Heidrun Hurst

 4.7 Sterne bei 55 Bewertungen
Autorin von Die Kinder des Bergmanns, Der Teufel von Straßburg und weiteren Büchern.
Heidrun Hurst

Lebenslauf von Heidrun Hurst

Heidrun Hurst, Jahrgang 1966, hat sich auf das Schreiben historischer Romane konzentriert. Zu ihrer Spezialität gehören gut recherchierte Geschichten, die unter die Haut gehen, und sich einfühlsam mit dem Schicksal der einfachen Leute beschäftigen. Dabei verbindet sie fiktive Charaktere mit historischen Tatsachen. Von Rezensenten werden ihre Romane als ergreifend, atemberaubend und abseits des Klischees beschrieben. Sie ist Mitglied bei DeLiA (Verein zur Förderung deutschsprachiger Liebesromanliteratur), dem Autorennetzwerk Ortenau und HOMER Historische Literatur. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.heidrunhurst.de/

Alle Bücher von Heidrun Hurst

Die Kinder des Bergmanns

Die Kinder des Bergmanns

 (20)
Erschienen am 01.07.2013
Der Teufel von Straßburg

Der Teufel von Straßburg

 (14)
Erschienen am 28.02.2018
Das Opfer des Wikingers

Das Opfer des Wikingers

 (8)
Erschienen am 06.05.2011
Der Beginn eines neuen Tages

Der Beginn eines neuen Tages

 (5)
Erschienen am 01.06.2015
Im Feuer des Lebens

Im Feuer des Lebens

 (5)
Erschienen am 01.07.2014
Der weiße Rabe

Der weiße Rabe

 (3)
Erschienen am 12.03.2009

Neue Rezensionen zu Heidrun Hurst

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Anett_Heinckes avatar

Rezension zu "Der Teufel von Straßburg" von Heidrun Hurst

Sehr gutes Buch
Anett_Heinckevor 6 Monaten

Der Teufel von Straßburg von Heidrun Hurst hat 284 Seiten, teilt sich in drei Teile und spielt in der Zeit von Oktober 1348 bis Mai 1349.

 

Im Prolog rennt ein verletzter Junge um sein Leben und rettet sich zu den Schwestern von St. Klara, was schon mal sehr traurig ist.  

Straßburg 1348:

Adelheid lebt als Oblatin im Kloster St. Klara, wo sie darauf wartet, ihr Gelübde ablegen zu können.  Schade, dass sie trotz ihrer Jugend den grauen Star hat und schon recht schlecht sieht, dafür sind ihre anderen Sinne stärker ausgeprägt.

Als sie von Gertrudis von einem weiteren toten Jungen hört, der eine Haarsträhnen in seiner Hand hält, überwindet sie sich, den Henkerssohn Martin um Hilfe zu bitten. Dieser hatte sich bei ihrem ersten Treffen Hals über Kopf in sie verliebt, auch wenn er weiß, dass er als Unreiner keine Chancen hat.

Auch Gertrudis hat einen ungeheuerlichen Fund gemacht und spricht mit Adelheid und Martin darüber. Da auch sie heimlich als Hexe bezeichnet wird, ist keiner bereit, den Fund dem Rat zu melden. Also beschließen sie, selbst den Geschehnissen auf die Spur zu kommen und den Mörder zu suchen. Durch einen glücklichen Zufall kann Adelheid für einige Zeit das Kloster verlassen und nimmt sich vor, den Mörder zu finden. Damit begibt sie sich in große Gefahr.

Als es nicht nur Gassenjungen trifft, wird von der Obrigkeit schnell ein Verdächtiger gefunden, der auch unter Folter nicht gesteht, der Täter zu sein. Auch als seine Unschuld durch einen erneuten Mord während seiner Gefangenschaft bewiesen ist, berät der Rat über eine Freilassung. Allerdings sind die Dominikaner in ihrem verbohrten Glauben dagegen und argumentieren mit absurden Gottessprüchen. Übles Gesindel.

 

Die Charaktere von Martin, Adelheid und Gertrudis sind mir sehr sympathisch. Für eine Oblatin ist Adelheid erstaunlich oft vom Kloster weg, schleicht sich nachts allein in den Gassen herum, tut verbotene Dinge und ändert auch ihre Meinung in Bezug auf weltliche Dinge etwas, nachdem Gertrudis ihr eine gehörige Standpauke gehalten hat.

