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Verlag_Kremayr-Scheriau

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Darf Wut sein? Ja, sie soll sogar

 

Worum geht's?

In unserer Gesellschaft ist Wut, diese heftige Gefühlsregung, geächtet und negativ bewertet. Sehr zum Schaden für ein gelingendes Zusammenleben. Denn wer dieses Gefühl immer im Zaum hält, schafft sich andere Ventile: Zynismus, der beleidigt und entwertet; psychosomatische Erkrankungen; chronisches Gekränktsein; oder der lange zurückgehaltene Wutstau entlädt sich in einem fatalen Affektdelikt. Heidi Kastner weiß als Gerichtspsychiaterin nur zu genau, wohin Wut führen kann, wenn sie nicht ins Alltagsleben integriert ist.

Anhand von Fallbeispielen und Rückgriffen auf Psychologie und Geschichte zeigt sie, wie sich die Spielregeln im Umgang mit Wut im Lauf der Zeit geändert haben und in welch engem Korsett der Gefühlsäußerungen wir heute leben.

Das Buch ist ein Plädoyer für die Geradlinigkeit des Ausdrucks und die Anerkennung der eigenen Emotionen – der „guten“ wie der „bösen“. Denn, so schrieb schon der französische Philosoph Montaigne: „Alle offen zutage tretenden Laster sind weniger schlimm; am gefährlichsten werden sie, wenn sie sich unter dem Mantel seelischer Gesundheit verstecken.“ Wie wahr!

Erscheinungstermin: 8. Oktober 2014

 

Heidi Kastner
geboren 1962 in Linz, ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 1997 Gerichtspsychiaterin; Aufbau und Leitung dreier forensischer Nachbetreuungsambulanzen; seit 2005 Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklinik Linz; Gerichtsgutachterin für Strafrecht. Mehrere Buchveröffentlichungen.

>> Informationen zum Buch

Leseprobe:

Wut als Charakterzug?
Jeder kennt und keiner liebt sie: Menschen, die bei geringstem Anlass unverhältnismäßig heftig reagieren, die sofort die Beherrschung verlieren oder meinen, dass Beherrschung einen Aufwand erfordere, den sie sich selbst lieber nicht zumuten möchten. In der distanziert-formalen Sprache derjenigen Wissenschaften, die sich mit psychischen Phänomenen befassen, handelt es sich bei solchen Personen um Menschen mit hoher Impulsivität, womit ein weiterer „technischer Begriff“ benannt ist, mit dem wir Emotionen anderer distanziert-emotionsfrei etikettieren. [...]


Bewerbung zur Leserunde:

Wenn ihr mehr über die Macht der Wut erfahren wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 5.10.2014 für eines von 15 Leseexemplaren von "Wut: Plädoyer für ein verpöntes Gefühl". Sagt uns, wie ihr mit eurer Wut umgeht und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet.

Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

> Besucht unsere neue Webseite! www.kremayr-scheriau.at
> Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

Autor: Heidi Kastner
Buch: Wut: Plädoyer für ein verpöntes Gefühl

wandablue

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Hin und wieder gibt es auf lovely books auch ein Sachbuch. Das finde ich sehr gut. Und das Thema ist "bewegend". Was sagt die Autorin dazu, kann ich zustimmen, werde ich ablehnend reagieren, werden wir eine gute und interessante Diskussion haben, werde ich etwas lernen?
Ich würde mich freuen auf die Lektüre.

esposa1969

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

So dann bewerbe ich iuch doch auch hier gerne wieder.

Mit Wut gehe ich um, indem ich sie ganz kurz rauslasse, einfach mal tief durchatmen oder laut stöhnen und schon ist sie verflogen!

Sehr gerne würd eich auch hier wieder mitlesen und rezensieren und wie immer breit streuen u.a. auf amazon.de, wasliestdu.de, bei Facebook, hier bei lovelybooks.de und gerne auch auf buchonlinde-Shop-Seiten.

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kalligraphin

vor 3 Jahren

Wut und der Gerechte
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Starbucks schreibt:
Also, genau das habe ich auch gerade gedacht, ich kenn da mehrere von. Was nicht bedacht wird bei den ganzen Frührentnern: Wenn du mit 40 oder 50 schon aufhörst zu arbeiten, du wirst aber auch nie wieder in den Job zurückkehren, was hast du dann noch? Dies sind ja nicht die Menschen, die sich ganz plötzlich wie wild ehrenamtlich engagieren oder so. Also abhängen bis zum Lebensende - eine lange Zeit....

