Hexengold

von Heidi Rehn 
4,0 Sterne bei37 Bewertungen
Hexengold
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Jana68s avatar

Lesenswerte Geschichte über Intriegen und Geschäfte, allerdings nicht ganz so gut wie "Die Wundärztin" von dieser Autorin.

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Inhaltsangabe zu "Hexengold"

Deutschland zehn Jahre nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges: Eigentlich könnte die ehemalige Wundärztin Magdalena mit ihrem geliebten Eric ein glückliches Leben in Frankfurt führen, wo er sich als Kaufmann etabliert hat. Doch da erfährt sie, dass ihr Mann ihr offensichtlich Nachrichten über ihre verschollene Familie in Königsberg verheimlicht hat. Gründet ihr ganzes Glück auf einer Lüge? Als Eric spurlos verschwindet und Magdalena plötzlich mittellos dasteht, macht sie sich auf nach Königsberg, um das Geheimnis ihrer Familie zu enthüllen und damit auch Erics Vergangenheit auf den Grund zu gehen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426505441
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:752 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.06.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.06.2011 bei audio media verlag erschienen.

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    Leseherzs avatar
    Leseherzvor einem Jahr
    Eine historische Reise in Deutschland

    Deutschland, 1650, Frankfurt am Main.

    Der dreißigjährige Krieg scheint vorüber und Magdalena könnte glücklich ihre Tätigkeit als Wundärztin nachgehen. Doch als ihr Mann Eric sich auf Reisen begeben will und daraus ein großes Geheimnis macht, wurde ihr unwohl. Galt ihr gesamtes Glück einer einzigen Lüge was die Ahnenreihe betrifft?

    Erich zieht trotz allem los, nachdem man ihrer zukünftigen Base Adelaide das Zuhause nahm als ihr Mann Vinzen verstarb. Nun stand sie da mit ihrem Sohn Mathias auf der Straße. Ohne zu zögern nimmt Magdalena sie zu sich auf.

    Magdalena jedoch ereilte das Unglück. Wenige Tage nachdem Eric aufgebrochen war, musste auch sie ihr trautes Heim den Schuldeneintreibern überlassen. So zog sie nun mit Adelaide, deren Sohn und ihrer Tochter Carlotta nach Königsberg, in der Hoffnung ihren Mann wiederzufinden, um Antworten auf ihre Fragen zu erhalten. Doch kommt alles anders.

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    Buechermama85s avatar
    Buechermama85vor 6 Jahren
    Rezension zu "Hexengold" von Heidi Rehn

    Klapptext:
    Deutschland zehn Jahre nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges: Eigentlich könnte die ehemalige Wundärztin Magdalena mit ihrem geliebten Eric ein glückliches Leben in Frankfurt führen, wo er sich als Kaufmann etabliert hat. Doch da erfährt sie, dass ihr Mann ihr offensichtlich Nachrichten über ihre verschollene Familie in Königsberg verheimlicht hat. Gründet ihr ganzes Glück auf einer Lüge? Als Eric spurlos verschwindet und Magdalena plötzlich mittellos dasteht, macht sie sich auf nach Königsberg, um das Geheimnis ihrer Familie zu enthüllen und damit auch Erics Vergangenheit auf den Grund zu gehen.

    Meine Meinung:
    Zu Anfang will ich gleich mal bemerken, dass ich das Buch gekauft habe und nicht wusste, dass es der 2te Teil einer Trilogie ist.

    Leider wurde ich von der Protagonistin Magdalena nicht gefesselt. Anfangs lernt man sie als starke Frau kennen, die den Krieg überlebt hat und nun ein glückliches Leben als Kaufmannsfrau in Frankfurt lebt. Doch mit der Zeit wirkt sie immer verunsicherter und was ihren Mann angeht extremst naiv. Nachdem sie ihr Zuhause wegen ihrem Ehemann verliert und dann auch noch von ihrer Base Adeleid als Hexe beschuldigt wird verliert sie für mich total den Verstand. Sie glaubt wahrscheinlich auch noch das der Teufel was gutes in sich hat.

