Heidi Rehn Die Liebe der Baumeisterin

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Inhaltsangabe zu „Die Liebe der Baumeisterin“ von Heidi Rehn

Preußen, 1544: Unter Herzog Albrecht erlebt das Land eine große Blütezeit. Alles scheint möglich. So will auch die junge Dora ihr Talent leben und als Baumeisterin in die Fußstapfen des weniger begabten Vaters treten. Der aber verheiratet sie aus Geldnot mit dem fast dreißig Jahre älteren Urban. Wider Erwarten wird die Ehe glücklich, und Urban ermutigt Dora sogar, als Baumeisterin zu arbeiten. Ausgerechnet den jungen Nürnberger Baukünstler Veit aber stellt er ihr als Unterstützung zur Seite. Bald schon hegen die beiden verbotene Gefühle füreinander. Als Urban bei einem schrecklichen Unfall stirbt, gerät Veit sofort unter Verdacht, seine Hand im Spiel gehabt zu haben. Zwei Jahre später deckt Dora die wahren Hintergründe von Urbans Tod auf und begibt sich auf eine gefährliche Reise nach Krakau, um den Geliebten vor dem Galgen zu retten. Gewinnerin des HOMER-Literaturpreises 2014!

Über 700 Seiten ohne Längen, durchweg spannend.

— Ikopiko
Ikopiko

Ein absolut empfehlenswerter historischer Roman, der sehr sehr gut rechachiert wurde.

— beccy
beccy

Ganz grosses Kopfkino!

— Monika58097
Monika58097

Ein sehr gelungener historischer Roman dem man seine Geschichte auch wirklich abnehmen kann das es so gewesen sein könnte

— Xandrin
Xandrin

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  • Die Liebe der Baumeisterin

    Die Liebe der Baumeisterin
    Ikopiko

    Ikopiko

    24. April 2015 um 13:31

    Vertauschte Rollen? Dora hat die Begabung ihres Großvaters geerbt und wäre eine fantastische Baumeisterin. Stattdessen hat sie die Arbeit der Frauen zu übernehmen und muss Bier brauen. Ihr Bruder hingegen muss die Familientradition weiterführen und Häuser bauen (lassen). Dabei ist seine Leidenschaft die Bierbrauerei … Erst mit der Heirat des wesentlich älteren Urban darf Dora ihre Profession ausüben und das zukünftige Familiendomizil planen. Doras Leben könnte in glücklicheren Bahnen verlaufen, wäre sie nicht Veit begegnet. Obwohl sie ihren Ehemann von Herzen liebt, verliebt sie sich auch in Veit. Und er erwidert die Gefühle. Dora quält sich mit Selbstvorwürfen. Auf über 700 Seiten erzählt Heidi Rehn in „Die Liebe der Baumeisterin“ die Geschichte Doras, deren Lebensinhalt ausgerechnet ein Männerberuf ist. Der Titel mag eine schnulzige Liebesgeschichte erwarten lassen, dem ist jedoch nicht so. Früh musste Dora erlernen, was es heißt, in einem Frauenkörper geboren zu sein. Die Rechte der Frauen zu damaliger Zeit waren sehr gering. Um den Ruin der Familie zu verhindern wurde auch Dora ungefragt mit einem vermögenden Mann verheiratet. Liebe spielte keine Rolle. Nur gut, dass sie einen fürsorglichen Mann bekommen hat. Dora findet sich jedoch mit ihrem Schicksal nicht ab. Sie wehrt sich gegen Ungerechtigkeiten und setzt oft ihren Kopf durch, auch wenn sie damit gegen Konventionen verstößt. Doras Charakter ist sehr vielfältig. Sie ist selbstbewusst, mutig und durchsetzungsfähig, zweifelt aber auch immer wieder an sich selbst. Der Roman beinhaltet viele Nebencharaktere, deren Geschichten teilweise ebenfalls erzählt werden und die keine nur nebensächlichen Rollen spielen.

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  • Ein absolut empfehlenswerter historischer Roman, der sehr sehr gut rechachiert wurde

    Die Liebe der Baumeisterin
    beccy

    beccy

    11. October 2014 um 21:43

    Inhaltsangabe: Mit "Die Liebe der Baumeisterrin" begeben wir uns erstmals 1542 nach Königsberg. Dora, die Protagonistin ist interessiert an Bauzeichnungen und durchforstet gerne die Schreibtische ihres Vaters, obwohl sie eigentlich ihr Interesse am Bierbrauen zeigen soll. Ihr Vater weißt sie immer wieder darauf hin das ihre Aufgabe das Bierbrauen ist, nur Kammarat Urban erkennt ihr Talent und bitte Dora ein Entwurf für ein Haus zu zeichnen. Nun kommt Veit ins Spiel, ein Baumeister der ganz nach Doras Geschmack ist. Kurz vor der Fertigstellung des Hauses bricht das Gebäude zusammen, Veit und Dora werden verdächtigt, in Krakau kommt es zum Prozess... Meine Meinung: Schon ab der ersten Seiten des Buches war ich "Gefangen", wir lernen Dora kennen die einen sehr besonderen Charakter hat. Sie ist neugierig und sehr eigensinnig. Nach und nach lernen wir viele Persönlichkeiten kennen. Ich habe häufig beim Lesen Probleme alle Namen im Kopf zu behalten. In diesem Buch wurde das Problem Elegant gelöst, indem hinten ein Verzeichniss alles Charaktere aufgestellt ist. Den Schreibstil finde ich einfach nur super. Die Geschichte hat "Historischen- Charakter", ohne das Probleme im Lesefluss aufkommen. Für mich war das Buch gut verstänlich und trotzdem passend zu der Zeitepoche. Das Buch ist ein echter Wälzer mit seinen 752 Seiten, zwischendurch gab es einige Längen, was bei der Seitenzahl warscheinlich nicht ausbleibt. Die Beziehung zwischen Dora und Veit war wunderbar und sehr intim. Was mir ebenfalls positiv aufgefallen ist, ist die Tatsache das Heidi Rehn sehr gute Recherche betrieben hat. Im hinteren Teil des Buches finden wir noch einige Aufschlussreiche Sätze zu der Polnischen Geschichte, sowie ein kleines Lexikon, welches uns Begriffe aus dem Buch erklärt. Fazit: Für Historien- Liebhaber ein absolute Leseempfehlung! Das Buch hatte einige Längen, was für mich jedoch halb so schlimm war. Die Idee der Story, sowie die Charaktere konnten mich fesseln. Zum Teil fand ich den Schreibstil sogar poetisch, was man bei einem historischen Roman nicht oft begegnet ist. Von mit gibt es 4 1/2 von 5 Sternen. Das Buch ist im Knaur Verlag erschienen, hat 752 Seiten und kostet im Hardcover 19,99€. http://www.droemer-knaur.de/buch/7777612/die-liebe-der-baumeisterin

