Heidrun Böhm Der Duft der Maiglöckchen

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Inhaltsangabe zu „Der Duft der Maiglöckchen“ von Heidrun Böhm

Barbara zieht aus Liebe zu ihrem Mann Gernot in das provinziale Kaff Schrobenheim. Nach dem Tod ihres Vaters wird sie eine größere Summe Geldes erben. Gernot verfolgt eigene Pläne mit der Erbschaft, in denen Barbara nur noch die Rolle einer Leiche einnimmt. Aber diese durchschaut ihren Angetrauten und dreht flugs den Spieß um. (Quelle:'Flexibler Einband/25.05.2012')

Betulich geht die Welt zugrunde... sowohl thematisch als auch von der Schreibweise her... nicht ganz my cup of tea!

— TochterAlice

Das Beste was ich über diesen Krimi sagen kann, ist das er glücklicherweise kurz ist.

— GetReady

Verschrobener als Schrobenheim geht´s nicht: Absolut lesenswerte Krimisatire!

— JordisLank
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  • Rezension v. Pamela Gelfert

    Der Duft der Maiglöckchen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. September 2013 um 15:10

    Von Pamela Gelfert - Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Maiglöckchen (Taschenbuch) 5 Punkte für diese tolle Krimisatire! Genau genommen würde ich 4,5 Punkte geben, denn einen kleinen Kritikpunkt habe ich an der Story: Mir fehlte ein wenig die Aufklärung des Mordes, die im Klapptext angekündigt wird. Da das Buch aber ansonsten wirklich sehr toll geschrieben ist und mir die Story gefallen hat, runde ich gerne auf 5 Punkte auf anstatt auf 4 ab. Denn ich habe lange kein Buch mehr so schnell gelesen, weil ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte. „Der Duft der Maiglöckchen“ ist eine spannende und lesenswerte Lektüre, die mir viele schöne Stunden beschert hat. Begeistert war ich vor allem von den tollen, sehr unterschiedlichen Charakteren, über die ich lachen, nachdenken und manchmal auch den Kopf schütteln musste. Die Palette an unterschiedlichen Persönlichkeiten ist bunt wie ein Regenbogen. Und gerade durch die verschiedenen Charaktere wird das Buch sehr interessant. Zumal es wirklich sehr gelungen die Spießbürgerlichkeit aufs Korn nimmt. Das hat die Autorin toll hinbekommen. Heidrun Böhm hat wirklich einen schönen Stil: lebendig, unterhaltend und sehr anschaulich. Ihre Worte wurden zu Bildern in meinem Kopf. Orte, Handlungen, Personen, alles habe ich vor meinen Augen gesehen. Es hat wirklich Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und ich empfehle es gerne weiter.

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  • Leserunde zu "Der Duft der Maiglöckchen" von Heidrun Böhm

    Der Duft der Maiglöckchen

    andrea_elgato

    Kennt ihr das auch? Ihr sitzt mit eurer besten Freundin oder eurem Partner in einem gutbesuchten Café, die Vögel zwitschern, die Sonne scheint und ihr sitzt einfach nur da und beobachtet die Leute? Dichtet ihnen Namen, Berufe und Dialoge an? Wir nennen das jetzt einfach mal "Milieustudien" Das Verlagshaus el Gato und Autorin Heidrun Böhm möchten euch auf eine Reise mitnehmen, die uns genau in diese Milieustudien hineinführt. Im Roman "Der Duft der Maiglöckchen" trefft ihr auf trockenem Humor, genauer Beobachtungsgabe, leiser Gesellschaftskritik und einem Mord. Klappentext: In Schrobenheim, einer typischen deutschen Kleinstadt, geschieht ein Mord. Aufsehenerregend vor allem deswegne, da bereits die erste Ehefrau versucht hat, ihren Gatten vom Leben zum Tod zu befördern. Verdächtigt wird Ehefrau Nummer zwei. Oder war es doch Nummer eins? Oder vielleicht jemand ganz anderes? In diesem nicht ganz ernst zu nehmenden Krimi werden Spießigkeit und kleinbürgerliches Denken aufs Korn genommen und nebenbei ein nicht alltäglicher Mord aufgeklärt. Wir verlosen 3 Print und 5 E-Books unter allen Bewerbern, die uns bis zum 19.Mai  auf folgende Situation eine Antwort schreiben. Stell dir vor: Jeden Tag, wenn du das Haus verlässt, wackelt die Gardine des nachbarschaftlichen Wohnzimmers. Wenn du nach Hause kommst, wenn du gehst, wenn du Besuch empfängst ... deine Nachbarin ist über alles bestens informiert. Wie gehst du mit dieser Situation um? Heidrun Böhm steht am 30.Mai allen Interessenten, auch Nichtteilnehmern der Leserunde, zu einer Fragestunde zur Verfügung. Wir freuen uns auf rege Teilnahme und wünschen euch viel Freude!

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. June 2013 um 21:54
  • Sommerkrimi

    Der Duft der Maiglöckchen

    carmelinchen

    12. June 2013 um 13:34

    REZENSION " Der Duft der Maiglöckchen" von Heidrun Böhm Die Geschichte spielt in einer Kleinstadt wie jede andere auch. Es gibt Klatsch, Tratsch und Neider an jeder Ecke. Bis zu dem Tag wo man die Leiche eines Mannes findet. ERMORDET Wie kann so was in der beschaulichen Kleinstadt passieren? Bei den Ermittlungen kommt dann so einiges ans Tageslicht was den lieben Nachbarn gefällt, den nun haben sie wieder etwas zum Tratschen. :) Der Ermordete war zum 2 mal Verheiratet und wie die erste Frau war die zweite auch Spurlos verschwunden. Wo war sie, ist sie die Schuldige. Der Krimi ist sehr flüssig geschrieben und man kann sich sehr gut hineinversetzen. Es ist gut zu lesen , man muss manchmal den Kopfschütteln oder so manches mal auch Schmunzeln. Leichte Kost für einen heißen Sommer. 4****Sterne

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  • Rezension Der Duft der Maiglöckchen

    Der Duft der Maiglöckchen

    Linny

    08. June 2013 um 16:22

    Der Duft von Maiglöckchen   Heidrun Böhm   Das Cover ist schlicht gehalten, aber der Titel des Romans macht einen neugierig. Der Duft der Maiglöckchen ist lieblich und zart. Und den Duft vergisst man nicht so schnell. So klein die Pflanze auch ist, sie halt viel aus und trotzt dem Wetter.   Wer hier im Roman ein Maiglöckchen ist stellt sich noch raus oder jeder Leser entscheidet anders. Alles fängt ganz harmlos an, als Kommissar A.D. Berger auf eine Sparziergang eine Schuss hört und kurz darauf eine Leiche, die von Gernot Winter. Doch zuvor..... Barbara Winter lebt in Schrobenheim ist eigentlich zufrieden mit ihrem Leben und glaubt sie sei glücklich verheiratet mit ihrem Gernot. Doch dann erfährt sie durch Zufall, das er sie betrügt. Mit ihrer Freundin Veronika. Und als wäre dies nicht schlimm genug. Wollen die beiden sie auch noch um die Ecke bringen. Aber nicht mit mir, denkt Barbara. Und so nimmt der Roman mörderische Fahrt auf. Und auch eine Prise Humor fehlt nicht. Heidrun Böhm schafft es den Leser ab der ersten Seite an zu fesseln. Und mit jeder Seite mehr verstrickt man sich beim Lesen in die Handlung. Mörderisch gutes Leseerlebnis.

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  • Schrobenheimer Ärgernis

    Der Duft der Maiglöckchen

    GetReady

    06. June 2013 um 00:12

    Ich schreibe normalerweise recht lange, ausführliche Rezis. In diesem Falle werde ich mich kurz fassen. Die Inhaltsangabe des Verlages und die Ankündigung der Leserunde verhießen einen amüsanten netten Dorfkrimi, der sich vor allem über das  nachbarschaftliche Getratsche ironisch lustig macht. Nichts von all dem ist im Buch zu finden, weder ein echter Krimi ( der sogar noch in der Exposition „versprochen“ wird, und der einem dann am Ende dreist im Folgeband in Aussicht gestellt wird), noch satirische oder ironische Schilderungen. Wenn man es lustig findet, das der Handlungsort „Schrobenheim“ und der Psychiater „Dr Schädel“ heißt, dann mag das Buch gefallen. Ich konnte weder an solchen Namen, noch an der Art der Schilderung, noch am Sprachstil auch nur Spuren von Humor erkennen, obwohl ich meinem Umfeld als äußerst alberne Person bekannt bin. Die Figuren sind flach und einfältig  gezeichnet, die Erzählstruktur sollte wohl raffiniert sein, ist aber nur schlecht. Um Rückblenden in Rückblenden in Rückblenden gekonnt zu schreiben, bedarf es großer Erzählkunst. Zudem strotze das Buch vor echten Fehlern ( Bsp. Hahnrei als Bezeichnung für den Betrüger) und, für mein Sprachgefühl, oft falsch gewählten Bildern und Worten. Ich frage mich, ob das Buch von einem studierten, erfahrenen Lektor bearbeitet wurde. Es tut mir wirklich leid, ich kritisiere ungern so hart, aber für mich war das Buch in jeder Beziehung eine Zumutung.

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  • Idylle in (Ver-) Schrobenheim

    Der Duft der Maiglöckchen

    Mausezahn

    05. June 2013 um 08:36

    Im Wald von Schrobenheim wird Gernot Winter tot aufgefunden. Gernot Winter ist ein "Alteingesessener", Barbara seine erste Frau, eine "Zugezogene". Wie der Name Schrobenheim schon vermuten lässt, ist dort alles etwas verschroben, wenn man nicht schon dort aufgewachsen ist, ist und bleibt man Aussenseiter, die Häuser und Gärten sind kleinbürgerlich und spiessig. Es gibt eine Tratschrunde von ein  paar Frauen, die alles analysieren, was im Ort passiert. Barbara fühlt sich verständlicherweise dort nicht wohl und das wird noch schlimmer nachdem sie feststellen muss, das ihr Mann eine Affäre hat. Mehr verrate ich hier zum Inhalt nicht, lest selbst. Das Buch fängt mit dem Auffinden des Toten Gernot Winter an, dann wird die Geschichte seiner ersten Ehe erzählt, auch dort gibt es Rückgriffe auf vergangene Zeiten. Mit diesen Rückgriffen habe ich mich manchmal etwas schwergetan, dennoch waren diese gut und wichtig, denn sie gaben den einzelnen Charakteren ein rundes Bild. Den Erzählstil fand ich gut und Heidrun Böhm hat ein gutes Bild von dem ach so herrlichen Schrobenheim geliefert. Man konnte sich gut in den Ort und die Personen hineinversetzen. Ernst gemeinter Krimi? Wohl eher nicht, ich denke die Autorin wollte uns ein satirisches Bild einer "idyllischen" Kleinstadt hinterlassen.