    Eigentlich liebe ich Historische Romane und verschlinge sie auch Sprichwörtlich aber bei diesem Buch musste ich mich schon sehr zwingen es bis zum Ende zu lesen. Vielleicht liegt es auch daran das mir der erste Teil unbekannt ist. Doch werde ich mir die anderen beiden Teile nicht zulegen. Vom Klapptext her, verspricht das Buch zwar viel Spannung und Geheimnisse, doch an vielen Stellen war es zu langatmig und mit verweisen auf den vorangegangenen Band gestreckt

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    kleeblatt2012s avatar
    kleeblatt2012vor 6 Jahren
    Rezension zu "Hexengold" von Heidi Rehn

    Magdalena und Eric leben mittlerweile glücklich mit ihrer Tochter Carlotta zusammen. Eine Erbschaft Eric's verschlägt sie nach Frankfurt, wo sie ein Haus geerben haben und zusammen mit einem Vetter Eric's ein Handelskontor eröffnen.
    Doch Magdalena plagen auch Zweifel, scheint die Verwandtschaft zwischen Eric und dessen Vetter Vinzent nicht rechtens zu sein. So lässt dies zumindest Adelaide, die Ehegattin von Vinzent verlauten.
    Und noch mehrere Ungereimtheiten lassen Magdalena an Eric's Glaubwürdigkeit zweifeln. Hat er sich wirlich auf den Weg nach Venedig gemacht, um Handel mit den Italienern zu betreiben oder versucht er, sich Magdalenas Erbe unter den Nagel zu reißen und ist nach Königsberg aufgebrochen? Magdalena muss dies herausfinden und macht sich auf die gefahrvolle Reise, Eric zu suchen.

    Zusammen mit der Autorin Heidi Rehn hatte ich - wie auch schon beim ersten Band "Die Wundärztin" - das Vergnügen, das Buch zusammen zu lesen und sie mit Fragen zu löchern und Hintergrundinformationen zu erhalten.

    Ihrem Schreibstil aus dem ersten Buch ist sie treu geblieben und das ist auch gut so. Neue Figuren tauchen auf. Facettenreiche Kontraste werden gebildet.
    Magdalenas Zerrissenheit gegenüber Eric wird sehr deutlich. Aber auch die Verbundenheit und die Treue, die sich über die Jahre gebildet haben, läßt Magdalena nicht aus den Augen.

    Insbesondere gefallen haben mir die Charaktere Carlotta (Magdalenas Tocher) und Adelaide (Magdalenas Base). Beide Figuren sind gut ausgearbeitet. Bei beiden hatte ich das Gefühl, sie näher kennengelernt zu haben und sie auch zu verstehen.

    Fazit:
    Ein würdiger Nachfolger zu "Die Wundärztin".

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    abuelitas avatar
    abuelitavor 7 Jahren
    Rezension zu "Hexengold" von Heidi Rehn

    Ich habe mir dieses Buch gekauft, ohne zu wissen, dass es bereits einen Vorgängerband gibt. Und nun grüble ich – hätte es mir dann besser gefallen oder hätten mich die endlosen ausschweifenden Rückblicke noch mehr genervt?

    Auf jeden Fall war das Lesen hier eher eine Qual für mich - - - es war mir zu langatmig, zu farblos und auch zu wenig spannend für meinen Geschmack.

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    Bücherwahnsinns avatar
    Bücherwahnsinnvor 7 Jahren
    Rezension zu "Hexengold" von Heidi Rehn

