Heidi Rehn Gold und Stein

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Inhaltsangabe zu „Gold und Stein“ von Heidi Rehn

Preußen im 15. Jahrhundert. Die 17-Jährige Agnes und ihre Mutter Gunda leben als angesehene Bierbrauerinnen in Wehlau. Der junge Baumeister Laurenz hat Agnes’ Herz im Sturm erobert. Als die Deutschordensritter die Stadt belagern, flieht Agnes nach Königsberg, wo sie dem gleichaltrigen Caspar begegnet. Warum nur fühlt sie sich sogleich zu ihm hingezogen, wo ihr Herz doch Laurenz gehört? Ihre Verwirrung wächst, als sie an Caspars Nacken dasselbe Feuermal wie an dem ihren entdeckt. Was verbindet sie mit ihm? Plötzlich muss sie sich nicht nur zwischen zwei Männern, sondern auch zwischen zwei Müttern entscheiden.

Eine Liebe im 15. Jahrhundert und ein großes Familiengeheimnis.

— makama
makama

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  • Wo ist der andere Zwilling?

    Gold und Stein
    Lerchie

    Lerchie

    19. May 2016 um 10:35

    Mai 1438 n. Chr. Gunda Kelletat hatte Zwillinge geboren.  Zu den damaligen Zeiten nahmen die Menschen – auch die Hebammen – an, die Kinder hätten zwei Väter. Genauer gesagt, die Ehefrau des einen habe Ehebruch begangen. Und so bot die Hebamme Gerda Selege gleich an, sich um eines der Kinder zu kümmern…. Doch da kam der zehnjährige Sohn der Hebamme und sah die Zwillinge. Und das sollte Gunda sehr viel später zum Vorteil gereichen…. Frühjahr 1455. Gunda Fröbelin  führte in Wehlau die Gaststätte Zum springenden Hirschen nach dem Tod ihres Mannes zusammen mit ihrer Mutter Lore und ihrer Tochter Agnes weiter. Die siebzehnjährige Agnes trug immer ein Halstuch… In dieser Gaststätte lernte Agnes auch Laurenz kennen, der ebenfalls gezeichnet war… Doch Gunda erschrak, als Laurenz sie anscheinend erkannte, sie stritt es ab, ihn jemals gesehen zu haben… Aber Agnes und Laurenz verliebten sich ineinander und als Gunda Agnes mit einem viel älteren Mann verheiraten wollte, flüchtete diese mit Laurenz in eine der drei Königsberger Städte zu seiner Muhme… Aber Laurenz war als Baumeister nach Marienstadt zu den Deutschordensrittern berufen und musste sie bei seiner Muhme zurücklassen. Sobald er zurückkehre, würden sie heiraten, so  sagte er… Und dann gab es da noch Casper, einen jungen Mann, der, genau wie Agnes, ein Halstuch trug… Warum wollte die Hebamme für eines der Kinder sorgen? Und wie wollte sie das tun? Warum sollte Gunda es zum Vorteil gereichen, dass der Zehnjährige die beiden Kinder gesehen hatte? Warum trug Agnes immer ein Halstuch? Inwiefern war Laurenz gekennzeichnet? Warum erschrak Gunda vor Laurenz? Hatte sie ihn doch schon einmal gesehen, obwohl sie es abstritt? Warum war Gunda überhaupt gegen die Freundschaft von Agnes und Laurenz?  Warum floh Agnes aus Wehlau?  Weshalb nahm Laurenz Agnes nicht mit nach Marienstadt? War sie bei seiner Muhme wirklich gut aufgehoben? Und wer war Casper? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.   Meine Meinung Dieses Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Ich kannte Heidi Rehns Schreibstil bereits aus einem anderen Buch und er hat mir gefallen, weil er unkompliziert ist. Man muss sich nicht fragen, was sie mit diesem oder jenem Wort/Satz gerade meint. Ich wurde auch in diesem Buch nicht enttäuscht. Es find auch gleich spannend an mit einer Zwillingsgeburt, was wohl damals noch eher ungewöhnlich war, und außerdem zu falschen Schlüssen führte. Doch wo ist das zweite Kind geblieben, habe ich mich gefragt. Und Agnes wusste gar nichts von einem Zwillingsbruder. Hatte Gunda ihr zweites Kind doch weggegeben? Das konnte ich mir nicht vorstellen und so las ich begierig in dem Buch weiter. Gut, es war an manchen Stellen ein klitzekleines bisschen langatmig, aber das gab sich schnell wieder und es wurde wieder so spannend, wie es von Anfang an gewesen war. Auf jeden Fall hat mich das Buch gefesselt, nur Verpflichtungen, die ich wegen anderer Bücher hatte, konnten mich dazu zwingen, es für einige Zeit auf die Seite zu legen. Doch das restliche Buch habe ich in einem Rutsch gelesen. Es hat mir sehr gut gefallen und bekommt von mir eine Lese-/Kaufempfehlung.

