Hedda Pänke

 3,6 Sterne bei 484 Bewertungen
Autor*in von Weg der Sehnsucht.

Lebenslauf

E. L. Swann ist das Pseudonym der sehr erfolgreichen Kinderbuchautorin Kathryn Lasky. Sie lebt in Cambridge, Massachusetts.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Berliner Spiel (ISBN: 9783311121206)

Berliner Spiel

(1)
Erscheint am 17.03.2026 als Taschenbuch bei Kampa Verlag.
Cover des Buches Mexiko Poker (ISBN: 9783311121213)

Mexiko Poker

Erscheint am 21.05.2026 als Taschenbuch bei Kampa Verlag.
Cover des Buches Todesritual: Thriller: Sein Gewand ist blutrot. Seine Augen – gnadenlos (ISBN: B0FG84ZDCW)

Todesritual: Thriller: Sein Gewand ist blutrot. Seine Augen – gnadenlos

Neu erschienen am 01.03.2026 als eBook bei dotbooks.

Alle Bücher von Hedda Pänke

Neue Rezensionen zu Hedda Pänke

Cover des Buches Berliner Spiel (ISBN: 9783311121206)
Nicolai_Levins avatar

Rezension zu "Berliner Spiel" von Len Deighton

Nicolai_Levin
Brahms Vier und der Maulwurf in London

(die Besprechung beruht auf der englischen Originalfassung "Berlin Game" von 1983)

1983. Die Endphase des Kalten Kriegs, Andropow regiert die Sowjetunion und Honecker die DDR. Beim britischen Geheimdienst herrscht Aufregung: „Brahms Vier“ - die wichtigste Quelle des MI6 in der DDR droht seine Arbeit zu beenden, weil er die Enttarnung fürchtet - denn es gibt Hinweise darauf, dass im Herzen des britischen Auslandsgeheimdienstes jemand als Doppelagent Informationen an den KGB weitergibt. Bernard Samson, inzwischen im Innendienst, aber für viele Jahre Londons bester Mann in Berlin, soll daher an seine alte Wirkungsstätte zurückkehren, „Brahms Vier“ in den Westen schmuggeln und am besten auch noch den Maulwurf ausfindig machen.

Einiges in der Geschichte erinnert an den (kurz zuvor erschienenen) Roman „Tinker, Tailor, Soldier, Spy“ (deutsch: „Dame, König, As, Spion“) von John le Carré. Len Deighton spricht übrigens selten von einem „Maulwurf“ - diesen Terminus hat sich le Carré ausgedacht (und er hat es witzigerweise seither in die reale Welt der Agenten geschafft). Die Konstellation des Ehepaares Samson, das gemeinsam für den Geheimdienst arbeitet, lässt mich an „The Americans“ denken (die kamen freilich viel später, und die Autoren haben höchstens bei Deighton abgekupfert!), wo es auch um ein Ehepaar geht, das für den KGB im Washington der frühen 1980-er arbeitet.

Die Welt der Spionagethriller ist surreal und absurd: Mit enormem Aufwand, mit List und Tücke, mit Lug und Trug, mit Geld und Sex versucht man, an Geheimnisse des Gegners zu gelangen, wissend, dass der exakt das Gleiche versucht und man sich in einem nicht endenden Ich-weiß-dass-du-weißt-dass-ich-weiß befindet, bei dem ich mich frage, ob die umkämpften Informationen den ganzen Bohei überhaupt wert sind.

Len Deighton macht das auch explizit zum Thema: Bei ihm sind es keine Aufmarschpläne oder Raketenblaupausen, sondern - denkbar unsexy - Wirtschaftsprognosen und Planzahlen des COMECON, die „Brahms Vier“ an den Westen verrät. 

Die Bürokratie, die ganz normalen Intrigen und Machtkämpfe in einer hierarchischen Organisation, das schildert Leighton hübsch und (wohl) treffend, was bei ihm - als Plus gegenüber le Carré - hinzukommt, ist das Soziologische. Sein Bernard Samson hat nie studiert, er ist Praktiker, und all die reichen Eton-und-Oxbridge-Jungs,  für die Spionage mehr ein exzentrisches Hobby und eine Familientradition darstellen (und die lange Zeit tatsächlich die britischen Dienste dominiert haben), widern ihn ziemlich an. Schön auch der Lokalkolorit von Berlin, die Reminiszenzen an das Deutsche und die deutsche Kultur (die Figur Bernard Samson scheint dem herben Charme Berlins ebenso erlegen zu sein wie ihr Erfinder). 