    ZUM BUCH
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    Kurz nach dem 30ig jähigen Krieg machen sich Magdalene, ihr Geliebter Eric und ihre kleine Tochter sich auf den Weg nach Frankfurt um dort das Erbe von Eric an zu treten. Ein Haus mit der Aufgabe des Kontor dazu. Dass heisst dann also für die kleine Familie sesshaft werden. Magdalena hätte nicht gedacht das dies so schwierig sein würde und trauert im heimlichen ihrem früheren Leben immer mal wieder nach und doch fügt sie sich in ihr neues Leben. Schliesslich geht es ihnen gut, die Kleine gedeiht und zeigt je länger je mehr Interessa am Beruf ihrer Mutter, was diese natürlich sehr freut, doch Geheimnisse ihres Geliebten trüben die Tage und Magdalene fragt sich je länger je mehr ob sie ihren Eric überhaupt wirklich kennt? Doch alles kommt noch viel schlimmer als Eric eines Tages spurlos verschwindet. Mittellos lässt dieser seine Geliebte und Kind zurück und Magdalene bleibt keine andere Wahl als sich dem Geheimnis um ihre Familie zu stellen...
    .
    Erster Satz:
    ---------------
    ....Im zweiten Jahr nach Ende des Grossen Krieges meinten es die göttlichen Heerscharen gut mit den Frankfurtern.
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    MEINE MEINUNG
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    Titel und Cover:
    Wer das Buch nicht kennt, oder besser die Trilogie, der geht vielleicht davon aus das die Geschichte sich eventuell um Hexen oder Hexenverfolgung drehen könnte, was aber nicht stimmt. Das Hexengold bezieht sich auf die Kette die Magdalena um ihren Hals trägt, einen Bernstein. Das Cover sollte Magdalene darstellen. Schlicht und einfach... weder besonders noch langweilig.
    .
    Schreibstil:
    Heidi Rehn schreibt eigentlich ganz einfach, der Text ist flüssig zu lesen auch wenn es logischerweise einige Worte beinhaltet die man heute bestimmt nicht mehr kennt, dazu gibt es aber am Ende des Buches ein Glosar wo man nachlesen kann was diese einzelnen Worte bedeuten.
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    Die Geschichte:
    Ich möchte als erstes sagen das man den ersten Teil nicht gelesen haben muss um die Geschichte zu verstehen, sie beginnt halt dann einfach später. Aber irgendwie konnte mich diese Geschichte nicht fesseln, ich kam nicht in die Geschichte rein und ich musste mich die letzten 3 Wochen wirklich dazu zwingen das Buch auch wirklich fertig zu lesen. Ich fand es einfach langweilig. Ich denke, weniger ist halt doch oft mehr. Es hat mich einfach nicht überzeugt und daher werd ich mir den ersten und dritten Teil auch erst gar nicht mehr holen. Die Geschichte hätte Potenzial, doch die Figuren konnten mich nicht wirklich überzeugen.
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    Protagonisten:
    Dazu möchte ich grundsätzlich was sagen, sie waren nur 2 dimensional. So hab ich es empfunden. Man wusste zwar was für ein Charakter die Person haben sollte, aber wirklich rüber kam es bei mir nicht.
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    Magdalene zum Beispiel, sie ist eine selbstsichere, intelligente uns selbstständige Frau. Und doch handelt sie manchmal völlig zurückhaltend. Klar, die Frauen zu dieser Zeit waren auch eher zurückhaltend, unterwürfig und nicht grade gebildet, aber Magdalena hat ja im Krieg als Wundärztin gearbeitet, hat sich da einen Namen gemacht und so weiter, und dann soll sie sich plötzlich den Konventionen erliegen? Klar schimmert ihre Kraft und Selbstsicherheit immer mal wieder durch aber ich denke so was legt man nicht einfach ab.
    .
    Eric, ihr geliebter und Vater der gemeinsamen Tochter, ein für mich von Anfang an unsympathischer Genosse. Der hat nicht viel von dem was anscheinend noch im ersten Teil vorhanden war. Er behandelt sie eben auch nur wie alle anderen, 2. rangig.
    .
    Die vermeintliche neue Base, Adelaide. Mann, hat die mich aufgeregt, auch hier hätte ich erwartet das Magdalena sich das alles nicht gefallen lassen würde. Sie ein Machtwort spricht. Gut, dann wär die Geschichte nicht die, die sie ist. Aber irgendwie passt halt da was nicht zusammen.
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    MEIN FAZIT
    Ich wurde wieder mal bestätigt das gute, historische Romane, Mangelware sind. Seit längerem hab ich die suche danach auf gegeben.

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    monika62s avatar
    monika62vor 7 Jahren
    Rezension zu "Hexengold" von Heidi Rehn

    ein tolles Buch, sehr gut recherchiert und spannend ohne Ende. Fast schon ein Histo Krimi!!!