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  • Anders als die gewohnten Mittelalter-Romane

    Die Liebe der Baumeisterin
    Lissy

    Lissy

    27. August 2014 um 15:58

    Doras Vater ist Baumeister, leider ist ihm wenig Erfolg beschert. Seine Tochter Dora erbaut im Kopf die prächtigsten Häuser und kann diese problemlos aufzeichnen und ersinnt, wie die Raumwirkung sein wird. Kurz: Sie hat das Baumeister-Talent des Vorfahren geerbt. Ihr Vater verheiratet sie mit dem wesentlich älteren Urban, aber dieser trägt sie gleichsam auf Händen und ermuntert sie, sich als Baumeisterin zu betätigen und das neue Familienheim zu planen.  Bis dahin ist das Buch kurzweilig, unterhaltsam, erfrischend anders als die meisten Mittelalter-Romane und doch mitreißend. Mir hat es sehr gefallen, die Familienmitglieder kennen zu lernen und deren Eigenheiten zu ergründen. In der zweiten Hälfte ändern sie sich irgendwie alle bzw. Dora durchschaut sie. Und das war mir zu viel. Es bleibt kein Geheimnis gewahrt und die Zufälle häufen sich zu sehr. Außerdem wird es immer weniger Handlung und zum Ende hin war es mir dann zu seicht. Kurz gesagt: Das Happy End war mir eine Portion zu happy.  Trotzdem gibt es vier Sterne für ein ordentliches Buch.

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  • Wundervolle Charaktere, spannende Handlung und eine bewundernswerte Recherchearbeit

    Die Liebe der Baumeisterin
    LettersFromJuliet

    LettersFromJuliet

    12. March 2014 um 09:52

    Meine Meinung Als ich dieses Buch das erste Mal sah, dachte ich nur “ist das ein Wälzer!” Und ja, das ist es auch wirklich und einiges hätte man streichen oder kürzen können. Denn das einzige was mich hier wirklich gestört hat, sind die endlosen Beschreibungen. Ich muss doch wirklich nicht über 3 Seiten lesen wie ein Gebäude aussieht und das passiert recht häufig. Das gleiche passiert auch immer wieder mit Kleidern oder Räumen. Letztendlich habe ich vieles übersprungen bzw. quergelesen und sowas nimmt zum einen die Spannung und zum anderen stört es den Lesefluss. So toll die Handlung und die Charaktere auch waren, ich würde das Buch wahrscheinlich nicht nochmal lesen wollen, wobei ich ja jetzt weiß, welche Passagen ich einfach überspringen kann. Heidi Rehn hat mich allerdings auch sehr neugierig auf ihre anderen Bücher gemacht, nur graut es mir jetzt schon davor, dass sie vielleicht auch so viele Beschreibungen enthalten. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil, wodurch man sich direkt in die damalige Zeit liest. Wenn man nicht so viele Beschreibungen kamen, dann konnte ich richtig in die Geschichte eintauchen und mich darin verlieren. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und vielschichtig. Dora ist noch sehr jung, musste allerdings einen wesentlich älteren Mann heiraten, der sie jedoch unterstützt was ihre Begabung angeht. Das war damals recht ungewöhnlich und machte Urban direkt sympathisch. Dann kommt Veit ins Spiel und man hofft, dass sich etwas zwischen ihm und Dora entwickelt. Aber wie? Da ist schließlich noch Urban. Okay, wer den Klappentext gelesen weiß jetzt wie es weitergeht, ich hatte ihn aber nicht gelesen und das war auch gut so. Und dann wäre da noch Mathilda, die Base von Urban, die ich am Anfang sehr nervig fand und die immer mal wieder Ärger macht. Gret, Doras Schwägerin, konnte ich nicht wirklich einschätzen. Sie scheint zwar ganz nett zu sein, jedoch hat sie ein Geheimnis. Es ist so schön zu lesen, wie sich die Charaktere mit der Zeit weiterentwickeln. Das schaffen manche Autoren in einer 10 bändigen Reihe nicht… Die Autorin lässt sehr viele historische Fakten und veraltete Begriffe einfließen, wodurch man das Gefühl bekommt plötzlich in einer anderen Zeit zu sein. Sie hat hier eine tolle Recherchearbeit geleistet und die Begriffe, die man heutzutage nicht mehr kennt, werden hinten in einem Glossar erläutert. Ständig kommen neue Fragen auf und brennt nur darauf, dass diese in der Geschichte beantwortet werden. Es gibt verschiedene Geheimnisse zu entdecken, die sich teilweise durch die komplette Handlung ziehen und das Buch gewinnt einiges an Spannung. Fazit Wundervolle Charaktere, spannende und vielschichtige Handlung und eine bewundernswerte Recherchearbeit bilden einen tollen historischen Roman. Wenn da nur nicht die vielen endlosen Beschreibungen wären, die das Buch unnötig in die Länge ziehen und einem so den Spaß am flüssigen Lesen nehmen.

