Heiderose Teynor Im Bann der Omerta

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Inhaltsangabe zu „Im Bann der Omerta“ von Heiderose Teynor

Manuel, der Adoptivsohn von Isabelle und Alexander Südner, feiert seinen achtzehnten Geburtstag. Er nimmt sich vor, demnächst nach seiner leiblichen Mutter zu suchen. Der Filmer und Fotograf will nach dem Abitur Kameramann werden. Carolina, Manuels Patentante und die Schwester von Isabelle, eine bekannte Reisejournalistin, ist mit ihrem Fernsehteam in der Toskana unterwegs. Nach einigem Suchen findet sie in der Villa Marco für das Team ein Quartier. Als sie sich in dem Haus näher umsieht, entdeckt sie ein Foto der leiblichen Mutter Manuels mit einem Baby auf dem Arm. Nach vielen Jahren ist das die erste Spur von Eva Camari. Sie erfährt von ihren Vermietern, Daniel und Michele Camari, dass das Foto Eva und ihre Tochter Chiara zeigt. Eva ist die Nichte von Daniel und Michele. Carolinas journalistischer Spürsinn ist geweckt. Wo ist Eva, die sie vor Jahren so lange gesucht hatten? Und warum hat sie damals Manuel einfach bei Carolina und Isabelle zurückgelassen? Carolina ahnt nicht, in welches Wespennest aus Familiengeheimnissen, Machenschaften der organisierten Kriminalität und Erpressung sie gestochen hat. Alles liegt unter dem undurchdringlichen Bann der Omertà. Daniel und Michele haben keine Ahnung von Manuels Existenz. Sie behaupten aber, dass sie nicht wissen, wo Eva ist. Carolina hat von Anfang an den Eindruck, dass die beiden mehr wissen, als sie sagen. Während die große Suchaktion nach Eva und ihrem Kind beginnt, dreht Carolina eine wunderschöne Reisereportage über San Gimignano, Heidelberg und das Neckartal u.a. mit Einblicken in die Geschichte des Philosophenwegs und der vier Burgen Neckarsteinachs. Rückblick: Evas Vater Carlo glaubt, sein Schwiegervater Salvatore sei ein führendes Mitglied der organisierten Kriminalität und verschafft sich stark belastende Dokumente. Aber er scheitert an dem tödlichen Bann der Omertà. Simona, Evas Mutter, erleidet einen Herzinfarkt. Eva flieht nach Frankfurt, um sich vor den Schergen ihres Großvaters zu verstecken. Eva lernt in Frankfurt Martin, Manuels Vater, kennen. Martin stirbt aber an Leukämie kurz vor Manuels Geburt. Manuel hat ebenfalls Leukämie. Sie bringt es nicht über sich, noch einen Schicksalsschlag einzustecken und bringt Manuel nach Heidelberg zu Carolina, die sie bei einer Reportage kennengelernt hatte. Sie glaubt nicht, dass er seine Krankheit überlebt. Eva kehrt völlig deprimiert nach Frankfurt zurück. Sie kündigt ihre Arbeit und geht nach Frankfurt-Höchst. Jetzt hat Eva ein Erpresser auf den Fersen, der sie an ihren Großvater zu verraten droht, wenn sie nicht bezahlt. Eva lernt Stefan Kalisch aus München über ihre Arbeit als Dolmetscherin kennen und verliebt sich in ihn. Stefan versucht die Erpressung finanziell zu beenden. Als Eva wieder schwanger wird, holt er sie nach München. Eva erweist sich als aufstrebende Malerin und ist auf dem Weg, Karriere zu machen. Der Erpresser findet sie aber auch in