Heather Young Das verlorene Mädchen

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Inhaltsangabe zu „Das verlorene Mädchen“ von Heather Young

Minnesota 1935: Die Familie Evans verbringt ihren Sommerurlaub mit ihren drei kleinen Töchtern Emily, Lucy und Lilith in einem Haus am See. Was paradiesisch beginnt, endet in einer Katastrophe: Die sechsjährige Emily verschwindet eines Tages spurlos. 64 Jahre später: Ihr ganzes Leben hat Lucy das Geheimnis um Emily mit sich herumgetragen. Doch als sie stirbt, hinterlässt sie ihrer Großnichte Justine ein Notizbuch mit Hinweisen, was damals geschah. Justines älteste Tochter Melanie ist von der Geschichte geradezu besessen. Um jeden Preis will sie die ganze Wahrheit erfahren. Aber manchmal ist es besser, die Toten ruhen zu lassen ...

Fehlgeschlagene Familientragödie mit null Spannung. Vorhersehbar und einfach langweilig!

— nessisbookchoice

Irreführender Klappentext, aber schöne Familiengeschichte!

— Buchperlenblog

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  • Pure Langeweile auf 480 Seiten mit einem ebenso drögen Ende

    Das verlorene Mädchen

    nessisbookchoice

    01. October 2017 um 23:59

    Titel: „Das verlorene Mädchen“Autorin: Heather YoungErscheinungsdatum: 21. August 2017Seitenanzahl: 480 SeitenGenre: RomanPreis: Taschenbuch 9,99€Verlag: Goldmann VerlagISBN: 978-3-442-48580-2Klappentext:Minnesota 1935: Die Familie Evans verbringt ihren Sommerurlaub mit ihren drei kleinen Töchtern Emily, Lucy und Lilith in einem Haus am See. Was paradiesisch beginnt, endet in einer Katastrophe: Die sechsjährige Emily verschwindet eines Tages spurlos. 64 Jahre später: Ihr ganzes Leben hat Lucy das Geheimnis um Emily mit sich herumgetragen. Doch als sie stirbt, hinterlässt sie ihrer Großnichte Justine ein Notizbuch mit Hinweisen, was damals geschah. Justines älteste Tochter Melanie ist von der Geschichte geradezu besessen. Um jeden Preis will sie die ganze Wahrheit erfahren. Aber manchmal ist es besser, die Toten ruhen zu lassen …   Zu Beginn möchte ich mal wieder ein großes Dankeschön an den Goldmann Verlag und die Verlagsgruppe Randomhouse richten, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.   Cover und Klappentext Das Cover ist relativ schlicht und hat mich ziemlich schnell angesprochen.Darauf zu sehen ist ein kleines Mädchen umring von Bäumen, die etwas ausgeblichen sind, sodass das Mädchen im Vordergrund und Mittelpunkt steht. Der Klappentext lässt darauf schließen, dass das abgebildete Mädchen Emily ist, die vor 64 Jahren verschwand.Ich hoffte auf eine geheimnisvolle und intrigenhafte Familietragödie, auf die der Inhalt schließen ließ. Leider wurde ich extrem enttäuscht. Aber dazu später mehr.   Figuren Das Buch beginnt, nach einem Zitat von Sophokles, mit der Perspektive von Lucy, der Großtante, die nun verstorben ist. Über Lucy erfahren wird hauptsächlich Dinge, die in ihrer Vergangenheit als Kind spielen und dort wichtig sind.Über ihre gegenwärtige Situation bzw. jene vor ihrem Tod wird lediglich ausgesagt, dass sie ein Haus am See besitzt, in dem sie mit ihrer Schwester Lilith gewohnt hat, welches nun ihre Großnichte Justine mit ihren Töchtern Melanie und Angela bewohnt, da sie es geerbt hat. Über Justine erfahren wir noch einiges mehr. Auf mich wirkte sie zunächst wie eine durchschnittliche, alleinerziehende Mutter, die ihre Probleme hat.Zunehmend wurde aber klar, dass sie ziemlich mittellos ist und ihre Töchter nicht unbedingt das innigste Verhältnis zu ihr haben, was sich mit der Zeit aber etwas ändert. Melanie ist der typische zickige und unzufriedene Teenager und Angela die klischeehafte kleine Schwester, für die die Welt noch in Ordnung zu sein scheint. Keine der Figuren konnte mich großartig überzeugen, mitreißen oder mich mit ausgefuchsten und tiefsinnigen Charakterzügen umhauen.   