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  • Der Duft der Maigloeckchen von Heidrun Boehm

    Der Duft der Maiglöckchen

    JuliasBlog

    04. June 2013 um 07:17

    Tatort Schrobenheim .  Eine "gepflegte" Kleinstadt mit schoenen Gaerten , sauberen Einfahrten und neugierigen Menschen .  Gernot und Barbara Winter gehoeren dazu . Barbara Winter , Gernots erste Frau und eine "dazugezogene" kann sich nicht mit den Menschen und dem Ort anfreunden . In der Ehe kriselt es und ausser Veronika hat sie keine Freunde . Doch dann erfaehrt sie , dass ausgerechnet ihre Freundin ein Verhaeltnis mit ihrem Mann hat . Barbara findet zwei Verbuendete und plant ihre Rache .  Das Buch ist sehr fluessig geschrieben und hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen.  Es faengt mit einem Mord an und wickelt langsam die Vergangenheit der beteiligten Personen auf . So kann man sich leicht in die Psyche der Charaktere versetzen und ihren Werdegang mitverfolgen . Ist es ein Krimi oder eine Satire ? Beides wuerde ich sagen obwohl ich mehr zur Satire tendiere . Auf jeden Fall eine gelungene Mischung , die mir nette Gesellschaft geleistet hat . 

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  • Betulichkeit ist aller Laster Anfang

    Der Duft der Maiglöckchen

    TochterAlice

    02. June 2013 um 11:44

    In Schrobenheim, einem verwunschenen kleinen Nest, wird Gernot Winter ermordet aufgefunden. Nach und nach erfährt der Leser, dass dieser Mann selbst alles andere als ein Engel war und es neben seiner zweiten Ehefrau, einer unscheinbaren Polin, die nicht mehr aufzufinden ist. eine Reihe von Figuren gibt, die ihm den Tod wünschen könnten. Allen voran seine erste Ehefrau, selbst seit über einem Jahr spurlos verschwunden. Gernot Winter wurde verdächtigt, diese ermordet zu haben, alldieweil konnte man ihm nichts nachweisen. Langsam wird die Geschichte aufgewickelt und es offenbart sich, dass in (Ver-)Schrobenheim unter all der Betulichkeit der Kleinstadt, Abgründe lauern. Wirklich? Nun, aus meiner Sicht ist dieses Büchlein flach und wenig eindringlich, so dass man schon in Kürze vergessen hat, was denn eigentlich Inhalt der Geschichte war. Die Beschreibung der Figuren hat gute Ansätze, doch das ist aus meiner Sicht das einzig Positive - über die Erzählung als solchekann ich das leider nicht sagen. Auch die Erzählweise lädt nicht unbedingt zum Vertiefen und Konzentrieren ein - packend ist was anderes. Das Betuliche des Erzählinhaltes überträgt sich aus meiner Sicht hier in vollem Ausmaß auf den Stil. Zudem bleibt das Ende merkwürdig offen, der Leser - zumindest ich - unbefriedigt zurück. Das Erzählmittel des offen bleibenden Abschlusses ist mir bekannt, doch sollte das Denkanstöße geben, zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Gelesenen einladen und das ist bei diesem in jeder Hinsicht dünnen Bändchen nicht gegeben. Von mir also leider keine Leseempfehlung!

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  • Der Duft der Maiglöckchen von Heidrun Böhm