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  • In Preußens Frühzeit

    Die Liebe der Baumeisterin
    SiCollier

    SiCollier

    06. January 2014 um 09:59

    Kein Mensch ist unbedingt der, den er auf den ersten Blick zu sein scheint. (Seite 129) Preußen ist mir natürlich ein Begriff, die Geschichte des noch jungen Staates jedoch weniger. Zwar habe ich vor sehr vielen Jahren einiges darüber gelernt, doch das ist längst im Dunkel der verblaßten Erinnerung verschwunden. So schien mir dieses Buch eine geeignete Möglichkeit zu sein, dieses verlorene Wissen aufzufrischen. Die Autorin schreibt in sehr schön anschaulicher Sprache, so daß ich von daher relativ schnell in die Geschichte hinein kam. Auch die Figuren wurden rasch vor meinem geistigen Auge lebendig. Insgesamt empfand ich das Buch, auch an den schlimmen Stellen, „warm“ erzählt, dennoch bin ich nicht so ganz warm damit geworden. In das Buch ist eine Menge an Recherchearbeit eingeflossen, was sich zum Beispiel durch zeittypische Ausdrücke - wir sind um die Mitte des 16. Jahrhunderts - bemerkbar macht. Und genau da ergab sich für mich ein Problem: denn die Begriffe, etwa für damalige Kleidungsstücke oder Architekturdetails, erzeugten bei mir nicht unbedingt eine Stimmung der Zeit, sondern machten mir im Gegenteil mehr als deutlich, wie weit entfernt jene Zeit doch ist, wie anders alles war, wie fremd mir das ist. Ich habe bisher nur wenige Bücher, die in diesem Jahrhundert spielen, gelesen, aber keines zeigte mir die Distanz zu heute so überdeutlich auf wie dieses, wodurch mir das ganze Buch hindurch selbst eine mentale Distanz blieb, die mich nicht restlos eintauchen ließ. Die Geschichte selbst entwickelte sich für mich folgerichtig, die Figuren handelten glaubhaft, und manche Eigenheiten und Besonderheiten hat die Autorin im Nachwort bzw. in ihren Kommentaren zur Leserunde als historisch belegt erklärt. Dabei macht man als Leser immer wieder die Erfahrung, daß nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Geschickt legt die Autorin so manche falsche Fährte, die nicht nur die Figuren auf unzutreffende Gedanken kommen läßt. Am Ende jedoch sind alle losen Fäden verknüpft und die offenen Fragen beantwortet. Zwar gibt es immer wieder vereinzelt Anspielungen auf den etwa hundert Jahre früher spielenden Roman „Gold und Stein“, in dem die Urahnen eines Teils der hiesigen Figuren die Hauptrolle spielen, jedoch ist „Die Liebe der Baumeisterin“ auch ohne das frühere Buch (das ich selbst bisher nicht gelesen habe) verständlich und in sich abgeschlossen. Ergänzt wird das Buch durch ein Nachwort sowie ein Glossar, in dem alle Begriffe erläutert werden. Hilfreich ist auch das Personenverzeichnis, in welchem historische Persönlichkeiten als solche gekennzeichnet sind. Eine Landkarte, auf der sich die im Verlauf der Handlung geschilderten Reisen nachvollziehen lassen, ist ebenfalls enthalten. Viel wichtiger, als die Tradition der Alten nur halbherzig fortzuführen, ist es doch, einen eigenen Weg daraus abzuleiten und ihn dann voller Leidenschaft zu beschreiten. (Seite 726) Dies läßt sich sehr gut auch als Quintessenz des Buches und als etwas, was auch für uns heutige Geltung hat, herauslesen. Vieles im Buch mag zeittypisch sein, doch Dinge wie die Fortentwicklung der Tradition bis hin zum Generationenkonflikt sind damals wie heute aktuell. Insofern vermag das Buch über die eigentliche Handlung hinaus Denkanstöße zu geben. Kurzfassung Ein gut lesbarer Roman zur Zeit der Gründung Preußens, der mir auch die „Entfernung“ zu jener Zeit verdeutlicht hat.

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  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. 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  • Leserunde zu "Die Liebe der Baumeisterin: Roman" von Heidi Rehn

    Die Liebe der Baumeisterin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mit meinem neuen Roman "Die Liebe der Baumeisterin" möchte ich euch nach Königsberg Mitte des 16. Jahrhunderts entführen. Heute kennt man die Gegend dort oben als "Ostpreußen" und viele haben Großeltern, Eltern und/oder weitere Verwandte und Bekannte, die dort einmal gelebt haben und nach dem 2. Weltkrieg in den Westen übergesiedelt sind. Die Geschichte dieser wunderschönen Gegend aber beginnt sehr viel früher und gerade im späten Mittelalter/der frühen Neuzeit, als die Ordensritter das Land aufgeben mussten und ein weltlicher Herrscher dort oben regierte, wurde es dort so richtig spannend. Herzog Albrecht, um den es in meinem Roman auch etwas geht, war nämlich der erste protestantische Herzog in Deutschland überhaupt. Weil das dem deutschen Kaiser nicht sonderlich gut gefiel, paktierte er mit seinem polnischen Onkel, König Siegismund I. Der wiederum war mit einer temperamentvollen Italienierin verheiratet, Königin Bona Sforza, die sehr viel italienische Kunst und Lebensart nach Krakau.... Aber darüber erfahrt ihr in meinem Roman auch einiges, denn meine Heldin Dora reist im Lauf des Geschehens nach Krakau und lernt eben diese italienisch-polnische Königin kennen. Das ist die Folge eines gewaltsamen Todes... aber nein, das müsst ihr am besten selbst lesen. Hier nur so viel: Dora ist eine begnadete Baumeisterin, muss aber erst einen fast 30 Jahre älteren Mann heiraten, bevor sie ihr Talent ausleben darf. Als ihr Gemahl sich ein schönes neues Haus bauen will, stellt er ihr einen sehr attraktiven, jungen Baumeister zur Seite, der ihr Herz im Sturm erobert. Leider geschieht ein tragisches Unglück auf der Baustelle und der junge Baumeister gerät unter einen schlimmen Verdacht. Dora macht sich schließlich auf nach Krakau, um bei Bona Sforza um Unterstützung  - aber auch das lest ihr besser selbst (s.o.)..... Der Verlag stellt dankenswerterweise 15 Freiexemplare zur Verfügung. Wer sich hier bis zum 10.11. für die Leserunde ab 25.11. bewirbt und mir kurz schreibt, ob er eine besondere Beziehung zu Ostpreußen hat, der hat gute Chancen, eines dieser 15 Freiexemplare zu gewinnen. Wer einfach nur so mitlesen will, ist mir ebenso herzlich willkommen! Ich freue mich auf die Leserunde mit euch.

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    • 412
  • Historischer Roman voller architektonischer Details!

