Heidi Rehn

 4,1 Sterne bei 857 Bewertungen
Autorin von Das Haus der schönen Dinge, Der Sommer der Freiheit und weiteren Büchern.
Autorenbild von Heidi Rehn (©Susie Knoll)

Lebenslauf von Heidi Rehn

Geboren und aufgewachsen im geschichtsträchtigen romantischen Mittelrheintal ist Heidi Rehn von Kindheit an fasziniert von Geschichte(n). Folgerichtig entschied sie sich zum Studium der Germanistik und Geschichte. Dazu ging sie vor vielen Jahren nach München. Obwohl ihr dort der Anblick des imposoanten Rheins sehr abgeht, blieb sie an der Isar hängen und lebt bis heute mit ihrer Familie (fast) mitten in der Stadt, aber dennoch umgeben von viel Grün und Natur. 

Geschichte und Geschichten erzählen hat sie sich nach Stationen in der wissenschaftlichen Arbeit, dem Journalismus und in der PR-Branche längst zum Beruf gemacht. Pünktlich zur Jahrtausendwende erschien ihr erster Roman, dem inzwischen knapp 20 weitere sowie verschiedene Kurzgeschichten in Anthologien und Zeitungen folgten. "Die Wundärztin" über eine junge Frau im Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges war ihr erster großer Erfolg, mit dem Kaufhausroman "Das Haus der schönen Dinge" über eine fiktive jüdische Warenhausdynastie zwischen Prinzregentenzeit und Drittem Reich gelang ihr erstmals der Sprung auf die Bestsellerliste. 2014 erhielt sie außerdem den Goldenen Homer für den besten historischen Gesellschafts- und Beziehungsroman. Ihre bevorzugten Genres sind historischer Roman und historischer Kriminalroman. Ihre bevorzugte Zeit ist die erste Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. 

In ihrer Wahlheimat München bietet Heidi Rehn unter dem Titel "Auf den Spuren von..." Spaziergänge zu den Schauplätzen ihrer Romane mit vielfältigen Informationen zum historischen Hintergrund an. Seit neuestem gibt es auch eine virtuelle Version dieser Touren auf einem eigenen Youtubekanal https://www.youtube.com/channel/UCO3qRWFTyXn29uqtejJ7rtg . Weitere Infos auf www.heidi-rehn.de

Neue Bücher

Alle Bücher von Heidi Rehn

Cover des Buches Das Haus der schönen Dinge (ISBN: 9783426519370)

Das Haus der schönen Dinge

 (152)
Erschienen am 02.05.2017
Cover des Buches Der Sommer der Freiheit (ISBN: 9783426512166)

Der Sommer der Freiheit

 (92)
Erschienen am 01.07.2014
Cover des Buches Die Wundärztin (ISBN: 9783426414620)

Die Wundärztin

 (68)
Erschienen am 06.01.2012
Cover des Buches Tanz des Vergessens (ISBN: 9783426515914)

Tanz des Vergessens

 (62)
Erschienen am 01.07.2015
Cover des Buches Das doppelte Gesicht (ISBN: 9783746637075)

Das doppelte Gesicht

 (43)
Erschienen am 08.12.2020
Cover des Buches Vor Frauen wird gewarnt (ISBN: 9783426526262)

Vor Frauen wird gewarnt

 (37)
Erschienen am 02.08.2021
Cover des Buches Hexengold (ISBN: 9783426505441)

Hexengold

 (41)
Erschienen am 01.06.2011

Interview mit Heidi Rehn

Interview zwischen LovelyBooks und Heidi Rehn // Juli 2011

1)Wie bist du zum Schreiben gekommen und wie hat dich deine Arbeit als Schriftstellerin mit der Zeit verändert?