    Der Duft der Maiglöckchen

    Helli

    31. May 2013 um 00:53

    Der Duft der Maiglöckchen von Heidrun Böhm Buch:     Barbara Winter wohnt mit Ehemann Gernot im Städtchen Schrobenheim. Hier blühen die Maiglöckchen in den gepflegten Vorgärten und die Nachbarn hängen hinter den Gardinen, um keine Bewegung ihrer Mitmenschen zu verpassen. Die junge Frau fühlt sich unwohl in dieser Umgebung und auch ihre Ehe scheint in letzter Zeit nicht mehr so perfekt zu sein, wie sich das eine anständige Schrobenheimerin wünschen sollte. Noch ahnt Barbara nicht, dass Gernot sie mit ihrer Freundin Veronika betrügt. Beide planen bereits Barbaras baldiges Ableben, denn nach dem Tod ihres Vaters wird sie eine anständige Summe Geld erben. Doch Barbara kommt hinter die Mordpläne und bald werden die Jäger selbst zu Gejagten.   Autor:    Heidrun Böhm,bis vor zwei Jahren Heidrun Mußer, geboren 1953 in Albstadt. Schreibe seit 1986 Kurzgeschichten. Ich war Mitglied der Autorengruppe Zimmerer in Albstadt. In Zusammenarbeit mit der Autorengruppe, Lesungen, Veröffentlichung v. Anthologien. Die meisten meiner Geschichten sind aus Alltagserlebnissen entstanden. 2008: Letzte Anthologie der Autorengruppe "Mein Zeichen ist ein Feuerscheit" herausgegeben v. Heidrun Böhm. Seit dem weitere Beträge im Buch: "Was eine Frau b.d. Partnersuche erleben kann, " v. Marion Ramona Glettner, u. im Gedichtband: "Hände reichen." Zwei Beiträge in dem Buch: "Du bist nicht mehr meine Freundin", von Silvia Rosenkranz-Hirschhäuser. Ein Beitrag im Buch "Der kleine Pausensnack", herausgegeben von Monica Clemens. Autoren Feder Verlag. Beiträge in der Startanthologie des Traumstundenverlages v. Britta Modler. Weitere Veröffentlichungen: Mai 2012 Der Duft der Maiglöckchen Verlagshaus el Gato 1986 : 1.Preis für die beste satirische Kurzgeschichte "Nächstenliebe" Theodor Greiner Literaturpreis der Stadt Reutlingen. Dass ich am Tag der Preisverleihung mit meiner Freundin und meiner Mutter zusammen eine Ampel aus ihrer Verhalterung hob, soll nur am Rande erwähnt werden: "Durch die zerbrochene Windschutzscheibe biegt sich ein Stahlmast. Durch das Seitenfenster blinzelnd, sehe ich, dass die Strasse nach unten verrutscht ist. Ein Erdbeben ? Dann wird mir klar: das Auto hängt in der Luft. Nichts wie raus hier! Die Hintertür klemmt leicht. Wir rutschen auf die Strasse. Braune Brühe läuft übers Pflaster. Es riecht nach Öl. Brigitte steht in der Brühe und schreit. Meine Tochter taumelt auf mich zu, aschgrau im Gesicht und flüstert: "Das ist der erste Preis."   Meinung:      Die Autorin, Heidrun Böhm, hat einen leichten Schreibstill, welcher ermöglicht das Buch schnell zu lesen, man mag es nicht aus der Hand zu legen. Die Charaktere sind sehr schön beschrieben, sodass man meint, man kennt sie schon lange. Heidrun Böhm erzählt in Ihrem Roman, „Der Duft der Maiglöckchen“, über eine Kleinstadt, Schrobenheim, in der ein Mord geschehen ist. Schrobenheim, wie schon erwähnt, eine Kleinstadt, wie sie im Buche steht. Kleinbürgerlichkeit und Ignoranz ist an Tagesordnung, neu zugezogene Nachbarn gehören nicht zu Gemeinde. So wird auch Barbara, die den Gernot Winter ehelicht, von der Gemeinde nicht anerkannt sondern nur von der Seite beäugt. Aber ich möchte euch nicht den Lesespaß verderben, liest es selbst  :)   Fazit:     Ist es ein Krimi? Oder Satire? Ich behaupte, eine Mischung aus Beidem. Und lesenswert!

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  • Beindruckend vielschichtiger Krimi hinter wackelnden, kleinbürgerlichen Gardinen!