    Die Liebe der Baumeisterin
    Spatzi79

    Spatzi79

    03. January 2014 um 13:32

    Königsberg, 1544. Die junge Dora lebt mit ihrem Vater und ihren Brüdern zusammen. Am liebsten würde sie in die Fußstapfen des Vaters und seiner Vorgänger stoßen und Baumeisterin werden. Doch ihr traditionsbewusster Vater ignoriert die Begabung seiner Tochter auf diesem Gebiet, denn das Häuserbauen ist Männersache. Dora soll sich um den Haushalt und das Bierbrauen kümmern, wie es sich für eine Frau gehört. Verkehrte Welt, denn ihr Bruder Jörg ist völlig überfordert von den Erwartungen des Vaters, was die Baukunst angeht und würde sich seinerseits viel mehr lieber dem Brauen widmen. Dora wird eines Tages von ihrem Vater mit der Nachricht überrascht, dass er einen Bräutigam für sie gefunden habe. Zuerst ist sie entsetzt von der Aussicht, den deutlich älteren Urban Stöckel heiraten zu müssen, doch zwischen dem ungleichen Paar entspinnt sich eine tiefe Liebe und Urban ermutigt Dora sogar, ihre Talente als Baumeisterin einzusetzen. Doch eines Nachts legt sie, einem alten Aberglauben folgend, die Blüten der Schafgarbe unter ihr Kopfkissen. Die Legende besagt, dass man dann von seiner wahren Liebe träumen würde. Und der Mann, der Dora im Traum erscheint, ist nicht ihr Gemahl Urban! Erst tut sie den Traum als Unfug ab, doch als kurz darauf ihr Bruder Veit aus Nürnberg zurückkehrt und seinen Freund Veit Singeknecht mitbringt und ihr vorstellt, ist sie geschockt, ist doch dieser Veit der Mann aus ihrem Traum! Dora ist hin- und hergerissen zwischen der Liebe und Achtung für ihre Mann Urban und den wilden Gefühlen, die Veit in ihr erweckt. Schließlich ist sie verheiratet und es gibt keine Aussicht auf eine Beziehung mit Veit. Doch dann geschieht eines Tages ein schreckliches Unglück. Die Autorin erzählt hier eine spannende Liebesgeschichte vor der Kulisse einer Blütezeit der Baukunst in Preußen. Detaillierte Beschreibungen der Gebäude lassen diese geradezu vor dem inneren Auge des Lesers erscheinen und zeigen die Faszination für die Architektur der damaligen Zeit. Die Hauptfigur Dora blieb mir persönlich leider eher fremd und streckenweise wirkte sie auf mich etwas überspannt, aber die Ereignisse und Geheimnisse rund um sie und ihre Familie haben mich durchaus gefesselt. Ich habe bisher noch kein Buch von Heidi Rehn gelesen, aber nach der Lektüre dieses Buches sind einige auf meine Wunschliste gewandert, da mir der Schreibstil hat und die fundierte historische Recherche sehr gut gefallen haben.

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  • Spannende Geschichte um eine Frau in einer Männerdomäne

    Die Liebe der Baumeisterin
    Zabou1964

    Zabou1964

    03. January 2014 um 07:21

    Heidi Rehns historische Romane sind immer ein Garant für gute Unterhaltung gepaart mit hervorragender Recherche. Da ich mich für Architektur interessiere, war klar, dass ich auch zu ihrem neuesten Werk greifen werde, das sich mit der Baukunst des 16. Jahrhunderts und der Zeit davor in Königsberg und Krakau beschäftigt. Eine spannende Geschichte rundete das Lesevergnügen ab.   Die junge Dora wächst im Königsberg des 16. Jahrhunderts gemeinsam mit ihrem Bruder bei ihrem Vater auf. Obwohl es sich für ein Mädchen nicht schickt, interessiert sie sich für die Baukunst. Ihr Bruder Jörg, der leider nur wenig Talent als Baumeister besitzt, soll in die Fußstapfen des Vaters treten. Dora dagegen wird mit dem wesentlich älteren Urban verheiratet. Wider Erwarten wird die Ehe mit ihm aber glücklich, was auch daran liegt, dass Urban ihre Fähigkeiten fördert. Zur Unterstützung stellt er ihr den jungen Baumeister Veit an die Seite. Schon bald empfinden die jungen Leute eine tiefe Zuneigung zueinander, was fatale Folgen hat.   Besonders begeistern konnte die Autorin mich mit den detaillierten Schilderungen der Baudenkmäler in Königsberg und Krakau. Diese haben den Wunsch in mir geweckt, mir beide Städte mit eigenen Augen anzuschauen. Aber auch Doras Schicksal wird sehr packend erzählt. Von dem jungen Mädchen, das Angst hat, vom Vater beim Studieren der Baupläne entdeckt zu werden, entwickelt sie sich zu einer selbstbewussten Frau, die einige Schicksalsschläge einstecken muss. Auch die Nebencharaktere sind mit viel Liebe gezeichnet. Den Leser erwartet die ein oder andere überraschende Wendung, was die Lektüre fast durchgehend spannend macht.   Ein ausführliches Nachwort der Autorin mit Erklärungen zur damaligen Zeit, ein Personenverzeichnis, ein Glossar sowie eine Karte befinden sich am Ende. Diese Informationen waren sehr hilfreich.   Fazit: „Die Liebe der Baumeisterin“ ist eine spannende Geschichte um eine Frau, die sich in einer Männerdomäne behaupten will  

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  • Ein wunderbares Buch!

