Heidi Rehn Das Haus der schönen Dinge

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Inhaltsangabe zu „Das Haus der schönen Dinge“ von Heidi Rehn

Der neue große Roman von Erfolgs-Autorin Heidi Rehn über Aufstieg und Fall einer jüdischen Münchner Warenhaus-Dynastie über 100 Jahre - opulent, dramatisch, emotional! Als der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl 1897 zum Königlich-Bayerischen Hoflieferanten ernannt wird, glaubt er sich und seine Familie als gleichwertige Mitglieder der Münchner Gesellschaft anerkannt. Zwar begegnet seine Frau Thea Jacobs Enthusiasmus mit einer gewissen Skepsis, doch der Erfolg des Kaufhauses belehrt sie eines Besseren. Tochter Lily übernimmt das Kaufhaus am Münchner Rindermarkt in den goldenen 20ern und wähnt sich am Ziel aller Wünsche. Eine glückliche Zukunft scheint auf die Familie zu warten, doch als die Nazis die Macht ergreifen, müssen die Hirschvogls erleben, wie sich Bayern und München, das für sie stets Heimat war, plötzlich gegen sie wendet …

Interessante Geschichte einer Kaufhausdynastie mit etwas langem Vorlauf

— leni-klaudi
leni-klaudi

Starke Frauen, starke Geschichte vor den furchtbaren Ereignissen der dreißiger Jahre in Deutschland - und was dorthin geführt hat.

— once-upon-a-time
once-upon-a-time

Entführung in eine vergangene Zeit

— queenbee_1611
queenbee_1611

Wunderschöne Zeitgeschichte mit einem Kaufhaus als Hintergrundsthema

— eleisou
eleisou

Familiensaga, die mitviel LIebe zum Detail die jüdischen Kaufmannsfamilie Hirschvogel in München über 3 Generationen hinweg begleitet!

— leseratte_lovelybooks
leseratte_lovelybooks

Die intensive und berührende Geschichte der jüdischen Kaufmannsfamilie Hirschvogl , die ich unbedingt weiter empfehlen möchte

— heidi_59
heidi_59

Eine Familiengeschichte über 3 Generationen und 100 Jahre. Wirklich fesselnd und toll geschrieben

— spozal89
spozal89

Traurige und fesselnde Familiengeschichte

— buchernarr
buchernarr

Für mich leider zu viele Zeitsprünge, interessante Geschichte, aber nicht perfekt, 3 Sterne

— Isaopera
Isaopera

Eine interessante Geschichte über eine Jüdische Familie leider mit einen Schwächen

— lenicool11
lenicool11

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  • Interessante Geschichte einer Kaufhausdynastie mit etwas langem Vorlauf

    Das Haus der schönen Dinge
    leni-klaudi

    leni-klaudi

    01. August 2017 um 02:35

    Aufmerksam auf das Buch wurde ich zuerst durch das schön gestaltete Cover. Als ich dann noch den Titel las, wurde mir klar, dass es sich wohl um einen Roman um ein Kaufhaus handelt und ab da wollte ich das Buch unbedingt lesen! Heidi Rehn als Autorin historischer Romane war mir bereits ein Begriff und so habe ich mich auf eine tolle Geschichte gefreut. Die Geschichte beginnt Ende des 19 Jh. und zieht sich bis Mitte des 20 Jh. In dieser Zeit begleiten wir die jüdische Familie Hirschvogel und vor allem die Entwicklung des Kaufhauses Hirschvogel am Rindermarkt in München. Zu Beginn des Buches lernen wir die gesamte Familie Hirschvogel (die Eltern Thea und Jacob, die Kinder Lily, Benno und Sepp und die Großmutter Recha) kennen und begleiten sie bei der Eröffnung von neuen Geschäftsräumen. Das Kaufhaus besteht also schon länger und im Laufe der Geschichte erfahren wir, welche Tricks und Kniffe die Familie anwendet um den Umsatz zu steigern oder nach Tiefschlägen überhaupt wieder in Gang zu bekommen. Das Kaufhaus selbst wird ganz toll beschrieben und es ist wirklich interessant, wie die Kaufhäuser damals aussahen und wie die Kundschaft bedient wurde. Neben dem Kaufhaus spielt natürlich die Familie selbst eine große Rolle und wir erleben wie die die Kinder groß werden und selbst Kinder bekommen, welche Schicksalsschläge sie erdulden müssen und wie sie ihr Glück finden. Die Familie Rossbach, befreundet mit den Hirschvogels, nimmt auch einen wichtigen Platz in der Geschichte ein und hat viel Einfluss auf viele Begebenheiten. Besonders intensiv begleiten wir Lily Hirschvogel, deren Liebe zum Kaufhaus wir gleich zu Beginn des Romans mitbekommen und erleben, wie sie als Frau darum kämpft im Kaufhausgeschäft anerkannt zu werden. Auch die anderen Charaktere lernen wir sehr gut kennen, sodass man während des Lesens das Gefühl hat mitten im Geschehen zu sein. Der Schreibstil von Heidi Rehn ist sehr schön. Allerdings muss ich zugeben, dass ich eine Weile gebraucht habe um in die Geschichte zu finden, da Heidi Rehn einen anspruchsvollen und teils ausladenden Schreibstil hat und man das Buch nicht mal eben weglesen kann. Ihr Schreibstil passt aber in die damalige Zeit, vor allem, da sie viele Begriffe verwendet, die damals in der Region üblich waren. So sprechen auch einige Personen mit einem münchnerischen Akzent. Als ich mich dann aber an den Stil gewöhnt hatte, konnte ich die Geschichte genießen, da ich mich gut in die Zeit hineinfühlen konnte. Da die Geschichte über einen längeren Zeitraum spielt, hat die Autorin oft größere Zeitsprünge eingebaut. So hat sie auch die beiden Weltkriege „übersprungen“. Wir erfahren nur wie sie sich angebahnt haben und wie es danach aussah. Das hat mich zwar etwas überrascht, allerdings legt Heidi Rehn das Augenmerk stärker auf das Kaufhaus und nicht auf die Kriege. Dennoch bekommen wir viel über die Judenverfolgung mit, vor allem, da die Familie Hirschvogel jüdisch ist. Und obwohl es viele Zeitsprünge gab, hatte ich zu Beginn der Geschichte das Gefühl, dass sie sich hinzieht. Es passierte für meinen Geschmack nicht genug und erst ab Seite 250 wurde es für mich spannend und ich wollte immer weiterlesen. Im Nachhinein war das wohl nötig um die Beweggründe der Charaktere zu verstehen, allerdings hätte ich es mir etwas knackiger gewünscht. Alles in Allem ein sehr schöner und vor allem interessanter historischer Roman über eine Kaufhausdynastie, den ich allen empfehlen kann, die sich dafür interessieren, wie Kaufhäuser damals ausgesehen und geführt wurden und die Familiengeschichten lieben, die in schwierigen Zeiten spielen und in denen es viele dramatische Schicksalsschläge gibt. Wer den etwas langen Vorlauf in Kauf nimmt, kann sich auf eine tolle Geschichte freuen!