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  • Liebe und ein Familiengeheimnis

    Gold und Stein
    makama

    makama

    29. December 2014 um 09:06

    Agnes und ihre verwitwte Mutter Gunda sowie die Großmutter Lore leben in Wehlau, sie sind angesehene Bierbrauerinnen.... Agnes trägt ein auffälliges Mal im Nacken. Da taucht plötzlich der Baumeister Laurenz auf, der Agnes Herz im Sturm erobert und offentlich mehr über dieses Mal weiß...... Als es zum Krieg kommen droht fliehen die beiden nach Königsberg. Agnes kommt bei der Tante von Laurenz unter, denn dieser muss seinem Beruf nachgehen und kann nicht in Königsberg bleiben.... Da lernt Agnes den gleichaltrigen  Caspar kennen, zu dem sie sich auf merkwürdige Weise hingezogen fühlt ...... auch er hat dieses Mal. Was hat es damit auf sich? Heidi Rehn führt die Leser in diese Zeit, die voll Aberglauben war. Wird sich das Geheimnis klären und werden Agnes und Laurenz ihr Glück finden..... Dieses Buch ist ein sicher ein Muss für Liebhaber historischer Romane. Meins war es nicht ganz so..... Deshalb 3,5 Sterne, die ich auf 4 Sterne aufrunde.

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  • Gold und Stein

    Gold und Stein
    Gelinde

    Gelinde

    09. February 2014 um 13:34

    Gold und Stein von Heidi Rehn Preußen, Mitte des 15. Jahrhunderts. Die 17jährige Agnes und ihre Mutter Gunda leben als angesehene Bierbrauerinnen in Wehlau. Eines Tages taucht der junge Baumeister Laurenz auf und erobert Agnes´ Herz im Sturm. Mit aller Kraft sperrt sich Mutter Gunda gegen diese Liebe, droht damit doch ein dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit offenbar zu werden. Als die Deutschordensritter Wehlau belagern, flieht Agnes nach Königsberg, wo sie dem gleichaltrigen Caspar begegnet. Warum nur fühlt sie sich sogleich zu ihm hingezogen, wo ihr Herz doch Laurenz gehört? Ihre Verwirrung wächst, als sie an Caspars Nacken dasselbe Feuermal wie an dem ihren entdeckt. Was verbindet sie mit ihm? Plötzlich muss sie sich nicht nur zwischen zwei Männern, sondern auch zwischen zwei Müttern entscheiden... So wird das Buch bei amazon angekündigt. Durch die herrlich, flüssige Schreibweise bin ich auch sofort in das Leben der damaligen Zeit hinein gewechselt. Alles ist sehr detailgetreu und bildlich beschrieben. Das Leben, das Essen, die Landschaft, die Gebäude, die Kleidung einfach alles fügt sich sofort zu einem Bild. Auch die Karte gleich zu Beginn des Buches hilft sehr zur Orientierung an welchem Ort die Handlung gerade spielt. Durch den Prolog erfährt man allerdings ziemlich schnell um welches Familiengeheimnis bzw. Familiendrama es sich handelt und dadurch war für mich die Spannung ziemlich draußen. Für mich tritt die Handlung zu sehr auf der Stelle, irgendwie dreht sich das ganze immer wieder im Kreis. Da ich in Geschichte keine Leuchte bin, haben mich die politischen Fakten und Handlungen auch überfordert. Der Epilog rundet das Ganze dann ab. Zehn Jahre später kommt es wieder zu einer besonderen Geburt mit denselben Zeichen, nur diesmal gibt es kein Familiendrama und das Happy End ist perfekt. Was ich ganz positiv hervorheben möchte ist das Nachwort. Hier werden gerade die Politischen Zusammenhänge nochmals erklärt, es wird auf Zwillinge im Mittelalter eingegangen, Frauen und das Bierbrauen wird erläutert, es gibt ein Personenverzeichnis und ein Glossar, das die verschiedenen Sprachen die auftauchen „übersetzt“ Mein Fazit: Ich denke dieses Buch ist für alle ein Lesegenuss die sich gerne in historische Zeiten zurückversetzen und dort Personen und ihre Familien begleiten wollen; denen es nicht so sehr auf den Handlungsablauf oder auf Spannung ankommt, sondern auf das “drum herum“ - wie haben die Menschen gelebt, was war zur damaligen Zeit „normal“. Da ich keine 3,5 Sterne vergeben kann, werden es wohlwollend 4 Sterne.