Schreiben wollte ich schon immer, allerdings habe ich erst relativ spät mit dem Bücherschreiben begonnen. Gleich aber bin ich von der Sucht erfasst gewesen, ständig neue Ideen auf diese ganz besondere Weise im Kopf herumzuwälzen und zu Romanen auszubauen. Das liegt sicher auch daran, dass ich das unverschämte Glück hatte, meinen ersten Roman, einen Frauenroman, auf Anhieb bei einem angesehenen Publikumsverlag (Rowohlt) unterzubringen. Meine Arbeit als Autorin hat sich seither sehr verändert, zum einen, weil ich zunächst zwei Gegenwartsromane geschrieben habe, die nicht annähernd denselben Rechercheaufwand besaßen wie meine jetzigen historischen Romane. Zum anderen, weil ich mich seit einigen Jahren ganz aufs Schriftstellern konzentrieren kann und meine journalistischen Arbeiten dafür aufgegeben habe.

2)Welche Vorteile bietet das Internet für dich und wie nutzt du hier den Kontakt zum Leser, wie z.B. in einer Literaturcommunity wie LovelyBooks.de?

Eine sehr große Hilfe ist das Internet für mich natürlich beim Recherchieren. Ich gehöre zwar nach wie vor zu den Leuten, die Orte mit eigenen Augen gesehen, Dinge mit eigenen Händen angefasst, Gerüche um die eigene Nase geweht haben müssen, aber im Internet bekomme ich auf die Schnelle Informationen, die mir darüberhinaus noch fehlen. Und ich kann mich dort auf die Suche nach (Sach-)Büchern machen, die ich zu meinen Themen lesen will. Meine Lieblingsbibliothek, die Bayerische Staatsbibliothek, erreiche ich via Internet rund um die Uhr, ganz zu schwiegen von den Adressen für antiquarische Bücher etc. Ein wahrer Segen (allerdings nicht unbedingt für mein Bankkonto)! Zudem liebe ich es, dank des Internets den direkten Kontakt zu Lesern z.B. in Internetforen oder bei Leserunden auf sehr unkomplizierte Weise zu bekommen. Dadurch erfahre ich, wie meine Bücher und meine Schreibe bei meinen Lesern ankommen, was ihnen beim Lesen wichtig ist, wie sie Figuren oder den Plot verstehen etc. Es ist ein viel ungezwungenerer Austausch als z.B. bei Lesungen, wenn der Moderator die beliebte Aufforderung stellt „Wenn Sie jetzt noch Fragen haben...“ und alle verschämt hinterm Rücken ihres Vordermanns abtauchen...

3)Welche Bücher/Autoren liest du selbst gern und wo findest bzw. suchst du Empfehlungen für den privaten Buchstapel?

Ich bin geradezu lesesüchtig und lese eigentlich alles, was mir in die Finger kommt, so lange es gut schrieben ist und eine packende Story enthält. Wenn es mich allerdings langweilt, lege ich ein Buch inzwischen auch weg (das war ein langer Lernprozess!). Empfehlungen finde ich auf diversen Leselisten im Internet, immer wieder sehr gern auch bei meinem Buchhändler hier in meinem Stadtviertel sowie durch Gespräche mit Freunden, die ebenfalls sehr viel lesen. Manchmal macht mich sogar ein Zeitungsartikel neugierig. :-)))

4)Von welchem Autor würdest du dir gern mal ein Vorwort für eines deiner Bücher wünschen und warum?

Eine schwierige Entscheidung – ich hasse Entscheidungen! Mein absoluter Lieblingsautor – Gert Hofmann – ist leider schon gestorben. Von ihm stammt der Satz „Nicht schreiben, wie es war, sondern wie es gewesen sein könnte.“ Das steht allen meinen Romanen quasi als Grundüberlegung voran. Deshalb wäre er als Vorwortschreiber der absolute Wunschkandidat gewesen.

5)Man wird als Schriftsteller schnell in Schubladen gesteckt. Würdest du gerne mal das Genre wechseln und deine Leser mit einer völlig neuen Seite überraschen?

Ich habe in meiner noch relativ kurzen Autorinnenkarriere schon mehrmals das Genre gewechselt: das erste Buch lief als „Frauenroman“, das zweite als „Regiokrimi“, dann folgten drei historische Krimis bis ich - endlich! - bei meinem absoluten Wunschgenre, dem historischen Roman, angekommen bin. Vorerst möchte ich dort bleiben, weil ich noch sehr, sehr viele Ideen dazu mit mir herumtrage. Meine Leser mögen mir also bitte verzeihen, wenn ich auf absehbare Zeit meinem Genre treu bleibe und lieber mit neuen Geschichten als mit einem neuen Genre überrasche.

6)Wo holst du dir die Ideen und Inspiration für deine Bücher?

Eigentlich überall: wenn mir ein interessantes Gesicht in der U-Bahn gegenübersitzt, denke ich mir gern eine Geschichte dazu aus, wenn ich in eine anregende Gegend reise, suche ich immer gleich eine Buchhandlung auf, um mich nach passender Literatur umzuschauen, wenn ich etwas Spannendes lese, erhalte ich oft Ideen. Meist ist es eine winzige Nebenbemerkung, die die Maschine in mir in Gang setzt. Bislang muss ich mir da also zum Glück keine großen Sorgen machen. Im Gegenteil. Manchmal würde ich gern die Klappen schließen und ein wenig in Ruhe durchschnaufen....

7)Wie und wann schreibst du normalerweise, kannst du dabei diszipliniert vorgehen oder wartest du, bis dich in einer schlaflosen Nacht die Muse küsst?

Brav auf die Muse zu warten – die bei mir übrigens ein gewisser Herr Muse ist – macht gar keinen Sinn. Der kann ganz schön zickig sein. Also setze ich mich lieber jeden Tag zur selben Zeit – nach Frühstück und Walkingrunde im nahen Park – an den Schreibtisch und lege los. Herr Muse weiß, wo ich zu finden bin. Geht es nicht weiter, weil er nicht auftaucht, erledige ich Routinearbeiten, überarbeite das bisher Geschriebene, lese mir das Exposee noch einmal durch etc. Meist geht es dann doch plötzlich wieder. Ansonsten kann ich mich auch darauf verlassen, dass mir zu den unmöglichsten Gelegenheiten doch noch eine bessere, wenn nicht gar die zündende überhaupt, Idee kommt. Sie schlaflos auf Biegen und Brechen herbeizusehnen, bringt jedoch gar nichts. Deshalb lasse ich das von vorneherein.

8)Gibt es eine lustige Anekdote aus deinem Schriftstellerleben, die du uns erzählen möchtest?

In meinem ersten Roman hatte ich eine winzige Nebenhandlung, die laut Aussage meiner damaligen Lektorin absolut unrealistisch war – aber ausgerechnet die war die einzige, wirklich von mir erlebte Geschichte, die ich dort eingebaut hatte. Seither weiß ich: Das Leben hält die verrücktesten Zufälle und Begebenheiten bereit, die für einen fiktiven Roman allerdings viel zu unrealistisch sind. Also dort bitte lieber „realistischer“ denken als das Leben selbst ist.

9)Welche Wünsche hast du im Bezug auf deine Bücher und deine Arbeit für die kommenden Jahre?

Ich wünsche mir viel Kraft, Ausdauer und natürlich den nötigen Erfolg bei meinen Leserinnen und Lesern, damit ich noch viele weitere Ideen in Bücher verwandeln und so unbeschwert weiter schreiben kann wie bisher.

10) Du schreibst historische Romane: doch welche Zeit in der Vergangenheit wäre es, in die du gern selbst einmal zurück reisen würdest? Oder bist du doch neugieriger auf die Zukunft?