    Die Liebe der Baumeisterin
    darigla

    darigla

    31. December 2013 um 11:50

    Klappentext: Preußen, 1544: Unter Herzog Albrecht erlebt das Land eine große Blütezeit. Alles scheint möglich. So will auch die junge Dora ihr Talent leben und als Baumeisterin in die Fußstapfen des weniger begabten Vaters treten. Der aber verheiratet sie aus Geldnot mit dem fast dreißig Jahre älteren Urban. Wider Erwarten wird die Ehe glücklich, und Urban ermutigt Dora sogar, als Baumeisterin zu arbeiten. Ausgerechnet den jungen Nürnberger Baukünstler Veit aber stellt er ihr als Unterstützung zur Seite. Bald schon hegen die beiden verbotene Gefühle füreinander. Als Urban bei einem schrecklichen Unfall stirbt, gerät Veit sofort unter Verdacht, seine Hand im Spiel gehabt zu haben. Zwei Jahre später deckt Dora die wahren Hintergründe von Urbans Tod auf und begibt sich auf eine gefährliche Reise nach Krakau, um den Geliebten vor dem Galgen zu retten...  Inhalt: Eigentlich lebt die junge, talentierte Dora ein gutes Leben, bis ihr Vater sie eines Tages jedoch vermählt. Was zuerst wie der schlimmste Alptraum zu sein scheint, nimmt bald eine wunderbare Wendung, denn Urban ist gar nicht so schlimm, wie Dora dachte. Er unterstützt sie sogar tatkräftig auf ihrem Weg zu einer erfolgreichen Baumeisterin. Alles scheint perfekt, doch eines Nachts träumt Dora von einem unbekannten Mann. Zuerst denkt sie, dass es Urban in jungen Jahren ist, versucht es sich einzureden. Urban ist doch ihre große Liebe. - Oder etwa nicht? Wie es der Zufall so will, trifft Dora Tage später auf Veit Singeknecht und vermag ihren Augen nicht zu trauen. Vor ihr steht doch tatsächlich der unbekannte Mann aus ihren Träumen. Dora fühlt sich unweigerlich zu ihm hingezogen, ebenso wie er sich zu ihr. Doch ihre zarte Liebe darf nicht sein, denn Dora ist schließlich schon verlobt. Als Urban eines Tages auf grauvolle Weise zu Tode kommt, wird Veit des Mordes bezichtigt. Er flieht. Dora ist von seiner Unschuld überzeugt und macht sich schließlich auf die Suche nach Veit. Das sind jedoch nicht alle ihre Probleme, denn zu allem Überfluss ist ihre Base auch schlecht auf sie zu sprechen und macht ihr das Leben zur Hölle. Außerdem hat Doras Bruder eine junge Frau geheiratet, die zwielichtige Absichten in Königsberg hat.... Meine Meinung: Danke an Lovelybooks und die Autorin, die mir das Lesen des Buches ermöglicht haben. Ein herzlichen Dank! Wie ihr schon dem ersten Satz entnehmen konntet, ist bzw. war das mein erster historischer Roman, weshalb ich sehr gespannt gewesen bin, wie er denn wird! Der Schreibstil der Autorin war einfach wunderbar! Während des Lesens habe ich mich wie im Preußen des 16. Jahrhunderts gefühlt, hatte die Gerüche, die Gefühle der Figuren, einfach alles inne. Kommen wir zu den Charakteren. Beginnen wir mal mit Dora. Sie ist eine der Hauptfiguren. Schon im Prolog, also auf den ersten ∼25 Seiten, erfährt man, dass sehr aufbrausend sein kann. Sie ist keine der Frauen im 16. Jahrhundert, die sich einfach so von ihren Vätern, Brüdern und/oder Männern herumkommandieren lassen. Sie hat ihre eigenen Träume und versucht diese durchzusetzen, auch wenn viele dagegen sind und ihre Lage eigentlich völlig aussichtslos scheint. Was mich schockiert hat (damals aber sehr normal war) war, als ihr Vater ihr einfach gesagt hat, dass ein Mann um ihre Hand angehalten hat und dieser, so würde ich schätzen, um die 40 Jahre alt ist, obwohl sie gerade erst zarte 16 ist! Urban ist der Mann Doras. Am Anfang dachte ich: Die arme Dora. Wird mit einem Mann zwangsverheiratet, den sie noch nicht Mals liebt. Im Nachhinein war es dann doch nicht so schlimm, denn Urban hat Dora bei all ihren Vorhaben unterstützt, hat sie aufrichtig geliebt und war immer wieder bereit ihr zu vergeben. Als er schließlich starb, war das sehr schlimm für mich, denn ich hatte ihn so in mein Herz geschlossen und auf einmal soll er tot sein?! Ich hatte diesen schrecklichen Fakt aus meinem Kopf verbannt.... Veit Singeknecht ist ein junger Baumeister aus Nürnberg. Seine Arbeit wird sowohl am Königsberger Hof, wie auch beim Stöckel'schen Haubau sehr geschätzt, denn er hilft Dora und Urban beim Bau ihres Hauses, welches dann leider auf tragische Weise zusammenbricht und so einige Menschen unter sich begräbt. Darunter auch den Hausherren selbst. Veit flieht aus der Stadt und wird des Mordes bezichtigt. Dora aber ist der Unschuld des jungen Mannes überzeugt.... Gret Selege ist die Frau von Doras Bruder Jörg. Er hat sie aus Nürnberg mitgebracht, wo die beiden auch schon geheiratet haben. Gret ist eine sehr undurchschaubare Person. Ich habe unendlich lange gebraucht, bis ich sie durchschaut hatte. Sonst ist sie eigentlich ganz nett und hilfsbereit. Zudem ist sie eine begnadete Bierbrauerin! Mathilda Huttenbeck ist die Base 3. Grades von Dora. Sie ist eine Art Haushälterin für Urbans und Doras Haushalt. Wie man schon dem Inhalt entnehmen konnte, sind Dora und Mathilda nicht gut aufeinander zu sprechen, was vielleicht an derer beiden Sturköpfigkeit liegen könnte. Nichtsdestotrotz habe ich Mathilda an einigen Stellen sehr bewundert. - Warum, erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest ☺ Was ich grundsätzlich sagen kann ist, dass Die Liebe der Baumeisterin auf keinen Fall mein letzter historischer Roman bleiben wird und auch bestimmt nicht der letzte von Autorin Heidi Rehn! Anfangs war ich ja noch skeptisch, ob mir diese Art Roman den gefallen würde; alle meine Zweifel wurden jedoch aus dem Weg geräumt! Zitate: »"Eigentlich wollte ich es euch erst am Sonntag nach der Messe verkünden, aber jetzt ist wohl ein weitaus besserer Moment. Kammerrat Urban Stöckel hat um Doras Hand angehalten." "Was?" Entsetzt riss Dora sich los. "Sie ist erst vor wenigen Wochen sechzehn geworden!", warf Jörg ein und befreite sich ebenfalls aus der Umarmung.« Seite 25 »Renata [.....] hatte ihr vor vielen Jahren eine getrocknete Dolde geschenkt und ihr von dem Brauch erzählt, mittels Schafgarbe die wahre Liebe zu finden. Wer einen Stengel davon vom Grab eines Jünglings pflücke und sich unter das Kopfkissen lege, träume eines Nacht von seinem Liebsten. [.....] Das war er! Sie fasste sich an den Hals, schnappte nach Luft, konnte den Blick nicht von dem Unbekannten abwenden. Auch er starrte sie unverhohlen an. Kein Zweifel, vor ihr stand der Mann aus dem Schafgarbentraum.« Seite 36 & 68 »Manchmal, so tröstete sie sich, musste man das Leben einfach nehmen, wie es kam. Irgendwann würde sich zeigen, warum sich das eine so und das andere anders gefügt hatte. Ein tieferer Sinn steckte schließlich in allem.« Seite 390 Cover: Auf dem Cover ist eine 'halbe' Frau mit einem Eimer zu sehen. Sie könnte Dora darstellen, aber das ist nur eine Vermutung. Zudem ist der Grundriss eines Gebäudes zu erkennen, was ich gut finde, da es in Verbindung mit der Handlung steht! Fazit: Ich hatte ja ein völlig falsches Bild von historischen Romanen! Immerzu dachte ich, sie wären langweilig, dieses aber Buch hat mir das Gegenteil bewiesen. Mit viel Gefühl schreibt Frau Rehn über das Leben in damaligen Zeiten und manchmal hatte ich wirklich das Gefühl die Sonne auf meiner Haut oder den Gestank in meiner Nase zu spüren! Ein wunderbarer Schreibstil, mit dem ich mich oft sogar selbst wie ins 16. Jahrhundert zurückversetzt fühlte, eine mitreißende Handlung und tolle Charaktere, die immer für eine Überraschung zu haben sind, machen das Buch zu dem was es ist. Zudem bewundere ich die Autorin dafür, dass sie so gründlich recherchiert hat. Wohlverdiente 5 von 5 Herzen für Die Liebe der Baumeisterin!!