    Der Duft der Maiglöckchen

    Leselady

    30. May 2013 um 20:31

    Die dörfliche Idylle trügt… Quelle: https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=wyY2TbPujLc Kommissar Berger, 65 Jahre alt, pensioniert… wandert mit einem bekannten Lied auf den Lippen durch den Wald, als ein Schuss die erholsame Ruhe durchpeitscht. Seinem jahrelangen beruflichen Instinkt folgend, macht er sich sofort auf die Suche nach der Quelle des Geräuschs und findet sowohl eine flüchtende Frau, als auch einen stämmigen Mann mit Herzschuss am Waldrand vor. Der Name des Verstorbenen ist Gernot Winter und das pikante an dem Fall ist, dass es auf diesen Mann bereits einen Mordversuch gab, der zu Bergers Dienstzeiten nie aufgeklärt werden konnte. Blicken wir doch einmal lesend auf die damaligen Schrobenheimer Ereignisse zurück… Informationen zu Buch und Verlag: • Taschenbuch: 190 Seiten • Verlag: el Gato, Verlagshaus; Auflage: 1. (2. Mai 2012) • Sprache: Deutsch • ISBN-10: 3943596052 • ISBN-13: 978-3943596052 • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren • Größe und/oder Gewicht: 19 x 13 x 1,8 cm Quelle: http://www.amazon.de/Der-Duft-Maigl%C3%B6ckchen-Heidrun-B%C3%B6hm/dp/3943596052/ref=tmm_pap_title_0 Über die Autorin Heidrun Böhm gibt es zu berichten..: Quelle: http://www.lovelybooks.de/autor/Heidrun-B%C3%B6hm/ … dass sie 1953 in Albstadt geboren wurde und Mitglied der Autorengruppe Zimmerer in Albstadt war. In Zusammenarbeit mit der Autorengruppe, Lesungen, Veröffentlichungen von und in Anthologien. Beruf: Altenpflegehelferin. Hobby: Schreiben, lesen, schreiben. 1986: erster Preis f.d. beste satirische Kurzgeschichte „Nächstenliebe“ Theodor Greiner Literaturpreis Reutlingen. 2008: „Mein Zeichen ist ein Feuerscheit,“ Letzte Anthologie der Autorengruppe, herausgegeben von Heidrun Mußer/Böhm. Seither Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien. Mai 2012: „Der Duft der Maiglöckchen,“ Krimisatire, erschienen im Verlagshaus el Gato Quelle: http://www.lovelybooks.de/autor/Heidrun-B%C3%B6hm/ Eindrücke / eigene Meinung: Heidrun Böhm ist es auf 190 Seiten gelungen, nicht nur einen sehr heiklen Mordversuch in der Vergangenheit stimmig und nachvollziehbar aufzurollen, sondern ließ mich auch tief in ein kleinbürgerliches und zwischenmenschliches Geflecht blicken. Durch den angenehm atmosphärischen und bildhaften Schreibstil, die wechselnden Perspektiven der wichtigsten Charaktere und die wohldosierten Informationen, die man vor allem durch fein eingestreute Rückblicke der Figuren erhält, bekommt man recht schnell ein sehr gutes Gefühl für die Charaktere und ihr Handeln. Man fühlt beim Lesen, was in ihnen vorgeht, was ihnen gefällt und was nicht, auf was sie Wert legen und auf was nicht und was ihnen prägendes in der Vergangenheit wiederfahren ist. Mosaiksteinchen für Mosaiksteinchen setzt sich ein Gesamtbild der Figuren, deren Leben und zwischenmenschliches Beziehungsgeflecht, zusammen. Dass der Name „Schrobenheim“ nicht willkürlich gewählt wurde und dem Adjektiv „verschroben“ nahe steht, liegt hier praktisch auf der Hand ;-) Die Wesenszüge der Schrobenheimer Bürger und deren kleinbürgerlichen Gepflogenheiten sind subtil und mit größtmöglicher Sorgfalt herausgearbeitet. Durch die zügig wechselnden Perspektiven erhält man einen sehr differenzierten Einblick in das dichte und dennoch fragile kleinstädtische Geflecht und die Schicksale hinter den wackelnden Gardinen. „Der Duft der Maiglöckchen“ sieht sich lt. Klappentext als „nicht ernstzunehmenden Krimi, in dem Spießigkeit und kleinbürgerliches Denken aufs Korn genommen und nebenbei ein nicht alltäglicher Mord aufgeklärt wird.