Heide Fuhljahn Kalt erwischt

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Inhaltsangabe zu „Kalt erwischt“ von Heide Fuhljahn

Die Angst vor dem Abgrund ist erst der Anfang: Wege aus der Depression »Du spinnst, bist nicht ganz dicht, reiß dich zusammen.« Jahrelang versucht die Journalistin Heide Fuhljahn gegen ihre Angst vor dem normalen Alltag, ihre tiefe Traurigkeit und ihre ständige Erschöpfung anzukämpfen. Bis sie in der Therapie erkennt, dass sie krank ist, Depressionen hat. Wie vier Millionen andere Deutsche auch. Tendenz steigend. In ihrem Buch beschreibt sie ihre Krankheit schonungslos und berührend zugleich und erklärt, welche Behandlungsmethoden möglich, wichtig und richtig sind. Es kann jeden treffen. Depressionen sind vielschichtig, die Ursachen so zahlreich wie die Therapien. Nur, welchen Weg durch den Psycho-Dschungel soll man einschlagen? BRIGITTE-Autorin Heide Fuhljahn ist sowohl Fachjournalistin als auch Patientin. Nach mehreren Klinikaufenthalten und jahrelangen Therapien weiß sie, welche Faktoren Depressionen auslösen und wie die verschiedenen Varianten geheilt werden können. Anhand ihrer eigenen Geschichte zeigt sie, wie komplex die Krankheit ist und dass Frauen besonders und doppelt so häufig wie Männer betroffen sind. Dazu befragt sie Experten und stellt deren Tipps zu Medikamenten und Psychotherapien vor. Und sie macht Mut, denn sie versichert: Depressionen sind heilbar!

Ein absolut lehrreiches Buch, welches ich wärmstens empfehlen kann.

— kleinstadtprinzessin

Depressionen werden hier in einer Mischung aus Sachbuch und Erfahrungsbericht dargestellt.

— swarow

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    Kalt erwischt

    kleinstadtprinzessin

    11. December 2016 um 13:25

    Gerade in der heutigen Zeit kann es jeden kalt erwischen: Die Depression, das schwarze Loch, das einen umringt und nicht mehr loslassen will. Ca. 4 Millionen Menschen sind in Deutschland erkrankt und die Tendenz steigt, zudem kommt noch die Dunkelziffer dazu, nicht jeder traut sich das Thema anzusprechen oder Hilfe zu holen. Oftmals bekommt man vielleicht noch dumme Sprüche zu hören wie "Stell dich nicht so an" oder "Das ist ja nicht so schlimm". Psychische Krankheiten sind für viele immer noch ein großes Tabuthema oder werden erst gar nicht anerkannt.   Buchzitat: "Depressionen sind kein Zeichen von Schwäche oder Faulheit. Nie!" Die Autorin selbst lebt nun seit 3 Jahren "depressionsfrei". Ihr erster Zusammenbruch war im August 2006 auf einer Journalistenreise nach Norwegen. Sie leidet zu dieser Zeit an starkem Liebeskummer sowie Trennungsschmerz und ist in Therapie bei einem Psychologen, der zugleich Psychiater ist. Sie nimmt Beruhigungs- und Schlafmittel sowie Antidepressiva und denkt an Suizid. Nach der Norwegen Reise bekommt sie von ihrem Psychiater eine Einweisung in die Klinik, ihr erster Klinikaufenthalt naht. Der Klinikaufenthalt wird im dritten Kapitel geschildert, zumindest der erste Kliniktag. Einiges kannte ich schon aus meinen Klinikalltagen, die Abläufe sind ja immer gleich oder sehr ähnlich mit Untersuchungen, Psychologen-Erstgespräch, Zimmereinteilung uvm. Nur die Mitpatienten waren bei der Autorin so, wie man sie sich nicht gerade wünscht. Das zweite Kapitel handelt davon, wie sich eine Depression anfühlt. Ich hätte es selbst nicht besser beschreiben können, als Betroffene weiß ich es ja selbst, wie es sich anfühlt und fühlte mich durch das Buch auf einmal sehr verstanden. Das Kapitel endet mit einer Symptome-Liste und der Erklärung für die Einteilung im ICD. Das 5. Kapitel handelt von den Ursachen einer Depression, die hier auch wieder genau dargestellt werden. Das wären zum einen biologische Faktoren, zum anderen psychosoziale Faktoren, aber auch die Unfähigkeit zur Stressbewältigung und psychodynamische Faktoren. Darauf folgt ein Interview mit Privatdozent Dr. Reinhard Lindner. Auch finde ich super am Buch, dass alles anschaulich gestaltet wird, zum Beispiel mit Infografiken. Kapitel 8 beschäftigt sich mit dem Thema "Depressionen und Frauen" und zeigt unter anderem auf, dass Frauen häufiger depressiv werden, während Männer überproportional kriminell werden und dass eine Depression bei Frauen in der Regel länger verläuft als bei Männern. Im 10. Kapitel geht es dann um Psychopharmaka wie Antidepressiva. Frau Fuhljahn schildert hierbei ihre Erfahrung mit Medikamenten, die sie bekommen hatte, aber schreibt auch über Medikamentgruppen, die sie selbst nicht ausprobiert hat. Hierbei gibt es ein Interview mit einem Professor einer psychiatrischen Universitätsklinik in Zürich über die Wirkung von Antidepressiva. Interessant fand ich auch Kapitel 12, welches sich mit verschiedenen Therapieformen beschäftigt. Im 18. Kapitel werden dann auch verwandte Krankheiten wie Persönlichkeitsstörungen oder Essstörungen aufgegriffen. Wir begleiten die Autorin von ihrer Kindheit, die vom Tod ihrer Mutter geprägt wurde, zum Internatsleben und Abitur sowie Studium, die Jugend bishin zum Erwachsenenalter.  Heide Fuhljahn vermischt in ihrem Buch Autobiografie mit Fachartikeln sowie Interviews, welches ihr sehr gelungen ist und auch gut verständlich für die Allgemeinheit gehalten ist. Sie selbst schreibt, dass sie das Buch geschrieben hat um anderen Frauen zu helfen, leichter und schneller Hilfe zu finden als sie sie gefunden hat.  Zum Schluss gibt es einen 15-seitigen Service Teil zur Selbsthilfe, der Antworten auf Fragen gibt (z.B. "Wann zum Hausarzt", "Wann zum Psychiater" etc.), aber auch Hilfsangebote und wichtige Internetadressen preisgibt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist sehr hilfreich und nützlich, sowohl für Betroffene als auch für Angehörige von Betroffenen. Aber auch jeder, der mehr zum Thema Depression erfahren möchte kann auf dieses Werk zurückgreifen.  Fazit: Ein absolut lehrreiches Buch, welches ich wärmstens empfehlen kann.

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  • Mutig - das war aber auch schon alles

    Kalt erwischt

    swarow

    10. May 2014 um 00:01

    Leider kann ich dieses Buch niemandem empfehlen. Wen die Depression "kalt erwischt" hat, sollte sich lieber mit Sachbüchern von Fachleuten für Patienten/Innen beschäftigen, sofern ihr/ihm das möglich ist. Auch die Beschreibung ihrer Therapie macht den Betroffenen nicht unbedingt Mut, einen Psychologen oder eine Psychologin aufzusuchen. Das "Brigitte-Buch" enttäuscht auf ganzer Linie. Es fehlen wichtige Bestandteile, die ich als weibliche Leserin dort gern gefunden hätte, zum Beispiel den Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Therapeuten oder die Auswirkung der Depression auf mein "Frausein". Bei den Sachinformationen fehlen wesentliche Therapiemöglichkeiten. Unkritisch - sich selbst und den einzelnen Therapeuten gegenüber - verurteilt die Autorin wichtige Therapieformen als ungenügend. Die Autorin ist Journalistin und hat sich psychologische Kenntnisse nur über Eigenrecherche angeeignet. Aus dieser Situation heraus über Medikation zu schreiben, lässt den Leser an der Notwendigkeit eines Medizinstudiums, das Psychiater vor ihrer Berufsausübung absolvieren müssen, zweifeln. In den Abschnitten, in denen sie über ihre eigene Therapie schreibt, bemerkte ich eine Art Abhängigkeit. "Ihre" Therapieform, einzelne Kliniken und Therapeuten werden von ihr fast angehimmelt. Selbst als ihr Therapeut sie als "abartig" bezeichnet, als sie auf ihre Art und Weise versucht, das Thema Suizid anzusprechen, kommt ihr nicht in den Sinn zu hinterfragen, ob dieses Verhalten wirklich therapeutisch sinnvoll ist und ihr gut tut. Die Psychotherapie sollte aber ein Akt des Vertrauens sein, in dem sich die Patientin frei äußern kann, ohne Verurteilungen fürchten zu müssen. Und das gilt speziell für traumatisierte Patientinnen, wie die Autorin sich selbst beschreibt. Den Männern unterlegen zu sein, als krank, gestört oder minderwertig betrachtet zu werden, haben diese Patientinnen schließlich schon am eigenen Leib genug erlebt. Solche Erniedrigungen sind in der Psychotherapie völlig unnötig.