Abzüge gibts für kleine Plausibilitässtolpersteine. Gerade bei einem Spionageroman, wo der kleinste faktische Fehler den Maulwurf enttarnen kann, fallen die ins Gewicht: Ein sowjetischer Funkspruch aus Karlshorst, der eine kleine, aber wichtige Rolle spielt, weil er den ersten und wichtigsten Hinweis auf die Identität des Verräters gibt, soll während des deutschen Herbstes gesendet worden sein, aber das war nicht im September 1978, wie Leighton seine Figuren räsonieren lässt, sondern ein Jahr zuvor. Ich habe bis zuletzt drauf gewartet, dass jemand diesen Fehler irgendwie aufdeckt und verwendet, aber er ist wohl tatsächlich nur dem Autor unterlaufen. Doof. Auch ein paar Informationsweitergaben erscheinen mir nicht schlüssig, und dass am Ende (ich spoilere nur minimal!) ausgerechnet der enttarnte und geflohene Doppelagent das Verhör von Samson bei der Stasi in der Normannenstraße führen soll? Kann ich mir in der Realität nicht vorstellen. Im Vergleich etwa zu „The Americans“ finde ich in der Geschichte auch bedauerlich wenig Zeitkolorit. Die Geschichte könnte (wenn man sich das Rechenzentrum des MI6 wegdenkt) genauso gut zu einem beliebigen Zeitpunkt in den 1960-ern oder 1970-ern spielen.

Aber was solls! Von John le Carré hab ich so gut wie alles gelesen, und es kommt nach dem Tod des Meisters nichts Neues nach. Und sehr viel steht ihm Len Deighton nicht nach, das muss man zugestehen. Also auf ein Neues bei „Mexico Set“.

Ritualmord

Meine Meinung und Fazit:

Hier hat mich das Buchcover und die -beschreibung gelockt. Ein spannendes Thema rund um die Prozession, Stierkampf und Rituale.

Man wird gleich mit dem ersten Mordfall konfrontiert und versucht alles einzuordnen. Es geht interessant los, aber für mich war das erste Viertel zu langwierig, zu unspektakulär. Und dann hat mich die fehlendene Zeitangabe bzw. Tageangabe gestört. Gehört für mich dazu um einen Überblick zu bekommen und mich zu orientieren, auch in der möglichenTäteranalyse.

Der Täter geht unheimlich brutal vor und so nehmen die Ermittlungen schon Fahrt auf und es steigt die Spannung. Beim Lesen ging mir zunehmend die derbe Wortwahl auf die Nerven, es war zuviel. Klar im Polizeijargon und bei Kriminellen sicherlich vorherrschend, aber ...

Man kann es lesen, aber es ist für mich kein Highlight gewesen.

Hier meine Lieblingsstelle im Buch, Kapitel 17 "Ein leichter Druck auf eine der wunden Stellen, und das Ungeheuer erwachte, beging seine Taten und legte sich wieder zur Ruhe. Bis zum nächsten Mal."

Mein Dank geht an das Team von dotbooks für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und den Autor für spannende Lesestunden.

Cover des Buches Achterbahn - Riding the Bullet (ISBN: 9783548251219)
T

Rezension zu "Achterbahn - Riding the Bullet" von Stephen King

ToaDless
Achterbahn - einfach zutreffend!

Auch für mich einer der ersten Bücher von Stephen King.

Was soll ich sagen, einer der Gründe, warum ich seine Büche heute noch lese und auch immer lesen werde.

Es ist eine kurze aber wirklich tolle Geschichte, auf Grund der kürze, lese ich diese Geschichte immer mal wieder.

Ich kann nur sagen, wer King mag, aber diese Geschichte noch nicht gelesen hat sollte es schnellstmöglich nachholen.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

700 Bibliotheken

45 Merkzettel

4 Leser*innen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks