Heide Simonis Alles Märchen!

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Inhaltsangabe zu „Alles Märchen!“ von Heide Simonis

Grimms Märchen wimmeln von verfolgten Unschuldigen, schönen, aber harmlosen Mädchen und hilflosen Kindern. Niemand fragt, ob es Spaß macht Stiefmutter hungriger Bälger zu sein, dumme Dinger vor Verführung zu schützen oder gegen eine Wand geworfen zu werden. Niemand? Doch: Heide Simonis hat es getan und endlich erzählen Hexen, Frösche und Rumpelstilzchen mal, wie es wirklich einmal war vor langer Zeit. Ganz schön respektlose Geschichten der ehemaligen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidentin. Vor diesen Gestalten braucht sich keiner mehr zu fürchten! Cartoons von Steffen Butz ergänzen die Märchen vortrefflich!
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  • Freie Erzählung nach Grimm

    Alles Märchen!

    Das_Leseding

    18. August 2013 um 21:30

    Inhalt: 18 Märchen, wie sie sich hinter den Kulissen abgespielt haben können. Denn: Insider packen aus! Schreibstil: Der Schreibstil ist normal, lässt sich flüssig lesen, haut mich aber nicht vom Hocker. Ich bin ehrlich und hätte von einer ehemaligen Ministerpräsidentin irgendetwas anderes erwartet. Cover: Das Cover finde ich gut und witzig. So treffen sich die Insider in einer Gesprächsrunde und diskutieren. Fazit: 18 Märchen, die jeder kennt, werden mit Illustrationen und freien Assoziationen ganz neu interpretiert und ergeben auch für den Märchenkenner einen interessanten Einblick. Allerdings konnte mich das Buch aus genau diesem Grund nicht überzeugen. Ich liebe Märchen und ich mag genau diesen Zauber: armes Wesen trifft … Dieses Märchenwunder wurde mir hier durch die teils satirischen und ironischen Stellen genommen. Daher vergebe ich nur 2 Sterne. Einen Stern gebe ich noch für Steffen Butz, der mich mit seinen Zeichnungen meist mehr berührte als Heide Simonis. Empfehlen würde ich das Buch daher nur an Märchenkenner und nicht an Märchenliebhaber.

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  • Die Frage nach dem Zusammenhang von Politik und Märchen bleibt leider ungeklärt

    Alles Märchen!

    sabisteb

    18. August 2013 um 15:51

    „Die Frage nach dem Zusammenhang von Politik und Märchen lässt sich auch in umgekehrter Form beantworten: In Märchen finden sich viele Wendungen, die auch im politischen Leben vorkommen. Da geht es um Bündnisse von Macht und Einfluss, um die Rolle der Frau und die Armutsfrage, nicht zuletzt auch um Eitelkeiten und die Frage, wer am lautesten kräht.“   Diesen Fragen geht die ehemalige Finanzministerin und SPD Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein in 15 klassischen Märchen der Gebrüder Grimm nach: 1.       Von dem Fischer und syner Frau 2.       Aschenputtel 3.       Der Froschkönig 4.       Rotkäppchen 5.       Das tapfere Schneiderlein 6.       Rumpelstilzchen 7.       Frau Holle 8.       Der Wolf und die sieben Geißlein 9.       Schneewittchen 10.   Dornröschen 11.   Rapunzel 12.   Hänsel und Gretel 13.   Sterntaler 14.   Der Hase und der Igel 15.   Die Bremer Stadtmusikanten   Bearbeitungen von Märchen sind jetzt weder neu noch innovativ. Erfolgreiche Bestseller haben immer persiflierende Autoren angezogen, davor sind auch Klassiker nicht sicher. Eine der Bekanntesten Varianten für Märchen dürfte wohl Rotkäppchen nach §838 Abs. 1 BGB bzw. was Klassiker angeht Stolz und Vorurteil und Zombies sein. In diese Reihe teils recht bemühter Neubearbeitungen reiht sich auch dieses Buch. Am ehesten würde es „freie Assoziationen zu …“ Beschreiben. Eine übliche Übung, die fast jeder wohl mal im Deutschunterricht gemacht hat. Man liest eine Lektüre (damals war es bei mir Bronsteins Kinder von Jurek Becker) und soll dann ein bestimmtes Kapitel aus Sicht anderer Figuren schildern, die andere Aspekte in die Geschichte einbringen. Genau das macht die Autorin in diesem Buch, freie Assoziation zu diversen Märchen aus Sicht einiger der Beteiligten bzw. frei hinzuerfundener Personen. Da sinniert der Froschkönig, wie entspannt das Leben als Frosch ist, ohne lästige Pflichten und dass man Prinzessinnen belauschen kann und ihnen einfach unter den Rock schauen kann. Rumpelstilzchen will das Kind der Königin nur, weil seine Frau keine Kinder bekommen kann (leider liegt es an ihm). Die Stiefmutter Schneewittchens benutzt Botox, weil sie dem Jugendwahn verfallen ist und Sterntaler holt ihre Klamotten in der Obdachlosenkleiderkammer. Nach wirklich witzigen, innovativen Ideen sucht man vergeblich. Die Sprache ist umgangssprachlich und die Zeitebene nicht konsistent, da werden neue Ideen und Techniken frisch und fröhlich mit antikisierendem Ambiente gemischt, was irgendwann einfach nur noch nervt.   Fazit: Noch so eine Persiflage von Grimms Märchen, der es an Witz und wirklich innovativen Ideen fehlt. Als Hausaufgabe für eine kreative Schreibgruppe zum Thema freie Assoziation zu Grimms Märchen, wäre das ganz OK, aber muss man so was auch gleich verlegen? Einen Punkt drauf gibt es für die teils doch recht witzigen Cartoons von Steffen Butz, die teils treffender und pointierter sind, als der eigentliche Text, der in diesem Buch präsentiert wird.

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