Der Himmel über unseren Träumen

von Heidi Rehn 
4,2 Sterne bei26 Bewertungen
Der Himmel über unseren Träumen
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Franzip86s avatar

Leider konnte mich das Buch nicht so fesseln, daher nur 3,5 Sterne

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Mich konnte das Buch leider nicht so überzeugen und fesseln, 3,5 Sterne von mir

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Inhaltsangabe zu "Der Himmel über unseren Träumen"

Ein großer Nachkriegsroman über die Aufbruchsstimmung in den 50er Jahren, aber auch über die Schatten der Nazizeit, die noch prägend waren.
Ein berührender Roman von der Bestseller-Autorin Heidi Rehn über eine junge Frau mit jüdischen Wurzeln, die im München der Nachkriegszeit als Architektin Karriere machen will.
München in den frühen fünfziger Jahren: Mit der Rückkehr in ihre geliebte Heimatstadt erfüllt sich für die junge Architektin Vera Cohn ein Traum. Sie will den Wiederaufbau mitgestalten und ihre Sehnsucht nach einer friedlicheren Zukunft verwirklichen, auch wenn dies das Land ist, in dem ihr und ihrer Familie so viel Leid widerfahren ist. Außerdem will sie beweisen, dass Frauen als Architektinnen genauso viel leisten können wie Männer.
Als sie und ihr Kollege Arthur sich ineinander verlieben, scheint ihr Glück perfekt. Voller Elan schmieden die beiden Zukunftspläne. Doch Vera, die gerade aus dem Exil zurückgekehrt ist, kann nicht vergessen. Die Vergangenheit steht zwischen ihnen – und die Frage nach der Schuld, die Arthur und seine Familie auf sich geladen haben …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426519387
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:03.04.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 15.10.2018 bei steinbach sprechende bücher erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Franzip86s avatar
    Franzip86vor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Leider konnte mich das Buch nicht so fesseln, daher nur 3,5 Sterne
    Der Wiederaufbau der 1950er Jahre...

    Inhalt: Nachkriegszeit in München. Mitte der 1950er Jahre, die Junge Vera Cohn, frisch aus dem Archtekturstudium, fängt in München in einem Architekturbüro an. Sie will am Wiederaufbau ihrer Heimatstadt mithelfen, aus der sie kurz vor dem Krieg flüchten mussten. Sie haben die Kriegsjahre im Exil verbracht. In dem Architekturbüro lernt die den Kollegen Arthur kennen. Als sie sich in einander verlieben, steht die Vergangenheit zwischen ihnen - und die Schuld die sich Arthur und seine Familie auf sich geladen hat....

    Das Buch ist an sich nicht schlecht geschrieben, man erfährt ein wenig über die Nachkriegszeit und den Wiederaufbau. Mir hat aber leider ein wenig die Spannung gefehlt. Lange kam gar nichts und als dann irgendwas kam, war es auch nicht so spannend. Die Charaktere waren mir ein wenig zum Teil undurchsichtig und manchmal etwas lahm.

    Daher vergebe ich für das Buch 3,5 von 5 Sternen.

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    lenisveas avatar
    lenisveavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Mich konnte das Buch leider nicht so überzeugen und fesseln, 3,5 Sterne von mir
    Der Himmel über unseren Träumen

    Diese Rezension kennzeichne ich gem. § 2 Nr. 5 TMG als Werbung, da es sich hier um ein Rezensionsexemplar handelt: 


    Klappenbroschur, Knaur TB
    03.04.2018, 464 S.

    ISBN: 978-3-426-51938-7
    Diese Ausgabe ist lieferbar

    € 10,99

    E-BOOK (€9,99)

     

     

    Zum Inhalt:

    Ein großer Nachkriegsroman über die Aufbruchsstimmung in den 50er Jahren, aber auch über die Schatten der Nazizeit, die noch prägend waren.

    Ein berührender Roman von der Bestseller-Autorin Heidi Rehn über eine junge Frau mit jüdischen Wurzeln, die im München der Nachkriegszeit als Architektin Karriere machen will.

    München in den frühen fünfziger Jahren: Mit der Rückkehr in ihre geliebte Heimatstadt erfüllt sich für die junge Architektin Vera Cohn ein Traum. Sie will den Wiederaufbau mitgestalten und ihre Sehnsucht nach einer friedlicheren Zukunft verwirklichen, auch wenn dies das Land ist, in dem ihr und ihrer Familie so viel Leid widerfahren ist. Außerdem will sie beweisen, dass Frauen als Architektinnen genauso viel leisten können wie Männer.