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  • Absolute Empfehlung

    Gold und Stein
    Maerchenfee

    Maerchenfee

    25. June 2013 um 15:36

    Ich habe die Geschichte mit großer Begeisterung gelesen. Der Schreibstil von Frau Rehn ist sehr flüssig zu lesen, ist sehr bildhaft und sehr mitreißend. Die Autorin versteht es meisterhaft, den Leser auf Spannung zu halten. Während des lesens tauchen viele Fragen auf, die werden nach und nach beantwortet, werfen aber wieder neue Fragen auf. So bleibt der Spannungsbogen nicht nur konstant, sondern steigert sich ständig bis zum Schluß, sodaß man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die Protagonisten sind sehr vielseitig. Gut hat mir gefallen, daß alle nicht immer nur symphatisch sind, sondern auch ihre Ecken und Kanten haben. Das bietet dem Leser viel Abwechslung, denn einem symphatische Figuren handeln auch mal so, wie es dem Leser gar nicht gefällt. Auch der bildhafte und gefühlvolle Schreibstil machen es einem leicht, sich eigene Bilder der Landschaften und der Personen vorzustellen. Ebenso wurde meine gesamte Gefühlspalette in Anspruch genommen. Ich war traurig und wollte trösten, ich habe mich gefreut, aber ich hatte auch ziemliche Haßgefühle. Der Roman handelt ja auch vom Bierbrauen und hier konnte ich einige interessante Sachen in Erfahrung bringen. Kurzum ich kann von der Geschichte nur schwärmen und habe in Heidi Rehn eine neue Lieblingsautorin für mich entdeckt. Auch die Gestaltung des Buches möchte ich nicht unerwähnt lassen. Die goldene Schrift, die verschieden funkelt, jenachdem aus was für einem Blickwinkel man auf das Buch schaut und die erhobene Borte sind ein wahrer Hingucker. Im inneren findet man eine Karte, ein Personenregister und ein Glossar. Auch mit dem interessanten Nachwort hat sich die Autorin viel Mühe  gegeben. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen. Ich möchte das Buch unbedingt weiterempfehlen und freue mich schon sehr auf den zweiten Teil.

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  • Rezension zu "Gold und Stein" von Heidi Rehn

    Gold und Stein
    winter-chill

    winter-chill

    26. February 2013 um 00:21

    Eine Liebesgeschichte, überschattet von einem dunklen Familiengeheimnis und das alles vor der Kulisse Preußens im Spätmittelalter: Das beschreibt wohl schon sehr gut, um was es in „Gold und Stein“ geht. An sich ist der Roman trotz seiner Länge recht unterhaltsam und gut zu lesen, weil er sehr flüssig und bildhaft erzählt wird und immer mal wieder ein paar nette, wenn auch nicht allzu aufregende Wendungen hat. Gelungen fand ich die Charaktere: sehr echt und authentisch. Gerade mit der Hauptfigur Agnes lässt es sich extrem gut mitleiden und mit bangen. Der Roman besteht aber nicht nur aus einer Liebesgeschichte, auch historisch hat er etwas zu bieten. So erfährt man einiges über die Situation der Frauen im Mittelalter, über das Bierbrauen, das Bauhandwerk und die Situation der Kauf- und Handelsleute sowie den Dreizehnjährigen Krieg, aber ohne mit Daten und Fakten erschlagen zu werden. Auf den letzten 100 Seiten schwächelt der Roman allerdings ein wenig. Vor allem die Auflösung der Geschichte – die sowieso von Anfang an sehr vorhersehbar ist – zieht sich etwas und das Ende fand ich dann doch sehr kitschig und blumig. Wer Liebes- und Familiengeschichten mag, auch gern mal in die Vergangenheit reist und einfach eine nette Unterhaltungslektüre fürs Herz sucht, ist mit „Gold und Stein“ aber gut beraten.