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  • Flair der Kaufhaus-Welt

    Das Haus der schönen Dinge
    mama2009

    mama2009

    30. July 2017 um 17:58

    Inhalt: Als der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl 1897 zum Königlich Bayerischen Hoflieferanten ernannt wird, glaubt er sich und seine Familie als gleichwertige Mitglieder der Münchner Gesellschaft anerkannt. Das von ihm begründete Kaufhaus Hirschvogl am Rindermarkt bedeutet für ihn die Verwirklichung eines Lebenstraums. In den »Goldenen Zwanzigern« folgt ihm Tochter Lily mit ebenso großer Begeisterung in der Leitung des Hauses nach – zunächst mit Erfolg, doch dann muss sie erleben, wie sich ihre Heimat ­Anfang der 30er Jahre plötzlich gegen sie wendet … Meine Meinung und Fazit zum Buch: Als ich in den Buchvorschauen ein neues Buch von Heidi Rehn entdeckt habe, landete es gleich auf meiner Leseliste. Heidi Rehn hat es auch mit "Das Haus der schönen Dinge" wieder geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen. Mit ihrer Sprachgewandtheit schafft sie es erneut, vergangene Zeiten aufleben zu lassen. Mit dem "Hirschvogl" lässt Heidi Rehn das Flair größer Kaufhäuser aufblühen und man läuft als Leser mit durch die Etagen und betrachtet die erlesenen Waren. Was für eine Pracht muss dies gewesen sein? Thea und Jacob haben ihren Traum war gemacht und ein Kaufhaus für höchste Ansprüche gegründet, das nicht nur auserlesene Waren aus aller Welt, sondern auch aus allen erdenklichen Bereichen anbietet. Alles was zum Gelingen beiträgt, wird mit diesem Werk dem Leser ans Herz gelegt und ich habe beim Lesen mit den Protagonisten mitgefiebert. Mit der Familie Hirschvogl sind wunderbare Charaktere entstanden und ich habe sie gern bei ihrem Lebensweg begleitet.  Liebe und Hass, Freude und Trauer spielen eine zentrale Rolle. Was mir besonders gut gefallen hat, dass ich beim Lesen an Heidi Rehns Buch „Spiel der Hoffnung“ erinnert wurde, sei es durch Spielsucht oder durch die schleichende Machtergreifung der Braunen rund um Hitler. Das Buch ist in 3 Teile unterteilt, die Zeit von der Jahrhundertwende bis zum ersten Weltkrieg, die stürmische Zeit nach dem 1. Weltkrieg und der letzte Teil ab Hitlers Machtergreifung bis 1938. die Unterteilung finde ich sehr gelungen, vor allem weil damit der Stimmungswandel innerhalb der Gesellschaft gekonnt dargestellt wird. Unterschwellig hört man immer einen Unterton gegenüber den Juden heraus, der je nach Wohlstand oder fehlenden Wohlstand mal leise mal laut ist. Es wird deutlich, dass in schlechten Zeiten die Juden immer als Verursacher der Not angesehen bzw. direkt verantwortlich gemacht werfen. Was mich schockiert hat, dass dabei auch langjährige Freundschaften zerstört worden. Die Schuld im eigenen Unvermögen mit Geld umzugehen zu suchen, wäre zu einfach, da ist es doch besser, es dem Juden in die Schuhe zu schieben. Für die Wirtschaft und das die Bevölkerung in Lohn und Brot stand dafür waren die Hirschvogls als langjährige Münchner gut, doch die Entwicklung in Nazi-Deutschland hat gezeigt, dass man auch schnell wertlos ist. Dazu passt das folgende Zitat von Großmutter Recha:"aber richtig dazugehören werden wir Juden nie, egal, wie sehr wir uns auch anstrengen. Das wollen sie uns einfach nicht zugestehen. Der Verlag Droemer Knaur hat in der Cover und Buchgestaltung sich ordentlich ins Zeug gelegt, da Cover mit dem Blick in das Kaufhaus ist sehr gelungen und auch der innenseitige Stammbaum und die Landkarte. Den Anhang mit weiteren Erläuterungen finde ich sehr gut. Mein Dank gilt dem Team von vorablesen und dem Verlag.