    Als sie und ihr Kollege Arthur sich ineinander verlieben, scheint ihr Glück perfekt. Voller Elan schmieden die beiden Zukunftspläne. Doch Vera, die gerade aus dem Exil zurückgekehrt ist, kann nicht vergessen. Die Vergangenheit steht zwischen ihnen – und die Frage nach der Schuld, die Arthur und seine Familie auf sich geladen haben …

    Zur Autorin:
    Heidi Rehn, Jahrgang 1966, wuchs im Mittelrheintal auf und kam zum Studium der Germanistik und Geschichte nach München. Seit vielen Jahren widmet sie sich hauptberuflich dem Schreiben. 2014 erhielt sie den "Goldenen Homer" für den besten historischen Beziehungs- und Gesellschaftsroman. Als „Kopfkino live“ bietet sie sehr erfolgreich Romanspaziergänge durch die Münchner Innenstadt an, bei denen das fiktive Geschehen eindrucksvoll mit der realen Historie verbunden wird. Aktuelle Infos dazu auf www.heidi-rehn.de

    Meine Meinung:

    Ich habe schon viel von der Autorin gehört und da ich seit einiger Zeit sehr häufig historische Romane lese, bin ich auf ihren neuesten Roman gestoßen, der mich gleich angesprochen hat. Mir wurde das Buch freundlicherweise vom Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst aber in keinster Weise meine Meinung. 

    Der Einstieg in die Geschichte ist mir direkt gelungen, allerdings habe ich den Schreibstil nicht als flüssig empfunden. 

    Man lernt hier Vera kennen, die jüdische Wurzeln hat und die in den 50er Jahren in ihre Heimat München zurückkehrt, um als Architektin Karriere zu machen. Sie verliebt sich dann schnell in ihren Kollegen Arthur, der aber nicht gerne über seine Vergangenheit spricht. Je länger sie mit ihm zusammen ist, umso mehr wird klar, dass die Vergangenheit zwischen ihnen steht. 

    Das Buch hatte für mich leider einige Längen, in der ersten Hälfte ist einfach nicht viel passiert, erst in der zweiten Hälfte wurde es ein wenig interessanter, aber es war nicht so, dass mich das Buch bzw. die Geschichte wirklich fesseln konnte, was sich sehr schade fand. 

    Alles in allem hatte ich mir ein wenig mehr von der Geschichte erhofft. Für mich war der Schreibstil der Autorin auch nicht so ansprechend. Für Fans von Heidi Rehn ist dieses Buch aber wahrscheinlich dennoch schöner Lesestoff. Mich konnte die Geschichte leider nicht so begeistern und fesseln. Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne. 

    3,5 von 5 Sternen 

    Cover, Buchdetails und Klappentext: @Knaur Verlag
    Autoreninfos: @Knaur Verlag
    Rezension: @lenisveasbücherwelt
    Beitragsbild: @Pixabay.com




     

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    ulistuttgarts avatar
    ulistuttgartvor 3 Monaten
    Bewegender Nachkriegsroman

    Der Himmel über unseren Träumen von Heidi Rehn

    Knaur Taschenbuch April 2018

     

    Sehr berührender Roman über eine junge Frau mit jüdischen Wurzeln, die in den 50er Jahren in München eine Karriere als Architektin machen will.

    Nicht nur ihre Vergangenheit, sondern auch die Tatsache, dass sie eine Frau ist, macht es Vera nicht leicht selbstbewusst ihren Weg zu gehen.

     

    Ein gelungener Roman der Nachkriegszeit, mit vielen Emotionen und hervorragend recherchiert.

     


     

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    zauberblumes avatar
    zauberblumevor 4 Monaten
    Eine beeindruckende und berührende Geschichte

    In ihrem neuen Roman "Der Himmel über unseren Träumen" entführt uns die Autorin in die 50er Jahre. Hier dürfen wir mit wirklich tollen Protagonisten eine aufregende Zeit erleben.