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  • Rezension zu "Gold und Stein" von Heidi Rehn

    Gold und Stein
    Ricas_Fantastische_Buecherwelt

    Ricas_Fantastische_Buecherwelt

    04. July 2012 um 22:24

    Autor(in): Heidi Rehn Erstausgabe: 04/2012 Verlag: Knaur Format: Gebunden Seitenzahl: 712 ISBN: 978-3-426-65261-9 Preis: 19,99 € Inhalt: Agnes lebt mit ihrer Mutter in Wehlau, wo sie das Brauereigeschäft ihres verstorbenen Stiefvaters fortführen. Das Leben nimmt seinen gewohnten Gang bis sie den gutaussehenden Laurenz Selege trifft - zwischen den beiden funkt es gewaltig, doch ihr Glück wird von einer Geschichte getrübt, die ihr Liebster ihr erzählt: angeblich hat Agnes einen Zwillingsbruder! Ihre Mutter Gunda weigert sich, das zuzugeben und versucht, sie mit einem anderen zu verheiraten, was Agnes dazu bewegt, mit Laurenz durchzubrennen. Mit seinem Gewissen hadernd gibt Laurenz seine Zukünftige in die Obhut seiner Muhme, weil er geschäftlich auf die Marienburg muss. Währenddessen verkümmert Agnes, geplagt von Zweifel und Misstrauen, im Löbenicht. Dies ändert sich an dem Tag, an dem sie Caspar trifft. Auch die beiden fühlen sich direkt zueinander hingezogen, aber bevor es zum Schlimmsten kommt, entdeckt sie dasselbe Feuermal in seinem Nacken, das auch Agnes selbst zu eigen war. Kann Caspar etwas der besagte Zwillingsbruder sein? Charaktere: Agnes ist zu Beginn von "Gold und Stein" 17 Jahre alt. Sie ist gut erzogen, fleißig und intelligent, aber trotz all ihrer Tugenden vermag sie nicht die Kluft zu überwinden, die zwischen ihr und Gunda herrscht. Die Liebe zwischen Mutter und Tochter ist nicht zu bezweifeln, dennoch wahren sie stets eine gewisse Distanz. Sie ist sowohl vorsichtig als auch ungestüm, naiv und aufrichtig. Paradoxerweise zwingt sie die Situation vermehrt zu lügen, wodrunter sie ziemlich leidet. Im Laufe der Geschichte reift sie zusehends, sodass sie als selbstbewusste, energische Frau aus der Sache hervorgeht. Gunda ist Agnes Mutter. Eine Mutter, die es ihrer Tochter nicht immer leicht macht. Geprägt durch eine Tragödie in ihrer Jugend hält sie einen Panzer aufrecht, der sie nicht nur schützt, sondern auch alle anderen ausgrenzt, inklusive Agnes. Wegen einer Panikattacke - ausgelöst durch eine Aussage von Laurenz - schickt sie sich an, Agnes mit einem Händler aus dem Nachbardorf zu verheiraten, wodurch sie alle Brücken zwischen sich und ihrer Tochter abbricht. Doch auch ihr Charakter entwickelt sich weiter und man versteht so einiges besser. Laurenz Selege ist ein angesehener Baumeister im ganzen Land. Er ist belesen, clever und sehr fürsorglich. Gleichzeitig hat er etwas unnahbares, das seinen gewissen Reiz ausmacht. Einmal gegeben, steht er zu seinem Wort und durch seine gute Erziehung versucht er eigentlich nur alles richtig zu machen. Alles in allem hat Agnes einen ziemlich guten Geschmack. Caspar ist ein aufgeweckter, intelligenter Kaufmannssohn, dessen Streben darin besteht, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Er ist humorvoll, unglaublich süß und total unbeholfen gegenüber dem anderen Geschlecht. Auf Anhieb ist er sympathisch und man möchte ihn einfach nur knuddeln. Gernot ist Caspars Vater und