Allzu weit zurückreisen wollte ich gar nicht. Durch mein Schreiben bin ich jeden Tag in den Epochen meiner Romane zu Gast. Was ich aber gern einmal perönlich miterleben würde, ist die erste Mondlandung. Es muss ein phänomenales Gefühl gewesen sein, als erster Mensch dort oben zu stehen und unsere liebe Erde aus einem ganz neuen Blickwinkel zu betrachten. Wunderschön! Reisen in die Zukunft behagen mir allerdings ganz und gar nicht. Ich lasse gern – wie Franziska zu Reventlow einmal gesagt hat - „das Leben auf mich regnen“, sprich: ich warte lieber ab, was passiert. Es passiert ja so oder so, und da ist es besser, nicht vorab schon zu wissen, was auf einen zukommt.

Neue Rezensionen zu Heidi Rehn

Cover des Buches Die Wundärztin: Historischer Roman – Die Magdalena-Reihe 1 | »Eine wunderbare Heldin«, sagt Iny Lorentz (ISBN: B0BGPZNVSB)
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Rezension zu "Die Wundärztin: Historischer Roman – Die Magdalena-Reihe 1 | »Eine wunderbare Heldin«, sagt Iny Lorentz" von Heidi Rehn

„Tief atmete er ein, um sich Mut zum Reden zu machen“.
ginnykatzevor 22 Tagen

Magdalena kennt es nicht anders. Groß geworden im kaiserlichen Tross, reist sie mit ihrer Familie durch die Lande. Hunger, Schrecken, Verletzte und Tote sind ihre ständigen Begleiter. Als sie droht im Feuer in Magdeburg umzukommen, rettet Eric ihr Leben. Er bringt sie zu ihrem Vater zurück und stand Dank, erntet er nur beleidigende Worte. Magdalena kann das nicht verstehen, sie ist zwar erst sechs Jahre alt, aber warum darf Eric nicht einfach bei ihnen bleiben?

Nach vielen Jahren trifft Magdalena, inzwischen Wundärztin, Eric wieder. Er war auch die ganze Zeit im Tross gewesen. Nun entbrennt eine Liebe, die nicht ohne Folgen bleibt. Aber dann verschwindet Eric spurlos aus Freiburg. Mitten im Krieg im kaiserlichen Tross ist Magdalena nun auch sich allein gestellt. Wer steht hinter ihr und kann sie Eric wiederfinden?

Fazit:

Die Autorin Heidi Rehn nimmt uns in ihrem historischen Roman „Die Wunderärztin“ mit in den dreißigjährigen Krieg. Das gelingt ihr gut, denn ihre Beschreibungen der Geschehnisse, der Umgebung und des Trosslebens nehmen mich gefangen und ich kann das Buch nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil ist gut und lässt sich flüssig lesen. 

Die Charaktere sind gut gewählt und in Szene gesetzt worden. Vor allem Magdalena und Eric sind lebendig beschrieben.

Zitat Kapitel 3: “Sie beugte sich über ihn, feierte mit jeder einzelnen Furche seines Gesichts ein stummes Wiedersehen und strich behutsam über das rotblonde Haar.“

Manches Mal hätte ich mir gewünscht, dass auch die anderen Figuren etwas tiefgründiger beschrieben wären, denn bei dieser großen Anzahl hätte ich dann sicher für manche mein Herz eher geöffnet. Bei den Kriegsgeschehnissen und schweren Verwundungen der Soldaten hätte es für mich nicht ganz so blutig zugehen müssen, mir reicht schon das Anreißen und mein Kopfkino stellt sich an. Auch die Arbeit der Wundärzte ist mir zu ausführlich beschrieben worden. 

Das Buch hat mir gut gefallen und daher kommt hier von mir eine Leseempfehlung und ich vergebe 4 Sterne. Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

Kommentare: 4
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Cover des Buches Die Tochter des Zauberers - Erika Mann und ihre Flucht ins Leben (ISBN: 9783746635811)
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Rezension zu "Die Tochter des Zauberers - Erika Mann und ihre Flucht ins Leben" von Heidi Rehn

Erika Mann
Katjuschkavor einem Monat

Sie war Tochter von, Schwester von, Ehefrau von.