München und sorgt mit seinen gezielt verbreiteten Lügen dafür, dass Eva keinen Interessenten mehr für ihre Bilder findet, die vorher reißenden Absatz fanden. Sie ist am Boden zerstört, denn jetzt hat sie auch noch die Verantwortung für ein Kind. Eva versucht ein letztes Mal, mit ihrer Familie in San Gimignano ins Reine zu kommen und riskiert mit ihrem Kind eine Fahrt in die Toskana. Doch ihr Großvater wirft sie aus dem Haus. Bei der Gelegenheit macht Daniel das Foto, das später Carolina in der Villa Marco finden wird. Um vor der ausweglosen Situation in München zu fliehen, geht sie als Bühnenbildnerin mit ihrer Tochter nach Pisa. Zurück in die Gegenwart Auch in San Gimignano geht die Suche nach Eva weiter. Lydia, die 13jährige Tochter Micheles, zeigt dabei besonderen Eifer. Sie setzt mit ihrer Recherche Daniel und Michele in Zugzwang und stößt an die Grenzen der Omertà. Nach einem Fernsehaufruf nach Eva meldet sich Stefan Kalisch bei Manuel. Als Manuel mit seiner Adoptivmutter nach München fährt und sich mit Stefan trifft, erhält Manuel eine Adresse in Pisa. Seine Adoptivmutter Isabelle hat den Eindruck, dass Stefan Kalisch sehr stark an Eva und ihrer Tochter Chiara interessiert ist. Genau zu diesem Zeitpunkt bringen Daniel und Michele, Evas Onkel, die Nachricht, dass Simona nach fast achtzehn Jahren aus dem Koma aufgewacht sei. Und es stellt sich heraus, dass der Tipp von Stefan Kalisch richtig war. Daniel, Michele und Lydia finden Eva und die fünfzehnjährige Chiara in Pisa. Sie finden Eva als die viel beachtete Bühnenbildnerin und Malerin Margarita. Gemeinsam kämpfen sie gegen den Bann der Omertà. Manuel fährt nach Pisa, um seine Mutter und Schwester zu besuchen. Eva lernt ihren Sohn kennen. Manuel freut sich über den Kontakt zu seiner Mutter und zu Chiara, die sehr selbstbewusst und couragiert ihr junges Leben meistert. Eva erfährt zu ihrer maßlosen Überraschung, dass Simona gesund ist. Sie erzählt der erstaunten Eva, dass sie zwar einen schweren Herzinfarkt nach dem Tod ihres Mannes gehabt habe. Aber das Koma sei eine Schutzmaßnahme gewesen, denn sie habe sich all die Jahre vor ihrem Vater und der Omertà versteckt, um ihr nicht zum Opfer zu fallen. Manuel reist mit seiner Familie nach San Gimignano. Er soll Filmaufnahmen des Teams von Carolina vom Palio in Siena begleiten und will seine Verwandtschaft kennenlernen. Fasziniert drehen sie eine Reportage über den Palio. Warum taucht ausgerechnet jetzt Stefan Kalisch in Pisa bei Eva auf? Simona scheint am Ziel ihrer Wünsche, als die gesamte Familie beisammen ist. Aber auch sie hütet ein langjähriges Geheimnis. Mario Camerlengo kennt Eva scheinbar nur vom Theater in Pisa, an dem beide arbeiten. Als Eva mit Stefan am Tag des Palio zu Mario kommt, erfährt sie, dass Mario in Wirklichkeit eine sehr viel wichtigere Rolle in ihrem Leben spielt. Gemeinsam beschließen alle Camaris, mit dem Geld einer Stiftung, die sie aus dem Nachlass Salvatores gegründet haben, in der Villa Marco eine Kunstschule einzurichten. Abe woher haben Daniel und Michele das Geld dafür?