der geborene Kaufmann. Er ist kein schlechter Mensch, scheint aber nicht das nötige Durchsetzungsvermögen zu haben, woraus ziemlich schlimme Fehler resultieren. Sein Leben ist geplagt von Schuldgefühlen und er gibt sich Mühe, das Beste aus der gegebenen Situation zu machen. Jedoch haben ihn die vergangenen Vorkommnisse wankelmütig und zuweilen aggressiv werden lassen. Ich finde das einfach nur schade. Eigene Meinung: Heidi Rehns "Gold und Stein" zu rezensieren fällt mir nicht leicht. Es war mein erster historischer Roman seit langem und nebenbei auch noch mein erster Buchgewinn, dementsprechend aufgeregt war ich. Das Cover löst bei mir ebenso zwiegespaltene Gefühle auf wie der Inhalt. Einerseits finde ich es richtig schön, immerhin ist es ein tolles gebundenes Buch mit Lesebändchen, Goldlettern und einer Borte, beides hervorgehoben, sodass man nicht aufhören möchte, über das Buch zu streichen. Andererseits gefällt mir die Frau auf dem Buchumschlag gar nicht. Bedenkt man, dass Gunda und Agnes auffallend schön sein sollen, passt mir das einfach nicht. Der Schreibstil ist wie versprochen gut leserlich und sehr anschaulich. Ich konnte mir gut ein Bild von den Figuren und der Landschaft machen, aber die Beschreibung der Städe und Gebäude war mir doch zu viel. Ich habe zwar auch "Die Säulen der Erde", sowie "Die Tore der Welt", gelesen, aber selbst da hatte ich eine bessere Vorstellung der Kathedrale als hier. Viel zu viele Begriffe hatte ich zwar gehört, sie zu visualieren hätte aber einer Internetrecherche bedurft, sodass ich das dann einfach übergangen habe. Zu Anfang hat mich die Handlung schnell in seinen Bann gezogen, ebenso schnell auch wieder verschreckt. Der Klappentext war so viel versprechend und nach der ersten Begegnung mit Laurenz hat man das Gefühl, alles durchschaut zu haben. Würde ich Euch meine Meinung in einem Kurvendiagramm visualisieren, würdet Ihr dort einen gravierend Abfall erkennen. Gott sei Dank zwinge ich mich dazu, ein jedes Buch bis zum Ende zu lesen, denn es hat sich definitiv gelohnt. Schnell wird einem klar, dass das, was man für den zentralen Aspekt hält, nur wichtig und nicht der Mittelpunkt ist und immer mehr Fragen türmen sich auf. Man lernt die Charaktere besser kenenn und schätzen und fiebert der Auflösung des Rätsels entgegen. Leider kam nur die Figur Laurenz etwas zu kurz. Schlußendlich muss ich sagen, dass ich richtig traurig war als ich es beendet hatte. Man fühlte sich ganz heimisch in der Geschichte und es kam mir vor, als würde ich mich auf die Heimreise nach einem wunderschönen Urlaub begeben. Empfindungen sind aber sehr wichtig, bleiben mir nach vielen Jahren zumeist nur emotionale Assoziationen mit gewissen Büchern, da ich sie in der Regel nur einmal lese und selbst das beste Gedächtnis verblasst irgendwann.. Ich gehe sogar so weit, zu sagen, dass ich Heidi Rehn für mich entdeckt habe. Ihre anderen Bücher sind direkt auf meiner Wunschliste gelandet. Fazit: Heidi Rehns "Gold und Stein" erhält 4 von 5 Sternen. So gerne ich es auch mit der vollen Punktzahl bewerten würde, muss ich doch auch berücksichtigen, dass mich nur mein Anti-Abbrech-Prinzip davon abgehalten hat, es nach dem ersten Viertel zur Seite zu legen.