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  • Starke Frauen vor dem Hintergrund deutscher Geschichte

    Das Haus der schönen Dinge
    once-upon-a-time

    once-upon-a-time

    29. July 2017 um 19:14

    „Es kommen Zeiten, da wird uns das, was uns jetzt so große Sorgen bereitet, geradezu lächerlich erscheinen“, erklärte Samuel geheimnisvoll. „Denn das, was uns dann bevorsteht, wird alles Bisherige völlig in den Schatten stellen.“ (S. 459)Zusammenfassung. „Das Haus der schönen Dinge“ ist das Kaufhaus Hirschvogl, dessen Geschichte wir in diesem Buch über gut 50 Jahre begleiten dürfen. Während dabei zunächst vieles gut läuft, hält der Schrecken der dreißiger Jahre in Deutschland doch auch dort Einzug.Erster Satz. Endlich war der große Tag da!Cover. Dem Cover von Heidi Rehns Roman gelingt es ganz wunderbar, den Kaufhauszauber einzufangen, der mich an diesem Buch angesprochen hat und den ich großartig fand.Inhalt. So ganz einig bin ich mir mit mir selbst nicht, was ich nun endgültig von diesem Buch halte. Das hängt unter anderem in nicht unerheblichem Ausmaß damit zusammen, dass eine Information vom Klappentext leider nicht korrekt ist (ich sollte aufhören, Klappentexte zu lesen. Die sind oft so furchtbar!): Während dort nämlich ein Buch beworben wird, in dem man der „beinahe 100 Jahre“ langen Geschichte des Kaufhauses folgen kann, erstreckt sich der tatsächliche Handlungsrahmen von 1897 bis 1952 und man muss gar nicht so gut rechnen können, um zu erkennen, dass das mit den 100 Jahren etwas weit hergeholt ist. Das mag nun kleinlich wirken, hat jedoch einen Hintergrund, der für mich wichtig war. Denn natürlich ist der erste Gedanke, der bei der Geschichte einer jüdischen Kaufmannsfamilie im 20. Jahrhundert in Deutschland den meisten unweigerlich kommt, kein guter. Meine Hoffnung dabei war, dass auch nach den schrecklichen Zeiten, die in den dreißiger Jahren vorherrschten, die Handlung weitergeht - das ist jedoch leider nicht der Fall. Das hat zumindest mir das letzte Drittel des Romans schwergemacht.Abgesehen davon glaube ich, dass die Schönheit des Kaufhauslebens in Verbindung mit dem ernsten Thema gerade in der heutigen Zeit eine wichtige Erinnerung ist. So unerträglich ich es fand, einige Passagen zu lesen (zu meiner Schande habe ich tatsächlich einige Seiten übersprungen, weil so vieles so grauenvoll zu lesen, vorzustellen ist), so sehr hoffe ich, dass die nicht aufhörende Erinnerung Menschen in der heutigen Zeit davon abhält, ähnlich kurzsichtig zu handeln wie damals zu Beginn der dreißiger Jahre.Personen. Das Beste an den Figuren dieses Romans sind meines Erachtens die Frauen der Familie Hirschvogl. Wenn sie auch alle unterschiedlich sind, so haben sie doch die Stärke gemeinsam, die das Kaufhaus und auch die Familie erhalten konnte.Ein deutlicher Schwachpunkt allerdings: Abgesehen von den starken Hirschvogl-Frauen sind viele andere Charaktere erstaunlich charakterschwach, leichtgläubig und wenig loyal. Dazu kommt, dass ich nach einigen hundert Seiten das Gefühl hatte, wir hätten nun alle Konflikte durch und es gäbe Wiederholungen der bereits gesehenen Machtkämpfe und Streitigkeiten.Fazit. Vieles an diesem Buch war wirklich schön, die Atmosphäre im Kaufhaus, die Begeisterung der Figuren, der Wandel der Zeit, den man am Kaufhaus so deutlich spürt. Es war jedoch phasenweise kein Genuss, dieses Buch zu lesen - und trotzdem glaube ich, dass es viele Menschen lesen sollten. Gerade heute.