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    manu62s avatar
    manu62vor 7 Jahren
    Rezension zu "Hexengold" von Heidi Rehn

    Zehn Jahre sind nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges vergangen. Magdalena lebt nun mit Ihrem Mann Eric und ihrer Tochter Carlotta in Frankfurt, wo Ihr Mann sich als Kaufmann etabliert hat. Dort lernt sie auch Vincent und Adelaide kennen, Verwandte von Eric und Eric´s Geschäftspartner. Nachdem Vincent bei einem Überfall getötet wird, überschlagen sich die Ereignisse.
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Das Cover empfinde ich als sehr ansprechend, das Motiv als gut gewählt für einen historischen Roman. Der Schreibstil ist flüssig, eine gewisse Spannung hält sich durch die gesamte Geschichte. Obwohl ich den ersten Teil nicht kennt, bin ich gut in die Geschichte reingekommen. Kleine Rückblicke sorgen für das nötige Verständnis der Zusammenhänge.
    Die Charaktere finde ich sehr gut beschrieben. Bereits zu Beginn habe ich meine Favoriten gefunden und festgestellt, wer mir sympatisch ist und wer nicht. Da ist Magdalena, eine starke Frau, die versucht, immer an ihrer Liebe zu Eric festzuhalten, jedoch immer wieder von Zweifeln übermannt wird. Eric, von dem man nicht weiß, welches Spiel er wirklich spielt. Adelaide war mir von Anfang an unsympatisch, sie spinnt ihre Fäden geschickt und sucht so ihre Vorteile.
    Sehr gut gefallen hat mir auch die detaillierte Beschreibung der Reise von Frankfurt nach Königsberg. Man kann förmlich die Strapazen fühlen, denen die Reisenden ausgesetzt waren.
    Insgesamt ist "Hexengold" für mich ein sehr gelungens Buch, ein Muss für jeden Fan von historischen Romanen. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Hexengold" von Heidi Rehn

    Zehn Jahre sind ins Land gezogen seit dem der dreißig jährige Krieg ein Ende gefunden hat. Magdalena ist mit Eric und ihrer gemeinsamen Tochter Carlotta nach Frankfurt gezogen. Eric hat das Erbe eines Onkels angetreten und führt nun mit seinem Vetter Vinzent den Kontor weiter. Von einer gemeinsamen Handelsreise kehrt Eric schwer verletzt und Vinzent tot zurück. Schon bald darauf ziehen Vinzents Ehefrau Adelaide sowie ihr Sohn Mathias bei Magdalena ein. Adelaide ist keine einfache Person und so sind Auseinandersetzungen vorprogrammiert. Weiterhin muss Magdalena erfahren, dass Eric gewisse Dinge vor ihr verheimlicht. Als dieser zu einer erneuten Handelsreise aufbricht, reist sie im kurzerhand hinterher.

    “Hexengold” ist die Fortsetzung von “Die Wundärztin”. Es ist aber problemlos möglich das Buch zu lesen ohne den Vorgänger zu kennen, da es sich um in sich abgeschlossene Geschichten handelt. Hexengold ist ein richtig dicker Schinken, positiv gemeint, das Buch umfasst mehr als 750 Seiten und die Spannung wird auf jeder einzelnen Seite konsequent gehalten. Es war an keiner Stelle zäh oder langatmig.

    “Niemand ist der, den man seit langem zu kennen meint” – Diese Erkenntnis zieht sich durch das ganze Buch und auch als Leser muss man immer wieder feststellen wie viel Wahrheit hinter diesen Worten steckt. Die fabelhaft ausgearbeiteten Charaktere sind immer wieder für eine Überraschung gut. Gerade wenn man meint, man hätten jemanden durchschaut, trumpft dieser Charakter mit einer Handlung auf, die man einfach nicht erwarten konnte, weil sie so gar nicht in das bisherige Bild passt. Die Charaktere kann man auch nicht einfach in Schubladen stecken, es gibt nicht den Schuft und den Engel. Das hat mir besonders gefallen, es wurde einfach nie langweilig mit den Figuren. Neben Magdalena hat mir besonders Carlotta gefallen. Sie ist ein aufgewecktes und weltoffenes Mädchen, sicherlich geprägt durch die starke Mutter, sie scheut sich aber nicht davor ihren eigenen Weg zu gehen.