    Nun zur Geschichte: Die junge Vera Cohn kehrt keine 10 Jahre nach Ende des Krieges aus dem Exil in ihre Heimatstadt München zurück. Ihr gelingt es in einem renommierten Architektenbüro eine Stelle zu ergattern. Vera will endlich beweisen was in ihr steckt und ihre dunkle und bedrückende Vergangenheit endlich hinter sich lassen. Denn diese Erinnerungen sind viel zu schmerzlich. Dann scheint ihr Glück vollkommen, sie verliebt sich in ihren Kollegen Arthur. Gemeinsam schmieden sie Zukunftspläne. Doch immer wieder holt Vera die Vergangenheit ein, sie kann einfach nicht vergessen. Und dann scheint Arthur etwas zu verbergen. Zerbricht ihre junge Liebe an Arthurs Vergangenheit? Arthur hüllt sich in Schweigen.....

    Wow! kann ich da nur sagen. Jetzt habe ich dieses beeindruckende Buch beendet und die Geschichte hat sich in meinem Kopf festgesetzt. Vieles, was man nur aus Büchern oder dem Geschichtsunterricht kennt, erwacht wieder zum Leben und führt zu einem Gänsehautfeeling. Die Autorin bringt einem Vergangenes wieder so nahe und in meinem Kopfkino läuft ein richtiger Film ab. Der Schreibstil der Autorin ist einfach wieder spitzenmäßig. Der Roman ist so spannend, gefühlvoll und berührend. Auch sind die Protagonisten wieder wunderbar beschrieben. Ich sehe jeden Einzelnen bildlich vor mir. Allen voran Vera, die in diesem Roman die tragende Rolle spielt. Mutig wagt sie einen Neuanfang, kehrt aus dem Exil zurück und versucht all die grausamen Schicksalsschläge, die ihre Familie erleiden mußte zu vergessen. Als Architektin setzt sie sich durch, was ja zur damaligen Zeit, in der die Frauen am liebsten am Herd und zuhause gesehen wurden, nicht einfach war.( Manche Gepflogenheiten habe ich mit Staunen gelesen, weil man es sich wirklich nicht vorstellen kann) Aber sie hat gekämpft, eine willensstarke Frau. Und dann ist da die zarte Liebe, die sie mit Arthur verbindet. Aber irgendein dunkles Geheimnis in Arthurs Vergangenheit schwebt wie eine dunkle Wolke über ihnen. Gelingt es den beiden die Schatten der Vergangenheit zu bekämpfen. Ich habe die jungen Leute bewundert, wie sie um ihre Träume kämpfen und gehofft, dass sie in Erfüllung gehen.

    Für mich ist diese großartige Geschichte ein absolutes Lesehighlight, ein Bestseller, ein Meisterwerk. Besonders gefällt mir auch die Aufmachung des Buches und die Innenseiten, die uns die Geschichte noch näher bringt. Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne und freue mich auf das nächste Buch der Autorin

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    Lerchies avatar
    Lerchievor 5 Monaten
    Was verschweigt Arthur?

    Prolog München 30. April 1938. Vera feierte ihren achten Geburtstag, als Onkel Jobst etwas aus seiner Tasche zog. Es war ein brauner Umschlag…
    München 1954. Vera war aus Amerika nach München zurückgekehrt. Damals hatten sie als jüdische Familie fliehen müssen, doch Vera wollte wieder nach München, im Gegensatz zu ihrer Mutter…
    Sie hatte Architektur studiert und arbeitete als Architektin in einer entsprechenden Firma. Auch Arthur arbeitete dort…
    Arthur wollte sein eigenes Architekturbüro eröffnen, zusammen mit seinem Freund Ludger…
    Und obwohl Vera noch nicht lange bei ihrem Chef arbeitete, durfte sie doch den Platz von Arthur einnehmen, was einen Kollegen gewaltig wurmte…
    Vera und Arthur waren ein Paar, es wurde auch schon von Hochzeit geredet als sie die Firma wechselte… Und Arthur stieß das sehr bitter auf…
    Und dann geschah etwas worauf, sie ihn hinauswarf und die Beziehung beendete….
    Und dann gab es da noch Arthurs Schweigen über die Zeit zwischen seinem Abitur und dem Ende des zweiten Weltkrieges… Und das Getuschel ihrer Kollegen darüber…
    Was hatte Onkel Jobst in dem braunen Umschlag? War es etwas Negatives? Warum wollte Vera ausgerechnet wieder nach München? Weshalb wollte ihre Mutter das nicht? Hatte sich Vera in Arthur verliebt? Würde Arthur es schaffen, sein eigenes Architekturbüro zusammen mit seinem Freund Ludger zu führen? Warum hatte Veras Chef sie dem Kollegen vorgezogen, als Arthur ging? Machte der Kollege ihr das zum Vorwurf? Warum wechselte Vera den Arbeitsplatz? Und wieso gefiel das Arthur überhaupt nicht? Was geschah, dass Vera die Verlobung löste? Warum erzählte Arthur nichts über diese Zeit? Was wussten die Kollegen darüber? Alle diese Fragen und - noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