“ Wer jedoch kriminalistisch humorvolle Handlungsstränge a la Miss Marple, erwartet, der ist hier fehl am Platze. Schmunzeln wird man hier allenfalls über präzise gewählte Berührungspunkte zum eigenen gutbürgerlich/dörflichen Umfeld, denn Heidrun Böhm hat in ihrem Buch einige Charakterismen gekonnt brillant eingefangen! Einige wenige Fragen lässt sie bewusst offen und lädt damit den Leser bewusst oder unbewusst dazu ein, doch einmal von der eigenen Haustüre zu kehren und das nicht nur, wenn es der heilige Kehrwochenplan vorsieht ;-) Fazit: Beindruckend vielschichtiger Krimi, der durch die Biografien seiner kantigen Charaktere Profil und Tiefe bekommt. Starkes Buch und deswegen eine klare Lese-Empfehlung von mir!

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  • Ein satirischer Krimi im Kleinstadtmilieu.

    Der Duft der Maiglöckchen

    Rilana

    26. May 2013 um 15:58

    Die Handlung Barbara Winter und ihr Mann Gernot leben in der Kleinstadt Schrobenheim. Klatsch, Trasch und alles was die neugierigen Nachbarn sonst noch zum täglichen Überleben brauchen, ist Barbara eher unangenehm. Denn sie kommt aus der Großstadt und kann sich in das Kleinstadtmilieu so gar nicht einfügen. Hinzu kommt noch, dass die Firma, in der sie bisher gearbeitet hat, pleite macht und die Beziehung zu ihrem Mann kompliziert ist. Doch wie es tatsächlich um ihre Ehe bestellt ist, merkt Barbara erst, als sie mitbekommt, dass ihr Mann und seine Geliebte Veronika, die Barbara bisher für ihre beste Freundin gehalten hat, vorhaben sie umzubringen, um an das Erbe ihres Vater heranzukommen. So ist die bisher total unbedarfte Barbara dazu gezwungen umzudenken. Um ihr Leben zu retten muss sie sich auf die Spielchen ihrer Möchtegern-Mörder einlassen und kontern. Mein Eindruck Der Duft der Maiglöckchen ist in einem sehr angenehmen, flüssigen Schreibstil verfasst. Jeder, der schon mal in einer Kleinstadt gewohnt hat wird sich sofort in die Geschichte hineinversetzen können. Ich hatte bei dem einen oder anderen Charakter fast das Gefühl, das perfekte Vorbild aus dem echten Leben dafür zu kennen. Da dieser Krimi einen satirischen Charakter hat, sind einige Details recht überzogen. Beispielsweise die Namensgebung: Die Kleinstadt - Schrobenheim, die Großstadt - Freudenreich. Aber auch die Charaktere sind teils schon am Klischeehaften angelehnt. Die neugierige Nachbarin, die jeden in ihrer Umgebung bespitzelt und Klatsch braucht wie die Luft zum Atmen, die Schönheit, die jedem Mann den Kopf verdreht, die Singlefrau, die nichts anderes als Onlinedating im Kopf hat, ... Aber gerade das macht einen Großteil des Charms des Romans aus. Denn auch die Protagonistin, Barbara Winter, ist ziemlich überspitzt dargestellt und so macht es richtig Spaß ihr dabei zuzusehen, wie sie sich vom braven naiven Frauchen zu einer selbstbewussten Frau entwickelt. Mein Fazit Ein unterhaltsamer Krimi, bei dem man abwechselnd grinsen und den Kopf schütteln kann. Mit 190 Seiten ist Der Duft der Maiglöckchen zwar leider recht kurz gehalten, aber trotzdem kann ich diese amüsante kleine Lektüre Krimifans durchaus ans Herz legen, die vielleicht mal nicht ganz so sehr am Ernst der Sache interessiert sind.

