nennen kann. Denn eigentlich liest sie nur die Bücher, die Lucy damals über Emily geschrieben hat.

Nach knapp 400 Seiten ist die kleine Schwester von Lucy, Emily, immer noch nicht verschwunden und man fragt sich, wozu die restlichen Seiten, die man bis hierhin gelesen hat, überhaupt gut waren.
Für mich haben sie viel zu ausführlich erzählt, wie es zu dem Verschwinden kam.

Natürlich bauen die einzelnen Handlungen aufeinander auf, aber vor allem die Gegenwart aus Justines Perspektive hätte locker um 3/4 gekürzt werden können.

Ich persönlich hätte es auch lieber gesehen, wenn schneller mit dem Verschwinden von Emily aufgewartet worden wäre, um die Umstände aus der heutigen Zeit von Melanie aufklären zu lassen.

Leider ist dies absolut nicht der Fall.
Die Auflösung wird von Lucy innerhalb ihrer Bücher/Briefe geboten, ist aber auch eher unüberraschend und bietet keinerlei Schock-Momente.

Mir war klar, dass ich keinen hochkarätigen Thriller und dementsprechend Thrill erwarten kann, dennoch habe ich in der Vergangenheit schon mit „Roman“ betitelte Bücher gelesen, die Spannung, rasante Wendungen und unvorhersehbare Wendungen boten, weshalb ich sehr gespannt auf dieses Buch war, denn auch Familientragödien sagen mir öfter zu.

Ich würde aber absolut enttäuscht.
Für „Das verlorene Mädchen“ habe ich 2 Wochen gebraucht und wollte auch eigentlich gar nicht weiter lesen, habe mich aber durchgequält.
Auch, weil ich immer hoffe, dass bis zum Schluss noch irgendetwas spannendes passiert. Das gab es in diesem Buch allerdings nicht.

Wenn man auf extrem seichte und amateurhafte familiäre Tragödien steht, die mit keinerlei Spannung und einem zähflüssigen Schreibstil aufwarten, hat man mit diesem Buch einen guten Deal gelandet.

 

Fazit

Wie ihr bestimmt gemerkt hat, konnte mich das Buch in keinster Weise überzeugen.

Von mir gibt es weder Punkte für den Schreibstil, eine originelle Handlung mit einem fulminanten Ende oder tiefgründige Figuren, die einem and Herz wachsen und die man unbedingt weiter begleiten will.

Aus gutem Willen und für den eigentlich spannenden Klappentext, der mehr verspricht als das Buch halten kann, gibt es von mir 1,5/5 Sternchen.

Das war leider nichts. 

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