Wann immer man von Erika Mann liest, geschieht dies im Zusammenhang mit einem der Männer in ihrem Leben.

Aber wer war Erika Mann wirklich? Was für ein Typ Mensch war sie?

Heidi Rehn versucht hier, diese außergewöhnlich Frau, anhand von nur 15 Monaten ihres Lebens, aus dem Schatten zu holen. 

Und das gelingt ihr ausgesprochen gut!


Der Zeitraum der Handlung von "Die Tochter des Zauberers" umfasst die ersten Monate nach ihrer Flucht aus Europa in die USA.

Man erlebt eine charismatische, willensstarke, aber auch empfindsame Frau, die politisch weitsichtiger war als so mancher männliche Zeitgenosse.

Und zeitgleich kommt einem auch die private Seite sehr nah.

Sie hatte Liebschaften mit Männern und Frauen, war mit Gustaf Gründgens verheiratet, hatte eine langjährige Beziehung zu Therese Giehse, heiratet erneut.

Queer würde man es heute nennen.

Der wichtigste "Herzensmensch" war aber zeitlebens ihr Bruder Klaus Mann. Ihm war sie Schwester, Freundin, Managerin, Seelenverwandte!

Erika war es auch, die die ganze Familie Mann zusammengehalten hat. "Sie hat für uns alle die Suppe gesalzen" wird ihr Bruder Golo Mann später über sie sagen.

Und als "Tochter-Adjudantin" kümmert sie sich um Werk und Nachlass des Übervaters Thomas Mann. So wie sie sich immer zuerst um andere gekümmert und gesorgt hat.


Ich habe seit der Lektüre des Buches ein ganz neues Bild von Erika Mann. Das, einer selbstbewussten, engagierten, leider nie genügend gewürdigten Frau, die ihrer Zeit in mancherlei Weise voraus war.

Das auch im Titel dieses Buches die Worte "Tochter des Zauberers" deutlich größer geschrieben sind als ihr Name, zeigt die Tragik ihres Lebens. Denn man weiß sofort um wen es sich handelt, noch bevor man das deutlich kleinere "Erika Mann und ihre Flucht ins Leben" gelesen hat...

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Cover des Buches Die Wundärztin: Historischer Roman – Die Magdalena-Reihe 1 | »Eine wunderbare Heldin«, sagt Iny Lorentz (ISBN: B0BGPZNVSB)
shilos avatar

Rezension zu "Die Wundärztin: Historischer Roman – Die Magdalena-Reihe 1 | »Eine wunderbare Heldin«, sagt Iny Lorentz" von Heidi Rehn

Die Geschichte einer großen Liebe in den Wirren des 30jährigen Krieges
shilovor einem Monat

Obwohl ich anfangs leichte Schwierigkeiten hatte, mich in diese Geschichte einzufinden, fesselte mich dieses Buch bereits nach einigen Seiten. Sie handelt von Magdalena, die als Trosskind mit ihrem Vater mitreist. Als 6jährige wird sie aus dem brennenden Magdeburg von dem 12jährigen Eric, dessen Familie bei dem Brand ums Leben kam, gerettet und nimmt ihn mit zu ihren Eltern. Er bekommt eine Stelle als Zimmermann und beide verlieren sich aus den Augen. Jahre später, Magdalena versorgt als Wundärztin die Verletzten, begegnen sie sich wieder. Sie verbringen ihre wenige freie Zeit heimlich fernab vom Tross miteinander, denn ihre Väter waren verfeindet und Magdalena ist der Umgang mit Eric streng verboten. Bei einem Angriff der Franzosen verliert Magdalena ihren Vater und Eric verschwindet spurlos. Sie ist schwanger und muss nun eine Entscheidung treffen, die ihr ganzes Leben beeinflussen wird.