    Meine Meinung
    Zwar ließ sich das Buch leicht und flüssig lesen, und es gab auch keine Fragen, nach dem Sinn von Worten oder gar ganzen Sätzen. Aber ich war doch etwas enttäuscht, denn ich hatte in den ersten beiden Dritteln des Buches mehr Spannung erwartet. In der Geschichte war ich schnell drinnen und es war auch durchaus interessant zu lesen, aber es fehlte einfach an Spannung, es hatte definitiv Längen und wurde erst so richtig spannend, als ich zwei Drittel des Buches gelesen hatte. Es plätscherte so einfach dahin ohne Höhen und Tiefen. Erst als Vera ihrem Arthur den Laufpass gegeben hatte, wurde es spannend. Dann war ich auch voll dabei, denn es fesselte mich und ich musste unbedingt wissen, wie es weiter- und ausgeht. Ich fragte mich, was Arthur zu verbergen hatte? Warum hatte er Vera nichts von der Kriegszeit erzählt? Dass das letztendlich nicht gut gehen konnte, war mir klar. Doch dann blieb ihm nichts Anderes mehr übrig… Wie gesagt, enttäuscht am Anfang, doch am Ende gefiel mir das Buch noch sehr gut, denn es hat mich alles in allem doch noch gut unterhalten
    Daher vergebe ich vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.

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    Tintenklexs avatar
    Tintenklexvor 5 Monaten
    Ich hatte mir mehr versprochen

    "Der Himmel über unseren Träumen" hat mich angesprochen, weil ich das Thema sehr interessant fand. Romane, die vor oder während des Krieges spielen kennt man ja bereits. Aber selten stellt jemand die Frage, was mit den Leuten ist, die zurückkehrten. Die geblieben sind. Wie gehen sie damit um? Wie sehen sie nach vorn?
    Es ist ein sehr schweres Thema und ich finde es mutig, dass es in diesem Roman angesprochen wird. Dabei noch auf so gefühlvolle Weise.
    Leider konnte mich das Buch trotzdem nicht so recht fesseln. Die Handlung wirkte teilweise recht konstuiert, die Figuren darin steif und oberflächlich.
    Die Zeit wurde, fand ich, gut wieder gegeben. Mit den Schwierigkeiten und den Ängsten der Menschen, die in ihr lebten. Ich hätte mir gewünscht, dass deren Geschichten vertieft werden. Letztendlich wurde doch wenig darüber gesprochen, hatte ich das Gefühl.
    Ingesamt: Ein Roman, der ein sehr spannendes Thema aufgreift aber bei dem man wegen der Längen leider die Lust verliert.

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    Monika58097s avatar
    Monika58097vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine großartige Geschichte, die noch lange nachwirkt!
    Eine großartige Geschichte, die noch lange nachwirkt!

    Mit ihrer Familie zurückgekehrt aus dem amerikanischen Exil gelingt es Vera, ihren Traum zu verwirklichen: Eine Stelle in einem angesehenen Architekturbüro. Während ihre Mutter sich geschworen hat, ihre Heimatstadt München nach dem Krieg nie wieder zu betreten, will Vera die dunkle Vergangenheit hinter sich lassen und am Wiederaufbau der einst so geliebten Stadt teilhaben.

    Die junge Frau mit den jüdischen Wurzeln verliebt sich in ihren Kollegen Arthur. Schnell schmieden die beiden gemeinsame Pläne, doch Vera beschleicht immer wieder ein ungutes Gefühl. Wo war Arthur während des Krieges? War er vielleicht doch an den grauenhaften Machenschaften der Nazis beteiligt? Eine Vergangenheit so vieler Menschen über die niemand spricht. Kann die Liebe die tiefen Gräben überwinden?
    "Der Himmel über unseren Träumen" - eine bewegende und sehr nachdenklich stimmende Geschichte. Wie alle Romane von Heidi Rehn ist auch dieser wieder sehr intensiv und beeindruckend. 