Ich denke, dass jemand wie Herr O., der das Nichtstun gelernt hat, mit Freizeit ganz gut umgehen kann. Außerdem wird er bis an sein Lebensende für den Groll gegen den neuen Chef leben. Das ist auch zeitfüllend und lebensinhaltgebend.

Darüber hinaus kann man wohl nicht alle Frührentner über einen Kamm scheren. Es gibt ganz unterschiedliche, teilweise sehr ernste, Gründe, die zur Verrentung geführt haben. Und die Menschen, die es betrifft sind ja nun auch alle unterschiedliche Typen...

kalligraphin

vor 3 Jahren

Wut und der Gerechte
@frenx1

Das Nachwort fand ich auch super!

Die Definition des Bösen war sehr interessant, wenn auch etwas schwammig.

Sehr spannend ist auch dieser Gedanke:

'[...] den Zorn hingegen als etwas Positives, etwas Gebendes: Anstatt den anderen zu ignorieren, schenken wir ihm unsere Aufmerksamkeit, aber wir schenken auch uns selbst unsere Aufmerksamkeit und die Möglichkeit zu neuen Erfahrungen.' (125)

Die Quintessenz des letzten Kapitels/Nachworts war für mich:
Wut kann etwas sehr Lebendiges und Befreiendes sein!

Der allerletzte Absatz hatte es in sich (vlt liegt es daran, dass ich sehr ungern über den Tod nachdenke):

'Ganz zuletzt, in jedem Sinn des Worts, ist Wut auch eine ligitime, wenngleich vielleicht nicht die finale Methode, mit der unfassbaren Endlichkeit des Lebens zurande zu kommen [..].' (126)

kalligraphin

vor 3 Jahren

Eure Lieblingszitate

'Dabei übersehen wir, dass Menschen weit robuster sind, als manche uns das glauben machen wollen, dass noch nie ein Mensch daran verstorben ist, dass er unfreundlich, unhöflich oder gar allzu laut angesprochen wurde und dass es zwar durchaus legitim sein kann, wütend zu werden und sich gegen Übergriffe jeglicher Art verbal abzugrenzen, dass aber nicht jedes Unrecht von weltumspannender Dimension und nachhaltiger Wirkung sein muss, selbst dann nicht, wenn es uns selbst widerfährt.' (121)

sic!

kalligraphin

vor 3 Jahren

Eure Lieblingszitate

Do not go gentle into that good night,
rage, rage against the dying of the light.

(Dylan Thomas, S. 126)

kalligraphin

vor 3 Jahren

Eure Rezensionen

Vielen Dank für dieses bemerkenswerte und sehr wertvolle Buch! Ich finde es grandios und bin begeistert! Hier meine Rezension:

http://www.lovelybooks.de/autor/Heidi-Kastner/Wut-Pl%C3%A4doyer-f%C3%BCr-ein-verp%C3%B6ntes-Gef%C3%BChl-1105412488-w/rezension/1122379346/

Etwas schade finde ich es, dass ich so spät in die Leserunde eingestiegen bin. Dafür möchte ich mich nochmal entschuldigen. Ich habe den Eindruck, dass das Buch viele Leser nicht so sehr begeistert hat wie mich und vlt wäre eine Diskussion da ganz bereichernd gewesen.

Meine Erwartungen an dieses Buch wurden sogar bei weitem übertroffen! Selten liest man etwas so Intelligentes und Sprachgewandtes im Sachbuchgenre!

Talitha

vor 3 Jahren

Eure Rezensionen
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Hier ist meine Rezension, hab sie auch auf Amazon veröffentlicht:

http://www.lovelybooks.de/autor/Heidi-Kastner/Wut-Plädoyer-für-ein-verpöntes-Gefühl-1105412488-w/rezension/1125342421/

Danke, dass ich mitlesen durfte.

Starbucks

vor 2 Jahren

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Auch meine Rezension habe ich nun eingestellt. Da das Buch mich nicht ganz überzeugt hat, ist mir die Rezension schwer gefallen. Hier steht sie aber nun doch noch:

http://www.lovelybooks.de/autor/Heidi-Kastner/Wut-Pl%C3%A4doyer-f%C3%BCr-ein-verp%C3%B6ntes-Gef%C3%BChl-1105412488-w/rezension/1194024575/

Vielen Dank dennoch für das Buch. Ich mag den K und S Verlag sehr gern und die Auswahl Ihrer Bücher.

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