Schreibstil und Inhalt Wie bereits erwähnt startet das Buch mit einem Zitat. Allerdings ist mir bisher unklar, was genau es zu bedeuten hat.Da ich Lyrik aber generell nicht viel abverlangen kann, kann es auch an meinem fehlenden Interpretationsvermögen bezüglich dieses Genres liegen. Das Buch ist in 2 Perspektiven aufgeteilt – die von Lucy und die von Justine.Lucys Perspektive beschreibt die Vergangenheit, die sie selbst als Geschichte oder Brief an Justine verfasst hat.Langsam beschreibt sie ihre Kindheit, ihre Sorgen und Ängste und das Leben mit Lilith, Emily und ihren Eltern.Leider sagte mir der Schreibstil hier nicht ganz zu, weshalb sich diese Abschnitte wirklich schwermütig lesen ließen. Justines Perspektive spielt in der Gegenwart und, wie bereits erwähnt, erfahren wir einiges über ihr Leben und ihre Absichten.Diese Abschnitte ließen sich flüssiger lesen, aber trotzdem gab es immer noch ein Problem: Alle Kapitel, egal aus welcher Perspektive, strotzen einfach vor purer Langeweile. Nach 250 fängt langsam erstmal das ‚Ermitteln‘ der Tochter Melanie an, wenn man es denn so nennen kann. Denn eigentlich liest sie nur die Bücher, die Lucy damals über Emily geschrieben hat. Nach knapp 400 Seiten ist die kleine Schwester von Lucy, Emily, immer noch nicht verschwunden und man fragt sich, wozu die restlichen Seiten, die man bis hierhin gelesen hat, überhaupt gut waren.Für mich haben sie viel zu ausführlich erzählt, wie es zu dem Verschwinden kam. Natürlich bauen die einzelnen Handlungen aufeinander auf, aber vor allem die Gegenwart aus Justines Perspektive hätte locker um 3/4 gekürzt werden können. Ich persönlich hätte es auch lieber gesehen, wenn schneller mit dem Verschwinden von Emily aufgewartet worden wäre, um die Umstände aus der heutigen Zeit von Melanie aufklären zu lassen. Leider ist dies absolut nicht der Fall.Die Auflösung wird von Lucy innerhalb ihrer Bücher/Briefe geboten, ist aber auch eher unüberraschend und bietet keinerlei Schock-Momente. Mir war klar, dass ich keinen hochkarätigen Thriller und dementsprechend Thrill erwarten kann, dennoch habe ich in der Vergangenheit schon mit „Roman“ betitelte Bücher gelesen, die Spannung, rasante Wendungen und unvorhersehbare Wendungen boten, weshalb ich sehr gespannt auf dieses Buch war, denn auch Familientragödien sagen mir öfter zu. Ich würde aber absolut enttäuscht.Für „Das verlorene Mädchen“ habe ich 2 Wochen gebraucht und wollte auch eigentlich gar nicht weiter lesen, habe mich aber durchgequält.Auch, weil ich immer hoffe, dass bis zum Schluss noch irgendetwas spannendes passiert. Das gab es in diesem Buch allerdings nicht. Wenn man auf extrem seichte und amateurhafte familiäre Tragödien steht, die mit keinerlei Spannung und einem zähflüssigen Schreibstil aufwarten, hat man mit diesem Buch einen guten Deal gelandet.   Fazit Wie ihr bestimmt gemerkt hat, konnte mich das Buch in keinster Weise überzeugen. Von mir gibt es weder Punkte für den Schreibstil, eine originelle Handlung mit einem fulminanten Ende oder tiefgründige Figuren, die einem and Herz wachsen und die man unbedingt weiter begleiten will. Aus gutem Willen und für den eigentlich spannenden Klappentext, der mehr verspricht als das Buch halten kann, gibt es von mir 1,5/5 Sternchen. Das war leider nichts. 