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  • Glückliche, aber auch tragische Ereignisse der Besitzer eines Warenhauses in München von 1897-1952

    Das Haus der schönen Dinge
    Girdie

    Girdie

    25. July 2017 um 20:53

    Das „Haus der schönen Dinge“ nennen die Einheimische das von Heidi Rehn erfundene Kaufhaus Hirschvogl am Rindermarkt in München. Gegründet 1897 dient es über viele Jahre den Einheimischen nicht nur zum Einkauf, sondern auch zum Bestaunen des großen Warensortiments. Außerdem hat die Ehefrau des jüdischen Kaufhausbesitzers Jacob Hirschvogl ein Händchen für eine ausgefallene Präsentation der Waren. Das Cover zeigt die Ansicht der prachtvollen Eingangshalle eines Kaufhauses zur damaligen Zeit. Der Lichthof auf dem Titelbild, der einen hellen übersichtlichen Blick auf die verschiedenen Etagen gewährt, ist repräsentativ. Beliebte Einkaufsstätten suchten sich mit ihrem Angebot und dessen Darbietung voneinander abzugrenzen und sich gegenseitig zu übertreffen.Das Ehepaar Hirschvogl hat drei Kinder, glücklicherweise ist das älteste ein Sohn, der zum erhofften Nachfolger werden soll. Doch Benno enttäuscht seine Eltern. Lilith, genannt Lily, ist die Zweitälteste und brennt darauf, das Warenhaus selbst führen zu dürfen, um die Wende zum 20. Jahrhundert jedoch nahezu eine Unmöglichkeit. Gerade die Frauen waren den Konventionen der Zeit unterworfen und hatten sich vielfach den Wünschen der Männer unterzuordnen, wozu in Kreisen mit Besitz und Macht manches Mal auch die Akzeptanz von Liebschaften gehörte.Im Vordergrund der Erzählung steht immer das Kaufhaus. Gleichzeitig schildert die Autorin allerdings auch die Geschichte der jüdischen Kaufmannsfamilie Hirschvogl, die eingebunden ist in die politischen Entwicklungen von 1897 bis 1938 mit einem Nachspiel im Jahr 1952. Die Beschreibungen des Warenhauses sind sehr detailreich. Die Räumlichkeiten und die Ausstattung konnte ich mir sehr gut vorstellen. Es hat mich manchmal erstaunt, welche Warenvielfalt zu Beginn des letzten Jahrhunderts angeboten werden konnte, auch aus dem Ausland. Die Entwicklung der Mode ließ sich beim Lesen leicht nachvollziehen.Die Geschichte der Familie Hirschvogl ist gleichzeitig beispielhaft für die Geschichte der Juden in München, in deren Hand fast alle Warenhäuser der Stadt waren. Das Ansehen der jüdischen Kaufleute war in Abhängigkeit der Politik ein Auf und Ab. So vor Augen geführt war ich erschrocken, wie leicht die Bürger sich von den gesellschaftlichen Trends tragen ließen und dabei auch plötzlich ihren Hass gegen ihre jüdischen Freunde richteten.Die Zeit im Roman schreitet zügig voran. Heidi Rehn verweilt jeweils etwas länger bei wichtigen, dann natürlich fiktiven Ereignissen im Familienkreis und realen bedeutenden politischen Geschehnissen. Manchmal werden Monate und Jahre übersprungen, auch wenn der aktuelle Abschnitt mit einem Cliffhanger endet. Um den Anschluss zu halten, übermittelt die Autorin dem Leser in diesen Fällen die weitere Entwicklung im Rückblick. Hin und wieder wirkte diese Technik auf mich leider wie eine Kürzung des Textes. Nach meiner Vorstellung hätte der Roman ausführlicher in zwei Teilen erscheinen können. Auf der vorderen Innenseite ist der Stammbaum der Familie Hirschvogl gedruckt. Bei näherer Betrachtung nahmen die Angaben ein wenig die Spannung, weil ich anhand der Auflistung und der Geburts- und Sterbedaten nachvollziehen konnte, wer in die Nachfolge von Jacob Hirschvogl einsteigen würde. Das Glossar am Ende des Buchs mit Erklärungen zu Begriffen aus dem Kaufmannswesen, wichtigen zeitgeschichtlichen Figuren, Abkürzungen und bayrischer Mundart habe ich sehr zu schätzen gewusst.Die Familie der Besitzer des fiktiven Warenhauses in München erlebt in „Das Haus der schönen Dinge“ viele glückliche Momente, aber auch zahlreiche Enttäuschungen, Neid und Verrat. Wer gerne Familienromane über mehrere Generationen liest und wie ich Interesse an der Geschichte eines Kaufhauses hat, dem empfehle ich dieses Buch gerne weiter.