    Die Autorin entführt uns in die jüngste Nachkriegszeit. Gerade einmal 9 Jahre sind vergangen. Die Aufbruchsstimmung ist ungebrochen. Überall wird entworfen und gebaut. Noch immer reicht der neue Wohnraum nicht aus. Schnell müssen Häuser aus dem Boden gestampft werden, damit die Menschen wieder ein ordentliches Dach über den Kopf bekommen. Heidi Rehns Protagonistin legt als Architektin großen Wert darauf, dass die Küche funktional eingerichtet wird, verbringt die Hausfrau doch einen großen Teil ihres Tages dort. Die Idee ist nicht neu, gab es sie schon viele Jahre vor dem Krieg. Die sogenannte "Frankfurter Küche" ist da ein gutes Beispiel. Und nach dem Krieg sind viele Menschen wieder der Meinung, dass die Frau sich nur um Haushalt und Kinder zu kümmern hat. 

    Die Wirtschaftswunderzeit. Den meisten Menschen geht es wieder gut. Arbeit ist vorhanden, die Teller sind gefüllt. Die Bevölkerung will sich vergnügen. Man geht tanzen, man geht essen. Man will endlich wieder frei und fröhlich sein. Doch über die jüngste Vergangenheit spricht niemand. Die einen wollen nicht. Die anderen können nicht. 

    Heidi Rehn schafft es auch mit ihrem neuesten Werk, dem Leser die damalige Atmosphäre erlebbar zu machen. Man spürt beim Lesen die allgegenwärtige Aufbruchstimmung, aber auch das Misstrauen der Menschen. Niemand will mehr am Krieg beteiligt gewesen sein. Alte Seilschaften funktionieren noch immer. Die schlimmsten Erlebnisse der jüngsten Vergangenheit müssen überwunden werden, doch ist das wirklich so einfach? 

    "Der Himmel über unseren Träumen" - ich mochte gar nicht  mehr aufhören zu lesen. Eine mitreißende und atmosphärische Geschichte, die mich neugierig gemacht hat. Neugierig auch auf das Leben meiner Eltern. Meine Eltern, die im Krieg geboren wurden, beide inzwischen über 80 Jahre alt. Wie ist es ihnen ergangen, als sie in den Fünfziger Jahren in ihre jetzige Stadt gekommen sind? Wie sind sie aufgenommen wurden? Wie war ihr Leben? Zu wenig weiß ich über die Vergangenheit meiner eigenen Familie. Vielleicht werden sie mir davon erzählen? 

    "Der Himmel über unseren Träumen" - eine großartige Geschichte, die noch lange nachwirkt. Unbedingt lesen! Kategorie Lieblingsbuch!

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    Zabou1964s avatar
    Zabou1964vor 5 Monaten
    Einfühlsame Geschichte einer jüdischen Architektin in der Nachkriegszeit

    Heidi Rehn ist mir bereits durch viele andere ihrer Romane bekannt, die mir allesamt gut gefallen haben. Ich mag ihre Art zu schreiben sehr, weil sie oft außergewöhnliche Themen aufgreift und ihre Figuren sehr authentisch sind. In ihrem neusten Werk ist die Hauptfigur Vera eine junge Architektin in der deutschen Nachkriegszeit in München. Wie diese außergewöhnliche Frau ihren Weg geht, wie sich München nach dem Zweiten Weltkrieg verändert und wie die Rolle der Frau zu dieser Zeit ist, beschreibt Heidi Rehn in diesem Roman.


    Vera ist acht Jahre alt, als ihre jüdische Familie 1938 aus München fliehen muss. Nach dem Krieg kehrt ihre Familie nach Deutschland zurück. Vera ist mittlerweile Architektin, es zieht sie wieder in ihre geliebte Heimatstadt München, wo sie in einem Architekturbüro eine Stelle findet. Als Frau stößt sie in den biederen 50er-Jahren immer wieder auf Vorurteile von Kunden und Kollegen. Als sie sich in den Architekten Arthur verliebt, der mit ihr in einem Büro arbeitet, stellt sie sich unweigerlich die Frage, was er während der Nazizeit getan hat. Kann sie ihm vertrauen, oder gehörte er im Dritten Reich zu den Tätern?


    Heidi Rehn hat mit Vera eine sehr interessante Figur erschaffen. Obwohl es vor dem Krieg durchaus auch erfolgreiche Architektinnen gab, ist Vera in den 50er-Jahren eher eine Ausnahme. Im Krieg haben die Frauen oft alleine „ihren Mann stehen“ müssen, sodass viele wahrscheinlich froh waren, das Heimchen am Herde sein zu können. Vera dagegen ist sehr zielstrebig und will beweisen, dass sie als Frau genauso gut sein kann wie ihre männlichen Kollegen.