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  • Wenn das Schicksal dich voll und ganz erwischt...

    Die Liebe der Baumeisterin
    nicigirl85

    nicigirl85

    27. December 2013 um 16:16

    Wir schreiben das Jahr 1542 als der Leser die wissbegierige Dora Selege kennenlernt, die sich über alle Maßen für die Baukunst ihres Urahns interessiert. Die 16-jährige Dora lebt völlig unbeschwert im Hause ihres Vaters, bis dieser sie mit Urban Stöckel verheiraten will. Dora fügt sich ihrem Schicksal und erstaunlicherweise verliebt sie sich in ihren Ehemann, der so alt wie ihr Vater ist. Doch dann hat sie eine Begegnung, die alles verändert, denn sie lernt den Freund ihres Bruders kennen: Veit Singeknecht und verliebt sich trotz ihrer Liebe zu ihrem Ehemann in den jungen Mann, denn von ihm hat sie schon so oft geträumt. Leider meint das Schicksal es nicht gut mit ihr und schlägt auf böse Weise zu, so dass ihr Leben in Gefahr gerät und nicht nur ihres... Heidi Rehn gelingt es mit diesem seitenstarken Werk umfassend die Zeit Herzog Albrechts und das Preußen dieser Zeit detailliert zu beschreiben, so dass der Leser die Geschehnisse bildlich vor Augen hat. Man kann sich die geschilderten Orte gut vorstellen und hat beinahe das Gefühl selbst dort gewesen zu sein. Zudem berichtet sie nicht nur von einer zarten Liebe, sondern auch von Hass, Lügen, Intrigen und den Wirren der damaligen Zeit. Im Mittelpunkt steht nicht nur der Charakter der Dora Selege, sondern auch andere Verwandte und Freunde ihrerseits dürfen wir als Leser begleiten, mit ihnen fühlen und leiden, uns an ihrem Leben erfreuen. Ich fühlte mich gut in die Zeit hineinversetzt und las gespannt, was das Schicksal für die Protagonisten als nächstes auf Lager hat. Das Geschriebene ließ sich gut lesen und mir gefiel, dass oft alte Begriffe benutzt worden sind, die durchaus den eigenen Wortschatz noch bereichern können. Öfter selbst mal benutzen werde ich von nun an wohl die Begriffe Maulschelle und Zungenklaffer. Das Einzige, was mir nicht so ganz zusagte und mit dem ich einige Schwierigkeiten hatte, weil meine Interessen danach nicht gerichtet sind, waren die ausführlichen Schilderungen von Bauwerken, wie man diese baut, was zum Bau dazu gehört usw. Dies langweilte mich zwar nicht, aber alles verstanden habe ich davon leider nicht. Fazit: Ein gelungener historischer Roman, der gut zu unterhalten weiß und ein Buch, welches ich gern weiterempfehle. Dies war zwar mein erstes Buch der Autorin, wird aber sicher nicht das letzte gewesen sein.

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  • "In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst."

    Die Liebe der Baumeisterin
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    27. December 2013 um 08:25