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  • Faszinierende Geschichte

    Das Haus der schönen Dinge
    zyrima

    zyrima

    24. July 2017 um 14:27

    Inhalt (Klappentext): Als der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl 1897 zum Königlich Bayerischen Hoflieferanten ernannt wird, glaubt er sich und seine Familie als gleichwertige Mitglieder der Münchner Gesellschaft anerkannt. Das von ihm begründete Kaufhaus Hirschvogl am Rindermarkt bedeutet für ihn die Verwirklichung eines Lebenstraums. In den »Goldenen Zwanzigern« folgt ihm Tochter Lily mit ebenso großer Begeisterung in der Leitung des Hauses nach – zunächst mit Erfolg, doch dann muss sie erleben, wie sich ihre Heimat ­Anfang der 30er Jahre plötzlich gegen sie wendet … Beinahe 100 Jahre und drei Generationen umfasst die Geschichte einer jüdischen Kaufmannsfamilie, die Bestsellerautorin Heidi Rehn packend und voller Emotionen erzählt – vom glanzvollen Aufstieg über ruhmreiche Zeiten bis hin zum tiefen Fall. Meine Meinung: Nie hätte ich gedacht das mich ein Buch über die Geschichte eines Kaufhauses so fesseln könnte, aber Heidi Rehn hat es mit ihrem Hirschvogel geschafft. Die Jüdische Familie ,die diesen Einkaufstempel erschafft, lebt und wirkt eher im Hintergrund, obwohl man über sie erfährt was man wissen sollte. Die detaillierten Beschreibungen lassen Bilder im Kopf entstehen, zum Beispiel wie die Damen der besseren Gesellschaft durch das Kaufhaus flanieren, hier einen edlen Stoff bewundern und dort an erlesenen Düften schnuppern.Man fühlt ein leises Bedauern das die heutige Zeit so schnelllebig ist und der Einkauf eher von Hektik und Gerenne geprägt ist. Auch wenn das Hirschvogel fiktiv ist so sind die historischen Ereignisse doch real und sehr gut recherchiert . Der Schreibstil der Autorin ist sehr lebendig und macht das lesen zu einem Vergnügen. Fazit: Ein Buch das mich überrascht hat und das ich sehr gerne weiterempfehle.

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  • Entführung in eine vergangene Zeit

    Das Haus der schönen Dinge
    queenbee_1611

    queenbee_1611

    18. July 2017 um 19:16

    „Das Haus der schönen Dinge“ von Heidi Rehn nimmt uns mit in das München der Jahre 1897-1952 und erzählt uns die Geschichte des Kaufhauses „Hirschvogel“ das im Besitz einer jüdischen Familie ist. Im Laufe dieser Zeit gelangt das Kaufhaus zu gigantischem Ruhm, dennoch erfährt die Familie nie die volle Anerkennung auf Grund ihrer Religion. Dass es bei diesem Ruhm und diesem Wohlstand nicht bleiben wird ahnt der Leser natürlich, dennoch ist die Spannung vorhanden, weil man als Leser wissen möchte, wie der Verlauf der Dinge sein wird. Die Geschichte hat keinen realen Hintergrund ist komplett fiktiv. Dennoch hat es die Autorin geschafft, die Geschichte so lebendig werden zu lassen, als wäre sie so wirklich geschehen. Der Schreibstil ist sehr einfühlsam, flüssig und fesselt den Leser. Ein absolutes Lesehighlight.

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  • Das Haus der schönen Dinge

    Das Haus der schönen Dinge
    Kleine8310

    Kleine8310

    17. July 2017 um 21:54

    "Das Haus der schönen Dinge" ist ein Roman der Autorin Heidi Rehn. Auf dieses Buch war ich aufgrund der Thematik aufmerksam geworden. Ich mag Geschichten über Familiendynastien und hier reizte mich auch noch das Setting und die Zeit, in der die Geschichte spielt.    In dieser Geschichte geht es um den jüdischen Kaufmann Jacob Hirschvogel. Jacob wird im Jahr 1897 zum Königlich - Bayerischen Hoflieferanten ernannt und dadurch hofft Jacob, dass er und seine Familie als gleichwertige Mitglieder der Münchener Gesellschaft angesehen werden. Seine Frau Thea ist diesbezüglich eher skeptisch, aber der Erfolg des Kaufhauses vertreibt auch ihre Zweifel schon bald.    In den goldenen Zwanziger Jahren übernimmt Jacob's Tochter Lily das Kaufhaus und für sie ist das, das Ziel ihrer Wünsche. Doch als die Nazi's an die Macht kommen sieht sich nicht nur die Familie Hirschvogel einem Bayern und München gegenüber, welches nicht mehr ihre Heimat ist ... Der Einstieg in diesen Roman ist mir ganz gut gelungen. Der Schreibstil von Heidi Rehn ist bildhaft und detailliert, was mir gut gefallen hat. Aber leider gab es auch einige Wiederholungen und immer mal wieder Passagen, die ziemlich langatmig waren. Kurz darauf wurde es dann zwar wieder interessanter, aber diese Langatmigkeit hat meine Lesefreude ab und an doch ein bisschen gedämpft. Die Ausarbeitung der Charaktere fand ich recht gelungen, aber leider rückten die Personen oftmals, neben dem Kaufhaus - Aspekt, in den Hintergrund. Dass die Personen und damit auch die Emotionen manchmal ein bisschen zu kurz kamen fand ich ziemlich schade.  Die Buchidee und der Plot haben mir gut gefallen, aber leider waren die sehr detaillierten Beschreibungen oftmals der Grund, dass die Spannung kaum vorhanden war. Dabei hatte die Geschichte wirklich einiges an Potenzial, nicht nur von den Jahren, in denen die Handlung spielt, sondern auch von den Charakteren her.   Positiv:  * interessante Buchidee * bildhafter Schreibstil Negativ:  * es gab häufiger Wiederholungen und langatmige Passagen * die Charaktere kamen leider, neben dem Kaufhaus - Aspekt oft zu kurz * die langatmigen Passagen minderten die Spannung erheblich "Das Haus der schönen Dinge" hatte leider viele, langatmige Passagen, die die Spannung minderten und dazu führten, dass manches an Potenzial nicht gut genutzt wurde. Von mir gibt es 2,5 Rosen, aufgerundet auf 3.