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  • Rezension zu "Gold und Stein" von Heidi Rehn

    Gold und Stein
    manu1983

    manu1983

    23. June 2012 um 14:51

    Da ich die Bücher von Heidi Rehn bisher nur so verschlungen habe, darf auch dieses in meinem Repertoire nicht fehlen. Es wird auch sicherlich nicht das letzte werden. Die Geschichte spielt in Preußen. Agnes ist siebzehn Jahre alt und ist die Hauptfigur. Sie begegnet einem jungen Mann, von dem sie sehr angetan ist. Doch sie haben sehr viele Gemeinsamkeiten, was sie etwas stutzig werden lässt. Sie will einem Geheimnis auf den Grund kommen. Wird sie dabei Unterstützung erfahren? Mit viel Spannung, etwas Humor und Romantik hat Heidi Rehn es wieder geschafft mich in eine andere Welt zu entführen. Mein Kopfkino hat sich während des Lesens immer wieder eingeschalten und ich fühlte mich, als wäre ich ein Teil der Geschichte. Ich habe mit Agnes gelitten und mich mit ihr gefreut und befand mich so in einem Wechselbad der Gefühle. Das Buch aus der Hand zu legen fiel mir sehr schwer. Fazit: Ein toller historischer Roman, den ich gerne weiterempfehle.

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  • Rezension zu "Gold und Stein" von Heidi Rehn

    Gold und Stein
    irismaria

    irismaria

    27. May 2012 um 18:08

    Heidi Rehn entführt die Leser/innen von Gold und Stein ins 15. Jh. nach Preußen in die Gegend um Königsberg. Dort herrscht der Preußische Städtekrieg, in dem verschiedene Städte und der Deutsche Orden um die Vorherrschaft kämpfen. Die Geschichte dreht sich um die Zwillinge Agnes und Casper, die durch widrige Umstände als Babys getrennt werden. Agnes wächst bei ihrer Mutter Gunda, einer Bierbrauerin, in dem preußischen Städtchen Wehlau auf und hilft ihr in der Schankwirtschaft. Dort lernt sie auch den jungen Baumeister Lorenz Selege kennen. Selege sieht das Feuermal, das Agnes im Nacken hat und erzählt ihr von einem Zwillingspaar mit einem solchen Feuermal, das seine Mutter vor fast sechzehn Jahren als Hebamme auf die Welt geholt hat, er assistierte damals als Junge. Agnes spricht die Mutter darauf an und diese reagiert abweisend, doch Agnes spürt, dass ihre Geburt von einem Geheimnis umschattet ist. Lorenz und Agnes verlieben sich ineinander und fliehen nach Königsberg. Dort lebt der zweite Zwilling, ein Junge namens Casper, bei seinem Vater, der Händler ist und dessen Frau. Als sich Agnes und Casper zufällig treffen, spüren sie ihre Verbindung zueinander. Werden sich die Zwillinge erkennen und das Geheimnis um ihre Geburt lüften? Heidi Rehn erzählt in „Gold und Stein“ neben der geheimnisvollen Zwillingsgeschichte auch die interessanten Lebensgeschichten der Eltern der Kinder und ihrer jeweiligen Partner. Sogar Nebenfiguren wie Handelspartner oder Hausangestellte sind liebevoll und sehr lebendig dargestellt. Ganz nebenbei erfährt man einiges über das Bierbrauen, die Politik und die Handelsgepflogenheiten der damaligen Zeit. Von der ersten Seite an kann man in der Geschichte abtauchen und die abwechslungsreiche Handlung miterleben, die – wie auch die Charaktere – vielschichtig, glaubwürdig und ohne Klischees ist. Mein Fazit: ein historischer Roman aus einer Zeit und einer Gegend, die ich bisher nicht kannte, klasse zu lesen und gut recherchiert. Eine tolle Aufmachung des Buches mit wunderschönem Cover, Karten und Lesebändchen vervollkommnen den Lesegenuss noch. Es war mein erstes Buch von Heidi Rehn, aber ganz sicher nicht mein letztes.