    Dora Selege lebt mit ihrer Familie 1542 in Königsberg. Der Vater ist ein eher erfolgloser Baumeister, der Bruder soll einer werden, obwohl ihn die Baukunst überhaupt nicht reizt und interessiert. Dafür hat Dora ihre Freude an dieser Kunst und widmet dem Buch ihres berühmten Ahnen deutlich mehr Zeit, als dem zweiten Erwerb der Familie, der Brauerei. Zwar kann sie ihrem Bruder damit helfen, doch für den Vater ist dies ein Dorn im Auge. Um so eher möchte er Dora verheiraten, damit sie diese Flausen vergisst und sich endlich etwas anständigem widmet. Dora ist mit dem Bräutigam gar nicht einverstanden. Handelt es sich um Urban Stöckel, ein Mann, der im gleichen Alter wie ihr Vater ist. Zwei Jahre später hat Dora sich mit der Situation arrangiert und bringt ihrem Mann sogar so etwas wie Liebe entgegen. Kinder blieben beiden bislang verwehrt, aber noch besteht Hoffnung. Auch für Dora hat sich einiges verbessert, sie darf sich weiter der Baukunst widmen und ihr Mann unterstützt sie in ihrem Tun. Urban ist von ihrem Können so überzeugt, dass er sie beauftragt, ihr gemeinsames neues Haus zu planen. Damit auch alles seine Richtigkeit hat, stellt Urban zusätzlich den jungen Veit Singeknecht ein. Dieser soll Dora unterstützen und gegenüber der Handwerkszunft für den Bau verantwortlich sein. Alles geht gut, bis sich Dora und Veit ineinander verlieben. Dann geschieht ein Unglück auf der Baustelle. Urban verunglückt tödlich und Veit, in dem man schnell den Schuldigen sieht, muss fliehen. Für Dora bricht eine Welt zusammen. Nicht nur der Ehemann ist tot, nein, Dora trägt auch noch ihr gemeinsames Kind und konnte es ihm nicht mehr sagen. Auf dem Totenbett dagegen werfen Urbans letzte Worte viele Fragen für Dora auf. Und dann ist da noch die ungeliebte Base dritten Grades von Urban, die Dora das Leben mehr als schwer macht. Von Veit verlassen, mit einem Kind und einer missgünstigen Verwandten sieht Dora schwere Zeiten auf sich zukommen. Doch die Zweifel an Veits Schuld wachsen. Immer mehr Hinweise häufen sich dagegen. Dora fasst einen folgenschweren Entschluss. Sie will den Unfall, alles was damit zusammenhängt aufklären und bringt sich dabei selbst in tödliche Gefahr. Die Autorin Heidi Rehn entführt den Leser ins 16. Jahrhundert nach Preußen. Der Leser lernt Dora und ihre Familie kennen. Schnell wird einem Dora sympathisch. Mit ihrer Art weiß sie den Leser für sich einzunehmen und zu fesseln. Aber auch Doras Bruder Jörg oder der Vater nahmen ihren Platz im Kopfkino ein. Beide Männer bleiben aber deutlich blasser als der später dazukommende Veit. Auch Ehemann Urban wird dem Leser schnell sympathisch, obwohl man eigentlich recht wenig von ihm weiß. Die Geschichte gliedert sich in drei Etappen. Die erste Etappe stellt Doras Leben vor ihrer Hochzeit dar. Danach folgt eine Etappe, die zwei Jahre später angesiedelt ist und Doras Leben an der Seite von ihrem Ehemann Urban zeigt. Die letzte Etappe spielt wieder zwei Jahre später und stellt auch den Höhepunkt der Geschichte dar. In dieser Etappe überschlagen sich die Ereignisse regelrecht. Dora macht sich auf die Suche nach Veit, der sich augenscheinlich in Krakau befindet, und gerät dabei selbst in Gefahr. Dabei wollte sie doch nur das Unglück auf der Baustelle aufklären und Veit entlasten. Auch wenn ich zu Beginn einige Probleme mit dem Schreibstil hatte, konnte ich mich doch während der zweiten Etappe mit dem Schreibstil anfreunden und in die Geschichte eintauchen. Da die Autorin viel Wert auf die Sprache und Begriffe der damaligen Zeit legt, konnte man sich problemlos im Kopfkino in der guten Stube von Dora wiederfinden. Aber auch die Fachbegriffe in der Baukunst und dem Bierbrauen kommen nicht zu kurz. Die Autorin hat hier sehr gut recherchiert und bringt dem Leser nicht nur die Baukunst des 16. Jahrhunderts ein wenig näher, sondern auch bei der Bierbrauerei darf der Leser einen Blick hinein werfen. Für alle Fälle gibt es am Ende des Buches ein umfangreiches Glossar mit Erläuterungen zu den einzelnen Begrifflichkeiten. Die Geschichte mag zwar erfunden sein, aber der Rahmen, in dem die Geschichte angesiedelt ist, ist authentisch. In den Nachbemerkungen geht die Autorin sehr detailliert darauf ein, was erfunden und was der Wahrheit entspricht. Zur besseren Orientierung gibt es am Ende des Buches auch noch eine einseitige Karte, mit der man den Weg Doras von Königsberg nach Krakau nachvollziehen kann. Über 700 Seiten ist das Buch dick und dennoch kommt es dem Leser deutlich weniger vor. Gerade das letzte Drittel zieht derart an Spannung an, dass das Buch viel zu schnell ausgelesen ist. Ein Lesebändchen ergänzt den positiven Eindruck des Buches. Fazit: Ein spannender und gut recherchierter Roman, der nebst einer Liebesgeschichte auch Intrigen, Verrat und Hoffnung in sich vereint und dem Leser einige schöne Lesestunden beschert.

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  • Rezension zu "Die Liebe der Baumeisterin" von Heidi Rehn

    Die Liebe der Baumeisterin
    tigerbea

    tigerbea

    26. December 2013 um 20:06

    Königsberg, 1544. Die junge Dora wird fürs Bierbrauen ausersehen, während ihr Bruder Jörg als Baumeister in die Fußstapfen seines Vaters treten soll. Doch die Interessen sind genau gegenläufig: Dora hat mehr Interesse an Bauwerken, ihr Bruder am Bierbrauen. Dora wird mit 16 Jahren mit Urban verheiratet, der vom Alter her ihr Vater sein könnte. Er erfüllt ihr jeden Wunsch und sie wird mit dem Bau des gemeinsamen Hauses beauftragt. Während der Baumaßnahmen trifft sie auf Baumeister Veit, sie verlieben sich ineinander. Als Urban auf der Baustelle tödlich verunglückt, fällt der Verdacht sofort auf Veit. Dora beginnt nachzuforschen und entdeckt viele Geheimnisse, die ihr Leben völlig anders gestalten sollen.... "Die Liebe der Baumeisterin" ist ein Buch, das den Leser begeistert. Es ist toll und verständlich geschrieben. Die Personen sind wunderbar beschrieben und haben jede für sich einen typischen Charakter, der sich bei manchen Personen im Laufe des Buches anders entwickelt, als es zuerst scheint. Man fängt an, sich in die Personen hinein zu versetzen, lebt und leidet mit ihnen. Der Schreibstil von Heidi Rehn ist wunderbar bildlich, so daß der Leser sich alles sehr gut vorstellen kann. Besonders gelungen sind aus meiner Sicht das Personenregister und die Übersichtskarte am Ende des Buches. Dies ist manchmal sehr hilfreich!

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  • Die Eintracht baut ein Haus, die Zwietracht reißt es nieder