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  • Schon 20 Bewerbungen zur aktuellen Leserunde unserer Maiglöckchen ...

    Der Duft der Maiglöckchen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. May 2013 um 17:14

    Erna Müllers schwarze Knopfaugen, die voller Neugier aus ihrem dicken Gesicht blinzelten, schienen alles zu sehen, was vor ihrer Haustür geschah. Sie sah selbst Dinge, die nicht geschahen. Ihr Geltungsbedürfnis und ihr Reinlichkeitsbedürfnis waren äußerst ausgeprägt. Glücklich schien sie nur zu sein, wenn sie ihren Hof kehren oder im Garten arbeiten konnte. Dann glänzten ihre Äuglein und ihre runden Bäckchen wurden rot vor Eifer.

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  • Heidrun Böhm, die Maiglöckchen und Andrea el Gato

    Der Duft der Maiglöckchen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. April 2013 um 16:29

    Heidrun Böhm und die Maiglöckchen Februar 21, 2013 von elgato | Unsere Autorin Heidrun Böhm hat sich bereit erklärt, mir Rede und Antwort zu stehen. Der ihr eigene trockene Humor schlägt sich in ihrem Roman "Der Duft der Maiglöckchen" nieder. Wie viele viel Bücher hast du bereits veröffentlicht? Die letzte Anthologie unserer Autorengruppe: Mein Zeichen ist ein Feuerscheit. Meinen Satirekrimi: Der Duft der Maiglöckchen Wie kam es, dass du ein Buch schreiben wolltest. Kam dir ganz spontan der Gedanke oder gab es einen Auslöser? Zuerst schrieb ich Kurzgeschichten, die in den Anthologien unserer Autorengruppe veröffentlicht wurden. Der Plan, ein eigenes Buch zu schreiben hat sich über viele Jahre entwickelt. Motiviert wurde ich dazu von meiner Mutter und meinem Bruder, die beide ebenfalls ein Buch geschrieben hatten. Da ich aber im Alltag wenig Zeit hatte, schrieb ich vorerst weiter meine Kurzgeschichten. Und so hat sich das Vorhaben verzögert. Hast du dich dann einfach hingesetzt und losgeschrieben? Ja, als ich mich dazu entschlossen hatte schon. Wie viel Zeit hast du für die Vorbereitung benötigt und wie viel Zeit fürs Schreiben? Das Manuskript in seiner „Urfassung“ war sehr schnell fertig. Ungefähr nach acht Wochen. Für die Vorbereitung habe ich einige Tage gebraucht. Allerdings hat sich die Bearbeitung des Manuskriptes dann über Jahre hinweggezogen, aufgrund persönlicher Umstände, und weil ich es mehrere Male überarbeiten musste. Es war doch nicht so perfekt, wie ich am Anfang gedacht hatte. Und natürlich auch, weil ich den passenden Verlag noch nicht gefunden hatte. Ich habe schon oft gehört, dass Autoren berichten, dass ihre Figuren ein Eigenleben entwickeln. War das bei dir auch so? Meine Protagonistin Barbara war zuerst nur eine kleine hilflose Person, die sich im Leben nicht zurechtfand. Doch je mehr ich über sie schrieb desto mutiger wurde sie. Ihr Mann Gernot, wurde niederträchtiger als ich es geplant hatte und Veronika, die Freundin von Barbara, die ein Verhältnis mit Gernot hatte, wurde hinterlistiger. Kommissar Berger, der den Mordanschlag auf Gernot Winter untersuchte wurde immer schussliger. Besonders liebte ich Hermine, die Altenpflegerin und Freundin von Barbara. Es hat mir viel Spaß gemacht, ihren Charakter auszuarbeiten. Wie stark arbeitest du die Charaktere heraus? Ich versuche, sie möglichst genau mit all ihren Eigenheiten auszuarbeiten, da sie die Handlung bestimmen und die Geschichte vorantreiben. Wie findest du Namen und woher holst du die Figuren? Die Figuren hole ich aus meinem Umfeld, aus meiner Vergangenheit und aus meiner Fantasie. Wie sehen deine Recherchearbeiten aus? Kennst du die Gegend, in der dein Roman spielt? Ja, die Gegend kenne ich. Die Kleinstadt Schrobenheim gibt es zwar nicht, aber ich habe sie nach meinem eigenen Erleben in Kleinstädten selbst gestaltet. Dein Buch ist fertig geschrieben und was passiert dann? Das Manuskript lasse ich für einige Zeit liegen, damit ich einen Abstand dazu bekomme. Dann beginnt das Überarbeiten und die Verlagssuche. Wie fühlt es sich an, wenn du dein Werk in den Händen hältst und was tust du, um selbst bekannter zu werden? Oder überlässt du das ganz deinem Verlag? Natürlich fühlt es sich gut an, wenn man sein Werk in den Händen hält. Ich freu mich, ich bin stolz darauf. Aber in meinem Innern sagt eine Stimme: „Du weißt, jetzt geht’s erst richtig los: Werbung im Internet machen sich nach Lesungen umsehen, Zeitungen anschreiben. Bekannten dein Buch empfehlen. Buchmessen besuchen. Du wirst stundenlang am Computer sitzen und keine Zeit für das neue Buch, das du schreibst, haben. Aber das war mir schon vor der Veröffentlichung klar. Ein kleiner Verlag alleine kann das nicht schaffen. Das sind Dinge, die ich in unserer Autorengruppe gelernt habe. Schlummern noch weitere unveröffentlichte Manuskripte in deinen Schubladen und wenn ja, magst du uns verraten, von was die handeln? Ja, es schlummern noch einige Manuskripte in den Schubladen, auch von unserer Autorengruppe. Von mir eine Handvoll meist satirische Kurzgeschichten und ein Roman. Er heißt: „Der Ruf der Eule.“ Vor einigen Jahren (irgendwann zwischen noch mehr Kurzgeschichten und dem Duft der Maiglöckchen) habe ich ihn geschrieben. Damals habe ich mich im Genre Heftroman versucht. Es ist eine unheimliche Geschichte mit Geistern, Liebe, Herz, Schmerz Grauen und Grusel. Eine Überarbeitung wäre nötig. Leider fehlt ihr jegliche satirische Komponente, aber das hätte nicht zum Genre gepasst. Du hast die große Schule des Schreibens besucht. Es gibt immer mal Kritiker, die sagen, das sei alles Quatsch. Entweder man könne schreiben oder nicht. Wie siehst du das? Hat dir die Schule was gebracht? Würdest du sie noch mal absolvieren? Vorweg: Noch einmal absolvieren würde ich sie nicht. Denn es muss viel Zeit dafür aufgewendet werden. Und wo bliebe dann die Werbung fürs Buch und das, was man gerne selbst noch schreiben mag? Die Schule hat mir etwas gebracht, zweifellos. Einige Kurzgeschichten sind entstanden und letztendlich auch die Idee zu meinem Buch. Mein Schreibstil wurde verbessert. Besonders gerne habe ich den Teil der Belletristik gemacht. Die Kursleiterinnen waren meist nett und zugänglich. Eine Grundlage und der feste Wille zum Schreiben sollten vorhanden sein. Auch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Schule des Schreibens kaum ein Sprungbrett ist, um als Autor bekannt zu werden. Talent, Fleiß, und Durchhaltevermögen sind wichtige Grundvoraussetzungen, die man immer mitbringen muss, wenn man schreiben will. Gibt es etwas, was du schon immer mal loswerden wolltest? Ja, das beschreibe ich in meinem nächsten Buch. Mehr wird hier nicht verraten. Wenn wir euch jetzt auf Milieustudien mit trockenen Witz, auf das Kampfgeschwader von Schrobenheim und einem schussligen Kommissar neugierig gemacht haben ... das E-Book gibt es für 3,99 im E-Book Store und das Print auch direkt im Verlag.

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  • Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen, man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann

    Der Duft der Maiglöckchen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. April 2013 um 13:26