Spannende Familiengeschichte, in der die organisierte Kriminalität auch nicht vor Mord zurückschreckt, um ihre Interessen durchzusetzen.

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ein Sog aus nie zuvor gelesener Schauplatzpräsenz und tiefliegender Familientragödie.

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  • ein sagenhafter Schauplatz-Cocktail, ein Familiendrama mit tiefen Abgründen...

    Im Bann der Omerta
    Floh

    Floh

    Krimi-Autorin  Heiderose Teynor hat sich mit "Im Bann der Omerta" in eine sehr melancholische Welt aus menschlichen Abgründen und fatalen Fehlern der eigenen Entscheidungen begeben. Sehr nah, leise und intensiv melancholisch überzeugt die Autorin hier mit einer ganz besonderen literarischen Note und vor allem mit sagenhaften Kulissen und facettenreicher Spannung und unbeirrten Wendungen in der Handlung. Inhalt: "Manuel ist auf der Suche nach seiner leiblichen Mutter Eva. Carolina, Manuels Adoptivtante, findet in einem Café in der Toskana ein Foto von ihr und einem Baby. Die versierte Journalistin beginnt mit Nachforschungen und ahnt nicht, dass sie in ein Wespennest aus Familiengeheimnissen, Machenschaften der Organisierten Kriminalität und einem mysteriösen Unfall gestochen hat. Über allem liegt der undurchdringliche Bann der Omertà. Wie gelingt es, dieses Schweigegebot, das alles und jeden beherrscht, zu durchbrechen und die Schatten der Vergangenheit endlich abzuschütteln? Während des ganzen Krimis werden immer wieder interessante Impressionen von Heidelberg und der Neckar-Region, San Gimignano, Pisa und Siena eingestreut." Schreibstil: Der Schreibstil ist eigendlich dass, was das Buch zu einer Krimi-Besonderheit macht. Die Autorin Heiderose Teynor hat hier einen Stil geschaffen, der den Süddeutschen Raum, aber auch den Mittelmeerraum, die bezaubernde Toscana und den Duft des Landes sehr nah an den Leser bringt. Gepaart mit diesen Ländercharme begibt sich die Autorin auf eine biografisch anmutende Familiensaga. Schnell hat Heiderose Teynor die Leser in ihr Familiengeheimnis eingeweiht und nimmt den Leser mit auf eine spannende und von Einflüssen geprägte Suche nach Antworten. Zu all der Tragweite aus Vergangenheit und neuen Erkenntnissen, gibt die Autorin jedoch immer noch eine aufheiternde und witzige Anekdote, ein Nähkästchenplausch oder eine Weisheit, eine These oder einen skuril witzigen Dialog und fast unerlaubtem Humor mit auf dem Weg. Durch ihr Knowhow schreibt die Autorin Teynor klar, überzeugt, selbstbewusst und lässt durch Vielseitigkeit und Unglaublichkeit diesen Roman viel lebendiger werden. Hier spürt man mit jeder Zeile, dass sich die Autorin zu den Schauplätzen verbunden fühlt, hier lernt man die Kultur, die Menschen und die Gewohnheiten kennen, als würde man selbst den Weg der Protagonisten in die tiefsten Abgründe, aber auch klärenden Dimensionen begehen. Toller Stil, grandiose Umsetzung mit einem Hauch von Mystik und Fernweh. Charaktere: Was wäre ein Buch ohne seine Protagonisten? Hier hat die Autorin eine wirklich stimmige und sympathische Wahl getroffen. Sehr gefallen hat mir die Darstellung von Hauptprotagonist Manuel, der nach Jahren der Unwissenheit seine leibliche Mutter Eva sucht. Manuel wächst bei seiner Tante und Pflegemutter Carolina auf. Auch Carolina begibt sich auf die Suche nach Antworten, sie ist Journalistin durch und durch. Durch ihre Akribie stößt sie schnell auf ungeahnte Erkenntnisse, die sie erschrecken und zum Handeln treiben. Hier geht es nicht bloß um eine Familiengeschichte, nein, hier geht es um Wiedersprüche, Machthaberei, Kriminalität und Unterdrückung. Während Carolina und Manuel immer tiefere Abgründe auftun, hindert das schleiernde Band des Bann der Omerta die Suche nach Gewissheit und Seelenruhe...Die Charaktere im mystischen Krimi sind sehr gut gezeichnet, schnell lernt man die Rollen kennen und kann sich an die Seite der Protagonisten stellen und dieses Leseerlebnis nah miterleben. Schauplätze: Das Damals und Heute. Das Süddeutschland und das metditerane Mittelmehr...Die Autorin schnekt