    Die Liebe der Baumeisterin
    Gurke

    Gurke

    23. December 2013 um 10:16

    Die Eintracht baut das Haus, die Zwietracht reißt es nieder. Kein anderes Sprichwort beschreibt das Schicksal der jungen Dora aus Preußen besser. Ihr Vorfahr Laurenz Selege hat gemeinsam mit seiner Gemahlin Agnes sowohl in der Bau- als auch in der Braukunst erste Maßstäbe gesetzt, sodass diese Traditionen auch in den folgenden Generationen streng nach geltender Geschlechterordnung fortgeführt werden. Für die Protagonistin mit den verschiedenfarbigen Augen bedeutet dies, dass sie ihre Leidenschaft für die prächtigen Bauwerke nicht ausüben darf, weil ihr als Frau der Platz an den Gärbottichen zugeteilt wurde, obwohl sie viel geschickter mit den schwierigen Zeichnung zurechtkommt als ihr Bruder Jörg. Die Heirat mit dem 50-Jährigen Kammerrat Urban Stöckel öffnet ihr aber ungeahnte Türen, weil der gutmütiger Ehemann ihr Talent bei dem eigenen Hausbau fördern möchte, doch tragischerweise bei einer Besichtigung des Grundsteins erschlagen wird. Der Verdacht des Mordes fällt auf den stellvertretenden Bauherren Veit Singeknecht, der schon vorher die Nähe zu Dora suchte und daraufhin eilig geflohen ist. Im Angesicht der Witwentrauer werden Doras Gefühle für Veit immer deutlicher und so reist sie ihm nach Krakau nach und gerät dabei in den Verruf der Hexerei. Dieser historische Roman aus der Feder von Heidi Rehn ist vollgepackt mit der Atmosphäre des 16.Jahrhunderts und vielschichtigen Charakteren, die das ohnehin schon fesselnde Mittelalter mit ihrer persönlichen Geschichte gelungen abrunden und greifbarer machen. Besonders positiv finde ich dabei, dass die arrangierte Hochzeit hier einmal glücklich geschildert wird und es nicht nur jähzornige Ehemänner in der Vergangenheit gab. Mit Worten, die wie frisch aus der guten Stube der Seleges eingefangen sind, wird der Schreibstil an keiner Stelle langweilig. Hin und wieder gibt es detaillierte Ausführungen zu den Giebeln und Erkern der geplanten Objekte, die man bei dem Titel auch erwarten muss/darf und zwar sehr plastisch erklärt wurden, aber trotzdem bei mir nicht Doras Eifer auslösen konnten. Dem geschickten Bierbrauen von ihrer Schwägerin war ich beim Lesen näher, obwohl mich dann bei den herrschaftlichen Burgen und Schlössern auf Doras Reise doch noch das Baufieber packte und ich nachdem ich mich von den Seiten widerwillig gelöst habe das gelesene im Internet noch einmal leibhaftig anschauen wollte und von der Pracht z.B. der Marienburg ebenso überwältigt wurde. Zudem gibt das Buch einerseits ein sehr anschauliches Bild über die Schaffenszeit von Herzog Albrecht in Preußen, der als gutgläubige Marionette seines Hausvogts Egbert Göllner ein verhängnisvolles Urteil über Dora fällt, und andererseits eine authentisches Darstellung der polnischen Königin Bona Sforza, wobei mir letztere noch stärker durch ihre feministischen Gedanken im Gedächtnis geblieben ist und die eingestaubten Ansichten mit ihrer italienischen Lebensfreude neu anordnet. Dieser über 700 Seiten starke Ausflug in die Geschichte ist der Autorin auch ohne brutale Folterszenen sehr eindringlich gelungen und mit einer Mischung von Fakten, tiefen Gefühlen und Dramatik (wie das durch die Chronik belegte verheerende Feuer im Kneiphof) reich an Überraschungen. Vielleicht werden es einige LeserInnen der Protagonistin sogar gleichtun, indem sie demnächst eine Bündel Schafgarbe unter ihr Kopfkissen legen oder in das Buch pressen, denn ihre magische Gabe ist Fluch und Segen zugleich, aber immer wahrhaftig.

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  • Eine Reise nach Preußen, die sich lohnt!

    Die Liebe der Baumeisterin
    Dreamworx

    Dreamworx

    17. December 2013 um 15:00

    1544, Königsberg in Preußen. Dora Selege möchte lieber Baumeisterin werden und mit ihrem Vater das elterliche Geschäft führen, doch sie soll sich wie alle Frauen der Familie vor ihr ums Bierbrauen kümmern. Derweil würde ihr Bruder Jörg lieber Bier brauen, als ein Baumeister zu werden. Bevor sich Dora arg grämen kann, dass sich ihr Berufswunsch nicht erfüllt, wird sie kurzerhand mit Urban Stöckel, dem Kammerherrn des Herzogs vermählt, einem fast dreißig Jahre älteren Mann. War Dora zu Beginn noch völlig unglücklich über ihre erzwungene Ehe, so entpuppt sich diese als echtes Glück für sie, denn Urban ist ihr nicht nur sehr zugetan, liebevoll und sympathisch, ist er doch auch ein Unterstützer ihres Talents zur Baumeisterei. Deshalb erteilt er ihr auch den Auftrag, das gemeinsame neue Haus zu planen. Damit sie keine Schwierigkeiten mit der Handwerkszunft bekommt, wird Dora der junge Baumeister Veit an die Seite gestellt, um sie zu unterstützen. Zwischen Dora und Veit entspinnt sich eine zarte Zuneigung. Doch das Schicksal spielt ihnen grausam mit. Eines Tages gibt es einen tragischen Unfall auf der Baustelle, bei der Urban schwer verletzt wird und an seinen Verletzungen stirbt. Für Dora, die ihren Mann immer geliebt hat, ist es ein schwerer Schlag, ist sie doch mit dem ersten Kind schwanger. Doch dann muss sie auch noch feststellen, dass Veit Hals über Kopf die Stadt verlassen und sie auch im Stich gelassen hat. Was soll nun aus ihr werden? Wird sie Veit je wiedersehen und wird sich der Unfall aufklären lassen, bei dem Urban starb? Heidi Rehn hat nach ihrem letzten Roman „Gold und Stein“ mit dem neuen Buch „Die Liebe der Baumeisterin“ erneut ein Buch vorgelegt, dessen Handlung in Preußen ansässig ist. Der Schreibstil ist einfach wunderbar flüssig und nimmt den Leser von der ersten Seite ab mit ins Geschehen. Durch die sehr gute Recherche der Autorin ist alles ist so detailliert und lebendig beschrieben, dass man als Leser das Gefühl hat, sich in einer bekannten Gegend aufzuhalten, die Protagonisten zu begleiten und mit ihnen entweder über die Baustelle zu wandeln oder aber auf Reisen zu gehen. Zudem kann man Fiktion und Wahrheit kaum auseinander halten, so gut ist alles verwoben. Hauptcharaktere Dora ist eine sympathische, liebenswerte Person, die das Herz am rechten Fleck hat und auch Mitgefühl für andere Menschen entwickelt, sie hat aber auch ihren eigenen Kopf und will sich in der Welt behaupten. Deshalb schließt man sie sofort ins Herz. Die weiteren Protagonisten wie Urban, Veit, Mathilda und Gret sind ebenfalls sehr gut skizziert, und man kann als Leser seine Sympathien gerecht verteilen. Heidi Rehn bringt viele Themen in ihrem neuen Roman unter, ob es nun um die Architektur, die Baukunst, das Bierbrauen oder reine Familiengeschichten geht. Aber alles bringt sie wunderbar in ihrem Buch unter, so dass keinerlei Langeweile aufkommt. Man könnte „Die Liebe der Baumeisterin“ sowohl als historischen, als Familien- und als Kriminalroman einstufen, denn alles ist hier in hervorragender Weise miteinander verknüpft und unterhält den Leser auf sehr hohem Niveau. Hier fehlt es an Nichts, eine absolute Leseempfehlung! Bitte mehr davon, Chapeau!

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