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  • Rezension zu "Gold und Stein" von Heidi Rehn

    Gold und Stein
    starone

    starone

    18. May 2012 um 09:26

    Es beginnt alles am 9. Mai 1438 im dem kleinen Ort Löbenicht(Königsberg), der von Aberglaube der Menschen geprägt ist, was für Gunda, die Frau des Böttchenmeister Kelletat die an diesem Tag Mutter von Zwilling, einem Jungen und einem Mädchen wird. In dieser Zeit und an diesem Ort ein großes Problem bedeutet, denn die Leute nehmen an, dass Zwilling unmöglich von ein und dem selben Mann kommen können. Eine schlimme Behauptung, die nicht ohne Folgen für die weitere Geschichte bleiben wird. Die wiederum im Frühjahr 1455 weitergeht. Die Gunda Kelletat heißt jetzt Fröbel, ist Witwe lebt zusammen mit ihrer Mutter Lore und Tochter Agnes als Bierbrauerin mit einer Schankwirtschaft in dem Ort Wehlau. Es könnte alles so schön sein, wenn nicht plötzlich ein junger Mann mit verschiedenfarbigen Augen bei der Familie Fröbel auftauchen würde und Agnes erzählt, sie hätte wohl auch einen Bruder. Agnes hatte schon immer geahnt, dass der Bierbrauer Fröbel nicht ihr richtiger Vater ist. Aber wer mag es wohl sein, welches dunkle Vergangenheit hat Mutter Gunda über die sie auch nach Jahren nicht mit Agnes reden will oder kann, gibt es wirklich einen Bruder und hat der auch ein Feuermal wie Agnes auch. Laurenz, der junge Mann verliebt sich auch noch in Agnes und sie erwidert diese Liebe, doch welche Rolle spielt dieser Laurenz wirklich. Von Oma Lore und ihrer Mutter Gunda bekommt sie wenig Hilfe. Also begibt sie sich auf die gefährliche Reise in ihrer Vergangenheit, erschwerend kommt hinzu, dass ein Krieg bevorsteht und man in dieser Zeit als junge Frau schlecht alleine reisen konnte. Davon und sie es schafft die Wahrheit über ihre Mutter und ihr eigenes Leben zu erfahren erzählt dieser spannende Roman. Meine Meinung: Die Autorin Heidi Rehn beschreibt hier sehr anschaulich und interessant die Lebenslage und Stimmung der Menschen in dieser Zeit. So ist es ein leichtes in diese Zeit ein und ab zu tauchen. Und man kann so sehr schön leiden, sich ärgern, fiebern und wundern mit den Personen über die Personen, wie finde ich. Interessant auch die Informationen die man durch die Autorin über das Handwerk des Bierbrauens und die Bedeutung der Frauen als Bierbrauerinnen bekommt. Desweiteren gibt es eine Karte zur Veranschaulichung der Örtlichkeiten und ein Personenregister und ein Glossar mit weiteren interessanten Informationen über Begriffe und Äußerung die in diesem Roman eine wichtige Rollen spielen, was auch informative keine Fragen offen lässt. Auch möchte ich ein Wort zur Aufmachung des Buches verlieren, das Cover ist schön und außergewöhnlich gestaltet durch das Leuchten der Schrift und es gibt auch ein Lesebändchen, was dieses Buch auch optisch schon von anderen Büchern unterscheidet und wirklich ein tolles Hingucker ist, wie ich finde. Ein Buch, dass ich so gerne weiterempfehlen werde.

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  • Rezension zu "Gold und Stein" von Heidi Rehn