    Sehr gut haben mir auch die Ausführungen über die Nachkriegsarchitektur gefallen. Die Ideen, die Vera und ihre Kollegen im Roman umsetzen, sind typisch für die Zeit des Wiederaufbaus. Es musste schnell neuer Wohnraum geschaffen werden, viele Häuser wurden im Krieg zerstört. Auch das Misstrauen gegenüber eventuellen alten Nazis konnte ich sehr gut nachvollziehen. Schließlich wusste man nie, was sein Gegenüber während des Dritten Reiches für eine Rolle gespielt hat. Gerade Arthur lässt seine Liebste lange im Ungewissen.


    Mich konnte Veras Geschichte wieder begeistern, wenn auch nicht ganz so sehr wie einige Vorgänger aus Heidi Rehns Feder. Mir fehlte hier ein wenig die Spannung, stellenweise war die Handlung für mich zu vorhersehbar. Trotzdem vergebe ich noch gute vier Sterne für diesen Roman.


    Fazit:

    Einfühlsame Geschichte einer jüdischen Architektin im München der Nachkriegszeit.

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    Bokmasks avatar
    Bokmaskvor 5 Monaten
    ein echter Heidi Rehn

    Mit dem Himmel über unseren Träumen habe ich das 13. Werk von Heidi Rehn gelesen. Und wieder konnte mich die Autorin positiv überraschen. Knapp 10 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs kehrt Vera, eine halb Jüdin, nach München zurück. Ihre Eltern flohen mit ihr gerade noch rechtzeitig erst nach Paris und dann in die USA. So viel Glück hatten nicht alle Mitglieder ihrer Familie.
    Als ausgebildete Architektin bekam sie schnell eine Stelle bei einer renommierten Firma, was als Frau doch in dieser Zeit recht ungewöhnlich war. Veras Ideen stießen aber nicht bei allen Kollegen auf fruchtbaren Boden. Sie war denen um einiges vor raus.
    Als Vera Arthur kennen und auch lieben lernt, gerät ihr Leben aus den Fugen, sie kann sich nicht von den Gedanken freimachen, ob Arthur nicht auch zu denen gehörte die in der Nazizeit unvorstellbares gemacht haben. Denn Arthur schweigt sich aus über die Zeit von Schulende bis Kriegsende. Als es zum Bruch kommt ist es für Vera nicht möglich sich gedanklich von Arthur zu trennen. Immer weiter muss Vera graben bis sie fündig wird und Arthur nebst seinen besten Freund Lutger zur Rede stellt.

    Diese Geschichte hat mich berührt, eine junge Frau möchte um alles auf der Welt zurück nach München, denn hier hatte sie die besten Jahre ihres Lebens. Als Frau in einer Männerdomäne zu arbeiten kann nicht leicht gewesen sein. Auch wenn Vera nicht so verstockt ist wie ihre Mutter, so kann sie doch nicht ganz loslassen und möchte wissen was war. Ihre Gefühlswelt geriet mächtig ins wanken. Waren das alles Hirngespinste oder war wirklich was dran. Aber nichts wird besser wenn alles totgeschwiegen wird. Diese schlimme Zeit gehört nun mal zur Geschichte Deutschlands und muss verarbeitet werden. Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen, und als ich die letzte Seite umschlug war ich mit allen im reinen. Keiner meiner Fragen blieb offen. Auch wenn mir das Ende ein wenig zu schnell kam, so hat Heidi Rehn alles aufgeklärt. Ich bin mir sicher, dass ich auch das nächste Werk von ihr wieder zur Hand nehmen werde.

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    Lesegenusss avatar
    Lesegenussvor 5 Monaten
    Ein beeindruckender Roman - ein Buchhighlight