    Neben den tollen Charakteren und der spannenden Geschichte glänzt das Buch auch durch die herausragende Recherche, vor der ich gerne meinen virtuellen Hut ziehe. Ich finde es unglaublich wie detailliert die Beschreibung der Umgebung und der Lebensumstände, während des Lesens hatte ich alles genau vor Augen, es war fast so, als führte Magdalenas Reiseroute direkt durch meine Wohnung. Auch der Schreibstil ist ganz nach meinem Geschmack, die verwendete Sprache ist auf Zeit, in der die Handlung spielt, abgestimmt.

    Fazit
    Ein spannender, wirklich gut recherchierter historischer Roman mit vielseitigen Charakteren. Heidi Rehn hat mir mit Hexengold einige wunderbare Lesestunden bereitet.

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    dorlis avatar
    dorlivor 7 Jahren
    Rezension zu "Hexengold" von Heidi Rehn

    Frankfurt 1650. Magdalena und Eric lassen sich mit ihrer Tochter Carlotta in Frankfurt nieder und führen gemeinsam mit Erics Vetter Vinzent ein geerbtes Handelskontor.
    Nach einem Überfall während einer Handelsreise stirbt Vinzent. Daraufhin ziehen Vinzents Frau Adelaide und sein Sohn Mathias bei Magdalena und Eric ein. Reibereien bleiben nicht aus.
    Als Eric bei einer weiteren Reise ein falsches Reiseziel vortäuscht und Magdalena nicht nur weitere Ungereimtheiten um Eric und ihre Vergangenheit aufdeckt sondern auch noch Haus und Hof verliert, macht sie sich auf den Weg nach Königsberg. Dort hofft sie die Wahrheit über ihre Familie zu finden.

    Mit „Hexengold“ hat Heidi Rehn einen wundervollen historischen Roman geschaffen.
    Spannend wird aus dem Leben einer Kaufmannsfamilie in der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg erzählt. Dabei steht der Alltag im Vordergrund, das politische Geschehen während dieser Zeit wird angenehm vernachlässigt.

    Besonders gut gefallen haben mir die unterschiedlichen Charaktere.
    Die selbstbewusste, starke und unabhängige Magdalena zweifelt an sich und ihren Fähigkeiten als Hausfrau und sehnt sich nach ihrem Wanderleben während des Krieges.
    Eric ist durchgehend rätselhaft, ein großer Heimlichtuer.
    Carlotta war von Anfang an meine Lieblingsfigur. Quirlig, pfiffig und wissbegierig zeigt sie alle Eigenschaften eines Teenagers und wird auch aufbrausend und trotzig.
    Bei Adelaide wechseln Sympathie und Abscheu ständig, von liebenswert bis hin zu abgrundtief böse zeigt sie alle Facetten.
    Kummer und Furcht, Glück und Freude der einzelnen Personen werden aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert, man kann jederzeit mit den Protagonisten mitfühlen.
    Durch die Vielschichtigkeit der einzelnen Personen ergeben sich immer wieder herrliche Wortwechsel und lebhafte Dialoge.

    Aber nicht nur die Charaktere werden lebendig und bildhaft dargestellt, auch die Orte und Geschehnisse während der Reise nach Königsberg werden umfassend und präzise beschrieben. Es macht Spaß, Magdalena zu begleiten.
    Am Ende lief die Geschichte für Magdalena sehr glatt, das hätte für meinen Geschmack noch ein bisschen kniffliger sein können. Aber da es noch weitere Abenteuer mit Magdalena und Carlotta geben wird, kann ich diese Lappalie locker verschmerzen.

    Auch ohne Kenntnis des ersten Teils der Trilogie um die Wundärztin Magdalena hatte ich keinerlei Schwierigkeiten der Handlung zu folgen, da geschickt eingebaute Rückblenden alle nötigen Informationen vermitteln.
    Der Schreibstil ist angenehm, selbst einige oft wiederholte Kleinigkeiten stören den Lesefluss nicht.