    Der Duft der Maiglöckchen Verlag: Verlagshaus el Gato www.traumstunden-verlag.com ISBN:978-3-943596-05-2 Seitenzahl 191 Preis des Buchs 9,90 Datum der Veröffentlichung: 3.5. 012 In diesem nicht ganz erst zu nehmenden Krimi werde Spießigkeit und kleinbürgerliches Denken aufs Korn genommen und nebenbei ein nicht alltäglicher Mord aufgeklärt. Inhaltsangabe: Barbara Winter wohnt mit Ehemann Gernot im Städtchen Schrobenheim. Hier blühen die Maiglöckchen in den gepflegten Vorgärten und die Nachbarn hängen hinter den Gardinen, um keine Bewegung ihrer Mitmenschen zu verpassen. Die junge Frau fühlt sich unwohl in dieser Umgebung und auch ihre Ehe scheint in letzter Zeit nicht mehr so perfekt zu sein, wie sich das eine anständige Schrobenheimerin wünschen sollte. Noch ahnt Barbara nicht, dass Gernot sie mit ihrer Freundin Veronika betrügt. Beide planen bereits Barbaras baldiges Ableben, denn nach dem Tod ihres Vaters wird sie eine anständige Summe Geld erben. Doch Barbara kommt hinter die Mordpläne und bald werden die Jäger selbst zu Gejagten. Die Autorin Heidrun Böhm veröffentliche bereits in der vom Traumstunden Verlag herausgebrachten Anthologie „Märchenhaus -Geschichten für den Kaminabend“. Sie war außerdem Mitglied der Autorengruppe Zimmerer in Albstadt, ihrer Heimatstadt. Die meisten ihrer Gedichte und Geschichten sind aus Alltagserlebnissen entstanden. „Der Duft der Maiglöckchen“ ist ihr erstes veröffentlichtes Einzelwerk. Auszug aus Rezensionen: Handelt es sich bei „Der Duft der Maiglöckchen“ um einen Kriminalroman? Diese Frage muss man wohl eher mit NEIN beantworten. Denn die kriminellen Machenschaften verlieren an Bedeutung vor den zwischenmenschlichen Beziehungen, die verwickelter kaum sein könnten. Heidrun Böhm ist es mit ihrem Debütroman gelungen, das Spießbürgertum mit all seinen Verwicklungen auf eine amüsante Art und Weise darzustellen. Der Roman liest sich flüssig und lässt sich nur schwer aus der Hand legen. Wird sich am Ende alles aufklären? Diese Frage kann jeder Leser nur für sich selbst beantworten. Empfehlenswert ist diese leichte und eingängige Lektüre auf jeden Fall. Im Grunde tun wir mit Frau Böhms Hilfe einen Blick auf die hässliche Seite der Menschen, die sich am Unglück anderer weiden. Doch die Autorin verpackt ihre kleine Gesellschaftstudie gekonnt mit viel schrägem Humor und einem kleinen Augenzwinkern, sodass die Geschichte zu einem höchst unterhaltsamen Leseereignis wird – und manchmal können wir uns hinter den Buchrücken freuen, wenn eine der ungeliebten Figuren, die wir aus dem Alltag kennen, ihr Fett wegbekommt. Krimifreunde sollten auf jeden Fall einen Blick riskieren, dabei aber im Hinterkopf behalten, dass sie hier keinen Fitzek serviert bekommen und der Mord schnell Nebensache wird. Für alle anderen Leseratten spreche ich eine eindeutige Kaufempfehlung aus. Da das Buch relativ kurz ist, eignet es sich auf jeden Fall auch zum Reinschnuppern in den Stil der Autorin, von der wir hoffentlich noch mehr zu lesen kriegen. Geschildert wird die Gesellschaft in der Kleinstadt Schrobenheim und deren gegenseitiger Umgang miteinander, dabei erscheint es zunächst zweitrangig, dass das Buch mit einem Mord beginnt. Zunächst macht der Leser Bekanntschaft mit den "ehrwürdigen" Bürgern dieser Stadt und ihren Eigenarten, was die Lachmuskeln auf das Höchste herausfordert. Doch dann geht es richtig zur Sache, als nämlich, - nein -, das wird hier nicht verraten, nur so viel, die Spannung steigt stetig bis zum Ende, der Ausgang der Geschichte ist eine Überraschung!!! Ein wunderbares Buch, humorvoll und nachdenklich zugleich. Hoffentlich gibt es bald mehr von dieser Autorin!!

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  • Meine Lesung in der VHS am 25. 2. 2012

    Der Duft der Maiglöckchen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. April 2013 um 13:04

    Am 25. 2. 2012 durfte ich aus meinem Buch: „Der Duft der Maiglöckchen“ in der Volkshochschule Albstadt vorlesen. Diese Lesung machte mir viel Spaß. Ich hatte gut gelaunte Zuhörerinnen, die mich mit ihren Lachsalven ansteckten.  Barbaras Verhältnis zu Veronika gab viel Anlass zur Heiterkeit: Veronika war seit kurzer Zeit Barbaras Freundin. Neben ihr kam sie sich wie ein Hühnchen vor, das man in einen dunkelblauen Leinensack gesteckt hatte. Veronika hatte eine großartige Gabe, sie konnte die Zukunft deuten. Ihr konnte Barbara alles anvertrauen. Ihre mit Lidschatten und Wimpertusche dezent bemalten blauen Augen sahen jeden freundlich an. Ihr rot geschminkter Mund stand keinen Moment still. Sie war eine Meisterin des Small Talks. Das strahlende Lächeln, das um ihre Lippen spielte, konnte sie für jeden ihrer männlichen Kollegen neu herbeizaubern Ich vermute, viele der Zuhörerinnen kannte auch eine Erna Müller: Erna Müllers schwarze Knopfaugen, die voller Neugier aus ihrem dicken Gesicht blinzelten, schienen alles zu sehen, was vor ihrer Haustür geschah. Sie sah selbst Dinge, die nicht geschahen. Ihr Geltungsbedürfnis und ihr Reinlichkeitsbedürfnis waren äußerst ausgeprägt. Glücklich schien sie nur zu sein, wenn sie ihren Hof kehren oder im Garten arbeiten konnte.Dann glänzten ihre Äuglein und ihre runden Bäckchen wurden rot vor Eifer.  Am Ende der Lesung hatten wir alle Lachtränen in den Augen. Besonders gut gefiel den Zuhörerinnen das Kapitel, in dem Barbara über den See zur Jagdhütte fährt, um ihren Mann Gernot mit seiner Geliebten zu überraschen. Ich bedanke mich bei Herrn Türk, der mir diese Lesung ermöglicht hat. Er hielt tapfer durch, und ließ sich von den kichernden Frauen nicht aus der Ruhe bringen.                                               

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