    In ihrem Buch "Der Himmel über unseren Träumen" beschreibt die Autorin Heidi Rehn auf eine sehr interessante und fesselnde Art die Geschichte um Vera Cohn. Die Zeitreise geht zurück in die frühen Fünfziger Jahre, greift aber rückblickend in die Zeit kurz vor dem Zweiten Weltkrieg.
    Der Roman beginnt mit dem Prolog Ende April 1938 an Veras achtem Geburtstag. Von ihrer Großmutter Rebecca hat sie ein ganz besonderes Geschenk erhalten: Ein Skizzenbuch, darin gezeichnet Veras Lieblingsorte in München und nicht zu vergessen die Paradiesstraße und Hummelreichstraße, in der die Familie und Freunde wohnen.
    Es wird für Vera immer ein Stück Heimat sein,w enn sie mit ihren Eltern ins Exil geht. Von Frankreich aus geht es dann für Jahre nach Amerika. Dort war die Familie vor der Judenverfolgung im Dritten Reich sicher. Doch nicht alle lieben Menschen konnten sie auf diesem Weg begleiten.
    Im Sommer 1954 kehrt Vera nach München zurück. Nach der Rückkehr der Familie aus dem Exil nach Deutschland hatte sie Architektur studiert, ihre Eltern lebten in Bonn, wo ihr Vater, SPDler, im Bundestag saß. Ihre Mutter wollte nie mehr einen Fuß in die ehemalige Heimatstadt München setzen.
    Veras Stelle als Architektin, als Frau, in Sandrarts Büro, erregt Aufsehen, erzeugt Mißgunst. Zumal auch ihr Name auf die jüdische Herkunft weis. Gab es doch laut Auskunft einiger Herren von oben genug "Kameraden" von früher, der Heimatschutzarchitektur. An ihrer Seite Arthur Brandt, Kollege. Das vorherrschende Klischee "die Frau gehört an den Herd" wird in der Geschichte immer wieder einmal hervorgehoben. Die Protagonistin Vera vertritt allerdings einen anderen Standpunkt. Doch das schafft Probleme, denn nicht jeder steht der ihrer Zeit weit voraus denkenden modernen Vera aufgeschlossen gegenüber.
    Es ist eine Zeitreise, auf die der Leser sich begibt. Man erfährt so einiges über das Leben des Wiederaufbaus nach dem Krieg. Mit ihrem Skizzenbuch von der Großmutter begibt sich Vera so oft es geht mit ihrem Jugendfreund auf eine Reise, eine Zeitreise in die Vergangenheit. Vieles was in Trümmern liegt, soll wieder aufgebaut werden. Und auch Vera möchte dabei sein.
    Es sind die Geister der Vergangenheit, die sie bei diesen Erinnerungsgängen begleiten.
    Das Verhältnis zwischen Vera und Arthur ändert sich in eine Liebesbeziehung. Doch Vera ahnt, dass Arthur etwas mit sich herumträgt, was ihn belastet. Und Schatten auf ihre Beziehung wirft. Auch die Mutter ist voreingenommen und vermutet ihn Arthur einen "versteckten" Anhänger des damaligen Regimes. Es kommt zum Eklat.

    Heidi Rehn brilliert wieder einmal durch ihre Liebe zum Detail, und so manches Mal hatte ich mir gewünscht, auf diesen Spaziergängen mit dabei zu sein. Sie geht gekonnt mit den Begegnungen und Ereignissenim Leben der Charaktere um und zeigt auf, wie sich eine Situation unerwartet in eine neue verwandeln kann. Veras Persönlichkeit ist authentisch, nachvollziehbar und für den Leser der heutigen Zeit modern, klug, selbstsicher, zielstrebig. Für die damalige Zeit, nach dem Krieg und Wiederaufbau, eine emanzipierte Frau.

    "Der Himmel über unseren Träumen", eine Familien- und Liebesgeschichte, geprägt durch die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs, durch Intrigen und Emotionen. Es ist der Autorin eindrucksvoll gelungen, hierbei die damalige Zeit bildlich zu beschreiben. Heidi Rehn präsentiert hier eine berührende, interessante und tiefgründige Geschichte. Ein Roman, der mir noch lange im Kopf bleibt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Marina_Nordbrezes avatar

    Genau meins

    Es wird sommerlich mit Droemer Knaur und den neuen „Genau Meins“ -Titeln! Für jeden Geschmack ist dabei das richtige Buch dabei! "Ein Sommer wie Limoneneis" für alle, die sich eine süß-fruchtige Liebesgeschichte wünschen. "Der Himmel über unseren Träumen" für die, die sich in die Vergangenheit zurückträumen möchten. Oder "Der Garten der Düfte" für alle, die es in die Ferne zieht.

    Mit „Genau Meins“ findet ihr genau eure Sommerlektüre – und könnt sie direkt mit etwas Glück bei uns gewinnen!