Martin ist mit seinem Dasein als Sohn des Scharfrichters sehr unglücklich, er fühlt sich von allen zurückgestoßen und liebt auch den Beruf nicht.

Und auch Griseldis‘ Ansichten sind nicht ganz so verbohrt, sie hat kein Problem mit Martin, weil sie ja selbst als Kräuterfrau nur ein geringes Ansehen hat, jedenfalls offiziell.

Es ist eine recht traurige Geschichte. Aber wahrscheinlich war so damals Alltag mit Mord, Folter, Hexenjagd, Inquisition.  Moral und Aberglaube spielten eine große Rolle. Viele Menschen galten als unrein, wurden nicht be- und geachtet, obwohl man sie heimlich brauchte.

 

In dem Buch sind viele Geschehnisse verpackt. Zum einen die toten Kinder, Folterungen, Hinrichtungen, die Judenverfolgung und die drohende Pest. Trotzdem wirkt es nicht überladen. Es ist eine runde, grausame und sehr gut erzählte Geschichte mit einem sehr schönen Cover.

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mama2009s avatar

Rezension zu "Der Teufel von Straßburg" von Heidrun Hurst

Eine Bestie macht Straßburg unsicher
mama2009vor 8 Monaten

Meine Meinung und Fazit 


Lange Zeit habe ich schon Bücher von Heidrun Hurst auf meiner Lese-Wunschliste und immer ist ein anderes Buch dazwischen gekommen. Nun frage ich mich ernsthaft WARUM? Denn mit "Der Teufel von Straßburg" hat mich Heidrun Hurst überzeugt, sie schreibt wundervolle, gelungene, fesselnde und spannende historische Bücher. 

Besonders hervorheben möchte ich, dass man einfach beim Lesen soviel lernt oder Wissen verfestigt wird. Zum Beispiel erfährt man, dass es auch vor Weihnachten eine Fastenzeit gab (gibt) und das Jahr nicht schon immer zu Silvester zu Ende ging. Aber das ist nicht alles, man erfährt soviel über den Alltag der damaligen Zeit, den Weisheiten oder auch Vorurteilen. So dass ich öfters den Kopf schütteln musste, über soviel Starrsinn. Das Wissen, die Erläuterung werden nicht oberlehrerhaft hingeworfen, sondern sind in die Stränge der Geschichte eingewoben. 

In Straßburg geht eine Bestie um, kleine Jungs werden tot aufgefunden. Zunächst Gassen-oder Waisenjungs, dann Kinder von angesehenen Bürgern. Ein Schuldiger muss schnell gefunden werden und schön findet wir uns als Leser in der mittelalterlichen Wahrheitsfindung wieder. Sehr beeindruckend und auch bedrückend geschrieben. Deutlich wird hier die Stellung des Henkermeister/Scharfrichter. Sie galten als Unehrliche und mussten weit von dem Stadtgeschehen leben, niemand suchte mit ihnen Kontakt, sehr traurig. 

Heidrun Hurst schreibt sehr bildhaft, was in diesem Satz von Seite deutlich wird "Ein Schauer lief wie ein pelziges Tier über ihren Rücken.". Dadurch werden die Szenen sehr lebendig. Ich erinnere mich mit Graus an die Szene mit dem Judenprogrom. Einfach schlimm und übel, wie für das eigene (drohende) Schicksal Andere verantwortlich gemacht werden. Und wie viele von dem Tod der Juden profitiert haben und immer weitergeht der Hass, brandaktuell denn je. 

Die Hauptprotagonisten sind sehr menschlich dargestellt worden, mit ihren Fehlern und Eigenheiten und sie sind mir ans Herz gewachsen. Was mache ich jetzt ohne Adelheid, Martin, Gerdrudis und Levi? Hier noch zwei Zitate aus dem Buch, die mir sehr gefallen haben und viel ausdrücken. Gertrudis Seite 154 "vielleicht solltest auch du ein paar Dinge ändern, bevor es zu spät ist." Martin Seite 274: "Bist du noch nie auf die Idee gekommen, dass man sich das eigene Schicksal nicht immer aussuchen kann?" 

Mein Dank gilt Heidrun Hurst für dieses tolle Buch und dem Verlag dotbooks.de für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. 

Ich spreche hier eine deutliche Leseempfehlung aus. Lest dieses Buch! 