Bildgewaltig. wenn auch so manches Mal etwas langatmig, lässt die Autorin den Leser in die Wirren des 30jährigen Krieges eintauchen. Die Handlung ist fesselnd und voller Spannung. Authentisch und nachvollziehbar sind die relevanten Protagonisten dargestellt. So war es mir möglich, mich in die Gefühle und Handlungen Magdalenas hineinversetzen zu können. Auch konnte ich ihre Hilflosigkeit gegenüber ihrer intriganten Cousine Elsbeth sehr gut nachvollziehen. Mit einem leichten und lockeren Schreibstil führt Heidi Rehn durch diesen Roman.

Mein Fazit:

Ein sehr gut recherchierter historischer Roman, den ich gerne weiter empfehle. 4 Sterne.


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Gespräche aus der Community

Majestätisch sind die Berge - und gefährlich! Davon erzählen 14 AutorInnen in ihren Krimis aus den bayerischen Bergen - ganz unterschiedlich, aber fast immer tödlich. Wir spendieren 10 frisch gedruckte Klappenbroschuren, sind gespannt, welche Geschichte euch wie und warum gefällt und freuen uns über Rezensionen! Kommt mit auf diese Krimi-Tour! Ein Teil der AutorInnen ist wohl mit dabei!

Willkommen zu unserer gemeinsamen Tour! Sobald die Buchgewinner feststehen und ihre Bücher per Post erhalten haben, darf losgelesen werden. Wir warten nicht, bis alle Bücher angekommen sind, denn die Post stellt sehr unterschieldich schnell zu, wie ich immer wieder feststelle. Es hat sehr viel Spaß gemacht, mit diesen tollen AutorInnen das Buch zu machen. Ich hoffe, es geht euch beim Lesen genauso! Jetzt also starten wir mit Wanderstöcken, Steigeisen und Seilen. Ich hoffe, niemand stürzt ab. ;-)  

472 BeiträgeVerlosung beendet

Es ist soweit: Der zweite Fall für das Ermittlerduo Emil Graf und Billa Löwenfeld erscheint. Habt ihr Lust, ihn gemeinsam mit mir zu lesen? Der Aufbau Verlag stellt freundlicherweise 15 Freiexemplare (Printbuch) zur Verfügung. Bewerbt euch jetzt und beantwortet die Frage. Ich freue mich schon auf euch!

Jetzt ist er also da, der zweite Fall für Emil Graf und Billa Löwenfeld. Dabei ist Emil nach wie vor nicht sicher, ob er wirklich Kriminalkommissar werden will. Aber auch knapp ein Jahr nach Kriegsende hat er nicht wirklich die Wahl. Was ihn freut und verunsichert zugleich: Billa Löwenfeld taucht wieder auf, die gebürtige Münchner Jüdin, 1938 nach New York emigriert, 1945 als Fotoreporterin im Auftrag der US-Regierung zurückgekehrt und zwischenzeitlich für eine Weile verschwunden. Abermals treffen sie ausgerechnet am Fundort einer Leiche aufeinander. Und von neuem beginnen sie, sich aus unterschiedlichen Perspektiven - Emil als Polizist, Billa als Reporterin - mit den näheren Umständen der Tat zu befassen.

Doch es geht nicht allein um den mysteriösen Mordfall, dier die Beiden rasch in Atem hält. Auch das Gegen- und Miteinander der amerikanischen Besatzungskräfte und der Münchner Bevölkerung in der unmittelbaren Nachkriegszeit, der sich allmählich etablierende Alltag zwischen Trümmern, ständigem Hunger und erstem Wiederaufbau rücken ins Blickfeld. Sowie die ewige Frage, warum manche per se zu den Gewinnern gehören, während andere wohl dazu prädestiniert sind, immer auf der Verliererseite zu landen...

Ich würde mich freuen, mit euch darüber zu diskutieren und eure Erfahrungen und Meinungen dazu zu hören!