    Bis zu 35 Leser können bei unserer großen „Genau Meins“-Buchverlosung eines der drei Bücher gewinnen. Und zusätzlich findet ihr auf unserer Aktionsseite den „Genau Meins“-Buchfinder, der euch kompetent bei der Wahl der richtigen Sommerlektüre berät. Mit etwas Glück könnt ihr dazu auch noch eine „Genau Meins“-Box gewinnen!
     

    Zu den Büchern:

    Ein Sommer wie Limoneneis von Marie Matisek
    Der perfekte Sommer-Roman von der Bestseller-Autorin Marie Matisek und ein Liebes-Roman, der an der schönen Amalfi-Küste spielt.
    Marco, erfolgreicher Immobilien-Anwalt, schaut lieber nach vorne als zurück. Er hat eine glanzvolle Karriere gemacht, für seine Wurzeln, die in Amalfi liegen, bei seiner Familie, die seit Jahrhunderten eine Limonen-Plantage betreibt, interessiert er sich allerdings wenig. Dort betreibt seine Familie seit Jahrhunderten eine Limonenplantage. 
    Doch dann will seine Frau plötzlich die Scheidung, und sein Vater im fernen Süditalien bricht sich das Bein.
    Marcos Weg führt ihn nach Amalfi – widerwillig und nur für kurze Zeit, wie er glaubt.
    Es dauert jedoch nicht lange und die zauberhafte Küste sowie das sinnliche Leben Süditaliens nehmen ihn gefangen.
    Und dann steht Lisabetta wieder vor ihm, die zauberhafte Liebe seiner Jugend. Kann und will Marco sein Leben noch einmal von Grund auf ändern?


    Der Himmel über unseren Träumen von Heidi Rehn
    Ein großer Nachkriegsroman über die Aufbruchsstimmung in den 50er Jahren, aber auch über die Schatten der Nazizeit, die noch prägend waren.
    Ein berührender Roman von der Bestseller-Autorin Heidi Rehn über eine junge Frau mit jüdischen Wurzeln, die im München der Nachkriegszeit als Architektin Karriere machen will.
    München in den frühen fünfziger Jahren: Mit der Rückkehr in ihre geliebte Heimatstadt erfüllt sich für die junge Architektin Vera Cohn ein Traum. Sie will den Wiederaufbau mitgestalten und ihre Sehnsucht nach einer friedlicheren Zukunft verwirklichen, auch wenn dies das Land ist, in dem ihr und ihrer Familie so viel Leid widerfahren ist. Außerdem will sie beweisen, dass Frauen als Architektinnen genauso viel leisten können wie Männer.
    Als sie und ihr Kollege Arthur sich ineinander verlieben, scheint ihr Glück perfekt. Voller Elan schmieden die beiden Zukunftspläne. Doch Vera, die gerade aus dem Exil zurückgekehrt ist, kann nicht vergessen. Die Vergangenheit steht zwischen ihnen – und die Frage nach der Schuld, die Arthur und seine Familie auf sich geladen haben.


    Der Garten der Düfte von Kirsty Manning
    Ein Wohlfühl-Roman für alle Sinne über zwei Frauen, zwei Leben und die Liebe zum Kochen: Lassen Sie sich von Kirsty Manning und ihrer charmanten Heldin Pip Arnet auf eine unvergessliche kulinarische Reise in den "Garten der Düfte" entführen.
    Die Meeresbiologin Pip liebt ihre Heimat Tasmanien, den Duft nach Meer und Eukalyptus, die Weinberge und die regionalen Köstlichkeiten. Und doch zieht es sie in die Ferne. Von Wissensdurst getrieben heuert die Hobbyköchin bei einem spanischen Spitzengastronom an. Im Gepäck hat Pip wenig mehr als ihre Leidenschaft für vorzügliches Essen und das mittelalterliche Rezepte-Büchlein einer gewissen Artemisia, das sie in einem alten Kupfertopf entdeckt hat. Wer war die geheimnisvolle Frau, die mit großem Einfallsreichtum solch köstliche Rezepte niedergeschrieben hat? Und was ist aus Artemisias Liebe zu ihrem italienischen Gewürzhändler geworden?
    Von den windumtosten Stränden Tasmaniens führt Pips Reise ins Baskenland, auf ein Weingut in der Toskana und in die Brasserien von Paris, bis sie in dem verwunschenen Garten eines französischen Klosters auf die Spur von Artemisa trifft. 



    Bei unserer großen  „Genau Meins“-Buchverlosung könnt ihr aus drei sommerlichen Romanen eure Lieblingslektüre aussuchen und mit etwas Glück gewinnen!

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