    Ein sehr empfehlenswerter Roman, den man schnell verschlungen hat und auf dessen Fortsetzung ich mich jetzt schon freue.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 7 Jahren
    Rezension zu "Hexengold" von Heidi Rehn

    Es handelt sich um die Fortsetzung des Romans „Die Wundärztin“. Obwohl beide Teile in sich abgeschlossen sind, empfand ich es als günstig, dass ich den ersten Teil kannte. Damit ist mir die Vergangenheit von Magdalena und Eric gegenwärtig.
    Zwei Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg fährt Magdalena mit Eric nach Frankfurt zur Messe. Dort lernt sie ihre Base Adelaide kennen und erfährt von ihr, dass Eric in Frankfurt ein Haus und ein Geschäftskontor geerbt hat. Vinzent und Adelaide hatte selbst auf Haus und Kontor gehofft, doch der Onkel hat Eric zum Erben eingesetzt. Vinzent ist Teilhaber des Kontors.
    Mittlerweile sind sieben Jahre vergangen. Magdalena und Eric haben sich in Frankfurt eingerichtet. Da werden Vinzent und Eric auf einer Reise überfallen. Vinzent stirbt, Erich überlebt schwerverletzt. Für Adelaide und ihren Sohn Mathias bricht eine Welt zusammen, als wenige Tage nach der Beerdigung drei Mainzer Kaufleute erscheinen, Schuldscheine vorlegen und das Haus beanspruchen.
    Beide ziehen zu Magdalena und Eric. Mathias tritt ins Kontor des Onkels ein. Das Zusammenleben ist nicht einfach. Das gilt sowohl für Adelaide und Magdalena, als auch für Mathias und Carlotta, die 13jährige Tochter Magdalenas. Während Carlotta sich im Kontor schon bestens auskennt, ist Mathias Anfänger. Doch Carlotta hat weitere Interessen. Sie hilft einem Apotheker bei der Herstellung von Salben und geht ihrer Mutter zur Hand, wenn sie als Wundärztin gefordert ist.
    Obwohl Eric noch nicht vollständig genesen ist, beginnt er mit drei Frankfurter Kaufleuten eine Reise. Wenige Tage später werden auch Magdalena Schuldscheine präsentiert. Kurzerhand folgt sie zusammen mit Adelaide und den Kindern ihrem Mann. Es beginnt eine abenteuerliche Reise über Erfurt, Leipzig, Thorn bis Königsberg…
    Der historische Roman hat mir sehr gut gefallen. Das liegt nicht nur an der spannenden Handlung, sondern auch daran, dass selbst in Kleinigkeiten genau recherchiert wurde. Die beschriebenen Städte kann man sich vorstellen. Kleidung und Wohnungseinrichtung entsprechen der damaligen Zeit. Die Beschreibung von Natur und Landschaft ist detailgenau und auf die Handlung abgestimmt. Der Schreibstil ermöglicht ein flüssiges Lesen.
    Mit Magdalena haben wir eine Frauenfigur vor uns, die es in Zeiten des Krieges gewohnt war, selbständig zu handeln und zu entscheiden, die einen Beruf ergreifen durfte und gebraucht wurde. Nun fühlt sie sich in die Rolle von Hausfrau und Mutter gedrängt und versucht, sich Freiräume zu schaffen. Aus ihrer Vergangenheit heraus geht sie auch anders mit dem Dienstpersonal um, als es in dieser Zeit üblich ist. Ihre Einstellungen und Handlungen sind nicht ganz ungefährlich…
    Obwohl die Personen gut charakterisiert sind, umgibt sie in weiten Strecken die Aura des Geheimnisvollen. Wie es sinngemäß heißt, ist keiner das, was er scheint. Das sorgt für zusätzliche Spannung, da insbesondere Adelaide und Eric immer für eine Überraschung gut sind.
    Das Buch will nicht nur unterhalten. An einigen Stellen wird das Problem „Krieg und Frieden“ thematisiert. So fällt der Unterschied zwischen den Städten Leipzig, wo sich wieder Prunk und Reichtum entfalten, und Thorn, das als besetzte Stadt unter Hunger und Mangel leidet, besonders auf. Im Gespräch Magdalenas mit ihrer Tochter wird das Thema besonders sensibel behandelt und vertieft. Dass die Kaufleute mit jeder Kriegspartei Geschäfte machen, hat sich bis heute nicht geändert. An dieser Stelle könnte man befürchten, dass die Menschheit nicht lernfähig ist.
    Ganz nebenbei gibt das Buch Einblicke in wissenschaftliche Erkenntnisse, sei es die Herstellung von Arzneien oder erste Erfahrungen mit dem Mikroskop.