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  • Leben mit Depressionen

    Kalt erwischt

    Sophia!

    15. April 2013 um 10:41

    „Sie fühlen sich grundsätzlich ausgelaugt und erschöpft. - Sie haben wenig Energie und Kraft, und sei es nur zum Zähneputzen. - Sie zweifeln an sich selbst und Ihren Gefühlen.“_Auch wenn sich die Symptome einer Depression leise anschleichen und sich erst mit der Zeit verstärken, Fakt ist: es kann jeden von uns, wie der Titel schon sagt, kalt erwischen. Gerade in der heutigen Zeit ist es daher nicht verwunderlich, angesichts der vielfältigen Aufgaben des täglichen Lebens in ein tiefes Loch zu fallen. Denn sie lauert an jeder Ecke, die Gefahr der Überforderung. Und wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben, bei uns selbst schon – vielleicht mehr als einmal - typisch „depressive“ Gedanken bemerkt zu haben.Doch ab wann handelt es sich offiziell um die ernstzunehmende Krankheit? Welche Warnsignale gibt es? Woher kann man Hilfe erwarten?_Heide Fuhljahn wagt in diesem Band eine mutige Selbstoffenbarung, das aufrichtige Outing zu der stetig steigenden Gruppe der Depressionspatienten zu gehören. Wie einen Mantel aus Blei, so beschreibt die Journalistin das beklemmende Gefühl dieser Krankheit, das sie allerdings nicht kalt erwischt hat. Fuhljahn leidet vielmehr schon seit Jahren unter Depressionen, die bereits in Kindheit und Jugend zum Ausbruch kamen. Umso bemerkenswerter ist es wie sie gelernt hat, mit der Krankheit auf Dauer umzugehen und sich nicht von ihr zerstören zu lassen. Die Leser werden bei der Lektüre mitgenommen auf eine Reise sowohl in die Vergangenheit ihrer Krankheit als auch die gegenwärtige Situation. Neben Höhe- und Tiefpunkten erlebt man das gesamte Spektrum depressiven Denkens, Fühlens und Handelns. Neben erschütternden Erfahrungsberichten sind es vor allem die mutmachenden Erlebnisse, die den Lesern selbst neu hoffen lassen. Darüber hinaus bietet der Band eine Vielzahl praktischer Ratschläge zum Umgang mit der Krankheit. Hierzu gehören Anregungen zur Selbsthilfe, eine Auflistung renommierter Adressen zur Onlineberatung, Hilfen und Leitlinien für das erste Gespräch mit einem Therapeuten oder aber auch Berichte über das Verhalten von Krankenkassen._Fazit: Schlussendlich bleibt festzuhalten, dass es sich bei diesem Buch um eine gewinnbringende Lektüre handelt, die neben konkreten Tipps zur Verbesserung der Lage durch das persönliche Zeugnis der Autorin Hoffnung macht, die eigene Situation nicht nur anzuerkennen, sondern gezielt dagegen anzugehen! Sehr zu empfehlen!

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