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  • Das Haus der schönen Dinge

    Das Haus der schönen Dinge
    anne_fox

    anne_fox

    12. July 2017 um 09:08

    Eine Gesichte über den Aufgang und Fall einer  jüdischen Kauhausdynastie. 1897 scheint die Welt noch in Ordnung, als die Familie Hirschvogel ihr Kaufhaus in München eröffnet. Im Laufe der Jahre wird alles größer und konfortabler, doch es brodelt in der Gesellschaft und in der Politik. Mit aufkommen des Nazisystem beginnt der Untergang des Kaufhauses und der Familie. Leider hatte der Roman einige Längen und aus dem Thema hätte man viel mehr machen können.

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  • Faszinierend und wunderschön

    Das Haus der schönen Dinge
    DreamingBooks

    DreamingBooks

    06. July 2017 um 16:22

    Meinung : Dieser Historische Roman , hat mich voll und ganz überzeugt . Er hat alles was ein gutes Buch aus diesem Genre braucht , Spannung , gut recherchierte Informationen , die perfekt in den Roman mit eingebunden werden und eine Handlung, die den Leser in seinen Bann zieht ! Der Schreibstil der Autorin ist perfekt an die Zeit, um 1897 angepasst und verleiht dem Buch somit eine atmosphärische Grundstimmung ! Und trotzdem ist es keines Falls langatmig oder anstrengend zu lesen . Ich habe mich auf den ca.650 Seiten , immer gut unterhalten gefühlt . Der Schreibstil ist trotz seines sprachlich angepassten Stils schnell und flüssig lesbar ! Bereits nach den ersten paar Seiten , zieht die spannende Geschichte, den Leser fast spielerisch in ihren Bann ! Dabei kommen politische Handlungen und weitere historischen Fakten (Wie gewisse politische Spannungen der Länder ) nicht zu kurz ! Die Autorin hat ein Talent dafür Geschehnisse , so real und eindringlich zu beschreiben , dass der Leser völlig gebannt vor dem Buch sitzt , und förmlich in eine andere Welt eintaucht . In eine Welt aus spannender historischer Zeitgeschichte . Fast schockierend und spannend wie Thriller !Und trotzdem verliert sie dabei nie , die wahren Begebenheiten aus dem Auge ! Alle Charaktere sind rund und perfekt ausgearbeitet . Im Laufe der Zeit , entwickelt dieses Buch einen solchen Sog , dem ich mich nicht entziehen konnte . Ich habe dieses Buch an einem Tag förmlich verschlungen und geliebt! Denn es ist ein Historischer Roman , der gut recherchiert ist und trotzdem auf keiner Seite trocken oder gar langatmig wirkt . Es ist dauerhaft eine angenehme Grundspannung vorhanden und die Autorin schafft es auf bemerkenswerte Art den Leser nach jedem Kapitel interessiert zurückzulassen , sodass man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen ! Fazit : Einer der besten Historischen Romane die ich je gelesen habe ! Spielerisch schafft es die Autorin , Heidi Rehn , den Leser mit Spannung und geschichtlichen Fakten an das Buch zu fesseln ! Der außergewöhnlich tolle Schreibstil , und die fesselnde , gut recherchierte Geschichte , machen diesen Roman, für mich zu etwas ganz besonderem! Ich liebe es , wenn in Historischen Romanen wahre Begebenheiten und Personen mit einfließen ! Leider gibt es in meinen Augen, nur sehr wenige Autoren , die den Spagat zwischen gut recherchiertem historischen Material und einem guten Historischen Roman mit Spannung schaffen . Und dies ist hier absolut gelungen. Das Buch ist atmosphärisch dicht und absolut faszinierend ! Niveauvoll , atmosphärisch dicht und mit einer Gänsehaut machenden Spannung ! Ein durch und durch gelungenes Buch

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  • Einfühlsam

    Das Haus der schönen Dinge
    tigerbea

    tigerbea

    29. June 2017 um 16:02

    München im Jahre 1897. Das Ehepaar Jacob und Thea Hirschvogel eröffnen ein Warenhaus. Gemeinsam mit ihren Kinder Benno, Lily und Sepp träumen sie von einer guten Zukunft. Lily übernimmt später das Kaufhaus. Doch in den 30er Jahren müssen sie hilflos ansehen, wie ihr Traum zerplatzt. Deutschland verändert sich..... "Das Haus der schönen Dinge" ist ein Roman, der dem Leser zu Herzen geht. Man begleitet die Familie Hirschvogel durch gute und schlechte Zeiten. Durch den einprägsamen Schreibstil von Heidi Rehn bekommt man ein sehr gutes Gespür dafür, wie die Familie sich damals gefühlt haben muß. Die Autorin schreibt sehr einfühlsam und man bekommt einen richtig guten Bezug zur Geschichte. Man merkt ebenfalls, daß sie sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt hat und sie ist in der Lage, dem Leser alles sehr, sehr nahe zu bringen. Man fühlt und leidet mit den Charakteren und hat manchmal eine Träne im Auge.