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  • Schön erzählte Familiengeschichte

    Das verlorene Mädchen

    Buchperlenblog

    26. August 2017 um 12:36

    Inhalt Es sollte ein ganz normaler Sommer sein. 1935 in Minnesota fährt die Familie Evans wie jedes Jahr zu ihrem Haus am See in der Nähe von Williamsburg. Doch als der Sommer sich neigt, wird die jüngste der drei Töchter vermisst. Der Verlust Emilys verändert radikal das Leben der Familie Evans. Zerplatzte Träume, Reue und Schuld beherrschen sie von nun an. Auch zwei Generationen später sind die Auswirkungen noch immer zu spüren. Justine erlebte eine Kindheit auf der Flucht und sucht nun mit ihren beiden Töchtern einen Platz für sich. Als sie von ihrer Großtante Lucy das Haus am See erbt, beginnt für sie eine Reise in die Zukunft und die Vergangenheit, denn irgendwo in diesem Haus hat Lucy ihre Aufzeichnungen versteckt. Rezension Die Geschichte wird in zwei Erzählsträngen geschildert. Zum einen die Sicht auf Justine mit ihren beiden Töchtern Melanie und Angela in der heutigen Zeit. Der Vater hat die Familie verlassen und Justine führt eine Beziehung zu einem Mann, der sehr viel Kontrolle über ihr Leben besitzt. Als sie von Lucys Testament erfährt, verlässt sie ihn Hals über Kopf und zieht mit ihren Töchtern in das Haus am See. Sie versuchen sich in diesem einsamen, gramgebeugten Haus einzuleben, sind Fremde und Vertraute zugleich. Die verstorbene Lucy Evans hat ihrer Großnichte Justine ein Notizbuch hinterlassen, in welchem sie die wahre Geschichte der verschwundenen Schwester erzählt. Mit Lucy taucht man in die vergangene Zeit, lernt ihre Schwester Lilith kennen und erlebt mit ihr einen Sommer, der ihr ganzes Leben verändern sollte. An der Schwelle zum Erwachsensein rebelliert Lilith immer offener gegen ihren Vater und träumt von einem Leben weit weg von der Familie. Fast geht ihr Traum in Erfüllung, doch dann verschwindet die jüngste der drei Schwestern spurlos und Lilith und Lucy sind auf ewig an den Ort gebunden, der ihnen den letzten unbeschwerten Sommer bescherte. In der Familie Evans gibt es düstere Geheimnisse. Der Vater, Thomas Evans, gibt sich sehr religiös, wünscht sich frei von seinen Sünden. Erst zum Schluss ahnt man mehr als man weiß, welche Sünden er sich in seinem Leben auferlegt hat.Vergangenheit gegen Gegenwart Mir gefiel - wie meisten - die Geschichte in der Vergangenheit besser, liebe ich doch den besonderes Charme dieser alten Tage. Das Haus am See mit seiner eigenwilligen Familie erfüllte mein Denken, gerne hätte ich mit Lilith und Lucy auf der Veranda gesessen und in einer Zeitschrift geblättert, wäre mit ihnen zum See gelaufen, durch den Wald spaziert, hätte eine Brause in der Lodge der Familie Miller getrunken. Doch all das war umschattet von der Vorahnung, dass irgendetwas passieren wird. Justine mit ihren Töchtern, ihrer Mutter Maurie und ihrem Exfreund Patrick war mir dagegen recht fremd. Auch bei ihnen saß ich gern am Tisch und lauschte den Gesprächen, erfuhr, inwiefern ihr Leben mit dem Ereignis von damals zusammenhängt. Doch der große Zusammenhang ergab sich mir nicht so recht. Hinterher verstehe ich, dass beide Familien damals wie heute gegen einen Mann ankämpfen wollten, der ihnen nicht gut tat, die eine schafft es, die andere nicht. Doch hätte es das tatsächlich gebraucht? Nein. Auch ist der Klappentext recht irreführend, da er eine Handlung suggeriert, die nur entfernt stattfindet, die nur kurz zum Schluss eintritt. Das fand ich etwas schade, hat dieser Umstand doch die Erwartungshaltung in eine etwas andere Richtung gelenkt. Fazit Alles in allem war es eine solide, sehr gut lesbare Familiengeschichte. Mit Charakteren, die man mögen muss, egal wie speziell sie auch waren. Eine Geschichte, die so tragisch ist, dass es einem kurz die Luft nimmt, und die so viele Jahre später immer noch an der Familie haftet. Eine schöne Geschichte, die sich zu lesen lohnt, wenn man den Klappentext etwas außer Acht lässt. Bewertung im Detail Idee ★★★★☆ ( 4 / 5 ) Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 ) Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 ) Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 ) Emotionen ★★★☆☆ ( 3 / 5 ) = 4 ★★★★★  

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