Und ich hole mir die bereits erschienen und hoffe auf viel Lesezeit.

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Ladybella911s avatar

Rezension zu "Der Teufel von Straßburg" von Heidrun Hurst

Eine Klosterschülerin auf der Suche nach einem gefährlichen Mörder
Ladybella911vor 8 Monaten

Ein kurzer Einblick in die Handlung:

Er lauert in der Dunkelheit. Seine Opfer sind jung, wehrlos und vollkommen allein. Ein grausamer Mörder treibt im Jahr 1348 in Straßburg sein Unwesen – doch niemand schert sich darum, denn er tötet nur namenlose Kinder der Gasse.

Selbst dem Schicksal einer solchen Kindheit nur knapp entronnen, fühlt sich die Klosterschülerin Adelheid mit den Opfern verbunden und beschließt, sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Mörder zu machen. In Martin, dem Henkerssohn, der mit seiner blutigen Bestimmung hadert, findet sie einen unerwarteten Verbündeten. Und auch das Kräuterweib Gertrudis scheint auf ihrer Seite zu sein – doch die Alte verbirgt ein dunkles Geheimnis … Wem können Adelheid und Martin trauen, bei der Suche nach einem Mörder, so eiskalt und berechnend, dass er scheinbar keine Spuren hinterlässt?


Die zeitgemäße Sprache, die bildhafte Darstellung von Schauplätzen und Charakteren, all dies vermittelt dem Leser das Gefühl, sich mitten in der Geschichte zu befinden und Teil davon zu sein.
Diese intensive Atmosphäre, die Handlung, die grausamen Morde an diesen sich selbst überlassenen Kindern erzeugen ein Gefühl tiefer Traurigkeit ob dieser Schicksale, verbunden mit einer unglaublichen Spannung, die die Jagd nach dem Mörder hervorruft.

Der Autorin, Heidrun Hurst, ist es hervorragend gelungen, den Leser durch ihren mitreißenden Erzählstil  in diese mittelalterliche Zeit, ihre Gefahren, ihre Sitten und Gebräuche zu entführen.

Ein wundervoller historischer Roman, hervorragend recherchiert und brillant erzählt, den ich jedem Leser dieses Genres wärmstens ans Herz legen möchte.

Es lohnt sich.

Hierfür vergebe ich gerne 5 Sterne.


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Gespräche aus der Community

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Heidrun_Hursts avatar

Liebe Community,

mit einer Leserunde möchte ich euch meinen historischen Roman „Der Teufel von Straßburg“ vorstellen.

Ein kurzer Einblick in die Handlung:

Er lauert in der Dunkelheit. Seine Opfer sind jung, wehrlos und vollkommen allein. Ein grausamer Mörder treibt im Jahr 1348 in Straßburg sein Unwesen – doch niemand schert sich darum, denn er tötet nur namenlose Kinder der Gasse.

Was würdest du tun? Diese Frage hatte ich mir zu Beginn meines Romans gestellt. Was würdest du riskieren für die Zerlumpten und Ausgestoßenen, deren Leben in der mittelalterlichen Stadt kaum etwas zählt?

Selbst dem Schicksal einer solchen Kindheit nur knapp entronnen, fühlt sich die Klosterschülerin Adelheid mit den Opfern verbunden und beschließt, sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Mörder zu machen. In Martin, dem Henkerssohn, der mit seiner blutigen Bestimmung hadert, findet sie einen unerwarteten Verbündeten. Und auch das Kräuterweib Gertrudis scheint auf ihrer Seite zu sein – doch die Alte verbirgt ein dunkles Geheimnis … Wem können Adelheid und Martin trauen, bei der Suche nach einem Mörder, so eiskalt und berechnend, dass er scheinbar keine Spuren hinterlässt?

 

Seid ihr neugierig geworden? Gemeinsam mit dotbooks verlose ich 10 eBook-Exemplare von „Der Teufel von Straßburg“.

Möchtet ihr ein E-Book gewinnen? Dann bewerbt euch noch bis zum 25. März mit einer Antwort auf folgende Frage:

Was verbindet ihr mit Straßburg?

Hinweis:

Der Gewinn eines E-Books verpflichtet zum Mitmachen bei der Leserunde und einer abschließenden Rezension hier bei Lovelybooks. Gerne auch bei Amazon, Thalia, Weltbild & Co. und/oder natürlich auf euren eigenen Blogs.

Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche viel Glück bei der Verlosung!

Eure Heidrun Hurst


Zur Leserunde
Heidrun_Hursts avatar

Winter 1606

Der junge Bergmann Johann Selzer eilt vor dem Ende seiner Schicht nach Hause. Seine Frau Anna bekommt ihr erstes Kind. Vor zwei Jahren waren sie vom Rheintal aus in die Fremde gezogen, doch erst seit wenigen Monaten war es Johann gelungen eine Arbeit als Hundestößer zu ergattern. Auf dem Erzkasten bei Freiburg hatte man ihm sogar eine Ausbildung versprochen. Nun soll die Geburt des Kindes der Anfang einer hoffnungsvollen Zukunft sein. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit Johann und Anna...

"Die Kinder des Bergmanns" ist der erste Teil einer groß angelegten Geschwistergeschichte, die sich vom Schauinsland bei Freiburg über Breisach bis nach Straßburg zieht. Sie begleitet die Geschwister Jakob und Bärbel weit über ihre Kindheit hinaus, in ein Leben, das nicht immer so verläuft, wie sie es gerne hätten.

Teile einer Rezension, die für Amazon verfasst wurde: Ich konnte mich innerhalb weniger Seiten ins Jahr 1606 hineinversetzen. Die Autorin versteht es, ihre Leser mitzunehmen...Sie beschreibt Orte, Häuser, Personen, selbst Gerüche so exakt aber lebhaft, dass man  denkt, man stehe persönlich davor. Man spürt die reale Welt von früher, mit ihrer ganzen Härte, aber auch hinweisend auf das Schöne im Einfachen. Man konnte mit den handelnden Figuren mitfühlen und miterleben...

Seid ihr neugierig geworden? Dann bewerbt euch bis zum 8. September für eines von fünf signierten Taschenbüchern, die der Verlag für diese Leserunde zur Verfügung stellt. Selbstverständlich dürfen auch diejenigen daran teilnehmen, die kein Buch gewonnen haben.  

Die Autorin wird die Leserunde begleiten! 

ChattysBuecherblogs avatar
Letzter Beitrag von  ChattysBuecherblogvor 5 Jahren
Ich bin schon sehr gespannt.
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Heidrun_Hursts avatar
Norwegen im Jahr 802 n. Chr. Der junge Nordmann Leif Svensson, Sohn des Wikinger-Häuptlings Hakon, möchte den Menschen in seiner Heimat den christlichen Glauben nahe bringen. Doch das ist keine leichte Aufgabe, denn der neue Glaube ist so ganz anders als die althergebrachte Lebensweise und Götterwelt der Nordmänner. Als die Anfeindungen zunehmen und ihn zu zermürben drohen, ziehen auch noch dunkle Wolken am Ehehimmel auf. Werden er und seine schwangere Frau Aryana jemals wieder zueinander finden? Doch damit nicht genug. Eines Tages werden zwei fremde Schiffe im Fjord gesichtet. Ihr Anführer ist Sigurd, jung und erbarmungslos, der für sich und seine Mannschaft eine neue Heimat sucht. Die Siedlung von Hakon ist für ihn ein verlockendes Ziel. Für Leif hingegen wird die Situation zur grausamen Zerreißprobe. Soll er mit seinem Vater in den blutigen Kampf gegen Sigurd ziehen? Ist er überhaupt noch ein richtiger Wikinger? Schließlich trifft Leif eine folgenschwere Entscheidung. Möchtet ihr wissen, wie die Geschichte weitergeht? Dann lade ich euch hiermit zu dieser Leserunde ein. Willkommen ist jeder, der die Geschichte der Wikinger einmal aus einem anderen Blickwinkel erleben möchte, als es normalerweise der Fall ist. Im Vorfeld verlost der mediaKern Verlag fünf signierte Bücher unter Interessierten, die bis zum 20. Oktober hier einen Kommentar unter "Bewerbung Gewinnspiel" hinterlassen, und bei der Leserunde mitmachen möchten. Begleitet wird die Runde von der Autorin, also von mir selbst. :) Ich freue mich schon jetzt auf den Austausch mit euch! Übrigens ist "Das Opfer des Wikingers" bereits der zweite Teil meiner Wikinger-Saga, die mit "Der weiße Rabe" begonnen hat. Es wäre zwar schön, wenn man den ersten Teil schon kennt, zwingend notwendig ist es aber nicht.
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