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  • Wunderschöne Zeitgeschichte mit einem Kaufhaus als Hintergrundsthema

    Das Haus der schönen Dinge
    eleisou

    eleisou

    26. June 2017 um 20:18

    Die letzte Zeit interessiere ich mich sehr für die Geschichte um die Zeit des Nationalsozialismus und besonders für die jüdische Geschichte, deshalb fand ich den Roman ganz passend. Als der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl im Jahre 1897 sein großes Kaufhaus Hirschvogl eröffnet, sieht er seinen Traum Wirklichkeit werden. Vor allem, als er auch noch zum Hoflieferanten gennant wird. Seine Frau und er blühen in ihrem Geschäft richtig auf, doch die Söhne sind da weniger enthousiastisch. Eher Tochter Lily sieht sich als die Nachfolgerin des Familiengeschäfts. Aber es kommt in den nächsten Jahren ganz anders und als der Nationalsozialismus in den Vordergrund der Geschichte gerät, hat die Familie mit ihrer Existenz zu kämpfen. In verschiedenen Epochen erfahren wir über den Werdegang der Familie und über den Zerfall des Imperiums. Solange ich mich auch mit diesem schwarzen Kapitel in der Geschichte Deutschlands befasse, ich bin immer wieder schockiert, was diese Menschen damals mitmachen mussten. Auch hier habe ich natürlich mit der Familie Hirschvogl mitgefühlt und habe am Ende das Buch mit gemischten Gefühlen weggelegt. Traurigkeit, Sympathie für die Protagonisten aber auch Zorn und Wut, wie da nur alles geschehen konnte. Ein Lob an die Autorin fpr ihr feinfühlig gewähltes Thema und für die wunderbare Umsetzung.

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  • Das Haus der schönen Dinge

    Das Haus der schönen Dinge
    goat

    goat

    25. June 2017 um 21:25

    München im Jahr 1897: Der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl hat sich mit der Eröffnung seines Kaufhauses Hirschvogl am Rindermarkt einen großen Traum erfüllt. Als Jacob zum Königlich Bayerischen Hoflieferanten ernannt wird, ist sein Glück perfekt. Er und seine Frau Thea investieren viel Zeit und Kraft, um der Kundschaft stets das Beste vom Besten zu präsentieren. Den Wunsch, einer ihrer Söhne möge das Haus irgendwann einmal weiterführen, erfüllt sich jedoch nicht. Dafür interessiert sich Tochter Lily umso mehr für das prunkvolle Kaufhaus und ist ihren Eltern eine sehr große Hilfe.Doch die Zeit des Nationalsozialismus zeigt sehr deutlich, dass auch ein jüdischer Kaufmann keinen Sonderstatus besitzt und selbst einige seiner Stammkunden stellen sich plötzlich gegen ihn. Er sieht sich einer Mischung aus Neid, Hilflosigkeit und Wut gegenüber …Neben dem Titel „Das Haus der schönen Dinge“ ist bereits das Cover ein echter Blickfang. Genau so habe ich mir das Kaufhaus Hirschvogl bei den ausschweifenden Beschreibungen der Autorin auch vorgestellt. Die bildhaften Beschreibungen über das Kaufhaus haben mir noch am besten gefallen. Egal ob es die überbordende Dekoration oder Beleuchtung war, das fulminante Warensortiment, die Soireen, die von Zeit zu Zeit stattfanden, das große Kinderkarussell oder die Rolltreppen, die im Lichthof eröffnet wurden, waren – ich habe all das zusammen mit der Familie Hirschvogel genossen. Ich habe mich selbst mit staunendem Gesicht in der Menge der heranströmenden Kunden gesehen, als das Kaufhaus eröffnet wird. Und war ebenso fassungslos wie Lily, als sie 1952 vor den Trümmern des einstmals so imposanten Gebäudes steht.Weit über 600 Seiten hat das neueste Werk von Heidi Rehn. Einige davon leider etwas zu langatmig und das an Stellen, wo ich mir eher weniger gewünscht hätte. Bei den Protagonisten habe ich diesen Tiefgang leider etwas vermisst. Es waren mehrere große Zeitsprünge vorhanden, bei denen ich lieber davon gelesen hätte, wie es den Protagonisten in der Zeit ergangen ist. Auch konnte ich das Handeln einiger Charaktere nicht ganz nachvollziehen, wie z. B. Bennos Weggang aus München und sein Verhältnis zu Wiggerl, denn so richtig bekannt hat er sich ja nie zu ihm.Sehr hilfreich ist der vorne im Klappentext angegebene Stammbaum. Es tauchen aber noch weitaus mehr Charaktere in der Geschichte auf und es war nicht immer ganz einfach, die ganzen Namen zuzuordnen. Ich liebe Romane, die über mehrere Generationen hinweg spielen und Heidi Rehn überzeugt mit einem sehr bildhaften Schreibstil. Von mir gibt es vier Sterne für „Das Haus der schönen Dinge“.