    Gold und Stein
    Zabou1964

    Zabou1964

    18. May 2012 um 06:59

    Nach den beiden Büchern um die Wundärztin Magdalena hat Heidi Rehn nun einen Roman verfasst, der den Leser in das Preußen des 15. Jahrhunderts entführt. Die Geschichte beginnt in Wehlau, wo die siebzehnjährige Agnes mit ihrer Mutter Gunda und ihrer Großmutter Lore lebt. Sie betreiben als Bierbrauerinnen ein eigenes Wirtshaus. Dort taucht eines Tages der junge Baumeister Laurenz auf, in den sich Agnes Hals über Kopf verliebt. Er kennt Details aus Agnes’ Familiengeschichte, die Gunda allerdings geheim halten möchte. Aus diesem Grund ist sie gegen die Liebe der beiden jungen Leute und will Agnes mit einem älteren Kaufmann verheiraten. Agnes und Laurenz fliehen nach Königsberg. Dort ist Agnes dem Geheimnis ihrer Familie näher, als sie dachte. Die Begegnung mit dem gleichaltrigen Caspar verwirrt sie zutiefst. Wie kann sie sich zu ihm hingezogen fühlen, wo sie doch Laurenz liebt? Mit ihrer bildhaften Sprache und der spannenden Geschichte hat mich die Autorin von der ersten Seite an gefesselt. Agnes’ Schicksal hat mich sehr bewegt. Zu Anfang ist sie noch ein recht naives junges Mädchen, entwickelt sich aber im Laufe des Buches zu einer selbstbewussten jungen Dame. Auch die anderen Figuren konnten mich durch ihre Mehrdimensionalität überzeugen. Niemand ist nur böse oder nur gut. Jede Figur hat ihre Geschichte, die sie zu dem gemacht hat, was sie ist. Heidi Rehn ist es auf großartige Art und Weise gelungen, in mir die unterschiedlichsten Emotionen auszulösen. Ich habe förmlich mit den Figuren gelebt, geliebt und gelitten. Neben der spannenden Handlung erfährt der Leser auch sehr viel über das Handwerk des Bierbrauers und über die Deutschordensritter. Ein ausführliches Nachwort der Autorin erklärt noch weitere Einzelheiten. Ein Glossar, ein Personenverzeichnis und eine Karte der Region runden das hervorragend ausgestattete Buch ab. Wie ich mittlerweile erfahren habe, schreibt die Autorin bereits an einer Fortsetzung der Geschichte. Darauf freue ich mich schon sehr. Doch zunächst erscheint im Juni 2012 der dritte Teil der Magdalena-Reihe, dem ich bereits sehnsüchtig entgegenfiebere. Fazit: Heidi Rehn hat mit diesem Roman wieder bewiesen, dass sie Geschichte spannend und unterhaltsam erzählen kann. Von mir gibt es für dieses gut recherchierte Werk die volle Punktzahl.

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  • Rezension zu "Gold und Stein" von Heidi Rehn

    Gold und Stein
    kleeblatt2012

    kleeblatt2012

    13. May 2012 um 09:11

    Meine Meinung: Die 17jährige Agnes lebt zusammen mit ihrer Mutter Gunda und ihrer Großmutter Lore in Wehlau. Ihre Mutter ist eine berühmte Braumeisterin und Agnes hat von ihr schon vieles gelernt. Eines Tages läuft sie Laurenz Selege über den Weg. Und gleich ist sie begeistert von ihm. Doch Laurenz deutet an, dass er sie schon vor 17 Jahren kennengelernt hat. Zusammen mit ihrem Zwillingsbruder. Agnes ist verwirrt, denn sie hat keinen Bruder. Als sie ihre Mutter darauf anspricht, streitet diese alles ab. Agnes ist verwirrt, ob der Gefühle zu Laurenz und dem Geheimnis, dass ihre Vergangenheit umwittert. Laurenz und sie fliehen nach Königsberg. Und Agnes weiß nur eins: in Königsberg wurde sie geboren. Heidi Rehn hat mich mit ihren beiden Romanen "Die Wundärztin" und "Hexengold" schon überzeugt. Und jetzt lag mir "Gold und Stein" vor. Mit diesem Roman hat mich die Autorin auf eine Achterbahn der Emotionen geschickt. Über Trauer, Wut, Liebe und Hass war einfach alles dabei. Der bildhafte und detailreiche Schreibstil lässt einem in das Mittelalter abtauchen. Die Charaktere sind einfach wunderbar ausgearbeitet. Gerade Agnes, ihre Mutter Gunda, die Hebamme namens Hundskötterin sowie Laurenz haben mich aufgeregt, gerührt, zum Lachen gebracht. Und das Hassen gelernt. Besonders die Beschreibungen der Ortschaften waren wundervoll und ich konnte mir sehr gut vorstellen, wo sie die einzelnen Szenen abspielten. Ich durfte das Buch zusammen mit der Autorin in einer Leserunde genießen und war froh, Heidi mit Fragen löchern zu dürfen bzw. einiges hinter den Kulissen zu erfahren. Herzlichen Dank dafür! Lange hat es ein Buch nicht mehr geschafft, mich derart aufzuregen, dies aber in sehr positivem Sinne. Fazit: Gerade für historisch Interessierte ein wundervolles Buch um Liebe und Hass im Mittelalter.

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