    Eine Karte Deutschlands und die Stadtkarte von Königsberg finden sich am Anfang, ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen am Ende des Romans.
    Insgesamt kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Es ist ein sehr gelungener historischer Roman, der die Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg beleuchtet.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Hallo, ich bin Heidi Rehn und habe die Roman-Trilogie um "Die Wundärztin" Magdalena geschrieben. Gern lese ich mit euch gemeinsam den zweiten Band "Hexengold und beantworte euch alle Fragen rund um das Buch: Zehn Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges macht Magdalena die Erfahrung, dass sie den langen Schatten der Vergangenheit auch in Friedenszeiten nicht entgehen kann.... Wer sich hier bis zum 15.7. für die Leserunde bewirbt, kann eines von 5 signierten Exemplaren gewinnen.
    Zur Leserunde
    Unter all denjenigen von euch, die mir hier ab sofort bis zum 15.Juli verraten, welchen besonderen Stein sie aus welchem Grund als Talisman besitzen, verlose ich einen kleinen Bernsteinanhänger. Der Gewinner ist der/diejenige, mit der schönsten bzw. originellsten Begründung (die Entscheidung treffe ich aus ganz subjektiven Überlegungen; der Rechtsweg ist ausgeschlossen :-))). In meiner Magdalena-Trilogie spielt ein Bernstein sowohl als Talisman als auch als Heilmittel eine große Rolle. "Die Wundärztin" Magdalena findet mit seiner Hilfe besondere Kraft in Zeiten des Dreißigjährigen Krieges. In "Hexengold" wird er als Heilmittel seine besondere Wirkung beweisen. Auch anderen Steinen (Bernstein ist zwar kein Stein, aber der Vergleich ist gut möglich) werden besondere Eigenschaften zugesprochen. Deshalb wählen sich viele einen Stein zum Talisman. Bitte schreibt mir, ob ihr einen solchen besitzt und erzählt davon.
    Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Liebe anne_fox, ich habe, wie gesagt, gewürfelt, weil ich die Entscheidung, aus all diesen wundervollen Geschichten eine als die eine auszuwählen, nicht treffen konnte. Gewonnen hat Leela mit folgender Geschichte: "Ich habe hier auf meinem Schreibstisch einen Stein liegen, zu dem es eine recht witzige Geschichte gibt. Mein Uropa hatte damals den Geburtstag meiner Uroma vergessen und war ziemlich verzweifelt, weil er nicht ohne Geschenk nach hause kommen wollte - der Spott meiner Uroma hätte ihn wohl die nächsten paar Jahre verfolgt. Schlau wie er war, machte er auf dem Weg von der Arbeit einen Umweg zu einer Art Geröllhalde und suchte dort einen Stein aus, dem er noch schnell in seiner Werkstatt den letzten Schliff verpasste. Meiner Uroma präsentierte er den Stein dann mit der Erklärung, er habe den Stein während einer Ausgrabung entdeckt und er würde garantiert zu einem antiken Bau der Römer gehören (Uropa arbeitete damals noch als klassischer Archäologe). Meine Uroma, die mit Begeisterung ungewöhnliche Dinge sammelte, tat, schien begeistert...gestand mit hinterher jedoch, dass sie ihm kein Wort geglaubt hatte. Der Stein bekam dennoch einen Ehrenplatz auf ihrer Anrichte und sie erwähnte gegenüber meinem Uropa auch nie, dass sie ihm nicht geglaubt hatte. Jetzt, wo die beiden mittlerweile tot sind, ist der Stein in meinen Besitz übergegangen und auch auch bei mir einen Ehrenplatz, denn er erinnert mich nicht nur an diese schöne Geschichte, sondern auch an meine Urgroßeltern...und irgendwie auch daran, dass es manchmal einfach reicht, sich ein paar Gedanken zu machen, wenn man jemanden mit einem Geschenk glücklich machen will. ;)" Ich wünsche euch allen, dass ihr einen Stein oder einen anderen Talisman habt, der für euch seinen ganz besonderen Reiz/ Zauber ausmacht, weil ihr damit eine schöne Erinnerung, eine wundervolle Begegnunt oder ein mutmachendes Erlebnis verbindet. Einen schönen Sonntag Heidi
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