den Lesern hier ein wuchtigen Schauplatzcocktail der für leserische Vielseitigkeit sorgt. Ein Sinnesrausch aus Idyll und Fernweh. Heiderose Teynor lässt dem Leser viel Raum für Spekulationen und Fantasie, dieses erwirkt sie duch die Kontraste in ihren Kulissen, aber auch durch sehr mystische Verstrickungen. Sie beschreibt Orte, die jeder meint zu kennen und schafft somit Nähe. Dann schafft sie ungeahnte Schauplätze und Handlungsorte, die wiederum überraschen und für Spannung sorgen. Gerade die sängende Toskana hat mich hier sehr fasziniert. Tolle und gelungene Kulissen. Ein mediteranes Lesevergnügen, wo man den Duft der Landschaft fast riechen kann. Der alte Bann, die Kulissen, das eigensinnige Dorf, die wilde Natur, die mystischen Kontrukte, die erbärmlichen Machenschaften und die Qual des Schweigens....Hier liegt das Talent der Autorin, hier lobe ich die tolle Umsetzung! Das sagt die Autorin über ihr Buch: "Zum Krimischreiben fand ich über die Kurzgeschichten den Weg, denn eine große Überraschungsfeier zum Geburtstag meines Mannes hat sich zu meinen ersten Krimi, die "Toskanische Wahlverwandtschaften" ausgeweitet. Der Verlag 3.0 gab mir die Gelegenheit, diesen Krimi ("kriminalistischer" und hoffentlich noch spannender, damit meine Leser gar nicht mehr aufhören können) unter dem Titel "Im Bann der Omertà" neu zu veröffentlichen. Eine andere Inspiration liefert mir meine Heimatregion rund um Heidelberg und viele Reisen, auch in die Toskana. Wenn ich höre, was manche Leute auf sich nehmen, um an den Neckar zu kommen, lag es für mich nahe, dem "Mythos Heidelberg" auf die Spur zu gehen. Es gibt schon jede Menge Heidelberg- und Toskanaromane mit Kochrezepten. Aber die Krimis über Organisierte Kriminalität aus beiden Regionen mit Reiseimpressionen und kulturhistorischen Hintergründen sind ausgesprochen selten. Also, wer neugierig geworden ist und einen spannendes Buch sucht, findet "Im Bann der Omertà" beim Verlag 3.0 und hoffentlich auch bald in vielen Buchläden." Meinung: Dieser Krimi überzeugt durch eine facettenreiche und vielseitige Umsetzung der Familientragödie. Hier paaren sich Mystik, Geheimnis, Erkenntnis und die erschreckende Wahrheit. Ich war von Beginn an gefesselt, dies zog sich bis zum Ende durch. Leider nahm meine Begeisterung mit Fortschreiten der Handlung kurzzeitig etwas ab, da mir dann gerade im Fall der Omerta etwas Tiefe fehlte. Hier hätte ich mir ein klareres Bild vorstellen können. Die Schauplätze sind Kernstück des Krimi, wunderbare Idee in dem Buch ist es, kleine Landstriche durch Bilder und Fotos zu erklären. Zudem gibt es ein übersichtliches Kartenwerk zu bestaunen. Und als BonBon gibt es einen einfachen Stammbaum, um die Familienkonstellationen zu verfolgen. Ein wunderbarer Roman, ein spannender Krimi und ein mystisches Komplott in einem Buch. Toll, ganz nach meinem Geschmack. Mir gefallen die beiden Handlungsstränge aus Damals und Heute, die auf so sonderbare Weise zu einander finden und überraschen. Und zudem überzeugt die Zusammenstellung aus Haupt- und Nebenrollen, Personifizierte Charaktere mit viel Gefühl und Hintergrund geformt. Cover / Buch: Das Buch ist absolut hochwertig und sehr schön verarbeitet. Das Schriftbild ist angenehm, die Kapitel nicht allzu lang. Das Cover gefällt mir mehr als gut, es wirkt fern und nah, und absolut mystisch mit einer geheimen Botschaft. Im Bann der Omerta... Die Autorin: "Heiderose Teynor, Jahrgang 1957, lebt in Neckarsteinach bei Heidelberg. Studium der Politologie und Geschichte. In den 1980ern begann sie Kurzgesschichten und kleine Episoden zu schreiben und holte auch "Nathan den Weisen" sprachlich in die Gegenwart. Ihre wahre Leidenschaft gilt jedoch dem Thema Organisierte Kriminalität und Spionage." Fazit: Spannend, verworren, dramatisch und einfach toll zu Lesen. Ein Krimi mit besonderem Hintergrund!

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    Sick

    Sick

    19. August 2014 um 11:33
    parden schreibt Da möchte ich mich mal heftig nickend einklinken. Unmöglich... ;)

    Ich schließe mich auch an. ;-)