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  • Leider abgebrochen

    Das Haus der schönen Dinge
    HK1951

    HK1951

    25. June 2017 um 14:27

    Dieses Buch hat mir nun eine Freundin geschenkt und obwohl ich erst dachte, das sei so gar nichts für mich, wollte ich ihm dennoch eine Chance geben... Leider wurde ich aber – da trog mich meine Intuition also doch nicht... - so gar nicht „warm“ mit diesem hochgelobten Buch, das sicherlich zurecht viele Leser fand bisher und es gibt ja auch genügend positive Stimmen, aber wie gesagt: für mich war es leider nichts... Die Geschichte umspannt einen Zeitraum von 100 Jahre und drei Generationen und da kam ich irgendwann sowohl mit den Zeiten als auch den Leuten durcheinander. Das wurde mir einfach zuviel... Und dann verlor ich den Faden und damit leider auch die Lust am Lesen – zum Glück nicht generell, sondern nur dieses Buch betreffend. Ich habe es auch leider schlussendlich abgebrochen, weil mir der Stil auch zu fad und eintönig war. Es tut mir auch immer leid, wenn ich mal ein Buch etwas „negativer“ bewerten muss, weil sich natürlich jeder Autor/jede Autorin Zeit nimmt und Mühe gibt, aber hierzu sei angemerkt, dass das natürlich nur ein rein subjektiver Eindruck ist.

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  • Familiensaga über drei Generationen einer jüdischen Kaufmannsdynastie!

    Das Haus der schönen Dinge
    leseratte_lovelybooks

    leseratte_lovelybooks

    20. June 2017 um 21:53

    Die Autorin stellt den Werdegang einer fiktive jüdische Kaufmannsfamilie durch die wirtschaftlichen Höhen und Tiefen der Jahre 1897 bis 1952. Mit viel Liebe zum Detail erlebt der Leser die Eröffnung des Kaufhausese Hirschvogl am Rindermarkt in München durch Jacob und Thea Hirschvogel. Hierbei schildert Heidi Rehm die Dekoration und die Pracht des Kaufhauses so farbenprächtig, dass man das Gefühl hat, unmittelbar dabei zu sein. Jacob stammt aus einer in München alteingesessenen jüdischen Familie, versteht sich- wie er selbst am Eröffnungstag zu seiner den Traditionen stark verhafteten Mutter sagt - in erster Linie als Münchner, dann als Bayer und erst danach als Jude. Doch in den die folgenden Jahrzehnten durchleben das Warenhaus und die Familie Hirschvogel diverse wirtschaftliche und politische Krisen. Wer Sinn für eine Familiensaga mit Münchner Lokalkolorit hat, dem wird die Geschichte gefallen.

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  • ein Kaufhaus im Wandel der Zeit

    Das Haus der schönen Dinge
    robbylesegern

    robbylesegern

    15. June 2017 um 21:21

    " Das Haus der schönen Dinge " von Heidi Rehn erzählt die Geschichte eines Münchner Kaufhauses vom Ende des 19. Jahrhundert bis ins 20 Jahrhundert. Über 100 Jahre werden die Geschicke und Veränderungen, die der Wandel der Zeit mit sich bringt, aber auch die schrecklichen Jahre des Nationalsozialismus und ihre Schicksale für viele jüdische Kaufmannsfamilien und ihre Enteignungen beschrieben,Der Autorin gelingt es sehr gut den Bogen zu spannen vom Entstehen solcher " Einkaufstempel " , die für die Kundschaft, egal ob arm oder reich , immer ein Erlebnis sein sollten , bis zur den Veränderungen, die die Zeit unweigerlich mit sich bringt. Als Leser begleitet man die Familie Hirschvogel, die ihr Kaufhaus am Rindermarkt in München zu einem echten Erlebnis für seine Kunden macht. Konzerte und andere Kulturevents lassen dieses Kaufhaus zu etwas besonderen werden. Die Dekorationen werden liebevoll gestaltet und es geht dem Eigentümer und seiner Frau immer darum, dass der Kunde sich wohl fühlt. Welch ein Gegensatz zu unseren geistlosen und leblosen Fabrikhallen , in denen die Waren stapelweise angeboten wird und es nur um den Profit und nicht um das Erlebnis " Einkauf " geht." Geiz ist Geil ", die Masse muss den Preis machen. Ich habe mir oft vorgestellt, wie viel mehr Spaß es machen müsste in einem " Hirschvogel am Rindermarkt " einzukaufen und dort vielleicht etwas mehr zahlen zu müssen, aber für seinen Einkauf auch etwas geboten zu bekommen. Das ist doch auch Kultur , oder etwa nicht?Dass Heidi Rehn diesen Wandel eines Kaufhauses als Familiengeschichte aufbaut ist schon geschickt gemacht, auch die zeitgeschichtlichen Elemente haben die Geschichte abgerundet, trotzdem sind einige Länge im Lesefluss zu merken und mich konnte das Buch nicht ganz überzeugen.Manchmal hat mir etwas die Nähe zu den Protagonisten gefehlt , da immer das Kaufhaus im Fokus stand. Alles in allem ist dieses Buch aber ein schönes Leseerlebnis gewesen und ich kann es allen Lesern von Familiengeschichten empfehlen. 

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