Eine Leseprobe findet ihr auf der Website des Verlags - klickt auf die rechte untere Ecke des Covers, dann öffnet sie sich automatisch. Hier der direkte Link:

https://www.aufbau-verlag.de/index.php/die-letzte-schuld.html

580 BeiträgeVerlosung beendet
RehnHeidis avatar
Letzter Beitrag von  RehnHeidivor 10 Monaten

Danke Dir sehr herzlich für die ausführliche Rezi! Freut mich sehr, dass Dir der Krimi gefallen hat, und Du Dich jetzt nochmal so intensiv für die Besprechung damit befasst hast.

Gute Besserung für Deine Augen - ich hoffe sehr, damit ist jetzt alles wieder in Ordnung.

Beste Grüße

Heidi

Vicki Baum war in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts der Inbegriff der neuen, modernen Frau. Emanzipiert, erfolgreich, selbstbewusst. Mit Romanen wie "Menschen im Hotel" landete sie die ersten aufsehenerregenden Bestsellererfolge in Deutschland und der Welt, mit der Verfilmung "Grand Hotel" eroberte sie Hollywood. Doch auch privat hat Vicki Baum ein aufregendes Leben geführt...

Ihr Lieben,

seit vielen Jahren schon bin ich ein ganz großer Fan von Vicki Baum. Zwar habe ich (noch) nicht alle, aber die meisten ihrer Romane gelesen. Ein bisschen was muss immer noch zum Entdecken bleiben ;-) Auch viele ihrer amüsanten Zeitschriftenartikel habe ich bereits mit größtem Vergnügen verschlungen und natürlich mehrmals schon ihre Erinnerungen mit dem vielsagenden Titel "Es war alles ganz anders" studiert. Einen Roman über sie schreiben zu dürfen, ist mein ganz großer Traum gewesen - und nun endlich wahr geworden! 

Ihre Jahre in Berlin 1926-1931 sind dabei die entscheidenden - privat wie beruflich, weil die Stadt damals in allen Ecken brodelte, flimmerte, tanzte und die ganze Welt auf den Kopf stellte. "Berlin machte mich zu einer schicken, kultivierten, mondänen Frau", schrieb Vicki Baum später ebenso wie: "Die glücklichsten, interessantesten und fruchtbarsten Jahre meines Lebens (waren) Berlin, 1926 bis 1931, Ullsteinhaus, dritter Stock". Hermann Ullstein, der Chef des damals größten Verlagshauses im Land, versprach ihr, sie zur "höchstbezahlten Romanautorin Deutschlands" zu machen.

Ob und wie ihm das gelang, davon handelt mein Roman. Ich lade euch ein, mit mir in diese fünf entscheidenden und glücklichsten Jahre aus Vicki Baums Leben einzutauchen, und mitzulesen, was sie in dieser Zeit alles erlebt, getan, gesehen und wen sie geliebt hat, damit ihr einen Eindruck bekommt, wie aus der 38jährigen Schriftstellerin, Ehefrau und Mutter DIE Vicki Baum geworden ist, der nicht nur Berlin zu Füßen lag, sondern die international gefeiert wurde und der man in New York wie in Hollywood den roten Teppich ausrollte. Und das, obwohl sie in aller Bescheidenheit stets von sich behauptete "Ich weiß, was ich wert bin. Ich bin eine erstklassige Schriftstellerin zweiter Güte."

Eine erste Leseprobe findet ihr auf der Website von Droemer Knaur https://www.droemer-knaur.de/buch/heidi-rehn-vor-frauen-wird-gewarnt-9783426526262, im Magazin könnt ihr ein Interview mit mir über diesen Roman lesen https://www.droemer-knaur.de/magazin/entdecken/interview-heidi-rehn-vor-frauen-wird-gewarnt

Ich freue mich auf den Austausch mit euch!

1110 BeiträgeVerlosung beendet
RehnHeidis avatar
Letzter Beitrag von  RehnHeidivor einem Jahr

Zum Üben hatte ich auch mal eine alte Schreibmaschine meines Großvaters. Mich schmerzt noch heute der kleine Finger, wenn ich dran denke... ;-)))

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